umwelt-online:Badegewässequalitätsverordnung - Saarland
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| Qualitätsanforderung an Badegewässer | Anhang |
| Parameter | G | I | Mindesthäufigkeit der Probenahme | Analysen- oder Prüfungsverfahren | |
| Mikrobiologische Parameter | |||||
| 1 | Gesamtcoliforme Bakterien /100 ml | 500 | 10.000 | 14tägig 1 | Fermentation im Mehrfachansatz.
Bei positivem Ausfall Überführen in Nachweismilieu.
Auszahlen (wahrscheinlichste Zahl) oder Filtration über Membran und Kultur auf geeignetem Milieu wie Milch-Zucker-Tergitol Agar, Endo-Agar, 0,4 %ige Teepol-Nährbouillon, Umpflanzen und Identifizierung verdächtiger Kolonien. Bei 1. und 2. unterschiedliche Berührungstemperatur, je nachdem ob gesamtcoliforme oder faekalcoliforme Bakterien bestimmt werden. |
| 2 | Faekalcoliforme Bakterien /100 ml | 100 | 2000 | 14tägig 1 | |
| 3 | Streptococcus faec. /100 ml | 100 | - | 2 | Litskysche Methode Auszählen (wahrscheinlichste Zahl) oder Filtration über Membran. Kultur auf geeignetem Nährboden. |
| 4 | Salmonellen /1 l | - | 0 | 2 | Konzentration durch Filtrieren über Membran. Impfen auf Standart-Nährboden. Anreicherung, Überführen auf Isolierungs-Agar-Agar, Identifizierung |
| 5 | Darmviren PFU/10 l | - | 0 | 2 | Konzentration durch Filtrieren, Ausflocken oder Zentrifugieren; Bestätigung |
| Physikalische und chemische Parameter | |||||
| 6 | pH | - | 6 - 9 O | 2 | Elektrometrie mit Eichung auf pH 7 und 9 |
| 7 | Färbung | - | keine anomale Änderung der Färbung O | 14tägig 1 | Besichtigungsprüfung oder photometrische Prüfung nach Platinkobalt-Eichskala |
| - | - | 2 | |||
| 8 | Mineralöle mg/I | | kein sichtbarer Film auf der Wasseroberfläche, kein Geruch | 14tägig 1 | Besichtigungs- und Geruchsprüfung oder Extraktion an ausreichendem Wasservolumen und Wiegen des Trockenrückstands |
| - | - | 2 | |||
| 9 | Tenside, die auf Methylenblau reagieren mg/l (Natriumlaurylsulfat) | - | keine anhaltende Schaumbildung | 14tägig 1 | Besichtigungsprüfung oder Methylenblauverfahren - absorptionsspektrophotometrisch |
| <0,3 | - | 2 | |||
| 10 | Phenol mg/l (Phenol-Zahl) C6H5OH | - | kein spezifischer Geruch | 14tägig 1 | Überprüfung auf spezifischen Geruch nach Phenol oder Absorptionsspektrophotometrie 4-AAP-Methode (4-Aminoantipyrin) |
| <0,005 | < 0,005 | 2 | |||
| 11 | Transparenz m | 2 | 1 O | 14tägig 1 | Secchi-Scheibe |
| 12 | Gelöster Sauerstoff % -Sättigung O2 | 80-120 | - | 2 | Winkler-Methode oder elektrometrische Methode (Sauerstoffmesser) |
| 13 | Teer-Rückstände und schwimmende Körper wie Holz, Kunststoff, Flaschen, Gefäße aus Glas, Kunstoff, Gummi oder sonstigen Stoffen. Bruch oder Splitter | keine | 14tägig 1 | Besichtigungsprüfung | |
| 14 | Ammoniak mg/l NH4 | 3 | Absorptions-Spektrophotometer - Nessler Reagenz - oder Indophenolblau-Methode | ||
| 15 | Kjeldahl-Stickstoff mg/l N | 3 | Kjeldahl-Methode | ||
| Andere Stoffe, die als Zeichen von Verschmutzung gelten | |||||
| 16 | Pestizide mg/l (Parathion, HCH, Dieldrin) | 2 | Extraktion mit geeigneten Lösungsmitteln und chromatographische Bestimmung | ||
| 17 | Schwermetalle wie: - Arsen mg/l As - Cadmium Cd - ChromVI Cr VI - Blei Pb - Quecksilber Hg | 2 | Atomabsorption, gegebenenfalls mit vorheriger Extraktion | ||
| 18 | Cyanide mg/l CN | 2 | Absorptionsspektrophotometrie mittels spezifischer Reagenzien | ||
| 19 | Nitrate und mg/l NO3 Phosphate PO4 | 3 | Absorptionsspektrophotometrie mittels spezifischer Reagenzien | ||
| G | = | (guide) = Leitwert |
| I | = | (imperativ) = zwingender Wert. |
| O | Überschreitung der Grenzwerte bei außergewöhnlichen geographischen oder meteorologischen Verhältnissen vorgesehen. | |
| 1) | Hat eine in früheren Jahren durchgeführte Probenahme Ergebnisse erbracht, die sehr viel günstiger sind als die Anforderungen dieses Anhangs und ist kein neuer Faktor hinzugekommen, der die Qualität der Gewässer verringert haben könnte, so können die zuständigen Behörden die Häufigkeit der Probenahmen um einen Faktor 2 verringern. | |
| 2) | Der Gehalt ist von den zuständigen Behörden zu überprüfen, wenn eine Untersuchung in dem Badegebiet das Vorhandensein dieser Stoffe möglich erscheinen oder auf eine Verschlechterung der Wasserqualität schließen läßt. | |
| 3) | Diese Parameter müssen von den zuständigen Behörden überprüft werden, wenn die Tendenz zur Eutrophierung der Gewässer besteht |
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