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MEPC.1/Rundschreiben 796
Vorläufige Richtlinien für die Berechnung des Koeffizienten für die Abnahme der Schiffsgeschwindigkeit bei repräsentativen Seebedingungen fw zur versuchsweisen Anwendung

Vom 12. Oktober 2012
(Vkbl Nr. 4 vom 27.02.2021 S. 0114


Bekanntmachung siehe Fußnote 0

1 Der Ausschuss für den Schutz der Meeresumwelt hat auf seiner vierundsechzigsten Tagung (1. bis 5. Oktober 2012) in Anerkennung der Notwendigkeit, Richtlinien für die Berechnung des in Absatz 2.9 der Richtlinien von 2012 über die Methode zur Berechnung des erreichten Energieeffizienz-Kennwerts (EEDI) für Schiffsneubauten (Entschließung MEPC. 212(63)) enthaltenen Koeffizienten fw zu entwickeln, die Verbreitung der in der Anlage wiedergegebenen "Vorläufigen Richtlinien für die Berechnung des Koeffizienten für die Abnahme der Schiffsgeschwindigkeit bei repräsentativen Seebedingungen fw zur versuchsweisen Anwendung" vereinbart.

2 Die Mitgliedsregierungen werden ersucht, die beigefügten vorläufigen Richtlinien ihrer Verwaltung, der Industrie, den einschlägigen Schifffahrtsorganisationen, den Reedereien und anderen betroffenen Interessengruppen zur versuchsweisen Anwendung auf freiwilliger Basis zur Kenntnis zu bringen.

3 Die Mitgliedsregierungen und Beobachterorganisationen werden ferner ersucht, zu künftigen Tagungen des Ausschusses Informationen über die Ergebnisse und Erfahrungen bei der Anwendung der vorläufigen Richtlinien bereitzustellen.

***


.

Vorläufige Richtlinien für die Berechnung des Koeffizienten für die Abnahme der Schiffsgeschwindigkeit bei repräsentativen Seebedingungen fw zur versuchsweisen Anwendung Anlage


Einleitung

Der Zweck dieser Richtlinien ist es, eine Anleitung zur Berechnung des im Energieeffizienz-Kennwert in Absatz 2.9 der mit MEPC.212(63) angenommen Richtlinien von 2012 über die Methode zur Berechnung des erreichten Energieeffizienz-Kennwerts (EEDI) für Schiffsneubauten enthaltenen Koeffizienten fw zu geben.

fw ist ein dimensionsloser Koeffizient, der die Geschwindigkeitsabnahme bei repräsentativen Seebedingungen hinsichtlich Wellenhöhe, Wellenfrequenz und Windgeschwindigkeit angibt.

fw muss mittels der Durchführung einer schiffsspezifischen Simulation der Schiffsleistung bei repräsentativen Seebedingungen gemäß dem in Teil 1: Richtlinien für die Simulation zur Ermittlung des Koeffizienten für die Abnahme der Schiffsgeschwindigkeit bei repräsentativen Seebedingungen fw angegebenen Verfahren bestimmt werden.

In Fällen, in denen keine Simulation durchgeführt wird, muss fw auf Grundlage der "Standard fw"-Kurven gemäß dem in Teil 2: Richtlinien für die Berechnung des Koeffizienten fw anhand der "Standard fw"-Kurven angegebenen Verfahren bestimmt werden.

Beispiele für die Ermittlung des Koeffizienten fw mittels Simulation bzw. Berechnung sind in den jeweiligen Anhängen zu Teil 1 und Teil 2 dargestellt und die Verfahren zur Herleitung der "Standard fw"-Kurven sind in Anhang 2 von Teil 2 dargestellt.

Teil 1:

Richtlinien für die Simulation zur Ermittlung des Koeffizienten für die Abnahme der Schiffsgeschwindigkeit bei repräsentativen Seebedingungen fw

1 Allgemeines

1.1 Anwendungsbereich

1.1.1 Der Zweck dieser Richtlinien ist es, eine Anleitung für die Durchführung der Simulation zur Ermittlung des im EEDI enthaltenen Koeffizienten fw für ein einzelnes Schiff zu geben.

1.1.2 Diese Richtlinien gelten für Schiffe, bei denen der Schiffswiderstand sowie die Bremsleistung bei ruhiger See (kein Wind und keine Wellen) durch Tankversuche, d. h. Modellschleppversuche, Modellpropulsionsversuche sowie Modellpropellerfreifahrtversuche bewertet werden. Numerische Berechnungen können mit Zustimmung des EEDI-Prüfers als gleichwertig zu den Modellpropellerfreifahrtversuchen anerkannt oder zur Ergänzung der durchgeführten Tankversuche angewendet werden (z.B. zur Bewertung der Auswirkung von zusätzlichen Rumpfmerkmalen wie Flossen usw. auf die Leistung des Schiffes).

1.1.3 Die Entwurfsparameter und die in der Simulation zur Ermittlung des Koeffizienten fw angenommenen Bedingungen müssen mit denen übereinstimmen, die bei der Berechnung der anderen Komponenten des EEDI angewendet werden.

1.1.4 fw kann auch dadurch bestimmt werden, dass der Prüfer die Leistungsdaten aus Tankversuch und/oder Simulation eines Schiffes desselben Typs bei repräsentativen Seebedingungen anerkennt.

1.2 Berechnungsmethode

1.2.1 Formelzeichen

PB : Bremsleistung
RT : Gesamtwiderstand bei ruhiger See (kein Wind und keine Wellen)
Vref : Entwurfsgeschwindigkeit bei Fahrt des Schiffes bei ruhiger See (kein Wind und keine Wellen)
VW : Entwurfsgeschwindigkeit bei Fahrt des Schiffes bei den repräsentativen Seebedingungen
ΔRwave : Zusätzlicher Widerstand aufgrund von Wellen
ΔRwind : Zusätzlicher Widerstand aufgrund von Wind
ηD : Propulsionswirkungsgrad
ηS : Wirkungsgrad der Wellenleitung
Der Index w bezieht sich auf die Seebedingungen hinsichtlich Wind und Wellen.

1.2.2 Das grundlegende Verfahren zur Berechnung der Abnahme der Schiffsgeschwindigkeit ist in Abbildung 1.1. dargestellt (siehe Abschnitt 4 für nähere Angaben)

Abbildung 1.1: Flussdiagramm für die Berechnung der Abnahme der Schiffsgeschwindigkeit



1.2.3 Der Zusammenhang zwischen der Leistung und der Abnahme der Schiffsgeschwindigkeit ist in Abbildung 1.2 dargestellt.

Abbildung 1.2: Zusammenhang zwischen der Leistung und der Abnahme der Schiffsgeschwindigkeit



2 Repräsentative Seebedingungen

2.1 Repräsentative Seebedingungen

2.1.1 Die repräsentativen Seebedingungen für alle Schiffe liegen vor bei Beaufortgrad 6 und sind in Tabelle 2.1 aufgeführt.

Tabelle 2.1: Repräsentative Seebedingungen für alle Schiffe

Mittlere Windgeschwindigkeit
Uwind (m/s)

Mittlere Windrichtung
γ (Grad)

Signifikante Wellenhöhe
H (m)

Mittlere Wellenperiode
T (s)

Mittlere Wellenrichtung
θ (Grad)

BF6 12,6 0 3,0 6,7 0

2.1.2 Die Richtungen von Wind und Wellen sind als der Fahrtrichtung des Schiffes entgegengerichtet festgelegt, was die deutlichste Geschwindigkeitsabnahme bewirkt.

2.2 Windbedingungen

2.2.1 Die mittlere Windgeschwindigkeit und -richtung sind in Tabelle 2.1 angegeben.

2.3 Wellenbedingungen

2.3.1 Formelzeichen

D : Funktion der Winkelverteilung
E : Richtungsspektrum
H : Signifikante Wellenhöhe
S : Frequenzspektrum
T : Mittlere Wellenperiode
α : Winkel zwischen Schiffskurs und regelmäßigen Wellen (der Winkel beträgt 0 (Grad), wenn die Wellen von vorn einkommen)
θ : Mittlere Wellenrichtung (θ = 0 (Grad))
ω : Kreisfrequenz von einfallenden regelmäßigen Wellen

2.3.2 Da Ozeanwellen einen unregelmäßigen Charakter aufweisen, muss das Richtungsspektrum berücksichtigt werden.

2.3.3 Die signifikante Wellenhöhe, die mittlere Wellenperiode und die mittlere Wellenrichtung sind in Tabelle 2.1 angegeben. Um die mittlere Wellenperiode aus der Wellenhöhe auf der Beaufort-Skala zu ermitteln, wird die folgende, aus einem Frequenzspektrum für voll entwickelte Windwellen abgeleitete Formel angewendet.

Dabei ist H die signifikante Wellenhöhe in Metern und T die mittlere Wellenperiode in Sekunden.

2.3.4 Das Richtungsspektrum (E) setzt sich zusammen aus dem Frequenzspektrum (S) und der Funktion der Winkelverteilung (D).

E(ω,α; H,T,θ ) = S(ω; H,T) D(α,θ)

Dabei ist

, ,

3 Betriebszustand des Schiffes

3.1 Der zugrunde gelegte Betriebszustand des Schiffes ergibt sich aus den mit MEPC. 212(63) angenommenen Richtlinien von 2012 über die Methode zur Berechnung des erreichten Energieeffizienz-Kennwerts (EEDI) für Schiffsneubauten (im Folgenden EEDI-Berechnungsrichtlinien), konstanter Hauptmaschinenleistung (75 Prozent der MCR, um mit der in den EEDI-Berechnungsrichtlinien angesetzten Leistung übereinzustimmen) und Betrieb unter gleichbleibenden Navigationsbedingungen auf dem festgelegten Kurs.

3.2 Der Strömungseinfluss wird nicht berücksichtigt.

4 Berechnungsmethode

4.1 Allgemeines

4.1.1 Der Gesamtwiderstand bei den repräsentativen Seebedingungen RTw wird berechnet, indem der unter 4.3 ermittelte zusätzliche Widerstand aufgrund von Wind und Wellen zum Widerstand RT addiert wird, der anhand des in Absatz 1.1.2 angegebenen Verfahrens ermittelt wurde.

4.1.2 Die Schiffsgeschwindigkeit Vw hat denjenigen Wert von V, bei dem die Bremsleistung bei den repräsentativen Seebedingungen PBw der zum Erreichen der Geschwindigkeit Vref bei ruhiger See benötigten Bremsleistung PB entspricht.

4.1.3 Wenn PBw aus dem Gesamtwiderstand bei den repräsentativen Seebedingungen RTw abgeleitet werden kann, müssen die Propellereigenschaften und der Propulsionswirkungsgrad (ηD) aus den mittels Tankversuchen oder einer alternativen, hinsichtlich der Genauigkeit gleichwertigen Methode ermittelten Formeln errechnet werden, und der Wirkungsgrad der Wellenleitung (ηS) muss ein nachgewiesener, möglichst überprüfbarer Wert sein.

Die Bremsleistung kann auch aus den zuverlässigen Propulsionsversuchen ermittelt werden.

PB = RTV | (ηDηS)

4.1.4 Der Koeffizient für die Abnahme der Schiffsgeschwindigkeit fw wird berechnet, indem Vw wie folgt durch Vref geteilt wird:

fw = Vw /Vref an dem Punkt, an dem gilt: PB bei Vref = PBw bei Vw

4.2 Gesamtwiderstand bei ruhiger See: RT

4.2.1 Der Gesamtwiderstand bei ruhiger See wird nach dem in Abschnitt 1.1.2 angegebenen Verfahren als Funktion der Geschwindigkeit ermittelt.

4.3 Gesamtwiderstand bei repräsentativen Seebedingungen: RTw

4.3.1 Der Gesamtwiderstand bei repräsentativen Seebedingungen RTw wird berechnet, indem zum Gesamtwiderstand bei ruhiger See RT der zusätzliche Widerstand aufgrund von Wind ΔRwind und der zusätzliche Widerstand aufgrund von Wellen ΔRwave addiert werden.

RTw = RT + ΔRw

= RT +ΔRwind+ ΔRwave

4.3.2 Zusätzlicher Widerstand aufgrund von Wind: ΔRwind

4.3.2.1 Formelzeichen

AL : Projizierte Lateralfläche beim vorgesehenen Ladefall
AT : Projizierte Querlateralfläche beim vorgesehenen Ladefall
B : Schiffsbreite
C : Abstand vom Hauptspant zum Mittelpunkt der projizierten Lateralfläche (AL); ein positiver Wert von C bedeutet, dass sich der Mittelpunkt der projizierten Lateralfläche vorm Hauptspant befindet
CDwind : Luftwiderstandsbeiwert aufgrund des Windes
LOA : Länge über alles
Uwind : Mittlere Windgeschwindigkeit
ρα : Luftdichte (1,226(kg/m3))

4.3.2.2 Der zusätzliche Widerstand aufgrund von Wind wird mit der folgenden Formel auf der Grundlage der in Tabelle 2.1 angegebenen mittleren Windgeschwindigkeit und Windrichtung berechnet.

4.3.2.3 CDwind muss nach einer Formel mit erheblicher Genauigkeit berechnet werden, die durch Modellversuche im Windkanal bestätigt wurde. Zum Beispiel ist die folgende Formel für den Ausdruck von CDwind bekannt:

4.3.3 Zusätzlicher Widerstand aufgrund von Wellen: ΔRwave

4.3.3.1 Formelzeichen

H : Signifikante Wellenhöhe
T : Mittlere Wellenperiode
V : Schiffsgeschwindigkeit
α : Winkel zwischen Schiffskurs und regelmäßigen Wellen (der Winkel beträgt 0 (Grad), wenn die Wellen von vorn einkommen)
θ : Mittlere Wellenrichtung
ζα : Amplitude der einfallenden regelmäßigen Wellen
ω : Kreisfrequenz von einfallenden regelmäßigen Wellen

4.3.3.2 Unregelmäßige Wellen lassen sich als lineare Überlagerung der Komponenten von regelmäßigen Wellen darstellen. Daher wird der durch Wellen verursachte zusätzliche Widerstand ebenfalls durch lineare Überlagerung der Richtungsspektren (E) und des zusätzlichen Widerstands in regelmäßigen Wellen (Rwave) berechnet.

4.3.3.3 Der zusätzliche Widerstand in unregelmäßigen Wellen ΔRwave muss durch Tankversuche oder durch eine hinsichtlich der Genauigkeit gleichwertige Formel bestimmt werden. Zum Beispiel wird der zusätzliche Widerstand in regelmäßigen Wellen Rwave bei Anwendung der theoretischen Formel aus den Komponenten des primär durch die Schiffsbewegungen in regelmäßigen Wellen verursachten zusätzlichen Widerstands Rwm und des zusätzlichen Widerstands aufgrund der Wellenreflexion in regelmäßigen Wellen Rwr berechnet.

Rwave = Rwm + Rwr

Als Beispiel werden Rwm und Rwr nach der Methode in den Absätzen 4.3.3.4 und 4.3.3.5 berechnet.

4.3.3.4 Der zusätzliche Widerstand, der primär durch die Schiffsbewegungen in regelmäßigen Wellen verursacht wird

(1) Formelzeichen

g : Erdbeschleunigung
H(m) : Funktion, die durch die Verteilung von Singularitäten, die eine periodische Störung durch das Schiff darstellen, zu bestimmen ist
V : Schiffsgeschwindigkeit
α : Winkel zwischen Schiffskurs und regelmäßigen Wellen (der Winkel beträgt 0 (Grad), wenn die Wellen von vorn einkommen)
ρ : Flüssigkeitsdichte
ω : Kreisfrequenz von einfallenden regelmäßigen Wellen

(2) Der primär durch die Schiffsbewegungen in regelmäßigen Wellen verursachte zusätzliche Widerstand wird Rwm wie folgt berechnet:

, ,

4.3.3.5 Zusätzlicher Widerstand durch Wellenreflexion in regelmäßigen Wellen

  1. Formelzeichen
    B : Schiffsbreite
    Bf : Stumpfheitskoeffizient, der sich aus der Form der Wasserlinie und der Wellenrichtung ergibt
    CU : Koeffizient der Vortriebsgeschwindigkeit, der auf der Grundlage der Anleitung für Tankversuche ermittelt wird
    d : Tiefgang des Schiffes
    : Froude-Zahl (dimensionslose Zahl im Verhältnis zur Schiffsgeschwindigkeit)
    g : Erdbeschleunigung
    l1 : Modifizierte Besselfunktion erster Gattung der Ordnung 1
    K : Wellenzahl der regelmäßigen Wellen
    K1 : Modifizierte Besselfunktion zweiter Gattung der Ordnung 1
    Lpp : Schiffslänge zwischen den Loten
    V : Schiffsgeschwindigkeit
    ≥α : Winkel zwischen Schiffskurs und regelmäßigen Wellen (der Winkel beträgt 0 (Grad), wenn die Wellen von vorn einkommen)
    αd : Einfluss von Tiefgang und Frequenz
    ρ : Flüssigkeitsdichte
    ζα : Amplitude der einfallenden regelmäßigen Wellen
    ω : Kreisfrequenz von einfallenden regelmäßigen Wellen


  2. Der zusätzliche Widerstand aufgrund der Wellenreflexion bei regelmäßigen Wellen wird wie folgt berechnet:

    Dabei dl ist ein Linienelement entlang der Wasserlinie, βω die Neigung des Linienelementes entlang der Wasserlinie und die Bereiche der Integration sind in der folgenden Abbildung gezeigt.

    Abbildung 4.1: Koordinatensystem für die Wellenreflexion


  3. Der Einfluss der Vortriebsgeschwindigkeit αU wird wie folgt bestimmt:

    αU = Cu(α)Fn

  4. Der Koeffizient der Vortriebsgeschwindigkeit bei schräg einlaufenden Wellen Cu(α) wird wie folgt berechnet:

    CU(α) = Max[Fs, FC]

    1. Bf (α = 0) < Bfc oder Bf (α = 0) < Bfs
      Fs = CU (α = 0) - 310 {Bf (α) - Bf (α = 0)}
      FC = Min[CU (α = 0),10]
    2. Bf (α = 0) > Bfc und Bf (α = 0) > Bfs

      Fs = 68 - 310 Bf (α)

      FC = CU (α = 0)

      Dabei ist:

      ,

  5. Der vorgenannte Koeffizient CU (α = 0) wird durch Tankversuche ermittelt. Die Tankversuche müssen in kurzen Wellen durchgeführt werden, da Rwr hauptsächlich in kurzen Wellen auftritt. Die Länge der kurzen Wellen darf höchstens 0,5 Lpp betragen.
  6. Der Einfluss der Vortriebsgeschwindigkeit in regelmäßigen von vorn einkommenden Wellen αU wird durch die folgende Gleichung berechnet, bei der der durch die Tankversuche in regelmäßigen von vorn einkommenden Wellen ermittelte zusätzliche Widerstand ist und Rwm der gemäß Absatz 4.3.3.4 berechnete zusätzliche Widerstand, der durch die Schiffsbewegung in regelmäßigen Wellen entsteht.

  7. Der Einfluss der Vortriebsgeschwindigkeit αU ergibt sich für jede Geschwindigkeit des Versuchs durch die oben genannte Gleichung. Anschließend wird der Koeffizient der Vortriebsgeschwindigkeit CU (α = 0) durch die Methode der kleinsten Quadrate gegen Fn bestimmt; siehe Abbildung unten. Die Tankversuche müssen bei mindestens drei verschiedenen Froude-Zahlen Fn durchgeführt werden. Die Spanne der Froude-Zahlen Fn muss den Fn-Wert einschließen, der der Geschwindigkeit bei repräsentativen Seebedingungen entspricht.

    Abbildung 4.2: Bestimmung des Koeffizienten der Vortriebsgeschwindigkeit


.

Beispiel für die Bestimmung des Koeffizienten fw durch Simulation Anhang

Beispiel: Massengutschiff

Das betrachtete Schiff ist ein Massengutschiff, das in der folgenden Abbildung und der folgenden Tabelle dargestellt ist.

Abbildung 1: das betrachtete Schiff



Tabelle 1: Technische Daten des betrachteten Schiffes

Technische Daten

Wert

Länge zwischen den Loten 217 m
Breite 32,26 m
Tiefgang 14 m
Schiffsgeschwindigkeit 14,5 Knoten
Leistung bei MCR 9.070 kW
Tragfähigkeit 73.000 Tonnen

Berechnung von fw aus der schiffsspezifischen Simulation

Die Definition der Formelzeichen und die Nummern der angegebenen Absätze entsprechen denen in den Richtlinien für die Simulation zur Ermittlung des Koeffizienten für die Abnahme der Schiffsgeschwindigkeit bei repräsentativen Seebedingungen fw.

  1. Der Gesamtwiderstand bei ruhiger See wird aus Tankversuchen * bei ruhiger See RT als Funktion der Geschwindigkeit nach Absatz 4.2 abgeleitet, wie in der folgenden Abbildung dargestellt.

    Abbildung 2: Widerstand bei ruhiger See



  2. Der zusätzliche Widerstand aufgrund von Wind ΔRwind wird gemäß Absatz 4.3.2 berechnet. Für das betrachtete Schiff wird der Luftwiderstandsbeiwert aufgrund des Windes CDwind mit 0,853 berechnet.
  3. In den Richtlinien wird der zusätzliche Widerstand in regelmäßigen Wellen Rwave aus den Komponenten des primär durch die Schiffsbewegungen in regelmäßigen Wellen verursachten zusätzlichen Widerstands Rwm und des zusätzlichen Widerstands aufgrund der Wellenreflexion in regelmäßigen Wellen Rwr berechnet.

    Rwm und Rwr werden nach den Absätzen 4.3.3.4 bzw. 4.3.3.5 berechnet.

    Hier wird CU in von vorn einkommenden Wellen gemäß den Absätzen (5) bis (7) von 4.3.3.5 ermittelt. ** Für das betrachtete Schiff ergibt sich der Einfluss der Vortriebsgeschwindigkeit αU in von vorn einkommenden Wellen, wie in der folgenden Abbildung dargestellt, und CU wird mit 10,0 bestimmt.

    Abbildung 3: Einfluss der Vortriebsgeschwindigkeit



  4. Mit dem ermittelten CU wird der zusätzliche Widerstand in regelmäßigen Wellen gemäß Abschnitt 4.3.3.3 berechnet. Zum Beispiel wird im Fall von Fn = 0,167 der dimensionslose Wert des zusätzlichen Widerstands in regelmäßigen Wellen wie in der folgenden Abbildung gezeigt ausgedrückt.

    Abbildung 4: Zusätzlicher Widerstand in regelmäßigen Wellen


  5. Der zusätzliche Widerstand aufgrund der von vorn einkommenden Wellen ΔRwave wird gemäß Absatz 4.3.3.2 berechnet. ΔRwave in von vorn einkommenden Wellen bei T = 6,7 (s) (BF6) wird wie in der folgenden Abbildung dargestellt ausgedrückt. Um die Leistungskurve zu ermitteln, wird ΔRwave als eine Funktion der Schiffsgeschwindigkeit ausgedrückt, die auf bei verschiedenen Schiffsgeschwindigkeiten berechneten ΔRwave-Werten beruht. In der Beispielberechnung wird ΔRwave als eine quartische Funktion der Schiffsgeschwindigkeit ausgedrückt.

    Abbildung 5: Zusätzlicher Widerstand aufgrund von Wellen



  6. Der Gesamtwiderstand bei repräsentativen Seebedingungen RTW wird gemäß Absatz 4.3 berechnet, und die Bremsleistung bei repräsentativen Seebedingungen PBW gemäß Absatz 4.1.3. Das heißt, RTW errechnet sich als Summe von RT,ΔRwind undΔRwave wie in der folgenden Abbildung gezeigt, und PBW wird berechnet, indem RTWV durch den Propulsionswirkungsgrad bei repräsentativen Seebedingungen ηDw und den Wirkungsgrad der Wellenleitung ηS geteilt wird.

    Abbildung 6: Gesamtwiderstand bei repräsentativen Seebedingungen



  7. Die Eigenvortriebsfaktoren und die Propellereigenschaften für das betrachtete Schiff sind in den folgenden Abbildungen dargestellt. Dabei ist (1-w) die Nachstromziffer der Großausführung des Schiffes, (1-t) die Sogziffer, ηR der Propellerrotationswirkungsgrad, J = Va/(nD) der Vortriebskoeffizient, Va die Vortriebsgeschwindigkeit des Propellers, n die Propellerdrehzahl, D der Propellerdurchmesser, KT der Propellerschubbeiwert und der KQ Propellerdrehmomentkennwert.
  8. Der Propulsionswirkungsgrad ηD wird wie folgt ausgedrückt:

    Dabei ist η0 der Propellerwirkungsgrad des freifahrenden Propellers, der sich aus den Propellereigenschaften ergibt.

    Abbildung 7: Eigenvortriebsfaktoren



    Abbildung 8: Propellereigenschaften



  9. Die Leistungskurve bei repräsentativen Seebedingungen ergibt sich durch numerisches Lösen der Gleichgewichtsgleichung für eine Kraft in Längsrichtung.

Die repräsentativen Seebedingungen liegen vor bei BF6. Die Bremsleistung bei ruhiger See (BF0) und bei den repräsentativen Seebedingungen (BF6) werden wie in der folgenden Abbildung gezeigt berechnet.

Abbildung 9: Leistungskurven



Gemäß Absatz 4.1.4 wird der Koeffizient für die Abnahme der Schiffsgeschwindigkeit fw berechnet als 0,846 von Vw = 12,10 (Knoten) und Vref = 14,31 (Knoten) bei einer Leistung von 75 Prozent MCR: 6802,5 (kW).

In der Technischen EEDI-Akte wird fw wie folgt aufgeführt:

7.2 Berechneter Wetterfaktor fw

fw

0,846

Teil 2: Richtlinien für die Berechnung des Koeffizienten fw anhand der "Standard fw"­Kurven

1 Anwendungsbereich

1.1 Der Zweck dieser Richtlinien ist es, eine Anleitung zur Berechnung des im EEDI enthaltenen Koeffizienten fw anhand der "Standard fw"-Kurven zu geben.

1.2 Diese Richtlinien gelten für Schiffe, für die keine Simulation durchgeführt wird, um den Koeffizienten fw nach den Richtlinien für die Simulation zur Ermittlung des Koeffizienten für die Abnahme der Schiffsgeschwindigkeit bei repräsentativen Seebedingungen fw zu ermitteln.

1.3 Die repräsentativen Seebedingungen für jedes Schiff sind in Absatz 2.1 der Richtlinien für die Simulation zur Ermittlung des Koeffizienten für die Abnahme der Schiffsgeschwindigkeit bei repräsentativen Seebedingungen fw festgelegt.

1.4 Die Entwurfsparameter bei der Berechnung von fw aus den "Standard fw"-Kurven müssen mit denen übereinstimmen, die bei der Berechnung der anderen Komponenten des EEDI angewendet werden.

2 Berechnungsmethode

2.1 Es werden drei Arten von "Standard fw"-Kurven für Massengutschiffe, Tankschiffe und Containerschiffe bereitgestellt und als Funktion der in den mit MEPC. 212(63) angenommenen Richtlinien von 2012 über die Methode zur Berechnung des erreichten Energieeffizienz-Kennwerts (EEDI) für Schiffsneubauten definierten Kapazität (Capacity) ausgedrückt. Die Schiffstypen sind in Regel 2 der Anlage VI des Internationalen Übereinkommens von 1973 zur Verhütung der Meeresverschmutzung durch Schiffe in der Fassung des Protokolls von 1978 zu diesem Übereinkommen, in der durch Entschließung MEPC. 203(62) geänderten Fassung, definiert.

2.2 Jede "Standard fw"-Kurve wurde auf der Grundlage von Daten der tatsächlichen Geschwindigkeitsreduzierung vorhandener Schiffe bei den repräsentativen Seebedingungen gemäß dem Verfahren zur Herleitung von "Standard fw"-Kurven ermittelt (siehe Anhang 2).

2.3 Jede "Standard fw"-Kurve ist von Abbildung 1 bis Abbildung 3 dargestellt, und der "Standard fw"-Wert wird wie folgt ausgedrückt:

"Standard fw"-Wert = a x ln(Capacity) + b

Dabei sind a und b die in Tabelle 1 angegebenen Parameter.

Tabelle 1: Parameter zur Bestimmung des "Standard fw"­Wertes

Schiffstyp a b

Massengutschiff

0,0429 0,294

Tankschiff

0,0238 0,526

Containerschiff

0,0208 0,633

Abbildung 1: "Standard fw"­Kurve für Massengutschiffe



fw = 0,0429 ln(Capacity) + 0,294

Abbildung 2: "Standard fw"­Kurve für Tankschiffe



fw = 0,0238 ln(Capacity) + 0,526

Abbildung 3: "Standard fw"-Kurve für Containerschiffe



fw = 0,0208 ln(Capacity) + 0,633


.

Berechnungsbeispiel für den Koeffizienten fw anhand der "Standard fw"­Kurven Anhang 1


Beispiel: Massengutschiff

Bei dem betrachteten Schiff handelt es sich um ein Massengutschiff, das in der folgenden Abbildung und in der folgenden Tabelle dargestellt ist.

Abbildung 1: das betrachtete Schiff



Tabelle 1: Technische Daten des betrachteten Schiffes

Technische Daten Wert
Länge zwischen den Loten 217 m
Breite 32,26 m
Tiefgang 14 m
Schiffsgeschwindigkeit 14,5 Knoten
Leistung bei MCR 9.070 kW
Tragfähigkeit 73.000 Tonnen

Berechnung von fw anhand der "Standard fw"-Kurven

Die Nummern der Absätze beziehen sich auf die Richtlinien für die Berechnung des Koeffizienten fw anhand der "Standard fw"-Kurven.

  1. Der "Standard fw"-Wert wird nach Absatz 2.3 berechnet. Da es sich bei dem betreffenden Schiff um ein Massengutschiff handelt, ergibt sich der "Standard fw"-Wert aus der folgenden Gleichung.

    "Standard fw"-Wert = 0,0429 ln(Capacity) + 0,294

  2. Da die Kapazität (Capacity) für Massengutschiffe die Tragfähigkeit ist, wird die Kapazität für das betreffende Schiff mit 73.000 (Tonnen) bestimmt. Durch Einsetzen von 73.000 in die obige Gleichung ergibt sich der "Standard fw"-Wert von 0,774.

    In der Technischen EEDI-Akte wird fw wie folgt aufgeführt:

    7.2 Berechneter Wetterfaktor fw
    fw 0,774


.

Verfahren zur Herleitung der "Standard fw"­Kurven Anhang 2


  1. Dieses Dokument enthält die Verfahren zur Herleitung der "Standard fw"-Kurven auf der Grundlage der wichtigsten Schiffsdaten und Betriebsdaten von etwa 180 vorhandenen, sich in Betrieb befindlichen Schiffen.
  2. Der Koeffizient fw wurde für einzelne vorhandene Schiffe ermittelt, indem die Daten ausgewählt wurden, die bestimmte Bedingungen erfüllen, wie unten erläutert.
  3. Die Herleitung führte zu drei "Standard fw"-Kurven für Massengutschiffe, Tankschiffe und Containerschiffe.

Das Verfahren zur Berechnung der "Standard fw"-Kurven umfasst die folgenden fünf Schritte:

Schritt 1: Entnahme von Daten aus den Angaben zum Schiff

Die für die Berechnung benötigten Daten sind die Verdrängung, die Geschwindigkeit und die Leistung sowie die Drehzahl der Hauptmaschine bei der Nennleistung NOR (normal rating). Falls die für fw erforderlichen Daten nicht vorliegen, werden die Daten des Schiffes nicht zur Ableitung der "Standard fw"-Kurven verwendet.

Schritt 2: Entnahme von Daten aus der Kurzfassung des Logbuchs

Die erforderlichen Daten sind die Verdrängung, die Windrichtung (WDIR), die beobachtete Windstärke gemäß Beaufort-Skala (WFOR), die Messdauer von Distlog und DistOG (HP (Stunden)), die mit dem Log gemessene Fahrtstecke durch Wasser (Distlog), die Fahrtstrecke über Grund (DistOG), die Drehzahl pro Minute (RPM) und die Wellenleistung (SHP) jeweils über 24 Stunden.

Die Daten für die Berechnung von fw einzelner Schiffe werden einer Prüfung unter Befolgung der unter (i) bis (vi) angegebenen Verfahren unterzogen. Die Daten, die alle Kriterien von (i) bis (vi) erfüllen, sind zu verwenden. Falls die Daten nicht nach dem folgenden Verfahren gesammelt werden, werden die Daten des Schiffes bei der Ableitung der "Standard fw"-Kurven nicht verwendet.

  1. Die Verdrängung muss innerhalb von ±15 Prozent der durchschnittlichen Verdrängung bei den Reisen liegen, die als nahe am voll beladenen Zustand oder, im Falle eines Containerschiffs, am Zustand von 70 Prozent DWT gemeldet wurden. 1 In Fällen, in denen die Verdrängung nicht verfügbar ist, kann der durchschnittliche Tiefgang anstelle der Verdrängung verwendet werden.
  2. Windrichtung (WDIR): Steuerkurs (relative Windrichtung, die ±67,5 Grad nicht überschreitet).
  3. Bei den ausgewählten Daten muss die Windstärke der Beaufort-Skala (WFOR) 2, 3 oder 6 entsprechen. Die Daten unter WFOR 2 und 3 werden verwendet, um die Bedingungen bei ruhiger See (kein Wind und keine Wellen) darzustellen, und die Daten unter WFOR 6 werden verwendet, um die repräsentativen Seebedingungen darzustellen.
  4. Die RPM (Umdrehungen pro Minute) müssen innerhalb von ±5 Prozent der durchschnittlichen RPM auf der Reise liegen. 2
  5. Die Wellenleistung (Shaft Horse Power, SHP) muss innerhalb von ±20 Prozent der 75 Prozent der installierten Nennleistung (MCR) liegen. Falls die SHP nicht verfügbar ist, kann der Brennstoffverbrauch anstelle der SHP verwendet werden. 3
  6. Distlog darf unter der Bedingung verwendet werden, dass die Differenz zwischen DistOG und Distlog höchstens ±10 Prozent des jeweils kleineren Wertes beträgt. 4

Schritt 3: Datenkorrektur

3.1 Kalibrierung der Daten, um den Unterschied zwischen dem in den EEDI-Berechnungsrichtlinien zugrunde gelegten Zustand und dem tatsächlichen Betrieb wiederzugeben.

Die in Schritt 2 ausgewählten Distlog-Daten werden mit der folgenden Gleichung kalibriert, um den Unterschied zwischen dem zugrunde gelegten Zustand und dem tatsächlichen Betrieb in Bezug auf die Verdrängung und SHP zu berücksichtigen 5 :

Dabei ist:

75 %MCR : 75 Prozent der installierten Nennleistung (MCR)
: Durchschnittliche Verdrängung auf den gemeldeten Reisen,
: Verdrängung während der Messung
HP : Laufzeit (Antriebsstunden)
SHP0 : Leistung während der Messung
V0 : Gemessene Schiffsgeschwindigkeit durchs Wasser (Distlog/HP)
V1 : auf Basis der Verdrängung kalibrierte Geschwindigkeit
V2 : auf Basis der Leistung kalibrierte Geschwindigkeit

3.2 Berechnung von V2 bei ruhiger See:

30 Prozent der größten Werte von V2 bei Beaufortgrad 2 und 3 werden herangezogen, um die Bedingungen bei ruhiger See darzustellen.

Schritt 4: Berechnung von fw für einzelne vorhandene Schiffe

fw = Durchschnitt von V2 bei BF6/Durchschnitt von V2 bei ruhiger See für alle Schiffe.

In Fällen, in denen das berechnete fw größer als 1,0 ist, bleiben die Daten bei der Mittelwertbildung unberücksichtigt.

Schritt 5: Entwicklung von "Standard fw"­Kurven

Es wird die Regression, basierend auf der natürlichen logarithmischen Funktion, mit den in Schritt 4 ermittelten fw-Werten durchgeführt.

Die Regressionslinie ergibt sich aus den in den obigen Schritten berechneten beobachteten fw-Werten und der Kapazität (Capacity) jedes Schiffes in Form einer natürlichen logarithmischen Linie. Bei der Bestimmung der "Standard fw"-Kurven muss vermieden werden, dass fw in den Standardkurven viel höher als der tatsächliche fw-Wert angegeben wird. Dafür werden die "Standard fw"-Kurven so verschoben, dass sie die untere Grenze der beobachteten fw-Werte bilden, indem die Schnittstelle der Regressionslinie in der Form der natürlichen logarithmischen Linie geändert wird.

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Fußnoten

0)

Bekanntmachung des Rundschreibens des Ausschusses für den Schutz der Meeresumwelt MEPC.1/ Rundschreiben 796, "Vorläufige Richtlinie für die Berechnung des Koeffizienten für die Abnahme der Schiffsgeschwindigkeit bei repräsentativen Seebedingungen fw zur versuchsweisen Anwendung", in deutscher Sprache

Vom Februar 2021
(Vkbl Nr. 4 vom 27.02.2021 S. 0114)
Durch die Dienststelle Schiffssicherheit der BG Verkehr wird hiermit das Rundschreiben des Ausschusses für den Schutz der Meeresumwelt MEPC.1/Rundschreiben 796, "Vorläufige Richtlinie für die Berechnung des Koeffizienten für die Abnahme der Schiffsgeschwindigkeit bei repräsentativen Seebedingungen fw zur versuchsweisen Anwendung", in deutscher Sprache amtlich bekannt gemacht.

* Die Tankversuche werden im herkömmlichen Schiffsentwurfsprozess zur Bewertung der Schiffsleistung bei ruhiger See durchgeführt.

** CU wird durch Tankversuche in kurzen Wellen ermittelt. Da die Schiffsbewegungen in kurzen Wellen sehr gering sind, können die Tests einfach mit der gleichen Einstellung wie beim herkömmlichen Schleppversuch durchgeführt werden, und die erforderliche Zeit beträgt etwa vier Stunden.

1) Tatsächlich ist es unmöglich, nur die Daten zu erfassen, bei denen das Schiff voll abgeladen ist. Daten, die zu weit von der zugrunde gelegten Verdrängung abweichen, können nicht mit der im Schritt 3.1 beschriebenen Methode kalibriert werden.

2) Daten, bei denen die Drehzahl von der durchschnittlichen Drehzahl abweicht, entsprechen möglicherweise nicht den normalen Betriebsbedingungen.

3) Daten, die zu sehr von 75 Prozent MCR abweichen, können nicht mit der in Schritt 3.1 beschriebenen Methode kalibriert werden.

4) Daten mit einer großen Differenz zwischen Distlog und DistOG können durch Gezeiten- und Meeresströmungen beeinflusst sein.

5) Da SHP annähernd proportional zur benetzten Oberfläche und der dritten Potenz der Schiffsgeschwindigkeit ist, wird die Schiffsgeschwindigkeit mit zwei Dritteln der Verdrängung, die die gleiche Dimension wie die benetzte Oberfläche hat, und einem Drittel von SHP kalibriert.

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