Änderungstext

Bekanntmachung der Neufassung der Anlage I zu dem Internationalen Übereinkommen vom 19. Oktober 2005 gegen Doping im Sport/ des Anhangs zu dem Übereinkommen vom 16. November 1989 gegen Doping

Vom 18. Dezember 2020
(BGBl II Nr. 24 vom 29.12.2020 S. 1318)



Die Konferenz der Vertragsparteien des Internationalen Übereinkommens vom 19. Oktober 2005 gegen Doping im Sport (BGBl. 2007 II S. 354, 355, 376) hat die Änderung der Anlage I des Übereinkommens beschlossen. Die Änderung tritt am 1. Januar 2021 in Kraft.

Der Anhang zu dem Übereinkommen vom 16. November 1989 gegen Doping (BGBl. 1994 II S. 334, 335, 346) ist ebenfalls mit Wirkung zum 1. Januar 2021 geändert worden.

Die Neufassung der Anlage I des Übereinkommens von 2005 sowie die Neufassung des Anhangs des Übereinkommens von 1989 werden nachstehend mit einer amtlichen deutschen Übersetzung veröffentlicht.

Diese Bekanntmachung ergeht im Anschluss an die Bekanntmachung vom 12. August 2020 (BGBl. II S. 714).

WELT-ANTI-DOPING-CODE

INTERNATIONALER STANDARD
VERBOTSLISTE

2021

(Übersetzung)

Die Liste tritt am 1. Januar 2021 in Kraft.

Inhaltsverzeichnis

Die Auflistung der Beispiele von Krankheiten erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Zu allen Zeiten verbotene Stoffe 1) und Methoden

S0 Nicht zugelassene Stoffe

S1 Anabole Stoffe

Einige dieser Stoffe können unter anderem in Medikamenten zur Behandlung von zum Beispiel männlichem Hypogonadismus enthalten sein.

S2 Peptidhormone, Wachstumsfaktoren, verwandte Stoffe und Mimetika

Einige dieser Stoffe können unter anderem in Medikamenten zur Behandlung von zum Beispiel Anämie, männlichem Hypogonadismus oder Wachstumshormonmangel enthalten sein.

S3 Beta-2-Agonisten

Einige dieser Stoffe können unter anderem in Medikamenten zur Behandlung von zum Beispiel Asthma oder anderen Atemwegserkrankungen enthalten sein.

S4 Hormon- und Stoffwechsel-Modulatoren

Einige dieser Stoffe können unter anderem in Medikamenten zur Behandlung von zum Beispiel Brustkrebs, Diabetes, Unfruchtbarkeit (weibliche) oder polyzystischem Ovarialsyndrom enthalten sein.

S5 Diuretika und Maskierungsmittel

Einige dieser Stoffe können unter anderem in Medikamenten zur Behandlung von zum Beispiel Herzversagen oder Bluthochdruck enthalten sein.

M1 - M2 - M3 Verbotene Methoden

Innerhalb des Wettkampfes verbotene Stoffe und Methoden

S6 Stimulanzien

Einige dieser Stoffe können unter anderem in Medikamenten zur Behandlung von zum Beispiel Anaphylaxie, Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) oder Erkältungs- und Grippesymptomen enthalten sein.

S7 Narkotika

Einige dieser Stoffe können unter anderem in Medikamenten zur Behandlung von zum Beispiel Schmerzen, einschließlich aufgrund von Verletzungen des Bewegungsapparats, enthalten sein.

S8 Cannabinoide

S9 Glucocorticoide

Einige dieser Stoffe können unter anderem in Medikamenten zur Behandlung von zum Beispiel Allergien, Anaphylaxie, Asthma oder chronischentzündlichen Darmerkrankungen enthalten sein.

In bestimmten Sportarten verbotene Stoffe

P1 Betablocker

Einige dieser Stoffe können unter anderem in Medikamenten zur Behandlung von zum Beispiel Herzversagen oder Bluthochdruck enthalten sein.

Index


alt neu
Stoffe und Methoden, die zu allen Zeiten (in und außerhalb von Wettkämpfen) verboten sind

In Einklang mit Artikel 4.2.2 des Welt-Anti-Doping-Codes gelten alle verbotenen Stoffe 1 als "spezifische Stoffe" mit Ausnahme der Stoffe in den Klassen S1, S2, S4.4, S4.5 und S6.a sowie der verbotenen Methoden M1, M2 und M3.

Verbotene Stoffe

S0. Nicht zugelassene Stoffe

Pharmakologisch wirksame Stoffe, die in den folgenden Abschnitten der Verbotsliste nicht aufgeführt und derzeit nicht durch eine staatliche Gesundheitsbehörde für die therapeutische Anwendung beim Menschen zugelassen sind (zum Beispiel Arzneimittel in der präklinischen oder klinischen Entwicklung beziehungsweise Arzneimittel, deren Entwicklung eingestellt wurde, Designerdrogen, nur für die Anwendung bei Tieren zugelassene Stoffe), sind zu jeder Zeit verboten.

S1. Anabole Stoffe

Anabole Stoffe sind verboten.

1. Anabol-androgene Steroide (AAS)

  1. Exogene 2 AAS, dazu gehören
    1-Androstendiol (5alpha-Androst-1-en-3beta,1 7beta-diol);
    1-Androstendion (5alpha-Androst-1-en-3,17-dion);
    1-Androsteron (3alpha-Hydroxy-5alpha-androst-1-en-17-on);
    1-Testosteron (17beta-Hydroxy-5alpha-androst-1-en-3-on);
    Bolasteron;
    Calusteron;
    Clostebol;
    Danazol ([1,2] Oxazolo[4",5":2,3]pregna-4-en-20-yn-17alphaol);
    Dehydrochlormethyltestosteron (4-Chlor-17beta-hydroxy-17alpha-methylandrosta-1,4-dien-3-on);
    Desoxymethyltestosteron (17alpha-Methyl-5alpha-androst-2-en-17beta-ol und 17alpha-Methyl-5alpha-androst-3-en-17beta-ol);
    Drostanolon;
    Ethylestrenol (1 9-Norpregna-4-en-17alpha-ol);
    Fluoxymesteron;
    Formebolon;
    Furazabol (17alpha-Methyl[1,2,5]oxadiazolo[3",4":2,3]- 5alpha-androstan-17beta-ol);
    Gestrinon;
    Mestanolon;
    Mesterolon;
    Metandienon (17beta-Hydroxy-17alpha-methylandrosta-1,4-dien-3-on);
    Metenolon;
    Methandriol;
    Methasteron (17beta-Hydroxy-2alpha,1 7alpha-dimethyl-5alpha-androstan-3-on);
    Methyldienolon (17beta-Hydroxy-17alpha-methylestra-4,9-dien-3-on);
    Methyl-1-testosteron (17beta-Hydroxy-17alpha-methyl-5alpha-androst-1-en-3-on);
    Methylnortestosteron (17beta-Hydroxy-1 7alpha-methylestr-4-en-3-on);
    Methyltestosteron;
    Metribolon (Methyltrienolon, 17beta-Hydroxy-17alpha-methylestra-4,9,11-trien-3-on);
    Miboleron;
    Norboleton;
    Norclostebol;
    Norethandrolon;
    Oxabolon;
    Oxandrolon;
    Oxymesteron;
    Oxymetholon;
    Prostanozol (17beta-[(Tetrahydropyran-2-yl)oxy]-1'H-pyrazolo[3,4:2,3]-5alpha-androstan);
    Quinbolon;
    Stanozolol;
    Stenbolon;
    Tetrahydrogestrinon (17-Hydroxy-18a-homo-19-nor-17alpha-pregna-4,9,11-trien-3-on);
    Trenbolon (17beta-Hydroxyestr-4,9,11-trien-3-on)
    und andere Stoffe mit ähnlicher chemischer Struktur oder ähnlicher/n biologischer/n Wirkung(en).
  2. Endogene 3 AAS und ihre Metaboliten und Isomere bei exogener Verabreichung; dazu gehören unter anderem
    4-Androstendiol (Androst-4-en-3beta,17beta-diol);
    4-Hydroxytestosteron (4,17beta-Dihydroxyandrost-4-en-3-on);
    5-Androstendion (Androst-5-en-3,17-dion);
    7alpha-Hydroxy-DHEA;
    7beta-Hydroxy-DHEA;
    7-Keto-DHEA;
    19-Norandrostendiol (Estr-4-en-3,17-diol);
    19-Norandrostendion (Estr-4-en-3,17-dion);
    Androstanolon (5alpha-Dihydrotestosteron, 17beta-Hydroxy-5alpha-androstan-3-on);
    Androstendiol (Androst-5-en-3beta,17beta-diol);
    Androstendion (Androst-4-en-3,17-dion);
    Boldenon;
    Boldion (Androsta-1,4-dien-3,17-dion);
    Epiandrosteron (3beta-Hydroxy-5alpha-androstan-17-on);
    Epidihydrotestosteron (1 7beta-Hydroxy-5beta-androstan-3-on);
    Epitestosteron;
    Nandrolon (19-Nortestosteron);
    Prasteron (Dehydroepiandrosteron, DHEA, 3beta-Hydroxyandrost-5-en-17-on);
    Testosteron.

2. Andere anabole Stoffe

Dazu gehören unter anderem

Clenbuterol, Selektive Androgen-Rezeptor-Modulatoren (SARMs, zum Beispiel Andarin, LGD-4033, Enobosarm (Ostarin) und RAD140), Tibolon, Zeranol und Zilpaterol.

S2. Peptidhormone, Wachstumsfaktoren, verwandte Stoffe und Mimetika

Die folgenden Stoffe und andere Stoffe mit ähnlicher chemischer Struktur oder ähnlicher/n biologischer/n Wirkung(en) sind verboten:

1. Erythropoetine (EPO) und Erythropoese-beeinflussende Stoffe, dazu gehören unter anderem

1.1 Erythropoetin-Rezeptor-Agonisten, zum Beispiel
Darbepoetine (dEPO);
Erythropoetine (EPO);
EPO-basierte Konstrukte [zum Beispiel EPO-Fc; Methoxy-Polyethylenglycol-Epoetin beta (CERA)];
EPO-mimetische Stoffe und ihre Konstrukte (zum Beispiel CNTO-530, Peginesatid).

Hypoxie-induzierbarer-Faktor (HIF)-Aktivatoren, zum Beispiel
Argon;
Cobalt;
Daprodustat (GSK1 278863);
Molidustat (BAY 85-3934);
Roxadustat (FG-4592);
Vadadustat (AKB-6548);
Xenon.

1.3 GATA-Hemmer, zum Beispiel
K-1 1706.

1.4 TGF-beta-(TGF-2-)Hemmer, zum Beispiel
Luspatercept;
Sotatercept.

1.5 Agonisten des körpereigenen Reparatur-Rezeptors, zum Beispiel
Asialo-EPO;
carbamyliertes EPO (CEPO).

2. Peptidhormone und ihre Releasingfaktoren:

2.1 Choriongonadotropin (CG) und Luteinisierendes Hormon (LH) sowie ihre Releasingfaktoren bei Männern, zum Beispiel
Buserelin, Deslorelin, Gonadorelin, Goserelin, Leuprorelin, Nafarelin und Triptorelin;

2.2 Corticotropine und ihre Releasingfaktoren, zum Beispiel Corticorelin;

2.3 Wachstumshormon (GH), seine Fragmente und Releasingfaktoren, dazu gehören unter anderem Wachstumshormon-Fragmente, zum Beispiel AOD-9604 und hGH 176-191;
Wachstumshormon-Releasing-Hormon (GHRH) und seine Analoga, zum Beispiel CJC-1 293, CJC-1 295, Sermorelin und Tesamorelin;
Wachstumshormon-Sekretagoge (GHS), zum Beispie Lenomorelin (Ghrelin) und seine Mimetika, Beispiele für letztere sind Anamorelin, Ipamorelin, Macimorelin und Tabimorelin;
Wachstumshormon-Releasing-Peptide (GHRPs), zum Beispiel Alexamorelin, GHRP-1, GHRP-2 (Pralmorelin), GHRP-3, GHRP-4, GHRP-5, GHRP-6 und Examorelin (Hexarelin).

3. Wachstumsfaktoren und Wachstumsfaktor-Modulatoren, dazu gehören unter anderem
Fibroblasten-Wachstumsfaktoren (FGFs);
Hepatozyten-Wachstumsfaktor (HGF);
insulinähnlicher Wachstumsfaktor 1 (IGF-1) und seine Analoga;
mechanisch induzierte Wachstumsfaktoren (MGFs); Blutplättchen-Wachstumsfaktor (PDGF);
Thymosin beta-4 und seine Derivate, zum Beispiel TB-500; vaskulär-endothelialer Wachstumsfaktor (VEGF) und andere Wachstumsfaktoren oder Wachstumsfaktor-Modulatoren, die in Muskeln, Sehnen oder Bändern die Proteinsynthese/ den Proteinabbau, die Gefäßbildung/-versorgung, die Energieausnutzung, die Regenerationsfähigkeit oder die Umwandlung des Fasertyps beeinflussen.

S3 Beta-2-Agonisten

Alle selektiven und nichtselektiven Beta-2-Agonisten, einschließlich aller optischen Isomere, sind verboten.

Dazu gehören unter anderem

Fenoterol;
Formoterol;
Higenamin;
Indacaterol;
Olodaterol;
Procaterol;
Reproterol;
Salbutamol;
Salmeterol;
Terbutalin;
Tretoquinol (Trimetoquinol);
Tulobuterol;
Vilanterol.

Hiervon ausgenommen sind

  • inhaliertes Salbutamol: höchstens 1.600 Mikrogramm über 24 Stunden, aufgeteilt auf mehrere Einzeldosen von nicht mehr als 800 Mikrogramm über 12 Stunden, ausgehend von jeder Dosis;
  • inhaliertes Formoterol: abgegebene Dosis höchstens 54 Mikrogramm über 24 Stunden;
  • inhaliertes Salmeterol: höchstens 200 Mikrogramm über 24 Stunden.

Eine Salbutamolkonzentration im Urin von mehr als 1.000 Nanogramm/ml oder eine Formoterolkonzentration im Urin von mehr als 40 Nanogramm/ml ist nicht im Einklang mit der therapeutischen Anwendung des Stoffes und gilt als ein von der Norm abweichendes Analyseergebnis (AAF), es sei denn, der Athlet weist anhand einer kontrollierten pharmakokinetischen Studie nach, dass dieses abnorme Ergebnis die Folge einer therapeutischen Dosis (durch Inhalation) bis zu der oben genannten Höchstdosis war.

S4. Hormon- und Stoffwechsel-Modulatoren

Die folgenden Hormon- und Stoffwechsel-Modulatoren sind verboten:

1. Aromatasehemmer; dazu gehören unter anderem
2-Androstenol (5alpha-Androst-2-en-17-ol);
2-Androstenon (5alpha-Androst-2-en-17-on);
3-Androstenol (5alpha-Androst-3-en-17-ol);
3-Androstenon (5alpha-Androst-3-en-17-on);
4-Androsten-3,6,17-trion (6-oxo);
Aminoglutethimid;
Anastrozol;
Androsta-1,4,6-trien-3,17-dion (Androstatriendion);
Androsta-3,5-dien-7,17-dion (Arimistan);
Exemestan;
Formestan;
Letrozol;
Testolacton.

2. Selektive Estrogen-Rezeptor-Modulatoren (SERMs); dazu gehören unter anderem
Raloxifen;
Tamoxifen;
Toremifen.

3. Andere antiestrogene Stoffe; dazu gehören unter anderem
Clomifen;
Cyclofenil;
Fulvestrant.

4. Stoffe, welche die Aktivierung des Aktivin-Rezeptors IIB verhindern; dazu gehören unter anderem
Aktivin A neutralisierende Antikörper;
Aktivin-Rezeptor-IIB-Kompetitoren, zum Beispiel Decoy- Aktivin-Rezeptoren (zum Beispiel ACE-031);
Anti-Aktivin-Rezeptor-IIB-Antikörper (zum Beispiel Bimagrumab);
Myostatinhemmer, wie zum Beispiel Stoffe, welche die Myostatin-Expression verringern oder unterdrücken;
Myostatin bindende Proteine (zum Beispiel Follistatin, Myostatin-Propeptid);
Myostatin neutralisierende Antikörper (zum Beispiel Domagrozumab, Landogrozumab, Stamulumab).

5. Stoffwechsel-Modulatoren:

5.1 Aktivatoren der AMP-aktivierten Proteinkinase (AMPK), zum Beispiel AICAR, SR9009, und Peroxisom-Proliferator-aktivierter-Rezeptor-Delta-(PPAR´-)Agonisten, zum Beispiel 2-(2-Methyl-4-((4-methyl-2-(4-(trifluoromethyl)phenyl)thiazol-5-yl)methylthio)phenoxy)-essigs´ure (GW1516, GW501516);

5.2 Insuline und Insulin-Mimetika;

5.3 Meldonium;

5.4 Trimetazidin.

S5. Diuretika und Maskierungsmittel

Die folgenden Diuretika und Maskierungsmittel und andere Stoffe mit ähnlicher chemischer Struktur oder ähnlicher/n biologischer/n Wirkung(en) sind verboten.

Dazu gehören unter anderem

  • Desmopressin; Probenecid; Plasmaexpander, zum Beispiel intravenös verabreichte/s Albumin, Dextran, Hydroxyethylstärke und Mannitol.
  • Acetazolamid; Amilorid; Bumetanid; Canrenon; Chlortalidon; Etacrynsäure; Furosemid; Indapamid; Metolazon; Spironolacton; Thiazide, zum Beispiel Bendroflumethiazid, Chlorothiazid und Hydrochlorothiazid; Triamteren und Vaptane, zum Beispiel Tolvaptan.

Hiervon ausgenommen sind

  • Drospirenon, Pamabrom sowie die ophthalmische Anwendung von Carboanhydrasehemmern (zum Beispiel Dorzolamid, Brinzolamid).
  • Die lokale Verabreichung von Felypressin in der Dentalanästhesie.

Wird in der Probe eines Athleten zu allen Zeiten beziehungsweise in Wettkämpfen jegliche Menge eines der folgenden Grenzwerten unterliegenden Stoffe - nämlich Formoterol, Salbutamol, Cathin, Ephedrin, Methylephedrin und Pseudoephedrin - in Verbindung mit einem Diuretikum oder Maskierungsmittel nachgewiesen, so gilt dieser Nachweis als ein von der Norm abweichendes Analyseergebnis (AAF), es sei denn, der Athlet besitzt zusätzlich zu der Medizinischen Ausnahmegenehmigung für das Diuretikum oder Maskierungsmittel eine bestätigte Medizinische Ausnahmegenehmigung (TUE) für diesen Stoff.

Verbotene Methoden

M1. Manipulation von Blut und Blutbestandteilen

Folgende Methoden sind verboten:

  1. Die Verabreichung oder Wiederzufuhr jeglicher Menge von autologem, allogenem (homologem) oder heterologem Blut oder Produkten aus roten Blutkörperchen jeglicher Herkunft in das Kreislaufsystem.
  2. Die künstliche Erhöhung der Aufnahme, des Transports oder der Abgabe von Sauerstoff. Dazu gehören unter anderem Perfluorchemikalien; Efaproxiral (RSR13) und veränderte Hämoglobinprodukte, zum Beispiel Blutersatzstoffe auf Hämoglobinbasis und mikroverkapselte Hämoglobinprodukte, ausgenommen ergänzender Sauerstoff durch Inhalation.
  3. Jegliche Form der intravaskulären Manipulation von Blut oder Blutbestandteilen mit physikalischen oder chemischen Mitteln.

M2. Chemische und physikalische Manipulation

Folgende Methoden sind verboten:

  1. Die tatsächliche oder versuchte unzulässige Einflussnahme, um die Integrität und Validität der Proben, die während der Dopingkontrollen genommen werden, zu verändern.
    Dazu gehören unter anderem der Austausch und/oder die Verfälschung von Urin, zum Beispiel mit Proteasen.
  2. Intravenöse Infusionen und/oder Injektionen von insgesamt mehr als 100 ml innerhalb eines Zeitraums von 12 Stunden, es sei denn, sie werden rechtmäßig im Zuge von Krankenhausbehandlungen, chirurgischen Eingriffen oder klinischen diagnostischen Untersuchungen verabreicht.

M3. Gen- und Zelldoping

Die folgenden Methoden zur möglichen Steigerung der sportlichen Leistung sind verboten:

  1. Die Verwendung von Nukleinsäure-Polymeren oder Nukleinsäure-Analoga.
  2. Die Verwendung von Stoffen zur Gen-Editierung, die zur Veränderung von Genomsequenzen bestimmt sind, und/oder die transkriptionelle, posttranskriptionelle oder epigenetische Steuerung der Genexpression.
  3. Die Anwendung normaler oder genetisch veränderter Zellen.

Im Wettkampf verbotene Stoffe und Methoden

Zusätzlich zu den oben beschriebenen Kategorien S0 bis S5 und M1 bis M3 sind im Wettkampf folgende Kategorien verboten:

Verbotene Stoffe

S6. Stimulanzien

Alle Stimulanzien, dazu gehören alle optischen Isomere, zum Beispiel gegebenenfalls D- und L-, sind verboten.

Zu den Stimulanzien gehören

  1. Adrafinil;
    Amfepramon;
    Amfetamin;
    Amfetaminil;
    Amiphenazol;
    Benfluorex;
    Benzylpiperazin;
    Bromantan;
    Clobenzorex;
    Cocain;
    Cropropamid;
    Crotetamid;
    Fencamin;
    Fenetyllin;
    Fenfluramin;
    Fenproporex;
    Fonturacetam [4-Phenylpiracetam (Carphedon)];
    Furfenorex;
    Lisdexamfetamin;
    Mefenorex;
    Mephentermin;
    Mesocarb;
    Metamfetamin(D-);
    p-Methylamfetamin;
    Modafinil;
    Norfenfluramin;
    Phendimetrazin;
    Phentermin;
    Prenylamin;
    Prolintan.
  2. Stimulanzien, die in diesem Abschnitt nicht ausdrücklich genannt sind, gelten als spezifische Stoffe.
  3. Spezifische Stimulanzien
  4. Dazu gehören unter anderem
    3-Methylhexan-2-amin (1,2-Dimethylpentylamin);
    4-Methylhexan-2-amin (Methylhexanamin);
    4-Methylpentan-2-amin (1,3-Dimethylbutylamin);
    5-Methylhexan-2-amin (1,4-Dimethylpentylamin);
    Benzfetamin;
    Cathin 5;
    Cathinon und seine Analoga, zum Beispiel Mephedron, Methedron und alpha-Pyrrolidinovalerophenon;
    Dimetamfetamin; Ephedrin 6;
    Epinephrin 7 (Adrenalin);
    Etamivan;
    Etilamfetamin;
    Etilefrin;
    Famprofazon;
    Fenbutrazat;
    Fencamfamin;
    Heptaminol;
    Hydroxyamfetamin (Parahydroxyamfetamin);
    Isomethepten;
    Levmetamfetamin;
    Meclofenoxat;
    Methylendioxymethamfetamin;
    Methylephedrin 6;
    Methylphenidat;
    Nikethamid;
    Norfenefrin;
    Octopamin;
    Oxilofrin (Methylsynephrin);
    Pemolin;
    Pentetrazol;
    Phenethylamin und seine Derivate;
    Phenmetrazin;
    Phenpromethamin;
    Propylhexedrin;
    Pseudoephedrin 8;
    Selegilin;
    Sibutramin;
    Strychnin;
    Tenamfetamin (Methylendioxyamfetamin);
    Tuaminoheptan
    und andere Stoffe mit ähnlicher chemischer Struktur oder ähnlicher/n biologischer/n Wirkung(en).

Hiervon ausgenommen sind

  • Clonidin;
  • Imidazolderivate für die topische/ophthalmische Anwendung und die in das Überwachungsprogramm für 2019 4 aufgenommenen Stimulanzien.

S7. Narkotika

Die folgenden Narkotika sind verboten:

Buprenorphin;
Dextromoramid;
Diamorphin (Heroin);
Fentanyl und seine Derivate;
Hydromorphon;
Methadon;
Morphin;
Nicomorphin;
Oxycodon;
Oxymorphon;
Pentazocin;
Pethidin.

S8. Cannabinoide

Die folgenden Cannabinoide sind verboten:

  • natürliche Cannabinoide, zum Beispiel Cannabis, Haschisch und Marihuana;
  • synthetische Cannabinoide, zum Beispiel Delta-9-Tetrahydrocannabinol (THC) und andere Cannabimimetika.

Hiervon ausgenommen ist

  • Cannabidiol.

S9. Glucocorticoide

Alle Glucocorticoide sind verboten, wenn sie oral, intravenös, intramuskulär oder rektal verabreicht werden.

Dazu gehören unter anderem

Betamethason;
Budesonid;
Cortison;
Deflazacort;
Dexamethason;
Fluticason;
Hydrocortison;
Methylprednisolon;
Prednisolon;
Prednison;
Triamcinolon.

In bestimmten Sportarten verbotene Stoffe

P1. Betablocker

Betablocker sind in den folgenden Sportarten nur im Wettkampf verboten; außerhalb von Wettkämpfen auch, sofern angegeben:

  • Billard (alle Disziplinen) (WCBS)
  • Bogenschießen (WA) 9
  • arts (WDF)
  • Golf (IGF)
  • Motorsport (FIA)
  • Schießen (ISSF, IPC) 9
  • Skifahren/Snowboarding (FIS) im Skispringen, Freistil aerials/halfpipe und Snowboard halfpipe/big air
  • Unterwassersport (CMAS) wie Free Immersion Apnoea, Jump Blue Apnoea, Speerfischen, Streckentauchen mit und ohne Flossen, Tieftauchen mit konstantem Gewicht mit und ohne Flossen, Tieftauchen mit variablem Gewicht, Zeittauchen und Zielschießen.

Dazu gehören unter anderem

Acebutolol;
Alprenolol;
Atenolol;
Betaxolol;
Bisoprolol;
Bunolol;
Carteolol;
Carvedilol;
Celiprolol;
Esmolol;
Labetalol;
Metipranolol;
Metoprolol;
Nadolol;
Oxprenolol;
Pindolol;
Propranolol;
Sotalol;
Timolol.

_____
1) Hinzufügung des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat: Soweit in dieser Verbotsliste von "(verbotenen) Stoffen" die Rede ist, handelt es sich hierbei (auch) um verbotene Substanzen i. S. d. Nationalen Anti-Doping Codes der Nationalen Anti Doping Agentur Deutschland (Hrsg.) (NADC 2015, vgl. dort Anhang 1, S. 122: Begriffsbestimmungen).

2) Für die Zwecke dieses Abschnitts bezieht sich der Begriff "exogen" auf einen Stoff, der vom Körper normalerweise nicht auf natürlichem Wege produziert wird.

3) Für die Zwecke dieses Abschnitts bezieht sich der Begriff "endogen" auf einen Stoff, der vom Körper normalerweise auf natürlichem Wege produziert wird.

4) Bupropion, Koffein, Nikotin, Phenylephrin, Phenylpropanolamin, Pipradrol und Synephrin: Diese Stoffe sind in das Überwachungsprogramm für 2019 aufgenommen und gelten nicht als verbotene Stoffe.

5) Cathin: verboten, wenn seine Konzentration im Urin 5 Mikrogramm/ml übersteigt.

6) Ephedrin und Methylephedrin: verboten, wenn ihre Konzentration im Urin jeweils 10 Mikrogramm/ml übersteigt.

7) Epinephrin (Adrenalin): nicht verboten bei der lokalen Verabreichung, zum Beispiel nasal oder ophthalmologisch, oder bei der Verabreichung in Verbindung mit einem Lokalanästhetikum.

8) Pseudoephedrin: verboten, wenn seine Konzentration im Urin 150 Mikrogramm/ml übersteigt.

9) Auch außerhalb von Wettkämpfen verboten.

 Verbotsliste 2021

Welt-Anti-Doping-Code

Gültig ab 1. Januar 2021

Einleitung

Die Verbotsliste ist ein verbindlicher Internationaler Standard im Rahmen des Welt-Anti-Doping-Programms.

Die Liste wird nach einem umfassenden von der WADA durchgeführten Konsultationsverfahren jährlich aktualisiert. Die Liste tritt am 1. Januar 2021 in Kraft.

Der offizielle Wortlaut der Verbotsliste wird von der WADA weitergeführt und in englischer und französischer Sprache veröffentlicht. Bei Unstimmigkeiten zwischen der englischen und französischen Fassung ist die englische Fassung maßgebend.

Begriffe, die in dieser Liste verbotener Stoffe und verbotener Methoden verwendet werden:

Innerhalb des Wettkampfes verboten

Sofern die WADA für eine bestimmte Sportart keinen anderen Zeitraum zugelassen hat, beginnt der Zeitraum "innerhalb des Wettkampfes" grundsätzlich kurz vor Mitternacht (um 23:59 Uhr) am Tag vor einem Wettkampf, für den der Athlet aufgestellt ist, und endet mit dem Ende dieses Wettkampfes und des Probenahmeverfahrens.

Zu allen Zeiten verboten

Dies bedeutet, dass der Stoff oder die Methode entsprechend der Begriffsbestimmung im Code innerhalb und außerhalb des Wettkampfes verboten ist.

Spezifisch und nichtspezifisch

Nach Artikel 4.2.2 des Welt-Anti-Doping-Codes gelten "für die Zwecke der Anwendung des Artikels 10 [...] alle verbotenen Stoffe als spezifische Stoffe mit Ausnahme derjenigen, die in der Verbotsliste anders gekennzeichnet sind. Eine verbotene Methode gilt nicht als spezifische Methode, es sei denn, sie ist in der Verbotsliste ausdrücklich als spezifische Methode gekennzeichnet." Nach dem Kommentar zu dem Artikel sollen "die in Artikel 4.2.2 genannten spezifischen Stoffe und Methoden [...] auf keinen Fall als weniger wichtig oder weniger gefährlich als andere Dopingstoffe oder -methoden angesehen werden. Es handelt sich dabei einfach um Stoffe und Methoden, bei denen die Wahrscheinlichkeit höher ist, dass ein Athlet sie für andere Zwecke als die Leistungssteigerung eingenommen beziehungsweise angewendet hat."

Suchtstoffe 2)

Nach Artikel 4.2.3 des Codes sind Suchtstoffe jene Stoffe, die als solche gekennzeichnet sind, weil sie in der Gesellschaft häufig außerhalb eines sportlichen Zusammenhangs missbraucht werden. Als Suchtstoffe gelten: Cocain, Diamorphin (Heroin), Methylendioxymethamfetamin (MDMA/"Ecstasy") und Tetrahydrocannabinol (THC).

S0 Nicht zugelassene Stoffe

Zu allen Zeiten verboten (innerhalb und außerhalb des Wettkampfes)

Alle verbotenen Stoffe in dieser Klasse sind spezifische Stoffe.

Pharmakologisch wirksame Stoffe, die in den folgenden Abschnitten der Liste nicht aufgeführt und derzeit nicht durch eine staatliche Gesundheitsbehörde für die therapeutische Anwendung beim Menschen zugelassen sind (zum Beispiel Arzneimittel in der präklinischen oder klinischen Entwicklung beziehungsweise Arzneimittel, deren Entwicklung eingestellt wurde, Designerdrogen, nur für die Anwendung bei Tieren zugelassene Stoffe), sind zu jeder Zeit verboten.

S1 Anabole Stoffe

Zu allen Zeiten verboten (innerhalb und außerhalb des Wettkampfes)

Alle verbotenen Stoffe in dieser Klasse sind nichtspezifische Stoffe.

Anabole Stoffe sind verboten.

1. Anabolandrogene Steroide (AAS)

Bei exogener Verabreichung, dazu gehören unter anderem

1-Androstendiol (5alpha-Androst-1-en-3beta,17betadiol)

1-Androstendion (5alpha-Androst-1-en-3,17-dion)

1-Androsteron (3alpha-Hydroxy-5alphaandrost-1-en-17-on)

1-Epiandrosteron (3beta-Hydroxy-5alphaandrost-1-en-

17-on)

1-Testosteron (17beta-Hydroxy-5alphaandrost-1-en-3-on)

4-Androstendiol (Androst-4-en-3beta,17betadiol)

4-Hydroxytestosteron (4,17beta-Dihydroxyandrost-4-en-3-on)

5-Androstendion (Androst-5-en-3,17-dion)

7alpha-Hydroxy-DHEA

7beta-Hydroxy-DHEA

7-Keto-DHEA

19-Norandrostendiol (Estr-4-en-3,17-diol)

19-Norandrostendion (Estr-4-en-3,17-dion)

Androstanolon (5alpha-Dihydrotestosteron, 17beta-Hydroxy-5alphaandrostan-3-on)

Androstendiol (Androst-5-en-3beta,17betadiol)

Androstendion (Androst-4-en-3,17-dion)

Bolasteron

Boldenon

Boldion (Androsta-1,4-dien-3,17-dion)

Calusteron

Clostebol

Danazol ([1,2]Oxazolo[4",5":2,3]pregna-4-en-20-yn-17alphaol)

Dehydrochlormethyltestosteron (4-Chlor-17betahydroxy-17alphamethylandrosta-1,4-dien-3-on)

Desoxymethyltestosteron (17alpha-Methyl-5alphaandrost-2-en-17betaol und 17alpha-Methyl-5alphaandrost-3-en-17betaol)

Drostanolon

Epiandrosteron (3beta-Hydroxy-5alphaandrostan-17-on)

Epidihydrotestosteron (17beta-Hydroxy-5betaandrostan-3-on)

Epitestosteron

Ethylestrenol (19-Norpregna-4-en-17alphaol)

Fluoxymesteron

Formebolon

Furazabol (17alpha-Methyl[1,2,5]oxadiazolo[3",4":2,3]-5alphaandrostan-17betaol)

Gestrinon

Mestanolon

Mesterolon

Metandienon (17beta-Hydroxy-17alphamethylandrosta-1,4-dien-3-on)

Metenolon

Methandriol

Methasteron (17beta-Hydroxy-2alpha,17alphadimethyl-5alphaandrostan-3-on)

Methyl-1-testosteron (17beta-Hydroxy-17alphamethyl-5alphaandrost-1-en-3-on)

Methylclostebol

Methyldienolon (17beta-Hydroxy-17alphamethylestra4,9-dien-3-on)

Methylnortestosteron (17beta-Hydroxy-17alphamethylestr-4-en-3-on)

Methyltestosteron

Metribolon (Methyltrienolon, 17beta-Hydroxy-17alphamethylestra-4,9,11-trien-3-on)

Miboleron

Nandrolon (19-Nortestosteron)

Norboleton

Norclostebol (4-Chlor-17betaol-estr-4-en-3-on)

Norethandrolon

Oxabolon

Oxandrolon

Oxymesteron

Oxymetholon

Prasteron (Dehydroepiandrosteron, DHEA, 3beta-Hydroxyandrost-5-en-17-on)

Prostanozol (17beta[(Tetrahydropyran-2-yl)oxy]-1'H-pyrazolo[3,4:2,3]-5alphaandrostan)

Quinbolon

Stanozolol

Stenbolon

Testosteron

Tetrahydrogestrinon (17-Hydroxy-18ahomo-19-nor-17alphapregna-4,9,11-trien-3-on)

Trenbolon (17beta-Hydroxyestr-4,9,11-trien-3-on)

und andere Stoffe mit ähnlicher chemischer Struktur oder ähnlicher/n biologischer/n Wirkung(en).

2. Andere anabole Stoffe

Dazu gehören unter anderem

Clenbuterol, Selektive Androgen-Rezeptor-Modulatoren [SARMs, zum Beispiel Andarin, LGD-4033 (Ligandrol), Enobosarm (Ostarin) und RAD140], Tibolon, Zeranol und Zilpaterol.

S2 Peptidhormone, Wachstumsfaktoren, verwandte Stoffe und Mimetika

Zu allen Zeiten verboten (innerhalb und außerhalb des Wettkampfes)

Alle verbotenen Stoffe in dieser Klasse sind nichtspezifische Stoffe.

Die folgenden Stoffe und andere Stoffe mit ähnlicher chemischer Struktur oder ähnlicher/n biologischer/n Wirkung(en) sind verboten:

1. Erythropoetine (EPO) und Erythropoesebeeinflussende Stoffe

Dazu gehören unter anderem

1.1 Erythropoetin-Rezeptor-Agonisten, zum Beispiel Darbepoetine (dEPO); Erythropoetine (EPO); EPO-basierte Konstrukte [zum Beispiel EPO-Fc; Methoxy-Polyethylenglycol-Epoetin beta (CERA)]; EPO-mimetische Stoffe und ihre Konstrukte (zum Beispiel CNTO-530, Peginesatid).

1.2 Hypoxieinduzierbarer-Faktor (HIF)-Aktivatoren, zum Beispiel Cobalt; Daprodustat (GSK1278863); IOX2; Molidustat (BAY 85-3934); Roxadustat (FG-4592); Vadadustat (AKB-6548); Xenon.

1.3 GATA-Hemmer, zum Beispiel K-11706.

1.4 Transformierender-Wachstumsfaktorbeta-(TGF-²-) Signalhemmer, zum Beispiel Luspatercept; Sotatercept.

1.5 Agonisten des körpereigenen Reparatur-Rezeptors, zum Beispiel Asialo-EPO; carbamyliertes EPO (CEPO).

2. Peptidhormone und ihre Releasingfaktoren

2.1 Choriongonadotropin (CG) und Luteinisierendes Hormon (LH) sowie ihre Releasingfaktoren bei Männern, zum Beispiel Buserelin, Deslorelin, Gonadorelin, Goserelin, Leuprorelin, Nafarelin und Triptorelin.

2.2 Corticotropine und ihre Releasingfaktoren, zum Beispiel Corticorelin.

2.3 Wachstumshormon (GH), seine Fragmente und Releasingfaktoren, dazu gehören unter anderem Wachstumshormon-Fragmente, zum Beispiel AOD-9604 und hGH 176-191; Wachstumshormon-Releasing-Hormon (GHRH) und seine Analoga, zum Beispiel CJC-1293, CJC-1295, Sermorelin und Tesamorelin; Wachstumshormon-Sekretagoge (GHS), zum Beispiel Lenomorelin (Ghrelin) und seine Mimetika, Beispiele für letztere sind Anamorelin, Ipamorelin, Macimorelin und Tabimorelin; Wachstumshormon-Releasing-Peptide (GHRPs), zum Beispiel Alexamorelin, GHRP-1, GHRP-2 (Pralmorelin), GHRP-3, GHRP-4, GHRP-5, GHRP-6 und Examorelin (Hexarelin).

3. Wachstumsfaktoren und Wachstumsfaktor-Modulatoren

Dazu gehören unter anderem

Fibroblasten-Wachstumsfaktoren (FGFs)

Hepatozyten-Wachstumsfaktor (HGF)

insulinähnlicher Wachstumsfaktor 1 (IGF-1) und seine Analoga

mechanisch induzierte Wachstumsfaktoren (MGFs)

Blutplättchen-Wachstumsfaktor (PDGF)

Thymosin beta-4 und seine Derivate, zum Beispiel TB-500

vaskulärendothelialer Wachstumsfaktor (VEGF)

und andere Wachstumsfaktoren oder Wachstumsfaktor-Modulatoren, die in Muskeln, Sehnen oder Bändern die Proteinsynthese/den Proteinabbau, die Gefäßbildung/-versorgung, die Energieausnutzung, die Regenerationsfähigkeit oder die Umwandlung des Fasertyps beeinflussen.

S3 Beta-2-Agonisten

Zu allen Zeiten verboten (innerhalb und außerhalb des Wettkampfes)

Alle verbotenen Stoffe in dieser Klasse sind spezifische Stoffe.

Alle selektiven und nichtselektiven Beta-2-Agonisten, einschließlich aller optischen Isomere, sind verboten.

Dazu gehören unter anderem

Arformoterol

Fenoterol

Formoterol

Higenamin

Indacaterol

Levosalbutamol

Olodaterol

Procaterol

Reproterol

Salbutamol

Salmeterol

Terbutalin

Tretoquinol (Trimetoquinol)

Tulobuterol

Vilanterol

Ausnahmen:

inhaliertes Salbutamol: höchstens 1.600 Mikrogramm über 24 Stunden, aufgeteilt auf mehrere Einzeldosen von nicht mehr als 800 Mikrogramm über 12 Stunden, ausgehend von jeder Dosis;

inhaliertes Formoterol: abgegebene Dosis höchstens 54 Mikrogramm über 24 Stunden;

inhaliertes Salmeterol: höchstens 200 Mikrogramm über 24 Stunden;

inhaliertes Vilanterol: höchstens 25 Mikrogramm über 24 Stunden.

Hinweis:

Eine Salbutamolkonzentration im Urin von mehr als 1.000 Nanogramm/ml oder eine Formoterolkonzentration im Urin von mehr als 40 Nanogramm/ml ist nicht im Einklang mit der therapeutischen Anwendung des Stoffes und gilt als ein von der Norm abweichendes Analyseergebnis (AAF), es sei denn, der Athlet weist anhand einer kontrollierten pharmakokinetischen Studie nach, dass dieses abnorme Ergebnis die Folge einer therapeutischen Dosis (durch Inhalation) bis zu der oben genannten Höchstdosis war.

S4 Hormon- und Stoffwechsel-Modulatoren

Zu allen Zeiten verboten (innerhalb und außerhalb des Wettkampfes)

Verbotene Stoffe in den Klassen S4.1 und S4.2 sind spezifische Stoffe. Verbotene Stoffe in den Klassen S4.3 und S4.4 sind nichtspezifische Stoffe.

Die folgenden Hormon- und Stoffwechsel-Modulatoren sind verboten:

1. Aromatasehemmer

Dazu gehören unter anderem

2-Androstenol (5alpha-Androst-2-en-17-ol)

2-Androstenon (5alpha-Androst-2-en-17-on)

3-Androstenol (5alpha-Androst-3-en-17-ol)

3-Androstenon (5alpha-Androst-3-en-17-on)

4-Androsten-3,6,17-trion (6-oxo)

Aminoglutethimid

Anastrozol

Androsta-1,4,6-trien-3,17-dion (Androstatriendion)

Androsta-3,5-dien-7,17-dion (Arimistan)

Exemestan

Formestan

Letrozol

Testolacton

2. Antiestrogene Stoffe [Antiestrogene und selektive Estrogen-Rezeptor-Modulatoren (SERMs)]

Dazu gehören unter anderem

Bazedoxifen

Clomifen

Cyclofenil

Fulvestrant

Ospemifen

Raloxifen

Tamoxifen

Toremifen

3. Stoffe, welche die Aktivierung des Aktivin-Rezeptors IIB verhindern

Dazu gehören unter anderem

Aktivin A neutralisierende Antikörper

Aktivin-Rezeptor-IIB-Kompetitoren, wie zum Beispiel

  • Decoy-Aktivin-Rezeptoren (zum Beispiel ACE-031)

Anti-Aktivin-Rezeptor-IIB-Antikörper (zum Beispiel Bimagrumab)

Myostatinhemmer, wie zum Beispiel

  • Stoffe, welche die Myostatin-Expression verringern oder unterdrücken,
  • Myostatin bindende Proteine (zum Beispiel Follistatin, Myostatin-Propeptid),
  • Myostatin neutralisierende Antikörper (zum Beispiel Domagrozumab, Landogrozumab, Stamulumab).

4. Stoffwechsel-Modulatoren

4.1 Aktivatoren der AMP-aktivierten Proteinkinase (AMPK), zum Beispiel AICAR und SR9009, sowie Peroxisom-Proliferator- aktivierter-Rezeptordelta-(PPAR´-) Agonisten, zum Beispiel 2-(2-Methyl-4-((4-methyl-2-(4-(trifluoromethyl)phenyl)thiazol-5-yl)methylthio)phenoxy)-essigsäure (GW1516, GW501516)

4.2 Insuline und Insulin-Mimetika

4.3 Meldonium

4.4 Trimetazidin

S5 Diuretika und Maskierungsmittel

Zu allen Zeiten verboten (innerhalb und außerhalb des Wettkampfes)

Alle verbotenen Stoffe in dieser Klasse sind spezifische Stoffe.

Die folgenden Diuretika und Maskierungsmittel und andere Stoffe mit ähnlicher chemischer Struktur oder ähnlicher/n biologischer/n Wirkung(en) sind verboten.

Dazu gehören unter anderem

Desmopressin; Probenecid; Plasmaexpander, zum Beispiel intravenös verabreichte/s Albumin, Dextran, Hydroxyethylstärke und Mannitol.

Acetazolamid; Amilorid; Bumetanid; Canrenon; Chlortalidon; Etacrynsäure; Furosemid; Indapamid; Metolazon; Spironolacton; Thiazide, zum Beispiel Bendroflumethiazid, Chlorothiazid und Hydrochlorothiazid; Triamteren und Vaptane, zum Beispiel Tolvaptan.

Ausnahmen:

Drospirenon, Pamabrom sowie die topische ophthalmische Verabreichung von Carboanhydrasehemmern (zum Beispiel Dorzolamid, Brinzolamid);

die lokale Verabreichung von Felypressin in der Dentalanästhesie.

Hinweis:

Wird in der Probe eines Athleten zu allen Zeiten beziehungsweise innerhalb des Wettkampfes jegliche Menge eines der folgenden Grenzwerten unterliegenden Stoffe - nämlich Formoterol, Salbutamol, Cathin, Ephedrin, Methylephedrin und Pseudoephedrin - in Verbindung mit einem Diuretikum oder Maskierungsmittel nachgewiesen, so gilt dieser Nachweis als ein von der Norm abweichendes Analyseergebnis (AAF), es sei denn, der Athlet besitzt zusätzlich zu der medizinischen Ausnahmegenehmigung für das Diuretikum oder Maskierungsmittel eine bestätigte medizinische Ausnahmegenehmigung (TUE) für diesen Stoff.

Verbotene Methoden

Zu allen Zeiten verboten (innerhalb und außerhalb des Wettkampfes)

Alle verbotenen Methoden in dieser Klasse sind nichtspezifisch mit Ausnahme der Methoden in der Klasse M2.2, die spezifische Methoden sind.

M1. Manipulation von Blut und Blutbestandteilen

Folgende Methoden sind verboten:

  1. Die Verabreichung oder Wiederzufuhr jeglicher Menge von autologem, allogenem (homologem) oder heterologem Blut oder Produkten aus roten Blutkörperchen jeglicher Herkunft in das Kreislaufsystem.
  2. Die künstliche Erhöhung der Aufnahme, des Transports oder der Abgabe von Sauerstoff.
    Dazu gehören unter anderem
    Perfluorchemikalien; Efaproxiral (RSR13) und veränderte Hämoglobinprodukte, zum Beispiel Blutersatzstoffe auf Hämoglobinbasis und mikroverkapselte Hämoglobinprodukte, ausgenommen ergänzender Sauerstoff durch Inhalation.
  3. Jegliche Form der intravaskulären Manipulation von Blut oder Blutbestandteilen mit physikalischen oder chemischen Mitteln.

M2. Chemische und physikalische Manipulation

Folgende Methoden sind verboten:

  1. Die tatsächliche oder versuchte unzulässige Einflussnahme, um die Integrität und Validität der Proben, die während der Dopingkontrollen genommen werden, zu verändern.
    Dazu gehören unter anderem
    der Austausch und/oder die Verfälschung einer Probe, zum Beispiel die Zugabe von Proteasen zu einer Probe.
  2. Intravenöse Infusionen und/oder Injektionen von insgesamt mehr als 100 ml innerhalb eines Zeitraums von 12 Stunden, es sei denn, sie werden rechtmäßig im Zuge von Krankenhausbehandlungen, chirurgischen Eingriffen oder klinischen diagnostischen Untersuchungen verabreicht.

M3. Gen- und Zelldoping

Die folgenden Methoden zur möglichen Steigerung der sportlichen Leistung sind verboten:

  1. Die Verwendung von Nukleinsäuren oder Nukleinsäure-Analoga, mit denen Genomsequenzen und/oder die Genexpression durch jegliche Mechanismen verändert werden können. Dazu gehören unter anderem Technologien für Geneditierung, Genstilllegung und Gentransfer.
  2. Die Anwendung normaler oder genetisch veränderter Zellen.

S6 Stimulanzien

Innerhalb des Wettkampfes verboten

Alle verbotenen Stoffe in dieser Klasse sind spezifische Stoffe mit Ausnahme derjenigen in der Klasse S6.A, die nichtspezifische Stoffe sind.

Suchtstoffe in diesem Abschnitt: Cocain und Methylendioxymethamfetamin (MDMA/"Ecstasy")

Alle Stimulanzien, dazu gehören alle optischen Isomere, zum Beispiel gegebenenfalls D- und L-, sind verboten.

Zu den Stimulanzien gehören

a. Nichtspezifische Stimulanzien:

Adrafinil

Amfepramon

Amfetamin

Amfetaminil

Amiphenazol

Benfluorex

Benzylpiperazin

Bromantan

Clobenzorex

Cocain

Cropropamid

Crotetamid

Fencamin

Fenetyllin

Fenfluramin

Fenproporex

Fonturacetam [4-Phenylpiracetam (Carphedon)]

Furfenorex

Lisdexamfetamin

Mefenorex

Mephentermin

Mesocarb

Metamfetamin(D-)

p-Methylamfetamin

Modafinil

Norfenfluramin

Phendimetrazin

Phentermin

Prenylamin

Prolintan

Stimulanzien, die in diesem Abschnitt nicht ausdrücklich genannt sind, gelten als spezifische Stoffe.

b. Spezifische Stimulanzien

Dazu gehören unter anderem

3-Methylhexan-2-amin (1,2-Dimethylpentylamin)

4-Methylhexan-2-amin (Methylhexanamin)

4-Methylpentan-2-amin (1,3-Dimethylbutylamin)

5-Methylhexan-2-amin (1,4-Dimethylpentylamin)

Benzfetamin

Cathin**

Cathinon und seine Analoga, zum Beispiel Mephedron, Methedron und alpha-Pyrrolidinovalerophenon

Dimetamfetamin (Dimethylamfetamin)

Ephedrin***

Epinephrin**** (Adrenalin)

Etamivan

Etilamfetamin

Etilefrin

Famprofazon

Fenbutrazat

Fencamfamin

Heptaminol

Hydroxyamfetamin (Parahydroxyamfetamin)

Isomethepten

Levmetamfetamin

Meclofenoxat

Methylendioxymethamfetamin

Methylephedrin***

Methylphenidat

Nikethamid

Norfenefrin

Octodrin (1,5-Dimethylhexylamin)

Octopamin

Oxilofrin (Methylsynephrin)

Pemolin

Pentetrazol

Phenethylamin und seine Derivate

Phenmetrazin

Phenpromethamin

Propylhexedrin

Pseudoephedrin*****

Selegilin

Sibutramin

Strychnin

Tenamfetamin (Methylendioxyamfetamin)

Tuaminoheptan

und andere Stoffe mit ähnlicher chemischer Struktur oder ähnlicher/n biologischer/n Wirkung(en).

Ausnahmen:

Clonidin;

Imidazolderivate für die dermatologische, nasale oder ophthalmische Anwendung (zum Beispiel Brimonidin, Clonazolin, Fenoxazolin, Indanazolin, Naphazolin, Oxymetazolin, Xylometazolin) und die in das Überwachungsprogramm für 2021* aufgenommenen Stimulanzien.

* Bupropion, Koffein, Nikotin, Phenylephrin, Phenylpropanolamin, Pipradrol und Synephrin: Diese Stoffe sind in das Überwachungsprogramm für 2021 aufgenommen und gelten nicht als verbotene Stoffe.

** Cathin: verboten, wenn seine Konzentration im Urin 5 Mikrogramm/ml übersteigt.

*** Ephedrin und Methylephedrin: verboten, wenn ihre Konzentration im Urin jeweils 10 Mikrogramm/ml übersteigt.

**** Epinephrin (Adrenalin): nicht verboten bei der lokalen Verabreichung, zum Beispiel nasal oder ophthalmologisch, oder bei der Verabreichung in Verbindung mit einem Lokalanästhetikum.

***** Pseudoephedrin: verboten, wenn seine Konzentration im Urin 150 Mikrogramm/ml übersteigt.

S7 Narkotika

Innerhalb des Wettkampfes verboten

Alle verbotenen Stoffe in dieser Klasse sind spezifische Stoffe.

Suchtstoff in diesem Abschnitt: Diamorphin (Heroin)

Die folgenden Narkotika, dazu gehören alle optischen Isomere, zum Beispiel gegebenenfalls D- und L-, sind verboten:

Buprenorphin

Dextromoramid

Diamorphin (Heroin)

Fentanyl und seine Derivate

Hydromorphon

Methadon

Morphin

Nicomorphin

Oxycodon

Oxymorphon

Pentazocin

Pethidin

S8 Cannabinoide

Innerhalb des Wettkampfes verboten

Alle verbotenen Stoffe in dieser Klasse sind spezifische Stoffe.

Suchtstoff in diesem Abschnitt: Tetrahydrocannabinol (THC)

Alle natürlichen und synthetischen Cannabinoide sind verboten, zum Beispiel

in Cannabis (Haschisch, Marihuana) und Cannabis-Produkten

natürliche und synthetische Tetrahydrocannabinole (THCs)

synthetische Cannabinoide, welche die Wirkungen von THC nachahmen

Ausnahmen:

Cannabidiol.

S9 Glucocorticoide

Innerhalb des Wettkampfes verboten

Alle verbotenen Stoffe in dieser Klasse sind spezifische Stoffe.

Alle Glucocorticoide sind verboten, wenn sie oral, intravenös, intramuskulär oder rektal verabreicht werden.

Dazu gehören unter anderem

Beclometason

Betamethason

Budesonid

Ciclesonid

Cortison

Deflazacort

Dexamethason

Fluocortolon

Flunisolid

Fluticason

Hydrocortison

Methylprednisolon

Mometason

Prednisolon

Prednison

Triamcinolonacetonid

P1. Betablocker

In bestimmten Sportarten verboten

Alle verbotenen Stoffe in dieser Klasse sind spezifische Stoffe.

Betablocker sind in den folgenden Sportarten nur innerhalb des Wettkampfes verboten; sofern angegeben (*), sind sie auch außerhalb des Wettkampfes verboten.

Billard (alle Disziplinen) (WCBS)

Bogenschießen (WA)*

Darts (WDF)

Golf (IGF)

Motorsport (FIA)

Schießen (ISSF, IPC)*

Skifahren/Snowboarding (FIS) im Skispringen, Freistil aerials/halfpipe und Snowboard halfpipe/big air

Unterwassersport (CMAS) wie Free Immersion Apnoea, Jump Blue Apnoea, Speerfischen, Streckentauchen mit und ohne Flossen, Tieftauchen mit konstantem Gewicht mit und ohne Flossen, Tieftauchen mit variablem Gewicht, Zeittauchen und Zielschießen

________
* Auch außerhalb des Wettkampfes verboten.

Dazu gehören unter anderem

Acebutolol

Alprenolol

Atenolol

Betaxolol

Bisoprolol

Bunolol

Carteolol

Carvedilol

Celiprolol

Esmolol

Labetalol

Metipranolol

Metoprolol Nadolol

Nebivolol Oxprenolol

Pindolol

Propranolol

Sotalol

Timolol

INDEX

1-Androstendiol
(5alpha-Androst-1-en-3beta,17betadiol)

1-Androstendion
(5alpha-Androst-1-en-3,17-dion)

1-Androsteron
(3alpha-Hydroxy-5alphaandrost-1-en-17-on)

1-Epiandrosteron
(3beta-Hydroxy-5alphaandrost-1-en-17-on)

1-Testosteron
(17beta-Hydroxy-5alphaandrost-1-en-3-on)

2-Androstenol
(5alpha-Androst-2-en-17-ol)

2-Androstenon
(5alpha-Androst-2-en-17-on)

3-Androstenol
(5alpha-Androst-3-en-17-ol)

3-Androstenon
(5alpha-Androst-3-en-17-on)

3-Methylhexan-2-amin
(1,2-Dimethylpentylamin)

4-Androsten-3,6,17-trion (6-oxo)

4-Androstendiol
(Androst-4-en-3beta,17betadiol)

4-Hydroxytestosteron
(4,17beta-Dihydroxyandrost-4-en-3-on)

4-Methylhexan-2-amin
(Methylhexanamin)

4-Methylpentan-2-amin
(1,3-Dimethylbutylamin)

5-Androstendion
(Androst-5-en-3,17-dion)

5-Methylhexan-2-amin
(1,4-Dimethylpentylamin)

7-Keto-DHEA

7alpha-Hydroxy-DHEA

7beta-Hydroxy-DHEA

19-Norandrostendiol
(Estr-4-en-3,17-diol)

19-Norandrostendion
(Estr-4-en-3,17-dion)

A

ACE-031

Acebutolol

Acetazolamid

Adrafinil

Adrenalin

Agonisten des körpereigenen Reparatur-Rezeptors

AICAR

Aktivin A neutralisierende Antikörper

Aktivin-Rezeptor-IIB-Kompetitoren

Albumin

Alexamorelin

Alprenolol

Amfepramon

Amfetamin

Amfetaminil

Amilorid

Aminoglutethimid

Amiphenazol

AMP-aktivierte Proteinkinase (AMPK)

Anamorelin

Anastrozol

Andarin

Androsta-1,4,6-trien-3,17-dion

Androsta-3,5-dien-7,17-dion

Androstanolon

Androstatriendion

Androstendiol

Androstendion

Anti-Aktivin-Rezeptor-IIB-Antikörper

AOD-9604

Arformoterol

Arimistan

Asialo-EPO

Atenolol

B

Bazedoxifen

Beclometason

Bendroflumethiazid

Benfluorex

Benzfetamin

Benzylpiperazin

Betamethason

Betaxolol

Bimagrumab

Bisoprolol

Blut

Blut, autolog

Blut, Bestandteile

Blut, heterolog

Blut, homolog

Blutkörperchen, rote

Blutmanipulation

Blutplättchen-Wachstumsfaktor (PDGF)

Bolasteron

Boldenon

Boldion

Brimonidin

Brinzolamid

Bromantan

Budesonid

Bumetanid

Bunolol

Buprenorphin

Buserelin

C

Calusteron

Cannabidiol

Cannabis

Canrenon

Carbamyliertes EPO (CEPO)

Carteolol

Carvedilol

Cathin

Cathinon

Celiprolol

Chlorothiazid

Chlortalidon

Choriongonadotropin (CG)

Ciclesonid

CJC-1293

CJC-1295

Clenbuterol

Clobenzorex

Clomifen

Clonazolin

Clonidin

Clostebol

CNTO-530

Cobalt

Cocain

Corticorelin

Corticotropine

Cortison

Cropropamid

Crotetamid

Cyclofenil

D

Danazol

Daprodustat

Darbepoetine (dEPO)

Deflazacort

Dehydrochlormethyltestosteron

Deslorelin

Desmopressin

Desoxymethyltestosteron

Dexamethason

Dextran

Dextromoramid

Diamorphin

Dimetamfetamin

Dimethylamfetamin

Domagrozumab

Dorzolamid

Drospirenon

Drostanolon

E

Ecstasy

Efaproxiral (RSR13)

Enobosarm

Ephedrin

Epiandrosteron

Epidihydrotestosteron

Epinephrin

Epitestosteron

EPO-basierte Konstrukte

EPO-Fc

EPO-mimetische Stoffe

Erythropoetine (EPO)

Erythropoetin-Rezeptor-Agonisten

Esmolol

Etacrynsäure

Etamivan

Ethylestrenol

Etilamfetamin

Etilefrin

Examorelin

Exemestan

F

Famprofazon

Felypressin

Fenbutrazat

Fencamfamin

Fencamin

Fenetyllin

Fenfluramin

Fenoterol

Fenoxazolin

Fenproporex

Fentanyl

Fibroblasten-Wachstumsfaktoren (FGFs)

Flunisolid

Fluocortolon

Fluoxymesteron

Fluticason

Follistatin

Fonturacetam

Formebolon

Formestan

Formoterol

Fulvestrant

Furazabol

Furfenorex

Furosemid

G

GATA-Hemmer

Gendoping

Geneditierung

Genstilllegung

Gentransfer

Gestrinon

GHRPs

Gonadorelin

Goserelin

GW1516

GW501516

H

Hämoglobin, mikroverkapselte Produkte

Hämoglobin, Produkte

Hämoglobinbasierte Blutersatzstoffe

Haschisch

Hepatozyten-Wachstumsfaktor (HGF)

Heptaminol

Heroin

Hexarelin

hGH 176-191

Higenamin

Hydrochlorothiazid

Hydrocortison

Hydromorphon

Hydroxyamfetamin

Hydroxyethylstärke

Hypoxieinduzierbarer-Faktor (HIF)-Aktivatoren

I

Imidazol

Indacaterol

Indanazolin

Indapamid

Infusionen

Injektionen, > 100 ml

Insulinähnlicher Wachstumsfaktor 1 (IGF-1)

Insuline

Insulin-Mimetika

Intravenöse Infusionen/Injektionen

IOX2

Ipamorelin

Isomethepten

K

K-11706

L

Labetalol

Landogrozumab

Lenomorelin

Letrozol

Leuprorelin

Levmetamfetamin

Levosalbutamol

LGD-4033

Ligandrol

Lisdexamfetamin

Luspatercept

Luteinisierendes Hormon (LH)

M

Macimorelin

Mannitol

Marihuana

Mechanisch induzierte Wachstumsfaktoren (MGFs)

Meclofenoxat

Mefenorex

Meldonium

Mephedron

Mephentermin

Mesocarb

Mestanolon

Mesterolon

Metamfetamin( D-)

Metandienon

Metenolon

Methadon

Methandriol

Methasteron

Methedron

Methoxy-Polyethylenglycol-Epoetin beta (CERA)

Methyl-1-testosteron

Methylclostebol

Methyldienolon

Methylendioxymethamfetamin

Methylephedrin

Methylnortestosteron

Methylphenidat

Methylprednisolon

Methylsynephrin

Methyltestosteron

Metipranolol

Metolazon

Metoprolol

Metribolon

Miboleron

Modafinil

Molidustat

Mometason

Morphin

Myostatin bindende Proteine

Myostatin neutralisierende Antikörper

Myostatinhemmer

Myostatin-Propeptid

N

Nadolol

Nafarelin

Nandrolon

Naphazolin

Nebivolol

Nicomorphin

Nikethamid

Norboleton

Norclostebol

Norethandrolon

Norfenefrin

Norfenfluramin

Nukleinsäure-Analoga

Nukleinsäuren

O

Octodrin

Octopamin

Olodaterol

Ospemifen

Ostarin

Oxabolon

Oxandrolon

Oxilofrin

Oxprenolol

Oxycodon

Oxymesteron

Oxymetazolin

Oxymetholon

Oxymorphon

P

Pamabrom

Parahydroxyamfetamin

Peginesatid

Pemolin

Pentazocin

Pentetrazol

Perfluorchemikalien

Peroxisom-Proliferatoraktivierter-Rezeptordelta-Agonisten

Pethidin

Phendimetrazin

Phenethylamin

Phenmetrazin

Phenpromethamin

Phentermin

Pindolol

Plasmaexpander

p-Methylamfetamin

Pralmorelin

Prasteron

Prednisolon

Prednison

Prenylamin

Probenecid

Procaterol

Prolintan

Propranolol

Propylhexedrin

Prostanozol

Proteasen

Pseudoephedrin

Q

Quinbolon

R

RAD140

Raloxifen

Reproterol

Roxadustat

S

Salbutamol

Salmeterol

Selegilin

Selektive Androgen-Rezeptor-Modulatoren

Sermorelin

Sibutramin

Sotalol

Sotatercept

Spironolacton

SR9009

Stamulumab

Stanozolol

Stenbolon

Strychnin

T

Tabimorelin

Tamoxifen

TB-500

Tenamfetamin

Terbutalin

Tesamorelin

Testolacton

Testosteron

Tetrahydrocannabinole

Tetrahydrogestrinon

Thiazide

Thymosin beta-4

Tibolon

Timolol

Tolvaptan

Toremifen

Transformierender-Wachstumsfaktorbeta- (TGF-²-)Signalhemmer

Trenbolon

Tretoquinol

Triamcinolonacetonid

Triamteren

Trimetazidin

Trimetoquinol

Triptorelin

Tuaminoheptan

Tulobuterol

U

Unzulässige Einflussnahme

V

Vadadustat (AKB-6548)

Vaptane

Vaskulärendothelialer Wachstumsfaktor (VEGF)

Vilanterol

W

Wachstumshormon (GH)

X

Xenon

Xylometazolin

Z

Zelle, Doping

Zelle, genetisch verändert

Zelle, normal

Zeranol

Zilpaterol

________
1) Hinzufügung des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat: Soweit in dieser Verbotsliste von "(verbotenen) Stoffen" die Rede ist, handelt es sich hierbei (auch) um verbotene Substanzen i. S. d. Nationalen Anti-Doping Codes der Nationalen Anti Doping Agentur Deutschland (Hrsg.) (NADC21, vgl. dort Anhang, S. 117: Begriffsbestimmungen).

2) Hinzufügung des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat: Soweit in dieser Verbotsliste von "Suchtstoffen" die Rede ist, handelt es sich hierbei (auch) um Suchtmittel i. S. d. Nationalen Anti-Doping Codes der Nationalen Anti Doping Agentur Deutschland (Hrsg.) (NADC21, vgl. dort Anhang, S. 115: Begriffsbestimmungen).



ENDE