umwelt-online: Technische Verwaltungsvorschrift für die Kampfmittelbeseitigung (NRW) (4)
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Tabelle 1: Ausbildung Ortserkundung

Lernerfolgskontrolle:

Bei der praktische Ausbildung sind die Erkundungsergebnisse durch die Lehrgangsteilnehmer vorzutragen und in der Lerngruppe kritisch zu besprechen. Die Befähigung wird abschließend durch eine Lernerfolgskontrolle (schriftlicher Test) nachgewiesen, bei der die Aufnahme der Sachverhalte im Erfassungsmedium im Schwerpunkt steht.

Ausbildungsnachweis:

Der Lehrgangsteilnehmer erhält einen Ausbildungsnachweis mit den folgenden Angaben:

Modul-Nr. Modul - Lernziel - Lehrstoff M Zeit (h)
Grundlagen des Betriebsablaufs

Der LT

  • kennt die Prozesse und Teilaufträge des Betriebsablaufs,
  • kennt das Kapitel Ortserkundung mit seinen Anlagen.

Themen:

  • Betriebsablauf KBD NRW,
  • Kapitel Ortserkundung,
  • Rahmenbedingungen des Teilauftrags "Einmessung",
  • Rahmenbedingungen des Teilauftrags "Detektion",
  • Rahmenbedingungen des Teilauftrags "Feststellender Bodeneingriff",
  • Rahmenbedingungen für "Einrichten und Betreiben einer Räumstelle",
  • Rahmenbedingungen des Teilauftrags "Räumung".
U 2
Ortserkundung (1) - Ablauf

Der LT

  • kennt die ihm für die Ortserkundung auszuhändigenden Unterlagen und Daten,
  • legt die Abfolge der einzelnen Tätigkeiten einer Ortserkundung fest,
  • prüft die Antragsdaten und führt Befragungen durch,
  • kennt die Spezifika von Geländearten hinsichtlich des Erkundungsauftrags,
  • führt eine aussagekräftige Photodokumentation durch.

Themen:

  • Unterlagen für die Ortserkundung,
  • Abfolge der Erkundungstätigkeiten,
  • Prüfung der Antragsdaten,
  • Einteilung der Geländeabschnitte nach ihren Spezifika,
  • Technik der Photodokumentation.
U 1
Ortserkundung (2) - Nutzung

Der LT

  • erkennt und erfasst unterschiedliche Geländearten,
  • erkennt und erfasst Signaturen der Kriegsbeeinflussung,
  • trägt in die Planunterlage ein: Bereiche der Bebauung, der Versiegelung sowie freie und solche mit Verfülung und Rückständen,
  • erfasst die Nutzung der jeweiligen Teilflächen mit ihren Rahmenbedingungen und legt folgernd die Vorgaben und Auflagen fest,
  • führt magnetische Vorermittlungen durch,

Themen:

  • Geländearten,
  • Signaturen der Kriegsbeeinflussung,
  • Nutzungsarten; Vorgaben und Auflagen,
  • Betrieb von Netzen; Vorgaben und Auflagen,
  • elektromagnetische Störer,
  • Sicherungsmaßnahmen bei Bauten und Infrastruktur,
  • vorbereitende Maßnahmen des Grundstückseigentümers,
  • strukturelle Groberfassung mit dem Detektionssystem Magnetik
U 3
Ortserkundung (3) - Einschränkungen

Der LT

  • erkennt Einschränkungen aus der Geländeform,
  • bewertet die Begeh- und Befahrbarkeit des Geländes und legt folgernd Auflagen fest,
  • erkennt die Befahrbarkeit von Gewässern und legt folgernd die

Rahmenbedingungen fest,

Themen:

  • Begeh- und Befahrbarkeit,
  • Vorbereitende Maßnahmen des Grundstückseigentümers,
U 1
Ortserkundung (4) - Sicherheit

Der LT

  • bewertet das Umfeld hinsichtlich von außen einwirkender Gefahren,
  • ermittelt die durch Kampfmittel gefährdeten Objekte und führt folgernd Auflagen und Vorgaben aus,
  • schlägt geeignete Schutz- und Wirkungsdämpfungsmaßnahmen vor,
  • stimmt die Koordinierung ab,

Themen:

  • Potentielle äußere Gefahren,
  • Absperrungen, Evakuierungen, Verkehrsregelungen,
  • Schutz- und Sicherheitsmaßnahmen,
  • Wirkungsdämpfungsmaßnahmen,
  • Baustellenverordnung, SiGe-Plan,
U 1
Ortserkundung (5) - Räumstelle

Der LT

  • kennt die Elemente einer Räumstele und ihre jeweiligen auftragsbezogenen Rahmenbedingungen,
  • legt die Elemente der Räumstele fest,

Themen:

  • Einrichten und Betreiben einer Räumstelle
U 1
Ortserkundung (6) - Datenerfassung

Der LT

  • füllt die Datenerfassungsmedien aus,
  • dokumentiert die von ihm durchgeführte Ortserkundung,
  • liefert sein Erkundungsergebnis ab.

Themen:

  • Ausfüllen der Erfassungsmedien,
  • Datenübergabe und Dokumentation.
U 2
Durchführung einer Ortserkundung (1)

Der LT

  • führt selbständig die Erkundung auf einer landwirtschaftlich genutzten Fläche praktisch durch.

Themen:

  • Durchführung der Ortserkundung,
  • Datenerfassung, -übergabe und -dokumentation.
P 3
Durchführung einer Ortserkundung (2)

Der LT

  • führt selbständig die Erkundung auf einer Gewerbefläche praktisch durch.

Themen:

  • Durchführung der Ortserkundung,
  • Datenerfassung, -übergabe und -dokumentation.
P 3
Durchführung einer Ortserkundung (3)

Der LT

  • beurteilt die Qualität von Ortserkundungen.

Themen:

  • Bewertung von Beispielen
U 2
Lernerfolgskontrolle LEK 1

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Begriffe und Versionen Anlage 4a

Sowohl Geräte als auch Software müssen eindeutig identifizierbar sein. Dies ist durch exakte Versionsbezeichnungen sicherzustellen. Unter Software ist auch die in Geräten implementierte Firmware zu verstehen. Die Bezeichnung bestimmt der Hersteller, da Konstruktionsprinzipien, Bauteile und Software einer ständigen Modernisierung unterliegen. Noch nicht für die Allgemeinheit freigegebene Beta-Versionen sind gesondert zu bezeichnen.

Damit neue Entwicklungen der Hersteller von in der Kampfmittelbeseitigung tätigen Auftragnehmern getestet werden können, muss durch den Nutzer sichergestellt sein, dass diese "Beta-Versionen" nicht im Rahmen von tatsächlichen Kampfmittelbeseitigungsmaßnahmen eingesetzt werden. Deshalb müssen diese noch nicht feldbrauchbaren (noch nicht anerkannten) Versionen in der Versionsbezeichnung zwecks Unterscheidung wie die anerkannten Serienversionen kenntlich gemacht sein. Die Versionsbezeichnung für Softwareprodukte sollte sich deshalb aus 4 Zifferngruppen zusammensetzen:

Versionsbezeichnung: VV.OO-FF/EE

Projektversion

freigegeben für den bestimmungsgemäßen Gebrauch in der Kampfmittelbeseitigung

VV Die 1. Gruppe ist bestimmt von der Aufgabenstellung oder dem Pflichtenheft. Im Entwicklungsstatus wird "0" verwendet (dafür ist die Gruppe EE belegt), bei Auslieferung wird die 2.Stelle auf "1" gesetzt. Vornullen entfallen. Nachfolgende grundsätzliche Änderungen der Haupteigenschaften erhalten die nächst höhere Ziffer (1- oder 2-stellig) als Version.
OO Die 2. Gruppe der Projektversion dient der Unterscheidung von Versionen bei Verbesserung der "Funktionalität" (2-stellig).
FF Die 3. Gruppe wird zur Unterscheidung von problembehafteten Versionen verwendet. Diese werden von den Herstellern aktuell und kostenfrei im Internet bereitgestellt.

Entwicklungsversion / Beta-Version

darf in der Kampfmittelbeseitigung nicht eingesetzt werden

EE Zur Unterscheidung verschiedener Entwicklungsversionen dient die "4." Gruppe EE der Versionsbezeichnung (2-stellig). Diese Versionen dienen nur Testzwecken.

Versionen mit belegter Gruppe EE dürfen in der Kampfmittelbeseitigung nicht eingesetzt werden. Die Gruppe FF muss immer dem vom Hersteller veröffentlichten aktuellsten Stand entsprechen.

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Lastenheft für einen Generator zur Kalibrierung von Magnetometern und Gradiometern Anlage 4b

Zielsetzung:

Um die magnetische Flussdichte des magnetischen Feldes der Erde tatsächlich messen zu können, bedarf es einer einheitlichen, definierten Kalibrierung der Messmittel Magnetometer. Diese Aufgabe übernimmt der Kalibriergenerator, der die bislang verwendeten Eichstäbe unspezifizierter Eigenschaften ablöst. Die Eichstäbe dürfen nicht mehr verwendet werden.

Der Kalibriergenerator ist sowohl für einzelne Magnetometer als auch für die Bauform der Gradiometer zu verwenden. Derzeit werden hauptsächlich Gradiometer mit unterschiedlichen Sensorbasisabständen verwendet, bei denen nur die Vertikalkomponente der Flussdichte gemessen wird; deshalb steht das Kalibrierbedürfnis für diese Geräte im Vordergrund. Mit dem Kalibriergenerator muß zumindest der untere und wenn möglich auch der obere Sensor gemessen und kalibriert werden können.

Der Anwendungsfall dreiachsiger Magnetometer wird derzeit noch nicht berücksichtigt.

Aufbau und Funktion:

Der Kalibriergenerator besteht aus zwei eng übereinander liegenden Spulen, die sowohl gegenläufig als auch in Reihe geschaltet werden können. Die Spulen haben einen möglichst engen Innendurchmesser, um angesichts dieser Bauform dem Modell eines bei zunehmender Entfernung mit der 3. Potenz abfallenden Flussdichte zu entsprechen.

Die Bedienung des Kalibriergenerators ist so zu gestalten, dass durch Vorwahl von Kalibrierwerten definierte Spannungen und Stromstärken an die Spulen angelegt werden, so dass diese jeweils ein Feld definierter magnetischer Flussdichte erzeugen.

Für jedes im Detektionssystem Magnetik zu verwendende Magnetometer / Gradiometer ist ein definierter Zentriertopf bereitzuhalten, der in die Spulenpackung eingeführt wird. In den Zentriertopf wird das Magnetometer / Gradiometer eingeführt und so zentrisch für den Kalibriervorgang fixiert. In Kenntnis der serienspezifische Bauabstände zwischen der Mitte des Sensors und der unteren Abschlusskante des Magnetometers / Gradiometers bemisst sich die Einführtiefe des jeweiligen Zentriertopfes so, dass das eingeführte Gerät mit seiner Sensormitte auf der Nullebene der gegenpolig geschalteten Spulen zum Stehen kommt. Zur Messung des oberen Sensors bei Gradiometern ist ein weiterer Zentrierkopf bereitzustellen, der die selbe Aufgabe zu erfüllen hat.

Aufgaben des Kalibriergenerators:

Mit dem Kalibriergenerator müssen die folgenden Messaufgaben durchgeführt werden:

Technische Mindestanforderungen an den Kalibriergenerator:

Der Kalibriergenerator muß die folgenden Mindestanforderungen erfüllen:

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Abgleichvorrichtung, zerlegbar Anlage 4c

Die zerlegbare Abgleichvorrichtung (Abbildung 8) wird verwendet für

der Magnetometer (Gradiometer) mit Datenlogger sowie den funktionsrelevanten Zusatz- und Peripheriegeräten.

Die zerlegbare Abgleichvorrichtung benötigt wenig Platz und kann deshalb problemlos in den üblichen Kraftfahrzeugen mitgeführt werden. Der Aufbau erfordert wenig Zeit.

Abbildung 8: Abgleichvorrichtung, zerlegbar

Druck- und Lokalversion

Die Vorrichtung besteht aus einem handelsüblichen Dreibein mit Drehplatte. Auf der Drehplatte ist eine Libelle eingelassen, so dass der drehbare Teil über die verstellbaren Beine horizontiert werden kann.

Auf der Drehplatte wird eine Kragarmkonstruktion aufgesetzt. Diese ist aus handelsüblichen Halbzeugen zusammengesteckt und dauerhaft verklebt. Auf den beiden Ablagepfählen der Kragarmkonstruktion wird das Magnetometer (Gradiometer) abgelegt und nach der Ausrichtung festgeklemmt. Das Magnetometer (Gradiometer) ist auf den Ablagepfählen so zu verschieben, dass die Mittellinie des Sensorenrohrs mit der Mittelachse der Drehplatte zusammenfällt.

Zur Entlastung der Drehplatte ist am Ausleger der Kragarmkonstruktion ein amagnetisches Ausgleichsgewicht anzubringen. Zudem wird empfohlen, die Spitzen des ausgefahrenen Dreibeins durch Zugstäbe zu verbinden, um während der Arbeit und den Drehungen einen festen Stand zu gewährleisten.

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Rahmenordnung für die Ausbildung zum Messgehilfen für das Detektionssystem Magnetik
(Sachkunde Detektion - Grundlagen)
Anlage 4d

Zielsetzung:

Die Rahmenordnung für die Ausbildung des Messgehilfen für das Detektionssystem Magnetik legt fest, wie der Messgehilfe für das Detektionssystem Magnetik auszubilden ist und welche Fähigkeiten er dann besitzen muß. Dadurch ist die von Auftragnehmern zu erbringende Leistung definiert. Die Dienststellen und Firmen, welche das Detektionssystem Magnetik anwenden, sind verpflichtet, das einzusetzende Personal hiernach auszubilden oder ausbilden zu lassen und es in Übung zu halten.

Für die Ausbildung werden formal keine Ausbildungsvoraussetzungen vorgegeben. Die vorgesehenen Lehrgangsteilnehmer sollten über die folgenden Kenntnisse verfügen:

Befähigungsprofil:

Der sachkundige Messgehilfe

Die Ausbildung zur Durchführung der Oberflächendetektion und der Bohrlochdetektion sowie zur Auswertung von Messdaten ist im jeweiligen Kapitel aufgeführt.

Ausbildungsplan mit Lernzielen:

Die Ausbildung umfasst theoretische und zumeist praktische Ausbildungsabschnitte.

Die praktische Ausbildung ist mit denjenigen Geräten (Detektionssystem Magnetik) durchzuführen, mit denen die zuständige Bezirksregierung, beziehungsweise die auftragnehmende Firma, ausgestattet ist. An den Systemschnittstellen ist in soweit systemübergreifend auszubilden, wie dies für die medienbruchfreie Prozesskette und insbesondere für die Sicherung und Übergabe definierter Messdaten erforderlich ist.

Die Ausbildung ist in Module gegliedert. In der Tabelle sind die Module, die Lernziele für den Lehrgangsteilnehmer (LT), die Themen des Lehrstoffs, die Methodik (M) der Ausbildung (Unterricht [U], praktische Ausbildung [P]) und der Zeitansatz (Unterrichtsstunden h) aufgeführt.

Tabelle 2: Ausbildungsziele und -inhalte der Sachkunde Detektion Grundlagen Prüfung:

Die Befähigung ist durch eine theoretische und eine praktische Prüfung nachzuweisen.

Die theoretische Prüfung soll den gesamten theoretischen Lehrstoff praxisnah abdecken und die Dauer von einer Unterrichtsstunden (45 Minuten) umfassen.

Die praktische Prüfung wird in Kleingruppen durchgeführt, wobei der einzelne Lehrgangsteilnehmer eine Aufgabe innerhalb von 15 Minuten lösen muss.

Ausbildungsnachweis:

Der Ausbildungsnachweis hat zu enthalten:

Modul-Nr. Modul - Lernziel - Lehrstoff M Zeit (h)
1 Grundlagen des Magnetismus

Der LT

  • kennt die Phänomene des Magnetismus,
  • kennt die grundlegenden Gleichungen der magnetischen Größen und kann sie berechnen,
  • kennt die bestimmenden Größen des magnetischen Feldes,
  • kennt Ursache und Wirkung induzierter und remanenter Magnetisierung,

Themen:

  • Aufbau der Materie,
  • Materialeigenschaften,
  • Magnetisierung,
  • magnetisches Feld,
  • magnetische Größen,
  • Berechnungen,
U 2
2 Magnetfeld der Erde

Der LT

  • kennt das Magnetfeld der Erde und seine Erscheinung,
  • kennt die Koordinatensysteme und kann das Vorgegebene anwenden,
  • kennt die Suszeptibilitäten natürlicher Stoffe, anthropogener Substrate und militärischer Gegenstände; er kann sie berechnen oder zumindest abschätzen,

Themen:

  • Magnetfeld der Erde,
  • Berechnung des Feldes bzgl. der Lage,
  • Koordinatensysteme,
  • Suszeptibilitäten,
  • Abschätzungen und Berechnungen,
  • Felder von magnetischer Objekte (Beispiele),
U 2
3 Aufbau und Funktion von Magnetometern / Gradiometern

Der LT

  • kennt die Magnetometerarten, ihre Verwendungszwecke und Anwendungsbereiche mit ihren Möglichkeiten und Grenzen,
  • kennt den technischen Aufbau von Fluxgate-Gradiometern,
  • kennt das technische Funktions- sowie das Messprinzip der Fluxgate-Gradiometer,

Themen:

  • Arten und Eigenschaften von Magnetometern,
  • Aufbau und Funktion von Fluxgate-Gradiometern,
  • Messprinzip,
  • Betriebsarten,
  • Merkmale und Identifizierung,
U
4 Aufbau und Funktion von Datenspeichern (Datenlogger)

Der LT

  • kennt die Datenlogger der Detektionssysteme Magnetik, ihre Verwendungszwecke und Anwendungsbereiche sowie die Systemkompatibiltäten,
  • kennt die Anschlussbedingungen für Verortungsgeräte,
  • bedient den Datenlogger ggf. mit der zugehörigen Software und PC

Themen:

  • Arten und Eigenschaften von Datenloggern,
  • Aufbau und Funktion von Datenloggern,
  • Datenfusion,
  • Betriebsarten,
  • Merkmale und Identifizierung,
  • Datensatzstruktur,
U 1
5 Aufbau und Funktion von Verortungssystemen

Der LT

  • kennt die Verortungssysteme, ihre Verwendungszwecke und Anwendungsbereiche sowie die Systemkompatibiltäten,
  • kennt die Anschlussbedingungen und stellt die funktionale Verbindung und Betriebsbereitschaft her,
  • bedient das Verortungssystem ggf. mit der zugehörigen Software und dem Rechner

Themen:

  • Kartographische Grundlagen,
  • Koordinatensysteme,
  • Verortungssysteme,
  • Methode der Messmarken,
  • Differential Global Positioning System,
  • SAPOS-HEPS,
  • Tachymeter mit LASER-Rangefinder,
  • Herstellung der Systemfunktion,
  • Bedienung,
U 3
6 Pflege- und Wartung der Gradiometer und des gesamten Detektionssystems Magnetik

Der LT

  • kennt die Benutzerinformation des Herstellers und den bestimmungsgemäßen Gebrauch,
  • kennt und erfasst die Gerätedaten,
  • bedient die Geräte in ihrer jeweiligen Betriebsart,
  • führt die Pflegearbeiten aller Komponenten des Detektionssystems Magnetik selbständig aus,
  • führt die Funktionsprüfung des Detektionssystems Magnetik selbständig aus, erkennt die Fehler und Mängel, führt die Maßnahmen der Mängelbehebung durch oder leitet die Instandsetzung ein,
  • baut einen Abgleichplatz auf,
  • führt die Wartungsarbeiten einschließlich Abgleich und Kalibrierung selbständig durch,
  • führt die Entmagnetisierung von Batterien und Akkumulatoren durch,
  • stellt den Konstruktionsstand fest und führt Softwareanpassungen durch,
  • dokumentiert die technischen Feststellungen, Maßnahmen und führt den Lebenslaufnachweis

Themen:

  • Technische Dokumentation, Benutzerinformation,
  • Herstellung des Funktionsverbunds Detektionssystem,
  • Ein- und Mehrkanalssysteme, bewegliche Plattformen,
  • Bedienung des Detektionssystems,
  • Funktionsprüfung, Mängelerkennung, Fehlerbehebung,
  • Pflege,
  • Herstellung und Betrieb eines Abgleichplatzes,
  • Wartung mit Abgleich und Kalibrierung,
  • Entmagnetisierung von Batterien,
  • Konstruktionsstandsüberwachung,
  • Führung des Lebenslaufnachweises,
P 8
7 Vorbereitung und Anwenderpflichten

Der LT

  • führt die Maßnahmen bei Lagerung und Transport aus,
  • baut am Einsatzort das Detektionssystem Magnetik zusammen,
  • kennt die potentiellen Störungsursachen bei Gerät und Bediener,
  • setzt die Subsysteme in Betrieb,
  • prüft und stellt alle potentiellen Störungsursachen des Detektionssystems Magnetik und des Bedieners ab,
  • führt die Systemprüfung des Detektionssystems Magnetik selbständig aus, erkennt die Fehler und Mängel und führt die Mängelbehebung durch,

Themen:

  • Sachgerechte Lagerung und Transport,
  • Aufbau des Detektionssystems unter Einsatzbedingung,
  • Funktionsprüfung und Mängelabstellung,
  • Dokumentation, Qualitätssicherung,
P 4
8 Datenübertragung von Datenlogger zum PC

Der LT

  • überträgt den Messdatensatz vom Datenlogger zum PC,
  • legt Dateiordner gemäß den Grundsätzen der Detektionsdurchführung an,
  • prüft die Qualität der Messdaten und entscheidet über das Erfordernis der Nacharbeit,
  • dokumentiert die Datensatzprüfung,
  • ergänzt die Dokumentation um die zusätzlichen Daten der Geräteeigenschaften, angewandten Betriebsarten und Durchführungsverfahren,
  • speichert die mängelfreien Daten auf geeignetem Datenträger ab und liefert den Gesamtvorgang bestimmungsgemäß ab.

Themen:

  • Übertragung von Datensätzen zum PC,
  • Datensatzprüfung mit der Auswertesoftware (angeleitete Beispiele zur Erkennung von Aufnahmefehlern),
  • Dokumentation des ausgeführten Detektionsauftrags,
  • Datensicherung und Ablieferung.
P 2
Anzahl: 8 Theoretische Ausbildung (Unterricht)
Praktische Ausbildung (Übungen, Geländedienst)
Theoretische Prüfung
Praktische Prüfung
Gesamt
U
P
11
14
1
2
28

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Datensatzstruktur - Austauschformat Anlage 4e

Die Anlage enthält die Struktur des Datensatzes, welcher auch als Austauschformat in mehreren am Markt angebotenen Auswerteprogrammen enthalten ist oder enthalten sein wird. Das Austauschformat ist die zwingende Voraussetzung für den Dienstleister, die von ihm erbrachte Detektionsleistung in Form des Datensatzes der auftraggebenden Bezirksregierung abliefern zu können.

Durch die herstellerunabhängige Schnittstelle wird der Zielsetzung des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen und dem Vergaberecht entsprochen.

Druck- und Lokalversion

Druck- und Lokalversion

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Erfassungsblätter Anlage 5a

Abbildung 9: Erfassungsblatt - Seite 1

Abbildung 10: Erfassungsblatt - Seite 2

Abbildung 11: Erfassungsblatt - Seite 3

Abbildung 12: Erfassungsblatt - Seite 4

Abbildung 13: Erfassungsblatt - Seite 5

Abbildung 14: Erfassungsblatt - Seite 6

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Ausfüllmuster Anlage 5b

Abbildung 15: Ausfüllmuster - Erfassungsblatt Seite 1

Abbildung 16: Ausfüllmuster - Erfassungsblatt Seite 3

Abbildung 17: Ausfüllmuster - Erfassungsblatt Seite 4

Abbildung 18: Ausfüllmuster - Erfassungsblatt Seite 6

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Überwachungstabelle Anlage 5c

Zwecks besserer Überwachung und Auswertung wird die Überwachungstabelle einheitlich von beiden KBD geführt. In Übereinstimmung mit IM-Referat 75 kann sie auf der Grundlage der gewonnen Erfahrungen angepasst werden. Auf die Tabelle wird dann verzichtet, wenn ihre Funktion von DV-gestützten Betriebshilfe übernommen wird.

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Ausbildung in der Anwendung des Kapitels Bombenräumung Anlage 5d

Absicht:

Hiermit wird festgelegt, wie die Anwender des Kapitels Bombenräumung auszubilden sind und welche Fähigkeiten und Kenntnisse sie daraufhin besitzen müssen. Dadurch ist die zu erbringende Leistung definiert. Die Dienststellen und Firmen, welche dieses Kapitel anwenden, sind verpflichtet, das Personal hiernach auszubilden oder ausbilden zu lassen und es in Übung zu halten. Die Dienststellen und Firmen werden gezwungen, die Folgen bei Fähigkeitslücken, Mängeln und Unterlassungen tatsächlich zu verantworten. Insbesondere die verantwortlichen Personen mit Leitungsfunktion sollen hierdurch in die Pflicht genommen werden; sie sollen erkennen, dass die Anwendung des Kapitels Bombenräumung wesentlich den zielführenden Ansatz der Kräfte und Mittel und somit die Wirtschaftlichkeit der Folgemaßnahmen bestimmt und zudem ein elementarer Teilbereich der Gefahrenabwehraufgabe Kampfmittelbeseitigung ist.

Lehrgangsteilnehmer:

Anwender des Kapitels Bombenräumung ist Personal in Leitungs- und Spezialfunktion:

Lehrgangsvoraussetzungen, Ausrüstungsvorgaben:

Keine Lehrgangsvoraussetzungen, da Leitungs- und Funktionspersonal.

Mitzubringende Ausrüstung:

Befähigungsprofil:

Der Lehrgagsteilnehmer

Ausbildungsplan mit Lernzielen:

Die Ausbildung umfasst theoretische und Ausbildungsabschnitte. Die praktische Ausbildung ist mit derjenigen Ausstattung durchzuführen, mit welcher der KBD beziehungsweise die auftragnehmende Firma ausgestattet ist. An den Systemschnittstellen ist in soweit systemübergreifend auszubilden, wie dies für die medienbruchfreie Prozesskette und insbesondere für die Sicherung und Übergabe definierter Daten erforderlich ist.

Die Ausbildung ist in Module gegliedert. In der Tabelle sind die Module, die Lernziele für den Lehrgangsteilnehmer (LT), die Themen des Lehrstoffs, die Methodik (M) der Ausbildung (Unterricht [U], praktische Ausbildung [P]) und der Zeitansatz aufgeführt.

Tabelle 3: Ausbildung im Kapitel Bombenräumung Lernerfolgskontrolle:

Auf eine Lernerfolgskontrolle wird verzichtet. Ausbildungsnachweis:

Der Lehrgangsteilnehmer erhält einen Ausbildungsnachweis mit den folgenden Angaben:

Modul-Nr. Modul - Lernziel - Lehrstoff M Zeit
Grundlagen des Betriebsablaufs

Der LT

  • kennt die Prozesse und Teilaufträge des Betriebsablaufs und des
  • BFS-KB-NRW,
  • kennt das Kapitel mit den Anlagen,
  • kennt die Fehlermöglichkeiten und Abweichungen in der Prozesskette.

Themen:

  • Betriebsablauf KBD NRW,
  • Kapitel Bombenräumung,
  • Rahmenbedingungen des Teilauftrags "Auswertung",
  • Rahmenbedingungen des Teilauftrags "Einmessung",
  • Rahmenbedingungen des Teilauftrags "Detektion",
  • Rahmenbedingungen des Teilauftrags "Räumung",
  • Kartographische Grundlagen.
U 3
Anwendung - Übungsbeispiele (1)

Der LT

  • kennt die ihm für die Aufgabenwahrnehmung auszuhändigenden Unterlagen und Daten,
  • legt die Abfolge der einzelnen Tätigkeiten fest,
  • stellt seine Organisationshilfen bereit,
  • füllt die Erfassungsblätter aus.

Themen:

  • Organisationshilfen,
  • Beispiel 1 - Ausfüllen der Erfassungsblätter,
  • Beispiel 2 - Ausfüllen der Erfassungsblätter.
P 2
Anwendung - Datenerhebung bei der Freilegung

Der LT

  • kennt die Vorgaben des Arbeitsschutzes bei Bodeneingriffen,
  • erhebt die Daten nach der Freilegung,
  • kooperiert mit anderen Prozessbeteiligten.

Themen:

  • Arbeitsschutz, DIN 4124,
  • Bestimmung der Grundrichtungen,
  • Bestimmung der Winkel und Koordinaten,
  • Freilegung des Schusskanals.
P 1
Anwendung - Schwachstellenerkennung, Dokumentation, Auswertung

Der LT

  • erkennt die Fehler in den Erfassungsblättern und im Prozessablauf,
  • führt die Überwachungstabelle,
  • wertet Daten relational zwecks Erkennung von Schwachstelen und Ermittlung von Leistungen aus.

Themen:

  • Datenelemente,
  • Überwachungstabelle,
  • Kenngrößen,
  • Wirtschaftlichkeit,
  • Datenübergabe an KBD und Archivierung.
U 1

1 SAPOS - Satellitenpositionierungsdienst der deutschen Landesvermessung

2 HEPS - Hochpräziser Echtzeit Positionierungsservice (1cm bis 5cm Genauigkeit)

3 DIN 1324 Teil 1: Elektromagnetisches Feld - Zustandsgrößen, Beuth Verlag, Berlin, Mai 1988

4 DIN 1324 Teil 2: Elektromagnetisches Feld - Materialgrößen, Beuth Verlag, Berlin, Mai 1988

5 VDI-Richtlinie 4500 Blatt 2 (Entwurf): Technische Dokumentation - Interne technische Produktdokumentation, Verein Deutscher Ingenieure, Düsseldorf, November 2000

6 siehe: Deutsche Industrienorm der Reihe DIN EN ISO 9000; Beuth Verlag, Berlin

7 DIN EN ISO 8402 Normen zum Qualitätsmanagement, Beuth Verlag, Berlin, Ausgabe Januar 2001

8 MIL-HDBK-217; zu beziehen über http://www.mil-standards.com

9 Reliability Analysis center (Hrsg.): NPRD-95 Nonelectronic Parts Reliability Data, IIT research Institute, Rome, N.Y., USA, 1997; (http://rac.iitri.org/iPC/servlet/iPCServlet?NPRD-95)

10 Naval Surface Warfare center (Hrsg.): NSWC-98/LEI Handbook of Reliability Prediction Procedures for Mechanical Equipment (http://www.dt.navy.mil/code20/291%20htmls/HandbookOrder.html)

11 DIN IEC 706 Teil 1 Elektrotechnik - Leitfaden zur Instandhaltbarkeit von Geräten, Anforderungen und Instandhaltbarkeitsprogramm, Beuth Verlag, Berlin, Ausgabe Dezember 1986

12 Verein Deutscher Ingenieure (Hrsg.): VDI-Richtlinie 4008 Blatt 1 (Entwurf), Voraussetzungen und Anwendungsschwerpunkte von Zuverlässigkeitsanalysen; Beuth Verlag, Berlin, Ausgabe April 1998

13 MIL-STD-470; zu beziehen über http://www.mil-standards.com

14 VDI-Richtlinie 4500 Blatt 1: Technische Dokumentation - Benutzerinformation, Verein Deutscher Ingenieure, Düsseldorf, Februar 1995

15 DIN EN IEC 62079 Erstellen von Anleitungen; Beuth Verlag, Berlin, Ausgabe November 2001

16 DIN 24420 Teil 1 Ersatzteillisten, allgemeines; Beuth Verlag, Berlin, Ausgabe September 1976

17 DIN 24420 Teil 2 Ersatzteillisten, Form und Aufbau des Textteils; Beuth, Berlin, Ausgabe September 1976

18 DIN 31052 Instandhaltung, Inhalt und Aufbau von Instandhaltungsanleitungen; Beuth Verlag, Berlin, Ausgabe Juni 1981

19 Kompaktauftrag: Durchführung einer Räummaßnahme, bei der mehrere Teilaufträge (z.B. Ortserkundung, Einmessung/Absteckung, Oberflächendetektion usw.) in ununterbrochener Abfolge (zeitlich anschließend) vom selben Personal (Teileinheit) ausgeführt wird.

20 Deutsche Norm DIN 4094: Baugrund, Erkundung durch Sondierungen; Beuth Verlag, Berlin, Ausgabe Dezember 1990 oder neuere Ausgabe

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