|
Verbotsliste 2016 - Welt-Anti-Doping-Code - Internationaler Standard Inkrafttreten: 1. Januar 2016 (Neufassung BGBl. II Nr. 35 vom 29.12.2015 S. 1684)
In Einklang mit Artikel 4.2.2 des Welt-Anti-Doping-Codes gelten alle verbotenen Stoffe 1 als "spezifische Stoffe" mit Ausnahme der Stoffe in den Klassen S1, S2, S4.4, S4.5 und S6.a sowie der verbotenen Methoden M1, M2 und M3.
Stoffe und Methoden, die zu allen Zeiten (in und außerhalb von Wettkämpfen) verboten sind
Verbotene Stoffe
S0. Nicht zugelassene Stoffe
Pharmakologisch wirksame Stoffe, die in den folgenden Abschnitten der Verbotsliste nicht aufgeführt und derzeit nicht durch eine staatliche Gesundheitsbehörde für die therapeutische Anwendung beim Menschen zugelassen sind (zum Beispiel Arzneimittel in der präklinischen oder klinischen Entwicklung beziehungsweise Arzneimittel, deren Entwicklung eingestellt wurde, Designerdrogen, nur für die Anwendung bei Tieren zugelassene Stoffe), sind zu jeder Zeit verboten.
S1. Anabole Stoffe
Anabole Stoffe sind verboten.
1. Anabol-androgene Steroide (AAS)
- Exogene 2 AAS, dazu gehören
1-Androstendiol (5alpha-Androst-1-en-3beta,17beta-diol); 1 -Androstendion (5alpha-Androst-1-en-3,17-dion); 1-Testosteron (17beta-Hydroxy-5alpha-androst-1-en-3-on); 4-Hydroxytestosteron (4,17beta-Dihydroxyandrost-4-en-3-on); 19-Norandrostendion (Estr-4-en-3,17-dion); Bolandiol (Estr-4-en-3beta,17beta-diol); Bolasteron; Boldenon; Boldion (Androsta-1,4-dien-3,17-dion); Calusteron; Clostebol; Danazol ([1,2] Oxazolo[4",5":2,3]pregna-4-en-20-yn-17alpha-ol); Dehydrochlormethyltestosteron (4-Chlor-17beta-hydroxy-17alpha-methylandrosta-1,4-dien-3-on); Desoxymethyltestosteron (17alpha-Methyl-5alpha-androst-2-en-17beta-ol); Drostanolon; Ethylestrenol (19-Norpregna-4-en-17alpha-ol); Fluoxymesteron; Formebolon; Furazabol (17alpha-Methyl-[1,2,5]oxadiazolo[3",4":2,3]-5alpha-androstan-17-beta-ol); Gestrinon; Mestanolon; Mesterolon; Metandienon (17beta-Hydroxy-17alpha-methylandrosta-1,4-dien-3-on); Metenolon; Methandriol; Methasteron (17beta-Hydroxy-2alpha,17alpha-dimethyl-5alpha-androstan-3-on); Methyldienolon (17beta-Hydroxy-17alpha-methylestra-4,9-dien-3-on); Methyl-1-testosteron (17beta-Hydroxy-17alpha-methyl-5alpha-androst-1 -en-3-on); Methylnortestosteron (17beta-Hydroxy-17alpha-methylestr-4-en-3-on); Methyltestosteron; Metribolon (Methyltrienolon, 17beta-Hydroxy-17alpha-methylestra-4,9,11-trien-3-on); Miboleron; Nandrolon; Norbolethon ; Norclostebol; Norethandrolon; Oxabolon; Oxandrolon; Oxymesteron; Oxymetholon; Prostanozol (17beta-[(Tetrahydropyran-2-yl)oxy]-1'H-pyrazolo[3,4:2,3]-5alpha-androstan); Quinbolon; Stanozolol; Stenbolon; Tetrahydrogestrinon (17-Hydroxy-18a-homo-19-nor-17alpha-pregna-4,9,1 1 -trien-3-on); Trenbolon (17beta-Hydroxyestr-4,9,1 1 -trien-3-on)
- und andere Stoffe mit ähnlicher chemischer Struktur oder ähnlicher/n biologischer/n Wirkung(en).
- Endogene 3 AAS bei exogener Verabreichung:
Androstendiol (Androst-5-en-3beta,17beta-diol); Androstendion (Androst-4-en-3,17-dion); Dihydrotestosteron (17beta-Hydroxy-5alpha-androstan-3-on) ; Prasteron (Dehydroepiandrosteron, DHEA, 3beta-Hydroxyandrost-5-en-17-on); Testosteron
und ihre Metaboliten und Isomere, dazu gehören unter anderem 3beta-Hydroxy-5alpha-androstan-17-on; 5alpha-Androstan-3alpha,17alpha-diol; 5alpha-Androstan-3alpha,17beta-diol; 5alpha-Androstan-3beta,17alpha-diol; 5alpha-Androstan-3beta,17beta-diol; 5beta-Androstan-3alpha,17beta-diol; 7alpha-Hydroxy-DHEA; 7beta-Hydroxy-DHEA; 4-Androstendiol (Androst-4-en-3beta,17beta-diol); 5-Androstendion (Androst-5-en-3,17-dion); 7-Keto-DHEA; 19-Norandrosteron; 19-Noretiocholanolon; Androst-4-en-3alpha,17alpha-diol; Androst-4-en-3alpha,17beta-diol; Androst-4-en-3beta,17alpha-diol; Androst-5-en-3alpha,17alpha-diol; Androst-5-en-3alpha,17beta-diol; Androst-5-en-3beta,17alpha-diol; Androsteron; Epidihydrotestosteron; Epitestosteron; Etiocholanolon.
2. Andere anabole Stoffe
Dazu gehören unter anderem Clenbuterol, Selektive Androgen-Rezeptor-Modulatoren (SARMs, zum Beispiel Andarin und Ostarin), Tibolon, Zeranol und Zilpaterol.
S2. Peptidhormone, Wachstumsfaktoren, verwandte Stoffe und Mimetika
Die folgenden Stoffe und andere Stoffe mit ähnlicher chemischer Struktur oder ähnlicher/n biologischer/n Wirkung(en) sind verboten:
1. Erythropoetin-Rezeptor-Agonisten
1.1 Erythropoese-stimulierende Stoffe (ESAs), darunter zum Beispiel Darbepoetin (dEPO); Erythropoetine (EPO); EPO-Fc; EPO-mimetische Peptide (EMP), zum Beispiel CNTO 530 und Peginesatid; Methoxy-Polyethylenglycol-Epoetin beta (CERA - Continuous Erythropoiesis Receptor Activator).
1.2 Nicht-erythropoetische EPO-Rezeptor-Agonisten, zum Beispiel ARA-290; asialo-EPO; carbamyliertes EPO.
2. Hypoxie-induzierbarer-Faktor (HIF)-Stabilisatoren, zum Beispiel Cobalt und FG-4592, sowie HIF-Aktivatoren, zum Beispiel Argon, Xenon;
3. Choriongonadotropin (CG) und Luteinisierendes Hormon (LH) sowie ihre Releasingfaktoren, zum Beispiel Buserelin, Gonadorelin und Leuprorelin (bei Männern);
4. Corticotropine und ihre Releasingfaktoren, zum Beispiel Corticorelin;
5. Wachstumshormon (GH) und seine Releasingfaktoren, einschließlich Wachstumshormon-Releasing-Hormon (GHRH) und seine Analoga, zum Beispiel CJC-1295, Sermorelin und Tesamorelin; Wachstumshormon-Sekretagoge (GHS), zum Beispiel Ghrelin und Ghrelin-Mimetika, Beispiele für letztere sind Anamorelin und Ipamorelin; Wachstumshormon-Releasing-Peptide (GHRPs), zum Bei-spiel Alexamorelin, GHRP-6, Hexarelin und Pralmorelin (GHRP-2).
Außerdem verbotene Wachstumsfaktoren: Fibroblasten-Wachstumsfaktoren (FGFs); Hepatozyten-Wachstumsfaktor (HGF); insulinähnlicher Wachstumsfaktor-1 (IGF-1) und seine Analoga; mechanisch induzierte Wachstumsfaktoren (MGFs); Blutplättchen-Wachstumsfaktor (PDGF); vaskulär-endothelialer Wachstumsfaktor (VEGF) sowie alle anderen Wachstumsfaktoren, die in Muskeln, Sehnen oder Bändern die Proteinsynthese/den Proteinabbau, die Gefäßbildung/-versorgung, die Energieausnutzung, die Regenerationsfähigkeit oder die Umwandlung des Fasertyps beeinflussen.
S3. Beta-2-Agonisten
Alle Beta-2-Agonisten, dazu gehören alle optischen Isomere, zum Beispiel gegebenenfalls D- und L-, sind verboten.
Hiervon ausgenommen sind
- inhaliertes Salbutamol (höchstens 1.600 Mikrogramm über 24 Stunden);
- inhaliertes Formoterol (abgegebene Dosis höchstens 54 Mikrogramm über 24 Stunden);
- inhaliertes Salmeterol entsprechend den therapeutischen Empfehlungen der Hersteller.
Ein Salbutamolwert im Urin von mehr als 1.000 Nanogramm/ml oder ein Formoterolwert im Urin von mehr als 40 Nanogramm/ml wird nicht als beabsichtigte therapeutische Anwendung des Stoffes angesehen und gilt als ein von der Norm abweichendes Analyseergebnis (AAF - Adverse Analytical Finding), es sei denn, der Athlet weist anhand einer kontrollierten pharmakokinetischen Studie nach, dass dieses abnorme Ergebnis die Folge der Anwendung einer therapeutischen inhalierten Dosis bis zu dem oben genannten Höchstwert war.
S4. Hormone und Stoffwechsel-Modulatoren
Die folgenden Hormone und Stoffwechsel-Modulatoren sind verboten:
1. Aromatasehemmer, dazu gehören unter anderem 4-Androsten-3,6,17-trion (6-oxo); Aminoglutethimid; Anastrozol; Androsta-1,4,6-trien-3,17-dion (Androstatriendion); Exemestan; Formestan; Letrozol; Testolacton.
2. Selektive Estrogen-Rezeptor-Modulatoren (SERMs), dazu gehören unter anderem Raloxifen; Tamoxifen; Toremifen.
3. Andere antiestrogene Stoffe, dazu gehören unter anderem Clomifen; Cyclofenil; Fulvestrant.
4. Stoffe, welche die Myostatinfunktion(en) verändern, dazu gehören unter anderem Myostatinhemmer.
5. Stoffwechsel-Modulatoren
5.1 Aktivatoren der AMP-aktivierten Proteinkinase(AMPK), zum Beispiel AICAR; Peroxisom-Proliferatoraktvierte Rezeptor Delta-(PPARÖ-)Agonisten, zum Beispiel GW 1516;
5.2 Insuline und Insulin-Mimetika;
5.3 Meldonium;
5.4 Trimetazidin.
S5. Diuretika und Maskierungsmittel
Die folgenden Diuretika und Maskierungsmittel und andere Stoffe mit ähnlicher chemischer Struktur oder ähnlicher/n biologischer/n Wirkung(en) sind verboten.
Dazu gehören unter anderem
- Desmopressin; Probenecid; Plasmaexpander, zum Beispiel Glycerol und intravenös verabreichte/s Albumin, Dextran, Hydroxyethylstärke und Mannitol.
- Acetazolamid; Amilorid; Bumetanid; Canrenon; Chlortalidon; Etacrynsäure; Furosemid; Indapamid; Metolazon; Spironolacton; Thiazide, zum Beispiel Bendroflumethiazid, Chlorothiazid und Hydrochlorothiazid; Triamteren und Vaptane, zum Beispiel Tolvaptan.
Hiervon ausgenommen sind
- Drospirenon; Pamabrom sowie die ophthalmische Anwendung von Carboanhydrasehemmern (zum Beispiel Dorzolamid, Brinzolamid).
- Die lokale Verabreichung von Felypressin in der Dentalanästhesie.
Wird in der Probe eines Athleten zu allen Zeiten beziehungsweise in Wettkämpfen jegliche Menge eines der folgenden Grenzwerten unterliegenden Stoffe - nämlich Formoterol, Salbutamol, Cathin, Ephedrin, Methylephedrin und Pseudoephedrin - in Verbindung mit einem Diuretikum oder Maskierungsmittel nachgewiesen, so gilt dieser Nachweis als ein von der Norm abweichendes Analyseergebnis, es sei denn, der Athlet besitzt zusätzlich zu der Medizinischen Ausnahmegenehmigung für das Diuretikum oder Maskierungsmittel eine bestätigte Medizinische Ausnahmegenehmigung für diesen Stoff.
Verbotene Methoden
M1. Manipulation von Blut und Blutbestandteilen
Folgende Methoden sind verboten:
1. Die Verabreichung oder Wiederzufuhr jeglicher Menge von autologem, allogenem (homologem) oder heterologem Blut oder von Produkten aus roten Blutkörperchen jeglicher Herkunft in das Kreislaufsystem.
2. Die künstliche Erhöhung der Aufnahme, des Transports oder der Abgabe von Sauerstoff.
Dazu gehören unter anderem Perfluorchemikalien; Efaproxiral (RSR 13) und veränderte Hämoglobinprodukte, zum Beispiel Blutersatzstoffe auf Hämoglobinbasis und mikroverkapselte Hämoglobinprodukte, außer ergänzender Sauerstoff.
3. Jegliche Form der intravaskulären Manipulation von Blut oder Blutbestandteilen mit physikalischen oder chemischen Mitteln.
M2. Chemische und physikalische Manipulation
Folgende Methoden sind verboten:
1. Die tatsächliche oder versuchte unzulässige Einflussnahme, um die Integrität und Validität der Proben, die während der Dopingkontrollen genommen werden, zu verändern.
Dazu gehören unter anderem der Austausch und/oder die Verfälschung von Urin, zum Beispiel mit Proteasen.
2. Intravenöse Infusionen und/oder Injektionen von mehr als 50 ml innerhalb eines Zeitraums von sechs Stunden, es sei denn, sie werden rechtmäßig im Zuge von Krankenhauseinweisungen, chirurgischen Eingriffen oder klinischen Untersuchungen verabreicht.
M3. Gendoping
Die folgenden Methoden zur möglichen Steigerung der sportlichen Leistung sind verboten:
- Die Übertragung von Nukleinsäure-Polymeren oder Nukleinsäure-Analoga;
- die Anwendung normaler oder genetisch veränderter Zellen.
Im Wettkampf verbotene Stoffe und Methoden
Zusätzlich zu den oben beschriebenen Kategorien S0 bis S5 und M1 bis M3 sind im Wettkampf folgende Kategorien verboten:
Verbotene Stoffe
S6. Stimulanzien
Alle Stimulanzien, dazu gehören alle optischen Isomere, zum Beispiel gegebenenfalls D- und L-, sind verboten.
Zu den Stimulanzien gehören
- Nichtspezifische Stimulanzien
Adrafinil; Amfepramon; Amiphenazol; Amphetamin; Amphetaminil; Benfluorex; Benzylpiperazin; Bromantan; Clobenzorex; Cocain; Cropropamid; Crotetamid; Fencamin; Fenetyllin; Fenfluramin; Fenproporex; Fonturacetam [4-Phenylpirazetam (Carphedon)]; Furfenorex; Mefenorex; Mephentermin; Mesocarb; Methamphetamin (D-); p-Methylamphetamin; Modafinil; Norfenfluramin; Phendimetrazin; Phentermin; Prenylamin; Prolintan.
- Stimulanzien, die in diesem Abschnitt nicht ausdrücklich genannt sind, gelten als spezifische Stoffe.
- Spezifische Stimulanzien Dazu gehören unter anderem
Benzphetamin; Cathin 5; Cathinon und seine Analoga, zum Beispiel Mephedron, Methedron und alpha-Pyrrolidinovalerophenon; Dimethylamphetamin; Ephedrin 6; Epinephrin 7 (Adrenalin); Etamivan; Etilamphetamin; Etilefrin; Famprofazon; Fenbutrazat; Fencamfamin; Heptaminol; Hydroxyamphetamin (Parahydroxyamphetamin); Isomethepten; Levmetamphetamin; Meclofenoxat; Methylendioxymethamphetamin; Methylephedrin 6; Methylhexanamin (Dimethylpentylamin); Methylphenidat; Nicethamid; Norfenefrin; Octopamin; Oxilofrin (Methylsynephrin); Pemolin; Pentetrazol; Phenethylamin und seine Derivate; Phenmetrazin; Phenpromethamin; Propylhexedrin; Pseudoephedrin 8; Selegilin; Sibutramin; Strychnin; Tenamphetamin (Methylendioxyamphetamin); Tuaminoheptan
- und andere Stoffe mit ähnlicher chemischer Struktur oder ähnlicher/n biologischer/n Wirkung(en.
Hiervon ausgenommen sind
- Clonidin
- Imidazolderivate für die topische/ophthalmische Anwendung und die in das Überwachungsprogramm für 2016 4 aufgenommenen Stimulanzien.
S7. Narkotika
Verboten sind Buprenorphin; Dextromoramid; Diamorphin (Heroin); Fentanyl und seine Derivate Hydromorphon; Methadon; Morphin; Oxycodon;Oxymorphon; Pentazocin; Pethidin.
S8. Cannabinoide
Verboten sind
- natürliches, zum Beispiel Cannabis, Haschisch und Marihua-na, oder synthetisches Delta-9-Tetrahydrocannabinol (THC).
- Cannabinomimetika, zum Beispiel "Spice", JWH-018, JWH-073, HU-210.
S9. Glucocorticoide
Alle Glucocorticoide sind verboten, wenn sie oral, intravenös, intramuskulär oder rektal verabreicht werden.
In bestimmten Sportarten verbotene Stoffe
P1. Alkohol
Alkohol (Ethanol) ist in den nachfolgenden Sportarten nur im Wettkampf verboten.
Die Feststellung erfolgt durch Atem- und/oder Blutanalyse.
Der Grenzwert, ab dem ein Dopingverstoß vorliegt, entspricht einer Blutalkoholkonzentration von 0,10 g/l.
- Bogenschießen (WA)
- Luftsport (FAI)
- Motorbootsport (UIM)
- Motorsport (FIA)
P2 Betablocker
Betablocker sind in den folgenden Sportarten nur im Wettkampf verboten; außerhalb von Wettkämpfen sind sie ebenfalls verboten, sofern dies angegeben ist.
- Billard (alle Disziplinen) (WCBS)
- Bogenschießen (WA) 9
- Darts (WDF)
- Golf (IGF)
- Motorsport (FIA)
- Schießen (ISSF, IPC) 9
- Skifahren/Snowboarding (FIS) im Skispringen, Freistil aerials/halfpipe und Snowboard halfpipe/big air
- Unterwassersport (CMAS): Free Immersion Apnoea, Jump Blue Apnoea, Speerfischen, Streckentauchen mit und ohne Flossen, Tieftauchen mit konstantem Gewicht mit und ohne Flossen, Tieftauchen mit variablem Gewicht, Zeittauchen und Zielschießen.
_____ 1) Hinzufügung des Bundesministeriums des Innern:
Soweit in dieser Verbotsliste von "(verbotenen) Stoffen" die Rede ist, handelt es sich hierbei (auch) um verbotene Substanzen i. S. d. Nationalen Anti Doping-Codes der Nationalen Anti Doping Agentur Deutschland (Hrsg.) (NADC 2015, vgl. dort Anhang 1, S. 122: Begriffsbestimmungen).
2) Für die Zwecke dieses Abschnitts bezieht sich der Begriff "exogen" auf einen Stoff, der vom Körper normalerweise nicht auf natürlichem Wege produziert wird.
3) Für die Zwecke dieses Abschnitts bezieht sich der Begriff "endogen" auf einen Stoff, der vom Körper normalerweise auf natürlichem Wege produziert wird.
) Hinzufügung des Bundesministeriums des Innern:
Synonym (Freiname nach INN): Norboleton.
) Hinzufügung des Bundesinnenministeriums:
Synonym (Freiname nach INN): Androstanolon.
4) Bupropion, Koffein, Nikotin, Phenylephrin, Phenylpropanolamin, Pipradol und Synephrin:
Diese Stoffe sind in das Überwachungsprogramm für 2016 aufgenommen und gelten nicht als verbotene Stoffe.
5) Cathin: verboten, wenn seine Konzentration im Urin 5 Mikrogramm/ml übersteigt.
6) Ephedrin und Methylephedrin: verboten, wenn die Konzentration im Urin jeweils 10 Mikrogramm/ml übersteigt.
7) Epinephrin (Adrenalin): nicht verboten bei der lokalen Verabreichung, zum Beispiel nasal oder ophthalmologisch, oder bei der Verabreichung in Verbindung mit einem Lokalanästhetikum.
8) Pseudoephedrin: verboten, wenn seine Konzentration im Urin 150 Mikrogramm/ml übersteigt.
9) Auch außerhalb von Wettkämpfen verboten. Dazu gehören unter anderem Acebutolol; Alprenolol; Atenolol; Betaxolol; Bisoprolol; Bunolol; Carteolol; Carvedilol; Celiprolol; Esmolol; Labetalol; Levobunolol; Metipranolol; Metoprolol; Nadolol; Oxprenolol; Pindolol; Propranolol; Sotalol; Timolol. |
Verbotsliste Januar 2017 - Welt-Anti-Doping-Code - Internationaler Standard Inkrafttreten 11. Januar 2017 (Neufassung BGBl. II Nr. 37 vom 29.12.2016 S. 1429)
In Einklang mit Artikel 4.2.2 des Welt-Anti-Doping-Codes gelten alle verbotenen Stoffe 1 als "spezifische Stoffe" mit Ausnahme der Stoffe in den Klassen S1, S2, S4.4, S4.5 und S6.a sowie der verbotenen Methoden M1, M2 und M3.
Stoffe und Methoden, die zu allen Zeiten (in und außerhalb von Wettkämpfen) verboten sind
Verbotene Stoffe
S0 Nicht zugelassene Stoffe
Pharmakologisch wirksame Stoffe, die in den folgenden Abschnitten der Verbotsliste nicht aufgeführt und derzeit nicht durch eine staatliche Gesundheitsbehörde für die therapeutische Anwendung beim Menschen zugelassen sind (zum Beispiel Arzneimittel in der präklinischen oder klinischen Entwicklung beziehungsweise Arzneimittel, deren Entwicklung eingestellt wurde, Designerdrogen, nur für die Anwendung bei Tieren zugelassene Stoffe), sind zu jeder Zeit verboten.
S1 Anabole Stoffe
Anabole Stoffe sind verboten.
1. Anabol-androgene Steroide (AAS)
- Exogene* AAS, dazu gehören
1 -Androstendiol (5alpha-Androst-1 -en-3beta, 17beta-diol); 1 -Androstendion (5alpha-Androst-1 -en-3,17-dion); 1-Testosteron (17beta-Hydroxy-5alpha-androst-1-en-3-on); 4-Hydroxytestosteron (4,17beta-Dihydroxyandrost-4-en-3-on); Bolandiol (Estr-4-en-3beta,1 7beta-diol); Bolasteron; Calusteron; Clostebol; Danazol ([1,2] Oxazolo[4",5":2,3]pregna-4-en-20-yn-17alpha-ol); Dehydrochlormethyltestosteron (4-Chlor-17beta-hydroxy-17alpha-methylandrosta-1,4-dien-3-on); Desoxymethyltestosteron (1 7alpha-Methyl-5alpha-androst-2-en-1 7beta-ol); Drostanolon; Ethylestrenol (19-Nor-pregna-4-en-17alpha-ol); Fluoxymesteron;Formebolon; Furazabol (17alpha-Methyl[1,2,5]oxadiazolo[3",4":2,3]- 5alpha-androstan-17beta-ol); Gestrinon; Mestanolon; Mesterolon; Metandienon (1 7beta-Hydroxy-1 7alpha-methylandrosta-1,4-dien-3-on); Metenolon; Methandriol; Methasteron (17beta-Hydroxy-2alpha, 17alpha-dimethyl-5alpha-androstan-3-on); Methyldienolon (17beta-Hydroxy-17alpha-methylestra-4,9-dien-3-on); Methyl-1-testosteron (17beta-Hydroxy-17alpha-methyl-5alpha-androst-1-en-3-on); Methylnortestosteron (1 7beta-Hydroxy-17alpha-methylestr-4-en-3-on); Methyltestosteron; Metribolon (Methyltrienolon, 17beta-Hydroxy-17alpha-methylestra-4,9,11-trien-3-on); Miboleron; Norboleton; Norclostebol; Norethandrolon; Oxabolon; Oxandrolon; Oxymesteron; Oxymetholon; Prostanozol (1 7beta-[(Tetrahydropyran-2-yl)oxy]-1'H-pyrazolo[3,4:2,3]-5alpha-androstan); Quinbolon; Stanozolol; Stenbolon; Tetrahydrogestrinon (1 7-Hydroxy-18a-homo-19-nor-17alpha-pregna-4,9,11-trien-3-on) Trenbolon (1 7beta-Hydroxyestr-4,9,1 1-trien-3-on) und andere Stoffe mit ähnlicher chemischer Struktur oder ähnlicher/n biologischer/n Wirkung(en).
- Endogene** AAS bei exogener Verabreichung:
19-Norandrostendiol (Estr-4-en-3,17-diol); 19-Norandrostendion (Estr-4-en-3,17-dion); Androstendiol (Androst-5-en-3beta, 17beta-diol); Androstendion (Androst-4-en-3,17-dion); Boldenon; Boldion (Androsta-1,4-dien-3,17-dion); Dihydrotestosteron (17beta-Hydroxy-5alpha-androstan-3-on) 2; Nandrolon (19-Nortestosteron); Prasteron (Dehydroepiandrosteron, DHEA, 3beta-Hydroxyandrost-5-en-17-on); Testosteron und ihre Metaboliten und Isomere; dazu gehören unter anderem 3beta-Hydroxy-5alpha-androstan-17-on; 5alpha-Androst-2-en-17-on; 5alpha-Androstan-3alpha, 17alpha-diol; 5alpha-Androstan-3alpha, 17beta-diol; 5alpha-Androstan-3beta, 17alpha-diol; 5alpha-Androstan-3beta, 17beta-diol; 5beta-Androstan-3alpha, 17beta-diol; 7alpha-Hydroxy-DHEA; 7beta-Hydroxy-DHEA; 4-Androstendiol (Androst-4-en-3beta, 17beta-diol); 5-Androstendion (Androst-5-en-3,17-dion); 7-Keto-DHEA; 19-Norandrosteron; 19-Noretiocholanolon; Androst-4-en-3alpha, 17alpha-diol; Androst-4-en-3alpha, 17beta-diol; Androst-4-en-3beta, 17alpha-diol; Androst-5-en-3alpha, 17alpha-diol; Androst-5-en-3alpha, 17beta-diol; Androst-5-en-3beta, 17alpha-diol; Androsteron; Epidihydrotestosteron; Epitestosteron; Etiocholanolon.
2. Andere anabole Stoffe
Dazu gehören unter anderem
- Clenbuterol;
- Selektive Androgen-Rezeptor-Modulatoren (SARMs, zum Beispiel Andarin und Ostarin);
- Tibolon;
- Zeranol;
- Zilpaterol.
_____ * Für die Zwecke dieses Abschnitts bezieht sich der Begriff "exogen" auf einen Stoff, der vom Körper normalerweise nicht auf natürlichem Wege produziert wird.
** Für die Zwecke dieses Abschnitts bezieht sich der Begriff "endogen" auf einen Stoff, der vom Körper normalerweise auf natürlichem Wege produziert wird.
S2 Peptidhormone, Wachstumsfaktoren, verwandte Stoffe und Mimetika
Die folgenden Stoffe und andere Stoffe mit ähnlicher chemischer Struktur oder ähnlicher/n biologischer/n Wirkung(en) sind verboten:
1. Erythropoetin-Rezeptor-Agonisten:
1.1 Erythropoese-stimulierende Stoffe (ESAs), dazu gehören zum Beispiel Darbepoetin (dEPO); Erythropoetine (EPO); EPO-Fc; EPO-mimetische Peptide (EMP), zum Beispiel CNTO 530 und Peginesatid; GATA-Hemmer, zum Beispiel K-1 1706; Methoxy-Polyethylenglycol-Epoetin beta (CERA); Hemmer für transformierenden Wachstumsfaktor-beta (TGF-beta), zum Beispiel Sotatercept, Luspatercept;
1.2 Nicht-erythropoetische EPO-Rezeptor-Agonisten, zum Beispiel ARA-290; Asialo-EPO; carbamyliertes EPO.
2. Hypoxie-induzierbarer-Faktor (HIF)-Stabilisatoren, zum Beispiel Cobalt, Molidustat und Roxadustat (FG-4592), sowie HIF-Aktivatoren, zum Beispiel Argon und Xenon.
3. Choriongonadotropin (CG) und Luteinisierendes Hormon (LH) sowie ihre Releasingfaktoren, zum Beispiel Buserelin, Gonadorelin und Leuprorelin (bei Männern).
4. Corticotropine und ihre Releasingfaktoren, zum Beispiel Corticorelin.
5. Wachstumshormon (GH) und seine Releasingfaktoren, dazu gehören
- Wachstumshormon-Releasing-Hormon (GHRH) und seine Analoga, zum Beispiel CJC-1295, Sermorelin und Tesamorelin;
- Wachstumshormon-Sekretagoge (GHS), zum Beispiel Ghrelin und Ghrelin-Mimetika.
Beispiele für letzere sind Anamorelin und Ipamorelin;
- Wachstumshormon-Releasing-Peptide (GHRPs), zum Bei-spiel Alexamorelin, GHRP-6, Hexarelin und Pralmorelin (GHRP-2).
Außerdem verbotene Wachstumsfaktoren: Fibroblasten-Wachstumsfaktoren (FGFs); Hepatozyten-Wachstumsfaktor (HGF); insulinähnlicher Wachstumsfaktor 1 (IGF-1) und seine Analoga; mechanisch induzierte Wachstumsfaktoren (MGFs); Blutplättchen-Wachstumsfaktor (PDGF); vaskulär- endothelialer Wachstumsfaktor (VEGF) sowie alle anderen Wachstumsfaktoren, die in Muskeln, Sehnen oder Bändern die Proteinsynthese/den Proteinabbau, die Gefäßbildung/-versorgung, die Energieausnutzung, die Regenerationsfähigkeit oder die Umwandlung des Fasertyps beeinflussen.
S3 Beta-2-Agonisten
Alle selektiven und nicht-selektiven Beta-2-Agonisten, einschließlich aller optischen Isomere, sind verboten.
Dazu gehören unter anderem Fenoterol; Formoterol; Higenamin; Indacaterol; Olodaterol; Procaterol; Reproterol; Salbutamol; Salmeterol; Terbutalin; Vilanterol.
Hiervon ausgenommen sind
- inhaliertes Salbutamol: höchstens 1.600 Mikrogramm über 24 Stunden, nicht mehr als 800 Mikrogramm alle 12 Stunden;
- inhaliertes Formoterol: abgegebene Dosis höchstens 54 Mikrogramm über 24 Stunden;
- inhaliertes Salmeterol: höchstens 200 Mikrogramm über 24 Stunden.
Ein Salbutamolwert im Urin von mehr als 1 000 Nanogramm/ml oder ein Formoterolwert im Urin von mehr als 40 Nanogramm/ml wird nicht als beabsichtigte therapeutische Anwendung des Stoffes angesehen und gilt als ein von der Norm abweichendes Analyseergebnis (AAF), es sei denn, der Athlet weist anhand einer kontrollierten pharmakokinetischen Studie nach, dass dieses abnorme Ergebnis die Folge der Anwendung einer therapeutischen Dosis (durch Inhalation) bis zu der oben genannten Höchstdosis war.
S4 Hormon- und Stoffwechsel-Modulatoren
Die folgenden Hormon- und Stoffwechsel-Modulatoren sind verboten:
1. Aromatasehemmer; dazu gehören unter anderem 4-Androsten-3,6,17-trion (6-oxo); Aminoglutethimid; Anastrozol; Androsta-1,4,6-trien-3,17-dion (Androstatriendion); Androsta-3,5-dien-7,17-dion (Arimistan); Exemestan; Formestan; Letrozol; Testolacton.
2. Selektive Estrogen-Rezeptor-Modulatoren (SERMs); dazu gehören unter anderem Raloxifen; Tamoxifen; Toremifen.
3. Andere antiestrogene Stoffe; dazu gehören unter anderem Clomifen; Cyclofenil; Fulvestrant.
4. Stoffe, welche die Myostatinfunktion(en) verändern; dazu gehören unter anderem Myostatinhemmer.
5. Stoffwechsel-Modulatoren:
5.1 Aktivatoren der AMP-aktivierten Proteinkinase (AMPK), zum Beispiel AICAR, und Peroxisom-Proliferator-aktivierter-Rezeptor-Delta-(PPAR´-)Agonisten, zum Beispiel GW1 516;
5.2 Insuline und Insulin-Mimetika;
5.3 Meldonium;
5.4 Trimetazidin.
S5 Diuretika und Maskierungsmittel
Die folgenden Diuretika und Maskierungsmittel und andere Stoffe mit ähnlicher chemischer Struktur oder ähnlicher/n biologischer/n Wirkung(en) sind verboten.
Dazu gehören unter anderem
- Desmopressin; Probenecid; Plasmaexpander, zum Beispiel Glycerol und intravenös verabreichte/s Albumin, Dextran, Hydroxyethylstärke und Mannitol.
- Acetazolamid; Amilorid; Bumetanid; Canrenon; Chlortalidon; Etacrynsäure; Furosemid; Indapamid; Metolazon; Spironolacton; Thiazide, zum Beispiel Bendroflumethiazid; Chlorothiazid und Hydrochlorothiazid; Triamteren und Vaptane, zum Beispiel Tolvaptan.
Hiervon ausgenommen sind
- Drospirenon; Pamabrom sowie die ophthalmische Anwendung von Carboanhydrasehemmern (zum Beispiel Dorzolamid, Brinzolamid).
- Die lokale Verabreichung von Felypressin in der Dentalanästhesie.
Wird in der Probe eines Athleten zu allen Zeiten beziehungsweise in Wettkämpfen jegliche Menge eines der folgenden Grenzwerten unterliegenden Stoffe - nämlich Formoterol, Salbutamol, Cathin, Ephedrin, Methylephedrin und Pseudoephedrin - in Verbindung mit einem Diuretikum oder Maskierungsmittel nachgewiesen, so gilt dieser Nachweis als ein von der Norm abweichendes Analyseergebnis (AAF), es sei denn, der Athlet besitzt zusätzlich zu der Medizinischen Ausnahmegenehmigung für das Diuretikum oder Maskierungsmittel eine bestätigte Medizinische Ausnahmegenehmigung (TUE) für diesen Stoff.
Verbotene Methoden
M1 Manipulation von Blut und Blutbestandteilen
Folgende Methoden sind verboten:
1. Die Verabreichung oder Wiederzufuhr jeglicher Menge von autologem, allogenem (homologem) oder heterologem Blut oder Produkten aus roten Blutkörperchen jeglicher Herkunft in das Kreislaufsystem.
2. Die künstliche Erhöhung der Aufnahme, des Transports oder der Abgabe von Sauerstoff.
Dazu gehören unter anderem Perfluorchemikalien; Efaproxiral (RSR 13) und veränderte Hämoglobinprodukte, zum Beispiel Blutersatzstoffe auf Hämoglobinbasis und mikroverkapselte Hämoglobinprodukte, ausgenommen ergänzender Sauerstoff durch Inhalation.
3. Jegliche Form der intravaskulären Manipulation von Blut oder Blutbestandteilen mit physikalischen oder chemischen Mitteln.
M2 Chemische und physikalische Manipulation
Folgende Methoden sind verboten:
- Die tatsächliche oder versuchte unzulässige Einflussnahme, um die Integrität und Validität der Proben, die während der Dopingkontrollen genommen werden, zu verändern.
- Dazu gehören unter anderem
der Austausch und/oder die Verfälschung von Urin, zum Beispiel mit Proteasen.
- Intravenöse Infusionen und/oder Injektionen von mehr als 50 ml innerhalb eines Zeitraums von sechs Stunden, es sei denn, sie werden rechtmäßig im Zuge von Krankenhauseinweisungen, chirurgischen Eingriffen oder klinischen Untersuchungen verabreicht.
M3 Gendoping
Die folgenden Methoden zur möglichen Steigerung der sportlichen Leistung sind verboten:
- Die Übertragung von Nukleinsäure-Polymeren oder Nukleinsäure-Analoga;
- die Anwendung normaler oder genetisch veränderter Zellen.
Im Wettkampf verbotene Stoffe und Methoden
Zusätzlich zu den oben beschriebenen Kategorien S0 bis S5 und M1 bis M3 sind im Wettkampf folgende Kategorien verboten:
Verbotene Stoffe
S6 Stimulanzien
Alle Stimulanzien, dazu gehören alle optischen Isomere, zum Beispiel gegebenenfalls D- und L-, sind verboten.
Zu den Stimulanzien gehören
- Nichtspezifische Stimulanzien
Adrafinil; Amfepramon; Amfetamin; Amfetaminil; Amiphenazol; Benfluorex; Benzylpiperazin; Bromantan; Clobenzorex; Cocain; Cropropamid; Crotetamid; Fencamin; Fenetyllin; Fenfluramin; Fenproporex; Fonturacetam [4-Phenylpiracetam (Carphedon)]; Furfenorex; Lisdexamfetamin; Mefenorex; Mephentermin; Mesocarb; Metamfetamin(D-); p-Methylamfetamin; Modafinil; Norfenfluramin; Phendimetrazin; Phentermin; Prenylamin; Prolintan. Stimulanzien, die in diesem Abschnitt nicht ausdrücklich genannt sind, gelten als spezifische Stoffe.
- Spezifische Stimulanzien
Dazu gehören unter anderem 4-Methylhexan-2-amin (Methylhexanamin); Benzfetamin; Cathin**; Cathinon und seine Analoga, zum Beispiel Mephedron, Methedron und alpha-Pyrrolidinovalerophenon; Dimethylamfetamin; Ephedrin***; Epinephrin**** (Adrenalin); Etamivan; Etilamfetamin; Etilefrin; Famprofazon; Fenbutrazat; Fencamfamin; Heptaminol; Hydroxyamfetamin (Parahydroxyamfetamin); Isomethepten; Levmetamfetamin; Meclofenoxat; Methylendioxymethamfetamin; Methylephedrin***; Methylphenidat; Nikethamid; Norfenefrin; Octopamin; Oxilofrin (Methylsynephrin); Pemolin; Pentetrazol; Phenethylamin und seine Derivate; Phenmetrazin; Phenpromethamin; Propylhexedrin; Pseudoephedrin*****; Selegilin; Sibutramin; Strychnin; Tenamfetamin (Methylendioxyamfetamin); Tuaminoheptan und andere Stoffe mit ähnlicher chemischer Struktur oder ähnlicher/n biologischer/n Wirkung(en).
Hiervon ausgenommen sind
- Clonidin;
- Imidazolderivate für die topische/ophthalmische Anwendung und die in das Überwachungsprogramm für 2017* aufgenommenen Stimulanzien.
______ * Bupropion, Koffein, Nikotin, Phenylephrin, Phenylpropanolamin, Pipradrol und Synephrin:
Diese Stoffe sind in das Überwachungsprogramm für 2017 aufgenommen und gelten nicht als verbotene Stoffe.
** Cathin: verboten, wenn seine Konzentration im Urin 5 Mikrogramm/ml übersteigt.
*** Ephedrin und Methylephedrin: verboten, wenn ihre Konzentration im Urin jeweils 10 Mikrogramm/ml übersteigt.
**** Epinephrin (Adrenalin): nicht verboten bei der lokalen Verabreichung, zum Beispiel nasal oder ophthalmologisch, oder bei der Verabreichung in Verbindung mit einem Lokalanästhetikum.
***** Pseudoephedrin: verboten, wenn seine Konzentration im Urin 150 Mikrogramm/ml übersteigt.
S7 Narkotika
Verboten sind Buprenorphin; Dextromoramid; Diamorphin (Heroin); Fentanyl und seine Derivate; Hydromorphon; Methadon; Morphin; Nicomorphin; Oxycodon; Oxymorphon; Pentazocin; Pethidin.
S8 Cannabinoide
Verboten sind
- natürliches, zum Beispiel Cannabis, Haschisch und Marihuana, oder synthetisches Delta-9-Tetrahydrocannabinol (THC);
- Cannabimimetika, zum Beispiel "Spice", JWH-018, JWH-073, HU-210.
S9 Glucocorticoide
Alle Glucocorticoide sind verboten, wenn sie oral, intravenös, intramuskulär oder rektal verabreicht werden.
In bestimmten Sportarten verbotene Stoffe
P1 Alkohol
Alkohol (Ethanol) ist in den nachfolgenden Sportarten nur im Wettkampf verboten.
Die Feststellung erfolgt durch Atem- und/oder Blutanalyse.
Der Grenzwert, ab dem ein Dopingverstoß vorliegt, entspricht einer Blutalkoholkonzentration von 0,10 g/l.
- Bogenschießen (WA)
- Luftsport (FAI)
- Motorbootsport (UIM)
- Motorsport (FIA)
P2 Betablocker
Betablocker sind in den folgenden Sportarten nur im Wettkampf verboten; außerhalb von Wettkämpfen auch, sofern angegeben:
- Billard (alle Disziplinen) (WCBS)
- Bogenschießen (WA)*
- Darts (WDF)
- Golf (IGF)
- Motorsport (FIA)
- Schießen (ISSF, IPC)*
- Skifahren/Snowboarding (FIS) im Skispringen, Freistil aerials/halfpipe und Snowboard halfpipe/big air
- Unterwassersport (CMAS) wie Free Immersion Apnoea, Jump Blue Apnoea, Speerfischen, Streckentauchen mit und ohne Flossen, Tieftauchen mit konstantem Gewicht mit und ohne Flossen, Tieftauchen mit variablem Gewicht, Zeittauchen und Zielschießen.
_____ * Auch außerhalb von Wettkämpfen verboten. Dazu gehören unter anderem Acebutolol; Alprenolol; Atenolol; Betaxolol; Bisoprolol; Bunolol; Carteolol; Carvedilol; Celiprolol; Esmolol; Labetalol; Levobunolol; Metipranolol; Metoprolol; Nadolol; Oxprenolol; Pindolol; Propranolol; Sotalol; Timolol.
_____ 1) Hinzufügung des Bundesministeriums des Innern:
Soweit in dieser Verbotsliste von "(verbotenen) Stoffen" die Rede ist, handelt es sich hierbei (auch) um verbotene Substanzen i. S. d. Nationalen Anti Doping-Codes der Nationalen Anti Doping Agentur Deutschland (Hrsg.) (NADC 2015, vgl. dort Anhang 1, S. 122: Begriffsbestimmungen).
2) Hinzufügung des Bundesministeriums des Innern:
Synonym (Freiname nach INN): Androstanolon. |