umwelt-online: RiVASt - Richtlinien für den Verkehr mit dem Ausland in strafrechtlichen Angelegenheiten (2)

UWS Umweltmanagement GmbH Frame öffnen

Kapitel C
Zusammenstellung der Übergabe- und Übernahmeorte und der Muster

Erster Teil
Zusammenstellung der Übergabe- und Übernahmebehörden, Grenzorte und Justizvollzugsanstalten

Lfd. Nr. Deutsche Übernahme- und Übergabebehörde Ausländische Übernahme- und Übergabebehörde Übernahmeort Übergabeort Deutsche Justizvollzugsanstalt
1. Belgien
a) BPOLI Aachen Föderale Polizei Eupen Aachen- Lichtenbusch BAB Eynatten-BAB JVA Aachen für männliche Gefangene;
JVA Köln für weibliche Gefangene
2. Dänemark
a) BPOLI Flensburg Sydog Sønderjyllands Politi Harrislee Padborg JVA Flensburg für männliche Gefangene;
JVA Lübeck für weibliche Gefangene
3. Frankreich
a) BPOLI Offenburg Revier Kehl Police de l'Air et des Frontières Strasbourg - Kehl Europabrücke Kehl Europabrücke Straßburg JVA Offenburg für männliche Gefangene
JVA Karlsruhe - Außenstelle Bühl/Baden - für weibliche Gefangene
b) BPOLI Kaisers- lautern Revier Bienwald Police de l'Air et des Frontières Strasbourg, Lauterburg Scheibenhard-Lauterburg Scheibenhard-Lauterburg JVA Frankenthal für erwachsene männliche Gefangene;
JSA Schifferstadt für jugendliche männliche Gefangene;
JVA Zweibrücken für erwachsene und jugendliche weibliche Gefangene
c) BPOLI Bexbach Police Aux Frontières à Metz, FCI Forbach Saarbrücken BAB Saarbrücken BAB JVA Saarbrücken für erwachsene männliche Gefangene;
JVA Ottweiler für jugendliche männliche Gefangene;
JVA Zweibrücken für erwachsene und jugendliche weibliche Gefangene
4. Luxemburg
a) BPOLI Trier Police Grand-Ducale, UGRM Luxemburg Wasserbilligerbrück Wasserbilligerbrück JVA Trier für erwachsene männliche Gefangene;
JSA Wittlich für jugendliche männliche Gefangene;
JVA Zweibrücken und JVA Koblenz für jugendliche und erwachsene weibliche Gefangene
5. Niederlande
a) BPOLI Kleve Königliche Marechaussee Brigade Limburg- Zuid Goch-Hommersum BAB 57 Goch-Hommersum BAB 57 JVA Aachen für männliche Gefangene;
JVA Köln für weibliche Gefangene
b) BPOLI Kleve Königliche Marechaussee Brigade Brabant Noord/Limburg Noord Goch-Hommersum BAB 57 Goch-Hommersum BAB 57 JVA Kleve für männliche Gefangene; JVA Duisburg-Hamborn,
ZwA Dinslaken für weibliche Gefangene
c) BPOLI Kleve Königliche Marechaussee Brigade Oostgrens-Midden Goch-Hommersum BAB 57 Goch-Hommersum BAB 57 JVA Kleve für männliche Gefangene; JVA Duisburg-Hamborn,
ZwA Dinslaken für weibliche Gefangene
d) BPOLI Bad Bentheim Königliche Marechaussee Brigade Coevorden Bad Bentheim, BAB Bad Bentheim, BAB JVA Lingen für männliche Gefangene;
JVA Vechta für weibliche Gefangene
e) BPOLI Bad Bentheim
Revier Bunde
Königliche Marechaussee Brigade Coevorden Bunde Nieuwe Schans JVA Meppen, Abteilung Aurich, für männliche Gefangene;
JVA Vechta für weibliche Gefangene
6. Österreich
a) BPOLI Rosenheim Rückführungsstelle Freilassing Bundespolizeidirektion Salzburg Freilassing Freilassing Übergabe:
JVA München für männliche Gefangene;
JVA München-Frauenabteilung für weibliche Gefangene

Übernahme:
JVA Bad Reichenhall für männliche Gefangene;
JVA Traunstein für weibliche Gefangene

b) BPOLI Rosenheim Rückführungsstelle Kiefersfelden Bezirkshauptmannschaft Kufstein Kiefersfelden Kiefersfelden Übergabe:
JVA München für männliche Gefangene;
JVA München-Frauenabteilung für weibliche Gefangene

Übernahme:
JVA Bernau für männliche Gefangene;
JVA Traunstein für weibliche Gefangene

c) BPOLI Rosenheim Revier Lindau mit Rückführungsstelle Sicherheitsdirektion Vorarlberg
(zuständig für Anbietung),
PI Hörbranz (zuständig für Übergabe/Übernahme)
Lindau Bregenz JVA Kempten für männliche Gefangene;
JVA Memmingen bzw. JVA Ravensburg für weibliche und männliche Gefangene
d) BPOLI Rosenheim Rückführungsstelle Mittenwald Bezirkshauptmannschaft Innsbruck (zuständig für Anbietung),
PI Seefeld (Tirol) Bezirkshauptmannschaft Reutte (zuständig für Anbietung),
PI Reutte (zuständig für Übergabe/ Übernahme)
Seefeld
Reutte
Seefeld
Reutte
JVA Garmisch-Partenkirchen für männliche Gefangene;
JVA München für weibliche Gefangene
e) BPOLI Freyung Revier Passau Polizeiinspektion Schärding Schärding Schärding JVA Passau für männliche Gefangene;
JVA Regensburg für weibliche Gefangene
7. Polen
a) BPOLI Frankfurt (Oder) PSG Swiecko Frankfurt (Oder) BAB 12 Swiecko Frankfurt (Oder) BAB 12 Swiecko JVA Cottbus-Dissenchen für männliche Gefangene;
JVA Luckau-Duben für weibliche und jugendliche Gefangene
b) BPOLI Ludwigsdorf Revier Görlitz PSG Zgorzelec Görlitz Stadtbrücke Görlitz Stadtbrücke JVA Görlitz für männliche Gefangene;
JVA Görlitz für weibliche Gefangene - wenn nicht über Nacht - bzw. JVA Chemnitz - wenn über Nacht -
c) BPOLI Pasewalk Revier Pomellen GKE Kolbaskowo Pomellen Pomellen JVA Neubrandenburg für erwachsene männliche Gefangene; JA Neustrelitz für jugendliche männliche und weibliche Gefangene; JVA Bützow für erwachsene weibliche Gefangene
d) BPOLI Forst PSG Tuplice Forst/Olszyna BAB 15 Forst/Olszyna BAB 15 JVA Cottbus-Dissenchen für männliche Gefangene;
JVA Luckau-Duben für weibliche Gefangene
e) BPOLI Forst Revier Guben PSG Zielona Gora/ Babimost Guben/Gubin Guben/Gubin JVA Cottbus-Dissenchen für männliche Gefangene;
JVA Luckau-Duben für weibliche Gefangene
8. Schweiz
a) BPOLI Konstanz Kantonspolizei Thurgau Konstanz Kreuzlingen JVA Konstanz für männliche Gefangene;
JVA Ravensburg für weibliche Gefangene
b) BPOLI Konstanz Revier Singen Kantonspolizei Schaffhausen Singen Schaffhausen JVA Konstanz für männliche Gefangene;
JVA Ravensburg für weibliche Gefangene
c) BPOLI Weil am Rhein
Revier Waldshut
Kantonspolizei Aargau Waldshut Koblenz JVA Waldshut-Tiengen
d) BPOLI Weil am Rhein Kantonspolizei Basel Stadt Weil BAB Basel BAB JVA Waldshut-Tiengen - Außenstelle Lörrach für männliche Gefangene;
JVA Waldshut-Tiengen für weibliche Gefangene
e) BPOLI Weil am Rhein Kantonspolizei Basel Stadt Basel
Badischer Bahnhof
Basel
Badischer Bahnhof
JVA Waldshut-Tiengen - Außenstelle Lörrach für männliche Gefangene;
JVA Waldshut-Tiengen für weibliche Gefangene
9. Tschechische Republik
a) BPOLI Altenberg Bezirksdirektion
Ustinad Labem
Petrovice Petrovice JVA Dresden für männliche und weibliche Gefangene
b) BPOLI Klingenthal Bezirksdirektion Karlovy Vary Klingenthal Klingenthal JVA Zwickau für männliche Gefangene;
JVA Chemnitz für weibliche Gefangene
c) BPOLI Selb Bezirksdirektion Karlovy Vary OPKPE Sokolov BPOLI Selb, DO Schirnding BPOLI Selb, DO Schirnding JVA Bayreuth/Außenstelle
JVA Hof für männliche Gefangene;
JVA Bamberg für weibliche Gefangene
d) BPOLI Waidhaus Bezirksdirektion Pilsen
OPKPE Pilsen
BPOLI Waidhaus BPOLI Waidhaus JVA Weiden für männliche Gefangene;
JVA Regensburg für weibliche Gefangene
e) BPOLI Waldmünchen
Revier Furth im Wald
Bezirksdirektion Pilsen
OPKPE Pilsen
Bezirksdirektion Pilsen OPKPE Domazlice Bezirksdirektion Pilsen OPKPE Domazlice JVA Regensburg
f) BPOLI Freyung Bezirksdirektionen Südböhmische Region
OPKPE Strakonice/ OPKPE Prachatice
Bezirksdirektion Südböhmische Region Strazny/ Dolni Silnice Bezirksdirektion Südböhmische Region Strazny/ Dolni Silnice JVA Passau für männliche Gefangene;
JVA Regensburg für weibliche Gefangene
10. Seeweg
a) BPOLI Bremen Revier Cuxhaven Fährhafen JVA Uelzen, Abteilung Stade für männliche Gefangene;
JVA Vechta für weibliche Gefangene
b) BPOLI Bremen Revier Bremerhaven Fährhafen JVA Bremen - Standort Oslebshausen für Bremen für jugendliche und erwachsene männliche und weibliche Gefangene;
JVA Bremen - Standort Bremerhaven für Bremerhaven für männliche erwachsene Gefangene
c) BPOLI Bremen Revier Flughafen Bremen Fährhafen JVA Bremen - Standort Oslebshausen für Bremen für jugendliche und erwachsene männliche und weibliche Gefangene
d) BPOLI Bad Bentheim
Revier Emden
Fährhafen JVA Meppen, Abteilung Aurich, für männliche Gefangene;
JVA Vechta für weibliche Gefangene
e) Wasserschutzpolizei Hamburg - WSP 033 Fährhafen Untersuchungshaftanstalt Hamburg
f) BPOLI Kiel
Revier Puttgarden
Fährhafen JVA Lübeck für männliche und weibliche Gefangene
g) BPOLI Kiel Revier Lübeck Fährhafen JVA Lübeck für männliche und weibliche Gefangene
h) BPOLI Rostock Revier Rostock Überseehafen Fährhafen JVA Bützow für erwachsene männliche und weibliche Gefangene;
JA Neustrelitz für jugendliche männliche und weibliche Gefangene
i) BPOLI Stralsund Revier Mukran Fährhafen JVA Bützow für erwachsene männliche und weibliche Gefangene;
JA Neustrelitz für jugendliche männliche und weibliche Gefangene
11. Luftweg
a) BPOLI Flughafen Berlin-Schönefeld (bis Fertigstellung BER)
BPOLI Flughafen Berlin Brandenburg (ab Fertigstellung BER)
Flughafen Berlin- Schönefeld Flughafen Berlin Brandenburg JVA Neuruppin-Wulkow für männl. Gefangene
JVA Luckau; JVA Luckau-Duben für weibliche Gefangene
b) BPOLI Flughafen Berlin-Tegel
(bis Fertigstellung BER)
Flughafen Berlin-Tegel JVAen Berlin
c) BPOLI Bremen Revier Flughafen Bremen Flughafen Bremen JVA Bremen - Standort Oslebshausen für Bremen für jugendliche und erwachsene männliche und weibliche Gefangene
d) BPOLI Dortmund Revier Flughafen Dortmund Flughafen Dortmund JVA Dortmund für erwachsene männliche Gefangene;
JVA Gelsenkirchen für erwachsene weibliche Gefangene;
JA Lünen für jugendliche männliche und weibliche Gefangene
e) BPOLI Dresden Revier Flughafen Dresden Flughafen Dresden JVA Dresden für männliche Gefangene;
JVA Chemnitz für weibliche Gefangene
f) BPOLI Flughafen Düsseldorf Flughafen Düsseldorf JVA Düsseldorf für männliche Gefangene;
JVA Willich II für weibliche Gefangene
g) BPOLI Düsseldorf Revier Mönchengladbach Flughafen Mönchengladbach JVA Willich I
für männliche Gefangene;
JVA Willich II
für weibliche Gefangene
h) BPOLI Erfurt
Revier Flughafen Erfurt
Flughafen Erfurt/Weimar JVA Goldlauter für männliche Gefangene;
JVA Chemnitz, Teilanstalt Reichenhain für weibliche Gefangene
i) BPOLI Flughafen Frankfurt/Main Flughafen Frankfurt/Main JVA Wiesbaden für junge männliche Gefangene;
JVA Frankfurt am Main I für die übrigen männlichen Gefangenen;
JVA Frankfurt/Main III (Preungesheim) für weibliche Gefangene
j) BPOLI Trier
Revier Flughafen Hahn
Flughafen Frankfurt/Hahn JVA Rohrbach für männliche und weibliche Gefangene
k) BPOLI Flughafen Hamburg Flughafen Hamburg Untersuchungshaftanstalt Hamburg
l) BPOLI Flughafen Hannover Flughafen
Hannover
JVA Hannover
m) BPOLI Flughafen Köln/Bonn Flughafen Köln/Bonn JVA Köln für männliche und weibliche Gefangene
n) BPOLI Leipzig Revier Flughafen Leipzig/Halle Flughafen Leipzig-Halle JVA Leipzig mit Krankenhaus
(für weibliche Gefangene nicht über Nacht; dann JVA Chemnitz)
o) BPOLI Kiel Revier Lübeck Flughafen Lübeck- Blankensee JVA Lübeck für männliche und weibliche Gefangene
p) BPOLI Flughafen München Flughafen München JVA München-Stadelheim für männliche Gefangene;
JVA München - Frauenabteilung für weibliche Gefangene
q) Polizeiinspektion Nürnberg-Flughafen Flughafen Nürnberg JVA Nürnberg, Mannerstraße 6 für männliche Gefangene;
JVA Nürnberg, Mannerstraße 36 für weibliche Gefangene
r) BPOLI Münster Flughafen Paderborn/ Lippstadt JVA Bielefeld-Brackwede für männliche und weibliche Gefangene
s) BPOLI Rostock Flughafen Rostock-Laage JVA Bützow für erwachsene männliche und weibliche Gefangene;
JA Neustrelitz für jugendliche männliche und weibliche Gefangene
t) BPOLI Bexbach Revier Flughafen Saarbrücken Flughafen Saarbrücken JVA Saarbrücken für erwachsene männliche Gefangene;
JVA Ottweiler für jugendliche männliche Gefangene;
JVA Zweibrücken für erwachsene und jugendliche weibliche Gefangene
u) BPOLI Flughafen Stuttgart Flughafen Stuttgart JVA Heimsheim für männliche Gefangene;
JVA Schwäbisch Gmünd für weibliche Gefangene;
JVA Hohenasperg für kranke Gefangene
v) BPOLI Kleve Flughafen Weeze-Laarbruch (Airport Niederrhein) JVA Geldern für männliche Gefangene;
JVA Duisburg-Hamborn, ZwA Dinslaken für weibliche Gefangene
w) BPOLI Kaiserslautern Flughafen Zweibrücken JVA Zweibrücken für männliche und weibliche Gefangene

Zweiter Teil
Bedeutung der Muster

Die nachstehenden Muster sollen die Anwendung der Richtlinien erleichtern und Hinweise für die Ausgestaltung der einzelnen Schriftstücke geben. Soweit sie nicht als Vordrucke bezeichnet sind, kann von ihnen abgewichen werden. Das wird nicht nur wegen der Besonderheiten des einzelnen Falls, sondern vor allem auch mit Rücksicht auf die unterschiedliche Verwaltungspraxis in den Ländern in Frage kommen. Auch vom Europäischen Justiziellen Netz (EJN) und anderen europäischen Einrichtungen und Netzwerken herausgegebene Muster können verwendet werden, soweit sie im Einzelfall geeignet sind.

Muster Nummer 1
als PDF öffnenpdf download
Begleitschreiben bei eingehenden Ersuchen (zu Nummer 11 Ziffer 1 Buchstabe a, Nummer 23 Absatz 1)
Muster Nummer 2
als PDF öffnen
pdf download
Begleitschreiben bei ausgehenden Ersuchen (zu Nummer 11 Ziffer 1 Buchstabe b, Nummer 30 Absatz 1)
Muster Nummer 2a
als PDF öffnenpdf download
Zweisprachiges Begleitschreiben bei ausgehenden Ersuchen - Deutsch/Englisch - (zu Nummer 11 Ziffer 1 Buchstabe b, Nummer 14 Absatz 3, Nummer 30 Absatz 1)
Muster Nummer 3
als PDF öffnen
pdf download
Beglaubigungsvermerk zum Zweck der Legalisation (zu Nummer 28 Absatz 3)
Vordruck Nummer 3a
als PDF öffnen
pdf download
Vereinfachte Form der Echtheitsbestätigung (sogenannte Apostille) (zu Nummer 28 Absatz 2)
Muster Nummer 4
als PDF öffnen
pdf download
Antrag auf Anordnung der vorläufigen Auslieferungshaft (zu Nummer 37 Absatz 1)
Muster Nummer 5
als PDF öffnen
pdf download
Bericht über die vorläufige Auslieferungshaft und Festnahme (zu Nummer 39)
Muster Nummer 6
als PDF öffnenpdf download
Antrag auf amtsrichterliche Vernehmung eines Verfolgten (zu Nummer 40)
Muster Nummer 7
als PDF öffnenpdf download
Bericht nach Abschluss des Zulässigkeitsverfahrens (zu Nummer 50 Absatz 1)
Muster Nummer 8
als PDF öffnenpdf download
Bericht bei vereinfachter Auslieferung (zu Nummer 50 Absatz 2)
Muster Nummer 9
als PDF öffnenpdf download
Verfügung der Generalstaatsanwaltschaft zur Durchführung der Auslieferung (zu Nummer 52, Nummer 53)
Muster Nummer 10
als PDF öffnenpdf download
Benachrichtigung des Bundesverwaltungsamts - Ausländerzentralregister -, des Bundeskriminalamts und des Landeskriminalamts von der Auslieferung bzw. Durchlieferung (zu Nummer 55 Absatz 3, Nummer 60 Absatz 1)
Muster Nummer 11
als PDF öffnenpdf download
Antrag an das Oberlandesgericht auf Erlass eines Durchlieferungshaftbefehls (zu Nummer 60 ff.)
Muster Nummer 12
als PDF öffnenpdf download
Antrag auf Anhörung des Verurteilten zu einem Vollstreckungshilfeersuchen (zu Nummer 66 Absatz 2)
Muster Nummer 13
als PDF öffnenpdf download
Antrag an die Strafvollstreckungskammer zur Entscheidung über die Vollstreckbarkeit (zu Nummer 68)
Muster Nummer 14
als PDF öffnenpdf download
Bericht nach Entscheidung der Strafvollstreckungskammer (zu Nummer 69 Absatz 2)
Muster Nummer 15
als PDF öffnenpdf download
Mitteilung an das Bundeszentralregister von der Vollstreckbarkeitsentscheidung (zu Nummer 71)
Muster Nummer 15a
als PDF öffnenpdf download
Belehrung des Verletzten über das Recht auf Entschädigung nach Vollstreckung ausländischer Verfallsanordnung (zu Nummer 74c)
Muster Nummer 16
als PDF öffnenpdf download
Zustellungszeugnis (zu Nummer 78 Absatz 2)
Muster Nummer 16a
als PDF öffnenpdf download
Verfügung zum Zustellungszeugnis (zu Nummer 78 Absatz 2)
Muster Nummer 17
als PDF öffnenpdf download
Empfangsbekenntnis (zu Nummer 78 Absatz 3)
Muster Nummer 18
als PDF öffnenpdf download
Ersuchen um vorläufige Inhaftnahme (zu Nummer 86 Absatz 3)
Muster Nummer 19
als PDF öffnenpdf download
Auslieferungsbericht (zu Nummer 91 Absatz 1)
Muster Nummer 20
als PDF öffnenpdf download
Schreiben an die deutsche Auslandsvertretung in Eilfällen (zu Nummer 93a)
Muster Nummer 21
als PDF öffnenpdf download
Bescheinigung der Rechtskraft und der Vollstreckbarkeit eines Straferkenntnisses (zu Nummer 92 Absatz 1 und 3, Nummer 95)
Muster Nummer 22
als PDF öffnenpdf download
Haftbefehl (zu Nummer 94)
Muster Nummer 23
als PDF öffnenpdf download
Einlieferungsvermerk (zu Nummer 101 Absatz 1)
Muster Nummer 23a
als PDF öffnenpdf download
Rücklieferungshaftbefehl (zu Nummer 103)
Muster Nummer 24
als PDF öffnenpdf download
Bericht vor Stellung eines Vollstreckungshilfeersuchens (zu Nummer 105)
Muster Nummer 25
als PDF öffnenpdf download
Antrag auf Anhörung der verurteilten Person zu einem Vollstreckungshilfeersuchen (zu Nummer 108 Absatz 1)
Muster Nummer 26
als PDF öffnenpdf download
Antrag an das Oberlandesgericht gemäß § 71 Absatz 4 IRG (zu Nummer 109)
Muster Nummer 27
als PDF öffnenpdf download
Vorlage weiterer Vollstreckungshilfeunterlagen (zu Nummer 112)
Muster Nummer 28
als PDF öffnenpdf download
Ersuchen um Durchsuchung, Beschlagnahme und Herausgabe (zu Nummer 114 Absatz 1)
Muster Nummer 29
als PDF öffnenpdf download
Ersuchen um Herausgabe von Gegenständen (zu Nummer 114 Absatz 1)
Muster Nummer 30
als PDF öffnenpdf download
Beschlagnahmebeschluss (zu Nummer 114 Absatz 2)
Muster Nummer 31
als PDF öffnenpdf download
Ersuchen um Zustellung (zu Nummer 115)
Muster Nummer 31a
als PDF öffnenpdf download
Ersuchen um Zustellung (zu Nummer 115)
Muster Nummer 31b
als PDF öffnenpdf download
Zweisprachiges Ersuchen um Zustellung - Deutsch/Englisch - (zu Nummer 14 Absatz 3, Nummer 115)
Muster Nummer 31c
als PDF öffnenpdf download
Ladung von Zeugen im Ausland (zu Nummer 116)
Muster Nummer 31d
als PDF öffnenpdf download
Ladung von Zeugen im Ausland - Englisch - (zu Nummer 116)
Muster Nummer 32
als PDF öffnenpdf download
Ersuchen um Vernehmung eines Beschuldigten (zu Nummer 117)
Muster Nummer 32a
als PDF öffnenpdf download
Ersuchen um Vernehmung von Zeugen (zu Nummer 117)
Muster Nummer 33
als PDF öffnenpdf download
Ersuchen um Auskunft (zu Nummer 118 Absatz 2)
Muster Nummer 33a
als PDF öffnenpdf download
Ersuchen um Erteilung einer Auskunft aus dem Strafregister (zu Nummer 118 Absatz 2)
Muster Nummer 33b
als PDF öffnenpdf download
Zweisprachiges Ersuchen um Erteilung einer Auskunft aus dem Strafregister - Deutsch/Englisch - (zu Nummer 14 Absatz 3, Nummer 118 Absatz 2)
Muster Nummer 34
als PDF öffnenpdf download
Bericht zu einem ausgehenden Verfolgungsersuchen (zu Nummer 146 Absatz 2)
Muster Nummer 34a
als PDF öffnenpdf download
Unmittelbares ausgehendes Verfolgungsersuchen (zu Nummer 146 Absatz 1)
Muster Nummer 35
als PDF öffnenpdf download
Sachverhaltsdarstellung als Unterlage eines ausgehenden Verfolgungsersuchens (zu Nummer 146 Absatz 3)
Vordruck Nummer 40
als PDF öffnenpdf download
Europäischer Haftbefehl (zu Nummer 162 RiVASt, zu Nummer 6 der Anlage F RiStBV)
Vordruck Nummer 40a
als PDF öffnenpdf download
Begleitschreiben zur Einleitung der internationalen Fahndung zur Festnahme (zu Nummer 6 und 8 der Anlage F RiStBV)
Muster Nummer 40b
als PDF öffnenpdf download
Belehrung über die Rechte bei Festnahme wegen Auslieferung
Muster Nummer 41
als PDF öffnenpdf download
Verfügung zum Antrag auf amtsrichterliche Vernehmung eines Verfolgten bei Auslieferungsverfahren an Mitgliedstaaten der Europäischen Union (zu Nummer 153a)
Muster Nummer 42
als PDF öffnenpdf download
Verfügung zum Antrag auf Anordnung der Auslieferungshaft bei Europäischem Haftbefehl (zu Nummer 153a)
Muster Nummer 43
als PDF öffnenpdf download
Verfügung zur Bewilligung der Auslieferung bei Europäischem Haftbefehl (zu Nummer 153a)
Vordruck Nummer 45
als PDF öffnenpdf download
Bescheinigung nach Artikel 4 des Rahmenbeschlusses 2006/783/JI des Rates über die Anwendung des Grundsatzes der gegenseitigen Anerkennung auf Einziehungsentscheidungen (zu Nummer 190 Absatz 1)
Vordruck Nummer 46
als PDF öffnenpdf download
Bescheinigung nach Artikel 9 des Rahmenbeschlusses 2003/577/JI des Rates vom 22. Juli 2003 über die Vollstreckung von Entscheidungen über die Sicherstellung von Vermögensgegenständen oder Beweismitteln in der Europäischen Union (zu Nummer 199 Absatz 1)
Muster Nummer 47
als PDF öffnenpdf download
Mitteilung an das Bundeszentralregister von der Vollstreckbarkeitsentscheidung (zu Nummer 166c Absatz 5)
Muster Nummer 49
als PDF öffnenpdf download
Antrag auf Anhörung des Verurteilten zur Abgabe der Vollstreckung an einen anderen Mitgliedstaat nach dem Rahmenbeschluss Freiheitsstrafen (zu Nummer 166g Absatz 2 Satz 1)
Vordruck Nummer 50
als PDF öffnenpdf download
Bescheinigung nach Artikel 4 des Rahmenbeschlusses 2008/909/JI des Rates vom 27. November 2008 über die Anwendung des Grundsatzes der gegenseitigen Anerkennung auf Urteile in Strafsachen, durch die eine freiheitsentziehende Strafe oder Maßnahme verhängt wird, für die Zwecke ihrer Vollstreckung in der Europäischen Union (zu Nummer 166h RiVASt)
Vordruck Nummer 51
als PDF öffnenpdf download
Unterrichtung der verurteilten Person (zu Nummer 166g RiVASt)
Vordruck Nummer 53
als PDF öffnenpdf download
Bescheinigung nach Artikel 6 des Rahmenbeschlusses 2008/947/JI des Rates vom 27. November 2008 über die Anwendung des Grundsatzes der gegenseitigen Anerkennung auf Urteile und Bewährungsentscheidungen im Hinblick auf die Überwachung von Bewährungsmaßnahmen und alternativen Sanktionen (zu Nummer 166m)
Vordruck Nummer 55
als PDF öffnenpdf download
Bescheinigung nach Artikel 10 des Rahmenbeschlusses 2009/829/JI des Rates vom 23. Oktober 2009 über die Anwendung - zwischen den Mitgliedstaaten der Europäischen Union - des Grundsatzes der gegenseitigen Anerkennung auf Entscheidungen über Überwachungsmaßnahmen als Alternative zur Untersuchungshaft (zu Nummer 166t)

_____
1) Vgl. Bundesverfassungsgericht, Beschluss vom 16. September 2010 (2 BvR 1608/07).

2) Beschluss 2007/533/JI des Rates vom 12. Juni 2007 über die Einrichtung, den Betrieb und die Nutzung des Schengener Informationssystems der zweiten Generation (SIS II) (ABl. Nr. L 205 vom 07.08.2007 S. 63).

3) Rahmenbeschluss 2008/909/JI des Rates vom 27. November 2008 über die Anwendung des Grundsatzes der gegenseitigen Anerkennung auf Urteile in Strafsachen, durch die eine freiheitsentziehende Strafe oder Maßnahme verhängt wird, für die Zwecke ihrer Vollstreckung in der Europäischen Union (ABl. Nr. L 327 vom 05.12.2008, Seite 27) in der Fassung des Rahmenbeschlusses 2009/299/JI des Rates vom 26. Februar 2009 zur Änderung der Rahmenbeschlüsse 2002/584/JI, 2005/214/JI, 2006/783/JI, 2008/909/JI und 2008/947/JI, zur Stärkung der Verfahrensrechte von Personen und zur Förderung der Anwendung des Grundsatzes der gegenseitigen Anerkennung auf Entscheidungen, die im Anschluss an eine Verhandlung ergangen sind, zu der die betroffene Person nicht erschienen ist (ABl. Nr. L 81 vom 27.03.2009 S. 24).

4) Rahmenbeschluss 2008/947/JI des Rates vom 27. November 2008 über die Anwendung des Grundsatzes der gegenseitigen Anerkennung auf Urteile und Bewährungsentscheidungen im Hinblick auf die Überwachung von Bewährungsmaßnahmen und alternativen Sanktionen (ABl. Nr. L 337 vom 16.12.2008 S. 102) in der Fassung des Rahmenbeschlusses 2009/299/JI des Rates vom 26. Februar 2009 zur Änderung der Rahmenbeschlüsse 2002/584/JI, 2005/214/JI, 2006/783/JI, 2008/909/JI und 2008/947/JI, zur Stärkung der Verfahrensrechte von Personen und zur Förderung der Anwendung des Grundsatzes der gegenseitigen Anerkennung auf Entscheidungen, die im Anschluss an eine Verhandlung ergangen sind, zu der die betroffene Person nichterschienen ist (ABl. L81 vom 27.03.2009 S. 24).

5) Rahmenbeschluss 2009/829/JI des Rates vom 23. Oktober 2009 über die Anwendung - zwischen den Mitgliedstaaten der Europäischen Union - des Grundsatzes der gegenseitigen Anerkennung auf Entscheidungen über Überwachungsmaßnahmen als Alternative zur Untersuchungshaft (ABl. Nr. L 294 vom 11.11.2009 S. 20).

6) Vgl. Bundestagsdrucksache 17/1288, S. 27.

7) Rahmenbeschluss 2006/783/JI des Rates vom 6. Oktober 2006 über die Anwendung des Grundsatzes der gegenseitigen Anerkennung auf Einziehungsentscheidungen (ABl. Nr. L 328 vom 24.11.2006 S. 59).

8) Rahmenbeschluss 2003/577/JI des Rates vom 22. Juli 2003 über die Vollstreckung von Entscheidungen über die Sicherstellung von Vermögensgegenständen oder Beweismitteln in der Europäischen Union (ABl. Nr. L 196 vom 02.08.2003 S. 45).

.

Deutsche Vorschriften Anhang I

Nummer 1
Gesetz über die internationale Rechtshilfe in Strafsachen (IRG)

( wie eingefügt)

Nummer 2
Gesetz zur Ausführung des Übereinkommens vom 21. März 1983
über die Überstellung verurteilter Personen (Überstellungsausführungsgesetz - ÜAG)
(Zuletzt geändert durch Artikel 5 des Gesetzes vom 29. Juli 2009 (BGBl. I S. 2274))

( als PDF öffnen pdf download )

Nummer 3
Gesetz über die Konsularbeamten, ihre Aufgaben und Befugnisse
(Konsulargesetz)

- Auszug -

Stand: Zuletzt geändert durch Artikel 4 Absatz 39 des Gesetzes vom 18. Juli 2016 (BGBl. I S. 1666)

Eingangsformel

Der Bundestag hat mit Zustimmung des Bundesrates das folgende Gesetz beschlossen:

1. Abschnitt
Allgemeine Vorschriften

§ 1 Die konsularischen Aufgaben im allgemeinen

Die Konsularbeamten (Berufskonsularbeamte oder Honorarkonsularbeamte) sind berufen,

§ 2 Übertragene konsularische Aufgaben

Die Konsularbeamten sind berufen, die Aufgaben und Befugnisse wahrzunehmen, die ihnen durch dieses Gesetz oder andere Rechts- und Verwaltungsvorschriften übertragen werden, insbesondere auf folgenden Gebieten,

§ 3 Wahrnehmung konsularischer Aufgaben

(1) Für die Wahrnehmung konsularischer Aufgaben gelten die allgemeinen Rechtsvorschriften, soweit dieses Gesetz keine besonderen Regelungen enthält.

(2) Bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben haben die Konsularbeamten das Ansehen und die Interessen der Bundesrepublik Deutschland nach besten Kräften zu schützen und zu fördern.

(3) Berufskonsularbeamte können sich - soweit erforderlich - bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben in Rechtsangelegenheiten des Rates und der Hilfe eines im Empfangsstaat zugelassenen Anwaltes ihres Vertrauens bedienen.

2. Abschnitt
Einzelne Konsularische Aufgaben und Befugnisse

§ 10 Beurkundungen im allgemeinen

(1) Die Konsularbeamten sind befugt, über Tatsachen und Vorgänge, die sie in Ausübung ihres Amts wahrgenommen haben, Niederschriften oder Vermerke aufzunehmen, insbesondere

  1. vor ihnen abgegebene Willenserklärungen und Versicherungen an Eides statt zu beurkunden,
  2. Unterschriften, Handzeichen sowie Abschriften zu beglaubigen oder sonstige einfache Zeugnisse (z.B. Lebensbescheinigungen) auszustellen.

(2) Die von einem Konsularbeamten aufgenommenen Urkunden stehen den von einem inländischen Notar aufgenommenen gleich.

(3) Für das Verfahren bei der Beurkundung gelten die Vorschriften des Beurkundungsgesetzes vom 28. August 1969 (Bundesgesetzbl. I S. 1513) mit folgenden Abweichungen:

  1. Urkunden können auf Verlangen auch in einer anderen als der deutschen Sprache errichtet werden.
  2. Dolmetscher brauchen nicht vereidigt zu werden.
  3. Die Abschrift einer nicht beglaubigten Abschrift soll nicht beglaubigt werden.
  4. Die Urschrift einer Niederschrift soll den Beteiligten ausgehändigt werden, wenn nicht einer von ihnen amtliche Verwahrung verlangt. In diesem Fall soll die Urschrift dem Amtsgericht Schöneberg in Berlin zur amtlichen Verwahrung übersandt werden. Hat sich einer der Beteiligten der Zwangsvollstreckung unterworfen, so soll die Urschrift der Niederschrift dem Gläubiger ausgehändigt werden, wenn die Beteiligten keine anderweitige Bestimmung getroffen haben und auch keiner von ihnen amtliche Verwahrung verlangt hat.
  5. Solange die Urschrift nicht ausgehändigt oder an das Amtsgericht abgesandt ist, sind die Konsularbeamten befugt, Ausfertigungen zu erteilen. Vollstreckbare Ausfertigungen können nur von dem Amtsgericht erteilt werden, das die Urschrift verwahrt.

§ 12 Entgegennahme von Erklärungen

Die Konsularbeamten sind befugt,

  1. Auflassungen entgegenzunehmen,
  2. Versicherungen an Eides statt abzunehmen, die zur Erlangung eines Erbscheins, eines Europäischen Nachlasszeugnisses, eines Testamentsvollstreckerzeugnisses oder eines Zeugnisses über die Fortsetzung der Gütergemeinschaft abgegeben werden,
  3. einem Deutschen auf dessen Antrag den Eid abzunehmen, wenn der Eid nach dem Recht eines ausländischen Staates oder nach den Bestimmungen einer ausländischen Behörde oder sonst zur Wahrnehmung von Rechten im Ausland erforderlich ist.

§ 13 Legalisation ausländischer öffentlicher Urkunden

(1) Die Konsularbeamten sind befugt, die in ihrem Amtsbezirk ausgestellten öffentlichen Urkunden zu legalisieren.

(2) Die Legalisation bestätigt die Echtheit der Unterschrift, die Eigenschaft, in welcher der Unterzeichner der Urkunde gehandelt hat, und gegebenenfalls die Echtheit des Siegels, mit dem die Urkunde versehen ist (Legalisation im engeren Sinn).

(3) Die Legalisation wird durch einen auf die Urkunde zu setzenden Vermerk vollzogen. Der Vermerk soll den Namen und die Amts- oder Dienstbezeichnung des Unterzeichners der Urkunde enthalten.Er soll den Ort und den Tag seiner Ausstellung angeben und ist mit Unterschrift und Präge- oder Farbdrucksiegel zu versehen.

(4) Auf Antrag kann, sofern über die Rechtslage kein Zweifel besteht, in dem Vermerk auch bestätigt werden, daß der Aussteller zur Aufnahme der Urkunde zuständig war und daß die Urkunde in der den Gesetzen des Ausstellungsorts entsprechenden Form aufgenommen worden ist (Legalisation im weiteren Sinn).

(5) Urkunden, die gemäß zwei- oder mehrseitiger völkerrechtlicher Übereinkunft von der Legalisation befreit sind, sollen nicht legalisiert werden.

§ 14 Bestätigung der Echtheit inländischer öffentlicher Urkunden

(1) Die Konsularbeamten sind befugt, zur Verwendung in ihrem Konsularbezirk die Echtheit im Inland ausgestellter öffentlicher Urkunden zu bestätigen.

(2) Die Bestätigung soll nur erteilt werden, wenn der Konsularbeamte keinen Zweifel an der Echtheit hat. Von der Echtheit kann er in der Regel ausgehen, wenn die Urkunde ihm von der Stelle, die sie aufgenommen hat, zugeleitet worden ist.

§ 15 Vernehmungen und Anhörungen

(1) Die Konsularbeamten sind berufen, auf Ersuchen deutscher Gerichte und Behörden Vernehmungen durchzuführen.

(2) Ersuchen um Vernehmungen, durch die eine richterliche Vernehmung ersetzt werden soll, können nur von einem Gericht oder von einer Behörde, die um richterliche Vernehmungen im Inland ersuchen kann, gestellt werden. Wird um eidliche Vernehmung ersucht, so ist der Konsularbeamte zur Abnahme des Eides befugt.

(3) Die für die jeweilige Vernehmung geltenden deutschen verfahrensrechtlichen Vorschriften sind sinngemäß anzuwenden. Dolmetscher brauchen nicht vereidigt zu werden. Das Protokoll kann auch von dem vernehmenden Konsularbeamten geführt werden. Zwangsmittel darf der Konsularbeamte nicht anwenden.

(4) Die Vernehmungen und die Vereidigungen und die über sie aufgenommenen Niederschriften stehen Vernehmungen und Vereidigungen sowie den darüber aufgenommenen Niederschriften inländischer Gerichte und Behörden gleich.

(5) Die Vorschriften für Vernehmungen gelten für Anhörungen entsprechend.

§ 16 Zustellungen

Die Konsularbeamten sind berufen, auf Ersuchen deutscher Gerichte und Behörden Personen, die sich in ihrem Konsularbezirk aufhalten, Schriftstücke jeder Art zuzustellen. Über die erfolgte Zustellung ist ein schriftliches Zeugnis auszustellen und der ersuchenden Stelle zu übersenden.

3. Abschnitt
Die Berufskonsularbeamten

§ 19 Erfordernisse einer besonderen Ermächtigung

(1) Berufskonsularbeamte, die die Befähigung zum Richteramt haben, sind ohne weiteres zur Wahrnehmung aller konsularischen Aufgaben befugt.

(2) Andere Berufskonsularbeamte sollen nur dann

  1. Willenserklärungen und eidesstattliche Versicherungen beurkunden,
  2. Auflassungen entgegennehmen und
  3. Versicherungen an Eides statt abnehmen,

wenn sie hierzu vom Auswärtigen Amt besonders ermächtigt sind. Sie können nur dann

  1. Vernehmungen und Anhörungen, durch die eine richterliche Vernehmung ersetzt werden soll, vornehmen,
  2. Verklarungen aufnehmen und
  3. Eide abnehmen,

wenn sie hierzu vom Auswärtigen Amt besonders ermächtigt sind.

(3) Die Ermächtigung nach Absatz 2 Satz 2 kann nur Berufskonsularbeamten des höheren Auswärtigen Dienstes erteilt werden. Sie setzt ebenso wie die Ermächtigung nach Absatz 2 Satz 1 voraus, daß der betreffende Berufskonsularbeamte auf Grund seiner Ausbildung und beruflichen Erfahrung die erforderlichen Fähigkeiten für eine sachgemäße Erledigung der ihm anzuvertrauenden Amtsgeschäfte besitzt.

(4) Die Ermächtigung kann auf die Wahrnehmung einzelner der in Absatz 2 genannten Amtsgeschäfte beschränkt werden.

Nummer 4
Vereinbarung zwischen der Bundesregierung und den Landesregierungen von Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen über die Zuständigkeit im Rechtshilfeverkehr mit dem Ausland in strafrechtlichen Angelegenheiten
(Zuständigkeitsvereinbarung 2004)

( als PDF öffnen pdf download )

Nummer 5
Vereinbarung des Bundes und der Länder über die Kosten in Einlieferungssachen

( als PDF öffnen pdf download )

Nummer 6
Bekanntmachung der im internationalen Rechtshilfeverkehr in strafrechtlichen Angelegenheiten bei der Hereinschaffung und der Herausgabe von Gegenständen zu beachtenden zoll- und außenwirtschaftsrechtlichen Bestimmungen

( als PDF öffnen pdf download )

.

Länderteil Anhang II

Nummer 1
Vorbemerkungen zum Länderteil

Inhalt und Umfang

Der Anhang II (Länderteil) der Richtlinien für den Verkehr mit dem Ausland in strafrechtlichen Angelegenheiten enthält

  1. eine Übersicht über die vorhandenen wesentlichen Erkenntnisse im Auslieferungs- und Vollstreckungshilfeverkehr sowie im sonstigen Rechtshilfeverkehr in Strafsachen im Verhältnis zwischen der Bundesrepublik Deutschland und ausländischen Staaten einschließlich der völkerrechtlichen Übereinkünfte über die Auslieferung, die Vollstreckungshilfe und die sonstige Rechtshilfe,
  2. eine Zusammenstellung der im Verhältnis zu ausländischen Staaten geltenden Regelungen über die Rechts- und Amtshilfe der Zollverwaltungen in Verfahren wegen Verdachts von Zuwiderhandlungen gegen die Zoll-, Steuer-, Monopol- und Devisengesetze (siehe Anlage I zu Anhang II), vgl. stets auch Bundesgesetzblatt Teil II, Fundstellennachweis B (Völkerrechtliche Vereinbarungen),
  3. eine Zusammenstellung anderer völkerrechtlicher Übereinkünfte sowie europäischer Rechtsakte von besonderer Bedeutung für den Verkehr mit dem Ausland in strafrechtlichen Angelegenheiten, die für die Bundesrepublik Deutschland in Kraft sind (siehe Anlage II zu Anhang II), vgl. stets auch Bundesgesetzblatt Teil II, Fundstellennachweis B (Völkerrechtliche Vereinbarungen),
  4. eine Liste der Urkunden, die gemäß Artikel 52 Absatz 1 des Schengener Durchführungsübereinkommens unmittelbar durch die Post zugestellt werden können (siehe Anlage III zu Anhang II),
  5. eine Zusammenstellung von Rechtsgrundlagen für polizeiliche Rechtshilfemaßnahmen gemäß ausgewählter bilateraler und multilateraler vertraglicher Vereinbarungen mit dem Ausland (siehe Anlage IV zu Anhang II), vgl. stets auch Bundesgesetzblatt Teil II, Fundstellennachweis B (Völkerrechtliche Vereinbarungen).

Die Angaben im Länderteil entbinden nicht von einer Prüfung der Rechtslage im Einzelfall. Bei aktuellen politischen Veränderungen in einem Staat, der um Auslieferung, Vollstreckungshilfe oder sonstige Rechtshilfe ersucht werden soll, kann eine vorherige Kontaktaufnahme mit der obersten Justizbehörde geboten sein.

Fiskalische Strafsachen

Rechtshilfe in fiskalischen Strafsachen, d. h. wegen Zuwiderhandlungen gegen die Zoll-, Steuer-, Monopol- und Devisengesetze, wird immer dann geleistet, wenn und soweit eine völkerrechtliche Übereinkunft eine Verpflichtung dafür vorsieht. Von der Bewilligungsbehörde ist jeweils zu prüfen, ob in fiskalischen Strafsachen eine Rechtshilfe auch ohne eine völkerrechtliche Übereinkunft in Betracht kommt (siehe Nummer 5 Buchstabe c der Zuständigkeitsvereinbarung 2004 vom 28. April 2004 (Anhang I Nummer 4).

Polizeilicher Rechtshilfeverkehr

Die Angaben bezüglich des polizeilichen Rechtshilfeverkehrs sind auf ausgewählte (bereits in Kraft getretene) bilaterale und multilaterale Übereinkünfte beschränkt worden. In den genannten Fällen besteht eine grundsätzliche Pflicht zur Erledigung polizeilicher Ersuchen nach Maßgabe des innerstaatlich geltenden Rechts (siehe die Nummern 123, 124 der Richtlinien). Vorsorglich wird darauf hingewiesen, dass weitere völkerrechtliche Übereinkünfte bestehen, die den polizeilichen Rechtshilfeverkehr zum Gegenstand haben.

Übersetzungen

Übersetzungen sollen in der Regel von einem öffentlich bestellten und vereidigten Übersetzer oder Dolmetscher angefertigt werden.

Beglaubigung und Legalisation

Eine Beglaubigung oder Legalisation von Schriftstücken ist nur in den im Länderteil angegebenen Fällen erforderlich. Befugnisse deutscher Konsularbeamter

Im Länderteil sind über die Befugnisse deutscher Konsularbeamter nur Angaben enthalten, sofern die Regierungen der betreffenden Staaten hierzu verbindliche Erklärungen abgegeben haben.

Haftfallmitteilungen

Angaben über Haftfallmitteilungen sind im Länderteil nur aufgenommen, soweit aufgrund völkerrechtlicher Übereinkünfte eine Verpflichtung der deutschen Behörden besteht, von Amts wegen die jeweilige zuständige konsularische Vertretung über die Festnahme eines ausländischen Staatsangehörigen zu unterrichten.

Im Übrigen wird auf Artikel 36 Absatz 1 Buchstabe b des Wiener Übereinkommens vom 24. April 1963 über konsularische Beziehungen (BGBl. 1969 II S. 1585) aufmerksam gemacht, wonach die konsularischen Vertretungen auf Verlangen des Betroffenen über die Festnahme eines ausländischen Staatsangehörigen in Kenntnis zu setzen sind.

Interpol

Im Länderteil ist jeweils angegeben, wenn ein Staat der Internationalen Kriminalpolizeilichen Organisation (Interpol) angehört bzw. wenn es dort ein Sub-Büro gibt. Mit diesen Staaten ist im Rahmen der Interpolstatuten sonstiger Rechtshilfeverkehr möglich.

EU-Ratsdokumente

Die im Anhang II der Richtlinien für den Verkehr mit dem Ausland in strafrechtlichen Angelegenheiten angegebenen EU-Ratsdokumente finden sie im Internet unter http://www.consilium.europa.eu/show Page.aspx?id=549&lang=DE.

Staatenverzeichnis

Das jeweils aktuelle Staatenverzeichnis ist auf der Internetseite des Auswärtigen Amtes (www.auswaertiges-amt.de/ diplo/de/Infoservice/Terminologie/Laenderverzeichnis.pdf) zu finden.

Internetausgabe

Der Anhang II der Richtlinien für den Verkehr mit dem Ausland in strafrechtlichen Angelegenheiten ist im Internet auf der Internetseite des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz (www.bmjv.bund.de) zu finden und wird dort fortlaufend aktualisiert.

Nummer 2
Verzeichnis der Staaten und sonstigen Hoheitsgebiete, Staatsteile und Nebengebiete; zugleich Inhaltsübersicht des Länderteils

Amtliche deutsche Kurzbezeichnung

Offizielle Bezeichnung

Ableitungen

Bemerkungen

Abu Dhabi siehe Vereinigte Arabische Emirate
Adschman siehe Vereinigte Arabische Emirate
Ägypten Arabische Republik Ägypten ägyptisch/Ägypter/Ägypterin
Äquatorialguinea Republik Äquatorialguinea äquatorialguineisch/Äquatorialguineer/ Äquatorialguineerin
Äthiopien Demokratische Bundesrepublik Äthiopien äthiopisch/Äthiopier/Äthiopierin
Afghanistan Afghanistan afghanisch/Afghane/Afghanin
Albanien Republik Albanien albanisch/Albaner/Albanerin
Algerien Demokratische Volksrepublik Algerien algerisch/Algerier/Algerierin
Amerikanische Jungferninseln amerikanisches Außengebiet; siehe Vereinigte Staaten von Amerika
Amerikanisch-Ozeanien amerikanisches Außengebiet [zusammenfassende Bezeichnung für Amerikanisch-Samoa, die Bakerinsel, Guam, die Howlandinsel, die Jarvisinsel, die Johnstoninsel, das Kingmanriff, Midway, die Nördlichen Marianen, die Palmyrainsel und Wake]; siehe Vereinigte Staaten von Amerika
Amerikanisch-Samoa siehe Amerikanisch-Ozeanien
Andorra Fürstentum Andorra andorranisch/Andorraner/Andorranerin
Angola Republik Angola angolanisch/Angolaner/Angolanerin
Anguilla Kronkolonie Anguilla Kronkolonie des Vereinigten Königreichs; aus dem Verband der Assoziierten Staaten ausgeschieden
Antigua und Barbuda Antigua und Barbuda antiguanisch/Antiguaner/Antiguanerin früher:
assoziierter Staat des Vereinigten Königreichs
Argentinien Argentinische Republik argentinisch/Argentinier/Argentinierin
Armenien Republik Armenien armenisch/Armenier/Armenierin
Aruba überseeischer Teil der Niederlande (früher: Teil der Niederländischen Antillen)
Ascension Nebeninsel der Kronkolonie St. Helena (auch Himmelfahrtsinsel genannt);
siehe St. Helena
Aserbaidschan Republik Aserbaidschan aserbaidschanisch/Aserbaidschaner/ Aserbaidschanerin
Australien Australien australisch/Australier/Australierin
Azoren Autonome Region Azoren azorisch/Azorer/Azorerin Teil von Portugal; siehe Portugal
Bahamas Commonwealth der Bahamas bahamaisch/Bahamaer/Bahamaerin
Bahrain Königreich Bahrain bahrainisch/Bahrainer/Bahrainerin
Balearen Balearen balearisch/Balearer/Balearerin Teil von Spanien; siehe Spanien
Bangladesch Volksrepublik Bangladesch bangladeschisch/Bangladescher/ Bangladescherin
Barbados Barbados barbadisch/Barbadier/Barbadierin
Basutoland siehe Lesotho
Belarus [ 2] Republik Belarus belarussisch/Belarusse/Belarussin
Belgien Königreich Belgien belgisch/Belgier/Belgierin
Belize Belize belizisch/Belizer/Belizerin früher: Britisch-Honduras
Benin Republik Benin beninisch/Beniner/Beninerin früher: Dahome
Bermuda Bermuda bermudisch/Bermuder/Bermuderin britisches Überseegebiet
Betschuanaland siehe Botsuana
Bhutan Königreich Bhutan bhutanisch/Bhutaner/Bhutanerin
Birma siehe Myanmar
Bolivien Republik Bolivien bolivianisch/Bolivianer/Bolivianerin
Bonaire siehe Niederländische Antillen
Bosnien und Herzegowina Bosnien und Herzegowina bosnisch-herzegowinisch
Botsuana Republik Botsuana botsuanisch/Botsuaner/Botsuanerin früher: Betschuanaland
Brasilien Föderative Republik Brasilien brasilianisch/Brasilianer/Brasilianerin
Britisch-Guayana siehe Guayana
Britisch-Honduras siehe Belize
Britische Jungferninseln britisches Überseegebiet
Britische Salomonen siehe Salomonen
Brunei Darussalam Brunei Darussalam bruneiisch/Bruneier/Bruneierin
Bulgarien Republik Bulgarien bulgarisch/Bulgare/Bulgarin
Burkina Faso Burkina Faso burkinisch/Burkiner/Burkinerin früher: Obervolta
Burundi Republik Burundi burundisch/Burundier/Burundierin
Cabinda Exklave Angolas
Caicosinseln siehe Turks- und Caicosinseln
Canton und Enderbury Teil von Kiribati; siehe Kiribati
Ceuta Spanischer Hoheitsplatz in Nordafrika
Ceylon siehe Sri Lanka
Chafarinas Spanischer Hoheitsplatz in Nordafrika
Chile Republik Chile chilenisch/Chilene/Chilenin
China (Hongkong)
China (Macau)
China (Taiwan) nichtamtliche Bezeichnung: Formosa
China (Volksrepublik China) Volksrepublik China chinesisch/Chinese/Chinesin
Cookinseln Cookinseln
Costa Rica Republik Costa Rica costa-ricanisch/Costa-Ricaner/ Costa-Ricanerin
Côte d'Ivoire Republik Côte d'Ivoire ivorisch/Ivorer/Ivorerin früher: Elfenbeinküste
Curaçao siehe Niederländische Antillen
Dänemark (Königreich Dänemark) Königreich Dänemark dänisch/Däne/Dänin
Dänemark (Färöerinseln und Grönland)
Dahome siehe Benin
Désirade siehe Guadeloupe
Dominica Commonwealth Dominica dominicanisch/Dominicaner/ Dominicanerin früher: assoziierter Staat des Vereinigten Königreichs
Dominikanische Republik Dominikanische Republik dominikanisch/Dominikaner/ Dominikanerin
Dschibuti Republik Dschibuti dschibutisch/Dschibutier/Dschibutierin
Dubai siehe Vereinigte Arabische Emirate
Ecuador Republik Ecuador ecuadorianisch/Ecuadorianer/ Ecuadorianerin
Elfenbeinküste siehe Côte d'Ivoire
El Salvador Republik El Salvador salvadorianisch/Salvadorianer/ Salvadorianerin
Enderbury Teil von Kiribati; siehe Kiribati
Eritrea Staat Eritrea eritreisch/Eritreer/Eritreerin
Estland Republik Estland estnisch/Este/Estin
Färöer Färöer färöisch/Färinger/Färingerin Teil von Dänemark;
siehe Dänemark (Färöerinseln und Grönland)
Falklandinseln (Malwinen) Falklandinseln falkländisch/Falkländer/Falkländerin britisches Überseegebiet
Fidschi Republik Fidschi-Inseln fidschianisch/Fidschianer/Fidschianerin
Finnland Republik Finnland finnisch/Finne/Finnin
Formosa siehe China (Taiwan)
Frankreich Französische Republik französisch/Franzose/Französin
Französisch-Guayana Departement Guayana französisches Übersee-Departement; siehe Frankreich
Französisch-Polynesien Territorium Französisch-Polynesien französisches Übersee-Territorium [umfasst die Austral-(Tubuai-)Inseln Clipperton, die Gambierinseln, die Gesellschaftsinseln (mit Tahiti), die Marquesasinseln und die Tuamotu-Inseln]
Französische Süd- und Antarktisgebiete Territorium Französische Süd- und Antarktisgebiete französisches Übersee-Territorium
Fudschaira siehe Vereinigte Arabische Emirate
Gabun Gabunische Republik gabunisch/Gabuner/Gabunerin
Gambia Republik Gambia gambisch/Gambier/Gambierin
Georgien Georgien georgisch/Georgier/Georgierin
Ghana Republik Ghana ghanaisch/Ghanaer/Ghanaerin
Gibraltar Kolonie Gibraltar gibraltarisch/Gibraltarer/Gibraltarerin britisches Hoheitsgebiet
Gilbertinseln siehe Kiribati
Grenada Grenada grenadisch/Grenader/Grenaderin
Griechenland Hellenische Republik griechisch/Grieche/Griechin
Grönland Grönland grönländisch/Grönländer/Grönländerin Teil von Dänemark; siehe Dänemark (Färöerinseln und Grönland)
Großbritannien britisch/Brite/Britin siehe Vereinigtes Königreich
Guadeloupe Departement Guadeloupe französisches Übersee-Departement [umfasst die Inseln Guadeloupe, Désirade, Les Saintes, Marie-Galante, St. Barthélemy und St. Martin - nördlicher Teil -]; siehe Frankreich
Guam Territorium Guam guamisch/Guamer/Guamerin siehe Amerikanisch-Ozeanien
Guatemala Republik Guatemala guatemaltekisch/Guatemalteke/ Guatemaltekin
Guernsey Vogtei Guernsey siehe Kanalinseln
Guinea Republik Guinea guineisch/Guineer/Guineerin früher: Französisch Guinea/ Revolutionäre Volksrepublik Guinea
Guinea-Bissau Republik Guinea-Bissau guinea-bissauisch/Guinea-Bissauer/ Guinea-Bissauerin früher: Portugiesisch-Guinea
Guyana Kooperative Republik Guyana guyanisch/Guyaner/Guyanerin früher: Britisch-Guayana/ Republik Guyana
Haiti Republik Haiti haitianisch/Haitianer/Haitianerin
Heiliger Stuhl [ 3] Heiliger Stuhl siehe Vatikanstadt
Himmelfahrtsinseln siehe Ascension
Honduras Republik Honduras honduranisch/Honduraner/Honduranerin
Hongkong die Sonderverwaltungsregion Hongkong siehe China (Hongkong) früher: Kronkolonie des Vereinigten Königreichs
Ifni Teil von Marokko
Indien Republik Indien indisch/Inder/Inderin
Indonesien Republik Indonesien indonesisch/Indonesier/Indonesierin
Insel Man Insel Man untersteht unmittelbar der englischen Krone; siehe Vereinigtes Königreich
Irak Republik Irak irakisch/Iraker/Irakerin
Iran, Islamische Republik Islamische Republik Iran iranisch/Iraner/Iranerin
Irian Jaya Provinz Irian Jaya Teil von Indonesien (früher: Westirian)
Irland Irland irisch/Ire/Irin
Island Republik Island isländisch/Isländer/Isländerin
Israel Staat Israel israelisch/Israeli/Israeli
Italien Italienische Republik italienisch/Italiener/Italienerin
Jamaika Jamaika jamaikanisch/Jamaikaner/Jamaikanerin
Japan Japan japanisch/Japaner/Japanerin
Jemen Republik Jemen jemenitisch/Jemenit/Jemenitin Zusammenschluss der früheren Jemenitischen Arabischen Republik und der früheren Demokratischen Volksrepublik Jemen
Jersey Vogtei Jersey siehe Kanalinseln
Jordanien Haschemitisches Königreich Jordanien jordanisch/Jordanier/Jordanierin
Jugoslawien siehe Serbien und Montenegro und Serbien und Montenegro (Kosovo)
Jungferninseln siehe Amerikanische Jungferninseln und Britische Jungferninseln
Kaimaninseln britisches Überseegebiet
Kambodscha Königreich Kambodscha kambodschanisch/Kambodschaner/ Kambodschanerin früher: Königreich Kambodscha/Khmer-Republik/Kamputschea, Demokratisches
Kamerun Republik Kamerun kamerunisch/Kameruner/Kamerunerin
Kamputschea, Demokratisches siehe Kambodscha
Kanada Kanada kanadisch/Kanadier/Kanadierin
Kanalinseln unterstehen unmittelbar der englischen Krone und umfassen Guernsey mit Nebeninseln sowie Jersey; nicht zum Vereinigten Königreich gehörend
Kanarische Inseln kanarisch/Kanarier/Kanarierin Teil von Spanien; siehe Spanien
Kap Verde Republik Kap Verde kap-verdisch/Kap-Verdier/Kap-Verdierin früher: eine der portugisischen Übersee-Inseln
Karolinen Inselgruppe im Pazifik; umfasst die Republik Palau und die Föderierten Staaten von Mikronesien
Kasachstan Republik Kasachstan kasachisch/Kasache/Kasachin
Katar Staat Katar katarisch/Katarer/Katarerin
Kenia Republik Kenia kenianisch/Kenianer/Kenianerin
Khmer-Republik siehe Kambodscha
Kirgisistan Kirgisische Republik kirgisisch/Kirgise/Kirgisin
Kiribati Republik Kiribati kiribatisch/Kiribatier/Kiribatierin früher: Gilbertinseln
Kolumbien Republik Kolumbien kolumbianisch/Kolumbianer/Kolumbianerin
Komoren die Union der Komoren komorisch/Komorer/Komorerin
Kongo Republik Kongo kongolesisch/Kongolese/Kongolesin früher: Kongo (Brazzaville)
Kongo, Demokratische Republik Demokratische Republik Kongo kongolesisch/Kongolese/Kongolesin früher: Zaire (Republik Zaire)
Korea, Demokratische Volksrepublik Demokratische Volksrepublik Korea koreanisch/Koreaner/Koreanerin nichtamtliche Bezeichnung: Nordkorea
Korea, Republik Republik Korea koreanisch/Koreaner/Koreanerin nichtamtliche Bezeichnung: Südkorea
Kroatien Republik Kroatien kroatisch/Kroate/Kroatin früher: Teil von Jugoslawien
Kuba Republik Kuba kubanisch/Kubaner/Kubanerin
Kuwait Staat Kuwait kuwaitisch/Kuwaiter/Kuwaiterin
Laos, Demokratische Volksrepublik Demokratische Volksrepublik Laos laotisch/Laote/Laotin
Lesotho Königreich Lesotho lesothisch/Lesother/Lesotherin früher: Basutoland
Les Saintes siehe Guadeloupe
Lettland Republik Lettland lettisch/Lette/Lettin
Libanon Libanesische Republik libanesisch/Libanese/Libanesin
Liberia Republik Liberia liberianisch/Liberianer/Liberianerin
Libysch-Arabische Dschamahirija Sozialistische Libysch-Arabische Volks-Dschamahirija libysch/Libyer/Libyerin
Liechtenstein Fürstentum Liechtenstein liechtensteinisch/Liechtensteiner/ Liechtensteinerin
Litauen Republik Litauen litauisch/Litauer/Litauerin
Luxemburg Großherzogtum Luxemburg luxemburgisch/Luxemburger/ Luxemburgerin
Macau die Sonderverwaltungsregion Macau macauisch/Macauer/Macauerin siehe China (Macau)
Madagaskar Republik Madagaskar madagassisch/Madagasse/Madagassin
Madeira Autonome Region Madeira madeirisch/Madeirer/Madeirerin Teil von Portugal; siehe Portugal
Malawi Republik Malawi malawisch/Malawier/Malawierin
Malaysia Malaysia malaysisch/Malaysier/Malaysierin umfasst: die Halbinsel Malaysia, Labuan, Sabah und Sarawak
Malediven Republik Malediven maledivisch/Malediver/Malediverin
Mali Republik Mali malisch/Malier/Malierin
Malta Republik Malta maltesisch/Malteser/Malteserin
Malwinen siehe Falklandinseln
Man siehe Insel Man
Marianen siehe Nördliche Marianen
Marie-Galante siehe Guadeloupe
Marokko Königreich Marokko marokkanisch/Marokkaner/Marokkanerin
Marshallinseln Republik Marshallinseln marshallisch/Marshaller/Marshallerin früher: Teil des zu Amerikanisch-Ozeanien gehörenden VN-Treuhandgebiets Pazifikinseln; seit 22. Dezember 1990 unabhängig
Martinique Departement Martinique französisches Übersee-Departement; siehe Frankreich
Maskat und Oman siehe Oman
Mauretanien Islamische Republik Mauretanien mauretanisch/Mauretanier/Mauretanierin
Mauritius Republik Mauritius mauritisch/Mauritier/Mauritierin
Mazedonien, ehemalige jugoslawische Republik [ 4] ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien mazedonisch/Mazedonier/Mazedonierin
Melilla Spanischer Hoheitsplatz in Nordafrika
Mexiko Vereinigte Mexikanische Staaten mexikanisch/Mexikaner/Mexikanerin
Midway siehe Amerikanisch-Ozeanien
Mikronesien, Föderierte Staaten von Föderierte Staaten von Mikronesien mikronesisch/Mikronesier/Mikronesierin früher: Teil des zu Amerikanisch-Ozeanien gehörenden VN-Treuhandgebiets Pazifikinseln; seit 22. Dezember 1990 unabhängig
Moldau, Republik Republik Moldau moldauisch/Moldauer/Moldauerin
Monaco Fürstentum Monaco monegassisch/Monegasse/Monegassin
Mongolei Mongolei mongolisch/Mongole/Mongolin
Montserrat britisches Überseegebiet
Mosambik Republik Mosambik mosambikanisch/Mosambikaner/ Mosambikanerin
Myanmar Union Myanmar myanmarisch/Myanmare/Myanmarin früher: Birma
Namibia Republik Namibia namibisch/Namibier/Namibierin früher: Südwestafrika
Nauru Republik Nauru nauruisch/Nauruer/Nauruerin
Nepal Königreich Nepal nepalesisch/Nepalese/Nepalesin
Neue Hebriden siehe Vanuatu
Neuguinea neuguineisch/Neuguineer/Neuguineerin Teil von Papua-Neuguinea
Neuguineische Salomonen Teil von Papua-Neuguinea
Neukaledonien Territorium Neukaledonien neukaledonisch/Neukaledonier/ Neukaledonierin französisches Überseeterritorium
Neuseeland Neuseeland neuseeländisch/Neuseeländer/ Neuseeländerin
Nevis siehe Föderation St. Kitts und Nevis
Nicaragua Republik Nicaragua nicaraguanisch/Nicaraguaner/ Nicaraguanerin
Niederländische Antillen überseeischer Teil der Niederlande (umfassen: Bonaire, Curaçao, Saba, St. Eustatius, St. Martin - südlicher Teil -)
Niederländisch-Guayana siehe Suriname
Niederländisch-Neuguinea siehe Irian Jaya
Niederlande Königreich der Niederlande niederländisch/Niederländer/ Niederländerin
Niger Republik Niger nigrisch/Nigrer/Nigrerin
Nigeria Bundesrepublik Nigeria nigerianisch/Nigerianer/Nigerianerin
Niue Niue niueanisch/Niueaner/Niueanerin selbstverwaltetes Territorium in freier Assoziierung mit Neuseeland, siehe Neuseeland
Nördliche Marianen Commonwealth der Nördlichen Marianen siehe Amerikanisch-Ozeanien
Nordirland Nordirland nordirisch/Nordire/Nordirin Teil des Vereinigten Königreichs; siehe Vereinigtes Königreich
Nordkorea siehe Korea, Demokratische Volksrepublik
Nordrhodesien siehe Sambia
Norfolkinsel Territorium Norfolkinseln siehe Australien
Norwegen Königreich Norwegen norwegisch/Norweger/Norwegerin
Obervolta siehe Burkina Faso
Österreich Republik Österreich österreichisch/Österreicher/ Österreicherin
Oman Sultanat Oman omanisch/Omaner/Omanerin früher: Maskat und Oman
Osttimor siehe Timor-Leste
Pakistan Islamische Republik Pakistan pakistanisch/Pakistaner/Pakistanerin
Palau Republik Palau palauisch/Palauer/Palauerin früher: Teil des zu Amerikanisch-Ozeanien gehörenden VN-Treuhandgebiets Pazifikinseln; seit 1. Oktober 1994 unabhängig
Panama Republik Panama panamaisch/Panamaer/Panamaerin
Panamakanal-Zone Teil von Panama (früher: amerikanisches Außengebiet)
Papua-Neuguinea Unabhängiger Staat Papua-Neuguinea papua-neuguineisch/Papua-Neuguineer/ Papua-Neuguineerin
Paraguay Republik Paraguay paraguayisch/Paraguayer/Paraguayerin
Pazifikinseln ehemaliges VN-Treuhandgebiet, umfasste die Marshallinseln, die Föderierten Staaten von Mikronesien, die Nördlichen Marianen sowie die Republik Palau
Peru Republik Peru peruanisch/Peruaner/Peruanerin
Philippinen Republik der Philippinen philippinisch/Philippiner/Philippinerin
Pitcairninseln britisches Überseegebiet (umfassen: Ducie, Oeno, Henderson und Pitcairn)
Polen Republik Polen polnisch/Pole/Polin
Portugal Portugiesische Republik portugiesisch/Portugiese/Portugiesin
Puerto Rico Freistaat Puerto Rico puertoricanisch/Puertoricaner/ Puertoricanerin amerikanisches Außengebiet; siehe Vereinigte Staaten von Amerika
Qatar siehe Katar
Ras al Chaima siehe Vereinigte Arabische Emirate
Réunion Departement Réunion französisches Übersee-Departement; siehe Frankreich
Rhodesien siehe Simbabwe
Ruanda Republik Ruanda ruandisch/Ruander/Ruanderin
Rumänien Rumänien rumänisch/Rumäne/Rumänin
Russische Föderation Russische Föderation russisch/Russe/Russin
Saba siehe Niederländische Antillen
Salomonen Salomonen salomonisch/Salomoner/Salomonerin früher: britisches Überseegebiet
Sambia Republik Sambia sambisch/Sambier/Sambierin
Samoa Unabhängiger Staat Samoa samoanisch/Samoaner/Samoanerin
San Marino Republik San Marino san-marinesisch/San-Marinese/ San-Marinesin
Sansibar sansibarisch/Sansibarer/Sansibarerin Gliedstaat von Tansania; siehe Tansania
São Tomé und Principe Demokratische Republik São Tomé und Principe são-toméisch/São-Toméer/ São-Toméerin
Saudi-Arabien Königreich Saudi-Arabien saudi-arabisch/Saudi-Araber/ Saudi-Araberin
Schardscha siehe Vereinigte Arabische Emirate
Schweden Königreich Schweden schwedisch/Schwede/Schwedin
Schweiz Schweizerische Eidgenossenschaft schweizerisch/Schweizer/Schweizerin
Senegal Republik Senegal senegalesisch/Senegalese/Senegalesin
Serbien und Montenegro Serbien und Montenegro serbisch-montenegrinisch früher: Jugoslawien
Serbien und Montenegro (Kosovo)
Seychellen Republik Seychellen seychellisch/Seycheller/Seychellin
Sierra Leone Republik Sierra Leone sierra-leonisch/Sierra-Leoner/ Sierra-Leonerin
Sikkim Sikkim sikkimisch/Sikkimer/Sikkimerin siehe Indien
Simbabwe Republik Simbabwe simbabwisch/Simbabwer/Simbabwerin früher: Rhodesien/ Südrhodesien/Simbabwe-Rhodesien
Singapur Republik Singapur singapurisch/Singapurer/Singapurerin
Slowakei Slowakische Republik slowakisch/Slowake/Slowakin
Slowenien Republik Slowenien slowenisch/Slowene/Slowenin
Somalia Republik Somalia somalisch/Somalier/Somalierin
Spanien Königreich Spanien spanisch/Spanier/Spanierin
Spanische Sahara siehe Westsahara
Sri Lanka Demokratische Sozialistische Republik Sri Lanka sri-lankisch/Sri-Lanker/Sri-Lankerin früher: Ceylon
St. Barthélemy siehe Guadeloupe
St. Christoph und Nevis siehe St. Kitts und Nevis
St. Eustatius siehe Niederländische Antillen
St. Helena Kronkolonie St. Helena und Nebengebiete Kronkolonie des Vereinigten Königreichs (Nebengebiete Ascension und Tristan da Cunha)
St. Kitts und Nevis Föderation St. Kitts und Nevis in der Verfassung des Staates auch als Föderation St. Christoph und Nevis bezeichnet (früher: assoziierter Staat des Vereinigten Königreichs)
St. Lucia St. Lucia lucianisch/Lucianer/Lucianerin früher: assoziierter Staat des Vereinigten Königreichs
St. Martin - Nördlicher Teil siehe Guadeloupe
St. Martin - Südlicher Teil siehe Niederländische Antillen
St. Pierre und Miquelon Gebietskörperschaft St. Pierre und Miquelon Gebietskörperschaft der Französischen Republik (früher: französisches Übersee-Departement)
St. Vincent und die Grenadinen St. Vincent und die Grenadinen vincentisch/Vincenter/Vincenterin früher: St. Vincent (assoziierter Staat des Vereinigten Königreichs)
Südafrika Republik Südafrika südafrikanisch/Südafrikaner/ Südafrikanerin
Sudan Republik Sudan sudanesisch/Sudanese/Sudanesin
Südkorea siehe Korea, Republik
Südrhodesien siehe Simbabwe
Südwestafrika siehe Namibia
Suriname Republik Suriname surinamisch/Surinamer/Surinamerin
Swasiland Königreich Swasiland swasiländisch/Swasi/Swasi
Syrien, Arabische Republik Arabische Republik Syrien syrisch/Syrer/Syrerin
Tadschikistan Republik Tadschikistan tadschikisch/Tadschike/Tadschikin
Taiwan siehe China (Taiwan); nichtamtliche Bezeichnung: Formosa
Tanganjika tanganjikisch/Tanganjiker/Tanganjikerin Festlandsteil der Vereinigten Republik Tansania
Tansania, Vereinigte Republik Vereinigte Republik Tansania tansanisch/Tansanier/Tansanierin
Thailand Königreich Thailand thailändisch/Thailänder/Thailänderin
Tibet tibetisch/Tibeter/Tibeterin Teil der Volksrepublik China
Timor-Leste Demokratische Republik Timor-Leste früher: Osttimor
Tobago siehe Trinidad und Tobago
Togo Republik Togo togoisch/Togoer/Togoerin
Tonga Königreich Tonga tongaisch/Tongaer/Tongaerin
Trinidad und Tobago Republik Trinidad und Tobago
Tristan da Cunha siehe St. Helena
Tschad Republik Tschad tschadisch/Tschader/Tschaderin
Tschechische Republik [ 5] Tschechische Republik tschechisch/Tscheche/Tschechin
Türkei Republik Türkei türkisch/Türke/Türkin
Tunesien Tunesische Republik tunesisch/Tunesier/Tunesierin
Turkmenistan Turkmenistan turkmenisch/Turkmene/Turkmenin
Turks- und Caicosinseln britisches Überseegebiet
Tuvalu Tuvalu tuvaluisch/Tuvaluer/Tuvaluerin früher: britisches Hoheitsgebiet
Uganda Republik Uganda ugandisch/Ugander/Uganderin
Ukraine Ukraine ukrainisch/Ukrainer/Ukrainerin
Umm al Kaiwain siehe Vereinigte Arabische Emirate
Ungarn Republik Ungarn ungarisch/Ungar/Ungarin
Uruguay Republik Östlich des Uruguay uruguayisch/Uruguayer/Uruguayerin
USA siehe Vereinigte Staaten
Usbekistan Republik Usbekistan usbekisch/Usbeke/Usbekin
Vanuatu Republik Vanuatu vanuatuisch/Vanuatuer/Vanuatuerin früher: Neue Hebriden (französisch-britisches Kondominium)
Vatikanstadt [ 6] Staat Vatikanstadt vatikanisch
Venezuela Bolivarische Republik Venezuela venezolanisch/Venezolaner/Venezolane-rin
Vereinigte Arabische Emirate Vereinigte Arabische Emirate Zusammenschluss von Abu Dhabi, Adschman, Dubai, Fudschaira, Ras al Chaima, Schardscha und Umm al Kaiwain
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten von Amerika amerikanisch/Amerikaner/Amerikanerin
Vereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland britisch/Brite/Britin
Vietnam Sozialistische Republik Vietnam vietnamesisch/Vietnamese/Vietnamesin
Wake siehe Amerikanisch-Ozeanien
Wallis und Futuna Territorium Wallis und Futuna französisches Übersee-Territorium
Weißrussland [ 7] Republik Weißrussland weißrussisch/Weißrusse/Weißrussin
Westirian siehe Irian Jaya; (früher: Niederländisch-Neuguinea)
Westsahara von den Vereinten Nationen verwendete Bezeichnung der ehemaligen Spanischen Sahara; wird von Marokko verwaltet
Westsamoa siehe Samoa
Yemen siehe Jemen
Zaire siehe Kongo, Demokratische Republik Kongo
Zambia siehe Sambia
Zanzibar siehe Sansibar
Zentralafrikanische Republik Zentralafrikanische Republik zentralafrikanisch/Zentralafrikaner/ Zentralafrikanerin
Zypern Republik Zypern zyprisch/Zyprer/Zyprerin wegen der britischen Stützpunkte Akrotiri und Dhekelia siehe Vereinigtes Königreich
1 [Amtliche Anmerkung] Zur Erleichterung der Handhabung sind auch frühere - heute nicht mehr zu verwendende Bezeichnungen - aufgenommen.

2 [Amtliche Anmerkung] siehe Weißrussland.

3 [Amtliche Anmerkung] nichtstaatliche souveräne Macht, zu unterscheiden vom Staat Vatikanstadt, dem der Souveränität des Papstes unterstehenden Gebiet.

4 [Amtliche Anmerkung] Am 8. April 1993 unter dieser vorläufigen Bezeichnung in die Vereinten Nationen aufgenommen; diese Bezeichnung gilt nur für Zwecke der Vereinten Nationen. Die Bezeichnung "Mazedonien" im internationalen Verkehr ist zwischen Griechenland und Mazedonien strittig. Hierüber laufen zur Zeit Vermittlungsbemühungen.

5 [Amtliche Anmerkung] In völkerrechtlichen Verträgen, in Urkunden und dgl. ist ausschließlich die amtliche Vollform "Tschechische Republik" zu verwenden. In Gebrauchstexten ist hingegen der Gebrauch der nichtamtlichen Bezeichnung "Tschechien" zulässig.

6 [Amtliche Anmerkung] Von der Vatikanstadt, dem der Souveränität des Papstes unterstellten Gebiet, ist als nicht-staatliche souveräne Macht zu unterscheiden: Heiliger Stuhl (siehe Heiliger Stuhl).

7 [Amtliche Anmerkung] Für den innerstaatlichen Schriftverkehr sowie Beschriftung von Landkarten gilt die traditionelle Bezeichnung "Republik Weißrussland" mit ihren Ableitungen. Im amtlichen zwischenstaatlichen Schriftverkehr (förmliche Dokumente und dergleichen) "Republik Belarus".

Nummer 3
Länder

Der Länderteil wird auf der Internetseite des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz (www.bmjv.de) veröffentlicht.

Nummer 4
Anlage I zu Anhang II

Rechtsgrundlagen für Rechts- und Amtshilfe der Zollverwaltungen in Verfahren wegen Verdachts von Zuwiderhandlungen gegen die Zoll-, Verbrauchssteuer-, Monopol- und Außenwirtschaftsgesetze

I. gemäß bilateraler und multilateraler vertraglicher Vereinbarungen mit dem Ausland 1

Im Verhältnis zu Vertrag
Ägypten Protokoll Nummer 5 über die gegenseitige Amtshilfe im Zollbereich zum Europa-Mittelmeer-Abkommen zur Gründung einer Assoziation zwischen den Europäischen Gemeinschaften und ihren Mitgliedstaaten einerseits und der Arabischen Republik Ägypten andererseits (ABl. Nr. L 304 vom 30.09.2004 S. 38, 196)
Empfehlung des Rates für die Zusammenarbeit auf dem Gebiete des Zollwesens (Brüsseler Zollrat) über gegenseitige Verwaltungshilfe vom 5. Dezember 1953 (BGBl. 1959 II S. 1500)
Albanien Protokoll Nummer 6 über die gegenseitige Amtshilfe im Zollbereich zum Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen zwischen den Europäischen Gemeinschaften und ihren Mitgliedstaaten einerseits und der Republik Albanien andererseits (ABl. Nr. L 107 vom 28.04.2009 S. 165, 486)
Algerien Protokoll Nummer 7 über die gegenseitige Amtshilfe der Verwaltungsbehörden im Zollbereich zum Europa-Mittelmeer-Abkommen zur Gründung einer Assoziation zwischen der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten einerseits und der Demokratischen Volksrepublik Algerien andererseits (ABl. Nr. L 265 vom 10.10.2005 S. 1, 214)
Empfehlung des Rates für die Zusammenarbeit auf dem Gebiete des Zollwesens (Brüsseler Zollrat) über gegenseitige Verwaltungshilfe vom 5. Dezember 1953 (BGBl. 1959 II S. 1500; 1973 II S. 98)
Argentinien Empfehlung des Rates für die Zusammenarbeit auf dem Gebiete des Zollwesens (Brüsseler Zollrat) über gegenseitige Verwaltungshilfe vom 5. Dezember 1953 (BGBl. 1959 II S. 1500; 1972 II S. 271)
Armenien Protokoll über Amtshilfe im Zollbereich zum Abkommen über Partnerschaft und Zusammenarbeit zwischen den Europäischen Gemeinschaften und ihren Mitgliedstaaten einerseits und der Republik Armenien andererseits (ABl. Nr. L 239 vom 09.09.1999 S. 1, 37)
Aserbaidschan Protokoll über Amtshilfe im Zollbereich zum Abkommen über Partnerschaft und Zusammenarbeit zwischen den Europäischen Gemeinschaften und ihren Mitgliedstaaten einerseits und der Republik Aserbaidschan andererseits (ABl. Nr. L 246 vom 17.09.1999 S. 1, 39)
Australien Empfehlung des Rates für die Zusammenarbeit auf dem Gebiete des Zollwesens (Brüsseler Zollrat) über gegenseitige Verwaltungshilfe vom 5. Dezember 1953 (BGBl. 1959 II S. 1500; 1966 II S. 779)
Belgien Rechtsakte gemäß Ziffer II
Bosnien und Herzegowina Vertrag vom 2. April 1974 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Sozialistischen Republik Jugoslawien über gegenseitige Unterstützung zur Verhinderung, Ermittlung und Verfolgung von Zuwiderhandlungen gegen die Zollvorschriften (BGBl. 1975 II S. 409; 1976 II S. 133), anwendbar gegenüber Bosnien und Herzegowina (BGBl. 1992 II S. 1196)
Bulgarien Rechtsakte gemäß Ziffer II
Chile Protokoll über Amtshilfe im Zollbereich zum Abkommen zur Gründung einer Assoziation zwischen der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten einerseits und der Republik Chile andererseits (ABl. Nr. L 167 vom 22.06.2001 S. 23; L 246 vom 15.09.2001 S. 33)
Dänemark Rechtsakte gemäß Ziffer II
Estland Rechtsakte gemäß Ziffer II
Finnland Rechtsakte gemäß Ziffer II
Vertrag vom 16. Mai 1975 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Finnland über die gegenseitige Unterstützung in Zollangelegenheiten (BGBl. 1976 II S. 545, 1737)
Frankreich Rechtsakte gemäß Ziffer II
Georgien Protokoll über Amtshilfe im Zollbereich zum Abkommen über Partnerschaft und Zusammenarbeit zwischen den Europäischen Gemeinschaften und ihren Mitgliedstaaten einerseits und Georgien andererseits (ABl. Nr. L 205 vom 04.08.1999 S. 1, 39)
Griechenland Rechtsakte gemäß Ziffer II
Indien Empfehlung des Rates für die Zusammenarbeit auf dem Gebiete des Zollwesens (Brüsseler Zollrat) über gegenseitige Verwaltungshilfe vom 5. Dezember 1953 (BGBl. 1959 II S. 1500; 1973 II S. 98)
Iran Empfehlung des Rates für die Zusammenarbeit auf dem Gebiete des Zollwesens (Brüsseler Zollrat) über gegenseitige Verwaltungshilfe vom 5. Dezember 1953 (BGBl. 1959 II S. 1500; 1966 II S. 779)
Irland Rechtsakte gemäß Ziffer II
Island Vertrag vom 11. Oktober 1977 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Island über die gegenseitige Unterstützung in Zollangelegenheiten (BGBl. 1978 II S. 853, 1248)
Protokoll Nummer 11 über Amtshilfe in Zollsachen zum Abkommen über den Europäischen Wirtschaftsraum zwischen den Europäischen Gemeinschaften und ihren Mitgliedstaaten sowie der Republik Österreich, der Republik Finnland, der Republik Island, dem Fürstentum Liechtenstein, dem Königreich Norwegen, dem Königreich Schweden und der Schweizerischen Eidgenossenschaft (ABl. Nr. L 1 vom 03.01.1994 S. 1, 171)
Israel Vereinbarung zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Regierung des Staates Israel vom 11./17. Mai 1965/26. April/19. September 1966 über gegenseitige Rechtshilfe in Zollstrafsachen (BGBl. 1967 II S. 719)
Protokoll Nummer 5 über Amtshilfe im Zollbereich zum Europa-Mittelmeer-Abkommen zur Gründung einer Assoziation zwischen den Europäischen Gemeinschaften und ihren Mitgliedstaaten einerseits und dem Staat Israel anderseits (ABl. Nr. L 147 vom 21.06.2000 S. 1, 154)
Italien Rechtsakte gemäß Ziffer II
Japan Empfehlung des Rates für die Zusammenarbeit auf dem Gebiete des Zollwesens (Brüsseler Zollrat) über gegenseitige Verwaltungshilfe vom 5. Dezember 1953 (BGBl. 1959 II S. 1500; 1968 II S. 50)
Jordanien Protokoll Nummer 4 über die gegenseitige Amtshilfe im Zollbereich zum Europa-Mittelmeer-Abkommen zur Gründung einer Assoziation zwischen den Europäischen Gemeinschaften und ihren Mitgliedstaaten einerseits und dem Haschemitischen Königreich Jordanien anderseits (ABl. Nr. L 129 vom 15.05.2002 S. 1, 162)
Kanada Vertrag vom 10. September 1984 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Kanada über die gegenseitige Unterstützung und die Zusammenarbeit der Zollverwaltungen (BGBl. 1985 II S. 826; 1986 II S. 457)
Empfehlung des Rates für die Zusammenarbeit auf dem Gebiete des Zollwesens (Brüsseler Zollrat) über gegenseitige Verwaltungshilfe vom 5. Dezember 1953 (BGBl. 1959 II S. 1500; 1973 II S. 1038)
Kasachstan Protokoll über Amtshilfe im Zollbereich zum Abkommen über Partnerschaft und Zusammenarbeit zwischen den Europäischen Gemeinschaften und ihren Mitgliedstaaten und der Republik Kasachstan (ABl. Nr. L 196 vom 28.07.1999 S. 1, 34)
Kirgisistan Protokoll über Amtshilfe im Zollbereich zum Abkommen über Partnerschaft und Zusammenarbeit zwischen den Europäischen Gemeinschaften und ihren Mitgliedstaaten und der Kirgisischen Republik (ABl. Nr. L 196 vom 28.07.1999 S. 46, 78)
Korea Republik Empfehlung des Rates für die Zusammenarbeit auf dem Gebiete des Zollwesens (Brüsseler Zollrat) über gegenseitige Verwaltungshilfe vom 5. Dezember 1953 (BGBl. 1959 II S. 1500; 1973 II S. 98)
Kosovo Vertrag vom 2. April 1974 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Sozialistischen Republik Jugoslawien über gegenseitige Unterstützung zur Verhinderung, Ermittlung und Verfolgung von Zuwiderhandlungen gegen die Zollvorschriften (BGBl. 1975 II S. 409; 1976 II S. 133), anwendbar gegenüber dem Kosovo (BGBl. 2011 II S. 748)
Kroatien Vertrag vom 2. April 1974 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Sozialistischen Republik Jugoslawien über gegenseitige Unterstützung zur Verhinderung, Ermittlung und Verfolgung von Zuwiderhandlungen gegen die Zollvorschriften (BGBl. 1975 II S. 409; 1976 II S. 133), anwendbar gegenüber Kroatien (BGBl. 1992 II S. 1146)
Protokoll Nummer 5 über die gegenseitige Amtshilfe der Verwaltungsbehörden im Zollbereich zu dem Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen zwischen den Europäischen Gemeinschaften und ihren Mitgliedstaaten einerseits und der Republik Kroatien andererseits (ABl. Nr. L 26 vom 28.01.2005 S. 1, 205)
Lesotho Empfehlung des Rates für die Zusammenarbeit auf dem Gebiete des Zollwesens (Brüsseler Zollrat) über gegenseitige Verwaltungshilfe vom 5. Dezember 1953 (BGBl. 1959 II S. 1500; VSF Z 4627-2, S.14)
Lettland Rechtsakte gemäß Ziffer II
Libanon Protokoll Nummer 5 über Amtshilfe im Zollbereich zum Europa-Mittelmeer-Abkommen zur Gründung einer Assoziation zwischen den Europäischen Gemeinschaften und ihren Mitgliedstaaten einerseits und der Libanesischen Republik andererseits (ABl. Nr. L 143 vom 30.05.2006 S.1,175)
Liechtenstein Protokoll Nummer 11 über Amtshilfe in Zollsachen zum Abkommen über den Europäischen Wirtschaftsraum zwischen den Europäischen Gemeinschaften und ihren Mitgliedstaaten sowie der Republik Österreich, der Republik Finnland, der Republik Island, dem Fürstentum Liechtenstein, dem Königreich Norwegen, dem Königreich Schweden und der Schweizerischen Eidgenossenschaft (ABl. Nr. L 1 vom 03.01.1994 S. 1, 171)
Litauen Rechtsakte gemäß Ziffer II
Luxemburg Rechtsakte gemäß Ziffer II
Malawi Empfehlung des Rates für die Zusammenarbeit auf dem Gebiete des Zollwesens (Brüsseler Zollrat) über gegenseitige Verwaltungshilfe vom 5. Dezember 1953 (BGBl. 1959 II S. 1500; 1976 II S. 128)
Malta Rechtsakte gemäß Ziffer II
Marokko Protokoll Nummer 5 über Amtshilfe im Zollbereich zum Europa-Mittelmeer-Abkommen zur Gründung einer Assoziation zwischen den Europäischen Gemeinschaften und ihren Mitgliedstaaten einerseits und dem Königreich Marokko andererseits (ABl. Nr. L 70 vom 18.03.2000 S. 1, 186)
Empfehlung des Rates für die Zusammenarbeit auf dem Gebiete des Zollwesens (Brüsseler Zollrat) über gegenseitige Verwaltungshilfe vom 5. Dezember 1953 (BGBl. 1959 II S. 1500; 1976 II S. 1441)
Mauritius Empfehlung des Rates für die Zusammenarbeit auf dem Gebiete des Zollwesens (Brüsseler Zollrat) über gegenseitige Verwaltungshilfe vom 5. Dezember 1953 (BGBl. 1959 II S. 1500; 1976 II S. 1441)
Mazedonien Vertrag vom 2. April 1974 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Sozialistischen Republik Jugoslawien über gegenseitige Unterstützung zur Verhinderung, Ermittlung und Verfolgung von Zuwiderhandlungen gegen die Zollvorschriften (BGBl. 1975 II S. 409; 1976 II S. 133), anwendbar gegenüber Mazedonien (BGBl. 1994 II S. 326)
Protokoll Nummer 5 über die gegenseitige Amtshilfe im Zollbereich zu dem Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen zwischen den Europäischen Gemeinschaften und ihren Mitgliedstaaten einerseits und der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien andererseits (ABl. Nr. L 84 vom 20.03.2004 S. 1, 189)
Moldau Protokoll über Amtshilfe im Zollbereich zum Abkommen über Partnerschaft und Zusammenarbeit zwischen den Europäischen Gemeinschaften und ihren Mitgliedstaaten einerseits und der Republik Moldau andererseits (ABl. Nr. L 181 vom 24.06.1998 S. 1, 36)
Montenegro Vertrag vom 2. April 1974 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Sozialistischen Republik Jugoslawien über gegenseitige Unterstützung zur Verhinderung, Ermittlung und Verfolgung von Zuwiderhandlungen gegen die Zollvorschriften (BGBl. 1975 II S. 409; 1976 II S. 133), anwendbar gegenüber Montenegro (BGBl. 2011 II S. 745)
Neuseeland Empfehlung des Rates für die Zusammenarbeit auf dem Gebiete des Zollwesens (Brüsseler Zollrat) über gegenseitige Verwaltungshilfe vom 5. Dezember 1953 (BGBl. 1959 II S. 1500; 1973 II S. 1690)
Niederlande Rechtsakte gemäß Ziffer II
Vertrag vom 2. März 2005 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Königreich der Niederlande über die grenzüberschreitende polizeiliche Zusammenarbeit und die Zusammenarbeit in strafrechtlichen Angelegenheiten (BGBl. 2006 II S. 194, 1285)
Nigeria Empfehlung des Rates für die Zusammenarbeit auf dem Gebiete des Zollwesens (Brüsseler Zollrat) über gegenseitige Verwaltungshilfe vom 5. Dezember 1953 (BGBl. 1959 II S. 1500; 1973 II S. 1690)
Norwegen Vertrag vom 11. Juli 1974 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Norwegen über die gegenseitige Unterstützung in Zollangelegenheiten (BGBl. 1975 II S. 757, 1724)
Protokoll Nummer 11 über Amtshilfe in Zollsachen zum Abkommen über den Europäischen Wirtschaftsraum zwischen den Europäischen Gemeinschaften und ihren Mitgliedstaaten sowie der Republik Österreich, der Republik Finnland, der Republik Island, dem Fürstentum Liechtenstein, dem Königreich Norwegen, dem Königreich Schweden und der Schweizerischen Eidgenossenschaft (ABl. Nr. L 1 vom 03.01.1994 S. 1, 171)
Empfehlung des Rates für die Zusammenarbeit auf dem Gebiete des Zollwesens (Brüsseler Zollrat) über gegenseitige Verwaltungshilfe vom 5. Dezember 1953 (BGBl. 1959 II S. 1500)
Österreich Rechtsakte gemäß Ziffer II
Vertrag vom 11. September 1970 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Österreich über Rechts- und Amtshilfe in Zoll-, Verbrauchsteuer- und Monopolangelegenheiten in der Fassung des Änderungsvertrages vom 12. Dezember 1979 (BGBl. 1971 II S. 1001; 1972 II S. 14; 1980 II S. 1244; 1981 II S. 116)
Pakistan Empfehlung des Rates für die Zusammenarbeit auf dem Gebiete des Zollwesens (Brüsseler Zollrat) über gegenseitige Verwaltungshilfe vom 5. Dezember 1953 (BGBl. 1959 II S. 1500)
Polen Rechtsakte gemäß Ziffer II
Vertrag vom 29. Juli 1992 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Polen über die Zusammenarbeit und die gegenseitige Unterstützung der Zollverwaltungen (BGBl. 1994 II S. 93, 2435)
Ruanda Empfehlung des Rates für die Zusammenarbeit auf dem Gebiete des Zollwesens (Brüsseler Zollrat) über gegenseitige Verwaltungshilfe vom 5. Dezember 1953 (BGBl. 1959 II S. 1500; 1966 II S. 779)
Rumänien Rechtsakte gemäß Ziffer II
Russische Föderation Vertrag vom 16. Dezember 1992 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Russischen Föderation über die Zusammenarbeit und die gegenseitige Unterstützung der Zollverwaltungen (BGBl. 1994 II S. 1052, 1996 II S. 2613)
Protokoll Nummer 2 über Amtshilfe zur Einhaltung des Zollrechts zum Abkommen über Partnerschaft und Zusammenarbeit zwischen den Europäischen Gemeinschaften und ihren Mitgliedstaaten einerseits und der Russischen Föderation andererseits (ABl. Nr. L 327 vom 28.11.1997 S.3)
Internationales Abkommen vom 19. August 1925 zur Bekämpfung des Alkoholschmuggels (RGBl. 1926 II S. 220; 1927 II S. 878; 1929 II S. 693) 3
Schweden Rechtsakte gemäß Ziffer II
Vertrag vom 18. Dezember 1972 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Schweden über gegenseitige Unterstützung in Zollangelegenheiten in der Fassung des Änderungsvertrages vom 31. Oktober 1975 (BGBl. 1973 II S. 1241; 1974 II S. 42; 1976 II S. 1671; 1977 II S. 23)
Schweiz Abkommen vom 26. Oktober 2004 über die Zusammenarbeit zwischen der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten einerseits und der Schweizerischen Eidgenossenschaft andererseits zur Bekämpfung von Betrug und sonstigen rechtswidrigen Handlungen, die ihre finanziellen Interessen beeinträchtigen (BGBl. 2008 II S. 182, 184; 2009 II S. 1117)
Senegal Empfehlung des Rates für die Zusammenarbeit auf dem Gebiete des Zollwesens (Brüsseler Zollrat) über gegenseitige Verwaltungshilfe vom 5. Dezember 1953 (BGBl. 1959 II S. 1500; VSF Z 4627-2, S.14)
Serbien Vertrag vom 2. April 1974 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Sozialistischen Republik Jugoslawien über gegenseitige Unterstützung zur Verhinderung, Ermittlung und Verfolgung von Zuwiderhandlungen gegen die Zollvorschriften (BGBl. 1975 II S. 409; 1976 II S. 133), anwendbar gegenüber Serbien 4
Slowakei Rechtsakte gemäß Ziffer II
Slowenien Rechtsakte gemäß Ziffer II
Vertrag vom 2. April 1974 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Sozialistischen Republik Jugoslawien über gegenseitige Unterstützung zur Verhinderung, Ermittlung und Verfolgung von Zuwiderhandlungen gegen die Zollvorschriften (BGBl. 1975 II S. 409; 1976 II S. 133), anwendbar gegenüber Slowenien (BGBl. 1993 II S. 1261)
Spanien Rechtsakte gemäß Ziffer II
Vertrag vom 27. November 1969 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Spanien über die gegenseitige Unterstützung ihrer Zollverwaltungen (BGBl. 1971 II S. 92, 842)
Südafrika Protokoll 2 über Amtshilfe im Zollbereich zum Abkommen über Handel, Entwicklung und Zusammenarbeit zwischen der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten einerseits und der Republik Südafrika andererseits (ABl. Nr. L 311 vom 04.12.1999 S. 1, 401)
Tansania Empfehlung des Rates für die Zusammenarbeit auf dem Gebiete des Zollwesens (Brüsseler Zollrat) über gegenseitige Verwaltungshilfe vom 5. Dezember 1953 (BGBl. 1959 II S. 1500; 1976 II S. 1441)
Thailand Empfehlung des Rates für die Zusammenarbeit auf dem Gebiete des Zollwesens (Brüsseler Zollrat) über gegenseitige Verwaltungshilfe vom 5. Dezember 1953 (BGBl. 1959 II S. 1500; 1976 II S. 128)
Tschechische Republik Rechtsakte gemäß Ziffer II
Vertrag vom 19. Mai 1995 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Tschechischen Republik über die gegenseitige Unterstützung der Zollverwaltungen (BGBl. 1996 II S. 1066; 1998 II S.2962)
Türkei Empfehlung des Rates für die Zusammenarbeit auf dem Gebiete des Zollwesens (Brüsseler Zollrat) über gegenseitige Verwaltungshilfe vom 5. Dezember 1953 (BGBl. 1959 II S. 1500)
Tunesien Protokoll Nummer 5 über Amtshilfe im Zollbereich zum Europa-Mittelmeer-Abkommen zur Gründung einer Assoziation zwischen den Europäischen Gemeinschaften und ihren Mitgliedstaaten einerseits und der Tunesischen Republik andererseits (ABl. Nr. L 97 vom 30.03.1998 S. 1, 170)
Empfehlung des Rates für die Zusammenarbeit auf dem Gebiete des Zollwesens (Brüsseler Zollrat) über gegenseitige Verwaltungshilfe vom 5. Dezember 1953 (BGBl. 1959 II S. 1500; 1976 II S. 128)
Ukraine Protokoll über Amtshilfe im Zollbereich zum Abkommen über Partnerschaft und Zusammenarbeit zwischen den Europäischen Gemeinschaften und ihren Mitgliedstaaten einerseits und der Ukraine andererseits (ABl. Nr. L 49 vom 19.02.1998 S. 1, 40)
Ungarn Rechtsakte gemäß Ziffer II
Vertrag vom 18. Dezember 1991 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Ungarn über die gegenseitige Unterstützung der Zollverwaltungen (BGBl. 1993 II S. 115, 1210)
Usbekistan Protokoll über Amtshilfe im Zollbereich zum Abkommen über Partnerschaft und Zusammenarbeit zur Gründung einer Partnerschaft zwischen den Europäischen Gemeinschaften und ihren Mitgliedstaaten einerseits und der Republik Usbekistan andererseits (ABl. Nr. L 229 vom 31.08.1999 S. 1, 39; L 248 vom 21.09.1999 S. 36)
Vereinigtes Königreich Rechtsakte gemäß Ziffer II
Vereinigte Staaten Vertrag vom 23. August 1973 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und den USA über die gegenseitige Unterstützung ihrer Zollverwaltungen (BGBl. 1975 II S. 445, 915)
Empfehlung des Rates für die Zusammenarbeit auf dem Gebiete des Zollwesens (Brüsseler Zollrat) über gegenseitige Verwaltungshilfe vom 5. Dezember 1953 (BGBl. 1959 II S. 1500; 1973 II S. 98)
Zypern Rechtsakte gemäß Ziffer II
1 Stand: September 2011; nur in Kraft getretene Vereinbarungen sind aufgeführt; vgl. stets auch Bundesgesetzblatt Teil II, Fundstellennachweis B (Völkerrechtliche Vereinbarungen). Vorsorglich wird darauf hingewiesen, dass möglicherweise weitere völkerrechtliche Übereinkünfte bestehen, die die Rechts- und Amtshilfe der Zollverwaltungen in Verfahren wegen Verdachts von Zuwiderhandlungen gegen die Zoll-, Verbrauchssteuer-, Monopol- und Außenwirtschaftsgesetze zum Gegenstand haben.

2 VSF = Vorschriftensammlung Bundesfinanzverwaltung

3 Vertragspartei war bis zu ihrer Auflösung die Sowjetunion (BGBl. 1992 II S. 1016).

4 Die Bekanntmachung über die Fortgeltung des Vertrages in Bezug auf Serbien steht noch aus.

II. gemäß der Rechtsakte der Europäischen Gemeinschaft und der Europäischen Union für die innergemeinschaftliche Zusammenarbeit

1. Verordnung (EG) Nr. 515/97 des Rates vom 13. März 1997 über die gegenseitige Amtshilfe zwischen Verwaltungsbehörden der Mitgliedstaaten und die Zusammenarbeit dieser Behörden mit der Kommission im Hinblick auf die ordnungsgemäße Anwendung der Zoll- und Agrarregelung (ABl. Nr. L 82 vom 22.03.1997; Nr. L 123 vom 15. Mai 1997 (Berichtigung)) in der Fassung der Verordnung (EG) Nr. 766/2008 des Rates vom 9. Juli 2008 zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 515/97 (ABl. Nr. L 218 vom 13.08.2008 S. 48)
2. Verordnung (EG) Nr. 2073/2004 des Rates vom 16. November 2004 über die Zusammenarbeit der Verwaltungsbehörden auf dem Gebiet der Verbrauchssteuern (ABl. Nr. L 359 vom 04.12.2004)
3. Übereinkommen vom 18. Dezember 1997 aufgrund von Artikel K.3 des Vertrags über die Europäische Union über gegenseitige Amtshilfe und Zusammenarbeit der Zollverwaltungen, sogenannte "Neapel-Übereinkommen" (BGBl. 2002 II S. 1387; 2003 II S. 518; 2006 II S. 269; 2010 II S. 203)
4. Übereinkommen vom 26. Juli 1995 aufgrund von Artikel K.3 des Vertrags über die Europäische Union über den Einsatz der Informationstechnologie im Zollbereich sowie die Protokolle hierzu (BGBl. 2004 II S. 386, 388; 2006 II S. 570; 2007 II S. 1493, 1968; 2008 II S. 241, 790; ZIS-Ausführungsgesetz (BGBl. I S. 482))

Nummer 5
Anlage II zu Anhang II

Zusammenstellung anderer völkerrechtlicher Übereinkünfte sowie europäischer Rechtsakte von besonderer Bedeutung für den Verkehr mit dem Ausland in strafrechtlichen Angelegenheiten, die für die Bundesrepublik Deutschland in Kraft sind (Stand: Juli 2012)

Übersicht 1a - Themenbezogene Übersicht über die relevanten multilateralen Übereinkommen

Für eine internationale Zusammenarbeit in strafrechtlichen Angelegenheiten sind gemäß § 1 Absatz 3 IRG die geltenden völkerrechtlichen Vereinbarungen vorrangig heranzuziehen. Diese beanspruchen für die Bundesrepublik Deutschland über den Rechtsanwendungsbefehl (Artikel 59 Absatz 2 des Grundgesetzes), der in der Verkündung des Vertragsgesetzes zu dem jeweiligen Übereinkommen zum Ausdruck kommt, unmittelbare Geltung.

Folgende Aufstellung relevanter multilateraler Verträge (vornehmlich des Europarats und der Vereinten Nationen) soll einen Überblick geben, welche Regelungen für bestimmte Rechtshilfefelder in Betracht kommen könnten:

Rechtshilfemaßnahmen Europarat Vereinte Nationen EU-Ebene
I. Auslieferung
1. Allgemein EuAlÜbk (SEV 024);
2. ZP-EuAlÜbk (SEV 098);
RB-EUHb;
2. Phänomenbezogen
- Folter Artikel 8 VN-Antifolter-Übk;
- Terrorismus und Terrorismusfinanzierung Artikel 3 f. EuTerrÜbk
(SEV 090); Artikel 3 ZP-EuTerrÜbk (SEV 190); Artikel 19 f. EuTerrVerhÜbk (SEV 196);
Artikel 9 Absatz 2, Artikel 11 VN-TerrFinanzierung-Übk; Artikel 13 VN-Nuklear Terr-Übk;
- Suchtstoffe Artikel 6 VN-Suchtstoff-Übk;
- Geldwäsche und Korruption Artikel 44 VN-Anti-korruptions-Übk;
- Menschenhandel 1 Artikel 5 FP-VN-Kinderrechtskonvention;
- Organisierte Kriminalität 2 Artikel 24 EuCybercrimeÜbk (SEV 185); Artikel 9 f. VN-Geiselnahme-Übk; Artikel 16 VN-OrgKrim-Übk;
- Sicherheit des Verkehrs Artikel 8 VN-LuftBek-Übk; Artikel 8 VN-ZLuftSi-Übk; Artikel 11 VN-Sicherheit Seeschifffahrt-Übk;
- andere Deliktsgruppen Artikel 8 VN-DiplSch-Übk; Artikel 11 Kernmaterial-Übk; Artikel 59 ff. SDÜ;
3. Strafverfolgungspflicht
- Folter Artikel 7 VN-Antifolter-Übk;
- Terrorismus und Terrorismusfinanzierung Artikel 6 f. EuTerrÜbk (SEV 090); Artikel 10 VN-TerrFinanzierung-Übk; Artikel 11 VN-Nuklear Terr-Übk; Artikel 9 Absatz 3 und 4 RB-Terrorismus
- Organisierte Kriminalität Artikel 8 VN-Geiselnahme-Übk;
- Sicherheit des Verkehrs Artikel 7 VN-LuftBek-Übk; Artikel 7 VN-ZLuftSi-Übk;
- andere Deliktsgruppen Artikel 7 VN-DiplSch-Übk; Artikel 10 Kernmaterial-Übk;
II. Vollstreckungshilfe
1. Allgemein EuÜberstÜbk (SEV 112); ZP-EuÜberstÜbk (SEV 167); EG-VollstrÜbk; RB-Geldsanktion; RB-Freiheitsstrafen; RB-Bewährungsüberwachung;
2. Phänomenbezogen
- Geldwäsche Artikel 22 EuGeldwäscheÜbk (SEV 141 );
3. Überstellung Artikel 1 ff. EuÜberstÜbk (SEV 112); Artikel 1 ff. ZP-EuÜberstÜbk (SEV 167);
- Terrorismus und Terrorismusfinanzierung Artikel 16 VN-TerrFinanzierung-Übk; Artikel 17 VN-OrgKrim-Übk; Artikel 17 VN-Nuklear Terr-Übk;
- Geldwäsche und Korruption Artikel 45 VN-Anti-korruptions-Übk;
4. Vermögensabschöpfung RB-Einziehung; RB-Vermö-gensabschöpfungsstellen3;
- Terrorismus und Terrorismusfinanzierung Artikel 8 Absatz 2 und Absatz 3 VN-TerrFinanzierung-Übk;
- Suchtstoffe Artikel 5 VN-Suchtstoffe-Übk;
- Geldwäsche und Korruption Artikel 12 f. und 13 ff. in Verbindung mit Artikel 2 EuGeldwäscheÜbk
(SEV 141 );
Artikel 51 ff. und 54 f. VN-Antikorruptions-Übk;
- Menschenhandel Artikel 7 FP-VN-Kinder-rechtskonvention;
- Organisierte Kriminalität Artikel 6 und 11 VN-Geisel-nahme-Übk; Artikel 22, Artikel 13 f. in Verbindung mit Artikel 12 VN-OrgKrim-Übk;
- Sicherheit des Verkehrs Artikel 10 VN-Sicherheit See-schiffahrt-Übk;
- andere Deliktsgruppen Artikel 67 ff. SDÜ;
III. Sonstige Rechtshilfe
1. Allgemein EuRhÜbk (SEV 030); AuRAÜbk (SEV 062); ZP-AuRAÜbk (SEV 097); EU-RhÜbk; ZP-EU-RhÜbk; RB-Sicherstellung; RB-Beweisanordnung; RB-Überwachung; Visa-Informationssystem-Beschluss; RB-Strafregister; RB-Informationsaustausch; RB-Terrorismus;
2. Phänomenbezogen
- Folter Artikel 9 VN-Antifolter-Übk;
- Terrorismus und Terrorismusfinanzierung Artikel 8 EuTerrÜbk (SEV 090); Artikel 5 ZP-EuTerrÜbk (190);
Artikel 3 Absatz 2, Artikel 4 sowie Artikel 15 und 17 EuTerrVerhÜbk (SEV 196)
Artikel 12 VN-TerrFinanzierung-Übk; Artikel 10, 14 VN-Nuklear Terr-Übk
- Suchtstoffe Artikel 3 oder 4 in Verbindung mit Artikel 9 f. sowie Artikel 15 in Verbindung mit 13 f. EuSeeSuchtstoffÜbk (SEV 156); Artikel 108, 110 f. VN-Seerechts-Übk; Artikel 7, 9, 11 sowie 17, 19 VN-Suchtstoff-Übk;
- Geldwäsche und Korruption Artikel 7 ff. und 11 f. EuGeldwäscheÜbk (SEV 141 ); Artikel 46, 48 ff. VN-Anti-korruptions-Übk;
- Menschenhandel Artikel 9 und 16 Absatz 3 und 4 EuMenschenhandelÜbk (SEV 197); Artikel 6 FP-VN-Kinderrechtskonvention; Artikel 8 Absatz 3 und 4 1. ZP-VN-OrgKrim-Übk; Artikel 18 Absatz 3 und 4 2. ZP-VN-OrgKrim-Übk;
- Organisierte Kriminalität Artikel 29 ff. EuCybercrime- Übk (SEV 185); Artikel 4 VN-Geiselnahme-Übk; Artikel 100 VN-Seerechts-Übk; Artikel 18 ff. VN-OrgKrim-Übk;
- Sicherheit des Verkehrs Artikel 6 sowie 10 VN-Luft-Bek-Übk; Artikel 6 sowie 11 VN-ZLuftSi-Übk; Artikel 12 f. VN-Sicherheit Seeschifffahrt-Übk;
- andere Deliktsgruppen Artikel 4 f., #6 und 10 VN-DiplSch-Übk; Artikel 13 Kernmaterial-Übk; Artikel 39 ff. und Artikel 48 ff sowie Artikel 57 SDÜ;
3. Unaufgeforderter Datenaustausch Artikel 7 EU-RhÜbk;
- Terrorismus und Terrorismusfinanzierung Artikel 22 EuTerrVerhÜbk (SEV 196);
- Geldwäsche und Korruption Artikel 10 EuGeldwäscheÜbk (SEV141); Artikel 56 VN-Anti-korruptions-Übk;
- Menschenhandel Artikel 33 EuMenschen-handelÜbk (SEV 197);
- Organisierte Kriminalität Artikel 26 EuCybercrimeÜbk (SEV 185);
- Sicherheit des Verkehrs Artikel 14 VN-Sicherheit-Seeschifffahrt-Übk;
- andere Deliktsgruppen Artikel 46 SDÜ;
1 Menschenhandel beinhaltet auch den Schutz von Kinderrechten.

2 Organisierte Kriminalität beinhaltet auch Seeräuberei, Geiselnahme und IuK-Kriminalität.

3 RB-Vermögensabschöpfungsstellen betrifft den Informationsaustausch (Artikel 2, 3 und 5).

Übersicht 1b - Übersicht zum Opferschutz relevanter multilateraler Übereinkommen

Rechtshilfemaßnahmen

Europarat

Vereinte Nationen

EU-Ebene

IV. Opferentschädigung/ Betroffenenschutz
1. Garantien und Betroffenenrechte Artikel 1 ff. EMRK (SEV 005); Artikel 1 ff. 6. Prot-EuMRK (SEV 114); Artikel 1 ff.
13. Prot-EuMRK (SEV 187); Artikel 2 ff., 12 und 14 EuDatenschutzÜbk

(SEV 108);

Artikel 2, 5 bis 15 IPbpR; Artikel 1 ff. FP-IPbpR; Artikel 1 ff. Zweites FP-VN-IPbpR; Artikel 47 ff., 51 ff. EUGrCH (anwendbar über Artikel 6 EUV);
- Folter Artikel 2 ff. und 13, 15 ff. VN-Antifolter-Übk;
- Menschenhandel Artikel 10 ff. EuMenschen- handelÜbk (SEV 197); Artikel 8 FP-VN-Kinderrechtskonvention; Artikel 6 ff. 1. ZP-VN-OrgKrim-Übk; Artikel 5 und 16 2. ZP-VN-OrgKrim-Übk;
- Organisierte Kriminalität Artikel 3 VN-Geiselnahme-Übk;
- Sicherheit des Verkehrs Artikel 13 Absatz 2 VN-Sicherheit Seeschiffahrt-Übk;
- andere Deliktsgruppen Artikel 109 f. SDÜ;
2. Entschädigung und Schadenersatz Artikel 1 ff. und 12 EuOpfer EntschädigungsÜbk (subsidiär) (SEV 116);
- Folter Artikel 14 VN-Antifolter-Übk;
- Terrorismus und Terrorismusfinanzierung Artikel 13 EuTerrVerhÜbk (SEV 196); Artikel 8 Absatz 4 VN-TerrFinanzierung-Übk; Artikel 10 RB-Terrorismus
- Suchtstoffe Artikel 26 EuSeeSuchtstoffÜbk (SEV 156);
- Geldwäsche Artikel 35 EuGeldwäscheÜbk (SEV 141 );
- Menschenhandel Artikel 12 EuMenschenhandelÜbk (SEV 197);
- Organisierte Kriminalität Artikel 106 VN-Seerechts-Übk (zwischen Vertragsparteien); Artikel 25 Absatz 2 VN-OrgKrim-Übk;
- andere Deliktsgruppen Artikel 116 SDÜ, (Artikel 43 SDÜ zwischen Vertragsparteien);

Übersicht 2 -Aufstellung der Volltitel relevanter multilateraler Übereinkommen

Übereinkommen des Europarates

Nummer Abkürzung Volltitel Inkrafttreten BGBl. BT-Drs.
SEV 005 EMRK Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten vom 4. November 1950 3. September 1953 1952 II, S. 685, 953;
1954 II, S. 14
1/2110
SEV 024 EuAlÜbk Europäisches Auslieferungsübereinkommen vom 13. Dezember 1957 1. Januar 1977 1964 II, S.1369, 1374;
1976 II, S.1778
4/382
SEV 030 EuRhÜbk Europäisches Übereinkommen vom 20. April 1959 über die Rechtshilfe in Strafsachen 1. Januar 1977 1964 II, S.1369, 1386;
1976 II, S.1799
4/382
SEV 062 AuRAÜbk Europäisches Übereinkommen vom 7. Juni 1968 betreffend Auskünfte über ausländisches Recht 19. März 1975 1974 II, S. 937;
1975 II, S.300
7/992
SEV 090 EuTerrÜbk Europäisches Übereinkommen vom 27. Januar 1977 zur Bekämpfung des Terrorismus 4. August 1978 1978 II, S.321,907 8/1204
SEV 097 ZP-AuRAÜbk Zusatzprotokoll vom 15. März 1978 zum Europäischen Übereinkommen betreffend Auskünfte über ausländisches Recht vom 7. Juni 1968 24. Oktober 1987 1987 II, S.58,953 10/3434
SEV 098 2. ZP-EuAlÜbk Zweites Zusatzprotokoll vom 17. März 1978 zum Europäischen Auslieferungsübereinkommen vom 13. Dezember 1957 6. Juni 1991 1990 II, S 118, 119;
1991 II, S.874
11/1821
SEV 108 EuDatenschutzÜbk Übereinkommen zum Schutz des Menschen bei der automatischen Verarbeitung personenbezogener Daten vom 28. Januar 1981 1. Oktober 1985 1985 II, S.538, 539, 1134 10/2118
SEV 112 EuÜberstÜbk Übereinkommen über die Überstellung verurteilter Personen vom 21. März 1983 1. Dezember 1992 1991 II S. 1006;
1992 II, S. 98
12/194
SEV 114 6. Prot.-EMRK Protokoll Nummer 6 vom 28. April 1983 zur Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten über die Abschaffung der Todesstrafe 1. August 1989 1988 II, S. 662;
1989 II, S.814
11/1468
SEV 116 EuOpferEntschädigungsÜbk Europäisches Übereinkommen vom 24. November 1983 über die Entschädigung für Opfer von Gewalttaten 1. März 1997 1996 II, S. 1120;
1997 II, S.740
13/2477
SEV 141 EuGeldwäscheÜbk Übereinkommen vom 8. November 1990 über Geldwäsche sowie Ermittlung, Beschlagnahme und Einziehung von Erträgen aus Straftaten 1.Januar 1999 1998 II, S. 519;
1999 II, S.200
13/7954
SEV 156 EuDrogenÜbk Übereinkommen vom 31. Januar 1995 über den unerlaubten Verkehr auf See zur Durchführung des Artikels 17 des Übereinkommens der Vereinten Nationen gegen den unerlaubten Verkehr mit Suchtstoffen und psychotropen Stoffen 1. Mai 2000 1998 II, S. 2233;
2000 II, S.1313
13/10426
SEV 167 ZP-EuÜberstÜbk Zusatzprotokoll vom 18. Dezember 1997 zum Übereinkommen über die Überstellung verurteilter Personen 1. August 2007 2002 II, S. 2866;
2008 II, S. 45
14/8995
SEV 185 EuCybercrimeÜbk Übereinkommen über Computerkriminalität vom 23. November 2001 1. Juli 2009 2008 II, S.1241, 1243;
2010 II, S.218
16/7218
SEV 187 13. Prot.-EMRK Protokoll Nummer 13 vom 3. Mai 2002 zur Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten bezüglich der Abschaffung der Todesstrafe unter allen Umständen 1. Februar 2005 2004 II, S.982, 1722 15/2549
SEV 189 ZP-EuCybercrimeÜbk Zusatzprotokoll vom 28. Januar 2003 zum Übereinkommen über Computerkriminalität betreffend die Kriminalisierung mittels Computersystemen begangener Handlungen rassistischer und fremdenfeindlicher Art 1. Oktober 2011 2011 II, S.290, 291, 843 17/3123
SEV 190 ZP-EuTerrÜbk Protokoll vom 15. Mai 2003 zur Änderung des Europäischen Übereinkommens zur Bekämpfung des Terrorismus vom 27. Januar 19771 2010 II, S. 1230 17/2067
SEV 196 EuTerrVerhÜbk Übereinkommen des Europarats vom 16. Mai 2005 zur Verhütung des Terrorismus 1. Oktober 2011 2011 II, S.300,301, 1006 17/3801
SEV 197 EuMenschenhandelÜbk Übereinkommen des Europarates vom 16. Mai 2005 zur Bekämpfung des Menschenhandels 1. April 2013 2012 II, S.1107, 1108;
2013 II, S.391
17/7316
1 Die Bekanntmachung über das Inkrafttreten des ZP-EuTerrÜbk für Deutschland steht noch aus.

Übereinkommen der Vereinten Nationen

Abkürzung Volltitel Inkrafttreten BGBl. BT-Drs.
IPbpR Internationaler Pakt über bürgerliche und politische Rechte vom 19. Dezember 1966 23. März 1976 1973 II, 1533;
1976 II, 1068;
1979 II, 1218;
1997 II, 1355
7/660
FP-IPbpR Fakultativprotokoll zum Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte vom 19. Dezember 1966 25. November 1993 1992 II, S.1246, 1247;
1994 II, S.311
12/556
VN-LuftBek-Übk Übereinkommen zur Bekämpfung der widerrechtlichen Inbesitznahme von Luftfahrzeugen vom 16. Dezember 1970 10. November 1974 1972 II, S. 1505;
1975 II, S.1204
6/3272
VN-ZLuftSi-Übk Übereinkommen zur Bekämpfung widerrechtlicher Handlungen gegen die Sicherheit der Zivilluftfahrt vom 23. September 1971 5. März 1978 1977 II, S. 1229;
1978 II, S.314
8/216
VN-DiplSch-Übk Übereinkommen vom 14. Dezember 1973 über die Verhütung, Verfolgung und Bestrafung von Straftaten gegen völkerrechtlich geschützte Personen einschließlich Diplomaten (Diplomatenschutzkonvention) 24. Februar 1977 1976 II, S. 1745;
1977 II, S.568
7/4820
Kernmaterial-Übk Übereinkommen vom 26. Oktober 1979 über den physischen Schutz von Kernmaterial 6. Oktober 1991 1990 II, S. 326;
1995 II, S.299
11/3990
VN-Geiselnahme-Übk Internationales Übereinkommen vom 18. Dezember 1979 gegen Geiselnahme 3. Juni 1983 1980 II, S. 1361;
1983 II, S.461
8/4133
VN-Seerechts-Übk Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen vom 10. Dezember 1982 16. November 1994 1994 II, S.1798, 1799;
1995 II, S.602
12/7829
VN-Antifolter-Übk Übereinkommen gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe vom 10. Dezember 1984 31. Oktober 1990 1990 II, S. 246;
1993 II, S.715
11/5459
VN-Sicherheit-Seeschiffahrt-Übk Übereinkommen vom 10. März 1988 zur Bekämpfung widerrechtlicher Handlungen gegen die Sicherheit der Seeschifffahrt 1. März 1992 1990 II, S. 494, 508;
1992 II, S.526
11/4946
VN-Suchtstoff-Übk Übereinkommen der Vereinten Nationen vom 20. Dezember 1988 gegen den unerlaubten Verkehr mit Suchtstoffen und psychotropen Stoffen 28. Februar 1994 1993 II, S.1136, 1137;
1994 II, S.496
12/3346
VN-TerrFinanzierung-Übk Internationales Übereinkommen der Vereinten Nationen vom 9. Dezember 1999 zur Bekämpfung der Finanzierung des Terrorismus 17. Juli 2004 2003 II, S. 1923, 1940;
2006 II, S.851
15/1507
FP-VN-Kinderrechtskonvention Fakultativprotokoll vom 25. Mai 2000 zum Übereinkommen über die Rechte des Kindes betreffend den Verkauf von Kindern, die Kinderprostitution und die Kinderpornographie 15. Mai 2009 2008 II, S. 1222;
2011 II, S. 1288
16/3440
VN-OrgKrim-Übk Übereinkommen der Vereinten Nationen vom 15. November 2000 gegen die grenzüberschreitende organisierte Kriminalität 14. Juli 2006 2005 II, S.954,956, 1007;
2007 II, S.1311, 1341,1348
15/5150
1. ZP-VN-OrgKrim-Übk
[Menschenhandel]
1. Zusatzprotokoll vom 15. November 2000 zur Verhütung, Bekämpfung und Bestrafung des Menschenhandels, insbesondere des Frauen- und Kinderhandels, zum Übereinkommen der Vereinten Nationen vom 15. November 2000 gegen die grenzüberschreitende organisierte Kriminalität 14. Juli 2006 2005 II, S. 954, 995;
2007 II, S.1311, 1341,1348
15/5150
2. ZP-VN-OrgKrim-Übk
[Migrantenschmuggel]
2. Zusatzprotokoll vom 15. November 2000 gegen die Schleusung von Migranten auf dem Land-, See- und Luftweg zum Übereinkommen der Vereinten Nationen vom 15. November 2000 gegen die grenzüberschreitende organisierte Kriminalität 14. Juli 2006 2005 II, S.954, 1007;
2007 II, S.1311, 1341,1348
15/5150
VN-Antikorruptions-Übk Übereinkommen der Vereinten Nationen vom 31. Oktober 2003 gegen Korruption 12. Dezember 2014 2014 II, S. 762, 763;
2015 II, S.140
18/2138
VN-Nuklear Terr-Übk Internationales Übereinkommen vom 13. April 2005 zur Bekämpfung nuklearterroristischer Handlungen 9. März 2008 2007 II, S.1586, 1587;
2008 II, S.671
16/5336

Übereinkommen und Rechtsakte der EU-Ebene

Abkürzung Volltitel Inkrafttreten BGBl. BT-Drs.
EUGrCH Charta der Grundrechte der Europäischen Union vom 12. Dezember 2007 Bek. 8. Oktober 2008 2008 II, S.1165
SDÜ Übereinkommen vom 19. Juni 1990 zur Durchführung des Übereinkommens von Schengen vom 14. Juni 1985 zwischen den Regierungen der Staaten der Benelux-Wirtschaftsunion, der Bundesrepublik Deutschland und der Französischen Republik betreffend den schrittweisen Abbau der Kontrollen an den gemeinsamen Grenzen 1. September 1993 1993 II, S. 1010;
1994 II, S.631
12/2453
EG-VollstrÜbk Übereinkommen vom 13. November 1991 zwischen den Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaft über die Vollstreckung ausländischer strafrechtlicher Verurteilungen 9. Dezember 1997 1997 II, S. 1350;
1998 II, S. 896;
2005 II, S. 172;
2007 II, S.1427
13/5468
EU-RhÜbk Übereinkommen vom 29. Mai 2000 - gemäß Artikel 34 des Vertrags über die Europäische Union vom Rat erstellt - über die Rechtshilfe in Strafsachen zwischen den Mitgliedstaaten der Europäischen Union 2. Februar 2006 2005 II, S. 650;
2006 II, S.1379
15/4233
ZP-EU-RhÜbk Protokoll vom 16. Oktober 2001 vom Rat gemäß Artikel 34 des Vertrags über die Europäische Union erstellt zu dem Übereinkommen über die Rechtshilfe in Strafsachen zwischen den Mitgliedstaaten der Europäischen Union 2. Februar 2006 2005 II, S. 661;
2006 II, S.1379
15/4230

Nummer 6
Anlage III zu Anhang II

Liste der Urkunden, die gemäß Artikel 52 Absatz 1 des Schengener Durchführungsübereinkommens bzw. Artikel 5 Absatz 1 des EU-Rechtshilfeübereinkommens vom 29. Mai 2000 unmittelbar durch die Post zugestellt werden können *

A) Mitteilungen in verschiedenen Verfahrensabschnitten:
1. Gewähr rechtlichen Gehörs an Betroffene vor Erlass von Entscheidungen ( § 33 Absatz 3 StPO)
a) durch Gerichte
aa) soweit mit Fristsetzung verbunden ( §§ 33 Absatz 3, 35 Absatz 2 Satz 1 StPO) ZU
bb) ohne Fristsetzung ( §§ 33 Absatz 3, 35 Absatz 2 Satz 2 StPO) fM
b) durch Staatsanwaltschaften fM
2. Mitteilungen von gerichtlichen Entscheidungen, soweit
a) nur innerhalb einer Frist anfechtbar ( § 35 Absatz 2 Satz 1 StPO) ZU
b) nicht oder zeitlich unbeschränkt anfechtbar ( § 35 Absatz 2 Satz 2 StPO) fM
c) in Anwesenheit des Betroffenen verkündet ( § 35 Absatz 1 Satz 2 StPO) fM
3. Mitteilungen betreffend Ordnungsmittel an Betroffene ( §§ 178ff. GVG):
Entscheidungen über Verhängung von Ordnungsmitteln ZU
4. Mitteilungen der Entscheidungen in Wiedereinsetzungsverfahren an die Antragsteller bei
a) Gewährung von Wiedereinsetzung
aa) falls dadurch Frist in Gang gesetzt wird (z.B. bei versäumter Revisionseinlegungsfrist) ( §§ 46 Absatz 2, 345 Absatz 1 StPO) ZU
bb) in den übrigen Fällen ( §§ 46 Absatz 2, 35 Absatz 2 Satz 2 StPO) fM
b) Versagung der Wiedereinsetzung ( §§ 46 Absatz 3, 35 Absatz 2 Satz 1 StPO) ZU
5. sonstige Mitteilungen in Wiedereinsetzungsverfahren ( §§ 44ff. StPO) fM
6. Mitteilungen des gerichtlichen Beschlagnahmebeschlusses ( §§ 94 Absatz 2, 98 Absatz 1 Satz 1, 111a Absatz 1 StPO) fM
7. Gewährung rechtlichen Gehörs bei Entscheidungen über den Kautionsverfall an Beschuldigte und Kautionssteller ( § 124 Absatz 2 Satz 1 StPO) fM
8. Mitteilungen der Entscheidungen über den Kautionsverfall an Beschuldigte und Kautionssteller ( § 124 Absatz 2 Satz 2 StPO) fM
9. Mitteilungen der Staatsanwaltschaft und des Gerichts an Betroffene betreffend sichergestellte Beweismittel und deren Rückgabe (z.B. Bescheidungen von Anträgen auf Rückgabe sichergestellter Beweismittel) fM
10. Rückgabe sichergestellter Beweismittel an Betroffene fM
11. Aufforderungen zur Verteidigerbenennung ( § 142 Absatz 1 Satz 2 StPO)
a) durch Gerichte mit Fristsetzung ZU
b) durch Gerichte ohne Fristsetzung oder Staatsanwaltschaften fM
12. Mitteilungen bei Zustellungen an Verteidiger ( § 145a Absatz 3 Satz 1 StPO) fM
13. Mitteilungen an Beschuldigte, Nebenbeteiligte, Zeugen, Sachverständige oder Dolmetscher wegen des Termins einer Vernehmung (z.B. schriftliche Terminabsprachen, Terminaufhebungen etc.) fM
14. Mitteilungen an Zeugen, Sachverständige oder Dolmetscher im Zusammenhang mit der Zeugen-, Dolmetscher- bzw. Sachverständigenentschädigung fM
15. Mitteilungen der Staatsanwaltschaften oder Gerichte an Beschuldigte, Anzeigenerstatter oder sonstige Beteiligte zu sonstigen Fragen (z.B. Bescheidung eines Antrages auf Auskunft aus oder Einsicht in die Ermittlungsakten) fM
16. Belehrung der Verletzten über ihre Verfahrensrechte ( § 406h StPO) fM
17. Mitteilungen an anwesende Beschuldigte über den Verfahrensfortgang ( § 287 Absatz 2 StPO) fM
B) Mitteilungen im Ermittlungsverfahren:
1. Mitteilungen der Einleitung des Ermittlungsverfahrens an Beschuldigte (vgl. § 78c Absatz 1 Nummer 1 StGB, § 397 Absatz 3 AO) fM
2. Bestätigungen des Eingangs einer Anzeige an Anzeigenerstatter (Nummer 9 RiStBV) fM
3. Ladungen der Beschuldigten zur Vernehmung
a) durch den Richter ( § 133 Absatz 1 StPO) fM
b) durch den Staatsanwalt ( § 163a Absatz 3 StPO) fM
c) durch die Polizei und sonstige Hilfsbeamte der Staatsanwaltschaft (vgl. § 163a Absatz 4 StPO) fM
4. Mitteilungen der Beschuldigung unter Anheimgabe einer schriftlichen Äußerung an Beschuldigte ( § 163a Absatz 1 Satz 2 StPO) oder Betroffene ( § 55 Absatz 1 OWiG) fM
5. Aufforderungen an Zeugen zu schriftlichen Zeugenauskünften (vgl. § 161a StPO) fM
6. Gewährung rechtlichen Gehörs an Erziehungsberechtigte und gesetzliche Vertreter Jugendlicher oder heranwachsender Beschuldigter ( § 43 Absatz 1 Satz 2 JGG) fM
7. Ladungen von Zeugen
a) durch den Richter (vgl. § 168c StPO) fM
b) durch den Staatsanwalt ( § 161a StPO, Nummer 64 Absatz 3 RiStBV) fM
c) durch die Polizei oder sonstige Hilfsbeamte der Staatsanwaltschaft (vgl. § 163a Absatz 5 StPO) fM
8. Ladungen von Sachverständigen
a) durch den Richter (vgl. § 168c StPO) fM
b) durch den Staatsanwalt ( § 161a StPO, Nummer 64 Absatz 3 RiStBV) fM
c) durch die Polizei oder sonstige Hilfsbeamte der Staatsanwaltschaft ( § 163a Absatz 5 StPO) fM
9. Mitteilungen des Termins für eine richterliche Zeugen- oder Sachverständigenvernehmung an Beschuldigte und sonstige zur Anwesenheit Berechtigte ( § 168c Absatz 5 Satz 1 StPO) fM
10. Mitteilungen des Termins für richterliche Augenscheinseinnahmen an Beschuldigte und sonstige zur Anwesenheit Berechtigte ( §§ 168d Absatz 1, 168c Absatz 5 Satz 1 StPO) fM
11. Mitteilungen der Staatsanwaltschaft an Beschuldigte, Anzeigende u. a. zu Verfahrensfragen (z.B. Hinweise auf Verfahrensverbindungen mit Mitteilung des neuen Aktenzeichens, Verfahrensübernahmen § 386 Absatz 4 AO) fM
C) Mitteilungen im Zusammenhang mit dem Abschluss der Ermittlungsverfahren:
1. Benachrichtigungen über Fristsetzungen für Klageerhebung an Anzeigenerstatter ( § 154d Satz 2 StPO) fM
2. Anfragen der Staatsanwaltschaft an Beschuldigte, ob diese mit einer vorläufigen Einstellung gemäß § 153a Absatz 1 StPO unter Erteilung von Auflagen oder Weisungen einverstanden sind fM
3. Mitteilungen der vorläufigen Einstellung nach § 153a Absatz 1 StPO mit der Aufforderung zur Erfüllung von Auflagen oder Weisungen fM
4. Mitteilungen der Einstellungen an
a) Anzeigenerstatter, die zugleich Verletzte sind ( § 171 Satz 2 StPO)
aa) bei Statthaftigkeit eines Klageerzwingungsantrages fM
bb) bei Unstatthaftigkeit eines Klageerzwingungsantrages fM
b) sonstige Anzeigenerstatter ( § 171 Satz 1 StPO) fM
5. Mitteilungen der Einstellung an Beschuldigte ( § 170 Absatz 2 Satz 2 StPO)
a) soweit mit Belehrung nach § 9 Absatz 1 Satz 5 StrEG ZU
b) in den übrigen Fällen fM
6. Aufforderungen an Beschuldigte bei vorläufigen Einstellungen gemäß § 153a Absatz 1 StPO, den Nachweis für die Erfüllung von Auflagen und Weisungen zu erbringen fM
7. Mitteilungen an Beschuldigte und Anzeigenerstatter, dass die Ermittlungen wieder aufgenommen worden sind fM
8. Mitteilung der Verwarnung an den Betroffenen auch mit Fristsetzung für die Zahlung des Verwarnungsgeldes ( § 56 Absatz 1 OWiG) fM
D) Mitteilungen im Klageerzwingungsverfahren:
1. Bescheidungen des Anzeigenerstatters durch vorgesetzte Beamte der Staatsanwaltschaft ( § 172 Absatz 2 Satz 2 StPO) an
a) Anzeigenerstatter, die zugleich Verletzte sind ( § 171 Satz 2 StPO)
aa) bei Statthaftigkeit eines Klageerzwingungsantrages fM
bb) bei Unstatthaftigkeit eines Klageerzwingungsantrages fM
b) sonstige Anzeigenerstatter ( § 171 Satz 1 StPO) fM
2. Mitteilungen des Klageerzwingungsantrages an Beschuldigte ( § 173 Absatz 2 StPO)
a) mit Fristsetzung für Stellungnahme ZU
b) ohne Fristsetzung für Stellungnahme fM
3. Mitteilungen der den Klageerzwingungsantrag verwerfenden Entscheidungen an Antragsteller und Beschuldigte ( § 174 Absatz 1 StPO) fM
4. Mitteilungen der dem Klageerzwingungsantrag stattgebenden Entscheidungen ( § 174 StPO) fM
5. Mitteilungen betreffend die Prozesskostenhilfe an Antragsteller ( § 172 Absatz 3 Satz 2 StPO) fM
6. Mitteilungen des Gerichts betreffend die Sicherheitsleistung in Klageerzwingungsverfahren ( § 176 Absatz 1 Satz 1 StPO) fM
E) Mitteilungen im Zwischenverfahren:
1. Mitteilungen der Anklageschrift an Angeschuldigte ( §§ 201, 35 Absatz 2 Satz 1 StPO) ZU
2. Mitteilungen von Bußgeldbescheiden an Betroffene ( § 50 Absatz 1 Satz 2 OWiG) ZU
3. Bescheidungen von Anträgen der Beschuldigten ( § 201 Absatz 2 StPO) fM
4. Mitteilungen der Ablehnung der Eröffnung des Hauptverfahrens an Angeschuldigte ( § 204 Absatz 2 StPO) fM
5. Mitteilungen der Ablehnung der Eröffnung des Hauptverfahrens an Anzeigenerstatter fM
6. Mitteilungen bei Vorlage des Verfahrens an ein Gericht höherer Ordnung ( § 209 Absatz 2 StPO) fM
7. Mitteilungen bei ergänzenden Ermittlungen gegebenenfalls wie im Ermittlungsverfahren
8. Verwerfung des Einspruchs gegen den Bußgeldbescheid
a) durch die Verwaltungsbehörde ( § 69 Absatz 1 OWiG) ZU
b) durch das Gericht ( § 70 OWiG) ZU
F) Mitteilungen bei Vorbereitung der Hauptverhandlung:
1. Mitteilungen der Entscheidungen zu Beweisanträgen ( § 219 Absatz 1 Satz 2 StPO) fM
2. Mitteilungen der geladenen Zeugen und Sachverständigen durch das Gericht ( § 222 Absatz 1 Satz 1 StPO) fM
3. Mitteilungen der geladenen Zeugen und Sachverständigen durch die Staatsanwaltschaft ( § 222 Absatz 1 Satz 2 StPO) fM
4. Mitteilung des Termins zu kommissarischen Vernehmungen ( § 224 Absatz 1 StPO) fM
5. Mitteilung des Termins zu kommissarischen Augenscheinseinnahmen ( §§ 225, 224 Absatz 1 Satz 1 StPO) fM
6. Aufforderungen an Verfahrensbeteiligte zur Stellungnahme zu Verfahrensanträgen fM
7. Mitteilungen von Entscheidungen zu Verfahrensanträgen
a) soweit nur befristet anfechtbar ZU
b) im Übrigen fM
8. Belehrungen der Angeklagten über ihr Antragsrecht nach § 233 StPO (Nummer 120 Absatz 1 RiStBV) fM
9. Mitteilungen der Entscheidungen über die Entbindung der Angeklagten von der Pflicht zum Erscheinen ( § 233 StPO) fM
10. Hinweise auf Entscheidungen durch Beschluss ( § 72 Absatz 1 Satz 2 OWiG) fM
11. Mitteilungen der Kostenentscheidung der Staatsanwaltschaft nach Einstellung des Bußgeldverfahrens ( § 108a Absatz 1, 2 Satz 1 OWiG) ZU
12. Mitteilungen bei Vorlage der Akten an ein Gericht höherer Ordnung ( § 225a StPO) fM
G) Mitteilungen anlässlich der Hauptverhandlung I. Instanz:
1. Mitteilungen der Gerichtsbesetzung ( § 222a StPO) fM
2. Mitteilungen der Eröffnungsbeschlüsse ( § 215 StPO) ZU
3. Ladungen der Angeklagten und Nebenbeteiligten zur Hauptverhandlung ( § 216 Absatz 1 StPO) ZU
4. Mitteilungen der Termine zur Vernehmung der Beschuldigten im Sicherungsverfahren ( § 415 Absatz 2 Satz 2 StPO)
a) an Beschuldigte ZU
b) an gesetzliche Vertreter fM
5. Ladungen der Zeugen und Sachverständigen zur Hauptverhandlung fM
6. Mitteilungen von dienstlichen Äußerungen bei Ablehnungsanträgen ( § 26 Absatz 3 StPO) fM
7. Aufforderungen zur Stellungnahme zu Verfahrensanträgen fM
8. Bescheidungen von Verfahrensanträgen fM
9. Mitteilungen der Beschuldigungen bei beschleunigten Verfahren (§ 212a Absatz 3 Satz 2 StPO) ZU
10. Mitteilungen des Strafbefehls an Angeklagte oder Nebenbeteiligte bzw. deren bevollmächtigte Vertreter ( § 10 Absatz 1 StPO) ZU
11. Mitteilungen der Urteile an in der Hauptverhandlung nicht anwesende Angeklagte bei Verhandlungen nach § 233 StPO ZU
12. Mitteilungen von gerichtlichen Einstellungsbeschlüssen ( § 153 Absatz 2 Satz 2 StPO) fM
H) Mitteilungen in Berufungsverfahren:
1. Mitteilungen der angefochtenen Urteile ( § 316 Absatz 2 StPO) ZU
2. Mitteilungen der Beschlüsse, durch die Berufungen als unzulässig verworfen werden ( §§ 319 Absatz 1, 322 Absatz 1 Satz 1 StPO) ZU
3. Ladungen der Angeklagten zur Berufungshauptverhandlung ( §§ 323 Absatz 1, 216 Absatz 1 StPO) ZU
4. Mitteilungen der Urteile, durch die Berufungen wegen Nichterscheinens verworfen werden ( § 329 Absatz 3 StPO) ZU
5. Mitteilungen im Zusammenhang mit der Hauptverhandlung im Berufungsverfahren im Übrigen wie unter den Buchstaben F und G
I) Mitteilungen in Revisionsverfahren:
1. Mitteilungen der angefochtenen Urteile ( §§ 341 Absatz 2, 343 Absatz 2 StPO) oder des Beschlusses nach § 72 OWiG (§ 79 Absatz 4 OWiG) ZU
2. Mitteilungen der Revisionsbegründungen der Staatsanwaltschaft an Angeklagte ( § 347 Absatz 1 Satz 1 StPO) ZU
3. Mitteilungen der Gegenerklärungen der Staatsanwaltschaft zu Revisionen des Angeklagten oder Verteidigers ( § 347 Absatz 1 StPO) fM
4. Mitteilungen der Beschlüsse, durch die Revisionen vom Judex a quo wegen Formmangels verworfen werden ( § 346 Absatz 1 StPO) ZU
5. Ladungen zur Revisionshauptverhandlung des Revisionsgerichts ( § 350 Absatz 1 StPO) fM
6. Mitteilungen der Anträge der Staatsanwaltschaft beim Revisionsgericht auf Revisionsverwerfung ( § 349 Absatz 3 Satz 1 StPO) fM
7. Mitteilungen der Entscheidungen über die Revision ( §§ 349, 353f StPO) fM
8. Ladungen zu weiteren Revisionsverhandlungen des Senats ( § 138 Absatz 4 GVG) fM
J) Vollstreckungsverfahren:
1. Mitteilungen der rechtskräftigen Verurteilungen ( § 35 Absatz 1 Satz 2 StPO) fM
2. Belehrungen von Verletzten über ihr Antragsrecht nach § 406d StPO ( § 406d Absatz 3 StPO) fM
3. Mitteilungen an Verletzte über den Verfahrensausgang ( § 406d Absatz 1 StPO) fM
4. Aufforderungen an Verurteilte zur Zahlung von Geldstrafen fM
5. Ladungen von Verurteilten zum Strafantritt fM
6. Aufforderungen an Verurteilte zur Übersendung des Führerscheins bei Rechtskraft des Fahrverbots fM
8. Mitteilungen an Verurteilte im Zusammenhang mit der Strafvollstreckung (z.B. Aufforderungen zur Vorlage von Unterlagen, Bescheidung von Strafaufschubsgesuchen u. a.) fM
9. Gewährung rechtlichen Gehörs an Verurteilte bei nachträglichen Bewährungsentscheidungen ( § 453 Absatz 1 Sätze 2, 3 StPO, §§ 57 Absatz 1 Satz 2, 58 Absatz 1 JGG) fM
10. Gewährung rechtlichen Gehörs bei nachträglichen Entscheidungen über Weisungen und Auflagen ( § 65 Absatz 1 JGG) fM
11. Mitteilungen der nachträglichen Entscheidungen in Bewährungssachen ( §§ 453 StPO, 58 JGG)
a) falls mit sofortiger Beschwerde anfechtbar ZU
b) im Übrigen fM
12. Mitteilungen von Entscheidungen der Vollstreckungsbehörden ( §§ 455 bis 456c, 459a, 459e) fM
13. Mitteilungen der Entscheidungen der Gerichte in Vollstreckungssachen ( §§ 456c, 458, 459d, 459f, 459h, 460, 462 StPO, § 104 Absatz 3 OWiG) ZU
14. Mitteilungen in Gnadensachen (z.B. Aufforderungen zur Vorlage von Unterlagen, Bescheidungen von Gnadenanträgen) fM
15. Mitteilungen der Urteile an Bekanntmachungsberechtigte ( § 463c Absatz 1 StPO) ZU
16. Belehrung von Beteiligten über ihr Antragsrecht nach § 104 Absatz 2 OWiG fM
K) Mitteilungen bei Abwicklung von Ermittlungsverfahren:
1. Mitteilungen der Entscheidungen im StrEG-Grundverfahren (§ 8 Absatz 1 Satz 2 StrEG) ZU
2. Belehrungen des früheren Beschuldigten über sein Antragsrecht (§§ 9 Absatz 1 Satz 5, 10 Absatz 1 Satz 3 StrEG) ZU
3. Belehrungen von Unterhaltsberechtigten über ihr Antragsrecht (§ 11 Absatz 2 Satz 1 StrEG) ZU
4. Mitteilungen der Entscheidungen im StrEG-Betragsverfahren (§ 10 Absatz 2 Satz 2 StrEG) ZU
L) Mitteilungen bei Nebenklagen:
1. Bestätigungen des Eingangs des Nebenklageantrags an Nebenkläger ( § 396 StPO) fM
2. Mitteilungen von Nebenklageerhebung an Beschuldigte ( § 396 StPO) fM
3. Mitteilungen der Entscheidung über die Zulassung der Nebenklage ( § 396 Absatz 2 StPO) fM
4. Mitteilungen betreffend Prozesskostenhilfeanträge des Nebenklägers (Aufforderungen zur Vorlage von Unterlagen, Entscheidungen über PKH-Anträge - § 397a StPO) fM
5. Ladungen des Nebenklägers zur Hauptverhandlung ( § 398 Absatz 2 StPO) fM
6. Mitteilungen von Entscheidungen an Nebenkläger ( § 401 Absatz 2 StPO) ZU
7. Mitteilungen des Widerrufs der Anschlusserklärung an Beschuldigte ( § 402 StPO) fM
M) Mitteilungen in Privatklageverfahren:
1. Bestätigungen des Eingangs der Privatklage an Privatkläger ( § 381 StPO) fM
2. Mitteilungen der Privatklage an Beschuldigte ( § 382 StPO) ZU
3. Mitteilungen der Übernahme der Verfolgung durch die Staatsanwaltschaft ( § 377 Absatz 2 StPO) fM
4. Ladungen der Privatkläger zur Hauptverhandlung ( § 385 Absatz 2 StPO) ZU
5. Mitteilungen der geladenen Zeugen und Sachverständigen an Privatkläger und Beschuldigte ( § 222 Absatz 1 StPO) fM
6. Mitteilungen des richterlichen Termins zur kommissarischen Zeugenvernehmung an Privatkläger und Beschuldigte ( § 224 StPO) fM
7. Mitteilungen des Termins zur kommissarischen Augenscheinseinnahme an Privatkläger und Beschuldigte ( § 225 StPO) fM
8. Mitteilungen der Widerklage an Privatkläger ( § 388 StPO) ZU
9. Mitteilungen der Entscheidungen an Privatkläger und Beschuldigte ZU
10. Mitteilungen der Rechtsmittel an die Gegner der Beschwerdeführer ( § 390 Absatz 3 Satz 2 StPO) ZU
11. Mitteilungen an Privatkläger mit Fristsetzung und Einstellungsandrohung ( § 391 Absatz 2 StPO) ZU
12. Mitteilungen über Klagerücknahmen, Tod des Privatklägers oder Fortsetzung des Privatklageverfahrens ( § 394 StPO) fM
13. Mitteilungen betreffend Prozesskostenhilfeanträge des Privatklägers ( § 379 Absatz 3 StPO) fM
14. Mitteilungen betreffend Sicherheitsleistungsanforderungen an Privatkläger ( § 379 Absatz 1 StPO) fM
15. Mitteilungen betreffend Gebührenvorschussanforderungen an Privatkläger ( § 379a Absatz 1 StPO) fM
16. Mitteilungen der Beschlüsse über Zurückweisung von Privatklagen mangels Gebührenvorschüssen ( §§ 379a Absatz 3, 35 Absatz 2 StPO)
a) an Privatkläger ZU
b) an Beschuldigte fM
17. Mitteilungen der Beschlüsse über Aufhebung der Zurückweisungen der Privatklage ( § 379a Absatz 3 Satz 3 StPO) fM
18. Mitteilungen im Zusammenhang mit der Hauptverhandlung im Übrigen wie oben unter den Buchstaben F und G
N) Mitteilungen in Adhäsionsverfahren:
1. Belehrungen des Verletzten über sein Antragsrecht ( § 403 Absatz 2 StPO) fM
2. Bestätigungen des Eingangs des Antrags im Adhäsionsverfahren an Antragsteller ( § 404 StPO) fM
3. Mitteilungen des Antrags an Beschuldigte ( § 404 Absatz 1 Satz 3 StPO) ZU
4. Ladungen des Antragstellers zur Hauptverhandlung ( § 404 Absatz 3 Satz 1 StPO) fM
5. Mitteilungen der Beschlüsse über Absehen von einer Entscheidung im Adhäsionsverfahren an Antragsteller und Beschuldigte ( § 405 StPO) fM
6. Mitteilungen der Entscheidungen über Adhäsionsanträge an Antragsteller und Beschuldigte ZU
O) Mitteilungen bei sonstigen Beteiligungen der nebenklageberechtigten Verletzten:
1. Ladungen zum Hauptverhandlungstermin (§ 306g Absatz 2 Satz 1 StPO) fM
2. Mitteilungen des Termins zur richterlichen, kommissarischen Zeugenvernehmung ( §§ 406g Absatz 2 Satz 3, 224 Absatz 1 StPO) fM
3. Mitteilungen des Termins zur kommissarischen richterlichen Augenscheinseinnahme ( §§ 406g Absatz 2 Satz 3, 225 StPO) fM
4. Mitteilungen betreffend Prozesskostenhilfeanträge der nebenklageberechtigten Verletzten an Verletzte und Beschuldigte ( §§ 406g Absatz 3, 397a StPO) fM
P) Mitteilungen in Wiederaufnahme-Verfahren:
1. Bestätigungen des Eingangs des Wiederaufnahmeantrages an Antragsteller fM
2. Mitteilungen des Beschlusses über Verwerfung des Wiederaufnahmeantrages wegen Unzulässigkeit ( §§ 368 Absatz 1, 372 StPO) ZU
3. Mitteilungen des zulässigen Wiederaufnahmeantrages der Staatsanwaltschaft an Beschuldigte ( § 368 Absatz 2 StPO) ZU
4. Ladungen zu Terminen im Probationsverfahren ( § 369 Absatz 3 StPO) fM
5. Aufforderungen zu weiterer Erklärung an Beschuldigte ( § 369 Absatz 4 StPO) fM
6. Mitteilungen der Entscheidungen über die Begründetheit des Wiederaufnahmeantrages ( §§ 370 Absatz 1, 372 StPO) ZU
Q) Sonstige Mitteilungen:
1. Mitteilungen der Anordnungen des Generalbundesanwalts nach den §§ 25, 39, 49 BZRG ZU
2. Mitteilungen der Anordnungen des Generalbundesanwalts nach § 48 BZRG ZU
4. Mitteilungen der Beschwerdeentscheidungen des Bundesministers der Justiz nach den §§ 25 Absatz 2, 39 Absatz 3, 49 Absatz 3 BZRG fM
_______
* Die Abkürzung für die erforderliche Form der Zustellung lautet:

ZU = Einschreiben mit Rückschein ( § 37 Absatz 2 StPO)

fM = formlose Mitteilung

Nummer 7
Anlage IV zu Anhang II

Rechtsgrundlagen für die polizeiliche 1 Zusammenarbeit gemäß ausgewählter bilateraler und multilateraler vertraglicher Vereinbarungen mit dem Ausland 2 sowie ausgewählter unionsrechtlicher Normen

Im Verhältnis zu Vertrag Vgl. insbesondere
Belgien Schengener Durchführungsübereinkommen (SDÜ) 3 Artikel 39 bis 47
Vertrag von Prüm (BGBl. 2006 II S. 626; 2010 II S. 870) 4
Abkommen vom 27. März 2000 zwischen der Regierung der Bundesrepublik Deutschland und der Regierung des Königreichs Belgien über die Zusammenarbeit der Polizeibehörden und Zollverwaltungen in den Grenzgebieten (BGBl. 2002 II S. 1532, 2536)
Bulgarien Eingeschränkte Geltung des Schengener Durchführungsübereinkommens (SDÜ) 3 bis zu seiner vollständigen Inkraftsetzung (Artikel 4 Absatz 1 der Akte über die Bedingungen des Beitritts der Republik Bulgarien und Rumäniens und die Anpassungen der die Europäische Union begründenden Verträge (ABl. Nr. L 157 vom 21.06.2005 S. 203) i.V.m. Anhang II, Ziffer 2 (ABl. Nr. L 157 vom 21.06.2005 S. 49)) Artikel 39, 44 bis 47
Vertrag von Prüm (BGBl. 2006 II S. 626; 2010 II S. 870) 4
Abkommen vom 30. September 2003 zwischen der Regierung der Bundesrepublik Deutschland und der Regierung der Republik Bulgarien über die Zusammenarbeit bei der Bekämpfung der organisierten und der schweren Kriminalität (BGBl. 2005 II S. 418, 795)
Dänemark Schengener Durchführungsübereinkommen (SDÜ) 3 Artikel 39 bis 47
Abkommen vom 21. März 2001 zwischen der Regierung der Bundesrepublik Deutschland und der Regierung des Königreichs Dänemark über die polizeiliche Zusammenarbeit in den Grenzgebieten (BGBl. 2002 II S. 1536, 2136)
Estland Schengener Durchführungsübereinkommen (SDÜ) 3 Artikel 39 bis 47
Vertrag von Prüm (BGBl. 2006 II S. 626; 2010 II S. 870) 4
Finnland Schengener Durchführungsübereinkommen (SDÜ) 3 Artikel 39 bis 47
Vertrag von Prüm (BGBl. 2006 II S. 626; 2007 II S. 857) 4
Frankreich Schengener Durchführungsübereinkommen (SDÜ) 3 Artikel 39 bis 47
Vertrag von Prüm (BGBl. 2006 II S. 626; 2010 II S. 870) 4
Abkommen vom 9. Oktober 1997 zwischen der Regierung der Bundesrepublik Deutschland und der Regierung der Französischen Republik über die Zusammenarbeit der Polizei- und Zollbehörden in den Grenzgebieten (sogenannte Mondorfer Abkommen, BGBl. 1998 II S. 2479; 2000 II S. 842)
Griechenland Schengener Durchführungsübereinkommen (SDÜ) 3 Artikel 39 bis 47
Irland Eingeschränkte Geltung des Schengener Durchführungsübereinkommens (SDÜ) 3 (Artikel 4 des Protokolls zur Einbeziehung des Schengen-Besitzstands in den Rahmen der Europäischen Union 3 i.V.m. dem Beschluss des Rates vom 28.02.2002 (2002/192/EG), ABl. Nr. L 64 vom 07.03.2002 S. 20) Artikel 39, 44, 46 Artikel 47, ausgenommen Artikel 47 Absatz 2 Buchstabe c
Island Schengener Durchführungsübereinkommen (SDÜ) 3 Artikel 39 bis 47
Übereinkommen zwischen dem Rat der Europäischen Union sowie der Republik Island und dem Königreich Norwegen über die Assoziierung der beiden letztgenannten Staaten bei der Umsetzung, Anwendung und Entwicklung des Schengen-Besitzstandes (ABl. Nr. L 176 vom 10.07.1999 S. 36)
Israel Vertrag vom 20. Juli 1977 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Staat Israel über die Ergänzung des Europäischen Übereinkommens vom 20. April 1959 über die Rechtshilfe in Strafsachen und die Erleichterung seiner Anwendung (BGBl. 1980 II S. 1334; 1981 II S. 94) Artikel XI Absatz 5
Italien Schengener Durchführungsübereinkommen (SDÜ) 3 Artikel 39 bis 47
Vertrag vom 24. Oktober 1979 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Italienischen Republik über die Ergänzung des Europäischen Übereinkommens vom 20. April 1959 über die Rechtshilfe in Strafsachen und die Erleichterung seiner Anwendung (BGBl. 1982 II S. 111) Artikel IX Absatz 3
Kirgisistan Abkommen vom 2. Februar 1998 zwischen der Regierung der Bundesrepublik Deutschland und der Regierung der Kirgisischen Republik über die Zusammenarbeit bei der Bekämpfung der organisierten Kriminalität sowie des Terrorismus und anderer Straftaten von erheblicher Bedeutung (BGBl. 2005 II S. 1084)
Lettland Schengener Durchführungsübereinkommen (SDÜ) 3 Artikel 39 bis 47
Liechtenstein Schengener Durchführungsübereinkommen (SDÜ) 3; Protokoll zwischen der Europäischen Union, der Europäischen Gemeinschaft, der Schweizerischen Eidgenossenschaft und dem Fürstentum Liechtenstein über den Beitritt des Fürstentums Liechtenstein zu dem Abkommen zwischen der Europäischen Union, der Europäischen Gemeinschaft und der Schweizerischen Eidgenossenschaft über die Assoziierung der Schweizerischen Eidgenossenschaft bei der Umsetzung, Anwendung und Entwicklung des Schengen-Besitzstands (ABl. Nr. L 160 vom 18.06.2011 S. 3) Artikel 39 bis 47
Litauen Schengener Durchführungsübereinkommen (SDÜ) 3 Artikel 39 bis 47
Abkommen vom 23. Februar 2001 zwischen der Regierung der Bundesrepublik Deutschland und der Regierung der Republik Litauen über die Zusammenarbeit bei der Bekämpfung der organisierten Kriminalität, des Terrorismus und anderer Straftaten mit erheblicher Bedeutung (BGBl. 2002 II S. 2810, 2003 II S. 956)
Luxemburg Schengener Durchführungsübereinkommen (SDÜ) 3 Artikel 39 bis 47
Vertrag von Prüm (BGBl. 2006 II S. 626; 2010 II S. 870) 4
Vereinbarung vom 24. Oktober 1995 zwischen dem Bundesminister des Innern der Bundesrepublik Deutschland sowie dem Justizminister und dem Minister der öffentlichen Macht des Großherzogtums Luxemburg über die polizeiliche Zusammenarbeit im Grenzgebiet zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Großherzogtum Luxemburg (BGBl. 1996 II S. 1203)
Malta Schengener Durchführungsübereinkommen (SDÜ) 3 Artikel 39 bis 47
Niederlande Schengener Durchführungsübereinkommen (SDÜ) 3 Artikel 39 bis 47
Vertrag von Prüm (BGBl. 2006 II S. 626; 2010 II S. 870) 4
Vertrag vom 2. März 2005 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Königreich der Niederlande über die grenzüberschreitende polizeiliche Zusammenarbeit und die Zusammenarbeit in strafrechtlichen Angelegenheiten (BGBl. 2006 II S. 194, 1285)
Vertrag vom 30. August 1979 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Königreich der Niederlande über die Ergänzung des Europäischen Übereinkommens vom 20. April 1959 über die Rechtshilfe in Strafsachen und die Erleichterung seiner Anwendung (BGBl. 1981 II S. 1158, 1983 II S. 32) Artikel IX Absatz 7
Norwegen Schengener Durchführungsübereinkommen (SDÜ) 3 Artikel 39 bis 47
Übereinkommen zwischen dem Rat der Europäischen Union sowie der Republik Island und dem Königreich Norwegen über die Assoziierung der beiden letztgenannten Staaten bei der Umsetzung, Anwendung und Entwicklung des Schengen-Besitzstandes (ABl. Nr. L 176 vom 10.07.1999 S. 36)
Österreich Schengener Durchführungsübereinkommen (SDÜ) 3 Artikel 39 bis 47
Vertrag von Prüm (BGBl. 2006 II S. 626; 2007 II S. 857) 4
Vertrag vom 10. November und 19. Dezember 2003 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Österreich über die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zur polizeilichen Gefahrenabwehr und in strafrechtlichen Angelegenheiten (BGBl. 2005 II S. 858, 1307)
Vertrag vom 31. Januar 1972 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Österreich über die Ergänzung des Europäischen Übereinkommens vom 20. April 1959 über die Rechtshilfe in Strafsachen und die Erleichterung seiner Anwendung (BGBl. 1975 II S. 1157; 1976 II S. 1818) Artikel III, X und XII
Polen Schengener Durchführungsübereinkommen (SDÜ) 3 Artikel 39 bis 47
Abkommen vom 18. Februar 2002 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Polen über die Zusammenarbeit der Polizeibehörden und der Grenzschutzbehörden in den Grenzgebieten (BGBl. 2003 II S. 218, 1382) Artikel 5, 8, 13 ff.
Abkommen vom 18. Juni 2002 zwischen der Regierung der Bundesrepublik Deutschland und der Regierung der Republik Polen über die Zusammenarbeit bei der Bekämpfung der Organisierten Kriminalität und anderer schwerer Straftaten (BGBl. 2004 II S. 868, 1481)
Vertrag vom 17. Juli 2003 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Polen über die Ergänzung des Europäischen Übereinkommens vom 20. April 1959 über die Rechtshilfe in Strafsachen und die Erleichterung seiner Anwendung (BGBl. 2004 II S. 531, 1339) Artikel 8; siehe auch Artikel 16 f.
Portugal Schengener Durchführungsübereinkommen (SDÜ) 3 Artikel 39 bis 47
Rumänien Schengener Durchführungsübereinkommen (SDÜ) 3 Artikel 39, 44 bis 47
Eingeschränkte Geltung des Schengener Durchführungsübereinkommens (SDÜ) 3 bis zu seiner vollständigen Inkraftsetzung (Artikel 4 Absatz 1 der Akte über die Bedingungen des Beitritts der Republik Bulgarien und Rumäniens und die Anpassungen der die Europäische Union begründenden Verträge (ABl. Nr. L 157 vom 21.06.2005 S. 203) i.V.m. Anhang II, Ziffer 2 (ABl. Nr. L 157 vom 21.06.2005 S. 49))
Vertrag von Prüm (BGBl. 2006 II S. 626; 2010 II S. 870) 4
Abkommen vom 15. Oktober 1996 zwischen der Regierung der Bundesrepublik Deutschland und der Regierung von Rumänien über die Zusammenarbeit bei der Bekämpfung der organisierten Kriminalität sowie des Terrorismus und anderer Straftaten von erheblicher Bedeutung (BGBl. 1998 II S.1035)
Russische Föderation Abkommen vom 3. Mai 1999 zwischen der Regierung der Bundesrepublik Deutschland und der Regierung der Russischen Föderation über Zusammenarbeit bei der Bekämpfung von Straftaten von erheblicher Bedeutung (BGBl. 2004 II S. 860; 2005 II S. 621)
Schweden Schengener Durchführungsübereinkommen (SDÜ) 3 Artikel 39 bis 47
Schweiz Schengener Durchführungsübereinkommen (SDÜ) 3; Abkommen zwischen der Europäischen Union, der Europäischen Gemeinschaft und der Schweizerischen Eidgenossenschaft über die Assoziierung dieses Staates bei der Umsetzung, Anwendung und Entwicklung des Schengen-Besitzstandes (ABl. Nr. L 53 vom 27.02.2008 S. 52) Artikel 39 bis 47
Vertrag vom 27. April 1999 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Schweizerischen Eidgenossenschaft über die grenzüberschreitende polizeiliche und justizielle Zusammenarbeit (BGBl. 2001 II S. 946; 2002 II S.608) Artikel 4 ff., 14 ff.; Kapitel VI
(Artikel 34 ff.) noch nicht in Kraft getreten; Artikel 35 Absatz 2 bis 7 wird aber vorläufig angewendet
Vertrag vom 13. November 1969 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Schweizerischen Eidgenossenschaft über die Ergänzung des Europäischen Übereinkommens über die Rechtshilfe in Strafsachen vom 20. April 1959 und die Erleichterung seiner Anwendung (BGBl. 1975 II S. 1169; 1976 II S. 1818) Artikel IX
Slowakei Schengener Durchführungsübereinkommen (SDÜ) 3 Artikel 39 bis 47
Vertrag von Prüm (BGBl. 2006 II S. 626; 2010 II S. 870) 4
Abkommen vom 13. September 1991 zwischen der Regierung der Bundesrepublik Deutschland und der Regierung der Tschechischen und Slowakischen Föderativen Republik über die Zusammenarbeit bei der Bekämpfung der organisierten Kriminalität (BGBl. 1993 II S. 37, 762)
Slowenien Schengener Durchführungsübereinkommen (SDÜ) 3 Artikel 39 bis 47
Vertrag von Prüm (BGBl. 2006 II S. 626; 2007 II S. 857, 1420) 4
Abkommen vom 2. März 2001 zwischen der Regierung der Bundesrepublik Deutschland und der Regierung der Republik Slowenien über die Zusammenarbeit bei der Bekämpfung von Straftaten mit erheblicher Bedeutung (BGBl. 2002 II S. 2810, 2817; 2003 II S. 507)
Spanien Schengener Durchführungsübereinkommen (SDÜ) 3 Artikel 39 bis 47
Vertrag von Prüm (BGBl. 2006 II S. 626; 2007 II S. 857) 4
Tschechische Republik Schengener Durchführungsübereinkommen (SDÜ) 3 Artikel 39 bis 47
Vertrag vom 19. September 2000 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Tschechischen Republik über die Zusammenarbeit der Polizeibehörden und der Grenzschutzbehörden in den Grenzgebieten (BGBl. 2002 II S.790, 2365) Artikel 4 ff.
Abkommen vom 13. September 1991 zwischen der Regierung der Bundesrepublik Deutschland und der Regierung der Tschechischen und Slowakischen Föderativen Republik über die Zusammenarbeit bei der Bekämpfung der organisierten Kriminalität (BGBl. 1993 II S. 37, 762)
Vertrag vom 2. Februar 2000 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Tschechischen Republik über die Ergänzung des Europäischen Übereinkommens über die Rechtshilfe in Strafsachen vom 20. April 1959 und die Erleichterung seiner Anwendung (BGBl. 2001 II S. 733; 2002 II S. 1163) Artikel 17 bis 23
Türkei Abkommen vom 3. März 2003 zwischen der Regierung der Bundesrepublik Deutschland und der Regierung der Republik Türkei über die Zusammenarbeit bei der Bekämpfung von Straftaten mit erheblicher Bedeutung, insbesondere des Terrorismus und der Organisierten Kriminalität (BGBl. 2004 II S. 1059, 1483)
Tunesien Deutsch-tunesischer Vertrag vom 19. Juli 1966 über die Auslieferung und die Rechtshilfe in Strafsachen (BGBl. 1969 II S. 1157; 1970 II S. 127) Artikel 35 Absatz 2
Abkommen vom 7. April 2003 zwischen der Regierung der Bundesrepublik Deutschland und der Regierung der Tunesischen Republik über die Zusammenarbeit bei der Bekämpfung von Straftaten von erheblicher Bedeutung (BGBl. 2004 II S. 1570; 2006 II S. 47)
Ungarn Schengener Durchführungsübereinkommen (SDÜ) 3 Artikel 39 bis 47
Vertrag von Prüm (BGBl. 2006 II S. 626; 2010 II S. 870) 4
Abkommen vom 22. März 1991, zuletzt geändert durch Vereinbarung vom 23. Januar/26. Juni 1995, zwischen der Regierung der Bundesrepublik Deutschland und der Ungarischen Republik über die Zusammenarbeit bei der Bekämpfung der Organisierten Kriminalität (BGBl. 1993 II S. 743; 1995 II S.881)
Usbekistan Abkommen vom 16. November 1995 zwischen der Regierung der Bundesrepublik Deutschland und der Regierung der Republik Usbekistan über die Zusammenarbeit bei der Bekämpfung der organisierten Kriminalität, des Terrorismus und anderer Straftaten von erheblicher Bedeutung (BGBl. 1998 II S.75)
Vereinigte Arabische Emirate Abkommen vom 24. September 2005 zwischen der Regierung der Bundesrepublik Deutschland und der Regierung der Vereinigten Arabischen Emirate über die Zusammenarbeit im Sicherheitsbereich (BGBl. 2008 II S. 759, 2009 II S.93)
Vereinigte Staaten von Amerika Notenwechsel vom 17. Januar/24. August 1955/7. März 1956 über die Bekämpfung des ungesetzlichen Verkehrs mit Betäubungsmitteln (BGBl. 1957 II S. 709) Nummern 1, 4
Notenwechsel vom 7. November/28. Dezember 1960/3. Januar 1961 über den Rechtshilfeverkehr in Strafsachen und über die Erteilung von Auskünften aus dem Strafregister (BGBl. 1961 II S. 471) Nummer 3
Abkommen vom 1. Oktober 2008 zwischen der Regierung der Bundesrepublik Deutschland und der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika über die Vertiefung der Zusammenarbeit bei der Verhinderung und Bekämpfung schwerwiegender Kriminalität
Vertrag vom 14. Oktober 2003 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und den Vereinigten Staaten von Amerika über die Rechtshilfe i.V.m. dem Zusatzvertrag vom 18. April 2006 zum Vertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und den Vereinigten Staaten von Amerika über die Rechtshilfe in Strafsachen (BGBl. 2007 II S. 1617) Artikel 25 Absatz 3
Vereinigtes Königreich Eingeschränkte Geltung des Schengener Durchführungsübereinkommens (SDÜ) 3 (Artikel 4 des Protokolls zur Einbeziehung des Schengen-Besitzstands in den Rahmen der Europäischen Union 3 in Verbindung mit dem Beschluss des Rates vom 22. Dezember 2004 (2004/926/EG), ABl. Nr. L 395 vom 31.12.2004 S. 70) Artikel 39 und 40; Artikel 42 und 43, soweit sie mit Artikel 40 im Zusammenhang stehen; Artikel 44; Artikel 46 und 47, ausgenommen Artikel 47 Absatz 2 Buchstabe c
Vietnam Abkommen vom 31. August 2006 zwischen der Regierung der Bundesrepublik Deutschland und der Regierung der Sozialistischen Republik Vietnam über die Zusammenarbeit bei der Bekämpfung von schwerwiegenden Straftaten und der Organisierten Kriminalität (BGBl. 2008 II S. 1182, 1183; 2009 II S. 964)
Zypern Eingeschränkte Geltung des Schengener Durchführungsübereinkommens (SDÜ) 3 (Artikel 3 der Akte über die Bedingung des Beitritts der Tschechischen Republik, der Republik Estland, der Republik Zypern, der Republik Lettland, der Republik Litauen, der Republik Ungarn, der Republik Malta, der Republik Polen, der Republik Slowenien und der Slowakischen Republik und die Anpassungen der die Europäische Union begründenden Verträge (ABl. Nr. L 236 vom 23.09.2003 S. 33) in Verbindung mit Anhang I, Nummer 2 (ABl. Nr. L 236 vom 23.09.2003 S. 50) Artikel 39, 44 bis 47
1 Teilweise sind in den aufgeführten völkerrechtlichen Regelungen auch Befugnisse der Zollverwaltung enthalten.

2 Stand: Januar 2012; nur in Kraft getretene Vereinbarungen sind aufgeführt; vgl. stets auch Bundesgesetzblatt Teil II, Fundstellennachweis B (Völkerrechtliche Vereinbarungen).

3 Das Schengener Durchführungsübereinkommen wurde als Teil des Schengen-Besitzstandes durch den Vertrag von Amsterdam, der mit Wirkung zum 1. Mai 1999 in Kraft trat, in den Rechtsrahmen der Europäischen Union überführt (Protokoll zur Einbeziehung des Schengen-Besitzstandes in den Rahmen der Europäischen Union samt Anhang, Ziffer 1 (ABl. C 340 vom 10.11.1997 S. 93), nunmehr Protokoll (Nummer 19) über den in den Rahmen der Europäischen Union einbezogenen Schengen- Besitzstand (ABl. C 83 vom 30.03.2010 S. 290).

4 Wesentliche Elemente des " Vertrages von Prüm" (Vertrag vom 27. Mai 2005 zwischen BE, DE, ES, FR, LU, NL und AT über die Vertiefung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit, insbesondere zur Bekämpfung des Terrorismus, der grenzüberschreitenden Kriminalität und der illegalen Migration) sind durch Ratsbeschluss vom 23. Juni 2008 (EU-Ratsdokument 10216/08 in Verbindung mit EU-Ratsdokument 11896/07) in den Rechtsrahmen der EU überführt worden; nach einer Frist von maximal drei Jahren ab Inkrafttreten müssen dieser Ratsbeschluss und damit die wesentlichen Elemente des Vertrags von Prüm in allen EU-Mitgliedstaaten umgesetzt sein.

.

Anhang III

.

Rahmenbeschluss des Rates vom 13. Juni 2002 über den Europäischen Haftbefehl und die Übergabeverfahren zwischen den Mitgliedstaaten (2002/584/JI) Anlage 1
(zu Anhang III)

( als PDF öffnenpdf download )

.

Rahmenbeschluss 2003/577/JI des Rates vom 22. Juli 2003 über die Vollstreckung von Entscheidungen über die Sicherstellung von Vermögensgegenständen oder Beweismitteln in der Europäischen Union Anlage 2
(zu Anhang III)

( als PDF öffnenpdf download )

.

Rahmenbeschluss 2006/783/JI des Rates vom 6. Oktober 2006 über die Anwendung des Grundsatzes der gegenseitigen Anerkennung auf Einziehungsentscheidungen Anlage 3
(zu Anhang III)

( als PDF öffnenpdf download )

.

Konsolidierte Fassung
des Eurojustbeschlusses 2002/187/JI des Rates vom 28. Februar 2002
Anhang IV

Eurojust-Beschluss (Auszug: Text Artikel 13 und Anhang)

[Konsolidierte Fassung des Beschlusses 2002/187/JI des Rates vom 28. Februar 2002 über die Errichtung von Eurojust zur Verstärkung der Bekämpfung der schweren Kriminalität in der durch den Beschluss 2003/659/JI des Rates vom 18. Juni 2003 und den Beschluss 2009/426/JI des Rates vom 16. Dezember 2008 zur Stärkung von Eurojust geänderten Fassung; veröffentlicht als Anlage zum Ratsdokument 5347/3/09 REV 3 vom 15. Juli 2009]

Artikel 13 Informationsaustausch mit den Mitgliedstaaten und zwischen den nationalen Mitgliedern

1. Die zuständigen Behörden der Mitgliedstaaten tauschen mit Eurojust alle Informationen aus, die zur Wahrnehmung der Aufgaben von Eurojust gemäß den Artikeln 4 und 5 sowie den in diesem Beschluss festgelegten Datenschutzvorschriften erforderlich sind. Dazu gehören zumindest die Informationen gemäß den Absätzen 5, 6 und 7.

2. Die Übermittlung von Informationen an Eurojust gilt nur dann als Ersuchen um Hilfe von Eurojust im betreffenden Fall, wenn dies von einer zuständigen Behörde ausdrücklich angegeben wird.

3. Die nationalen Mitglieder von Eurojust sind berechtigt, untereinander oder mit den zuständigen Behörden ihres Landes ohne vorherige Zustimmung alle Informationen auszutauschen, die zur Wahrnehmung der Aufgaben von Eurojust erforderlich sind. Insbesondere werden die nationalen Mitglieder unverzüglich über einen sie betreffenden Fall unterrichtet.

4. Dieser Artikel lässt andere Verpflichtungen hinsichtlich der Übermittlung von Informationen an Eurojust, einschließlich des Beschlusses 2005/671/JI des Rates vom 20. September 2005 über den Informationsaustausch und die Zusammenarbeit betreffend terroristische Straftaten, unberührt.

5. Die Mitgliedstaaten tragen dafür Sorge, dass die nationalen Mitglieder über die Einsetzung einer gemeinsamen Ermittlungsgruppe - unabhängig davon, ob diese Gruppe nach Artikel 13 des Übereinkommens über die Rechtshilfe in Strafsachen zwischen den Mitgliedstaaten der Europäischen Union oder nach dem Rahmenbeschluss 2002/465/JI eingesetzt wird - und über die Arbeitsergebnisse dieser Gruppen unterrichtet werden.

6. Die Mitgliedstaaten tragen dafür Sorge, dass ihr nationales Mitglied ohne unnötige Verzögerung über jeden Fall unterrichtet wird, in den mindestens drei Mitgliedstaaten unmittelbar einbezogen sind und für den Ersuchen oder Entscheidungen betreffend die justizielle Zusammenarbeit, auch in Bezug auf Rechtsakte, die dem Grundsatz der gegenseitigen Anerkennung Wirkung verleihen, an mindestens zwei Mitgliedstaaten gerichtet wurden, und

  1. bei dem die betreffende Straftat im ersuchenden oder ausstellenden Mitgliedstaat mit einer Freiheitsstrafe oder freiheitsentziehenden Maßregel der Sicherung im Höchstmaß von mindestens fünf oder sechs Jahren je nach Festlegung durch den betreffenden Mitgliedstaat bedroht ist und in der folgenden Liste enthalten ist:
    1. Menschenhandel;
    2. sexuelle Ausbeutung von Kindern und Kinderpornografie,
    3. Drogenhandel,
    4. Handel mit Feuerwaffen, Teilen von Feuerwaffen und Munition,
    5. Korruption,
    6. Betrug zum Nachteil der finanziellen Interessen der Europäischen Gemeinschaften,
    7. Fälschung des Euro,
    8. Geldwäsche,
    9. Angriffe auf Informationssysteme;
      oder
  2. bei denen es faktische Anzeichen dafür gibt, dass eine kriminelle Organisation beteiligt ist;
    oder
  3. bei denen es Anzeichen dafür gibt, dass der Fall gravierende länderübergreifende Ausmaße annehmen oder Auswirkungen auf Ebene der Europäischen Union haben könnte oder dass er andere Mitgliedstaaten als die, die un-mittelbar einbezogen sind, betreffen könnte.

7. Die Mitgliedstaaten tragen dafür Sorge, dass ihr nationales Mitglied informiert wird über

  1. Fälle, in denen Kompetenzkonflikte aufgetreten sind oder wahrscheinlich auftreten werden;
  2. kontrollierte Lieferungen, die mindestens drei Staaten, von denen mindestens zwei Mitgliedstaaten sind, betreffen;
  3. wiederholt auftretende Schwierigkeiten oder Weigerungen bezüglich der Erledigung von Ersuchen und Entscheidungen betreffend die justizielle Zusammenarbeit, auch in Bezug auf Rechtsakte, die dem Grundsatz der gegenseitigen Anerkennung Wirkung verleihen.

8. Die nationalen Behörden sind nicht verpflichtet, in einem bestimmten Fall Informationen bereitzustellen, wenn dies

  1. wesentliche nationale Sicherheitsinteressen beeinträchtigen würde, oder
  2. die Sicherheit von Personen gefährden würde.

9. Dieser Artikel lässt in bilateralen oder multilateralen Übereinkünften und Vereinbarungen zwischen Mitgliedstaaten und Drittländern festgelegte Bedingungen unberührt; hierzu zählen auch alle von Drittländern festgelegten Bedingungen zur Verwendung der von ihnen übermittelten Informationen.

10. An Eurojust übermittelte Informationen gemäß den Absätzen 5, 6 und 7 müssen gegebenenfalls mindestens die Arten von Informationen umfassen, die in der Liste im Anhang zu diesem Beschluss aufgeführt sind.

11. Die in diesem Artikel genannten Information werden Eurojust in strukturierter Weise übermittelt.

12. Die Kommission erstellt bis zum 4. Juni 2014 auf der Grundlage von Informationen, die von Eurojust übermittelt werden, einen Bericht über die Durchführung dieses Artikels, gegebenenfalls zusammen mit entsprechenden Vorschlägen, unter anderem im Hinblick auf eine Änderung der Absätze 5, 6 und 7 und des Anhangs.

.

Liste gemäß Artikel 13 Absatz 10 mit den Mindestangaben, die - sofern vorhanden - gemäß Artikel 13 Absätze 5, 6 und 7 an Eurojust zu übermitteln sind Anhang

1. Für Situationen gemäß Artikel 13 Absatz 5 [betr.: Gemeinsame Ermittlungsgruppen]:

  1. Teilnehmende Mitgliedstaaten,
  2. Art der betreffenden Straftaten,
  3. Datum der Vereinbarung über die Einsetzung der Gruppe,
  4. voraussichtliche Dauer der Arbeit der Gruppe, einschließlich Änderung dieser Dauer,
  5. Angaben über den Leiter der Gruppe für jeden teilnehmenden Mitgliedstaat,
  6. kurze Zusammenfassung der Ergebnisse der gemeinsamen Ermittlungsgruppen.

2. Für Situationen gemäß Artikel 13 Absatz 6 [betr.: bestimmte Fälle schwerer grenzüberschreitender Kriminalität]:

  1. Angaben zur Identifizierung der Person, Vereinigung oder Körperschaft, die Gegenstand strafrechtlicher Ermittlungen oder strafrechtlicher Verfolgung ist,
  2. betroffene Mitgliedstaaten,
  3. die betreffende Straftat und ihre Tatumstände,
  4. Angaben über ausgestellte Ersuchen oder Entscheidungen betreffend die justizielle Zusammenarbeit, auch in Bezug auf Rechtsakte, die dem Grundsatz der gegenseitigen Anerkennung Wirkung verleihen, einschließlich:
    1. Datum des Ersuchens,
    2. ersuchende oder ausstellende Behörde,
    3. ersuchte oder erledigende Behörde,
    4. Art des Ersuchens (geforderte Maßnahmen),
    5. ob das Ersuchen erledigt wurde oder nicht, wenn nicht, aus welchen Gründen.

3. Für Situationen gemäß Artikel 13 Absatz 7 Buchstabe a [betr.: Kompetenzkonflikte]:

  1. betroffene Mitgliedstaaten und zuständige Behörden,
  2. Angaben zur Identifizierung der Person, Vereinigung oder Körperschaft, die Gegenstand strafrechtlicher Ermittlungen oder strafrechtlicher Verfolgung ist,
  3. die betreffende Straftat und ihre Tatumstände.

4. Für Situationen gemäß Artikel 13 Absatz 7 Buchstabe b [betr.: kontrollierte Lieferungen]:

  1. betroffene Mitgliedstaaten und zuständige Behörden,
  2. Angaben zur Identifizierung der Person, Vereinigung oder Körperschaft, die Gegenstand strafrechtlicher Ermittlungen oder strafrechtlicher Verfolgung ist,
  3. Art der Lieferung,
  4. Art der Straftat, in deren Zusammenhang die kontrollierte Lieferung durchgeführt wird.

5. Für Situationen gemäß Artikel 13 Absatz 7 Buchstabe c [betr.: wiederholt auftretende Schwierigkeiten]:

  1. ersuchender oder ausstellender Staat,
  2. ersuchter oder erledigender Staat,
  3. Beschreibung der Schwierigkeiten.

______
Bekanntmachung der Neufassung der Richtlinien für den Verkehr mit dem Ausland in strafrechtlichen Angelegenheiten (RiVASt) vom 23. Dezember 2016 (BAnz AT 12.10.2017 B 1)

Die Bundesregierung und die Regierungen der Länder sind übereingekommen, die einheitlich für den Bereich des Bundes und der Länder geltenden Richtlinien für den Verkehr mit dem Ausland in strafrechtlichen Angelegenheiten vom 18. September 1984 (BAnz. Nr. 176 vom 18. September 1984 in Verbindung mit der Beilage 47/84) in der zuletzt geänderten Fassung vom 5. Dezember 2012 (BAnz AT 19.12.2012 B2) zu ändern. Die Beteiligten gehen davon aus, dass jede Regierung die geänderte Fassung der Richtlinien jeweils für ihren Geschäftsbereich in Kraft setzt.

Die nachfolgenden Richtlinien setze ich mit dem 1. Januar 2017 für alle Bundesbehörden in Kraft.

Die geänderten Richtlinien werden zusätzlich mit sämtlichen Anlagen auf der Internetseite des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz (www.bmjv.de) veröffentlicht.

UWS Umweltmanagement GmbH ENDE Frame öffnen