VBG 7n6 Metallbearbeitung; Schleifkörper, Pließt- und Polierscheiben;
Schleif- und Poliermaschinen
I. Deutscher Schleifscheibenausschuss
§ 1 außer Kraft;
siehe UVV "Schleif- und Bürstwerkzeuge" (VBG 49).
II. Schleifkörper (außer Großschleifkörper) und Schleifmaschinen
a) Allgemeines
(1) Für Schleif- und Poliermaschinen, die unter den Anwendungsbereichder Richtlinie des Rates vom 14. Juni 1989 zur Angleichung der Rechtsvorschriftender Mitgliedstaaten für Maschinen (89/392/EWG), zuletzt geändertdurch die Richtlinie des Rates vom 20. Juni 1991 (91/368/EWG), und der Richtliniedes Rates vom 30. November 1989 über Mindestvorschriften für Sicherheitund Gesundheitsschutz bei Benutzung von Arbeitsmitteln durch Arbeitnehmer bei der Arbeit (89/655/EWG) fallen, gelten die folgenden Bestimmungen.
(2) Für Schleif- und Poliermaschinen, die unter den Anwendungsbereichder Richtlinie 89/392/EWG fallen und nach dem 31. Dezember 1992 erstmalsin Betrieb genommen werden, gelten anstatt der Beschaffenheitsanforderungendieser Unfallverhütungsvorschrift die Beschaffenheitsanforderungen des Anhangs I der Richtlinie. Der Unternehmer darf diese Maschinen erstmals nurin Betrieb nehmen, wenn ihre Übereinstimmung mit den Bestimmungen der Richtlinie durch eine EG. Konformitätserklärung nach Anhang II sowie das EG-Zeichen nach Anhang III der Richtlinie nachgewiesen ist.
(3) Absatz 2 gilt nicht für Schleif- und Poliermaschinen, die den Anforderungen dieser Unfallverhütungsvorschrift entsprechen und bis zum 31. Dezember 1994 in den Verkehr gebracht worden sind.
(4) Schleif- und Poliermaschinen, die nicht unter Absatz 2 fallen, müssenspätestens am 1. Januar 1997 mindestens den Anforderungen der Richtlinie 89/655/EWG entsprechen.
§§ 2 bis 5 außer Kraft;
siehe UVV "Schleif- und Bürstwerkzeuge" (VBG 49).
f) Schutzhauben
(1) Schleifmaschinen müssen mit nachstellbaren Schutzhauben aus zähemBaustoff ausgerüstet sein. Bei ortsfesten Schleifmaschinen, die bei Inkrafttreten dieser Vorschrift vorhanden sind oder bis zum 1. April 1955neu beschafft werden, genügen an Stelle der Schutzhauben nachstellbare Schutzbügel aus zähem Baustoff.
(2) Die Schutzhauben müssen den im Anhang 2 dieser Unfallverhütungsvorschrift enthaltenen Angaben entsprechen, damit siebeim Zerspringen der Schleifkörper die Bruchstücke sicher auffangenkönnen. Sie dürfen nur den für die Arbeit benötigten Teil des Schleifkörpers freilassen.
(3) außer Kraft; siehe UVV "Schleif- und Bürstwerkzeuge" (VBG 49).
(4) Schutzhauben von Handschleifmaschinen brauchen nicht nachstellbar zu sein (ausgenommen Handschleifmaschinen nach § 13 Abs. 2).
(5) Ausgenommen von den Bestimmungen des Absatzes 1 sind Schleifmaschinenmit Schleifkörpern in keramischer, Gummi- oder Kunstharzbindung biseinschließlich 50 mm Durchmesser, in Kunstharzbindung mit Faserstoffeinlagebis einschließlich 70 mm Durchmesser (Kleinstschleifkörper), fernerelektrische Handschleifmaschinen bis 150 W Leistungsaufnahme mit Umfangsgeschwindigkeiten von höchstens 10 m/s bei Verwendung geraderoder wenig ausgesparter Schleifkörper. Ebenfalls ausgenommen sind handbetriebene Kleinschleifmaschinen, wenn
(6) Bei handbetriebenen Schleifmaschinen, die nicht unter die Ausnahme des Absatzes 5 fallen, genügt ein Schutzbügel.
(7) Die Schutzhauben und -bügel müssen der Abnutzung des Schleifkörpers entsprechend nachgestellt werden.
(8) außer Kraft; siehe UVV "Schleif- und Bürstwerkzeuge" (VBG 49).
§§ 7 und 8 außer Kraft;
siehe UVV "Schleif- und Bürstwerkzeuge" (VBG 49). )
i) Schleifmaschinen
(1) Die Wellenenden der Schleifmaschinen sind zu verkleiden, wenn die Endenum mehr als ein Viertel des Wellendurchmessers aus der Spannmutter herausragen.Glatte Wellenenden unter 50 mm Länge bedürfen keiner Verkleidung, sind aber abzurunden. Innengewinde sind gegen Hineingreifen zu sichern.
(2) Die Werkstückauflagen der Schleifmaschinen für Handschliff(Schleifböcke) müssen nachstellbar sein. Sie sind stets allseitigdicht an die Schleifscheibe heranzustellen. Einteilige U-förmige Werkstückauflagen sind unzulässig.
(3) Beim Trockenschleifen im Dauerbetrieb ist der Schleifstaub abzusaugen oder auf andere Weise unschädlich zu machen.
(1) Schleifmaschinen mit Drehzahlregulierung müssen mit einer zwangsweisewirkenden Verriegelung ausgerüstet sein, die eine Überschreitungder zulässigen Höchstumfangsgeschwindigkeit des Schleifkörpers verhindert.
(2) Ist bei Handschleifmaschinen der Einbau einer Verriegelung nach Absatz 1 nicht möglich, müssen Angaben über die bei den verschiedenen Drehzahlstufen zulässigen größten Schleifscheibendurchmesser auf der Maschine deutlich sichtbar und dauerhaft angebracht sein.
(1) Bei Flachschleifmaschinen sind Vorkehrungen gegen das Herausschleudern von Werkstücken zu treffen, z.B. durch Anbringen von Fangblechen.
(2) Flachschleifmaschinen mit elektromagnetischer Spannvorrichtung undmaschinellem Vorschub sind so einzurichten, dass der Vorschubantrieb nur nach dem Einschalten des Magnetstroms eingerückt werden kann.
(3) Die Einschaltstellung muss bei elektromagnetischen Spannvorrichtungendurch eine Signallampe, bei permanent-magnetischer Spannvorrichtung durch eine Sichtmarke erkennbar sein.
Bei Innenschleifmaschinen muss der Schleifkörper während des Ein-und Ausspannens des Werkstückes und beim Messen durch eine klapp- oder schwenkbare Schutzvorrichtung gegen Berühren gesichert sein.
k) Schleifmaschinen für erhöhte Umfangsgeschwindigkeiten
(1) Schleifmaschinen für erhöhte Umfangsgeschwindigkeiten müssennach Aufstellung (z.B. Untergrund, Verankerung) und Bauart (z.B. Lagerungder Schleifspindel, Steifigkeit des Maschinengestells) für die zugelassene Geschwindigkeit geeignet sein und folgenden zusätzlichen Anforderungenentsprechen (bezüglich Schutzhauben siehe Anhang 2 dieser Unfallverhütungsvorschrift):
(2) Auf Handschleifmaschinen für erhöhte Umfangsgeschwindigkeitendürfen ausgesparte Schleifkörper nur verwendet werden, wenn die Schutzhaube den ganzen Schleifkörperumfang umfasst. Bei tief ausgesparten Schleifkörpern muss die Schutzhaube in axialer Richtung nachstellbar sein.
(3) außer Kraft; siehe UVV "Schleif- und Bürstwerkzeuge" (VBG 49).
§§ 13a und 13b außer Kraft;
siehe UVV "Schleif- und Bürstwerkzeuge" (VBG 49).
m) Augenschutz
(1) Bei Trockenschliff müssen Schutzbrillen getragen werden.
(2) Bei leichteren, kurzfristigen Arbeiten sind Schutzbrillen nicht erforderlich,wenn die Schleifmaschinen mit Schutzfenstern gegen Funkenflug ausgerüstetsind. Die Fenster müssen aus nicht splitterndem Glas oder ähnlichemWerkstoff bestehen und sollen durch Gelenke einstellbar sein; sie müssensich in solcher Höhe über der Werkstockauflage befinden, dass sie das Zuführen des Werkstückes nicht behindern.
(3) Bei freihändigem Schleifen an der unteren Scheibenhälftekönnen als Funkenschutz an der Schutzhaube befestigte Schürzen aus Pappe, Gummi oder Stoff verwendet werden.
III. Naturschleifsteine
§ 15 außer Kraft;
siehe UVV "Schleif- und Bürstwerkzeuge" (VBG 49).
IV. Großschleifkörper
§§ 16 bis 20
außer Kraft; siehe UVV "Schleif- und Bürstwerkzeuge" (VBG 49).
e) Schutzhauben
(1) Die Schleifkörper sind durch kräftige Schutzhauben aus Stahlzu sichern. Die Schutzhauben müssen verstellbar sein und dem Verschleiß der Schleifkörper entsprechend nachgestellt werden.
(2) Die Stärke der Bolzen und Verankerungen muss den Abmessungen der Haube entsprechen (Anhang 5). Besonders der hintere Bolzen muss genügend lang und gegen Herausziehen gesichert sein.
f) Probelauf
§ 22 außer Kraft;
siehe UVV "Schleif- und Bürstwerkzeuge" (VBG 49).
g) Sonstiges
§ 23 außer Kraft;
siehe UVV "Schleif- und Bürstwerkzeuge" (VBG 49).
Während des Stillstandes des Schleifkörpers muss jegliche Wasseraufnahme verhindert werden.
§ 25 außer Kraft;
siehe UVV "Schleif- und Bürstwerkzeuge" (VBG 49).
V. Polierkörper und Lamellenschleifkörper
außer Kraft; siehe UVV "Schleif- und Bürstwerkzeuge" (VBG 49).
VI. Hölzerne Pließt- und Polierscheiben, Poliermaschinen
§§ 26 bis 31
außer Kraft; siehe UVV "Schleif- und Bürstwerkzeuge" (VBG 49).
VII. Ordnungswidrigkeiten
Ordnungswidrig im Sinne des § 710 RVO handelt, wer vorsätzlichoder fahrlässig den Bestimmungen der § 1a Abs. 2 Satz 2, § 6 Abs. 1 Satz 1, Abs. 2 oder 7, §§ 9, 10, 11, 12, 13, § 14 Abs. 1 oder 2 Satz 2, §§ 21 oder 24 zuwiderhandelt.
VIII. Inkrafttreten
(1) Diese Unfallverhütungsvorschrift tritt am 1. Mai 1954 in Kraft,gleichzeitig werden die §§ 9 bis 26 der Unfallverhütungsvorschrift "Metallbearbeitung" (VBG 7n) ungültig.
(2) Die Übergangs- und Ausführungsbestimmungen gemäßAbschnitt gelten auch für die vorstehende Unfallverhütungsvorschrift. Auf § 13 findet sie jedoch keine Anwendung.
(3) gegenstandslos; siehe UVV "Schleif- und Bürstwerkzeuge" (VBG 49).
Anhang 1
gegenstandslos
Anhang 2
Baustoffe und Windstärken für Schutzhauben
Als zähe Baustoffe gelten:
I. besondere Kennzeichnung:
1. Schmiedbarer Stahl in allen Arten und Legierungen nach DIN 1612, 1613, 1623, 17100.
2. Stahlguß nach DIN 1681.
II. Mit besonderer Kennzeichnung:
3. Hochwertiger weißer Temperguß GTW 40 nach DIN 1692 für Wanddicken von 4 bis 9 mm; Kennzeichnung auf der Schutzhaube: GTW 40 und Fabrikmarke.
4. Hochwertiger schwarzer Temperguß GTS 35 nach DIN 1692; Kennzeichnung auf der Schutzhaube: GTS 35 und Fabrikmarke.
5. Gußeisen mit Kugelgraphit nach DIN 1693 mit nachstehenden Mindestwerten
| Zugfestigkeit Streckgrenze Dehnung | 38 kg/mm2 25 kg/mm2 12 % |
Kennzeichnung auf der Schutzhaube GGG 35.3 bzw. GGG 40.3 und Fabrikmarke
| Querschnitt einer Schutzhaube | Beispiel einer Schutzhaube für Werkstattschleifmaschinen (Schleifblöcke) |
| |
Die Wandstärken für die Seitenteile B gelten unter der Voraussetzung,dass auch das abnehmbare Seitenteil als voll tragend anzusehen ist; andernfallsmuss das feste Seitenteil dieselbe Wandstärke aufweisen wie das Umfangsschutzteil A.
Mindestwandstärken in mm für Schutzhauben aus den unter I und II genannten Baustoffen:
| Werkstoff | Schleif- scheiben- Umfangs- geschwin- digkeit | Größte Breite der Schleif-scheibe in mm | Schleifscheibendurchmesser in mm | |||||||||||||||||
| bis 150 | bis 200 | bis 300 | bis 400 | bis 500 | bis 600 | bis 750 | bis 900 | bis 1200 | ||||||||||||
| A | B | A | B | A | B | A | B | A | B | A | B | A | B | A | B | A | B | |||
| hochwertiger Temperguß Sphäroguß | bis 30 m/s | 50 | 6 | 6 | 8 | 6 | 9 | 8 | 12 | 9 | 15 | 12 | 18 | 14 | ||||||
| 100 | 8 | 8 | 10 | 8 | 11 | 8 | 14 | 10 | 17 | 14 | 20 | 16 | ||||||||
| Stahlguß | bis 30m/s | 50 | 5 | 5 | 5 | 5 | 6 | 5 | 6 | 6 | 8 | 7 | 11 | 8 | 14 | 10 | 16 | 12 | 18 | 14 |
| 100 | 6 | 6 | 6 | 6 | 7 | 6 | 8 | 6 | 10 | 8 | 13 | 10 | 16 | 12 | 18 | 14 | 20 | 16 | ||
| 150 | 10 | 6 | 10 | 6 | 10 | 8 | 12 | 10 | 14 | 12 | 18 | 14 | 22 | 18 | 24 | 18 | 28 | 20 | ||
| bis 45m/s | 50 | 6 | 6 | 6 | 6 | 6 | 6 | 8 | 8 | 10 | 10 | 14 | 12 | 16 | 14 | 18 | 16 | 22 | 18 | |
| 100 | 8 | 6 | 8 | 6 | 8 | 6 | 10 | 8 | 12 | 10 | 16 | 12 | 18 | 16 | 20 | 18 | 26 | 20 | ||
| 150 | 10 | 6 | 10 | 6 | 10 | 8 | 12 | 10 | 14 | 12 | 18 | 14 | 22 | 18 | 24 | 18 | 28 | 20 | ||
| Baublech | bis 30m/s | 50 | 2 | 2 | 2,5 | 2 | 3 | 2,5 | 4 | 3 | 5 | 4 | 6 | 5 | 7 | 5 | 8 | 5 | 9 | 6 |
| 100 | 3 | 2 | 4 | 2,5 | 5 | 3 | 5 | 4 | 6 | 5 | 7 | 6 | 8 | 6 | 9 | 6 | 10 | 7 | ||
| 150 | 4 | 3 | 5 | 3 | 6 | 4 | 7 | 5 | 8 | 6 | 9 | 6 | 10 | 7 | 11 | 7 | 12 | 8 | ||
| bis 45m/s | 50 | 3 | 2 | 4 | 2,5 | 5 | 3 | 6 | 4 | 7 | 5 | 8 | 6 | 10 | 7 | 11 | 7 | 12 | 8 | |
| 100 | 5 | 3 | 5 | 3 | 6 | 4 | 7 | 5 | 8 | 6 | 9 | 7 | 11 | 8 | 12 | 8 | 14 | 9 | ||
| 150 | 6 | 4 | 7 | 4 | 8 | 5 | 9 | 6 | 10 | 7 | 11 | 8 | 12 | 9 | 14 | 9 | 16 | 10 | ||
Anhang 3
gegenstandlos
Anhang 4
gegenstandlos
Anhang 5
Schutzhaube für Großschleifkörper
| ENDE |