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GW-Dekon - Technische Richtlinie Gerätewagen Dekontamination Thüringen
- Thüringen -

Vom 29. November 2022
(Thür.StAnz. Nr. 52 vom 27.12.2022 S. 1628)



Archiv: 2016

1 Begriff

Der GW-Dekon ist ein Gerätewagen Logistik 2 (GW-L 2) nach DIN 14555-22 in der jeweils gültigen Fassung mit einer Standardbeladung nach Tabelle 1 dieser DIN sowie einer Zusatzbeladung mit einem Modul Dekon/Thüringen. Eine Ausführung in Abrollbehälter-Bauweise ist zulässig.

2 Zweck

Das Fahrzeug dient dem Transport von Mannschaft und Gerät. Das mitgeführte Modul Dekon/Thüringen dient insbesondere der Dekontamination von Personen und Gerät nach Einsätzen mit Gefahrstoffen und radioaktiven Stoffen. Dabei arbeitet die Besatzung mit anderen Feuerwehreinheiten, insbesondere des Katastrophenschutz-Gefahrgutzuges, zusammen. Die gültige Trinkwasser-Verordnung ist zu beachten. Der Kontaminationsnachweis wird i. d. R. durch weitere ausgebildete Kräfte und Ausstattung des Gefahrgutzuges unterstützt.

3 Technische Anforderungen

Im Folgenden werden die typspezifischen Anforderungen, die von der Grundlagennorm abweichen, geregelt.

3.1 Fahrgestell

3.1.1 Für die technischen Anforderungen an das Fahrzeug gelten DIN 1846-1, DIN EN 1846-2, DIN EN 1846-3, DIN 14502-2 und DIN 14502-3.

3.1.2 Die Ausführung des Fahrzeugs kann entweder als Fahrgestell mit Kofferaufbau oder als Fahrzeug mit Plane und Spriegel erfolgen.

3.1.3 Die Motorisierung muss mindestens 210 kW betragen. Die Geschwindigkeit ist auf 100 km/h zu begrenzen.

3.1.4 Es ist ein automatisiertes Schaltgetriebe vorzusehen.

3.1.5 Das Fahrgestell muss mit verstärkter Federung und Bremsanlage ausgestattet sein. Ein Berganfahrassistent ist vorzusehen.

3.1.6 Bei Verwendung einer Single-Bereifung müssen Vorder- und Hinterachse die gleiche Spurweite aufweisen.

3.1.7 Vorn und hinten müssen jeweils zwei Halterungen für hochfeste Schäkel (Omega-Form, 100 kN nach DIN 82101) angebracht sein. Die Schäkel können separat verladen werden.

3.2 Farbgebung und Beschriftung

3.2.1 Die Aufbauaußenseite ist in der Farbe RAL 3000 oder RAL 3020 auszuführen. Es ist beidseits die Beschriftung "GW-Dekon Thüringen" in weiß anzubringen.

3.3 Elektrische Anlage

3.3.1 Die Leistungsfähigkeit des Generators bzw. die Batteriekapazität sind so auszulegen, dass die Stromversorgung der üblichen Fahrzeugsysteme und aller anderen Ausrüstungen gewährleistet sind. Dazu ist eine Energiebilanz in Anlehnung an die Musterenergiebilanz nach DIN 14502-2 zu erstellen.

3.3.2 Ein Batteriewächter mit optischer und akustischer Anzeige muss vorhanden sein. Ein Batteriebetrieb für 18 Fahrbewegungen der belasteten Ladebordwand sowie für Fahrzeug- und Funkbetrieb einschließlich Fahrzeug- und Umfeldbeleuchtung von mindestens 2 h ist sicherzustellen.

3.3.3 Außen an der linken Fahrzeugseite ist im Bereich des Einstiegs ein Gerätestecker für 230 V (Wechselspannung) mit Fehlerstromschutzschalter für eine Ladeeinrichtung der Fahrzeugbatterie und zum Betrieb aller elektrischen Geräte und Einrichtungen (Funk, Scheinwerfer usw.) gut zugänglich einzurichten. Während der Einspeisung der 230 V (Wechselspannung) muss sichergestellt sein, dass das Fahrzeug nicht gestartet werden kann oder die Steckverbindung automatisch getrennt wird.

3.3.4 Die Umfeld-Beleuchtung ist in LED-Bauweise auszuführen.

3.4 Aufbau

3.4.1 Zwischen Mannschaftsraum und Geräteraum ist ein Lichtmast mit mindestens vier LED-Strahlern zu montieren, welche über das Bordnetz versorgt werden. Die untere Lichtpunkthöhe muss mindestens 2 m über dem höchsten festen Punkt des Fahrzeuges liegen. Die Gesamtlichtleistung muss mindestens einem Lichtstrom von 20.000 Lumen entsprechen.

3.4.2 Es sind Lagerungen für vier Kraftstoffkanister à 20 l vorzusehen (für den Stromerzeuger bzw. weitere Verbraucher). Die Kraftstoffkanister sind gegen Steinschlag, sonstige mechanische Beanspruchung und Diebstahl geschützt zu lagern.

3.4.3 Der Stromerzeuger ist so zu lagern, dass die sichere Entnahme und der sichere Betrieb gewährleistet sind. Auf dem Stromerzeuger ist der Hinweis anzubringen, dass ein Betreiben im Geräteraum nicht zulässig ist.

3.4.4 Die Bedienelemente für die Ladebordwand sind im Heckbereich auf der von der Fahrbahn abgewandten Seite anzubringen. Die Beleuchtung der Ladefläche und der Ladebordwand ist in LED-Bauweise auszuführen. Bei der Möglichkeit einer seitlichen Beladung ist eine zusätzliche Ausleuchtung zu gewährleisten.

3.4.5 Der Laderaum muss eine Stellfläche für mindestens 8 Rollcontainer aufweisen. Zur Ladungssicherung sind ausschließlich Halteklauen mit Querbalken zu verwenden. Das Rollensystem der Container muss mindestens zwei drehbare Räder (360 Grad) mit selbsttätig wirkender Feststellbremse (Totmannbremse) besitzen. Die Bedienung der Bremse muss über eine durchgehende Griffstange erfolgen.

3.4.6 Eine Abrollsicherung gegen unbeabsichtigtes Lösen der Rollcontainer ist annähernd über die gesamte Breite vorzusehen. Sie muss für den Raddurchmesser geeignet sein. Der Raddurchmesser muss mindestens 200 mm betragen und die Räder müssen vollgummiert und chemikalienbeständig sein.

3.4.7 Die Rollcontainer sind außen mit einer wasser- und abriebfesten Liste (z.B. laminiert) zu versehen, die eine Übersicht über alle im Container verpackten Bauteile enthält.

3.5 Funktechnische Anlage

3.5.1 Die Bedienteile für ein digitales TETRA-Mobilfunkgerät (MRT) sind im Beifahrerbereich an einer für die Bedienung günstigen Stelle zu installieren.

3.6 Anforderungen bei Ausführung in Abrollbehälter-Bauweise

3.6.1 Bei Ausführung als Abrollbehälter ist die DIN 14505 in der jeweils gültigen Fassung anzuwenden.

3.6.2 Der Aufbau des Abrollbehälters richtet sich nach den Anforderungen zu den Kofferaufbauten für Gerätewagen Logistik 2 (GW-L2) nach DIN 14555-22 in der jeweils gültigen Fassung sowie nach den besonderen Anforderungen aus Punkt 3.4 dieser Richtlinie.

3.6.3 Der Abrollbehälter ist mit einer Heckklappe über die gesamte Breite des Aufbaus und einer Auffahreinrichtung für Rollcontainer zu versehen.

3.6.4 Bei Ausführung als Abrollbehälter ist die Funktechnik nach Nr. 6.13 der Beladetabelle im Abrollbehälter zu verlasten.

3.6.5 Teile der Beladung Ausrüstungsmodul Dekon/Thüringen nach Nr. 4b Tabelle Ausrüstungsmodul Dekon/Thüringen können im Abrollbehälter fest installiert werden, insbesondere Duscheinrichtungen. Dabei ist jedoch die Dreiteilung in Auskleide-, Dusch- und Ankleidebereich (Nr. 4b Tabelle Ausrüstungsmodul Dekon/Thüringen Pkt. 9.22) zu berücksichtigen; ggf. ist das Dekontaminationszelt nach Nr. 9.2.2 entsprechend anzupassen.

4 Feuerwehrtechnische Beladung

Die Beladung muss nach feuerwehrtechnischen Gesichtspunkten gelagert werden. Zusammengehörige Teile sollten zusammen gelagert werden. Besonderer Wert ist auf eine ergonomisch günstige Be- und Entladung zu legen.

Alle Komponenten der Dekontaminationsausstattung müssen konzeptionell aufeinander abgestimmt sein und in einer schlüssigen Bilanz nachgewiesen werden (Stromversorgung, Frisch- und Abwassersystem). Die technische Ausführung der Frischwasserzufuhr bis zur Duschwasserentnahme muss den Forderungen des § 17 Trinkwasserverordnung entsprechen (vgl. Systemskizze).

Die feuerwehrtechnische Beladung setzt sich aus folgenden Bestandteilen zusammen:

  1. Standardbeladung nach DIN 14555-22 (GW-L2) Tabelle 1 und
  2. Ausrüstungsmodul "Dekon/Thüringen" (siehe folgende Tabelle)

Tabelle: Ausrüstungsmodul Dekon/Thüringen


Gruppe Gegenstand

Norm

Stückmasse/
kg

Stückzahl

Gesamtmasse/
kg

1 Schutzkleidung/Schutzgerät
1.1 Chemikalienschutzanzug Körperschutz Form 2, Typ 3 mit Gesichtsabdichtung, angesetzten Schutzhandschuhen und integrierten Füßlingen mit Tropfrand EN 14605 1,8 8 14,4
1.2 chemikalienfeste Kunststoffhandschuhe, mindestens 350 mm lang (Paar) DIN EN ISO 374 0,3 8 2,4
1.3 Set CSA-Unterkleidung, bestehend aus:
  • Funktionsbekleidung langärmelig
  • Unterziehhandschuhe aus Baumwolle (Paar)
  • Füßlinge zum Tragen in Gummistiefeln/Socken
2,0 8 16,0
1.4 Sicherheitsgummistiefel Typ 3 Klasse II Form D mit durchtrittsicherer Sohle (Paar) DIN EN 15090 2,8 8 22,4
1.5 Atemschutzmaske inkl. Tragebox DIN-EN 136
DIN-EN 148-3
0,8 8 6,4
1.6 Kombinationsschraubfilter ABEK2-P3 EN 14387 0,3 14 4,2
3 Schläuche, Armaturen und Zubehör
3.1 Schlüssel B (für Oberflurhydranten) DIN 3223 2,2 1 2,2
3.2 Schlüssel C (für Unterflurhydranten) DIN 3223 5,6 1 5,6
3.3 Kupplungsschlüssel BC DIN 14822 0,5 2 1,0
4 Rettungsgerät
4.1 Rettungsschere geeignet für Leder, Textil 0,5 1 0,5
5 Sanitätsgerät
5.1 Krankenhausdecke, mind. 1100 x 1900 mm in Schutzhülle 2,0 10 20,0
5.2 Rettungsdecke, wärmeisolierend Gold/Silber, 1600 x 2100 mm DIN 13164 0,06 10 0,6
5.3 Rettungsbrett mit Gurtsystem, abwaschbar 8,0 2 16,0
5.4 Schleifkorbtrage aus nichtrostendem Stahl mit mindestens vier verstellbaren Haltegurten, Belastbarkeit min. 150 kg, Maße etwa 2130 mm x 610 mm x 180 mm abwaschbar 15,0 1 15,0
6 Beleuchtungs-, Signal- und Fernmeldegerät
6.1 Hinweisschild "Dekontaminationsstelle" ca. 300 x 800 mm, rote Schrift auf weißem Grund mit Schilderständern 0,2 3 0,6
6.2 Folienabsperrband rot/weiß, 80 mm breit, Rolle 500 m 3,6 2 7,2
6.3 Haltepfosten 1,2 m verzinkt, m. Öse f. Absperrleinen 1,2 12 14,4
6.4 Fußstück zur Aufstellung von Haltepfosten auf festem Untergrund mit Zusatzgewicht von mindestens 2,5 kg 4,5 12 54,0
6.5 Anhaltestab mit Halterung im Fahrerraum, beleuchtet, beidseitig rot leuchtend 0,7 1 0,7
6.6 Vollreflektierendes Faltsignal 900 mm 2,0 1 2,0
6.7 Flächige LED-Einsatzstellenbeleuchtung mit einer Lichtleistung ausreichend für einen Lichtstrom von mind. 10.000 Lumen, Anschluss an Stromversorgung 230 V, mit 10 m Anschlusskabel, alle Steckverbindungen in Schutzart IP67 15,0 2 30,0
6.8 Stativ für LED-Einsatzstellenbeleuchtung nach 6.8, auf mindestens 3.500 mm ausziehbar, mit Sturmverspannung zusätzlich 15,0 2 30,0
6.9 Leitungsroller, 400/230 V, in Schutzart IP54 nach DIN EN 60529 (VDE 0470 Teil 1), Länge Zuleitung: 50 m,
Abgang: 1 Steckdose DIN EN 60309 (VDE 0623) 16A 5P 400V, 2 Steckdosen DIN 49442, 2P + E, 16 A 250 V, alle Steckverbindungen in IP67
DIN EN 61316 22,0 1 22,0
6.10 Schutzkontakt-Stromverteiler, alle Bauteile u. Steckverbindungen in Schutzart IP67 nach DIN EN 60529 (VDE 0470 Teil 1), Länge Zuleitung: 2 m,
Abgang: 1 Steckdose DIN EN 60309 16A 5P 400V, abgesichert über FI-Schalter 40/0,03A, 6 Steckdosen DIN 49442, 2P + E, 16 A, 250V paarweise abgesichert über 3 FI-Schalter 0,40/0,03 A
1,8 1 1,8
6.11 Schutzkontakt-Stromverteiler, alle Bauteile u. Steckverbindungen in Schutzart IP67 nach DIN EN 60529 (VDE 0470 Teil 1), Länge Zuleitung: 1 m
Abgang: 1 Steckdose DIN EN 60309 (VDE 0623) 16 A 5P 400 V, 4Steckdosen DIN 49442, 2P + E, 16 A 250 V
0,8 1 0,8
6.12 Verlängerungskabel u. Steckverbindungen in Schutzart IP67 nach DIN EN 60529, 16 A, 250 V; Länge: 10 m 2,4 1 2,4
6.13 TETRA-Handfunkgerät (HRT) in ATEX- Ausführung für die Verwendung im BOS-Digitalfunk inklusive Hochleistungsakku mit prozessorgesteuertem Schnellladegerät mit Temperaturüberwachung, ggf. mit Tragetasche 1,2 4 4,8
6.14 Hör-Sprechgarnitur für Handfunkgeräte nach 6.14 1,0 4 4,0
7 Arbeitsgeräte
7.1 Stromerzeuger, Leistung an die Beladung angepasst, mit einer Nennleistung von mindestens 13 kVA und Fremdbetankungseinrichtung, geräuscharm DIN 14685-1 150,0 1 150,0
9 Sondergerät
9.1 Sondergerät allgemein
9.1.1 Satz Büromaterial (Klemmbrett, Stifte, Papier etc.) - komplett im Koffer 3,5 1 3,5
9.1.2 Sitzgarnitur Kunststoff, wetterbeständig, bestehend aus
  • 2x klappbarer Bank (Sitzfläche mind. 1.200 mm x 240 mm)
  • 1x klappbarer Tisch (Tischfläche mind. 1.200 mm x 500 mm)
18,0 1 18,0
9.1.3 Abgasschlauch 50 mm X 1.500 mm für Stromerzeuger zusätzlich DIN 14572 2,5 1 2,5
9.1.4 Kraftstoffkanister 20 l (gefüllt) für Aggregate DIN 7274 21,5 4 86,0
9.2 Sondergerät Dekontamination
9.2.1 luftgestützte Einpersonen-Dekon-Dusche mit außenliegendem Druckluftanschluss, inkl. Zubehör (u.a. vollständige Einrichtung zum Befüllen und Entleeren inkl. Überlastschutz), mit Anschlussmöglichkeit für zwei Handbürsten für den Ersteinsatz oder Vorreinigung, Duschhaube mit integrierten Handschuhen zur Unterstützung von außen, mit nachgeschaltetem Abtropfbereich als Wanne ausgeführt, Anschlüsse für Duschwasser und Abwasser rechts und links, Ausführung D-Kupplung, Betriebsdruck der Dusche ca. 5-8 bar, Wasserverbrauch bis 20 l/min regelbar, Ausführung aller Zuleitungen, Armaturen und Abgabeeinrichtungen für Frischwasser trinkwassergeeignet 24,0 1 24,0
9.2.2 Handbürste, trinkwassergeeignet, passend zu Anschlusssystem 9.2.1 1,0 2 2,0
9.2.3 Dekontaminationszelt luftgestützt mit außenliegendem Druckluftanschluss und passender Durchführung für Zeltheizung (9.2.25), inkl. Zubehör (u.a. vollständige Einrichtung zum Befüllen und Entleeren inkl. Überlastschutz); Ausführung mindestens 20 m2 Grundfläche, dreigeteilt, beginnend mit Auskleidebereich, integrierter Dusche, danach Ankleidebereich; dort im gesamten Deckenbereich mit Netz, punktuell bis 15 kg belastbar (z.B. Anbringen der Beleuchtung, Kleiderbügel mit Bekleidung usw.), Dusche mindestens 2 Handbrausen und 2 Duschköpfe max. je 15 l/min, Anschlüsse für Dusch- und Abwasser rechts und links, absperrbar, Ausführung D-Kupplung2, Ausführung aller Zuleitungen, Armaturen und Abgabeeinrichtungen für Frischwasser trinkwassergeeignet 71,5 1 71,5
9.2.4 elektrisches Zeltgebläse inklusive Zubehör zum Befüllen und Entleeren, passend zu Nr. 9.2.1 und 9.2.3 12 2 24
9.2.5 Satz LED-Zelt-Beleuchtung, mindestens IP67, für ausreichende Beleuchtung in allen Abschnitten 21,0 1 21,0
9.2.6 Gummiwabenmatte zum Auslegen von Ein- Personen-Dekon-Dusche und Dekontaminationszelt, rutschfest (alternativ können Bodenroste eingesetzt werden) 120,0
9.2.7 Gitterfolien, gewebeverstärkt, 4 m x 4 m 5,0 2 10,0
9.2.8 Dekonplane zur Kennzeichnung der Bereiche, je rotgelbgrün, Größe je 2 m x 4 m, mit Klettverschluss an allen Seiten verbindbar 15,0 2 30,0
9.2.9 Standrohr mit Abgängen 2 x C 3, trinkwassergeeignet DVGW W 405-Beiblatt 1 10,0 1 10,0
9.2.10 Systemtrenner, trinkwassergeeignet, für Trinkwasser (BA VO C); Anschluss 2 x Storz C-52 DIN EN 1717
DIN 2001-2
2 1 2
9.2.11 Druckschlauch, C, 20 m, trinkwassergeeignet, Farbe blau 9,0 5 45,0
9.2.12 Verteiler C-DCD, trinkwassergeeignet, Farbe blau mit Kugelabsperrorgan, mit Saug-Druckschlauch C, 1 m, trinkwassergeeignet 3,1 1 3,1
9.2.13 Flexibler Trinkwasserbehälter, mindestens 1000 l, mit Beschriftung "Frischwasser" (Größe mindestens 250 mm), zur Verwendung i.V. m. Inlinern (9.2.42), mit Entnahmearmatur Storz C 2 15,0 1 15,0
9.2.14 Pumpe zur Wasserversorgung, "Hauswasserwerk", Ausführung der Pumpe in Edelstahl, mind. 5000 l/h Förderleistung, mit Sauggarnitur, Anschlüsse D-Kupplung 2, trinkwassergeeignet, mit 10 m Anschlusskabel mit Stecker DIN 49443, 2P+E, 16 A, 250 V 20,0 1 20,0
9.2.15 Durchlauferhitzer (Heizöl), mind. 100 kW Heizleistung, trinkwassergeeignet, mit Thermostatsteuerung für 2 getrennte Abnahmestellen, Mindest-Wasserabgabemenge 60 l/min mit der Möglichkeit der Kraftstofffremdbetankung aus 20 l-Kraftstoffkanister, Anschlüsse D-Kupplung 3, mit 10 m Anschlusskabel mit Stecker DIN 49443, 2P+E, 16 A, 250 V 120,0 1 120,0
9.2.16 Saug- Druckschlauch, D 3, trinkwassergeeignet, Farbe blau, Aufdruck "Trinkwasser",1 m, temperaturbeständig bis 75°C 2,2 6 13,2
9.2.17 Saug- Druckschlauch, D 3, trinkwassergeeignet, Farbe blau, Aufdruck "Trinkwasser", 5 m, temperaturbeständig bis 75°C 8,0 8 64,0
9.2.18 Falttank geschlossen für kontaminiertes Duschwasser mit Beschriftung "Abwasser", (Größe mindestens 250 mm), mindestens 2000 l, Anschluss C-Kupplung 3 (mindestens doppelte Größe des Frischwassertanks) 25,0 1 25,0
9.2.19 Verteiler C-DCD 3, Farbe nicht blau, mit Kugelabsperrorgan DIN 14342 2,1 1 2,1
9.2.20 Reinigungskonzentrat auf Tensidbasis im Kanister und in handelsüblichen Seifenspendern, insgesamt mindestens 10 l 11,0 2 22,0
9.2.21 Schmutzwasserpumpe, selbstansaugend, niveaugesteuert, mit Rückschlagventil, Anschlüsse D-Kupplung 3, Mindestfördermenge 40 l/min, mit 10 m Anschlusskabel mit Stecker DIN 49443, 2P+E, 16 A, 250 V 10,0 2 20,0
9.2.22 Saug-Druckschlauch D 3, Farbe schwarz mit Aufdruck "Abwasser" 1 m 1,8 4 7,2
9.2.23 Saug-Druckschlauch D 3, Farbe schwarz mit Aufdruck "Abwasser" 5 m 5,5 4 22,0
9.2.24 Druckschlauch, C 3, 20 m, Farbe schwarz mit Aufdruck "Abwasser" 9,0 1 9,0
9.2.25 Industriesauger 230 V/50 Hz, bis 1500 W, für Schmutzwasseraufnahme und - Abgabe, Anschluss C-Kupplung3, mit 10 m Anschlusskabel mit Stecker DIN 49443, 2P+E, 16 A, 250 V 35,0 1 35,0
9.2.26 Zeltheizung (Heizöl), mindestens 12 kW Heizleistung, Betriebsdauer von mind. 2 h bei einer Tankfüllung, inkl. Fernbedienung und Zubehör für die Kraftstofffremdbetankung aus 20 l-Kraftstoffkanistern, mit 10 m Anschlusskabel mit Stecker DIN 49443, 2P+E, 16 A, 250 V 25,0 1 25,0
9.2.27 Verteiler D-2D 3 mit Kugelabsperrorgan, trinkwassergeeignet, Farbe blau 0,9 1 0,9
9.2.28 Übergangsstück C-D 3, trinkwassergeeignet DIN 14341 0,4 1 0,4
9.2.29 Übergangsstück B-C 3, trinkwassergeeignet (Adaptierung Überflurhydrant) DIN 14342 0,7 1 0,7
9.2.30 Strahlrohr mit D-Festkupplung 3, trinkwassergeeignet 0,6 1 0,6
9.2.31 Druckspritze zum Aufbringen von Dekon-/Desinfektionslösung, Mindest-Volumen 5 l 5,0 1 5,0
9.2.32 Behälter aus Kunststoff, weitgehend chemikalienbeständig, ineinander stapelbar, ca. 170 l Inhalt mit Deckel 13,0 4 52,0
9.2.33 Transport- und Stapelkasten aus ND-PE, 600 mm x 400 mm x 320 mm zur Ablage von Einsatzbekleidung 2,4 8 19,2
9.2.34 Rolle PE-Folie 4 m x 25 m, mindestens 0,3 mm stark 10,0 2 20,0
9.2.35 Rolle PE-Säcke mindestens 1.200 mm x 800 mm, mindestens 0,2 mm stark, mit Verschlussmöglichkeit 1,0 10 10
9.2.36 Runde Entkleidungs- und Transportplane (Durchmesser 2.000 mm), luftdicht verschließbar, für zu dekontaminierende Ausrüstung 3,0 6 18,0
9.2.37 Einweghandtücher, mindestens 1600 mm x 800 mm 0,5 24 12,0
9.2.38 Rolle chemikalienbeständiges Gewebe- Klebeband, Länge 25 m, Breite 50 mm 0,5 2 1,0
9.2.39 IBC, zusammenklappbar für Inliner (9.2.39), mit Entnahmearmatur C 1, trinkwassergeeignet, mit Ausstattung für Ladungssicherung 105,0 1 105,0
9.2.40 Inliner für IBC (9.2.38), trinkwassergeeignet, steril verpackt 1,0 5 5,0
9.2.41 Schlauchabsperrung C 3, trinkwassergeeignet 2,0 1 2,0
9.2.42 Inliner für Falttank (9.2.13), trinkwassergeeignet, steril verpackt 1,0 5 5,0
Summe Ausrüstungsmodul "Dekon/Thüringen" (gerundet)
(Red.Anm: Die Fußnoten sind nicht vollständig. ggf folgt eine Berichtigung)

1) Ausführung als Storz-Kupplung in Edelstahl


Standardbeladung DIN 14555-22 GW-L2 Tabelle 1 237,0 kg
Beladung Dekon/Thüringen 1580,3 kg
GESAMTBELADUNG 1817,3 kg

Inkrafttreten, Außerkrafttreten

Diese Richtlinie tritt am Tage nach ihrer Veröffentlichung in Kraft und am 31.12.2027 außer Kraft.

Mit der Veröffentlichung dieser Richtlinie tritt die Technische Richtlinie Gerätewagen Dekontamination Thüringen (GW-Dekon) vom 19.02.2016 (ThürStAnz Nr. 12/2016 S. 513), zuletzt geändert am 02.12.2021 (ThürStAnz Nr. 52/2021 S. 2173), außer Kraft.

.

Prinzipskizze Wasser/Abwasser
(stationäre Trinkwasserversorgung)
Anlage 1a

Druck- und Lokalversion
.

Prinzipskizze Wasser/Abwasser
(mobileTrinkwasserversorgung)
Anlage 1b

Druck- und Lokalversion
.

Prinzipskizze Elektroplan Anlage 2

Druck- und Lokalversion


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