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GesV - Verordnung über die staatliche Gesundheitsverwaltung und den öffentlichen Gesundheitsschutz
- Bayern -
Vom 14. November 2016
(GVBl. Nr. 18 vom 30.11.2016 S. 326; 05.04.2022 S. 154 22, 22a; 10.05.2022 S. 182 22b; 31.01.2024 S. 34 24; 04.06.2024 S. 98 24a; 04.06.2024 S. 155 24b; 19.05.2026 S. 301 umwelt-online.de/preview/261543" target="_blank"> 26)
Gl.-Nr.: 21210-10-G
Überschrift geändert 24
Auf Grund
verordnet das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege, soweit erforderlich im Einvernehmen mit den Bayerischen Staatsministerien des Innern, für Bau und Verkehr, der Justiz, für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst sowie für Umwelt und Verbraucherschutz:
§ 1 Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit 22
Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) ist neben den sonst zuständigen Behörden landesweit zuständig
In den Angelegenheiten nach Satz 1 unterstützt und berät das LGL die zuständigen Behörden fachlich und rechtlich.
§ 2 Zulässige Anzahl an Cannabis-Anbauvereinigungen 22b 24b
Die Zahl der Anbauvereinigungen, die in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt eine Erlaubnis nach § 11 Abs. 1 des Konsumcannabisgesetzes erhalten dürfen, wird auf eine Anbauvereinigung je 6.000 Einwohnerinnen und Einwohner begrenzt.
§ 3 Gerichtsärztliche Dienste
(1) Den gerichtsärztlichen Diensten obliegen
(2) Die gerichtsärztlichen Dienste führen die Behördenbezeichnung "Gerichtsärztlicher Dienst bei dem Oberlandesgericht ... (Angabe des Oberlandesgerichts)".
(3) Die Aufgaben nach Abs. 1 Nr. 4 werden der Ludwig-Maximilians-Universität München, der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und der Julius-Maximilians-Universität Würzburg zur eigenständigen Wahrnehmung übertragen.
§ 4 Vollzug der Internationalen Gesundheitsvorschriften 22a 24a umwelt-online.de/preview/261543" target="_blank"> 26
(1) Die Kreisverwaltungsbehörden sind
Soweit sie nicht Gesundheitsamt sind, beteiligen sie das örtlich zuständige Gesundheitsamt.
(2) Abweichend von Abs. 1
§ 4a Form der Anträge auf Erstattung nach § 56 Abs. 5 Satz 3 und 4 des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) 22 22b 24 24a
Antragsteller haben Anträge nach § 56 Abs. 5 Satz 3 und 4 des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) nach amtlich vorgeschriebenem Datensatz durch Datenfernübertragung über vom Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention betriebene Portale 1 zu übermitteln. § 56 Abs. 11 Satz 3 IfSG bleibt unberührt.
1) Amtl. Anmerkung: https://www.verdienstausfall-corona.bayern/ und https://www.elternhilfe-corona.bayern/
§ 5 Erweiterung der Meldepflichten nach dem Infektionsschutzgesetz 24
(1) Zusätzlich zu den in § 6 des Infektionsschutzgesetzes ( IfSG) aufgeführten Krankheiten wird die Meldepflicht auf die nichtnamentliche Meldung der Erkrankung und des Todes durch Borreliose in Form eines Erythema migrans, einer akuten Neuroborreliose und einer akuten Lyme-Arthritis erweitert.
(2) Die Meldepflicht besteht für Ärzte nach § 8 Abs. 1 Nr. 1, Abs. 2 Satz 1 und Abs. 3 Satz 1 IfSG gilt entsprechend. Die Meldepflicht besteht nicht in Bezug auf betroffene Personen, deren Hauptwohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthaltsort außerhalb des Freistaates Bayern liegt. Die Meldung erfolgt innerhalb von zwei Arbeitstagen an das für den Ort der ärztlichen Tätigkeit zuständige Gesundheitsamt.
(3) Die nichtnamentliche Meldung muss folgende Angaben enthalten:
Die Meldung soll elektronisch auf dem dafür durch das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit vorgesehenen Weg erfolgen. Alternativ erfolgt sie schriftlich oder durch Abgabe eines Datenträgers unter Verwendung eines vom Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit zur Verfügung gestellten Formblatts. Liegt die Hauptwohnung oder der gewöhnliche Aufenthaltsort der betroffenen Person im Bereich eines anderen Gesundheitsamts, so hat das unterrichtete Gesundheitsamt die Meldung an das für die Hauptwohnung, bei mehreren Wohnungen das für den gewöhnlichen Aufenthaltsort zuständige Gesundheitsamt innerhalb von zwei Arbeitstagen weiterzuleiten.
(4) Das Gesundheitsamt des Hauptwohnsitzes oder gewöhnlichen Aufenthaltsorts der betroffenen Person bewertet und vervollständigt die nichtnamentlich gemeldeten Erkrankungen und Todesfälle und übermittelt sie wöchentlich, spätestens am dritten Arbeitstag der folgenden Woche, an das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. Von dort wird die Meldung innerhalb einer Woche unter Angabe der in Abs. 3 Satz 1 Nr. 1, 2 und 4 bis 8 aufgeführten Daten an das Robert Koch-Institut übermittelt.
Berufungsregelungen mit Lehrstuhlinhabern zur Wahrnehmung der Aufgaben nach § 3 Abs. 1 Nr. 4 in Verbindung mit § 3 Abs. 3, die zum Zeitpunkt des Inkrafttretens dieser Verordnung bereits bestehen, bleiben unberührt.
§ 7 Inkrafttreten, Außerkrafttreten 22 24
(1) Diese Verordnung tritt am 1. Dezember 2016 in Kraft.
(2) § 4a tritt mit Ablauf des 31. Dezember 2025 außer Kraft. § 5 tritt mit Ablauf des 28. Februar 2029 außer Kraft.
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