umwelt-online: Richtlinie Intensivmeßprogramm zur StrVG (3)
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5. Überwachung der Radioaktivität in der Umwelt durch Verwaltungsbehörden des Bundes nach § 11 StrVG und Meßstellen der Länder

Im Kapitel 5.1 sind die Übersichten der Programme für die Verwaltungsbehörden des Bundes nach § 11 StrVG aufgelistet.

Im Kapitel 5.2 sind die Übersichten der Programme für die Meßstellen der Länder nach § 3 StrVG aufgelistet.

5.1 Programme für die Überwachung der Umweltradioaktivität durch Verwaltungsbehörden des Bundes nach § 11 StrVG

Nr. überwachter Umwelt-
bereich
Art der Messung bzw. Meßorte und der Messungen Nachweisgrenze der Probenentnahme Probenent-
nahme bzw.Meßorte
Art und Häufigkeit Bemerkungen
1 Luft Externe Strahlung
a) Gamma- Ortsdosisleistung
50 nGy/h 2150 Meßstellen des Warndienstes des BZS kontinuierliche Messung oberer Meßbereich 5 Gy/h, Eigenmeldung bei Schwellenwert- überschreitung und Tendenz-
erkennung;
b) in-situ-Gamma-  Spektrometrie 360 Bq/m2 bezogen auf Co-60 ausgewählte ODL-Meßstellen des Warndienstes des BZS ca. 30 Messungen pro Tag gezielter Einsatz anhand der gemessenen ODL
160 Bq/m2 bezogen auf Co-60 3* ortsfeste Meßstellen an DWD-Stationen und beim IAR täglich mindestens 1 Messung  
1.1 Luft/ Aerosole a) Nuklidspezifische Messung der gammastrahlenden Aerosole 0,1 Bq/m3 bei 2 h Meßzeit bezogen auf Co-60 38 Meßstellen des DWD 2stündliche Auswertung der Messung Schrittfiltergerät
b) Nuklidspezifische Messung der gammastrahlenden Aerosole 0,1 Bq/m3 bei 1 h Meßzeit bezogen auf Co-60 Meßstelle Zugspitze des DWD 2stündliche Auswertung der Messung Schrittfiltergerät
c) Künstl. Gesamt-beta-Messung der radioaktiven Aerosole 0,1 Bq/m3 für künstl. Gesamtbeta- Aktivitätskonz. Meßstelle Zugspitze des DWD 2stündliche Auswertung der Messung  
d) Künstl. Gesamt-beta-Messung der radioaktiven Aerosole 1,0 Bq/m3 für künstl. Gesamtbeta- Aktivitätskonz. 11 Meßstellen des Umwelt-
bundesamtes
2stündliche Auswertung der Messung Schrittfiltergerät
e) Künstl. Gesamtalpha- und künstl. Gesamtbeta-Messung der radioaktiven Aerosole 0,4 Bq/m3 für künstl. Gesamtalpha- und 0,6 Bq/m3 für künstl. Gesamtbeta- Aktivitätskonz. 38 Meßstellen des DWD 2stündliche Probenentnahme und Messung Alpha-Beta- Pseudokoinzidenz- Differenzmessung; Meßzeit 10 Minuten
f) Bestimmung von Einzelnukliden in Luft   38 Probenentnahme- stellen des DWD tägliche Proben-
entnahme
Großflächenfilter
  • Gamma- Spektrometrie
3 ⋅ 10-4 Bq/m3 bezogen auf Co-60 12 Meßstellen Messung im Anschluß an die Proben-
entnahme
1 h Meßzeit

 

 

  • Sr-89/90
5 ⋅ 10-5 Bq/m3 Messung im

Zentrallabor

Messung ausgewählter Filter 2 h Meßzeit
  • Alpha- Spektrometrie (U, Pu)
2 × 10-5 Bq/m3 Messung im

Zentrallabor

Messung ausgewählter Filter 4 h Meßzeit
1.2 Luft/ gasförmiges Iod (elementar und organisch gebunden) a) Gamma- Spektrometrie 0,2 Bq/m3 bezogen auf I-131 bei 1 h Meßzeit 11 Meßstellen des UBA 2stündliche Auswertung der Messungen Kontinuierliche Sammlung, Messung mit NaI-Detektoren, Aufsummierung der Meßwerte zu Tagesmittelwerten;

* maximal 38 ortsfeste Positionen möglich

 

 

Nr. überwachter Umweltbereich Art der Messung bzw. Meßorte und der Messungen Nachweisgrenze der Probenentnahme Probenentnahme bzw. Meßorte Art und Häufigkeit Bemerkungen
    b) Gamma- Spektrometrie 1 Bq/m3 Meßstelle Zugspitze des DWD 2stündliche Auswertung der Messung Kontinuierliche Sammlung
c) Gamma- Spektrometrie 5 × 10-2 Bq/m3 bezogen auf Co-60 bei 1 h Meßzeit   tägliche Probenentnahme und Messung Messung direkt nach Probenentnahme an 12 Meßstellen; lageabhängig auch Probenentnahme nach 2 h möglich
2. Niederschlag a) Bestimmung von Einzelnukliden im Niederschlag     tägliche Probenentnahme Sammelfläche 0,64 m2
  • Gamma- Spektrometrie
1 Bq/l bezogen auf Co-60 12 Meßstellen Messung im Anschluß an die Probenentnahme Direktmessung 1 h von 1 Liter
  • Sr-89/90
5 × 10-2 Bq/l Messung im Zentrallabor Messung lagerelevanter Niederschlagsproben Aufarbeitung von 1 Liter
  • H-3
10 Bq/l Messung im Zentrallabor Messung lagerelevanter Niederschlagsproben 2 Sammelstellen im Meßnetz des UBA
  • Alpha- Spektrometrie
2 × 10-3 Bq/l Messung im Zentrallabor Messung lagerelevanter Niederschlagsproben  
b) Gesamtbeta- Messung 0,5 Bq/l bezogen auf K-40 38 Meß- und Sammelstellen des DWD tägliche Probenentnahme, Messung an 38 Meßstellen 2 Sammelstellen im Meßnetz des UBA
3.Wasser
3.1 Bundeswasserstraßen (BWStr)
3.1.1 Oberflächenwasser a) Gesamtgamma- Messung 2 Bq/l bezogen auf Co-60      
b) Gesamtbeta- Messung 4 Bq/l bezogen auf Sr-90/Y-90 40 Meßstellen an den BWStr Kontinuierliche Messung, Meßzeit 1h Bei Schwellenwert-
überschreitung (25 Bq/l Gesamtgamma- Aktivitätskonz.) Verdichtung der Meßwertübertragung auf 2-h-Zyklus
c) Gamma- Spektrometrie 1 Bq/l bezogen auf Co-60 (Phase 1) 40 Entnahmestellen an den BWStr Tägliche Probenentnahme und Messung  
d) H-3-Bestimmung 10 Bq/l (Phase 1) 40 Entnahmestellen an den BWStr Stichprobenartige Bestimmung an ausgewählten Proben  
e) Sr-89/Sr-90- Bestimmung 1 Bq/l (Phase 1) 40 Entnahmestellen an den BWStr Stichprobenartige Bestimmung an ausgewählten Proben  
f) Gesamtalpha- Messung 0,1 Bq/l (Phase 1) 40 Entnahmestellen an den BWStr Stichprobenartige Bestimmung an ausgewählten Bei Gehalten über 0,5 Bq/l ist eine alphaspektrometrische Einzelnuklidbestimmung durchzuführen

 

Nr. überwachter Umweltbereich Art der Messung bzw. Meßorte und der Messungen Nachweisgrenze der Probenentnahme Probenent- nahme bzw. Meßorte Art und Häufigkeit Bemerkungen
3.1.2 Schwebstoff Gamma- Spektrometrie 100 Bq/kg TM bezogen auf C0-60 (Phase 1) 40 Entnahme- stellen an den BWStr Bis zu tägliche Probenentnahme und Messung  
3.1.3 Sediment Gamma- Spektrometrie 10 Bq/kg TM bezogen auf C0-60 (Phase 3) Ausgewählte Entnahme- stellen an den BWStr Bis zu wöchentliche Probenentnahme und Messung  
3.2 Meerwasser
3.2.1 Meerwasser einschl. Küstengewässer a) Gesamtgamma- Messung 1 Bq/l bezogen auf K-40 Hohe See: 6 Meßstationen kontinuierlich Messung je Stunde Bei Schwellenwert-
überschreitung Verdichtung der Meßwertübertragung auf 2-h-Zyklus
Küstengewässer: 6 Meßstationen kontinuierlich Messung je Stunde, im Tidenbereich 2 Messungen je Tag bei Hochwasser  
BSH-Schiffe: 4 Schiffstationen in Nord- und Ostsee kontinuierlich, Einsatzzeit jährlich: GAUSS bis max. 306 Seetage; ATAIR, WEGA, DENEB bis max. 250 Seetage  
b) Gamma- Spektrometrie 0,5 Bq/l bezogen auf Cs-137 Nord- und Ostsee einschließlich Küstengewässer max. 20 Proben pro Tag, Probenentnahme durch das BSH abhängig vom Ereignisablauf Meerwasser wird unfiltriert untersucht; teilweise Vertikalprofile
c) Sr-89/90- Bestimmung 0,5 Bq/l wie b), jedoch mit reduzierter Probenzahl Probenentnahme durch das BSH abhängig vom Ereignisablauf  
d) Alpha- Spektrometrie Pu-238, Pu-239/240, Am-241, Cm-242, Cm-243/244 1 × 10-3 Bq/l Proben von ausgewählten Positionen in Nord- und Ostsee Probenentnahme durch das BSH abhängig vom Ereignisablauf  
e) H-3- Bestimmung 1 Bq/l Nordsee und Westl. Ostsee einschl. Küstengewässer Probenentnahme durch das BSH abhängig vom Ereignisablauf  
3.2.2 Meeressediment Gamma- Spektrometrie 5 Bq/kg TM bezogen auf Co-60 Küstenbereich und deutscher Festlandsockel Probenentnahme durch das BSH abhängig vom Ereignisablauf teilweise Vertikalprofile

 

Nr. Überwachter Umweltbereich Art der Messung bzw. Meßorte und der Messungen Nachweis- grenze der Probenent- nahme Probenentnahme bzw.Meßorte Art und Häufigkeit Bemerkungen
4. Ernährungskette im Wasser
4.1 Garnelen (Fleisch) Pu-238 und Pu-239/240- Bestimmung 6 × 10-3 Bq/kg FM Probenentnahmestellen i. d. Produktionsstätten nördlich d. Mündungsgebiete von Elbe, Weser und Ems 6 Proben pro Monat Entnahme durch die BFF 14tägig
4.2 Miesmuscheln (Fleisch) Pu-238 und Pu-239/240- Bestimmung 6 × 10-3 Bq/kg FM Probenentnahmestellen i. d. Produktionsstätten nördlich d. Mündungsgebiete von Elbe, Weser und Ems 6 Proben pro Monat Entnahme durch die BFF wöchentlich; Ernteertrag saisonabhängig
4.3 Wasserpflanzen, z.B. Blasentang (Fucus vesiculosus) oder Sägetang (Fucus serratus) a) Gamma- Spektrometrie 0,2 Bq/kg TM bezogen auf Co-60 Probenentnahmestellen i. d. Produktionsstätten nördlich d. Mündungsgebiete von Elbe, Weser und Ems 12 Proben pro Monat Entnahme durch die BFF 14tägig
b) Sr-89/90- Bestimmung 0,1 Bq/kg TM Probenentnahmestellen i. d. Produktionsstätten nördlich d. Mündungsgebiete von Elbe, Weser und Ems 6 Proben pro Monat  
c) Pu-238 und Pu-239/240- Bestimmung 6 × 10-3 Bq/kg FM Probenentnahmestellen i. d. Produktionsstätten nördlich d. Mündungsgebiete von Elbe, Weser und Ems 6 Proben pro Monat  

 

 

5.2 Programme für die Überwachung der Radioaktivität in der Umwelt durch die Meßstellen der Länder

Phase Überwachter Umweltbereich Art der Messung Probenentnahme- bzw. Meßorte Art und Häufigkeit der Probenentnahme und der Messungen Bemerkungen
Phase 1 a) Indikatormedien        
- Boden in-situ-Gamma- Spektrometrie auf der Grundlage des Routinemeßprogrammes ausgewählte Meßorte tägliche Messungen in betroffenen Gebieten situations-
angepaßte Verdichtung1 der Meßorte
- Weide- und Wiesenbewuchs a) Gamma- Spektrometrie wie im Routinemeß- programm festgelegt tägliche flächenrepräsentative Probenentnahme und Messung situations-
angepaßte Verdichtung2 der Probenent-
nahmeorte
b) Sr-89/90- Bestimmung   stichprobenartige Bestimmung an ausgewählten Proben  
- Blattgemüse a) Gamma- Spektrometrie wie im Routinemeß- programm festgelegt tägliche flächenrepräsentative Probenentnahme und Messung situations-
angepaßte Verdichtung2 der Probenent-
nahmeorte
b) Sr-89/90- Bestimmung   stichprobenartige Bestimmung an ausgewählten Proben  
b) Milch a) Gamma- Spektrometrie repräsentative Molkereien (Stapeltanks); ersatzweise größere Sammelstellen tägliche Probenentnahme und Messung Probenentnahme-
stellen wie im Routinemeß-
programm und
situations-
angepaßte Verdichtung2
b) Sr-89/90- Bestimmung   stichprobenartige Bestimmung an ausgewählten Proben  
c) erntereife Hauptanbau-
produkte
a) Gamma- Spektrometrie wie im Routinemeß- programm festgelegt Stichproben; bei deutlich erhöhten Aktivitäten flächenrepräsentative Beprobung vorzugsweise obererdige Produkte
b) Sr-89/90-Bestimmung   stichprobenartige Bestimmung an ausgewählten Proben  
d) Trinkwasser a) Gamma- Spektrometrie Wasserversorgungs- anlagen, die ungeschütztes Rohwasser nutzen tägliche Probenentnahme und Messung von Reinwasser Probenentnahme-
stellen wie im
Routinemeß-
programm
b) Sr-89/90-Bestimmung   stichprobenartige Bestimmung an ausgewählten Proben  
c) H-3-Bestimmung   stichprobenartige Bestimmung an ausgewählten Proben  
d) Bestimmung künstl. Alpha-Strahler   stichprobenartige Bestimmung an ausgewählten Proben  
e) Oberflächen-
wasser
a) Gamma- Spektrometrie Oberflächengewässer, die zur Trinkwasser-
gewinnung genutzt werden
bis zu tägliche Probenentnahme und Messung Probenentnahme-
stellen wie im Routinemeß-
programm sowie situationsan-
gepaßte Festlegung und zeitliche Verdichtung der Probenentnahmen in Hauptbeaufschla-
gungsgebieten

1 in Gebieten mit deutlich erhöhter Bodenkontamination

2 in Hauptbeaufschlagungsgebieten und Gebieten mit intensiver landwirtschaftlicher Nutzung

 

 

Phase Überwachter Umweltbereich Art der Messung Probenentnahme- bzw. Meßorte Art und Häufigkeit der Probenentnahme und der Messungen Bemerkungen
Phase 1   b) Sr-89/90- Bestimmung   stichprobenartige Bestimmung an ausgewählten Proben  
c) H-3-Bestimmung   stichprobenartige Bestimmung an ausgewählten Proben  
d) Bestimmung künstl. Alpha-Strahler   stichprobenartige Bestimmung an ausgewählten Proben  
Phase 2 a) Indikatormedien        
- Boden in-situ-Gamma- Spektrometrie wie in Phase 1 abschließende Messung möglichst zügig nach Ende der Deposition  
- Weide und Wiesenbewuchs a) Gamma- Spektrometrie wie in Phase 1 wöchentliche Probenentnahme und Messung  
  b) Sr-89/90- Bestimmung   stichprobenartige Bestimmung an ausgewählten Proben  
- Blattgemüse (in der Vegetationsperiode) a) Gamma- Spektrometrie wie in Phase 1 wöchentliche Probenentnahme und Messung  
  b) Sr-89/90- Bestimmung   stichprobenartige Bestimmung an ausgewählten Proben  
b) Milch a) Gamma- Spektrometrie wie in Phase 1 tägliche Probenentnahme und Messung  
b) Sr-89/90- Bestimmung   stichprobenartige Bestimmung an ausgewählten Proben  
c) Hauptanbau-
produkte
       
- erntereife Produkte a) Gamma- Spektrometrie flächenreprä-
sentative Probenentnahme-
stellen, vornehmlich in Hauptanbau-
gebieten
bis zu 3 Messungen pro Woche  
b) Sr-89/90- Bestimmung stichprobenartige Bestimmung an ausgewählten Proben  
- nicht erntereife Produkte a) Gamma- Spektrometrie Probenentnahme-
stellen des Routinemeß-
programmes
Stichproben  
b) Sr-89/90- Bestimmung   stichprobenartige Bestimmung an ausgewählten Proben  
d) Fleisch a) Gamma- Spektrometrie Schlachthäuser wöchentliche Probenentnahme und Messung Probenentnahme-
stellen wie im Routinemeß-
programm; situationsan-
gepaßte Verdichtung 2
b) Sr-89/90- Bestimmung   stichproben-
artige Bestimmung an ausgewählten Proben
 
e) Süßwasser- und Meeresfisch a) Gamma- Spektrometrie Je nach Eintragsart vorzugsweise stehende Gewässer und Teichhaltungen oder Fließgewässer sowie Fischmarkt-
anlandungen
wöchentliche Probenentnahme und Messung Probenentnahme-
stellen wie im Routinemeßpro-
gramm; situationsan-
gepaßte Verdichtung2

2 in Hauptbeaufschlagungsgebieten und Gebieten mit intensiver landwirtschaftlicher Nutzung

 

 

Phase überwachter Umweltbereich Art der Messung Probenentnahme- bzw. Meßorte Art und Häufigkeit der Probenentnahme und der Messungen Bemerkungen
Phase 2   b) Sr-89/90- Bestimmung   stichprobenartige Bestimmung an ausgwählten Proben  
f) Meeresfrüchte a) Gamma- Spektrometrie Fischmarkt-
anlandungen
wöchentliche Probenentnahme und Messung Probenentnahme-
stellen wie im Routinemeß-
programm; situationsan-
gepaßte Verdichtung2
b) Sr-89/90- Bestimmung   stichprobenartige Bestimmung an ausgewählten Proben  
g) Trinkwasser a) Gamma- Spektrometrie Wasserwerke, die ungeschütztes Rohwasser nutzen tägliche Probenentnahme und Messung von Reinwasser zusätzlich wöchentliche Probenentnahme und Messung des anfallenden Filterrückspül-
schwammes
Wasserwerke, die geschütztes Rohwasser nutzen wöchentliche Probenentnahme und Messung von Reinwasser  
b) Sr-89/90- Bestimmung   stichprobenartige Bestimmung an ausgewählten Proben  
c) H-3-Bestimmung   stichprobenartige Bestimmung an ausgewählten Proben  
d) Bestimmung künstl. Alpha-Strahler   stichprobenartige Bestimmung an ausgewählten Proben  
h) Futtermittel (Mais, Futtergetreide, Futterkartoffeln) a) Gamma- Spektrometrie Probenentnahme in Hauptanbaugebieten wöchentliche Stichproben Probenentnahme-
stellen wie im Routinemeß-
programm, situationsan-
gepaßte Verdichtung2
b) Sr-89/90- Bestimmung   stichprobenartige Bestimmung an ausgewählten Proben  
i) Sonstige Produkte (Wild, Pilze, Beeren u.a.) a) Gamma- Spektrometrie relevante Probenentnahme-
stellen des Routinemeß-
programmes
wöchentliche Probenentnahme und Messung  
b) Sr-89/90- Bestimmung   stichprobenartige Bestimmung an ausgewählten Proben  
j) Oberflächenwasser a) Gamma- Spektrometrie wie in Phase 1; ggfs. Einrichtung weiterer Entnahmestellen in mittelbar betroffenen Gwässerabschnitten und Seen möglichst bis zu tägliche Probenentnahme und Messung  
b) Sr-89/90- Bestimmung   stichprobenartige Bestimmung an ausgewählten Proben  
c) H-3- Bestimmung   stichprobenartige Bestimmung an ausgewählten Proben  
d) Bestimmung künstl. Alpha-Strahler   stichprobenartige Bestimmung an ausgewählten Proben  

2 in Hauptbaufschlagungsgebieten und Gebieten mit intensiver landwirtschaftlicher Nutzung

 

 

Phase Überwachter Umweltbereich Art der Messung Probenentnahme- bzw. Meßorte Art und Häufigkeit der Probenentnahme und der Messungen Bemerkungen
Phase2 k) Schwebstoff a) Gamma- Spektrometrie Oberflächen-
gewässer, die zur Trinkwasser-
gewinnung genutzt werden; ggfs. Einrichtung weiterer Entnahmestellen in mittelbar betroffenen Gewässerab-
schnitten und Seen
bis zu wöchentliche Probenentnahme und Messung  
l) Kläranlagen (Abwasser und Klärschlamm) a) Gamma- Spektrometrie wie im Routinemeß- programm festgelegt bis zur Lagerfeststellung wöchentliche Probenentnahme und Messung bei Klärschlamm-
verbrennung zusätzliche Proben von anfallenden festen Rückständen; Probenentnahmeorte wie bei Klärschlammver-
brennungsanlagen im Routinemeß- programm festgelegt
b) sonstige Messungen wie im Routinemeß- programm festgelegt stichprobenartige Messung  
m) Reststoffe und Abfälle Gamma- Spektrometrie wie im Routinemeß- programm festgelegt wöchentliche Probenentnahme und Messung flüssige u. feste Rückstände aus der Rauchgaswäsche, sonstige Reststoffe
Phase 3 Alle im Routinemeß- programm angegebenen Umweltbereiche wie im Routinemeß- programm wie im Routinemeß- programm festgelegt wie im Routinemeß-
programm
bei hoch kontaminierten und für die Strahlenbelastung des Menschen relevanten Umweltbereichen ist der Aktivitätsverlauf durch eine gegenüber dem Routinemeß- programm räumlich und zeitlich verdichtete Beprobung zu verfolgen
Besonderheiten:
Sediment Gamma- Spektrometrie Entnahmestellen an den in Phase 1 und 2 kontaminierten Fließgewässern und Seen bis zu monatliche Probenentnahme und Messung  

 

6. Fundstellenverzeichnis

(1) Richtlinie zur Überwachung der Radioaktivität in der Umwelt nach dem Strahlenschutzvorsorgegesetz - StrVG vom 28. Juli 1994 (GMBl 1994, S. 930)

(2) Gesetz zum vorsorgenden Schutz der Bevölkerung gegen Strahlenbelastung (Strahlenschutzvorsorgegesetz - StrVG) vom 19. Dezember 1986 (BGBl. I, S. 2610), zuletzt geändert durch den Artikel 8 des Gesetzes vom 24. Juni 1994 (BGBl. I, S. 1416)

(3) Richtlinie zur Emissions- und Immissionsüberwachung kerntechnischer Anlagen (REI) vom 30. Juni 1993 (GMBl 1993, S. 502)

(4) Rahmenempfehlung für die Fernüberwachung von Kernkraftwerken vom 6. Oktober 1980 (GMBl 1980 S. 577)

(5) Meßanleitungen für die Überwachung der Radioaktivität in der Umwelt und zur Erfassung radioaktiver Emissionen aus kerntechnischen Anlagen vom 1. September 1992.

Herausgeber:

Der Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, erstellt durch die Leitstellen für die Überwachung der Umweltradioaktivität

Gustav Fischer Verlag, Stuttgart, Jena, New York

Anlage 1: zu Ziffer 3.2, 4.2.2 und 4.4.2 Klimagärten des DWD

Die Beprobung des Weide- und Wiesenbewuchses kann in nachfolgend aufgelisteten Klimagärten des DWD durchgeführt werden:

  1. Aachen
  2. Angermünde
  3. Arkona
  4. Bad Salzuflen
  5. Berlin
  6. Cottbus
  7. Dresden
  8. Gera
  9. Hamburg
  10. Hannover
  11. Hof
  12. München-Oberschleißheim
  13. Neubrandenburg
  14. Saarbrücken
  15. Schleswig
  16. Stuttgart
  17. Trier
  18. Wasserkuppe

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