Änderungstext

Bekanntmachung der Neufassung des Anhangs zu dem Übereinkommen vom 16. November 1989 gegen Doping/der Anlage I zu dem Internationalen Übereinkommen vom 19. Oktober 2005 gegen Doping im Sport

Vom 15. Dezember 2014
(BGBl. II Nr. 31 vom 22.12.2014 S.1356)


Die Beobachtende Begleitgruppe zum Übereinkommen vom 16. November 1989 gegen Doping (BGBl. 1994 II S. 334, 335) hat die Änderung des Anhangs des Übereinkommens beschlossen. Die Änderung tritt am 1. Januar 2015 in Kraft.

Die Vertragsstaatenkonferenz des Internationalen Übereinkommens vom 19. Oktober 2005 gegen Doping im Sport (BGBl. 2007 II S. 354, 355) hat die Änderung der Anlage I des Übereinkommens beschlossen. Die Änderung tritt am 1. Januar 2015 in Kraft.

Die Liste der verbotenen Stoffe und Methoden (zugleich Anhang des Übereinkommens von 1989; zugleich Anlage I des Übereinkommens von 2005) wird in der Fassung, in der sie aufgrund der Änderung ab dem 1. Januar 2015 gilt, nachstehend mit einer amtlichen deutschen Übersetzung veröffentlicht.

Diese Bekanntmachung ergeht im Anschluss an die Bekanntmachung vom 16. Juli 2014 (BGBl. II S. 484).


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Verbotsliste 2014
- Welt-Anti-Doping-Code -
Inkrafttreten: 1. September 2014
(Neufassung BGBl. II Nr. 18 vom 12.08.2014 S. 484)

In Einklang mit Artikel 4.2.2 des Welt-Anti-Doping-Codes gelten alle verbotenen Stoffe 1 als "spezifische Stoffe" mit Ausnahme der Stoffe in den Klassen S1, S2, S4.4, S4.5 und S6.a sowie der verbotenen Methoden M1, M2 und M3.

Stoffe und Methoden, die zu allen Zeiten (in und außerhalb von Wettkämpfen) verboten sind Verbotene Stoffe

S0. Nicht zugelassene Stoffe

Pharmakologisch wirksame Stoffe, die in den folgenden Abschnitten der Verbotsliste nicht aufgeführt und derzeit nicht durch eine staatliche Gesundheitsbehörde für die therapeutische Anwendung beim Menschen zugelassen sind (zum Beispiel Arzneimittel in der präklinischen oder klinischen Entwicklung beziehungsweise Arzneimittel, deren Entwicklung eingestellt wurde, Designerdrogen, nur für die Anwendung bei Tieren zugelassene Stoffe), sind zu jeder Zeit verboten.

S1. Anabole Stoffe

Anabole Stoffe sind verboten.

  1. Anabolandrogene Steroide (AAS)
    1. Exogene 2 AAS, einschließlich
      1-Androstendiol (5alpha-Androst-1-en-3beta,17beta-diol);
      1-Androstendion (5alpha-Androst-1-en-3,17-dion);
      Bolandiol (Estr-4-en-3beta,17beta-diol);
      Bolasteron;
      Boldenon;
      Boldion (Androsta-1,4dien-3,17-dion);
      Calusteron;
      Clostebol;
      Danazol ([1,2]Oxazolo[4",5":2,3] pregna-4-en-20yn-17alpha-ol);
      Dehydrochlormethyltestosteron (4-Chlor-17beta-hydroxy-17alphamethylandrosta-1,4dien-3-on);
      Desoxymethyltestosteron (17alpha-Methyl-5alpha-androst-2en-17beta-ol);
      Drostanolon;
      Ethylestrenol (19-Norpregna-4-en-17alpha-ol);
      Fluoxymesteron;
      Formebolon;
      Furazabol (17alpha-Methyl-[1,2,5]oxadiazolo[3",4":2,3]-5alpha-androstan 17beta-ol);
      Gestrinon;
      4-Hydroxytestosteron (4,17beta-Dihydroxyandrost-4-en-3-on);
      Mestanolon;
      Mesterolon;
      Metandienon (17beta-Hydroxy-17alphamethylandrosta-1,4dien-3-on);
      Metenolon;
      Methandriol;
      Methasteron (17beta-Hydroxy-2alpha,17alpha-dimethyl-5alpha-androstan-3-on);
      Methyldienolon (17beta-Hydroxy-17alpha-methylestra-4,9-dien-3-on);
      Methyl-1-testosteron (17beta-Hydroxy-17alphamethyl-5alpha-androst-1-en-3-on);
      Methylnortestosteron (17beta-Hydroxy-17alphamethylestr-4-en-3-on);
      Methyltestosteron;
      Metribolon (Methyltrienolon, 17beta-Hydroxy-17alphamethylestra-4,9,11-trien-3-on);
      Miboleron;
      Nandrolon;
      19-Norandrostendion (Estr-4-en-3,17-dion);
      Norbolethon †;
      Norclostebol;
      Norethandrolon;
      Oxabolon;
      Oxandrolon;
      Oxymesteron;
      Oxymetholon;
      Prostanozol (17beta-[(Tetrahydropyran-2-yloxy]-1'Hpyrazolo[3,4:2,3]-5alpha-androstan);
      Quinbolon;
      Stanozolol;
      Stenbolon;
      1-Testosteron (17beta-Hydroxy-5alpha-androst-1-en-3-on);
      Tetrahydrogestrino (17-Hydroxy-18a-homo-19-nor-17alpha-pregna-4,9,11-trien-3-on);
      Trenbolon (17beta-Hydroxyestr-4,9,11-trien-3-on)
      und andere Stoffe mit ähnlicher chemischer Struktur oder ähnlicher/n biologischer/n Wirkungen).
    2. Endogene 3 AAS bei exogener Verabreichung:
      Androstendiol (Androst-5-en-3beta,17beta-diol);
      Androstendion (Androst-4-en-3,17-dion);
      Dihydrotestosteron (17beta-Hydroxy-5alpha-androstan-3-on) ‡;
      Prasteron (Dehydroepiandrosteron, DHEA, 3beta-Hydroxyandrost-5-en-17-on);
      Testosteron
      und ihre Metaboliten und Isomere, darunter unter anderem
      5alpha-Androstan-3alpha,17alpha-diol;
      5alpha-Androstan-3alpha,17beta-diol;
      5alpha-Androstan-3beta,17alpha-diol;
      5alpha-Androstan-3beta,17beta-diol;
      Androst-4-en-3alpha,17alpha-diol;
      Androst-4-en-3alpha,17beta-diol;
      Androst-4-en-3beta,17alpha-diol;
      Androst-5-en-3alpha,17alpha-diol;
      Androst-5-en-3alpha,17beta-diol;
      Androst-5-en-3beta,17alpha-diol;
      4-Androstendiol (Androst-4-en-3beta,17beta-diol);
      5-Androstendion (Androst-5-en-3,17-dion);
      Epidihydrotestosteron;
      Epitestosteron;
      Etiocholanolon;
      3alpha-Hydroxy-5alpha-androstan-17-on;
      3beta-Hydroxy-5alpha-androstan-17-on;
      7alpha-Hydroxy-DHEA;
      7beta-Hydroxy-DHEA;
      7-Keto-DHEA;
      19-Norandrosteron;
      19-Noretiocholanolon.
  2. Zu den anderen anabolen Stoffen gehören unter anderem Clenbuterol, Selektive Androgen-Rezeptor-Modulatoren (SARMs), Tibolon, Zeranol, Zilpaterol.

S2. Peptidhormone, Wachstumsfaktoren und verwandte Stoffe

Die folgenden Stoffe und andere Stoffe mit ähnlicher chemischer Struktur oder ähnlicher/n biologischer/n Wirkungen) sind verboten:

  1. Erythropoesestimulierende Stoffe [zum Beispiel Erythropoetin (EPO), Darbepoetin (dEPO), Hypoxieinduzierbarer-Faktor (HIF)-Stabilisatoren und -Aktivatoren (zum Beispiel Xenon, Argon), Methoxy-Polyethylenglycol-Epoetin beta (CERA - Continuous Erythropoiesis Receptor Activator), Peginesatid (Hematid)];
  2. Choriongonadotropin (CG) und Luteinisierendes Hormon (LH) sowie ihre Releasingfaktoren (bei Männern);
  3. Corticotropine und ihre Releasingfaktoren;
  4. Wachstumshormon (GH) und seine Releasingfaktoren sowie insulinähnlicher Wachstumsfaktor-1 (IGF-1).

Darüber hinaus sind die folgenden Wachstumsfaktoren verboten:

Fibroblasten-Wachstumsfaktoren (FGFs), Hepatozyten-Wachstumsfaktor (HGF), mechanisch induzierte Wachstumsfaktoren (MGFs), Blutplättchen-Wachstumsfaktor (PDGF), vaskulärendothelialer Wachstumsfaktor (VEGF) sowie alle anderen Wachstumsfaktoren, die in Muskeln, Sehnen oder Bändern die Proteinsynthese/den Proteinabbau, die Gefäßbildung/-versorgung, die Energieausnutzung, die Regenerationsfähigkeit oder die Umwandlung des Fasertyps beeinflussen, und andere Stoffe mit ähnlicher chemischer Struktur oder ähnlicher/n biologischer/n Wirkungen).

S3. Beta-2-Agonisten

Alle Beta-2-Agonisten, gegebenenfalls auch alle optischen Isomere (zum Beispiel D- und L-), sind verboten; hiervon ausgenommen sind inhaliertes Salbutamol (höchstens 1.600 Mikrogramm über 24 Stunden), inhaliertes Formoterol (abgegebene Dosis höchstens 54 Mikrogramm über 24 Stunden) und Salmeterol, wenn es entsprechend den therapeutischen Empfehlungen der Hersteller inhaliert wird.

Ein Salbutamolwert im Urin von mehr als 1.000 Nanogramm/ml oder ein Formoterolwert im Urin von mehr als 40 Nanogramm/ml wird nicht als beabsichtigte therapeutische Anwendung des Stoffes angesehen und gilt als ein von der Norm abweichendes Analyseergebnis, es sei denn, der Athlet weist anhand einer kontrollierten pharmakokinetischen Studie nach, dass dieses abnorme Ergebnis die Folge der Anwendung einer therapeutischen inhalierten Dosis bis zu dem oben genannten Höchstwert war.

S4. Hormone und Stoffwechsel-Modulatoren Es gelten folgende Verbote:

  1. Aromatasehemmer; dazu gehören unter anderem Aminoglutethimid, Anastrozol, Androsta-1,4,6-trien-3,17-dion (Androstatriendion), 4-Androsten-3,6,17-trion (6oxo), Exemestan, Formestan, Letrozol, Testolacton.
  2. Selektive Estrogen-Rezeptor-Modulatoren (SERMs); dazu gehören unter anderem Raloxifen, Tamoxifen, Toremifen.
  3. Andere antiestrogene Stoffe; dazu gehören unter anderem Clomifen, Cyclofenil, Fulvestrant.
  4. Stoffe, welche die Myostatinfunktionen) verändern; dazu gehören unter anderem Myostatinhemmer.
  5. Stoffwechsel-Modulatoren:
    1. Insuline
    2. PPARδ (Peroxisome Proliferator Activated Receptor Delta)-Agonisten (zum Beispiel GW 1516) und AMPK (PPARδ-AMPactivated protein kinase)-Achse-Agonisten (zum Beispiel AICAR).

S5. Diuretika und andere Maskierungsmittel Maskierungsmittel sind verboten. Hierzu gehören

Diuretika, Desmopressin, Plasmaexpander (zum Beispiel Glycerol; intravenös verabreichtes Albumin, Dextran, Hydroxyethylstärke und Mannitol), Probenecid und andere Stoffe mit ähnlicher/n biologischer/n Wirkungen).

Die lokale Verabreichung von Felypressin in der Dentalanästhesie ist nicht verboten.

Zu den Diuretika gehören

Acetazolamid, Amilorid, Bumetanid, Canrenon, Chlortalidon, Etacrynsäure, Furosemid, Indapamid, Metolazon, Spironolacton, Thiazide (zum Beispiel Bendroflumethiazid, Chlorothiazid, Hydrochlorothiazid), Triamteren, Vaptane (zum Beispiel Tolvaptan) und andere Stoffe mit ähnlicher chemischer Struktur oder ähnlicher/n biologischer/n Wirkungen) (ausgenommen Drospirenon, Pamabrom und topisches Dorzolamid und Brinzolamid, die nicht verboten sind).

Für die Verwendung in und gegebenenfalls außerhalb von Wettkämpfen jeglicher Menge eines Stoffes, der Grenzwerten unterliegt (das heißt Formoterol, Salbutamol, Cathin, Ephedrin, Methylephedrin und Pseudoephedrin), in Verbindung mit einem Diuretikum oder einem anderen Maskierungsmittel muss neben der Medizinischen Ausnahmegenehmigung für das Diuretikum oder ein anderes Maskierungsmittel auch eine gesonderte Medizinische Ausnahmegenehmigung für diesen Stoff vorgelegt werden.

Verbotene Methoden

M1. Manipulation von Blut und Blutbestandteilen

Folgende Methoden sind verboten:

  1. Die Verabreichung oder Wiederzufuhr jeder Menge von autologem, allogenem (homologem) oder heterologem Blut oder Produkten aus roten Blutkörperchen jeglicher Herkunft in das Kreislaufsystem.
  2. Die künstliche Erhöhung der Aufnahme, des Transports oder der Abgabe von Sauerstoff, unter anderem durch Perfluorchemikalien, Efaproxiral (RSR 13) und veränderte Hämoglobinprodukte (zum Beispiel Blutersatzstoffe auf Hämoglobinbasis, mikroverkapselte Hämoglobinprodukte), außer ergänzender Sauerstoff.
  3. Jegliche Form der intravaskulären Manipulation von Blut oder Blutbestandteilen mit physikalischen oder chemischen Mitteln.

M2. Chemische und physikalische Manipulation

Folgende Methoden sind verboten:

  1. Die tatsächliche oder versuchte unzulässige Einflussnahme, um die Integrität und Validität der Proben, die während der Dopingkontrollen genommen werden, zu verändern. Hier - unter fallen unter anderem der Austausch und/oder die Verfälschung (zum Beispiel mit Proteasen) von Urin.
  2. Intravenöse Infusionen und/oder Injektionen von mehr als 50 ml innerhalb eines Zeitraums von sechs Stunden, es sei denn, sie werden rechtmäßig im Zuge von Krankenhauseinweisungen oder klinischen Untersuchungen verabreicht.

M3. Gendoping

Die folgenden Methoden zur möglichen Steigerung der sport lichen Leistung sind verboten:

  1. Die Übertragung von Nukleinsäure-Polymeren oder Nukleinsäure-Analoga;
  2. die Anwendung normaler oder genetisch veränderter Zellen.

Im Wettkampf verbotene Stoffe und Methoden

Zusätzlich zu den oben beschriebenen Kategorien S0 bis S5 und M1 bis M3 sind im Wettkampf folgende Kategorien verboten:

Verbotene Stoffe

S6. Stimulanzien

Alle Stimulanzien, gegebenenfalls auch alle optischen Isomere (zum Beispiel D- und L-), sind verboten; hiervon ausgenommen sind Imidazolderivate für die topische Anwendung und die in das Überwachungsprogramm für 2014 4 aufgenommenen Stimulanzien.

Zu den Stimulanzien gehören

  1. Nichtspezifische Stimulanzien:
    Adrafinil, Amfepramon, Amiphenazol, Amphetamin, Amphetaminil, Benfluorex, Benzylpiperazin, Bromantan, Clobenzorex, Cocain, Cropropamid, Crotetamid, Fencamin, Fenetyllin, Fenfluramin, Fenproporex, Fonturacetam [4-Phenylpirazetam (Carphedon)], Furfenorex, Mefenorex, Mephentermin, Mesocarb, Methamphetamin (D-), p-Methylamphetamin, Modafinil, Norfenfluramin, Phendimetrazin, Phenmetrazin, Phentermin, Prenylamin, Prolintan.
    Stimulanzien, die in diesem Abschnitt nicht ausdrücklich genannt sind, gelten als spezifische Stoffe.
  2. Spezifische Stimulanzien (Beispiele):
    Benzphetamin, Cathin 5, Cathinon und seine Analoga (zum Beispiel Mephedron, Methedron, alpha-Pyrrolidinovalerophenon), Dimethylamphetamin, Ephedrin 6, Epinephrin 7 (Adrenalin), Etamivan, Etilamphetamin, Etilefrin, Famprofazon, Fenbutrazat, Fencamfamin, Heptaminol, Hydroxyamphetamin (Parahydroxyamphetamin), Isomethepten, Levmetamphetamin, Meclofenoxat, Methylendioxymethamphetamin, Methylephedrin 6, Methylhexanamin (Dimethylpentylamin), Methylphenidat, Nicethamid, Norfenefrin, Octopamin, Oxilofrin (Methylsynephrin), Pemolin, Pentetrazol, Phenpromethamin, Propylhexedrin, Pseudoephedrin 8, Selegilin, Sibutramin, Strychnin, Tenamphetamin (Methylendioxyamphetamin), Trimetazidin, Tuaminoheptan und andere Stoffe mit ähnlicher chemischer Struktur oder ähnlicher/n biologischer/n Wirkungen).

S7. Narkotika Die folgenden Narkotika sind verboten:

Buprenorphin, Dextromoramid, Diamorphin (Heroin), Fentanyl und seine Derivate, Hydromorphon, Methadon, Morphin, Oxycodon, Oxymorphon, Pentazocin, Pethidin.

S8. Cannabinoide

Natürliches (zum Beispiel Cannabis, Haschisch, Marihuana) oder synthetisches Delta-9-Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabinomimetika (zum Beispiel "Spice", JWH018, JWH073, HU-21 0) sind verboten.

S9. Glucocorticosteroide

Alle Glucocorticosteroide sind verboten, wenn sie oral, intravenös, intramuskulär oder rektal verabreicht werden.

In bestimmten Sportarten verbotene Stoffe

P1. Alkohol

Alkohol (Ethanol) ist in den nachfolgenden Sportarten nur im Wettkampf verboten. Die Feststellung erfolgt durch Atem- oder Blutanalyse. Der Grenzwert, ab dem ein Dopingverstoß vorliegt, entspricht einer Blutalkoholkonzentration von 0,10 g/l.

  • Bogenschießen (WA)
  • Karate (WKF)
  • Luftsport (FAI)
  • Motorbootsport (UIM)
  • Motorradsport (FIM)
  • Motorsport (FIA)

P2. Betablocker

Wenn nichts anderes bestimmt ist, sind Betablocker in den folgenden Sportarten nur im Wettkampf verboten:

  • Billard (alle Disziplinen) (WCBS)
  • Bogenschießen (WA) (auch außerhalb von Wettkämpfen verboten)
  • Darts (WDF)
  • Golf (IGF)
  • Motorsport (FIA)
  • Schießen (ISSF, IPC) (auch außerhalb von Wettkämpfen verboten)
  • Skifahren/Snowboarding (FIS) im Skispringen, Freistil aerials/halfpipe und Snowboard halfpipe/big air

Zu den Betablockern gehören unter anderem

Acebutolol, Alprenolol, Atenolol, Betaxolol, Bisoprolol, Bunolol, Carteolol, Carvedilol, Celiprolol, Esmolol, Labetalol, Levobunolol, Metipranolol, Metoprolol, Nadolol, Oxprenolol, Pindolol, Propranolol, Sotalol, Timolol.

1) Hinzufügung des Bundesinnenministeriums: Soweit in dieser Verbotsliste von "(verbotenen) Stoffen" die Rede ist, handelt es sich hierbei (auch) um verbotene Substanzen i. S. d. Nationalen Anti Doping-Codes (NADC 2009, Version 2.0, vgl. dort Anhang 1: Begriffsbestimmungen, S. 86).

2) Für die Zwecke dieses Abschnitts bezieht sich der Begriff "exogen" auf einen Stoff, der vom Körper normalerweise nicht auf natürlichem Wege produziert wird.

†) Hinzufügung des Bundesinnenministeriums: Synonym (Freiname nach INN): Norboleton.

3) Für die Zwecke dieses Abschnitts bezieht sich der Begriff "endogen" auf einen Stoff, der vom Körper normalerweise auf natürlichem Wege produ - ziert wird.

‡) Hinzufügung des Bundesinnenministeriums: Synonym (Freiname nach INN): Androstanolon.

4) Die folgenden in das Überwachungsprogramm für 2014 aufgenommenen Stoffe (Bupropion, Koffein, Nikotin, Phenylephrin, Phenylpropanolamin, Pipradol, Synephrin) gelten nicht als verbotene Stoffe.

5) Cathin ist verboten, wenn seine Konzentration im Urin 5 Mikrogramm/ml übersteigt.

6) Sowohl Ephedrin als auch Methylephedrin sind verboten, wenn ihre Konzentration im Urin jeweils 10 Mikrogramm/ml übersteigt.

7) Die lokale Verabreichung (zum Beispiel nasal, ophthalmologisch) von Epinephrin (Adrenalin) oder die Verabreichung in Verbindung mit einem Lokalanästhetikum ist nicht verboten.

8) Pseudoephedrin ist verboten, wenn seine Konzentration im Urin 150 Mikrogramm/ml übersteigt.

  Verbotsliste 2015
Welt-Anti-Doping-Code

Inkrafttreten: 1. Januar 2015
(Neufassung BGBl. II Nr. 31 vom 22.12.2014 S.1356)

In Einklang mit Artikel 4.2.2 des Welt-Anti-Doping-Codes gelten alle verbotenen Stoffe 1 als "spezifische Stoffe" mit Ausnahme der Stoffe in den Klassen S1, S2, S4.4, S4.5 und S6.a sowie der verbotenen Methoden M1, M2 und M3.

(Übersetzung)

Stoffe und Methoden, die zu allen Zeiten (in und außerhalb von Wettkämpfen) verboten sind

Verbotene Stoffe

S0. Nicht zugelassene Stoffe

Pharmakologisch wirksame Stoffe, die in den folgenden Abschnitten der Verbotsliste nicht aufgeführt und derzeit nicht durch eine staatliche Gesundheitsbehörde für die therapeutische Anwendung beim Menschen zugelassen sind (zum Beispiel Arzneimittel in der präklinischen oder klinischen Entwicklung beziehungsweise Arzneimittel, deren Entwicklung eingestellt wurde, Designerdrogen, nur für die Anwendung bei Tieren zugelassene Stoffe), sind zu jeder Zeit verboten.

S1. Anabole Stoffe

Anabole Stoffe sind verboten.

  1. Anabolandrogene Steroide (AAS)

    1. Exogene 2AAS, dazu gehören
      1-Androstendiol (5alpha-Androst-1-en-3beta,1 7betadiol);
      1-Androstendion (5alpha-Androst-1-en-3,17-dion);
      Bolandiol (Estr-4-en-3beta,17betadiol);
      Bolasteron;
      Boldenon;
      Boldion (Androsta-1,4-dien-3,17-dion);
      Calusteron;
      Clostebol;
      Danazol ([1,2]Oxazolo[4",5":2,3] pregna-4-en-20-yn-17alphaol);
      Dehydrochlormethyltestosteron (4-Chlor-1 7betahydroxy-417alphamethyl androsta-1,4-dien-3-on);
      Desoxymethyltestosteron (1 7alpha-Methyl-5alphaandrost-2-en-17betaol);
      Drostanolon;
      Ethylestrenol (19-Norpregna-4-en-1 7alphaol);
      Fluoxymesteron;
      Formebolon;
      Furazabol (17alpha-Methyl-[1,2,5]oxadiazolo[3",4":2,3]-5alphaandrostan-17-betaol);
      Gestrinon; 4-Hydroxytestosteron (4,17beta-Dihydroxyandrost-4-en-3-on);
      Mestanolon;
      Mesterolon;
      Metandienon (17beta-Hydroxy-17alphamethylandrosta-1,4-dien-3-on);
      Metenolon;
      Methandriol;
      Methasteron (17beta-Hydroxy-2alpha,17alphadimethyl-5alphaandrostan-3-on);
      Methyldienolon (17beta-Hydroxy-17alphamethylestra-4,9-dien-3-on);
      Methyl-1-testosteron (17beta-Hydroxy-17alphamethyl-5alphaandrost-1-en-3-on);
      Methylnortestosteron (17beta-Hydroxy-17alphamethylestr-4-en-3-on);
      Methyltestosteron;
      Metribolon (Methyltrienolon, 17beta-Hydroxy-17alphamethylestra-4,9,11-trien-3-on);
      Miboleron;
      Nandrolon;
      19-Norandrostendion (Estr-4-en-3,17-dion);
      Norbolethon†;
      Norclostebol;
      Norethandrolon;
      Oxabolon;
      Oxandrolon;
      Oxymesteron;
      Oxymetholon;
      Prostanozol (17beta-[(Tetrahydropyran-2-yl)oxy]-1'H-pyrazolo[3,4:2,3]-5alphaandrostan);
      Quinbolon;
      Stanozolol;
      Stenbolon;
      1-Testosteron (17beta-Hydroxy-5alphaandrost-1-en-3-on);
      Tetrahydrogestrinon (17-Hydroxy-18ahomo
      19-nor-17alphapregna-4,9,11-trien-3-on);
      Trenbolon (17beta-Hydroxyestr-4,9,11-trien-3-on)
      und andere Stoffe mit ähnlicher chemischer Struktur oder ähnlicher/n biologischer/n Wirkung(en).

    2. Endogene 3AAS bei exogener Verabreichung:
      Androstendiol (Androst-5-en-3beta,17betadiol);
      Androstendion (Androst-4-en-3,17-dion);
      Dihydrotestosteron (17beta-Hydroxy-5alphaandrostan-3-on)‡;
      Prasteron (Dehydroepiandrosteron, DHEA, 3beta-Hydroxyandrost-5-en-17-on);
      Testosteron
      und ihre Metaboliten und Isomere, dazu gehören unter anderem
      5alpha-Androstan-3alpha,17alphadiol;
      5alpha-Androstan-3alpha,17betadiol;
      5alpha-Androstan-3beta,17alphadiol;
      5alpha-Androstan-3beta,17betadiol;
      5beta-Androstan-3alpha,17betadiol;
      Androst-4-en-3alpha,17alphadiol;
      Androst-4-en-3alpha,17betadiol;
      Androst-4-en-3beta,17alphadiol;
      Androst-5-en-3alpha,17alphadiol;
      Androst-5-en-3alpha,17betadiol;
      Androst-5-en-3beta,17alphadiol;
      4-Androstendiol (Androst-4-en-3beta,17betadiol);
      5-Androstendion (Androst-5-en-3,17-dion);
      Androsteron (3beta-Hydroxy-5alphaandrostan-17-on);
      Epidihydrotestosteron; Epitestosteron; Etiocholanolon; 7alpha-Hydroxy-DHEA; 7beta-Hydroxy-DHEA; 7-Keto-DHEA; 19-Norandrosteron; 19-Noretiocholanolon.

  2. Andere anabole Stoffe

  3. Dazu gehören unter anderem Clenbuterol, Selektive Androgen-Rezeptor-Modulatoren (SARMs, zum Beispiel Andarin und Ostarin), Tibolon, Zeranol und Zilpaterol.

S2. Peptidhormone, Wachstumsfaktoren, verwandte Stoffe und Mimetika

Die folgenden Stoffe und andere Stoffe mit ähnlicher chemischer Struktur oder ähnlicher/n biologischer/n Wirkung(en) sind verboten:

1. Erythropoetin-Rezeptor-Agonisten

1.1 Erythropoesestimulierende Stoffe (ESAs), darunter zum Beispiel Darbepoetin (dEPO); Erythropoetine (EPO); EPO-Fc, EPO-mimetische Peptide (EMP), zum Beispiel CNTO 530 und Peginesatid, sowie Methoxy-Polyethylenglycol-Epoetin beta (CERA - Continuous Erythropoiesis Receptor Activator);

1.2 Nichterythropoetische EPO-Rezeptor-Agonisten, zum Beispiel ARA-290, asialo-EPO und carbamyliertes EPO;

2. Hypoxieinduzierbarer-Faktor (HIF)-Stabilisatoren, zum Beispiel Cobalt und FG-4592, sowie HIF-Aktivatoren, zum Beispiel Argon, Xenon;

3. Choriongonadotropin (CG) und Luteinisierendes Hormon (LH) sowie ihre Releasingfaktoren, zum Beispiel Buserelin, Gonadorelin und Triptorelin (bei Männern);

4. Corticotropine und ihre Releasingfaktoren, zum Beispiel Corticorelin;

5. Wachstumshormon (GH) und seine Releasingfaktoren, darunter Wachstumshormon-Releasing-Hormon (GHRH) und seine Analoga, zum Beispiel CJC-1295, Sermorelin und Tesamorelin, sowie Wachstumshormon-Sekretagoge (GHS), zum Beispiel Ghrelin und Ghrelin-Mimetika, Beispiele für letztere sind Anamorelin und Ipamorelin, sowie Wachstumshormon-Releasing-Peptide (GHRPs), zum Beispiel Alexamorelin, GHRP 6, Hexarelin und Pralmorelin (GHRP 2).

Außerdem verbotene Wachstumsfaktoren:

Fibroblasten-Wachstumsfaktoren (FGFs), Hepatozyten-Wachstumsfaktor (HGF), insulinähnlicher Wachstumsfaktor-1 (IGF-1) und seine Analoga, mechanisch induzierte Wachstumsfaktoren (MGFs), Blutplättchen-Wachstumsfaktor (PDGF), vaskulärendothelialer Wachstumsfaktor (VEGF) sowie alle anderen Wachstumsfaktoren, die in Muskeln, Sehnen oder Bändern die Proteinsynthese/den Proteinabbau, die Gefäßbildung/ -versorgung, die Energieausnutzung, die Regenerationsfähigkeit oder die Umwandlung des Fasertyps beeinflussen.

S3. Beta-2-Agonisten

Alle Beta-2-Agonisten, gegebenenfalls auch alle optischen Isomere, zum Beispiel D- und L-, sind verboten.

Hiervon ausgenommen sind

  • inhaliertes Salbutamol (höchstens 1.600 Mikrogramm über 24 Stunden),

  • inhaliertes Formoterol (abgegebene Dosis höchstens 54 Mikrogramm über 24 Stunden) und

  • inhaliertes Salmeterol entsprechend den therapeutischen Empfehlungen der Hersteller.

Ein Salbutamolwert im Urin von mehr als 1.000 Nanogramm/ml oder ein Formoterolwert im Urin von mehr als 40 Nanogramm/ml wird nicht als beabsichtigte therapeutische Anwendung des Stoffes angesehen und gilt als ein von der Norm abweichendes Analyseergebnis (AAF - Adverse Analytical Finding), es sei denn, der Athlet weist anhand einer kontrollierten pharmakokinetischen Studie nach, dass dieses abnorme Ergebnis die Folge der Anwendung einer therapeutischen inhalierten Dosis bis zu dem oben genannten Höchstwert war.

S4. Hormone und Stoffwechsel-Modulatoren

Die folgenden Hormone und Stoffwechsel-Modulatoren sind verboten:

1. Aromatasehemmer, dazu gehören unter anderem Aminoglutethimid, Anastrozol, Androsta-1,4,6-trien-3,17-dion (Androstatriendion), 4-Androsten-3,6,1 7-trion (6-oxo), Exemestan, Formestan, Letrozol und Testolacton.

2. Selektive Estrogen-Rezeptor-Modulatoren (SERMs), dazu gehören unter anderem Raloxifen, Tamoxifen und Toremifen.

3. Andere antiestrogene Stoffe, dazu gehören unter anderem Clomifen, Cyclofenil, und Fulvestrant.

4. Stoffe, welche die Myostatinfunktion(en) verändern, dazu gehören unter anderem Myostatinhemmer.

5. Stoffwechsel-Modulatoren

5.1 Aktivatoren der AMP-aktivierten Proteinkinase (AMPK), zum Beispiel AICAR, sowie Peroxisom-Proliferatoraktivierte Rezeptor Delta-(PPAR´-)Agonisten, zum Beispiel GW 1516;

5.2 Insuline;

5.3 Trimetazidin.

S5. Diuretika und Maskierungsmittel

Die folgenden Diuretika und Maskierungsmittel und andere Stoffe mit ähnlicher chemischer Struktur oder ähnlicher/n biologischer/n Wirkung(en) sind verboten.

Dazu gehören unter anderem

  • Desmopressin, Probenecid, Plasmaexpander, zum Beispiel Glycerol und intravenös verabreichtes Albumin, Dextran, Hydroxyethylstärke und Mannitol.

  • Acetazolamid, Amilorid, Bumetanid, Canrenon, Chlortalidon, Etacrynsäure, Furosemid, Indapamid, Metolazon, Spironolacton, Thiazide, zum Beispiel Bendroflumethiazid, Chlorothiazid und Hydrochlorothiazid, sowie Triamteren und Vaptane, zum Beispiel Tolvaptan.

Hiervon ausgenommen sind

  • Drospirenon, Pamabrom sowie topisches Dorzolamid und Brinzolamid.

  • Die lokale Verabreichung von Felypressin in der Dentalanästhesie.

Wird in der Probe eines Athleten zu allen Zeiten beziehungsweise in Wettkämpfen jegliche Menge eines der folgenden Grenz - werten unterliegenden Stoffe - nämlich Formoterol, Salbutamol, Cathin, Ephedrin, Methylephedrin und Pseudoephedrin - in Verbindung mit einem Diuretikum oder Maskierungsmittel nachgewiesen, so gilt dieser Nachweis als ein von der Norm abweichendes Analyseergebnis, es sei denn, der Athlet besitzt zusätzlich zu der Medizinischen Ausnahmegenehmigung für das Diuretikum oder Maskierungsmittel eine bestätigte Medizinische Ausnahmegenehmigung für diesen Stoff.

Verbotene Methoden

M1. Manipulation von Blut und Blutbestandteilen Folgende Methoden sind verboten:

1. Die Verabreichung oder Wiederzufuhr jeglicher Menge von autologem, allogenem (homologem) oder heterologem Blut oder von Produkten aus roten Blutkörperchen jeglicher Herkunft in das Kreislaufsystem.

2. Die künstliche Erhöhung der Aufnahme, des Transports oder der Abgabe von Sauerstoff.

Dazu gehören unter anderem Perfluorchemikalien, Efaproxiral (RSR 13) und veränderte Hämoglobinprodukte, zum Beispiel Blutersatzstoffe auf Hämoglobinbasis und mikroverkapselte Hämoglobinprodukte, außer ergänzender Sauerstoff.

3. Jegliche Form der intravaskulären Manipulation von Blut oder Blutbestandteilen mit physikalischen oder chemischen Mitteln.

M2. Chemische und physikalische Manipulation Folgende Methoden sind verboten:

1. Die tatsächliche oder versuchte unzulässige Einflussnahme, um die Integrität und Validität der Proben, die während der Dopingkontrollen genommen werden, zu verändern.

Dazu gehören unter anderem der Austausch und/oder die Verfälschung von Urin, zum Beispiel mit Proteasen.

2. Intravenöse Infusionen und/oder Injektionen von mehr als 50 ml innerhalb eines Zeitraums von sechs Stunden, es sei denn, sie werden rechtmäßig im Zuge von Krankenhauseinweisungen, chirurgischen Eingriffen oder klinischen Untersuchungen verabreicht.

M3. Gendoping

Die folgenden Methoden zur möglichen Steigerung der sportlichen Leistung sind verboten:

1. Die Übertragung von Nukleinsäure-Polymeren oder Nukleinsäure-Analoga;

2. die Anwendung normaler oder genetisch veränderter Zellen.

Im Wettkampf verbotene Stoffe und Methoden

Zusätzlich zu den oben beschriebenen Kategorien S0 bis S5 und M1 bis M3 sind im Wettkampf folgende Kategorien verboten:

Verbotene Stoffe

S6. Stimulanzien

Alle Stimulanzien, dazu gehören alle optischen Isomere, gegebenenfalls zum Beispiel D- und L-, sind verboten.

Zu den Stimulanzien gehören

  1. Nichtspezifische Stimulanzien

    Adrafinil, Amfepramon, Amiphenazol, Amphetamin, Amphetaminil, Benfluorex, Benzylpiperazin, Bromantan, Clobenzorex, Cocain, Cropropamid, Crotetamid, Fencamin, Fenetyllin, Fenfluramin, Fenproporex, Fonturacetam [4-Phenylpirazetam (Carphedon)], Furfenorex, Mefenorex, Mephentermin, Mesocarb, Methamphetamin (D-), p-Methyl - amphetamin, Modafinil, Norfenfluramin, Phendimetrazin, Phentermin, Prenylamin und Prolintan.

    Stimulanzien, die in diesem Abschnitt nicht ausdrücklich genannt sind, gelten als spezifische Stoffe.

  2. Spezifische Stimulanzien Dazu gehören unter anderem

    Benzphetamin, Cathin 4, Cathinon und seine Analoga, zum Beispiel Mephedron, Methedron und alpha-Pyrrolidinovalerophenon, sowie Dimethylamphetamin, Ephedrin 5, Epinephrin 6 (Adrenalin), Etamivan, Etilamphetamin, Etilefrin, Famprofazon, Fenbutrazat, Fencamfamin, Heptaminol, Hydroxyamphetamin (Parahydroxyamphetamin), Isomethepten, Levmetamphetamin, Meclofenoxat, Methylendioxymethamphetamin, Methylephedrin 5, Methylhexanamin (Dimethylpentylamin), Methylphenidat, Nicethamid,
    Norfenefrin, Octopamin, Oxilofrin (Methylsynephrin), Pemolin, Pentetrazol, Phenethylamin und seine Derivate, Phenmetrazin, Phenpromethamin, Propylhexedrin, Pseudo ephedrin 7, Selegilin, Sibutramin, Strychnin, Tenamphetamin (Methylendioxyamphetamin), Tuaminoheptan und andere Stoffe mit ähnlicher chemischer Struktur oder ähnlicher/n biologischer/n Wirkung(en).

Hiervon ausgenommen sind

Imidazolderivate für die topische/ophtalmologische Anwendung und die in das Überwachungsprogramm für 2015 8 aufgenommenen Stimulanzien.

S7. Narkotika Verboten sind

Buprenorphin, Dextromoramid, Diamorphin (Heroin), Fentanyl und seine Derivate, Hydromorphon, Methadon, Morphin, Oxy codon, Oxymorphon, Pentazocin und Pethidin.

S8. Cannabinoide

Verboten sind

  • natürliches, zum Beispiel Cannabis, Haschisch und Marihuana, oder synthetisches Delta-9-Tetrahydrocannabinol (THC).

  • Cannabinomimetika, zum Beispiel "Spice", JWH-018, JWH-073, HU-21 0.

S9. Glucocorticoide

Alle Glucocorticoide sind verboten, wenn sie oral, intravenös, intramuskulär oder rektal verabreicht werden.

In bestimmten Sportarten verbotene Stoffe

P1. Alkohol

Alkohol (Ethanol) ist in den nachfolgenden Sportarten nur im Wettkampf verboten. Die Feststellung erfolgt durch Atem- oder Blutanalyse. Der Grenzwert, ab dem ein Dopingverstoß vorliegt, entspricht einer Blutalkoholkonzentration von 0,10 g/l.

  • Bogenschießen (WA)

  • Luftsport (FAI)

  • Motorbootsport (UIM)

  • Motorradsport (FIM)

  • Motorsport (FIA)

P2 Betablocker

Betablocker sind in den folgenden Sportarten nur im Wettkampf verboten; außerhalb von Wettkämpfen sind sie ebenfalls verboten, sofern dies angegeben ist.

  • Billard (alle Disziplinen) (WCBS)

  • Bogenschießen (WA) 9

  • Darts (WDF)

  • Golf (IGF)

  • Motorsport (FIA)

  • Schießen (ISSF, IPC) 9

  • Skifahren/Snowboarding (FIS) im Skispringen, Freistil aerials/halfpipe und Snowboard halfpipe/big air

  • Unterwassersport (CMAS): Free Immersion Apnoea, Jump Blue Apnoea, Speerfischen, Streckentauchen mit und ohne Flossen, Tieftauchen mit konstantem Gewicht mit und ohne Flossen, Tieftauchen mit variablem Gewicht, Zeittauchen und Zielschießen

1) Hinzufügung des Bundesinnenministeriums: Soweit in dieser Verbotsliste von "(verbotenen) Stoffen" die Rede ist, handelt es sich hierbei (auch) um verbotene Substanzen i. S. d. Nationalen Anti Doping-Codes (NADC 2015, vgl. dort Anhang 1: Begriffsbestimmungen).

2) Für die Zwecke dieses Abschnitts bezieht sich der Begriff "exogen" auf einen Stoff, der vom Körper normalerweise nicht auf natürlichem Wege produziert wird.

3) Für die Zwecke dieses Abschnitts bezieht sich der Begriff "endogen" auf einen Stoff, der vom Körper normalerweise auf natürlichem Wege produziert wird.

†) Hinzufügung des Bundesinnenministeriums: Synonym (Freiname nach INN): Norboleton.

‡) Hinzufügung des Bundesinnenministeriums: Synonym (Freiname nach INN): Androstanolon.

4) Cathin: verboten, wenn seine Konzentration im Urin 5 Mikrogramm/ml übersteigt.

5) Ephedrin und Methylephedrin: verboten, wenn die Konzentration im Urin jeweils 10 Mikrogramm/ml übersteigt.

6) Epinephrin (Adrenalin): nicht verboten bei der lokalen Verabreichung, zum Beispiel nasal oder ophthalmologisch, oder bei der Verabreichung in Verbindung mit einem Lokalanästhetikum.

7) Pseudoephedrin: verboten, wenn seine Konzentration im Urin 150 Mikrogramm/ml übersteigt.

8) Bupropion, Koffein, Nikotin, Phenylephrin, Phenylpropanolamin, Pipradol und Synephrin: Diese Stoffe sind in das Überwachungsprogramm für 2015 aufgenommen und gelten nicht als verbotene Stoffe.

9) Auch außerhalb von Wettkämpfen verboten. Dazu gehören unter anderem Acebutolol, Alprenolol, Atenolol, Betaxolol, Bisoprolol, Bunolol, Carteolol, Carvedilol, Celiprolol, Esmolol, Labetalol, Levobunolol, Metipranolol, Metoprolol, Nadolol, Oxprenolol, Pindolol, Propranolol, Sotalol und Timolol.


ENDE