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BfR-Empfehlungen für Materialien im Lebensmittelkontakt
III. Polyethylen
Gesundheitliche Beurteilung von Materialien und Gegenständen für den Lebensmittelkontakt im Rahmen des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuches
- Stand vom 01.04.2021 -
(Quelle: www.bfr.bund.de)
Gegen die Verwendung von Polyethylen bei der Herstellung von Bedarfsgegenständen im Sinne von § 2 Abs. 6 Nr. 1 des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuches bestehen keine Bedenken, sofern die Bedarfsgegenstände sich für die vorgesehene Verwendung eignen und folgende Voraussetzungen erfüllt sind:
Die im Folgenden gegebene Bewertung bezieht sich auf Polymere aus den folgenden monomeren Ausgangsstoffen:
| Propylen | } | insgesamt höchstens 10 % |
| Butylen | ||
| Bei ausschließlicher Verwendung von 1-Okten als Comonomeres darf dieses bis zu 21 % eingesetzt werden 4-Methylpenten-(1), höchstens 22 % Vinylacetat, höchstens 10 % Acrylsäure-n-butylester, höchstens 20 % Acrylsäuremethylester, höchstens 10 % | ||
Der Schmelzindex (vgl. DIN EN ISO 1133) des Polyethylens darf nicht über 100 (2,16 Kp, 190 °C) liegen.
| Aliphatische Diacyl(C8-C12)peroxide | } | insgesamt höchstens 0,1 % | ||
| tert-Butylperoxy-(2-ethylhexanoat) | ||||
| tert-Butyl-perbenzoat | ||||
| Di-tert-Butylperoxid | ||||
| tert-Butylperpivalat | ||||
| Dicyclohexylperoxydicarbonat | ||||
| Ethylhexylperoxydicarbonat | ||||
| tert-Butyl-perisononanat | ||||
| tert-Butyl-peracetat, | höchstens 0,01 % | |||
| 2,2-Di(tert-butylperoxy)butan | ||||
| tert-Butylhydroperoxid, | höchstens 0,0013 % | |||
| tert-Amylperpivalat, | höchstens 0,2 % | |||
| tert-Butyl-perneodecanoat, | höchstens 0,15 % | |||
| tert-Butylperoxyisobutyrat, | höchstens 0,2 % | |||
| Methylisobutylketonperoxid, | höchstens 0,05 % | |||
| Bis(C16-C18-alkyl)methylamin, | höchstens 30 mg/kg | |||
| 1,1,3,3-Tetramethylbutylperoxypivalat, | höchstens 0,007 %, nur in Folien mit einer Schichtdicke bis zu 0,05 mm | |||
| 1,1,3,3-Tetramethylbutylperoxy-2-ethylhexanoat, | höchstens 0,03 % | |||
| 3,6,9-Triethyl-3,6,9-trimethyl-1,2,4,5,7,8-hexoxonan, | höchstens 0,05 %, nur in Folien mit einer Schichtdicke bis zu 0,12 mm | |||
| tert-Amylperneodekanoat, | höchstens 560 mg/kg Polymer. | |||
| Die Einsatzmenge für tert-Amylperneodekanoat beträgt höchstens 560 mg/kg Polymer und für Isododekan höchstens 190 mg/kg Polymer. | ||||
| Zur Herstellung von Pfropfcopolymerisaten aus Polyethylen und Maleinsäureanhydrid dürfen über die in dieser Empfehlung aufgeführten Katalysatoren und Initiatoren hinaus auch Dicumylperoxid oder 2,5-Dimethyl-2,5-di(tert-butylperoxy)hexan verwendet werden. | ||||
| 2,2-Di(tert-amylperoxy)butan, | höchstens 0,01 %, nur in Folien mit einer Schichtdicke bis zu 0,25 mm. Die Migration von Methylethylketon darf 5 mg/kg Lebensmittel bzw. Lebensmittelsimulanz nicht überschreiten. Die Migration von tert-Amylalkohol darf 0,54 mg/kg Lebensmittel bzw. Lebensmittelsimulanz nicht überschreiten. | |||
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2) Katalysatoren, die weder als solche noch in Form ihrer Zersetzungsprodukte im Fertigerzeugnis enthalten sind, bleiben unberücksichtigt.
3) Aluminiumoxid, Calciumoxid, Siliciumdioxid, Magnesiumoxid, Titandioxid sind als Additive gemäß Verordnung (EU) Nr. 10/2011 zugelassen.
4) Bei der Überprüfung der Einhaltung dieses Migrationsrichtwertes darf der Fettreduktionsfaktor entsprechend den in Anhang V der Verordnung (EU) Nr. 10/2011 definierten Bedingungen angewendet werden.
5) Dieser Stoff darf - abweichend von der limitierten Einsatzmenge von 0,25 % - auch als Antibeschlagmittel eingesetzt werden, sofern folgende Voraussetzungen erfüllt sind.
6) s. 58. Mitteilung zur Untersuchung von Kunststoffen, Bundesgesundhbl. 40 (1997) 412.
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