Änderungstext

Verordnung zur Änderung melderechtlicher Verordnungen
- Sachsen-Anhalt -

Vom 24. Juni 2020
(GVBl. LSA Nr. 24 vom 01.07.2020 S. 312)



Aufgrund von

(zu Artikel 1)
§ 9 Nr. 1 bis 4 des Ausführungsgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt zum Bundesmeldegesetz vom 21. Juli 2015 (GVBl. LSA S. 369) und

(zu Artikel 2)
§ 9 Nr. 6 des Ausführungsgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt zum Bundesmeldegesetz vom 21. Juli 2015 (GVBl. LSA S. 369)

jeweils in Verbindung mit Abschnitt II Nr. 2 des Beschlusses der Landesregierung über den Aufbau der Landesregierung Sachsen-Anhalt und die Abgrenzung der Geschäftsbereiche vom 24. Mai/6. Juni 2016 (MBL. LSA S. 369), zuletzt geändert durch Beschluss vom 5. November 2019 (MBL LSA S. 379),

wird verordnet:

Artikel 1
Änderung der Verordnung zum Zentralen Meldedatenbestand des Landes Sachsen-Anhalt

Die Verordnung zum Zentralen Meldedatenbestand des Landes Sachsen-Anhalt vom 13. November 2015 (GVBL LSA S. 565), geändert durch Verordnung vom 12. September 2017 (GVBl. LSA S. 161), wird wie folgt geändert:

1. Dem § 1 Abs. 1 Satz 2 wird die Angabe ", zuletzt geändert durch Artikel 11 Abs. 6 des Gesetzes vom 18. Juli 2017 (BGBl. I S. 2745)," angefügt.

2. In § 5 werden im Satzteil vor Nummer 1 die Wörter "von Betroffenen" durch die Wörter "der betroffenen Personen" ersetzt.

3. Nach § 5 wird folgender § 5a eingefügt:

" § 5a Automatisierter Datenabruf für Zwecke der Strafrechtspflege

Zur Erfüllung ihrer Aufgaben der Strafverfolgung, der Strafvollstreckung oder des Strafvollzugs dürfen die zuständigen Gerichte und Staatsanwaltschaften für die Feststellung des gesetzlichen Vertreters bei Minderjährigen oder unter Betreuung stehenden Personen sowie von Ehegatten und Lebenspartnern über die in § 38 Abs. 1 und 3 des Bundesmeldegesetzes aufgeführten Daten hinaus folgende Daten der betroffenen Personen automatisiert abrufen:

1. zum gesetzlichen Vertreter:
a) Betroffene Person 0001,
b) Familienname 0902 bis 0903,
c) Vornamen 0904,
d) Doktorgrad 0905,
e) Anschrift 1200 bis 1212, 0907a,
2. Familienstand 1401."

4. In § 6 werden im Satzteil vor Nummer 1 die Wörter "von Betroffenen" durch die Wörter "der betroffenen Personen" ersetzt.

5. In § 7 werden im Satzteil vor Nummer 1 die Wörter "von Betroffenen" durch die Wörter "der betroffenen Personen" ersetzt.

6. § 8 Satzteil vor Nummer 1 wird wie folgt geändert:

a) Die Angabe "Verordnung vom 5. März 2015 (GVBL LSA S. 72)" wird durch die Angabe " § 9 Abs. 2 des Gesetzes vom 14. März 2019 (GVBL LSAS. 51, 56)" ersetzt.

b) Die Wörter "von Betroffenen" werden durch die Wörter "der betroffenen Personen" ersetzt.

7. Nach § 8 wird folgender § 8a eingefügt:

" § 8a Automatisierter Abruf für Zwecke der Standesämter

Zur Erfüllung ihrer Aufgaben nach dem Personenstandsgesetz vom 19. Februar 2007 (BGBL I S. 122), zuletzt geändert durch Artikel 4 des Gesetzes vom 18. Dezember 2018 (BGBL I S. 2639, 2640), und der Personenstandsverordnung vom 22. November 2008 (BGBL I S. 2263), zuletzt geändert durch Artikel 5 des Gesetzes vom 18. Dezember 2018 (BGBL I S. 2639, 2641), dürfen die Standesämter über die in § 38 Abs. 1 des Bundesmeldegesetzes aufgeführten Daten hinaus folgende Daten der betroffenen Personen automatisiert abrufen:

1. derzeitige Staatsangehörigkeiten 1001,
2. Familienstand 1401."

Artikel 2
Änderung der Verordnung zur Durchführung von regelmäßigen Datenübermittlungen der Meldebehörden in Sachsen-Anhalt

Die Verordnung zur Durchführung von regelmäßigen Datenübermittlungen der Meldebehörden in Sachsen-Anhalt vom 5. Oktober 2015 (GVBL LSA S. 512) wird wie folgt geändert:

1. In § 3 Satz 1 Nr. 9 wird die Angabe "Artikel 2a des Gesetzes vom 20. Juni 2015 (BGBl. I S. 970, 972)" durch die Angabe "Artikel 8 des Gesetzes vom 4. August 2019 (BGBL I S. 1131, 1145)" ersetzt.

2. In § 4 Satz 1 werden im Satzteil vor Nummer 1 die Wörter "von Betroffenen" durch die Wörter "der betroffenen Personen" ersetzt.

3. In § 6 wird im Satzteil vor Nummer 1 die Angabe "Artikel 5 des Gesetzes vom 27. Juli 2015 (BGBl. I S. 1386, 1398), von Betroffenen" durch die Angabe "Artikel 44 des Gesetzes vom 15. August 2019 (BGBl. I S. 1307, 1334), der betroffenen Personen" ersetzt.

4. Nach § 6 wird folgender § 6a eingefügt:

" § 6a Datenübermittlung für Zwecke der Prüfung der Einleitung von Verfahren zur Aufhebung von Kinderehen

Zum Zwecke der Prüfung der Einleitung von Verfahren zur Aufhebung von Kinderehen nach § 1316 Abs. 1 Nr. 1 und Abs. 3 Satz 2 des Bürgerlichen Gesetzbuchs in Verbindung mit § 1 Abs. 1 Nr. 14 der Allgemeinen Zuständigkeitsverordnung für die Gemeinden und Landkreise zur Ausführung von Bundesrecht vom 7. Mai 1994 (GVBl. LSAS. 568), zuletzt geändert durch Verordnung vom 16. Februar 2017 (GVBl. LSA S. 28), dürfen dem Landkreis aus Anlass der Anmeldung, der Namensänderung oder der Änderung des Familienstands folgende Daten von Personen übermittelt werden, die vor Eintritt der Volljährigkeit eine Ehe geschlossen haben:

1. Familienname 0101 bis 0104,
0201 bis 0204,
2. Vornamen 0301 bis 0303,
3. Geburtsdatum und Geburtsort sowie bei Geburt im Ausland auch den Staat 0601 bis 0603,
4. Geschlecht 0701,
5. Staatsangehörigkeiten 1001,
6. derzeitige und frühere Anschriften 1201 bis 1211,
1213, 1223,
1232 bis 1233,
7. Einzugsdatum 1301 bis 1303,
8. Familienstand 1401 bis 1402,
1408 bis 1409,
9. zum Ehegatten:
a) Betroffene Person 0001,
b) Familienname 1501 bis 1502c,
c) Vornamen 1503,
d) Geburtsdatum 1505,
e) Geschlecht 1506,
f) derzeitige Anschriften 1507a, 1201 bis 1211,
g) Auskunftssperren nach § 51 des Bundesmeldegesetzes 1516a,
10. Auskunftssperre nach § 51 Abs. 1 des Bundesmeldegesetzes sowie die Tatsache, dass ein bedingter Sperrvermerk nach § 52 Abs. 1 des Bundesmeldegesetzes vorliegt 1801."

5. Nach § 8 wird folgender § 8a eingefügt:

" § 8a Datenübermittlung für Zwecke der Information von Eltern über Unterstützungsangebote in Fragen der Kindesentwicklung

Zur Erfüllung der Aufgaben nach § 2 des Gesetzes zur Kooperation und Information im Kinderschutz vom 22. Dezember 2011 (BGBl. I S. 2975), zuletzt geändert durch Artikel 20 Abs. 1 des Gesetzes vom 23. Dezember 2016 (BGBl. I S. 3234, 3333), in der jeweils geltenden Fassung dürfen dem Landkreis aufgrund der Geburt eines Kindes folgende Daten des Kindes übermittelt werden:

1. Familienname 0101 bis 0106,
2. Vornamen 0301, 0302,
3. Geburtsdatum und Geburtsort 0601 bis 0603,
4. Geschlecht 0701,
5. Anschrift (derzeitige alleinige Wohnung oder Hauptwohnung) 1201 bis 1211,
6. zum gesetzlichen Vertreter:
a) Betroffene Person 0001,
b) Familienname 0902 bis 0903,
c) Vornamen 0904,
d) Doktorgrad 0905,
e) derzeitige Anschriften 0907a, 1201 bis 1211,
f) Auskunftssperren nach § 51 des Bundesmeldegesetzes 0918,
7. Auskunftssperre nach § 51 Abs. 1 des Bundesmeldegesetzes sowie die Tatsache, dass ein bedingter Sperrvermerk nach § 52 Abs. 1 des Bundesmeldegesetzes vorliegt 1801.

§ 8 Satz 2 gilt entsprechend."

Artikel 3
Inkrafttreten

Diese Verordnung tritt am Tag nach der Verkündung in Kraft.

ID: 201160

ENDE