Änderungstext
Verordnung über die elektronische Aktenführung in Steuerstrafverfahren und Verfahren wegen Steuerordnungswidrigkeiten
- Hessen -
Vom 22. Dezember 2025
(GVBl. Nr. 113 vom 23.12.2025)
Artikel 1
EAASteuerV - E-Aktenausnahmenverordnung
Verordnung über Ausnahmen von der elektronischen Aktenführung in Steuerstrafverfahren und Verfahren wegen Steuerordnungswidrigkeiten
Aufgrund
- des § 15 Abs. 2 Satz 1 und 2 des Einführungsgesetzes zur Strafprozessordnung in der im Bundesgesetzblatt Teil III, Gliederungsnummer 312-1, veröffentlichten bereinigten Fassung, zuletzt geändert durch Gesetz vom 8. Dezember 2025 (BGBl. 2025 I Nr. 319), und
- des § 110a Abs. 1d Satz 4 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten in der Fassung der Bekanntmachung vom 19. Februar 1987 (BGBl. I S. 602), zuletzt geändert durch Gesetz vom 8. Dezember 2025 (BGBl. 2025 I Nr. 319),
verordnet die Landesregierung:
§ 1 Ausnahmen von der elektronischen Aktenführung
Abweichend von § 32 Abs. 1 Satz 1 und 2 der Strafprozessordnung in der ab dem 1. Januar 2026 geltenden Fassung und § 110a Abs. 1 Satz 1 und 2 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten in der ab dem 1. Januar 2026 geltenden Fassung werden in den Bußgeld- und Strafsachenstellen der Finanzämter Akten bis einschließlich 31. Dezember 2026 in Papierform angelegt und von anderer Stelle bis einschließlich 31. Dezember 2026 übermittelte elektronische Akten in Papierform geführt oder weitergeführt.
§ 2 Inkrafttreten, Außerkrafttreten
Diese Verordnung tritt am Tag nach der Verkündung in Kraft.
Sie tritt mit Ablauf des 31. Dezember 2026 außer Kraft.
Artikel 2
Änderung der Siebten Verordnung zur Änderung der Delegationsverordnung
Aufgrund
- des § 15 Abs. 2 Satz 4 des Einführungsgesetzes zur Strafprozessordnung in der im Bundesgesetzblatt Teil III, Gliederungsnummer 312-1, veröffentlichten bereinigten Fassung, zuletzt geändert durch Gesetz vom 8. Dezember 2025 (BGBl. 2025 I Nr. 319), und
- des § 110a Abs. 1c Satz 4 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten in der Fassung der Bekanntmachung vom 19. Februar 1987 (BGBl. I S. 602), zuletzt geändert durch Gesetz vom 8. Dezember 2025 (BGBl. 2025 I Nr. 319),
verordnet die Landesregierung:
Art. 2
Artikel 2
Weitere Änderung der Delegationsverordnung zum 1. Januar 2026
Aufgrund des
- § 15 Abs. 2 Satz 4 des Einführungsgesetzes zur Strafprozessordnung in der im Bundesgesetzblatt Teil III, Gliederungsnummer 312-1, veröffentlichten bereinigten Fassung, zuletzt geändert durch Gesetz vom 12. Juli 2024 (BGBl. 2024 I Nr. 234), und
- § 110a Abs. 1c Satz 4 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten in der Fassung der Bekanntmachung vom 19. Februar 1987 (BGBl. I S. 602), zuletzt geändert durch Gesetz vom 12. Juli 2024 (BGBl. 2024 I Nr. 234),
verordnet die Landesregierung:
§ 7 Nr. 4 der Delegationsverordnung vom 12. Dezember 2007 (GVBl. I S. 859), zuletzt geändert durch Art. 1,
4. § 15 Abs. 2 Satz 1 und 2 des Einführungsgesetzes zur Strafprozessordnung abweichend von § 32 der Strafprozessordnung und nach § 110a Abs. 1c Satz 1 und 2 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten
- zu bestimmen, dass Akten, die elektronisch angelegt wurden, ab einem bestimmten Ereignis bis zum 31. Dezember 2025 in Papierform weitergeführt werden,
- die Zulassung der Weiterführung von Akten in Papierform nach Buchst. a auf einzelne Finanzämter oder auf allgemein bestimmte Verfahren der Finanzämter zu beschränken und dabei zu bestimmen, dass durch öffentlich bekanntzumachende Verwaltungsvorschrift geregelt wird, in welchen Verfahren Akten in elektronischer Form weitergeführt werden,
wird aufgehoben.
und Art. 3 Satz 2
Abweichend von Satz 1 tritt Art. 2 am 1. Januar 2026 in Kraft.
der Siebten Verordnung zur Änderung der Delegationsverordnung vom 30. September 2025 (GVBl. 2025 Nr. 63) werden aufgehoben.
Artikel 3
Änderung Delegationsverordnung
Aufgrund
- des § 15 Abs. 2 Satz 4 des Einführungsgesetzes zur Strafprozessordnung in der im Bundesgesetzblatt Teil III, Gliederungsnummer 312-1, veröffentlichten bereinigten Fassung, zuletzt geändert durch Gesetz vom 8. Dezember 2025 (BGBl. 2025 I Nr. 319), und
- des § 110a Abs. 1d Satz 4 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten in der Fassung der Bekanntmachung vom 19. Februar 1987 (BGBl. I S. 602), zuletzt geändert durch Gesetz vom 8. Dezember 2025 (BGBl. 2025 I Nr. 319),
verordnet die Landesregierung:
§ 7 Nr. 4 der Delegationsverordnung vom 12. Dezember 2007 (GVBl. S. 859), zuletzt geändert durch Verordnung vom 30. September 2025 (GVBl. 2025 Nr. 63), wird wie folgt gefasst:
| alt | neu |
§ 15 Abs. 2 Satz 1 und 2 des Einführungsgesetzes zur Strafprozessordnung abweichend von § 32 der Strafprozessordnung und nach § 110a Abs. 1c Satz 1 und 2 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten
- zu bestimmen, dass Akten, die elektronisch angelegt wurden, ab einem bestimmten Ereignis bis zum 31. Dezember 2025 in Papierform weitergeführt werden,
- die Zulassung der Weiterführung von Akten in Papierform nach Buchst. a auf einzelne Finanzämter oder auf allgemein bestimmte Verfahren der Finanzämter zu beschränken und dabei zu bestimmen, dass durch öffentlich bekanntzumachende Verwaltungsvorschrift geregelt wird, in welchen Verfahren Akten in elektronischer Form weitergeführt werden,
| "4. § 15 Abs. 2 Satz 1 und 2 des Einführungsgesetzes zur Strafprozessordnung und § 110a Abs. 1d Satz 1 und 2 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten
- zu bestimmen, dass Akten abweichend von § 32 Abs. 1 Satz 1 und 2 der Strafprozessordnung in der ab dem 1. Januar 2026 geltenden Fassung und § 110a Abs. 1 Satz 1 und 2 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten in der ab dem 1. Januar 2026 geltenden Fassung bis einschließlich 31. Dezember 2026 in Papierform angelegt sowie Akten, die elektronisch angelegt wurden, bis zu diesem Zeitpunkt in Papierform weitergeführt werden,
- die Bestimmungen nach Buchst. a auf einzelne Finanzämter oder auf allgemein bestimmte Verfahren der Finanzämter zu beschränken und dabei zu bestimmen, dass durch öffentlich bekanntzumachende Verwaltungsvorschrift geregelt wird, in welchen Verfahren Akten in Papierform angelegt oder elektronisch angelegte Akten in Papierform weitergeführt werden,"
|
Artikel 4
Änderung Delegationsverordnung zum 1. Januar 2026
Aufgrund
- des § 32 Abs. 1 Satz 4 und Abs. 1a Satz 4 der Strafprozessordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 7. April 1987 (BGBl. I S. 1074, 1319), zuletzt geändert durch Gesetz vom 8. Dezember 2025 (BGBl. 2025 I Nr. 319), und § 110a Abs. 1 Satz 4 und Abs. 1a Satz 4 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten in der Fassung der Bekanntmachung vom 19. Februar 1987 (BGBl. I S. 602), zuletzt geändert durch Gesetz vom 8. Dezember 2025 (BGBl. 2025 I Nr. 319),
- des § 110a Abs. 1d Satz 4 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten in der Fassung der Bekanntmachung vom 19. Februar 1987 (BGBl. I S. 602), zuletzt geändert durch Gesetz vom 8. Dezember 2025 (BGBl. 2025 I Nr. 319),
verordnet die Landesregierung:
§ 7 der Delegationsverordnung vom 12. Dezember 2007 (GVBl. S. 859), zuletzt geändert durch Art. 3, wird wie folgt geändert:
1. Die Nr. 1 und 2
1. § 32 Abs. 1 Satz 2 der Strafprozessordnung und § 110a Abs. 1 Satz 2 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten zu bestimmen, dass Akten die in Papierform angelegt wurden, auch nach Einführung der elektronischen Aktenführung in Papierform weitergeführt werden,
2. § 32 Abs. 1a Satz 1 und 2 der Strafprozessordnung, § 110a Abs. 1a Satz 1 und 2 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten
- zu bestimmen, dass Akten, die vor dem 1. Januar 2026 in Papierform angelegt wurden, ab einem bestimmten Stichtag oder Ereignis in elektronischer Form weitergeführt werden,
- die Zulassung der Weiterführung von Akten in elektronischer Form nach Buchst. a auf einzelne Finanzämter oder auf allgemein bestimmte Verfahren der Finanzämter zu beschränken und dabei zu bestimmen, dass durch öffentlich bekanntzumachende Verwaltungsvorschrift geregelt wird, in welchen Verfahren Akten in elektronischer Form weitergeführt werden,
werden aufgehoben.
2. Nr. 4 wird wie folgt geändert:
a )Die Angabe " § 110a Abs. 1d" wird durch " § 110a Abs. 1a" ersetzt.
b) In Buchst. a wird jeweils die Angabe "in der ab dem 1. Januar 2026 geltenden Fassung" gestrichen.
Artikel 5
Änderung Delegationsverordnung zum 1. Januar 2027
(Gültig ab 01.01.2027 siehe =>)
Aufgrund
- des § 15 Abs. 2 Satz 4 des Einführungsgesetzes zur Strafprozessordnung in der im Bundesgesetzblatt Teil III, Gliederungsnummer 312-1, veröffentlichten bereinigten Fassung, zuletzt geändert durch Gesetz vom 8. Dezember 2025 (BGBl. 2025 I Nr. 319), und
- des § 110a Abs. 1d Satz 4 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten in der Fassung der Bekanntmachung vom 19. Februar 1987 (BGBl. I S. 602), zuletzt geändert durch Gesetz vom 8. Dezember 2025 (BGBl. 2025 I Nr. 319),
verordnet die Landesregierung:
§ 7 Nr. 4 der Delegationsverordnung vom 12. Dezember 2007 (GVBl. I S. 859), zuletzt geändert durch Art. 4,
4. § 15 Abs. 2 Satz 1 und 2 des Einführungsgesetzes zur Strafprozessordnung und § 110a Abs. 1a Satz 1 und 2 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten
- zu bestimmen, dass Akten abweichend von § 32 Abs. 1 Satz 1 und 2 der Strafprozessordnung und § 110a Abs. 1 Satz 1 und 2 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten bis einschließlich 31. Dezember 2026 in Papierform angelegt sowie Akten, die elektronisch angelegt wurden, bis zu diesem Zeitpunkt in Papierform weitergeführt werden,
- die Bestimmungen nach Buchst. a auf einzelne Finanzämter oder auf allgemein bestimmte Verfahren der Finanzämter zu beschränken und dabei zu bestimmen, dass durch öffentlich bekanntzumachende Verwaltungsvorschrift geregelt wird, in welchen Verfahren Akten in Papierform angelegt oder elektronisch angelegte Akten in Papierform weitergeführt werden,
wird aufgehoben.
Artikel 6
Inkrafttreten
Diese Verordnung tritt am Tag nach der Verkündung (24.12.2025) in Kraft.
Abweichend von Satz 1 treten Art. 4 am 1. Januar 2026 und Art. 5 am 1. Januar 2027 in Kraft.
ID: 253274