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Regelwerk; Bau- und Planungsrecht; Kosten

Bekanntmachung des Sächsischen Staatsministeriums
des Innern über die Tabelle der durchschnittlichen Rohbauwerte

- Sachsen -

Vom 22. März 2017
(SächsABl. Nr. 15 vom 13. April 2017 S. 524)



Red. Anm. Zur Information die jeweils aktuelle Fassung - keine Archivfassungen - keine Mitteilung über Änderungen per Newsletter

Die Baupreisindexzahl, mit der nach Anlage 1 laufende Nummer 17 Tarifstelle 1.2 des Neunten Sächsischen Kostenverzeichnisses vom 21. September 2011 (SächsGVBl. S. 410), das zuletzt durch die Verordnung vom 25. Juli 2016 (SächsGVBl. S. 298) geändert worden ist, die Rohbauwerte der Anlage 2 zum Neunten Sächsischen Kostenverzeichnis ab 1. Mai 2017 zu vervielfältigen sind, beträgt

1,115 .

Die sich daraus mit Gültigkeit ab 1. Mai 2017 ergebenden fortgeschriebenen durchschnittlichen Rohbauwerte werden in der nachstehenden Tabelle (Anlage) bekannt gegeben.

.

Tabelle der durchschnittlichen Rohbauwerte Anlage


Nummer Gebäudeart Rohbauwert Euro/m3
1 Wohngebäude 118
2 Wochenendhäuser 104
3 Büro- und Verwaltungsgebäude, Banken und Arztpraxen 158
4 Schulen 152
5 Kindergärten 135
6 Hotels, Pensionen und Heime bis 60 Betten, Gaststätten 135
7 Hotels, Heime und Sanatorien mit mehr als 60 Betten 157
8 Krankenhäuser 175
9 Versammlungsstätten, soweit nicht unter Nummer 7 oder 12 aufgeführt 135
10 Kirchen 152
11 Leichenhallen und Friedhofskapellen 124
12 Turn- und Sporthallen, soweit nicht unter Nummer 21 aufgeführt 89
13 Hallenbäder 146
14 sonstige, nicht unter den Nummern 1 bis 13 aufgeführte eingeschossige Gebäude, zum Beispiel Umkleideräume von Sporthallen und Schwimmbädern 114
15 Verkaufsstätten 1, soweit sie eingeschossig sind 89
16 Verkaufsstätten 2, soweit sie mehrgeschossig sind 159
17 Kleingaragen, ausgenommen offene Kleingaragen 71
18 Mittel- und Großgaragen, soweit sie eingeschossig sind 87
19 Mittel- und Großgaragen, soweit sie mehrgeschossig sind 105
20 Tiefgaragen 162
21 Fabrik-, Werkstatt- und Lagergebäude, Tennishallen sowie einfache Sporthallen, soweit sie eingeschossig sind, bis 50.000 m3 Brutto-Rauminhalt
21.1 mit nicht geringen Einbauten 3 78
21.2 ohne oder mit geringen Einbauten 3
21.2.1 bis 2.000 m3 Brutto-Rauminhalt
21.2.1.1 Bauart schwer 4 56
21.2.1.2 sonstige Bauart 49
21.2.2 der 2.000 m3 übersteigende Brutto-Rauminhalt bis 5.000 m3
21.2.2.1 Bauart schwer 4 49
21.2.2.2 sonstige Bauart 39
21.2.3 der 5.000 m3 übersteigende Brutto-Rauminhalt bis 50.000 m3
21.2.3.1 Bauart schwer 4 39
21.2.3.2 sonstige Bauart 30
22 Fabrik-, Werkstatt- und Lagergebäude, soweit sie mehrgeschossig sind, bis 100.000 m3 Brutto-Rauminhalt
22.1 ohne oder mit geringen Einbauten 3 114
22.2 mit nicht geringen Einbauten 3 132
23 sonstige kleinere gewerbliche Bauten, soweit sie eingeschossig sind, soweit nicht unter Nummer 21 aufgeführt 96
24 Stallgebäude, Scheunen und sonstige landwirtschaftliche Betriebsgebäude, ausgenommen Güllekeller wie Nummer 21
25 Güllekeller, soweit sie unter Ställen oder sonstigen landwirtschaftlichen Betriebsgebäuden liegen 94
26 Schuppen, offene Kleingaragen, offene Feldscheunen und ähnliche Gebäude 43
27 Gewächshäuser
27.1 bis 1.500 m3 Brutto-Rauminhalt 30
27.2 der 1.500 m3 übersteigende Brutto-Rauminhalt 19
1) Bei Hallenbauten ohne oder mit geringen Einbauten ist der Rohbauwert um 30 Prozent zu reduzieren. Hierzu zählen auch Einbauten im Sinne der Anlage 1 laufende Nummer 17 Tarifstelle 1.2 Absatz 3 Satz 4.
2) Bei mehrgeschossigen Verkaufsstätten mit geringen Einbauten, deren Nutzflächen fast ausschließlich dem Verkauf oder der Ausstellung dienen, ist der Rohbauwert um 40 Prozent zu reduzieren. Hierzu zählen auch Einbauten im Sinne der Anlage 1 laufende Nummer 17 Tarifstelle 1.2 Absatz 3 Satz 4.
3) Hierzu zählen auch Einbauten im Sinne der Anlage 1 laufende Nummer 17 Tarifstelle 1.2 Absatz 3 Satz 4.
4) Gebäude, deren Außenwände überwiegend aus Beton, einschließlich Leicht- und Gasbeton, oder aus mehr als 17,5 cm dickem Mauerwerk bestehen.

Anmerkungen:

In den Rohbauwerten ist die Umsatzsteuer enthalten.

Bei Gebäuden mit mehr als 5 Vollgeschossen ist der Rohbauwert um 5 Prozent, bei Hochhäusern um 10 Prozent und bei Gebäuden mit befahrbaren Decken, außer bei den Nummern 18 bis 20, um 10 Prozent zu erhöhen. Die in der Tabelle angegebenen Werte berücksichtigen nur Flachgründungen mit Streifen- oder Einzelfundamenten, Mehrkosten für andere Gründungen sind gesondert zu ermitteln; dies gilt auch für Außenwandverkleidungen, für die ein Standsicherheitsnachweis geführt werden muss. Bei Gebäuden mit gemischter Nutzung ist für die Gebäudeteile mit verschiedenen Nutzungsarten der Rohbauwert anteilig zu ermitteln, soweit Nutzungsarten nicht nur Nebenzwecken dienen. Der nicht ausgebaute Dachraum eines Dachgeschosses ist, abweichend von DIN 277, nur mit einem Drittel seines Rauminhalts anzurechnen.

Bei Hallenbauten mit Kränen, bei denen der Standsicherheitsnachweis für die Kranbahnen geprüft werden muss, ist die Rohbausumme des von den Kranbahnen erfassten Hallenbereiches um 26 Euro/m2 zu erhöhen.

Bei Flächengründungen sind je Quadratmeter Sohlplatte 2 m3 zum Brutto-Rauminhalt mit zuzurechnen.

ENDE