Änderungstext

Richtlinie zur Änderung von Zuwendungsrichtlinien aus dem Bereich der Agrarumwelt- und Klimaschutzmaßnahmen und des Ökolandbaus
- Mecklenburg-Vorpommern -

Vom 17. März 2025
(AmtsBl. M-V Nr. 14 vom 07.04.2025 S. 233)



Verwaltungsvorschrift des Ministeriums für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt - VI 330 -

Das Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt erlässt im Einvernehmen mit dem Finanzministerium und nach Anhörung des Landesrechnungshofes folgende Verwaltungsvorschrift:

Artikel 1
Änderung der Extensivierungsrichtlinie

Die Extensivierungsrichtlinie vom 20. August 2022 (AmtsBl. M-V S. 554), die durch die Verwaltungsvorschrift vom 27. November 2023 (AmtsBl. M-V S. 1104) geändert worden ist, wird wie folgt geändert:

1. Nummer 1.2 wird wie folgt geändert:

a) In Buchstabe a werden die Wörter "Verordnung (EU) 2023/435 (ABl. L 63 vom 28.02.2023 S. 1)" durch die Wörter "Verordnung (EU) 2024/795 (ABl. L, 2024/795, 29.2.2024)" ersetzt.

b) In Buchstabe b werden die Wörter "Delegierte Verordnung (EU) 2023/813 (ABl. L 102 vom 17.04.2023 S. 1) durch die Wörter "Verordnung (EU) 2024/1468 (ABl. L, 2024/1468, 24.5.2024)" ersetzt.

c) In Buchstabe e werden die Wörter "Delegierte Verordnung (EU) 2022/1408 (ABl. L 216 vom 19.08.2022 S. 1)" durch die Wörter "Verordnung (EU) 2024/1468 (ABl. L, 2024/1468, 24.5.2024)" ersetzt.

d) Buchstabe p wird wie folgt gefasst:

alt neu
"p) Gemeinsame-Agrarpolitik-Umsetzungslandesverordnung vom 2. April 2023 (GVOBl. M-V S. 569),"

e) Buchstabe q wird wie folgt gefasst:

alt neu
"q) GAP-Direktzahlungen-Gesetz vom 16. Juli 2021 (BGBl. I S. 3003, 2022 I S. 2262), das durch Artikel 1a des Gesetzes vom 18. November 2024 (BGBl. 2024 I Nr. 356) geändert worden ist,"

f) Buchstabe r wird wie folgt gefasst:

alt neu
"r) GAP-Konditionalitäten-Verordnung vom 7. Dezember 2022 (BGBl. I S. 2244), die durch Artikel 1 der Verordnung vom 16. Dezember 2024 (BGBl. 2024 I Nr. 417) geändert worden ist."

2. Der Nummer 5.9 werden folgende Sätze angefügt:

"Abweichend von Satz 1 Buchstabe a werden für das Verpflichtungsjahr 2024 bei der Bemessung der Zuwendung nach Nummer 5.2 die gemäß § 20 Absatz 1 GAP-Konditionalitäten-Verordnung ausgewiesenen Flächen bis zu einem Anteil von 4 Prozent der Gesamtackerfläche als Ackerfläche mit einbezogen, soweit diese Flächen bei der Antragstellung mit dem Nutzcode (NC) 591 und den Bindungen 62 oder 66 angegeben worden sind."

Artikel 2
Änderung der Extensivierungsrichtlinie 2023

Die Extensivierungsrichtlinie 2023 vom 14. Dezember 2023 (AmtsBl. M-V 2024 S. 50) wird wie folgt geändert:

1. Die Nummer 1.2 wird wie folgt geändert:

a) In Buchstabe a werden die Wörter "durch die Delegierte Verordnung (EU) 2023/813 (ABl. L 102 vom 17.04.2023 S. 1)" durch die Wörter "zuletzt durch die Verordnung (EU) 2024/1468 (ABl. L 2024/1468, 24.05.2024)" ersetzt.

b) In Buchstabe b werden die Wörter "durch die Delegierte Verordnung (EU) 2022/1408 (ABl. L 2016 vom 19.08.2022 S. 1)" durch die Wörter "zuletzt durch die Verordnung (EU) 2024/1468 (ABl. L 2024/1468, 24.05.2024)" ersetzt.

c) Buchstabe c wird wie folgt gefasst:

alt neu
Durchführungsverordnung (EU) 2022/1173 der Kommission vom 31. Mai 2022 mit Durchführungsbestimmungen zur Verordnung (EU) 2021/2116 des Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich des integrierten Verwaltungs- und Kontrollsystems im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (ABl. L 183 vom 08.07.2022 S. 23), "c) Durchführungsverordnung (EU) 2022/1173 der Kommission vom 31. Mai 2022 mit Durchführungsbestimmungen zur Verordnung (EU) 2021/2116 des Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich des integrierten Verwaltungs- und Kontrollsystems im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (ABl. L 183 vom 08.07.2022 S. 23), die durch die Durchführungsverordnung (EU) 2024/2202 (ABl. L 2024/2202, 5.9.2024) geändert worden ist,"

d) In Buchstabe d werden die Wörter "durch die Delegierte Verordnung (EU) 2023/207 (ABl. L 29 vom 01.02.2023 S. 6)" durch die Wörter "durch die Delegierte Verordnung (EU) 2024/2867 (ABl. L 2024/2867, 11.11.2024)" ersetzt.

e) In Buchstabe g wird die Angabe "21. November 2022" durch die Angabe "22. Oktober 2024" ersetzt.

f) Buchstabe h wird wie folgt gefasst:

alt neu
GAP-Direktzahlungen-Gesetz vom 16. Juli 2021 (BGBl. I S. 3003; 2022 I S. 2262), "h) GAP-Direktzahlungen-Gesetz vom 16. Juli 2021 (BGBl. I S. 3003, 2022 I S. 2262), das durch Artikel 1a des Gesetzes vom 18. November 2024 (BGBl. 2024 I Nr. 356) geändert worden ist,"

2. Der Nummer 5.9 werden folgende Sätze angefügt:

"Abweichend von Satz 1 Buchstabe a werden für das Verpflichtungsjahr 2024 bei der Bemessung der Zuwendung nach Nummer 5.2 die gemäß § 20 Absatz 1 GAP-Konditionalitäten-Verordnung ausgewiesenen Flächen bis zu einem Anteil von 4 Prozent der Ackerfläche als Ackerfläche mit einbezogen, soweit diese Flächen bei der Antragstellung mit dem Nutzcode (NC) 591 und den Bindungen 62 oder 66 angegeben worden sind."

3. Der Nummer 6.1 wird folgender Satz angefügt:

"Abweichend von Satz 2 beträgt der Verpflichtungszeitraum bei neu eingegangenen Verpflichtungen durch erstmalige Antragstellungen ab dem 1. Januar 2025 bis einschließlich dem 1. Januar 2026 vier Jahre."

4. Der Nummer 6.7.2 wird folgender Satz angefügt:

"Nummer 6.1 Satz 3 findet sinngemäß Anwendung."

Artikel 3
Änderung der Richtlinie Natura 2000-Ausgleich für die Landwirtschaft

Die Richtlinie Natura 2000-Ausgleich für die Landwirtschaft vom 14. Dezember 2023 (AmtsBl. M-V 2024 S. 145) wird wie folgt geändert:

1. Die Nummer 1.2 wird wie folgt geändert:

a) In Buchstabe a werden die Wörter "durch die Delegierte Verordnung (EU) 2023/813 (ABl. L 102 vom 17.04.2023 S. 1)" durch die Wörter "zuletzt durch die Verordnung (EU) 2024/1468 (ABl. L 2024/1468, 24.05.2024)" ersetzt.

b) In Buchstabe b werden die Wörter "durch die Delegierte Verordnung (EU) 2022/1408 (ABl. L 2016 vom 19.08.2022 S. 1)" durch die Wörter "zuletzt durch die Verordnung (EU) 2024/1468 (ABl. L 2024/1468, 24.05.2024)" ersetzt.

c) Buchstabe c wird wie folgt gefasst:

alt neu
"c) Durchführungsverordnung (EU) 2022/1173 der Kommission vom 31. Mai 2022 mit Durchführungsbestimmungen zur Verordnung (EU) 2021/2116 des Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich des integrierten Verwaltungs- und Kontrollsystems im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (ABl. L 183 vom 08.07.2022 S. 23), die durch die Durchführungsverordnung (EU) 2024/2202 der Kommission (ABl. L 2024/2202, 05.09.2024) geändert worden ist,"

d) In Buchstabe d wird die Angabe "21. November 2022" durch die Angabe "22. Oktober 2024" ersetzt.

e) Buchstabe e wird wie folgt gefasst:

alt neu
"e) GAP-Direktzahlungen-Gesetz vom 16. Juli 2021 (BGBl. I S. 3003, 2022 I S. 2262), das durch Artikel 1a des Gesetzes vom 18. November 2024 (BGBl. 2024 I Nr. 356) geändert worden ist,"

f) In Buchstabe h werden die Wörter "Artikel 2 der Verordnung vom 1. Juni 2022 (BGBl. I S. 867)" durch die Wörter "Artikel 3 der Verordnung vom 24. Juni 2024 (BGBl. 2024 I Nr. 216)" ersetzt.

g) In Buchstabe i werden die Wörter "Artikel 3 des Gesetzes vom 8. Dezember 2022 (BGBl. I S. 2240)" durch die Wörter "Artikel 48 des Gesetzes vom 23. Oktober 2024 (BGBl. 2024 I Nr. 323)" ersetzt.

2. Nummer 6.2 wird wie folgt gefasst:

alt neu
"6.2 Erhalt von Wiesenbrüterhabitaten

6.2.1 Erhalt von Habitaten der in Anlage 2 benannten Wiesenvögel

  1. Unzulässig sind Umbruch, Neuansaat, Mulchen, Anwendung von Pflanzenschutzmitteln und von Düngemitteln mit mineralischem Stickstoff sowie Ausbringung von Gülle, Gärreste und Klärschlamm.
  2. Auf Bodenbearbeitung wie Schleppen, Walzen und Striegeln ist im Zeitraum vom 1. April bis zum 31. Mai zu verzichten.
  3. Die erste Mahd darf nicht vor dem 1. Juni erfolgen.

6.2.2 Erhalt von Habitaten des Großen Brachvogels (Numenius arquata) und des Kiebitzes (Vanellus vanellus)

  1. Unzulässig sind Umbruch, Neuansaat, Mulchen, Anwendung von Pflanzenschutzmitteln und von Düngemitteln mit mineralischem Stickstoff sowie Ausbringung von Klärschlamm.
  2. Auf Bodenbearbeitung wie Schleppen, Walzen und Striegeln wird im Zeitraum vom 1. April bis zum 31. Mai verzichtet.
  3. Mindestens 15 Prozent der in der Kulisse liegenden Flächen dürfen erst nach dem 15. Juli gemäht oder müssen als mindestens dreiteilige Rotationsweide, wobei der Rinderauftrieb nicht vor dem 15. Mai erfolgen darf, genutzt werden.
  4. Zu dulden sind:
    aa) durch die Fachbehörde für Naturschutz oder durch eine von ihr beauftragte Gebietsbetreuung festgelegte Maßnahmen zum Schutz dieser Wiesenbrüter wie beispielsweise Einzäunung von Nestern oder von Bereichen für die Kükenaufzucht oder jagdliche Maßnahmen gegen Prädatoren sowie
    bb) winterliche Überstauungen.
  5. Durch die Fachbehörde für Naturschutz oder durch eine von ihr beauftragte Gebietsbetreuung sind dem Zuwendungsempfänger schriftlich oder auf elektronischem Weg mitzuteilen:
    aa) bis spätesten mit Ablauf des 30. April die konkrete Fläche oder die konkreten Flächen zur Erfüllung der Verpflichtung nach Buchstabe c und
    bb) rechtzeitig vor Beginn die erforderlichen zu duldenden konkreten Schutzmaßnahmen nach Buchstabe d, Doppelbuchstabe aa.
  6. Von den unter den Buchstaben b und c benannten Fristen kann die Fachbehörde für Naturschutz oder eine von ihr beauftragte Gebietsbetreuung mit Zustimmung des Zuwendungsempfängers Abweichendes festlegen, soweit dies zur Sicherstellung des Bruterfolges erforderlich ist. Ein Erfordernis ist beispielsweise dann gegeben, wenn der Brutbeginn abweichend vom gewöhnlichen Brutverhalten erfolgt. Abweichende Festlegungen sind zu dokumentieren."

3. In Anlage 2 werden in der Tabelle die Zeilen

"6.2

- - - -

Bekassine (Gallinago gallinago)
Großer Brachvogel (Numenius arquata)
Rotschenkel (Tringa totanus)
Schreiadler (Aquila pomarina)
Uferschnepfe (Limosa limosa)
Wachtelkönig (Crex crex)"

wie folgt gefasst:

"6.2.1

- - - -

Bekassine (Gallinago gallinago)
Rotschenkel (Tringa totanus)
Schreiadler (Aquila pomarina)
Uferschnepfe (Limosa limosa)
Wachtelkönig (Crex crex)".

Artikel 4
Inkrafttreten

Artikel 1 Nummer 2 und Artikel 2 Nummer 2 treten mit Wirkung vom 1. Januar 2024 in Kraft. Im Übrigen tritt diese Verwaltungsvorschrift mit Wirkung vom 1. Januar 2025 in Kraft.

ID: 260479

ENDE