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Anlage 1: Abschätzung der Schadstoffgehalte im Bodensickerwasser oder Kontaktgrundwasser

Hierzu ist eine Gleichgewichts-Bodenlösung nach Anlage 4 der 2. VwV zum BodSchG ("VwV Bodenproben")(Anm.: aufgehoben) zu gewinnen. Bei der Phasentrennung und der Erstellung des Analyseberichts ist nach der "Empfehlung zur Herstellung wässeriger Eluate für die Bestimmung lipophiler organischer Stoffe" der LfU Baden-Württemberg vorzugehen.

Anlage 2: Analysencodes, Bestimmungsgrenzen

In Bodenzustandskataster und Bodendatenbank werden die in dieser Vorschrift geregelten organischen Schadstoffe unter nachfolgenden Analysencodes geführt:

  1. Pflanzenschutzmittel

    Bestimmungsgrenze in Böden: 1 µg/kg je Einzelstoff (vorläufig)

    A-Code Parameter Einheit
    PE00 Hexachlorbenzol HCB µg/kg
    PE01 Alpha-HCH µg/kg
    PE02 Beta-HCH µg/kg
    PE04 Gamma-HCH(Lindan) µg/kg
    PE06 Heptachlor µg/kg
    PE10 Dieldrin µg/kg
    PE12 Endrin µg/kg
    PE19 Chlordan (Summe) µg/kg
    DDE1 DDE p,p' µg/kg
    DDE2 DDE o,p' µg/kg
    DDDO DDD o,p' µg/kg
    DDDP DDD p,p' µg/kg
    DDTP DDT p,p' µg/kg
    DDTO DDT o,p' µg/kg
    DDSU Gesamt-DDT+Metaboliten µg/kg

  2. PCB

    Bestimmungsgrenze in Böden: 1 µg/kg je Kongener

    A-Code Parameter Einheit
    P028 PCB28 µg/kg
    P052 PCB52 µg/kg
    P101 PCB101 µg/kg
    P138 PCB138 µg/kg
    P153 PCB153 µg/kg
    P180 PCB180 µg/kg
    SPCB PCB (Summe 6) µg/kg

  3. Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK)

    Bestimmungsgrenze in Böden: 10 µg/kg (vorläufig)

    A-Code Parameter Einheit
    PA01 Naphthalin µg/kg
    PA02 Acenaphthylen µg/kg
    PA03 Acenaphthen µg/kg
    PA04 Fluoren µg/kg
    PA05 Phenanthren µg/kg
    PA06 Anthracen µg/kg
    PA07 Fluoranthen µg/kg
    PA08 Pyren µg/kg
    PA09 Benzo(a)anthracen µg/kg
    PA10 Chrysen µg/kg
    PA11 Benzo(b)fluoranthen µg/kg
    PA12 Benzo(k)fluoranthen µg/kg
    PA13 Benzo(a)pyren µg/kg
    PA14 Indeno(1,2,3-c d) pyren µg/kg
    PA15 Dibenzo(a h) anthracen µg/kg
    PA16 Benzo(g h i)perylen µg/kg
    PAEP Summe 16 nach EPA µg/kg

  4. Polychlorierte Dibenzodioxine und Dibenzofurane

    Bestimmungsgrenze in Böden: 1 ng/kg je Kongener

    A-Code Parameter Einheit
    S4DD SummeTCDD ng/kg
    S5DD SummePCDD ng/kg
    S6DD SummeHCDD ng/kg
    S7DD SummeHeptaCDD ng/kg
    S4DF SummeTCDF ng/kg
    S5DF SummePCDF ng/kg
    S6DF SummeHCDF ng/kg
    S7DF SummeHeptaCDF ng/kg
    DD40 2,3,7,8-TCDD ng/kg
    DD50 1,2,3,7,8-PCDD ng/kg
    DD60 1,2,3,4,7,8-HCDD ng/kg
    DD61 1,2,3,6,7,8-HCDD ng/kg
    DD62 1,2,3,7,8,9-HCDD ng/kg
    DD70 1,2,3,4,6,7,8-HeptaCDD ng/kg
    DD80 Octa-CDD ng/kg
    DF40 2,3,7,8-TCDF ng/kg
    DF50 1,2,3,7,8-PCDF ng/kg
    DF51 2,3,4,7,8-PCDF ng/kg
    DF60 1,2,3,4,7,8-HCDF ng/kg
    DF61 1,2,3,6,7,8-HCDF ng/kg
    DF62 1,2,3,7,8,9-HCDF ng/kg
    DF63 2,3,4,6,7,8-HCDF ng/kg
    DF70 1,2,3,4,6,7,8-HeptaCDF ng/kg
    DF71 1,2,3,4,7,8,9-HeptaCDF ng/kg
    DF80 Octa-CDF ng/kg
    STOD Sum.Tetra-Okta-CDD ng/kg
    STOF Sum.Tetra-Okta-CDF ng/kg
    TE01 TE nach BGA ng/kg
    TE02 15 TE nach NATO/CCMS
    (I-TEq)
    ng/kg

Anlage 3: Maßnahmen zur Verminderung der Verschmutzung von Futter 16

Ursache der Verschmutzung Maßnahmen zur Abhilfe
 

1. Schnittnutzung bei Grünland (Grünfutter, Silage, Heu)

lückiger Pflanzenbestand
  • grundsätzlich
o Nach- oder Übersaat
  • ungünstige Zusammensetzung des Pflanzenbestandes
o standortgerechte Arten- und Sortenwahl

o Anpassung von Düngung und Nutzung

o häufigere Nutzung ergibt dichte Narbe

o Unkrautbekämpfung

  • Maulwurfs- oder Mühlmaushaufen
o direkte Bekämpfung (bei Wühlmäusen)

o Abschleppen des Bestandes

o Walzen des Bestandes

o Aufstellen von Sitzkrücken für Greifvögel

o intensive Beweidung mit Schafherden (Einebnen von Haufen, Eintreten von Gängen, Schädigen oder Vertreiben der Nager)

Fahrspuren o Befahren nur bei ausreichender Tragfähigkeit des Bodens

o Anpassung der Bereifung an das Gewicht der Maschinen

Maschineneinstellung o höher mähen (minimale Nutzungstiefe liegt bei 5-7 cm)

o sorgfältiges Einstellen der Ladewagen- u. Häcksler-pick-up sowie der übrigen Werbegeräte (Schwader, Wender) insbesondere bei Moorböden

häufige Bearbeitung (Wendevorgänge) o zügiges Anwelken mit großer Schlagkraft

o Verzicht auf einen Wendevorgang durch Konservierungsverfahren, bei denen rascheres Einfahren möglich ist (z.B. Heubelüftung anstelle von Bodenheubereitung, Siliermitteleinsatz)

o Einsatz von Mähgutaufbereitern

Futtertransport o Vermeiden von Staubentwicklung beim Transport durch Anpassen der Fahrgeschwindigkeit
Futtereinlagerung o im Fahrsilo Überfahren des Futters nur mit sauberen Schlepperreifen (vor Silo evtl. Betonplatte oder Bodenfolie installieren)

o am Hochsilo Zwischenlagerung des Futters vor Gebläsebeschickung nur auf befestigter Bodenplatte bzw. Befüllung über Dosiergerät

nasses oder feuchtes Grünfutter o Mahd möglichst bei abgetrocknetem Pflanzenbestand

o späterer Schnittzeitpunkt am Tag

o an Regentagen schonende Ackerfutterwerbung mit größerer Schnitthöhe

Naßsilagebereitung o längeres Anwelken des Futters
 

2. Weidewirtschaft (auf Grünland und auf Ackerfutterflächen)

Narbenschäden o Nach- bzw. Übersaat

o kurze Weidephasen bei Regen oder feuchtem Boden

o bei nasser Witterung ist auf das Beweiden von Ackerfutter zu verzichten

o Angepaßter Viehbesatz

o Moorböden nicht oder nur mit leichteren Tieren beweiden (Jungtiere bzw. kleinwüchsige Rassen)

o Wechsel der Weidetore und der Tränkestellen

o Unterstand (Hütte) mit befestigter Bodenplatte

o bei Regenwetter auf trockenere Flächen ausweichen

zu tiefe Nutzung o durch Einkalkulieren von genügend Weiderest (ca. 20 % des Futteraufwuchses) Verbißtiefe steuern (anzustreben sind ca.
3 - 5 cm Nutzungstiefe)

o Viehbesatz reduzieren

o rechtzeitiger Weidewechsel

Starkregen o Auftrieb nicht unmittelbar nach Starkregenfällen (Anspritzen des Futters)
  

3. Ackerfutter

lückiger Pflanzenbestand o bei besonders lückigem Bestand Verzicht auf Futternutzung
Lager o Verwendung standfester Sorten

o Kein Anbau von leicht lagernden Zwischenfrüchten (z.B. Erbsen)

zu tiefe Nutzung o bei Schnittnutzung von Ackerfutter die entsprechenden Regeln bei Grünland beachten

o hoher Schnitt (5 - 7 cm)

unregelmäßige Boden- oberfläche o auf gleichmäßige Bodenbearbeitung und Saatbettbereitung achten
anhaftende Erde bei Futter- und Stoppelrüben o nur gewaschen verfüttern

o besser auf Silomais, Kleegras o.ä. ausweichen

o Verzicht auf Feldzwischenlagerung bei Rübenblatt

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