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Durchführungsverordnung (EU) 2017/1272 der Kommission vom 14. Juli 2017 zur Festsetzung der Höchstbeträge für 2017 für bestimmte Direktzahlungsregelungen gemäß der Verordnung (EU) Nr. 1307/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates

(ABl. Nr. L 184 vom 15.07.2017 S. 5;
VO (EU) 2017/1846 - ABl. Nr. L 264 vom 13.10.2017 S. 1 Inkrafttreten rückwirkende Gültigkeit)



Die Europäische Kommission -

gestützt auf den Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union,

gestützt auf die Verordnung (EU) Nr. 1307/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 17. Dezember 2013 mit Vorschriften über Direktzahlungen an Inhaber landwirtschaftlicher Betriebe im Rahmen von Stützungsregelungen der Gemeinsamen Agrarpolitik und zur Aufhebung der Verordnung (EG) Nr. 637/2008 des Rates und der Verordnung (EG) Nr. 73/2009 des Rates 1, insbesondere auf Artikel 22 Absatz 1, Artikel 36 Absatz 4, Artikel 42 Absatz 2, Artikel 47 Absatz 3, Artikel 49 Absatz 2, Artikel 51 Absatz 4 und Artikel 53 Absatz 7,

in Erwägung nachstehender Gründe:

(1) Für jeden Mitgliedstaat, der die Basisprämienregelung gemäß Titel III Kapitel 1 der Verordnung (EU) Nr. 1307/2013 anwendet, setzt die Kommission die jährliche nationale Obergrenze gemäß Artikel 22 Absatz 1 derselben Verordnung für 2017 fest, indem sie von der in Anhang II derselben Verordnung angegebenen jährlichen nationalen Obergrenze die gemäß den Artikeln 42, 47, 49, 51 und 53 derselben Verordnung festgesetzten Obergrenzen abzieht. Gemäß Artikel 22 Absatz 2 der Verordnung (EU) Nr. 1307/2013 werden Aufstockungen, die die Mitgliedstaaten nach dieser Regelung anwenden, berücksichtigt.

(2) Für jeden Mitgliedstaat, der die einheitliche Flächenzahlung gemäß Titel III Kapitel 1 der Verordnung (EU) Nr. 1307/2013 anwendet, setzt die Kommission die jährliche nationale Obergrenze gemäß Artikel 36 Absatz 4 derselben Verordnung für 2017 fest, indem sie von der in Anhang II derselben Verordnung angegebenen jährlichen nationalen Obergrenze die gemäß den Artikeln 42, 47, 49, 51 und 53 derselben Verordnung festgesetzten Obergrenzen abzieht.

(3) Für jeden Mitgliedstaat, der die Umverteilungsprämie gemäß Titel III Kapitel 2 der Verordnung (EU) Nr. 1307/2013 gewährt, setzt die Kommission die jährliche nationale Obergrenze gemäß Artikel 42 Absatz 2 derselben Verordnung für 2017 auf der Grundlage des Prozentsatzes fest, den der betreffende Mitgliedstaat gemäß Artikel 42 Absatz 1 derselben Verordnung mitgeteilt hat.

(4) In Bezug auf die Zahlung für dem Klima- und Umweltschutz förderliche Landbewirtschaftungsmethoden gemäß Titel III Kapitel 3 der Verordnung (EU) Nr. 1307/2013 für 2017 sind die jährlichen nationalen Obergrenzen gemäß Artikel 47 Absatz 3 derselben Verordnung für 2017 im Einklang mit Artikel 47 Absatz 1 derselben Verordnung zu berechnen und sie müssen 30 % der jährlichen nationalen Obergrenze des betreffenden Mitgliedstaats gemäß Anhang II derselben Verordnung betragen.

(5) Für Mitgliedstaaten, die die Zahlung für Gebiete mit naturbedingten Benachteiligungen gemäß Titel III Kapitel 4 der Verordnung (EU) Nr. 1307/2013 gewähren, setzt die Kommission die jährlichen nationalen Obergrenzen gemäß Artikel 49 Absatz 2 derselben Verordnung für 2017 auf der Grundlage des Prozentsatzes fest, den die Mitgliedstaaten gemäß Artikel 49 Absatz 1 derselben Verordnung mitgeteilt haben.

(6) In Bezug auf die Zahlung für Junglandwirte gemäß Titel III Kapitel 5 der Verordnung (EU) Nr. 1307/2013 setzt die Kommission die jährlichen nationalen Obergrenzen gemäß Artikel 51 Absatz 4 derselben Verordnung für 2017 auf der Grundlage des Prozentsatzes fest, den die Mitgliedstaaten gemäß Artikel 51 Absatz 1 derselben Verordnung mitgeteilt haben und der nicht höher als 2 % der jährlichen nationalen Obergrenze gemäß Anhang II sein darf.

(7) Falls der Gesamtbetrag der 2017 beantragten Zahlung für Junglandwirte in einem Mitgliedstaat die für den betreffenden Mitgliedstaat festgesetzte Obergrenze gemäß Artikel 51 Absatz 4 der Verordnung (EU) Nr. 1307/2013 übersteigt, finanziert der Mitgliedstaat die Differenz im Einklang mit Artikel 51 Absatz 2 derselben Verordnung unter Einhaltung des in Artikel 51 Absatz 1 derselben Verordnung festgesetzten Höchstbetrags. Aus Gründen der Klarheit empfiehlt es sich, diesen Höchstbetrag für jeden Mitgliedstaat festzusetzen.

(8) Für jeden Mitgliedstaat, der 2017 die fakultative gekoppelte Stützung gemäß Titel IV Kapitel 1 der Verordnung (EU) Nr. 1307/2013 gewährt, setzt die Kommission die jährlichen nationalen Obergrenzen gemäß Artikel 53 Absatz 7 derselben Verordnung für 2017 auf der Grundlage des Prozentsatzes fest, den der betreffende Mitgliedstaat gemäß Artikel 54 Absatz 1 derselben Verordnung mitgeteilt hat.

(9) Für das Jahr 2017 hat die Durchführung der Direktzahlungsregelungen gemäß der Verordnung (EU) Nr. 1307/2013 am 1. Januar 2017 begonnen. Im Interesse der Kohärenz zwischen der Anwendbarkeit der vorgenannten Verordnung für das Antragsjahr 2017 und der Anwendbarkeit der entsprechenden Höchstbeträge sollte die vorliegende Verordnung ab demselben Datum gelten.

(10) Die in dieser Verordnung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Ausschusses für Direktzahlungen

- hat folgende Verordnung erlassen:

Artikel 1

(1) Die jährlichen nationalen Obergrenzen für 2017 für die Basisprämienregelung gemäß Artikel 22 Absatz 1 der Verordnung (EU) Nr. 1307/2013 sind im Anhang der vorliegenden Verordnung unter Nummer I aufgelistet.

(2) Die jährlichen nationalen Obergrenzen für 2017 für die einheitliche Flächenzahlung gemäß Artikel 36 Absatz 4 der Verordnung (EU) Nr. 1307/2013 sind im Anhang der vorliegenden Verordnung unter Nummer II aufgelistet.

(3) Die jährlichen nationalen Obergrenzen für 2017 für die Umverteilungsprämie gemäß Artikel 42 Absatz 2 der Verordnung (EU) Nr. 1307/2013 sind im Anhang der vorliegenden Verordnung unter Nummer III aufgelistet.

(4) Die jährlichen nationalen Obergrenzen für 2017 für die Zahlung für dem Klima- und Umweltschutz förderliche Landbewirtschaftungsmethoden gemäß Artikel 47 Absatz 3 der Verordnung (EU) Nr. 1307/2013 sind im Anhang der vorliegenden Verordnung unter Nummer IV aufgelistet.

(5) Die jährlichen nationalen Obergrenzen für 2017 für die Zahlung für Gebiete mit naturbedingten Benachteiligungen gemäß Artikel 49 Absatz 2 der Verordnung (EU) Nr. 1307/2013 sind im Anhang der vorliegenden Verordnung unter Nummer V aufgelistet.

(6) Die jährlichen nationalen Obergrenzen für 2017 für die Zahlung für Junglandwirte gemäß Artikel 51 Absatz 4 der Verordnung (EU) Nr. 1307/2013 sind im Anhang der vorliegenden Verordnung unter Nummer VI aufgelistet.

(7) Die Höchstbeträge für 2017 für die Zahlung für Junglandwirte gemäß Artikel 51 Absatz 1 der Verordnung (EU) Nr. 1307/2013 sind im Anhang der vorliegenden Verordnung unter Nummer VII aufgelistet.

(8) Die jährlichen nationalen Obergrenzen für 2017 für die fakultative gekoppelte Stützung gemäß Artikel 53 Absatz 7 der Verordnung (EU) Nr. 1307/2013 sind im Anhang der vorliegenden Verordnung unter Nummer VIII aufgelistet.

Artikel 2

Diese Verordnung tritt am siebten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union in Kraft.

Sie gilt ab dem 1. Januar 2017.

Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.

Brüssel, den 14. Juli 2017

1) ABl. Nr. L 347 vom 20.12.2013 S. 608.

.

Anhang 17

I. Jährliche nationale Obergrenzen für die Basisprämienregelung gemäß Artikel 22 Absatz 1 der Verordnung (EU) Nr. 1307/2013 17

(in Tausend EUR)
Kalenderjahr 2017
Belgien 222.198
Dänemark 553.021
Deutschland 3.022.776
Irland 826.181
Griechenland 1.129.245
Spanien 2.826.613
Frankreich 3.185 167
Kroatien 108.746
Italien 2.245.528
Luxemburg 22.779
Malta 648
Niederlande 504.278
Österreich 470.393
Portugal 267.437
Slowenien 73.619
Finnland 262.269
Schweden 401.863
Vereinigtes Königreich 2.112 701

II. Jährliche nationale Obergrenzen für die Regelung für die einheitliche Flächenzahlung gemäß Artikel 36 Absatz 4 der Verordnung (EU) Nr. 1307/2013

(in Tausend EUR)
Kalenderjahr 2017
Bulgarien 379.042
Tschechische Republik 462.074
Estland 80.043
Zypern 30.396
Lettland 123.537
Litauen 180.990
Ungarn 733.351
Polen 1.559.217
Rumänien 919.141
Slowakei 252.841

III. Jährliche nationale Obergrenzen für die Umverteilungsprämie gemäß Artikel 42 Absatz 2 der Verordnung (EU) Nr. 1307/2013 17

(in Tausend EUR)
Kalenderjahr 2017
Belgien 47.460
Bulgarien 55.922
Deutschland 339.366
Frankreich 723.902
Kroatien 24.113
Litauen 70.061
Polen 289.802
Portugal 23.050
Rumänien 97.072
Vereinigtes Königreich 48.599

IV. Jährliche nationale Obergrenzen für die Zahlung für dem Klima- und Umweltschutz förderliche Landbewirtschaftungsmethoden gemäß Artikel 47 Absatz 3 der Verordnung (EU) Nr. 1307/2013

(in Tausend EUR)
Kalenderjahr 2017
Belgien 150.629
Bulgarien 237.968
Tschechische Republik 252.960
Dänemark 250.437
Deutschland 1.454.424
Estland 37.111
Irland 363.570
Griechenland 562.899
Spanien 1.460.000
Frankreich 2.171.705
Kroatien 72.338
Italien 1.139.862
Zypern 14.900
Lettland 69.129
Litauen 140.121
Luxemburg 10.046
Ungarn 402.940
Malta 1.573
Niederlande 217.309
Österreich 207.526
Polen 1.023.556
Portugal 174.617
Rumänien 540.401
Slowenien 40.801
Slowakei 133.391
Finnland 157.048
Schweden 209.303
Vereinigtes Königreich 955.896

V. Jährliche nationale Obergrenzen für die Zahlung für Gebiete mit naturbedingten Benachteiligungen gemäß Artikel 49 Absatz 2 der Verordnung (EU) Nr. 1307/2013

(in Tausend EUR)
Kalenderjahr 2017
Dänemark 2.857
Slowenien 2.149

VI. Jährliche nationale Obergrenzen für die Zahlung für Junglandwirte gemäß Artikel 51 Absatz 4 der Verordnung (EU) Nr. 1307/2013

(in Tausend EUR)
Kalenderjahr 2017
Belgien 8.367
Bulgarien 1.310
Tschechische Republik 1.686
Dänemark 4.341
Deutschland 48.481
Estland 408
Irland 24.238
Griechenland 37.527
Spanien 97.333
Frankreich 72.390
Kroatien 4.823
Italien 37.995
Zypern 397
Lettland 3.200
Litauen 5.838
Luxemburg 502
Ungarn 5.373
Malta 21
Niederlande 14.487
Österreich 13.835
Polen 34.119
Portugal 11.641
Rumänien 18.013
Slowenien 2.040
Slowakei 604
Finnland 5.235
Schweden 10.465
Vereinigtes Königreich 16.308

VII. Höchstbeträge für die Zahlung für Junglandwirte gemäß Artikel 51 Absatz 1 der Verordnung (EU) Nr. 1307/2013

(in Tausend EUR)
Kalenderjahr 2017
Belgien 10.042
Bulgarien 15.865
Tschechische Republik 16.864
Dänemark 16.696
Deutschland 96.962
Estland 2.474
Irland 24.238
Griechenland 37.527
Spanien 97.333
Frankreich 144.780
Kroatien 4.823
Italien 75.991
Zypern 993
Lettland 4.609
Litauen 9.341
Luxemburg 670
Ungarn 26.863
Malta 105
Niederlande 14.487
Österreich 13.835
Polen 68.237
Portugal 11.641
Rumänien 36.027
Slowenien 2.720
Slowakei 8.893
Finnland 10.470
Schweden 13.954
Vereinigtes Königreich 63.726

VIII. Jährliche nationale Obergrenzen für die fakultative gekoppelte Stützung gemäß Artikel 53 Absatz 7 der Verordnung (EU) Nr. 1307/2013

(in Tausend EUR)
Kalenderjahr 2017
Belgien 83.985
Bulgarien 118.984
Tschechische Republik 126.480
Dänemark 24.135
Estland 6.142
Irland 3.000
Griechenland 186.061
Spanien 584.919
Frankreich 1.085.853
Kroatien 36.169
Italien 455.945
Zypern 3.973
Lettland 34.565
Litauen 70.060
Luxemburg 160
Ungarn 201.470
Malta 3.000
Niederlande 3.500
Österreich 14.527
Polen 505.160
Portugal 117.535
Rumänien 226.708
Slowenien 17.680
Slowakei 57.800
Finnland 102.605
Schweden 90.698
Vereinigtes Königreich 52.815


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