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BfR-Empfehlungen für Materialien im Lebensmittelkontakt
XXI. Bedarfsgegenstände auf Basis von Natur- und Synthesekautschuk

Gesundheitliche Beurteilung von Materialien und Gegenständen für den Lebensmittelkontakt im Rahmen des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuches

Stand vom 01.02.2023
(Quelle: www.bfr.bund.de)



Diese Empfehlung dient der Erläuterung der Struktur der Empfehlungen zu Bedarfsgegenständen auf Basis von Natur- und Synthesekautschuk sowie von Latices aus Natur- und Synthesekautschuk, des Verfahrens zur Aufnahme neuer Stoffe und der Klärung der dazugehörigen Begriffe. Ferner sind im Anhang dieser Empfehlung die bewerteten Substanzen zur Herstellung der Produkte entsprechend den Empfehlungen XXI/1 und XXI/2 gelistet.

Gegen die Verwendung von Natur- und Synthesekautschuk sowie von Latices aus Natur- und Synthesekautschuk bei der Herstellung von Bedarfsgegenständen im Sinne von § 2 Abs. 6 Nr. 1 bzw. 3 und 5 des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuches ( LFGB) bestehen keine Bedenken, sofern die Bedarfsgegenstände sich für den vorgesehenen Zweck eignen und die in der Empfehlung XXI und der Empfehlung XXI/1 bzw. XXI/2 beschriebenen Anforderungen erfüllt sind.

Auf die Verpflichtung zur Einhaltung der Anforderungen der Verordnung (EG) Nr. 1935/2004 über Materialien und Gegenstände, die dazu bestimmt sind, mit Lebensmitteln in Berührung zu kommen, sowie der Verordnung (EG) Nr. 2023/2006 über gute Herstellungspraxis für Materialien und Gegenstände, die dazu bestimmt sind, mit Lebensmitteln in Berührung zu kommen, wird hingewiesen.

In Bedarfsgegenständen aus Natur- und Synthesekautschuk können über die positiv gelisteten Stoffe hinaus unbeabsichtigt eingebrachte Stoffe (Verunreinigungen in den verwendeten Stoffen oder Reaktionszwischenprodukte, die sich im Herstellungsprozess gebildet haben, oder Abbau- oder Reaktionsprodukte) enthalten sein. Ihr Übergang auf Lebensmittel ist gemäß international anerkannten wissenschaftlichen Grundsätzen über die Risikobewertung zu beurteilen.

Für Siliconkautschuk gilt die Empfehlung XV."Silicone".

Thermoplastische Elastomere (TPE), die aus den in der Kunststoffverordnung (EU) Nr. 10/2011 aufgeführten Monomeren und Zusatzstoffen hergestellt werden, fallen unter den Geltungsbereich der Verordnung und sind nicht Gegenstand dieser Empfehlung.

Es ist vorgesehen, für die Verwendung von vernetzten TPE im Lebensmittelkontakt eine eigene Empfehlung zu erarbeiten.

Aufbau der Empfehlungen:

Die konkreten Anforderungen an die jeweiligen Bedarfsgegenstände werden in den folgenden Empfehlungen aufgeführt:


Empfehlung XXI: Erläuterungen,
Anhang: Bewertete Ausgangsstoffe, Zusatzstoffe und Fabrikationshilfsmittel
Empfehlung XXI/1: Bedarfsgegenstände aus Elastomeren im Lebensmittelkontakt entsprechend § 2 Abs. 6 Satz 1 Nr. 1 des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuches
Empfehlung XXI/2: Spezielle Bedarfsgegenstände aus Elastomeren entsprechend § 2 Abs. 6 Satz 1 Nr. 3 bzw. 5 des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuches (ehemals Sonderkategorie)
In Vorbereitung:
Empfehlung XXI/3: Bedarfsgegenstände aus vernetzten thermoplastischen Elastomeren.

In den Empfehlungen XXI/1 und XXI/2 sind jeweils die empfohlenen Kautschuke und Latices aufgeführt (Tabellen 1). Die für die Herstellung verwendeten Monomere sowie Zusatzstoffe und Fabrikationshilfsstoffe sind aufgeteilt in bewertete Stoffe (Bewertungen der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit, des früheren Scientific Committee on Food der EU-Kommission, des BfR für die Aufnahme von Substanzen in die BfR-Empfehlungen nach 1991), gelistet im Anhang der Empfehlung XXI ( Tabelle 1) und bisher nicht abschließend bewertete Stoffe (Tabellen 2 der Empfehlungen XXI/1 und XXI/2).

Im Anhang dieser Empfehlung ( Tabelle 1) sind die Substanzen mit den im Ergebnis der Bewertung festgelegten Migrationsrichtwerten (SMR) aufgeführt.

Die in den Tabellen 2 der Empfehlungen XXI/1 und XXI/2 aufgeführten Substanzen werden seit langem zur Herstellung von Elastomeren für den Lebensmittelkontakt eingesetzt; für sie fehlt jedoch eine zeitgemäße Risikobewertung. Für diese Stoffe sind die vom BfR empfohlenen maximalen Einsatzmengen aufgeführt.

Es ist vorgesehen, für alle in den Empfehlungen zu Bedarfsgegenständen auf Basis von Natur- und Synthesekautschuk aufgeführten Stoffe Migrationsrichtwerte festzulegen und die derzeit in den Tabellen 2 der Empfehlungen XXI/1 und XXI/2 genannten Stoffe in die Liste der bewerteten Zusatzstoffe und Hilfsmittel zu überführen. Zur Aufnahme von Substanzen aus Tabelle 2 in die o. g. Liste bewerteter Stoffe muss ein Antrag an das BfR gestellt werden.

Folgende Fristen gelten für die Streichung der Substanzen aus den Tabellen 2 der Empfehlungen XXI/1 und XXI/2: Ab dem Zeitpunkt der Veröffentlichung (01.07.2021) gilt eine Zweijahresfrist, innerhalb derer Absichtserklärungen zur Antragstellung eingereicht werden müssen. Es werden weitere drei Jahre Frist gesetzt, in denen Anträge für die zuvor angemeldeten Substanzen eingereicht werden können.

Aufnahme von Substanzen in die Liste der bewerteten Substanzen ( Anhang dieser Empfehlung)

Zur Aufnahme von Substanzen in die Liste der bewerteten Substanzen muss wie bei einer Neuaufnahme ein Antrag an das BfR gestellt werden. Dieser hat in seiner Form dem "Note for Guidance" der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.2903/j.efsa.2008.21r/epdf) zu entsprechen. Information zum Antragsverfahren unter:

https://www.bfr.bund.de/de/bfr_empfehlungen_zu_materialien_fuer_den_lebensmittelkontakt-447.html

Begriffe

Elastomere (Hart- und Weichgummi) sind Materialien, die unter Belastung eine wesentliche, elastische (reversible) Deformation erfahren und die aus dreidimensional miteinander verknüpften, flexiblen Polymeren bestehen. Die Verknüpfungspunkte sind durch Vernetzung entstandene chemische Bindungen in Kautschuk (Naturkautschuk oder Synthesekautschuk inkl. Silikonkautschuk) oder physikalische, thermoreversible Fixierpunkte in thermoplastischen Elastomeren (TPE) oder eine Kombination von beiden (thermoplastische Vulkanisate, TPE-V).

Elastomere sind Mehrstoffsysteme und können aus den folgenden Hauptkomponenten bestehen:

Kautschuk ist die Bezeichnung für unvernetzte, aber vernetzbare (vulkanisierbare) Polymere mit kautschukelastischen Eigenschaften bei 20 °C. Kautschuke werden systematisch unterteilt in Natur- und Synthesekautschuke. Naturkautschuk besteht fast ausschließlich aus dem aus bestimmten Pflanzensäften (Latex) gewonnenen Rohstoff. Synthesekautschuke sind künstlich hergestellte Polymere, die durch Polymerisation der Monomere gewonnen werden. Entsprechend den vielen unterschiedlichen Einsatzgebieten und Anforderungen an thermische und chemische Beständigkeit existiert eine Vielzahl an Synthesekautschukarten. Durch Mischpolymerisation verschiedener Monomere können die Werkstoffeigenschaften in weiten Grenzen variiert werden.

Latex ist eine kolloidale wässrige Dispersion eines polymeren Materials, im Sinne dieser Empfehlung eines Kautschuks. Latices können natürlichen (Naturkautschuklatex) oder synthetischen Ursprungs sein. Bei Syntheselatices unterscheidet man in wässriger Dispersion belassene Emulsionspolymerisate (z.B. Styrol-Butadien-Kautschuklatex) und redispergierte Polymerisate (z.B. Polyisopren-Latex).

Füllstoffe, z.B. Ruß oder feinteilige Kieselsäure, können eine verstärkende Wirkung auf die Polymermatrix haben und dienen u. a. dazu, die Reißfestigkeit und die Abriebfestigkeit des Produktes zu erhöhen.

Weichmacher werden der Kautschukmischung zugesetzt, um beispielsweise die Härte der Vulkanisate anzupassen oder die Flexibilität bei niedrigen Temperaturen zu verbessern.

Alterungsschutzmittel schützen Elastomere gegen äußere Einwirkungen. Sie wirken z.B. den schädlichen Einflüssen der Oxidation, der Wärme-, Licht- oder auch Ozoneinwirkung auf das Elastomer entgegen.

Verarbeitungshilfsstoffe haben vielfältige Aufgaben in einer Kautschuk- oder Latexmischung. Darunter fällt die Verbesserung der Formbeständigkeit von Kautschukrohlingen, leichtere Verarbeitbarkeit während des Mischprozesses und/oder während der Formgebung u. v. a. m.

Vernetzungsmittel wie z.B. Schwefel, Schwefelspender oder Peroxide ermöglichen die Vernetzung (Vulkanisation) der Kautschukmischung zum Elastomer. Für die Vernetzung (Vulkanisation) mit Schwefel werden auch Beschleuniger und Verzögerer verwendet.

.

Anhang


Erläuterungen zu den Tabellen

Tabelle 1: Bewertete Ausgangsstoffe, Zusatzstoffe und Fabrikationshilfsmittel

Tabelle 2: Summarische Migrationsrichtwerte SMR(T)

FCM-Stoff-Nr.: Identifikationsnummer des Stoffes entsprechend der Verordnung (EU) Nr. 10/2011

CAS-Nr.: Registriernummer des Chemical Abstracts Service (CAS)

SMR: Spezifischer Migrationsrichtwert, angegeben in mg Stoff je kg Lebensmittel bzw. Lebensmittelsimulanz. Sofern keine anderen Angaben gemacht sind, gilt für die jeweilige Substanz ein Migrationsrichtwert von 60 mg/kg Lebensmittel bzw. Lebensmittelsimulanz.

SMR(T): Migrationsrichtwert für die Summe bestimmter Stoffe, angegeben in mg Stoffe je kg Lebensmittel bzw. Lebensmittelsimulanz, gelistet in Tabelle 2.

NN: Nicht nachweisbar mit einer Nachweisgrenze von 0,01 mg Stoff je kg Lebensmittel bzw. Lebensmittelsimulanz, sofern nicht anders angegeben. Die Überprüfung hat auch bei Bedarfsgegenständen für den wiederholten Gebrauch im ersten Migrat zu erfolgen.

Tabelle 1: Bewertete Ausgangsstoffe, Zusatzstoffe und Fabrikationshilfsmittel

Ausgangstoffe (Monomere)
FCM-
Stoff-Nr.
CAS Nr. Chemischer Name XXI/1 XXI/2 SMR
(mg/kg)
SMR(T),
vgl. Tab. 2
Anforderungen/Einschränkungen
225 0000107-13-1 Acrylnitril X NN
621 0016219-75-3 5-Ethylidenbicyclo[2,2,1]hepten
(Ethylen-Norbornen)
X 0,05 Sofern keine geeignete analytische Methode zur Verfügung steht, kann die Konformitätsprüfung durch die Messung des Restgehaltes je mit Lebensmitteln in Kontakt stehender Fläche (QMA) durchgeführt werden. Unter Zugrundelegung der Anwendung des tatsächlichen Verhältnisses Oberfläche zu Volumen bei der tatsächlichen oder geplanten Verwendung darf der Übergang auf das Lebensmittel 0,05 mg/kg nicht überschreiten.
223 0000106-99-0 Butadien X X NN 1 mg/kg im Enderzeugnis gem. Verordnung (EU) Nr. 10/2011
125 0000074-85-1 Ethen X
276 0000115-11-7 2-Methylpropen (Isobuten) X
144 0000078-79-5 2-Methyl-1,3-butadien (Isopren) X X NN 1 mg/kg im Enderzeugnis gem. Verordnung (EU) Nr. 10/2011
275 0000115-07-1 Propen X
193 0000100-42-5 Styrol X X Es besteht die Gefahr, dass die Migration des Stoffes die organoleptischen Eigenschaften des mit ihm in Kontakt stehenden Lebensmittels beeinträchtigt und dadurch das fertige Produkt nicht Artikel 3 Absatz 1 Buchstabe c der Rahmenverordnung (EG) Nr. 1935/2004 entspricht.
522 0007782-50-5 Chlor X
0007446-09-5 Schwefeldioxid X 8
Füllstoffe
FCM-
Stoff-Nr.
CAS Nr. Chemischer Name XXI/1 XXI/2 SMR
(mg/kg)
SMR(T),
vgl. Tab. 2
Anforderungen/Einschränkungen
Die Füllstoffe müssen den in Empfehlung LII genannten Reinheitsanforderungen entsprechen.
XXI/2: Die Füllstoffe dürfen keine Zusatzstoffe gemäß Abschnitt 2 der Empfehlung LII enthalten. Mit Ausnahme von Kieselsäure dürfen für Flaschen- und Beruhigungssauger sowie für Brusthütchen Füllstoffe nicht eingesetzt werden.
417 0001343-98-2 Kieselsäure X X
616 0014808-60-7 Quarz X X
142 0000078-08-0 Vinyltriethoxysilan X X 0,05 Zur Silylierung von Kieselsäure
377 0000919-30-2 3-Aminopropyltriethoxysilan X X 0,05 Zur Silylierung von Kieselsäure
453 0002768-02-7 Trimethoxyvinylsilan X X 0,05 Zur Silylierung von Kieselsäure
788 0002530-85-0 [3-(Methacryloxy)propyl]trimethoxysilan X X 0,05 Zur Silylierung von Kieselsäure
0012068-56-3
0012141-46-7
0014504-95-1
0058425-86-8
Aluminiumsilicate X X (1) Auch als gemischte Silikate des Natriums, Kaliums, Calciums,Magnesiums und Aluminiums, ausgenommen jedoch Asbest
0001344-95-2
0010034-77-2
0012168-85-3
Calciumsilicate X X
0001343-88-0
0013776-74-4
0014987-04-3
Magnesiumsilicate X X
0001344-09-8
0006834-92-0
0013472-30-5
Natriumsilicate X X
0001312-76-1
0010006-28-7
Kaliumsilicate X X
418 0001344-28-1 Aluminiumoxid X X (1) Auch als Mischoxide des Calciums, Magnesiums, Aluminiums und Siliciums
395 0001305-78-8 Calciumoxid X X
397 0001309-48-4 Magnesiumoxid X X
504 0007631-86-9
0011126-22-0
Siliziumoxid X X
402 0001314-13-2 Zinkoxid X X (2)
629 0021645-51-2 Aluminiumhydroxid X X (1) Auch als Mischhydroxide des Calciums, Magnesiums und Aluminiums
394 0001305-62-0 Calciumhydroxid X X
396 0001309-42-8 Magnesiumhydroxid X X
0014455-29-9 Aluminiumcarbonat X X (1) Auch als Mischcarbonate des Calciums, Magnesiums und Aluminiums
21 0000471-34-1 Calciumcarbonat X X
0000546-93-0 Magnesiumcarbonat X X
411 0001333-86-4 Ruß X Toluollösliche Substanzen: maximal 0,1 %, bestimmt nach ISO-Methode 6209. UV-Absorption des Cyclohexanextrakts bei 386 nm: < 0,02 AU für eine Zelle von 1 cm oder < 0,1 AU für eine Zelle von 5 cm, bestimmt mit einer allgemein anerkannten Analysemethode. Benzo(a)pyrengehalt: max. 0,25 mg/kg Ruß.
521 0007782-42-5 Graphit X Nur für Auskleidungen.
Weitere Füllstoffe gemäß Empfehlung LII."Füllstoffe für Bedarfsgegenstände aus Kunststoffen" X
Vulkanisationsmittel
FCM-
Stoff-Nr.
CAS Nr. Chemischer Name XXI/1 XXI/2 SMR
(mg/kg)
SMR(T),
vgl. Tab. 2
Anforderungen/Einschränkungen
514 0007704-34-9 Schwefel X X
Vulkanisationsbeschleuniger
FCM-
Stoff-Nr.
CAS Nr. Chemischer Name XXI/1 XXI/2 SMR
(mg/kg)
SMR(T),
vgl. Tab. 2
Anforderungen/Einschränkungen
Vulkanisationsverzögerer
FCM-
Stoff-Nr.
CAS Nr. Chemischer Name XXI/1 XXI/2 SMR
(mg/kg)
SMR(T),
vgl. Tab. 2
Anforderungen/Einschränkungen
158 0000085-44-9 Phthalsäureanhydrid X X
116 0000065-85-0 Benzoesäure X X
106 0000057-11-4 Stearinsäure X X
Beschleunigeraktivatoren
FCM-
Stoff-Nr.
CAS Nr. Chemischer Name XXI/1 XXI/2 SMR
(mg/kg)
SMR(T),
vgl. Tab. 2
Anforderungen/Einschränkungen
402 0001314-13-2 Zinkoxid X X (2)
0003486-35-9 Zinkcarbonat X X (2)
0000557-05-1 Zinkstearat X X (2)
Alterungsschutzmittel
FCM-
Stoff-Nr.
CAS Nr. Chemischer Name XXI/1 XXI/2 SMR
(mg/kg)
SMR(T),
vgl. Tab. 2
Anforderungen/Einschränkungen
163 0000088-24-4 2,2"-Methylenbis-(4-ethyl-6-tertbutylphenol) X (3)
285 0000119-47-1 2,2"-Methylenbis-(4-methyl-6-tertbutylphenol) X X (3) Für Sauger und Beißringe nur zum Vorstabilisieren von Naturkautschuklatex, höchstens 0,4 %
472 0004066-02-8 2,2"-Methylenbis-(4-methyl-6-cyclohexylphenol) X (4)
137 0000077-62-3
2,2"-Methylenbis[4-methyl-6-(±-methylcyclohexyl)-phenol]
X (4)
756 0110553-27-0 2,4-Bis(octylthiomethyl)-6-methylphenol X X (5) Für Sauger und Beißringe nur zum Vorstabilisieren von Natur- oder Synthesekautschuklatex oder als Stabilisator für Mischpolymerisate aus Butadien bzw. Isopren und Styrol in Form von Sequenzpolymeren, höchstens 1,0 %
758 0110675-26-8 2,4-Bisdodecylthiomethyl-6-methylphenol X X (5) Nicht für Sauger und Beißringe
384 0000991-84-4 2,4-Bis-noctylthio-6-(4-hydroxy-3,5-ditertbutylanilino)-301,3,5-triazin X X Für Sauger und Beißringe nur zum Vorstabilisieren von Synthesekautschuklatex oder als Stabilisator für Mischpolymerisate aus Butadien bzw. Isopren und Styrol in Form von Sequenzpolymeren, höchstens 0,2 %
762 0123968-25-2 2,4-Ditertpentyl-6-[1-(3,5-ditertpentyl-2-hydroxy- phenyl)ethyl]phenylacrylat X 5
700 0061167-58-6 2-tert-Butyl-6-(3-tertbutyl-2-hydroxy-5-methylbenzyl)-4- methylphenylacrylat X 6
315 0000128-37-0 2,6-Ditertbutyl-4-methylphenol X X 3 Für Sauger und Beißringe nur zum Vorstabilisieren von Synthesekautschuk, höchstens 1,0 %
178 0000096-69-5 4,4"-Thiobis-(3-methyl-6-tertbutylphenol-1) X 0,48
732 0068610-51-5 Reaktionsprodukt aus 4-Methylphenol mit Isobutylen und Dicyclopentadien X X 5 Für Sauger und Beißringe nur zum Vorstabilisieren von Naturkautschuklatex, höchstens 0,7 %, und als Stabilisator für Mischpolymerisate aus Butadien bzw. Isopren und Styrol in Form von Sequenzpolymeren, höchstens 1,4 %
433 0002082-79-3 Octadecyl-3-(3,5-ditertbutyl-4-hydroxyphenyl)propionat X 6
496 0006683-19-8 Pentaerythritoltetrakis[3-(3,5-ditertbutyl-4-
hydroxyphenyl)-propionat]
X X Nicht für Sauger und Beißringe
671 0031570-04-4 Tris(2,4-ditertbutylphenyl)phosphit X X Für das als Abbauprodukt entstehende 2,4-Ditertbutylphenol gilt ein SMR von 5 mg/kg.
Für Sauger und Beißringe nur zum Vorstabilisieren von Synthesekautschuk oder als Stabilisator für Mischpolymerisate aus Butadien bzw. Isopren und Styrol in Form von Sequenzpolymeren, höchstens 0,5 %
428 0001709-70-2 1,3,5-Trimethyl-2,4,6-tris-(3,5-ditertbutyl-4-
hydroxybenzyl)-benzol
X
294 0000123-28-4 Didodecylthiodipropionat X X 5 Berechnet als Summe des Stoffes und seines Oxidationsprodukte
Verarbeitungshilfen
FCM-
Stoff-Nr.
CAS Nr. Chemischer Name XXI/1 XXI/2 SMR
(mg/kg)
SMR(T),
vgl. Tab. 2
Anforderungen/Einschränkungen
Zinksalze von gesättigten und/oder ungesättigten höhermolekularen Fettsäuren (Kettenlänge vorwiegend C17, jedoch nicht unter C14) X X (2)
535 0008050-09-7 Kolophonium X X
638 0025322-68-3 Polyethylenglykol X X Es sind die Reinheitsanforderungen gemäß Verordnung (EU) Nr. 231/2012 einzuhalten.
107 0000057-13-6 Harnstoff X X
0008023-79-8 Palmkernöl X X
103 0000056-81-5 Glycerin X X
53 - Ester von Glycerin mit Stearinsäure X X
528 0008002-43-5 Lecithin X X Peroxidzahl darf den Wert 10 nicht übersteigen.
105 0000057-10-3 Palmitinsäure X X
884 0091082-17-6 Alkyl(C10-C21)sulfonsäureester des Phenols X X 0,05 Nicht für Bedarfsgegenstände, die mit fetten Lebensmitteln in Berührung kommen, welchen gemäß Verordnung (EU) Nr. 10/2011 die Prüfsimulanzien D1 oder D2 zugeordnet sind, ausgenommen Milch.
207 0000103-23-1 Di-(2-ethylhexyl)adipat X X 18 (6)
798 0006422-86-2 Bis(2-ethylhexyl)terephthalat X (6)
880 Fettsäuren (C8-C22), Ester mit Pentaerythrit X X
93 Wachse, paraffinisch, raffiniert, gewonnen aus Erdöl basierten oder synthetischen Kohlenwasserstoffen, geringe Viskosität X Als Verarbeitungshilfen für Alterungsschutzmittel.
Durchschnittliches Molekulargewicht: mindestens 350 Da, Viskosität bei 100 °C: mindestens 2,5 cSt (2,5 × 10-6 m2/s).
Gehalt an mineralischen Kohlenwasserstoffen mit einer Kohlenstoffzahl kleiner als 25: höchstens 40 Gew.-%.
Es besteht die Gefahr, dass der SMR bei Migration in fette Lebensmittel oder diesen zugeordneten Simulanzien überschritten wird.
94 Wachse, raffiniert, gewonnen aus Erdöl basierten oder synthetischen Kohlenwasserstoffen, hohe Viskosität X Als Verarbeitungshilfen für Alterungsschutzmittel.
Durchschnittliches Molekulargewicht: mindestens 500 Da, Viskosität bei 100 °C: mindestens 11 cSt (11 × 10-6 m2/s).
Gehalt an mineralischen Kohlenwasserstoffen mit einer Kohlenstoffzahl kleiner als 25: höchstens 5 Gew.-%.
Es besteht die Gefahr, dass der SMR bei Migration in fette Lebensmittel oder diesen zugeordneten Simulanzien überschritten wird.
95 Weiße Mineralöle, paraffinisch, gewonnen aus Kohlenstoffen auf Erdölbasis X X Durchschnittliches Molekulargewicht: mindestens 480 Da, Viskosität bei 100 °C: mindestens 8,5 cSt (8,5 × 10-6 m2/s).
Gehalt an mineralischen Kohlenwasserstoffen mit einer Kohlenstoffzahl kleiner als 25: höchstens 5 Gew.-%.
Es besteht die Gefahr, dass der SMR bei Migration in fette Lebensmittel oder diesen zugeordneten Simulanzien überschritten wird.
569 0009005-65-6 Polyethylenglycolsorbitanmonooleat X Es sind die Reinheitsanforderungen gemäß Verordnung (EU) Nr. 231/2012 einzuhalten.
Gleitmittel- und Formtrennmittel
FCM-
Stoff-Nr.
CAS Nr. Chemischer Name XXI/1 XXI/2 SMR
(mg/kg)
SMR(T),
vgl. Tab. 2
Anforderungen/Einschränkungen
575 0063148-62-9 Polydimethylsiloxane (Mw > 6800) X X Viskosität bei 25 °C: mindestens 100 cSt (100 × 10-6 m2/s)
0000557-05-1 Zinkstearat X X (2)
Fettsäuren, C12-C20, Na- und/oder K-Salze X X
561 0009004-67-5 Methylcellulose X X
638 0025322-68-3 Polyethylenglykol X X Darf höchstens 0,2 % Monoethylenglykol enthalten. Bestimmungsmethode s. 28. Mitteilung über die Untersuchung von Kunststoffen, Bundesgesundheitsblatt 16 (1973) 362.
639 0025322-69-4 Polypropylenglykol X X
250 0000110-30-5 N,N2-Ethylenbisstearamid X X Nur für Butadien-Styrol-Sequenzpolymere.
Organische und anorganische Farbpigmente
FCM-
Stoff-Nr.
CAS Nr. Chemischer Name XXI/1 XXI/2 SMR
(mg/kg)
SMR(T),
vgl. Tab. 2
Anforderungen/Einschränkungen
X X Soweit sie nicht auf Lebensmittel übergehen. Es gelten die in Empfehlung IX "Farbmittel zum Einfärben von Kunststoffen und anderen Polymeren für Bedarfsgegenstände". festgelegten Reinheitsanforderungen.
XXI/2: Für Sauger und Beißringe dürfen organische und anorganische Farbpigmente nicht verwendet werden.
Schutzkolloide, Verdickungs- und Weichmachungsmittel (Nur für Latices)
FCM-
Stoff-Nr.
CAS Nr. Chemischer Name XXI/1 XXI/2 SMR
(mg/kg)
SMR(T),
vgl. Tab. 2
Anforderungen/Einschränkungen
561 0009004-67-5 Methylcellulose X X
558 0009004-62-0 Hydroxyethylcellulose X X
542 0009000-11-7 Carboxymethylcellulose X X
565 0009005-27-0 Hydroxyethylstärke X X
545 0009000-65-1 Traganth X X
566 0009005-32-7 Alginsäure X X
547 0009000-70-8 Gelatine X X
548 0009000-71-9 Kasein X X
552 0009003-39-8 Polyvinylpyrrolidon X X Viskosität der 5%igen wässrigen Lösung bei 20 °C 34 - 38 mPas.
0009002-89-5 Polyvinylalkohol X X Viskosität der 4 %igen wässrigen Lösung bei 20 °C mindestens 5 mPas.
Muss den Reinheitsanforderungen gemäß Verordnung (EU) Nr. 231/2012 entsprechen.
538 0008050-31-5 Kolophonium, Ester mit Glycerin X X Sowie deren Hydrierungsprodukte. Muss den
Reinheitsanforderungen gemäß Verordnung
(EU) Nr. 231/2012 entsprechen.
537 0008050-26-8 Kolophonium, Ester mit Pentaerythritol X X Sowie deren Hydrierungsprodukte. Die genannten Kolophoniumester müssen den Reinheitsanforderungen als Lebensmittelzusatzstoff entsprechen.
Emulgatoren und Dispersionsmittel (Nur für Latices)
FCM-
Stoff-Nr.
CAS Nr. Chemischer Name XXI/1 XXI/2 SMR
(mg/kg)
SMR(T),
vgl. Tab. 2
Anforderungen/Einschränkungen
Fettsäuren, C12-C20, Natrium-, Kalium- und Ammoniumsalze X X
346 0000514-10-3 Abietinsäure X X
Ammoniumdehydroabietat X X
Kaliumdehydroabietat X X
0028161-39-9 Natriumdehydroabietat X X
Ammoniumhydroabietat X X
Kaliumhydroabietat X X
Natriumhydroabietat X X
0000151-21-3 Natriumlaurylsulfat X X
642 0025736-61-2 Styrol-Maleinsäureanhydrid-Copolymer, Natriumsalz X X Die Molekulargewichtsfraktion unter 1.000 Da darf 0,05 % (w/w) nicht übersteigen.
578 0009046-01-9 Polyoxyethylentridecyletherphosphat X X 5 Polyethylenglycol(EO d11) tridecyletherphosphat (Mono- und dialkylester) mit einem Gehalt von höchstens 10 % Polyethylenglycol(EO d11)tridecylether.
Mit diesem Emulgator hergestellte Bedarfsgegenstände dürfen nicht mit Fett oder Lebensmitteln, bei denen Fett die äußere Phase darstellt, in Kontakt kommen.
Schutzmittel gegen Fäulnis (Nur für Latices)
FCM-
Stoff-Nr.
CAS Nr. Chemischer Name XXI/1 XXI/2 SMR
(mg/kg)
SMR(T),
vgl. Tab. 2
Anforderungen/Einschränkungen
252 0000110-44-1 Sorbinsäure X X
0002634-33-5 1,2-Benzisothiazolin-3-on X X 0,5
109 0000057-55-6 1,2-Propandiol X X
257 0000110-98-5

0025265-71-8

Dipropylenglykol X X
Entschäumungsmittel (Nur für Latices und Kautschukdispersionen)
FCM-
Stoff-Nr.
CAS Nr. Chemischer Name XXI/1 XXI/2 SMR
(mg/kg)
SMR(T),
vgl. Tab. 2
Anforderungen/Einschränkungen
118 0000067-63-0 Isopropanol X X
575 0063148-62-9 Polydimethylsiloxane (Molekulargewicht > 6800 Da) X X Viskosität bei 25 °C: mindestens 100 cSt (100 × 10-6 m2/s)
Neutralisierungsmittel, pH-regelnde Stoffe (Nur für Latices)
FCM-
Stoff-Nr.
CAS Nr. Chemischer Name XXI/1 XXI/2 SMR
(mg/kg)
SMR(T),
vgl. Tab. 2
Anforderungen/Einschränkungen
510 0007664-41-7 Ammoniak X X
400 0001310-73-2 Natriumhydroxid X X
399 0001310-58-3 Kaliumhydroxid X X
307 0000124-38-9 Kohlensäure X X
115 0000064-19-7 Essigsäure X X
161 0000087-69-4 Weinsäure X X
139 0000077-92-9 Citronensäure X X
Fällungsmittel (Nur für Latices und Kautschukdispersionen)
FCM-
Stoff-Nr.
CAS Nr. Chemischer Name XXI/1 XXI/2 SMR
(mg/kg)
SMR(T),
vgl. Tab. 2
Anforderungen/Einschränkungen
0010043-01-3 Aluminiumsulfat X X (1)
0010043-67-1 Kaliumaluminiumsulfat (Alaun) X X (1)
0012125-02-9 Ammoniumchlorid X X
0000631-61-8 Ammoniumacetat X X
007783-20-2 Ammoniumsulfat X X
585 0010043-52-4 Calciumchlorid X X
0010124-37-5 Calciumnitrat X X
0006484-52-2 Ammoniumnitrat X X

Tabelle 2: Summarische Migrationsrichtwerte

Summarische Migrationsrichtwerte FCM-
Stoff-
Nr.

CAS Nr.

Chemischer Name SMR (T) (mg/kg) Bemerkungen
(1) 0012068-56-3
0012141-46-7
0014504-95-1
0058425-86-8
Aluminiumsilicate 1 berechnet als Al
418 0001344-28-1 Aluminiumoxid
629 0021645-51-2 Aluminiumhydroxid
21 0014455-29-9 Aluminiumcarbonat
0010043-01-3 Aluminiumsulfat
0010043-67-1 Kaliumaluminiumsulfat (Alaun)
(2) 402 0001314-13-2 Zinkoxid 25 berechnet als Zn
0003486-35-9 Zinkcarbonat
0000557-05-1 Zinkstearat
Zinksalze von gesättigten und/oder ungesättigten höhermolekularen Fettsäuren (Kettenlänge vorwiegend C17, jedoch nicht unter C14)
(3) 163 0000088-24-4 2,2"-Methylenbis-(4-ethyl-6-tertbutylphenol) 1,5 berechnet als Summe der Stoffe
285 0000119-47-1 2,2"-Methylenbis-(4-methyl-6-tertbutylphenol)
(4) 472 0004066-02-8 2,2"-Methylenbis-(4-methyl-6-cyclohexylphenol) 3 berechnet als Summe der Stoffe
137 0000077-62-3 2,2'-Methylen-bis[4-methyl-6-(±-methylcyclohexyl)-phenol]
(5) 756 0110553-27-0 2,4-Bis(octylthiomethyl)-6-methylphenol 5 berechnet als Summe der Stoffe
758 0110675-26-8 2,4-Bisdodecylthiomethyl-6-methylphenol
(6) 207 0000103-23-1 Di-(2-ethylhexyl)adipat 60 berechnet als Summe der Stoffe
798 0006422-86-2 Bis(2-ethylhexyl)terephthalat
UWS Umweltmanagement GmbH .