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ETAG Nr. 002 - Teil 3: Systeme mit thermisch getrennten Profilen
Leitlinie für die europäische technische Zulassung für geklebte Glaskonstruktionen
Fassung März 2002
Vom 24. April 2003
(BAnz. Nr. 105a vom 07.06.2003)
Gemäß § 3 Abs. 1 Satz 2 des Bauproduktengesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 28. April 1998 (BGBl. I S. 812) wird die vorgenannte Leitlinie der Europäischen Organisation für Technische Zulassung EOTA bekannt gemacht. Auf Grund dieser Leitlinie können von dafür anerkannten Stellen europäische technische Zulassungen nach Artikel 8 der Bauproduktenrichtlinie bzw. § 6 des Bauproduktengesetzes für geklebte Glaskonstruktionen erteilt werden. Deutsche Stelle für die Erteilung europäischer technischer Zulassungen ist das Deutsche Institut für Bautechnik, Kolonnenstraße 30 L, 10829 Berlin.
Abschnitt 1:
Einleitung
2 Geltungsbereich
2.1 Geltungsbereich von Teil 3
Dieser Teil 3 ergänzt die Teile 1 und 2 und bezieht sich auf geklebte Glaskonstruktionen (SSGS) der Typen I, II, III und IV zur Verwendung bei Fassaden und Dächern oder Teilen davon, wenn Metallprofile mit thermischer Trennung zur Anwendung gelangen.
Das Dokument erstreckt sich auf die Tragrahmen der Verklebung mit thermischen Trennungen für die Verwendung als Teil einer Fassade oder eines Daches.
Anmerkung:
Diese Tragrahmen sind normalerweise Teil der vorgefertigten Fassadenelemente.
Wenn die Bestandteile der Konstruktion zur thermischen Trennung direkt mit der tragenden Verklebung verbunden sind, werden sie von dieser Leitlinie abgedeckt. Haben diese Bestandteile jedoch keine direkte Verbindung zur tragenden Verklebung, so werden sie im Normalfall selbst dann nicht von dieser Leitlinie abgedeckt, wenn sie Teil des gesamten Systems sind.
Diese Leitlinie erstreckt sich nicht auf Profile, bei denen die thermische Trennung aus Schrauben, Stiften oder anderen diskontinuierlichen Metallteilen besteht.
Systeme, bei denen die thermische Trennung dauerhaften Zugbeanspruchungen (1) ausgesetzt ist, sind von dieser Leitlinie nicht abgedeckt.
3 Begriffe
3.1 Besondere Begriffe und Abkürzungen
(20) Profile mit thermischer Trennung
Metallprofile mit einer durchgehenden thermischen Trennung, die in Bausätzen von geklebten Glaskonstruktionen (SSGS) verwendet werden.
Diese Profile umfassen zwei Teile, die aus Aluminium oder Stahl bestehen. Die beiden Profilteile werden mit einem oder mehreren durchgehend verlaufenden Kunststoffleisten miteinander verbunden, die als thermische Trennung bezeichnet werden. Sie werden durch Kleben, Klemmen, Einspritzen, Gießen oder eine Kombination dieser Verfahren befestigt.
(21) Thermische Trennung
In ein Profil eingefügtes Produkt, das den Wärmedurchlasswiderstand des Profils erhöht, um die Wärmeübertragung durch die gesamte Fassade oder das Dach zu begrenzen und die Oberflächenkondensation auf der Innenseite der Profile selbst zu verringern.
(1) In die Richtung von Q (siehe 5.1.4.11.1).
Abschnitt 2:
Leitfaden für die Beurteilung der Brauchbarkeit
4 Anforderungen
Die Anforderungen in Bezug auf ER2 (Brandschutz), ER3 (Hygiene, Gesundheit und Umweltschutz), ER5 (Schallschutz), ER6 (Energieeinsparung und Wärmeschutz) und Dauerhaftigkeit sind identisch mit den in Teil 1 aufgeführten - ER1 (mechanische Festigkeit und Standsicherheit) ist bei diesen Produkten nicht relevant.
ER4 - Nutzungssicherheit - ist wie folgt zu beurteilen:
4.4.1 Eigengewicht
Die ständig wirkende Last des Eigengewichtes des befestigten Glases kann bei horizontalen oder nicht horizontalen Profilen zu ständigen Schubbeanspruchungen führen, die im Falle des Auftretens bei der Beurteilung zu berücksichtigen sind.
4.4.2 Einfluss von Wind- und Schneelasten
Die Einwirkung von Wind senkrecht zur Fassade oder zum Dach (Druck und Sog) kann zu Druck-, Zug-, Torsions-, Schub- und Biegungsbeanspruchungen in den Profilen mit thermischer Trennung und zu daraus folgenden Ermüdungseffekten führen.
Bei Dächern kann das Gewicht von Schnee zu langfristigen Biege-, Schub-, Druck- und Zugbeanspruchungen in den Profilen führen.
Alle hier genannten Beanspruchungen sind bei der Beurteilung zu berücksichtigen.
4.4.4.1 Einfluss der Temperatur
Die hygrothermischen Beanspruchungen, hauptsächlich Schubbeanspruchung während langer Zeiten mit Ermüdungseffekt aufgrund des thermischen (oder hygrothermischen) Gefälles.
Folgende extreme Temperaturen sind bei der thermischen Trennung zu berücksichtigen:
Niedrigtemperatur: -20 °CHöchsttemperatur: +70 °C bei Fassaden +80 °C bei Dächern
Für örtliche klimatische Bedingungen können auch Temperaturen außerhalb der genannten Extremwerte berücksichtigt werden (z.B. kann in nordischen Ländern eine Temperatur von -40 °C angesetzt werden).
4.4.5 Einfluss von Wasser.
Geklebte Glaskonstruktionen (SSGS) sind normalerweise so zu bemessen, dass die thermische Trennung von stehendem Wasser frei bleibt. Dennoch darf die thermische Trennung gegenüber der Einwirkung von Wasser nicht empfindlich sein.
4.4.10 Einfluss der relativen Feuchtigkeit
Die thermische Trennung darf nicht empfindlich gegenüber der ständigen Einwirkung von hoher relativer Feuchtigkeit sein.
Die Tabelle 2 wird wie folgt ergänzt:
| ER | ID | ID-Abschnitt für Bauwerke | Betroffenes Element *) | Leistung des Elements (unter Bezug auf das ID) | Im Mandat festgelegte Produktmerkmale | Entsprechende Produktmerkmale im Arbeitsprogramm | Versuch oder Bewertungsverfahren |
| 4 | 4 | 3321 Aufprall herabfallender Gegenstände, die zum Bauwerk gehören, auf Benutzer | P | Mechanische Festigkeit und Standsicherheit | Widerstand gegen Wind- und Schneelasten | Mechanische Festigkeit und Standsicherheit | - Zugversuch - Schubversuch - Alterungsversuch |
| *) P = Profil mit thermischer Trennung | |||||||
5 Nachweisverfahren
Folgende Nachweisverfahren werden bereits seit mehr als 15 Jahren verwendet, um das Verhalten von Profilen mit thermischer Trennung, bestehend aus Polyamid-Streifen, gegossenem PUR und PVC-basierten Kunststoffleisten zu beurteilen. Bei Polyphenylenoxid kann auf die Erfahrungen aus mehr als fünf Jahren zurückgegriffen werden.
Sind andere Arten von Profilen zu beurteilen, so können zusätzliche Versuche erforderlich sein, zum Beispiel: hygroskopisches Verhalten, Frost-Tauwechsel-, Dauerhaftigkeits-Versuche. Die Zulassungsstelle muss entscheiden, welche Versuche erforderlich sind. Das technische Dossier der ETA soll soweit wie möglich auf Dokumente verweisen, in denen solche Verfahren beschrieben sind.
5.1 Nachweisverfahren der wesentlichen Anforderungen
Die Verfahren zu ER 2, 3, 5 und 6 sind identisch mit denen, die in Teil 1 der Leitlinie beschrieben sind.
Wird ein Bausatz mit Profilen mit und ohne thermische Trennung vorgestellt, so kann es erforderlich sein, einige Merkmale (Brandverhalten, Wasserdichtheit ...) an beiden Typen zu prüfen.
Die in 4.4.1, 4.4.2, 4.4.4.1, 4.4.8 und 4.4.9 aufgeführten mechanischen Anforderungen sind normalerweise durch die nachstehend in 5.1.4.11.1, 2 und 3 aufgeführten Nachweise abgedeckt.
Die Tabelle 3 - Nachweis der Leistungsmerkmale - wird wie folgt ergänzt:
| Bezug | Zustand (1) | Betroffenes Element (1) | |
| 5.1.4 Nutzungssicherheit | |||
| 5.1.4.11 Profile mit thermischer Trennung | |||
| 5.1.4.11.1 Zugfestigkeit | UEAtc (4) | ST | SF |
| 5.1.4.11.2 Schubfestigkeit | UEAtc (4) | ST | SF |
| 5.1.4.11.3 Alterungsversuch | UEAtc (4) | LT | SF |
| 5.1.4.11.4 Stabilität in warmer feuchter Umgebung | UEAtc (4) | LT | SF |
| 5.1.4.11.5 Leistungsverhalten nach Lagerung im Wasser | UEAtc (4) | LT | SF |
| 5.1.4.11.6 Verträglichkeit mit Öl und Reinigungsmitteln (optional) | ISO | LT | SF |
| 5.2 Nachweisverfahren zur Produktidentifizierung | ISO | ST | SF |
| (1) ST: Kurzzeit- oder Anfangszustand LT: Langzeit- oder gealterter Zustand SF: Tragrahmen der Verklebung | |||
5.1.4 ER4 Nutzungssicherheit
5.1.4.11 Profile mit thermischer Trennung
Prüfkörper und vorherige Konditionierung
Die Prüfkörper sind aus repräsentativen Profilen auszuschneiden, wobei ihre Oberflächenbehandlung derjenigen entsprechen muss, die bei ihrer endgültigen Verwendung vorgesehen ist.
Vor der Prüfung ist der Prüfkörper mindestens 2 Tage lang bei 23 ± 5 °C unter normalen Laborbedingungen zu lagern.
Werden hygroskopische Produkte (z.B. Polyamid) verwendet, so muss die relative Luftfeuchtigkeit bei 50 + 5 % liegen und es ist eine längere Zeit der Konditionierung erforderlich, um das hygroskopische Gleichgewicht zu gewährleisten (mindestens 2 Wochen).
Versuchstemperatur
Die Messung der Zug- und Schubfestigkeit erfolgt bei drei verschiedenen Temperaturen:
Die Temperatur der Prüfkörper (als Ganzes) ist für die Dauer des Versuchs aufrechtzuerhalten.
Die Temperatur von 70 °C ist ausreichend für Fassaden. Eine Temperatur von 80 °C kann für Anwendungen bei Dächern erforderlich sein.
5.1.4.11.1 Querzugfestigkeit (Q)
Für Prüfkörper wird vorzugsweise eine Länge von 100 mm gewählt. Diese Länge kann auf einen Mindestwert von 18 mm reduziert werden, solange das Schneiden mit großer Sorgfalt erfolgt, um Beschädigungen an der Verbindung zwischen thermischer Trennung und Metall zu vermeiden.
Anzahl der Prüfkörper: zehn für jedes Temperaturniveau.
Zur Bestimmung der Querzugfestigkeit wird jeder Prüfkörper in den Klemmvorrichtungen einer Zugprüfmaschine befestigt (Genauigkeit ± 1 %) und anschließend mit einer Geschwindigkeit im Bereich von 1 bis 5 mm/min in Richtung Achse der thermischen Trennung beider vorgesehenen Temperatur beansprucht.
Die Querzugfestigkeit Q jedes Prüfkörpers wird erhalten durch:
Fmax/ l
mit:
Fmax: maximale Zugkraft in N
l: Länge des Prüfkörpers in mm.
Qu,5:ist der charakteristische Wert gemäß 6.2
Bild 1 - Beispiel der Versuchsanordnung (Seitenansicht und Vorderansicht)
(clamp - Klemmvorrichtung; support - Auflager; test piece - Prüfkörper; thermal barrier - thermische Trennung)
5.1.4.11.2 Schubfestigkeit und Federkonstante (T)
Prüfkörper
Diese Länge kann auf ein Minimum von 50 mm reduziert werden, vorausgesetzt dass die thermische Trennung während des Versuchs stabil bleibt.
Bei breiteren thermischen Trennungen können Einlagen verwendet werden, um ein mögliches Knicken der thermischen Trennung während des Versuchs zu vermeiden.
Prüfverfahren
Zur Ermittlung der Schubfestigkeit T und der Federkonstante C wird jeder Prüfkörper in einer Versuchsvorrichtung gemäß Bild 3 angeordnet. Der Prüfkörper ist seitlich zu führen. Die Kräfte werden durch ein steifes Auflager so auf das Profil übertragen, dass eine gleichmäßige Verteilung der Last gewährleistet ist, jedoch ohne dass ein Kontakt zur thermischen Trennung besteht.
Die Belastungsgeschwindigkeit beträgt 1 bis 5 mm/min. Die aufgebrachten Lasten und die entsprechenden Schubverformungen sind bis zur Höchstlast oder bis mindestens 2 mm Verformung, wenn ein Rutschen auftritt, aufzuzeichnen. Es kann erforderlich sein, das Rutschen direkt an der Probe zu messen.
Der Wert der Schubfestigkeit T wird für jeden Prüfkörper aus der maximalen Schublast Fmax, geteilt durch die Länge des Prüfkörpers l erhalten:
T = Fmax / l
Die Federkonstante C wird aus dem Anstieg der Verformungskurve unter Last zu Beginn der Verformung erhalten. Es muss folgende Regel gelten:
C = F / δ ⋅ l
wobei δ die Verschiebung in mm bei einer Schubkraft F in N Newtons und l die Länge des Prüfkörpers in mm ist.
Tu,5: ist der charakteristische Wert gemäß 6.2.
Bild 2 - Beispiel einer Lastverschiebungskurve
| Kraft (N) |
|
| Verschiebung δ in (mm) |
Bild 3 - Beispiel der Versuchsvorrichtung
(guide - Führung; sample - Probe; deflection gauge - Wegaufnehmer; metal - Metall; thermal barrier - thermische Trennung; rigid support. - steifes Auflager; side view - Seitenansicht; top view - Draufsicht)
5.1.4.11.3 Alterung
Je nach Anwendung und Art der Geometrie des Profils ist ein Alterungsverfahren entsprechend der nachfolgenden Tabelle anzuwenden:
| Rahmen eines Fassadenelementes oder zu öffnendes Teil eines Fensters (oder einer Tür) | Tragrahmen der Fassade oder des Daches | |
| Typ 1 | Verfahren 1 oder 2 | Verfahren 1 und Verfahren 3 |
| Typ 2 | Verfahren 2 (1) | In jedem Einzelfall zu betrachten (1) |
Das Verhalten der thermischen Trennung hängt von der Geometrie des Profilquerschnitts und der Lastrichtung ab. Es sind zwei Belastungstypen zu unterscheiden; Beispiele siehe Bild 4. In Bild 4 entspricht der Pfeil der Aufbringung der Windlasten.
(1) Verfahren 4 ist darüber hinaus auch in bestimmten Fällen anwendbar, die am Ende des Absatzes beschrieben werden.
| Typ 1: | Profile, bei denen die Last symmetrisch oder nahezu symmetrisch verläuft. Die Exzentrizität a/b darf folgenden Wert nicht überschreiten: a = Qu,5 (23 °C)/Qreq mit Qreq minimaler erforderlicher Wert der Querzugfestigkeit (siehe Kapitel 6) und Qu,5 (23°) bei 23°C erhaltener charakteristischer Wert. |
| Typ 2: | Profile mit asymmetrischer Last, z.B. Profile, bei denen et > 1 ist oder Profile gemäß Bild 4. |
Bild 4 - Beispiele für symmetrisch oder nahezu symmetrisch belastete Profile (Typ 1)und asymmetrisch belastete Profile (Typ 2).
Verfahren 1 - Ständige Querzugbeanspruchung bei hoher Temperatur
Die Länge der Probe muss (100 ± 1) mm betragen.
Die Proben werden einem Querzugversuch über eine Dauer von 1000 h bei einer Temperatur von 80 °C und einer konstanten Last von 10 N/mm ausgesetzt. Es wird die bleibende Dehnung (Verformung) nach Alterung bestimmt.
Nach dem Alterungsversuch wird das Profil in entsprechende Probenlängen zerschnitten und den in 5.1.4.11.1 und 2 definierten Versuchen unterworfen.
Anmerkung: Dieser Versuch kann nach dem Schubversuch durchgeführt werden, wenn das Schubversagen nicht in der thermischen Trennung selbst auftritt.
Verfahren 2 - Variable Last und Temperatur
Ein Profilabschnitt von mindestens 500 mm Länge wird in einer Klimakammer mit Luftzirkulation angeordnet, wobei sein oberer Teil an einem steifen Auflager befestigt wird, siehe Bild 6. Der Profilstab wird gleichzeitig Wärmezyklen und mechanischen Beanspruchungen unterworfen.
Bild 6 - Befestigung des Prüfkörpers
(plinth - Sockel; rod fixing profile to plinth - Befestigungsstab des Profils auf dem Sockel; rod to distribute bad on Hange of profile - Stab zur Verteilung der Last auf dem Flügel des Profils)
Mechanische Beanspruchungen
Die aufzubringende Last P wird in Abhängigkeit von der Profillänge so bestimmt, dass eine konstante lineare Kraft von (1,00 ± 0,01) N/ mm auf den Flügel des Profils einwirkt. Zusätzlich zur konstanten Last P wird eine zyklische Kraft ΔP von ± (0,25 ± 0,01) N/mm aufgebracht. Die Lasten werden in einer Richtung parallel zum Falzboden über 106 Lastzyklen aufgebracht, siehe Bild 7.
Bild 7- Lastzyklus
Thermische Beanspruchungen
Parallel zu den mechanischen Beanspruchungen wird die Temperatur der Umgebungsluft zwischen -10 °C und +70 °C variiert entsprechend dem im Diagramm von Bild 8 dargestellten Zyklus.
Die Temperaturen sind auf ± 5 °C einzuhalten.
Bild 8 - Thermischer Zyklus - 12 Stunden
| Temperature °C |
|
Bleibende Verformung f
Die Stabilität des Profils wird durch Messung der bleibenden Verformung beurteilt, die durch die Torsionslast, wie in Bild 9 dargestellt, erzeugt wird. Diese Messung erfolgt mit einer Genauigkeit von 0,1 mm.
Bild 9 - Messung der bleibenden Verformung, verursacht durch Torsionsbeanspruchung
Prüfung von Q und T nach Alterungsversuch
Nach dem Alterungsversuch wird das Profil in entsprechende Probenlängen zerschnitten und den in 5.1.4.11.1 und 2 definierten Versuchen unterworfen.
Verfahren 3 - Ständige Schub-Zug-Beanspruchung in Längsrichtung und hohe Temperatur
Dieser Versuch dient zur Ermittlung des Abminderungsfaktors A2. Um die Schub-Kriech-Verformung zu prüfen, wird eine Last entsprechend 1/3 des charakteristischen Wertes der Kurzzeit-Schubfestigkeit Tu,5 bei hoher Temperatur (70 °C oder 80 °C) während einer Zeitdauer von 1000 h bei einer Temperatur von 80 °C auf zehn Prüfkörper aufgebracht.
| Tu,5 (23) N | |
| A2 = |
|
| Tu,5 (23) C |
Tu,5 (23) N wird an nicht gealterten Prüfkörpern gemessen
Tu,5 (23) C wird an gealterten Prüfkörpern gemessen.
Verfahren 4 - Ständige Schub-Zug-Beanspruchung und hohe Temperatur
Dieser Versuch ist für Profile erforderlich, die während ihrer Nutzung eine permanente Schublast in Querrichtung aushalten müssen, wie z.B. Kämpfer von Dachrahmen (ohne mechanische Befestigung der Außenprofile an den Ecken z.B. durch eine Winkelkonsole), die der ständigen Belastung durch Glas (Eigengewicht) und Schnee ausgesetzt sind.
Ein Kriechversuch ähnlich dem Verfahren 1 kann wie folgt verwendet werden.
Die Länge der Probe muss (100 ± 1) mm betragen.
Die Proben werden einer Schublast in Querrichtung ausgesetzt, die für eine Zeitdauer von 1000 h bei einer Temperatur von 80 °C und einer konstanten Last F von 3 N/mm (Bild 10) aufgebracht wird. Es wird die bleibende Verformung Δh´ nach Alterung bestimmt.
5.1.4.11.4 Stabilität in warmer feuchter Umgebung
Die Querzugfestigkeit Q von zehn Prüfkörpern bei 23 °C wird entsprechend dem Zugversuch (siehe Beschreibung in 5.1.4.11.1) nach 96-stündiger Lagerung in einer warmen, gesättigten Umgebung (85 ± 5 °C, 95 bis 100 % relative Feuchte) bestimmt.
5.1.4.11.5 Leistungsverhalten nach Lagerung im Wasser
Zehn Prüfkörper, wie sie für die Messung von Q definiert sind, werden 1000 Stunden lang in Wasser bei einer Temperatur von 23 ± 2 °C gelagert. Nach 24-stündiger Lagerung jedes Prüfkörpers bei 23 ± 2 °C wird die Querzugfestigkeit Q bei Raumtemperatur gemäß 5.1.4.11.1 gemessen.
5.1.4.11.6 Verträglichkeit mit Öl und Reinigungsmitteln (optional)
Um die Verträglichkeit eines Reinigungsmittels mit dem Material der thermischen Trennung nachzuweisen, ist folgendes Prüfverfahren anzuwenden:
Das Material der thermischen Trennung wird 21 Tage lang in das Reinigungsprodukt eingetaucht (siehe 5.1.4.2.4 Fassadenreinigungsprodukte). Anschließend wird es einem Zugversuch (ISO 527) nach 24 h Lagerung bei 23 °C und 50% rel. Feuchte unterworfen. Das gleiche Verfahren kann mit Bohröl und Schneidöl angewandt werden.
5.1.4.11.7 Sprödigkeit (optionaler Versuch)
Stoßversuch, der im Einzelnen festzulegen ist, oder folgender Zugversuch: Es wird die Querzugfestigkeit von zehn Prüfkörpern anhand des Zugversuchs (siehe Beschreibung in 5.1.4.11.1) ermittelt, der bei einer Temperatur von -10 °C und mit einer Belastungsgeschwindigkeit von 200 mm/min durchgeführt wird.
5.2 Nachweisverfahren zur Produktidentifizierung
Die thermische Trennung soll durch eine Beschreibung der verwendeten Materialien und der zur Verbindung der verschiedenen Materialien verwendeten Technologie identifiziert werden. Das Material der thermischen Trennung soll durch eine Reihe der jedem Material eigenen Merkmale (siehe nachstehende Beispiele), den Handelsnamen und den Namen der die thermische Trennung selbst bzw. den Rohstoff herstellenden Firma identifiziert werden.
Verfahren wie ≪IR-Spectrographie≫ oder ≪Thermogravimetrie≫ können für die Materialien der thermischen Trennung verwendet werden.
5.2.6.2.1 Polyurethan (mit oder ohne Glasfaserverstärkung)
5.2.6.2.1.1 Rohdichte -ISO 1183
5.2.6.2.1.2 Zugfestigkeit-ISO 527
5.2.6.2.1.3 Bruchdehnung-ISO 527
5.2.6.2.1.4 Zugmodul -ISO 527
5.2.6.2.1.5 Wärmebeständigkeit bei Biegebelastung -ISO 75
5.2.6.2.1.6 Glasfaseranteil -ISO 3451
5.2.6.2.2 Glasfaserverstärktes Polyamid, Polyphenylenoxid oder Polypropylen
Die Messungen sind bei genau definierten Materialbedingungen vorzunehmen; so muss z.B. der Feuchtigkeitsgehalt von Poyamid vor dem Prüfen ermittelt werden.
5.2.6.2.2.1 Rohdichte - ISO 1183
5.2.6.2.2.2 Zugfestigkeit - ISO 527
5.2.6.2.2.3 Bruchdehnung - ISO 527
5.2.6.2.2.4 Zugmodul - ISO 527
5.2.6.2.2.5 Schmelzpunkt - ISO 3146
5.2.6.2.2.6 Glasfaseranteil - ISO 3451
5.2.6.2.3 PVC-basierte Produkte
5.2.6.2.3.1 Rohdichte - ISO 1183
5.2.6.2.3.2 Zugfestigkeit - ISO 527
5.2.6.2.3.3 Bruchdehnung - ISO 527
5.2.6.2.3.4 Zugmodul - ISO 527
5.2.6.2.3.5 Vicat-Erweichungspunkt - ISO 306
5.2.6.2.3.6 Aschegehalt -ISO 3451-5
5.2.6.2.3.7 Dehydrochlorierung (DHC) -180 182/2.
Die Zulassungsstelle hat sicherzustellen, dass bei den oben genannten Eigenschaften geeignete Toleranzen angelegt werden, wobei die Auswirkung der Variabilität dieser Toleranzen auf die Leistung der Profile zu berücksichtigen ist.
5.3 Erforderlicher Nachweis bei Austausch von Bestandteilen oder Wechsel der Lieferanten
Tabelle 6 wird wie folgt ergänzt:
Zur Extrapolation der mechanischen Festigkeit siehe Anhang 4
Tabelle 6 - Austausch von Bestandteilen
| Bestandteil | Versuch zur Bestimmung der Produktmerkmale | Identifizierungsversuche |
| Profil mit thermischer Trennung | 5.1.4.1.1 | 5.2 |
Der Austausch von zwei thermischen Trennungen ist möglich:
Ist die Exzentrizität eines zweiten Profils geringer als die des ersten, so kann man davon ausgehen, dass einige Produktmerkmale abnehmen (z.B. Stoßfestigkeit des gesamten Rahmens ...).
6 Beurteilung der Brauchbarkeit der Produkte für einen vorgesehenen Verwendungszweck
6.1 Vorwort
Es ist unmöglich, alle Kriterien und Versuchsverfahren für alle thermisch getrennten Verbundsysteme allgemein zu definieren, wenn man Folgendes berücksichtigt:
Folglich ist für jede ETA eine Untersuchung im Einzelfall erforderlich.
Dennoch haben Erfahrungen über eine Reihe von Jahren während der praktischen Nutzung von Profilen und Rahmen mit thermischen Trennungen aus gegossenem PUR, glasfaserverstärktem Polyamid, Polypropylen und modifiziertem PVC gezeigt, dass die Verwendung folgender Beurteilungakriterien zu einer zufriedenstellenden Leistung führt.
Für unbekannte thermische Trennungen können andere Versuche und Untersuchungen (Dauerhaftigkeit, Ermüdung ...) erforderlich sein.
6.2 Allgemeines - statistische Auswertung von Versuchsergebnissen
Die in Teil 1 angegebene Formulierung (mit Ausnahme der Bruchart) ist anwendbar auf:
Die statistische Auswertung dieser Versuche, die zur Ermittlung von charakteristischen Werten führen, ist in Übereinstimmung mit Tabelle 7 (Teil 1 dieser Richtlinie, Abschnitt 6.1) durchzuführen. Bei einer Versuchsreihe mit zehn Prüfkörpern ist τ = 2,10.
Qu,5 = Qmean - τ x S
Tu,5 = Tmean - τ x S
6.3 Kriterien
Die einzelnen Kriterien der Akzeptanz sind in Tabelle 8.3 "ER4 - Ergänzende Tabelle" definiert, die die Tabelle 8.3 von Teil 1 und Teil 2 ergänzt.
mit ΔQMittel = QMittel,c / QMittel,n
und ΔTMittel = TMittel,c / TMittel,n
c bedeutet, dass die Ergebnisse nach einem Alterungsverfahren erhalten wurden: Verfahren 1, Verfahren 2, trockene, warme Umgebung, Eintauchen in ...
Tabelle 8.3 - ER4 ergänzende Tabelle
| Bezug | Nachweisverfahren | Bezug | Behandlung der Ergebnisse und Anforderungen - Kriterien | ||
| ER4 Nutzungssicherheit | |||||
| 5.1.4.11.1 | Zugfestigkeit (Q) | 6.1.4.11.1 | Qu,5 > Qreq bei normaler, niedriger und hoher Temperatur.
Füllelement: Qreq = 12 N/mm Für den Aufbau von Fassade/Dach verwendetes Profil: Qreq = 20 N/mm | ||
| 5.1.4.11.2 | Schubfestigkeit (T) | 6.1.4.11.2 | Tu,5 > 24 N/mm bei normaler, niedriger und hoher Temperatur | ||
| 5.1.4.11.3 | Verformung, Zug- und Schubfestigkeit nach Alterung(mechanisches und Konditionierungs-Verfahren 1 oder 2). | 6.1.4.11.3 | Qu,5 > 12 N/mm und ΔQmean
> 0,6 Tu,5 > 24 N/mm und ΔTmean > 0,6 und Verformungsgrenzen:
| ||
| 5.1.4.11.3 | Schubfestigkeit in Längsrichtung (Kriechversuch nach Verfahren 3) | 6.1.4.11.3 | Tu,5 (23°) nach Alterungsverfahren 3
>
Tu,5 (23°) /A2 A2 = Abminderungsfaktor | ||
| 5.1.4.11.3 | Querschubfestigkeit (Kriechversuch nach Verfahren 4) | 6.1.4.11.3 | Δ h´ < 2 mm
Qu,5 > 12 N/mm | ||
| Zugfestigkeit nach Konditionierung: | |||||
| 5.1.4.11.4 |
| 6.1.4.11.4 | Qu,5 (23°) > 12 N/mm und ΔQmean > 0,7 | ||
| 5.1.4.11.5 |
| 6.1.4.11.5 | Qu,5 (23°) > 12 N/mm und ΔQmean > 0,7 | ||
| 5.1.4.11.6 |
| 6.1.4.11.6 | Qu,5 (23°) > 12 N/mm und ΔQmean > 0,7 | ||
| 5.1.4.11.7 | Sprödigkeit (Option) | 6.1.4.11.7 | Qu,5 (-10 °C) > 12 N/mm | ||
Tabelle 8.6 - Nachweisverfahren bezogen auf die Produktidentifizierung
| Bezug | Nachweisverfahren | Bezug | Behandlung der Ergebnisse und Anforderungen - Kriterien | |
| Nachweisverfahren bezogen auf die Produktidentifizierung | ||||
| 5.2.6 | Profile mit thermischer Trennung | |||
| 5.2.6.1 | Metallegierung | 6.2.6.1 | Identifizierung in Übereinstimmung mit 5.2.2.1 oder 5.2.4 in Abhängigkeit vom verwendeten Metall | |
| 5.2.6.2 | Material der thermischen Trennung | |||
| 5.2.6.2.1 | Polyurethan | |||
| 5.2.6.2.1.1 | Rohdichte | 6.2.6.2.1.1 | ISO 1183 | VMittel,S |
| 5.2.6.2.1.2 | Zugfestigkeit | 6.2.6.2.1.2 | ISO 527 | VMittel,S |
| 5.2.6.2.1.3 | Bruchdehnung | 6.2.6.2.1.3 | ISO 527 | VMittel,S |
| 5.2.6.2.1.4 | Zugmodul | 6.2.6.2.1.4 | ISO 527 | VMittel,S |
| 5.2.6.2.1.5 | Wärmebeständigkeit unter Biegelast | 6.2.6.2.1.5 | ISO 75 | VMittel,S |
| 5.2.6.2.1.6 | Glasfaseranteil | 6.2.6.2.1.6 | ISO 3451 | VMittel,S |
| 5.2.6.2.2 | Glasfaserverstärktes Polyamid oder Polypropylen | |||
| 5.2.6.2.2.1 | Rohdichte | 6.2.6.2.2.1 | ISO 1183 | VMittel,S |
| 5.2.6.2.2.2 | Zugfestigkeit | 6.2.6.2.2.2 | ISO 527 | VMittel,S |
| 5.2.6;2.2.3 | Bruchdehnung | 6.2.6.2.2.3 | ISO 527 | VMittel,S |
| 5.2.6.2.2.4 | Zugmodul | 6.2.6.2.2.4 | ISO 527 | VMittel,S |
| 5.2.6.2.2.5 | Schmelzpunkt | 6.2.6.2.2.5 | ISO 3146 | VMittel,S |
| 5.2.6.2.2.6 | Glasfaseranteil | 6.2.6.2.2.6 | ISO 3451 | VMittel,S |
| 5.2.6.2.3 | Modifiziertes PVC | |||
| 5.2.6.2.3.1 | Rohdichte | 6.2.6.2.3.1 | ISO 1183 | VMittel,S |
| 5.2.6.2.3.2 | Zugfestigkeit | 6.2.6.2.3.2 | ISO 527 | VMittel,S |
| 5.2.6.2.3.3 | Bruchdehnung | 6.2.6.2.3.3 | ISO 527 | VMittel,S |
| 5.2.6.2.3.4 | Zugmodul | 6.2.2.6.3.4 | ISO 527 | VMittel,S |
| 5.2.6.2.3.5 | VICAT-Punkt | 6.2.6.2.3.5 | ISO 306 | VMittel,S |
| 5.2.6.2.3.6 | Aschegehalt | 6.2.6.2.3.6 | ISO 3451-5 | VMittel,S |
| 5.2.6.2.3.7 | Dehydrochlorierung (DHC) | 6.2.6.2.3.7 | ISO 182-2 | VMittel,S |
Abschnitt 3
Konformitätsbescheinigung und Bewertung der Konformität
8 Konformitätsbescheinigung und Bewertung der Konformität
8.3 Dokumentation
Überprüfungen des eingehenden Materials
(VIII) An jeder Charge von Profilen mit thermischer Trennung. Es ist kein besonderer Versuch durch den Inhaber der ETA erforderlich.
Jedoch muss er die Erklärung des Herstellers der Profile mit thermischer Trennung angeben, die feststellt, dass die für das jeweilige Projekt gelieferten Profile identisch sind mit dem in der ETA beschriebenen Produkt.
Die technischen Unterlagen, die die Erklärung über die Profillieferung begleiten, müssen eine Zusammenfassung der während der werkseigenen Produktionskontrolle der Profile gesammelten Kontrollaufzeichnungen mit einschließen, die mindestens folgende Ergebnisse enthält:
Sind die Profile nicht eloxiert und nicht beschichtet (Beschichtung nach Montage des Profils), werden die Prüfkörper zur Bestimmung von T und Q vor der Prüfung 20 Minuten lang bei 200 °C gelagert.
Anhang 3 - Bezugsdokumente
| UEAtc (4) | - Leitlinie für die Beurteilung der Eignung von Fenstern aus Metallprofilen mit verbesserten thermischen Eigenschaften - August 1990. |
| ISO 75 | - Kunststoffe - Ermittlung der Temperatur der Durchbiegung unter Last. |
| ISO 306 | - Kunststoffe - Thermoplaste - Bestimmung der Vicat-Erweichungstemperatur (VST). |
| ISO 527 | - Kunststoffe - Bestimmung der Zugeigenschaften. |
| ISO 1183 | - Kunststoffe - Verfahren zur Bestimmung der Rohdichte und relativen Rohdichte von nicht-zelligen Kunststoffen. |
| ISO 3146 | - Kunststoffe - Bestimmung des Schmelzverhaltens (Schmelztemperatur des Schmelzbereichs) von halbkristallinen Polymeren. |
| ISO 3451-5 | - Kunststoffe - Bestimmung des Aschegehalts |
| ISO 182-2 | - Dehydrochlorierung |
Anhang 4 - Extrapolationsregeln
Die auf ein typisches Profil einer bestimmten Gruppe angewendeten mechanischen Eigenschaften T, c und Q können auf andere Profilgruppen des gleichen Geometrietyps (siehe 5.1.4.11.3) extrapoliert werden, sofern folgende Regeln beachtet werden:
T und Q: Damit die T- und Q-Werte von einer Profilgruppe auf eine andere Profilgruppe extrapoliert werden können, müssen beide in Bezug auf folgende Eigenschaften gleich sein:
| Beispiel 1 - | Technik: Ausrollen einer thermischen Trennung aus PA in einer Nut aus Aluminium. Verfahrensweise: Auskerben der Nut, Einfügen der thermischen Trennung in die Nut, Anbringen (Druckaufbringung) des Aluminiums auf die thermische Trennung, |
| Beispiel 2 - | Technik:
Gießen von PA-Harz in ein Aluminiumprofil. Verfahrensweise: Auskerben der Nut, Eingießen des Harzes, Entfernen der Aluminiumbrücke, so dass zwei Aluminiumprofile durch die thermische Trennung verbunden sind, |
c: Damit der c-Wert von einer Profilgruppe auf eine andere Profilgruppe extrapoliert werden kann, muss zusätzlich zu den für T und Q aufgeführten Punkten bei beiden Gruppen die Höhe (h) der thermischen Trennung gleich sein. Die Extrapolation von der größeren auf die kleinere Höhe ist jedoch zulässig.
(connected interface - verbundene Grenzfläche; metallic section - Metallprofil; thermal barrier - thermische Trennung)