umwelt-online: - Kali-Haldenrichtlinie (3)

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Werte für Abfälle, die zur Verwertung bei der Haldenabdeckung zum Einsatz kommen können Anlage 3
zur Kalihaldenrichtlinie


Parameter Schicht 1+2 Schicht 3
Feststoff Dimension Eluat Dimension Feststoff Dimension Eluat Dimension
pH-Wert     6-12 ohne     6-10 ohne
elektr. Leitfähigkeit     1900 µS/cm     1900 µS/cm
EOX 10 mg/kg     10 mg/kg    
Kohlenwasser-
stoff
500 mg/kg     500
(1000) 4
mg/kg    
Σ BTEX 3 mg/kg     3 mg/kg    
Σ LHKW 3 mg/kg     3 mg/kg    
Σ PAK2 15 mg/kg     15 mg/kg    
Σ PCB 0,5 mg/kg     0,5 mg/kg    
Arsen 50 mg/kg 40 µg/l 50 mg/kg 40 µg/l
Blei 300 mg/kg 100 µg/l 300 mg/kg 100 µg/l
Cadmium 3 mg/kg 5 µg/l 3 mg/kg 5 µg/l
Chrom (ges.) 200 mg/kg 75 µg/l 200 mg/kg 75 µg/l
Kupfer 200 mg/kg 150 µg/l 200 mg/kg 150 µg/l
Nickel 200 mg/kg 150 µg/l 200 mg/kg 150 µg/l
Quecksilber 3 mg/kg 1 µg/l 3 mg/kg 1 µg/l
Thallium 3 mg/kg 3 µg/l 3 mg/kg 3 µg/l
Zink 500 mg/kg 300 µg/l 500 mg/kg 300 µg/l
Cyanide (ges.) 30 mg/kg 50 µg/l 30 mg/kg 50 µg/l
Phenolindex 3     50 µg/l     50 µg/l
Chlorid     250 mg/l     250 mg/l
Sulfat 1     240 mg/l     240 mg/l
Natrium             250 mg/l
TM Trockenmasse
1 Überschreitung im Rahmen der CaSO4 - Löslichkeit für Bauschutt- und Gipsabfälle werden toleriert.
2 Einzelwerte für Naphtalin und Benzo -(a)- pyren jeweils kleiner als 1,0 mg/kg.
3 Bei Überschreitung ist der Phenolgehalt nach ISO 8165-2 zu bestimmen.
4 Nur für vermischte Abfälle unter Verwendung von Kompost und Klärschlamm.

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Mindestangaben zum Antrag auf Verwertung von Abfällen, einzureichen beim Bergamt  Anlage 4
zur Kalihaldenrichtlinie

Vorgeschichte/Vornutzung (Entstehung bzw. Herkunft) des Abfalls, durchgeführte Rammkernsondierungen, Vorbehandlung Abfalls in Behandlungsanlagen (mit Zulassungs-Nr.),

  1. Hauptbestandteile des Abfalls,
  2. Physikalische Eigenschaften des Abfalls (z.B. auch Angabe des kf-Wertes wenn notwendig),
  3. Vorgesehene Verwertung (Schicht 1-3),
  4. Probenahmeprotokolle,
  5. Deklarationsanalyse nach Kalihaldenrichtlinie, gegebenenfalls modifiziert bei vorhandenen Verdachtsmomenten,
  6. Angaben zum Analysenverfahren, zur Analysentechnik, Bestimmungsgrenzen.

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Monatliche Meldung
der angenommenen Abfall-/Materialmengen
Anlage 5.1
zur Kalihaldenrichtlinie

Unternehmen/Haldenstandort: .............................................................................

Berichtsmonat/Jahr: ................................................................................................

Lfd. Nr. Betriebsplan - Zulassungs-Nr./
Nr. der Einzelzulassung
Abfallschlüssel Abfall-/Material- bezeichnung Abfall-/Material-
herkunft
zugelassene Menge gesamt
(t)
Monatliche Einbaumenge
(t)
kumulative Einbaumenge im Berichtsjahr
(t)
1              
2              
3              
4              
               
               
               

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Monatliche Meldung
der durchgeführten Rekultivierungsarbeiten
- Kulturbodensubstrate -
Anlage 5.2
zur Kalihaldenrichtlinie

Unternehmen/Haldenstandort: .............................................................................

Berichtsmonat/Jahr: ................................................................................................

  Monatliche Menge Kumulative Menge Jahr Kumulative Menge gesamt
(t) (m3) (t) (m3) (t) (m3)
1. Angelieferter KS/PS/Komp.            
2. Hergestellte Bodensubstrate            
3. Angelieferte Bodensubstrate            
  Monatlich Kumulativ Jahr Kumulativ gesamt
(t) (m3) Raster Fläche (m2) (t) (m3) Fläche (m2) (t) (m3) Fläche (m2)
4. Eingebaute Bodensubstrate                    
4.1 Zwischenrekultiv.                    
4.2 Endrekultivierung                    
  Monatlich (m2) Kumulativ Jahr Kumulativ gesamt (m2)
5. Begrünte Flächen                    

Datum: ......................................

Unterschrift: .............................

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Monatliche Meldung
der verwerteten Abfall-/Materialmengen je Einbausektor
- Rasterbelegung -
Anlage 5.3
zur Kalihaldenrichtlinie

Unternehmen/Haldenstandort: .............................................................................

Berichtsmonat/Jahr: ................................................................................................

Bezeichnung des Einbausektors/ Rasterfeld Abfall-/
Materialbe-
zeichnung
Abfall-
schlüssel
Abfall-/ Material-
herkunft
Einbaumenge im Rasterfeld gesamt
(t)
Einbaumenge in Schicht 1
(t)
Einbaumenge in Schicht 2
(t)
Einbaumenge in Schicht 3
(t)
               
               
               
               
               
               
               
               
               

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Eigenkontrollergebnisse
Haldenlösung/Sickerwasser
Anlage 6
zur Kalihaldenrichtlinie

Betrieb: .............................................................................................................................

Berichtsmonat: .................................................................................................................

Datum: ................. Uhrzeit: ................. Probe-Nr.: ................. Entnahmeort: .................

Volumen/Menge: ..................................m3/Berichtszeitraum

zu untersuchende Inhaltstoffe   Dimension Bestimmungsverfahren
Temperatur   °C  
Leitfähigkeit   µS/cm

DIN EN 27888-C8

pH-Wert   ohne

DIN 38404-C5

TOC   µg/l

DIN EN 1484-H3

Cl   g/l

DIN 38405-D1-2

SO4   g/l

DIN 38405-D5

K   g/l

DIN 38406-E22

Na   g/l DIN 38406-E22
Mg   g/l DIN 38406-E22
As   µg/l DIN EN 11969-D18
Pb   µg/l DIN 38406-E16*
Cd   µg/l DIN 38406-E16*
Cr (VI)   µg/l DIN 38405-D24
Cu   µg/l DIN 38406-E16*
Ni   µg/l DIN 38406-E16*
Hg   µg/l DIN EN 1483-E12
Zn   µg/l DIN 38406-E16*
TI   µg/l DIN 38406-E16*
Cyanide (ges.)   µg/l DIN 38405-D13-1-3
NO3-N   mg/l DIN 38405-D9-2
NH4-N   mg/l DIN 38406-E5
Kohlenwasserstoffe   µg/l DIN 38409-H18
BTEX   µg/l DIN 38407-F9-1
AOX   µg/l DIN EN 1485-H14
Abfiltrierbare Stoffe   mg/l DIN 38409-Teil 2
CSB   mg/l DIN 38409-Teil 41
BSB5   mg/l DIN EN 1899-2
N ges.   mg/l DIN 38409-Teil 27
Phosphat (PO4)   mg/l DIN EN 1189
Die mit * gekennzeichneten Bestimmungsverfahren sind insbesondere bei einem Gesamtsalzgehalt > 100 g/l anzuwenden, ansonsten die DIN 38406-E22.

Die zu untersuchenden Inhaltstoffe sind im jeweiligen konkreten Fall, z.B. bei Verdachtsmomenten durch das Bergamt in Abstimmung mit dem Staatlichen Umweltamt festzulegen. Die Parameter können dabei ggf. erweitert oder auch verringert werden. Das Analysenverfahren muß gem. Teil III erfolgen. Die CSB- und BSB5-Werte sind in mg O2/l anzugeben.

......................................................
Ort/Datum

......................................................
Labor/Betrieb

Anlage
Probenahmeprotokoll

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Kontrolle und Dokumentation  Anlage 7
zur Kalihaldenrichtlinie

1. Eigenkontrolle

2. Behördliche Kontrollen

Dem zuständigen Bergamt obliegt im Rahmen der Kontroll- und Überwachungstätigkeit zur Einhaltung der Betriebspläne (Zulassungen von Abfällen zur Haldenrekultivierung) auch die Kontrolle der Ordnungsmäßigkeit und Schadlosigkeit einer Verwertung. Das Staatliche Umweltamt ist an der Überwachung zu beteiligen. Durch unregelmäßige Kontrollen der zugelassenen Abfälle können von der zuständigen Behörde (Bergamt, Staatliches Umweltamt) Proben genommen werden. Bei festgestellten Abweichungen gegenüber der Deklarationsanalyse bzw. den Parameterwerten und sonstigen Verstößen sind mittels bergpolizeilicher Anordnung geeignete Maßnahmen festzulegen (z.B. Folgeanalysen, Rücknahme der Zulassung zur Verwertung etc.).

3. Abnahmekontrollen

Für die nach Aufbringung der Schicht 3 fertiggestellten Rasterflächen der Einbausektoren erfolgt eine förmliche Abnahme durch das zuständige Bergamt. Grundlage dafür ist die Vorlage einer vollständigen Dokumentation zum betreffenden Rasterfeld und eine Anmeldung zur Abnahme. Das zuständige Bergamt prüft die Unterlagen und entscheidet, inwieweit eine Kontrollprobennahme und Kontrollanalysen zur Überprüfung des fertiggestellten Teils der Haldenüberdeckung anzuweisen sind. Im Ergebnis der förmliche Abnahme wird, wenn die Voraussetzungen dazu vorliegen, durch das zuständige Bergamt ein Abnahmeschein ausgestellt, mit dem das Rasterfeld als ordnungsgemäßes Bauteil der Haldenüberdeckung anerkannt wird. Liegen die Voraussetzungen zur Erteilung des Abnahmescheins nicht vor, hat das Unternehmen die notwendigen Nachbesserungen vorzunehmen und das Rasterfeld dann erneut zur Abnahme anzumelden.

4. Rückstellproben

5. Betriebstagebuch

Zum Nachweis des ordnungsgemäßen Betriebes der Haldenabdeckung ist vom Betreiber ein Betriebstagebuch zu führen.

Das Betriebstagebuch hat alle für den Haldenbetrieb wesentlichen Daten zu enthalten, insbesondere:

6. Anzeigepflicht, Information der Behörden

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Bestimmung des Gesamtstickstoffgehaltes in der Kulturschicht (Nt)  Anlage 8
zur Kalihaldenrichtlinie

Der Gesamtstickstoffgehalt (Nt) in der Kulturschicht wird unter Berücksichtigung des Steinanteils auf Grund von Bodenproben aus 0,1 bis 0,5 Meter Tiefe wie folgt festgestellt:

  1. Für den Nachweis der Einhaltung des maximal zulässigen Gesamtstickstoffgehaltes in der Kulturschicht nach Teil I. Nr. 4.2.3 ist jedes Rasterfeld nach Teil I Nr. 3.2 d) in 4 annähernd flächengleiche Probenahmeflächen zu unterteilen (Abb. 1). Darin sind, in Anlehnung an die Probenahme nach VDLUFA-Methodenbuch Band I A 1.2.21, jeweils mindestens 12 Einstiche bis auf die konturgebende Schicht niederzubringen.
  2. Je Probenahmefläche sind mindestens 2 Proben mittels Stechzylinder zu entnehmen und daraus die Trockenrohdichte zu bestimmen. Als Trockenrohdichte des Rasterfeldes ist der Mittelwert aus den Einzelwerten der Probenahmeflächen zu berechnen.
    Abbildung 1: Beispiel für die Anordnung der Probe-
    nahmeflächen innerhalb eines Rasterfeldes

    Für die Untersuchung auf den Gehalt an leicht löslichem Stickstoff (Nmin) sind die Proben gekühlt zwischenzulagern.

  3. Die erforderlichen Proben können mit folgenden Geräten entnommen werden:

Für die Untersuchung auf den Nährstoffgehalt:

Für die Bestimmung der Trockenrohdichte:
  1. Gleichzeitig ist die Mächtigkeit der Kulturschicht in cm durch Messung z.B. am Probenahmegerät, Sondierung oder Aufgrabung festzustellen.

Es sind zu bestimmen:

aus dem Bereich 20 - 30 cm unter Geländeoberkante

aus der gesamten Kulturschicht Der vorhandene Gesamtstickstoffgehalt (Nt) in der Kulturschicht wird danach unter Berücksichtigung des Steinanteils wie folgt berechnet:

Nt (Masse - %) = Nges.(mg/kg TM) x [100 - Steinanteil (Masse - %)] x 0,000001

Nt (kg N/ha) = Nges.(mg/kg TM) x [100 - Steinanteil (Masse - %)] x Dichte (g TM/cm3) x Schichtstärke (cm) x 0,001

1 Bezugsquellen der aufgeführten Normen und Methodenvorschriften:
DIN-Normen: Beuth-Verlag GmbH, 10772 Berlin, VDLUFA-Methodenbuch: VDLUFA-Verlag, 64293 Darmstadt.




KHR-Anlage 7, Stand 18.02.2002

1 Gesetz zur Förderung der Kreislaufwirtschaft und Sicherung der umweltverträglichen Beseitigung von Abfällen (Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz - KrW-/AbfG) vom 27. September 1994 (BGBl. I S. 2705), zuletzt geändert durch Gesetz vom 9. September 2001 (BGBl. S.2331)
2 Verordnung zur Umsetzung der Richtlinie 80/68/EWG des Rates vom 17. Dezember 1979 über den Schutz des Grundwassers gegen Verschmutzung durch bestimmte gefährliche Stoffe (Grundwasserverordnung) vom 18. März 1997 (BGBl. I S. 542).

1 Gesetz zum Schutz vor schädlichen Bodenveränderungen und zur Sanierung von Altlasten (Bundes-Bodenschutzgesetz - BBodSchG) vom 17. März 1998 (BGBl. I S. 502), geändert durch Gesetz vom 9. September 2001 (BGBl. I S. 2331)

1 Klärschlammverordnung (AbfKlärV) vom 15. April 1992 (BGBl. I S. 91 2), geändert durch die Erste Verordnung zur Änderung der Klärschlammverordnung vom 8. März 1997 (BGBl. I S.446)

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