Gemeinsamer Runderlass zur Festlegung der Einsatzstichworte für Brand-, Hilfeleistungs- und Rettungsdiensteinsätze
- Hessen -

Vom 4. August 2009
(StAnz. Nr. 36 vom 31.08.2009 S. 1914 aufgehoben)



Zur aktuellen Fassung

Dieser gemeinsame Runderlass des Hessischen Ministeriums des Innern und für Sport (HMdIS) und des Hessischen Ministeriums für Arbeit, Familie und Gesundheit (HMAFG) zur Festlegung der Einsatzstichworte für Brand-, Hilfeleistungs- und Rettungsdiensteinsätze ersetzt den nicht veröffentlichten Erlass des Hessischen Ministeriums des Innern und für Sport zur Regelung der Alarmierungsstichworte für Brand-, Rettungsdienst- und Hilfeleistungseinsätze, Entsendung von Einsatzmitteln in Abhängigkeit von Einsatzstichworten und Meldebildern vom 29. Juni 1994.

Bei dem neu gefassten gemeinsamen Runderlass handelt es sich um eine allgemeine Weisung nach § 5 Abs. 4 Satz 2 des Gesetzes zur Neuordnung des Rettungsdienstes in Hessen (Hessisches Rettungsdienstgesetz 1998 - HRDG) vom 24. November 1998 (GVBl. I S. 499), geändert durch Gesetz vom 21. März 2005 (GVBl. I S. 218), die sich an die Zentralen Leitstellen nach § 54 des Hessischen Gesetzes über den Brandschutz, die Allgemeine Hilfe und den Katastrophenschutz (HBKG) vom 17. Dezember 1998 (GVBl. I S. 530), zuletzt geändert durch Gesetz vom 15. November 2007 (GVBl. I S. 757), richtet.

Angesichts der verbindlichen Vorgaben der Meldebilder und Einsatzstichworte für die Zentralen Leitstellen ist es im Hinblick auf die gewollte Sicherstellung einer landesweit einheitlichen Alarmierung erforderlich, dass auch die gemeindlichen Feuerwehren für die Brand- und Hilfeleistungseinsätze sowie die Landkreise und kreisfreien Städte für die Rettungsdiensteinsätze bei ihren Alarm- und Ausrückeordnungen die Meldebilder und Einsatzstichworte anwenden. Dabei ist im Bedarfsfalle eine weitere Untergliederung der einzelnen Einsatzstichworte unter Voranstellung des jeweils angegebenen Einsatzstichwortes zulässig (zum Beispiel F2 W für Wohnungsbrand oder F2.1 für Wohnungsbrand). Dadurch werden eine Verbesserung der Dispositionssicherheit und eine Verkürzung der Reaktionszeiten - insbesondere bei der Erstalarmierung durch die Zentralen Leitstellen - erreicht und die Grundlagen für eine landesweit einheitliche Alarmierung fortgeschrieben.

Den in dem gemeinsamen Runderlass zunächst abstrakt beschriebenen einsatztaktischen Parametern werden von den jeweils zuständigen Dienststellen die konkreten Fahrzeugalarmierungen zugeordnet. Mit der abstrakten Formulierung wird vermieden, dass der Einsatz von Fahrzeugen vorgegeben wird, die im jeweiligen Einzugsbereich nicht verfügbar sind. Ergänzend wird darauf hingewiesen, dass bei allen Atemschutzeinsätzen die Feuerwehr-Dienstvorschrift 7 und bei allen Einsätzen mit gefährlichen Stoffen und Gütern die Feuerwehr-Dienstvorschrift 500 zu berücksichtigen sind.

Im Einvernehmen zwischen den Leiterinnen und Leitern der Berufsfeuerwehren, den Leiterinnen und Leitern der Feuerwehren in Städten mit mehr als 50.000 Einwohnerinnen und Einwohnern beziehungsweise den Kreisbrandinspektorinnen und Kreisbrandinspektoren und den Trägern des Rettungsdienstes, sind über die nachfolgende Liste hinaus die erforderlichen ortsbezogenen Einsatzmittel zu ergänzen.

Ebenfalls zu ergänzen sind die Vertreterinnen und Vertreter von Amtern, Behörden, Dienststellen, Betrieben und Einrichtungen (zum Beispiel Polizei, Bundesanstalt Technisches Hilfswerk, Bauaufsichtsbehörde, Umweltämter, Wasserbehörden, Wasser- und Schifffahrtsamt, Veterinäramt, Luftaufsicht, Forstdienststellen, Energieversorgungsunternehmen, Notfallmanager der DB AG, Bezirksschornsteinfeger), die je nach Bedarf zusätzlich zu benachrichtigen oder zu informieren sind. Da bei den vorgenannten Ergänzungen die jeweiligen örtlichen Gegebenheiten berücksichtigt werden müssen, wird von einer allgemeinen Festlegung abgesehen.

Die Einsatzstichworte gelten landeseinheitlich. Daher wurde bei der Erarbeitung der Meldebilder auf die Bezeichnung von Sonderobjekten (zum Beispiel Altenheime, Krankenhäuser oder Tunnel) verzichtet. Für die Sonderobjekte sind objektbezogene Alarm- und Ausrückeordnungen im gleichen Verfahren von den oben genannten Beteiligten zu erstellen, abzustimmen und umzusetzen.

Die Einsatzstichworte und die benötigten Einsatzmittel zu den Meldebildern mit einem Massenanfall von verletzten oder erkrankten Personen (MANV) oder mit einem überörtlichen Massenanfall von verletzten oder erkrankten Personen (UMANV) werden durch gesonderten gemeinsamen Erlass veröffentlicht.

Aufhebung der bisherigen Erlassregelung

Der nicht veröffentlichte Erlass des Hessischen Ministeriums des Innern und für Sport vom 29. Juni 1994 über die Alarmierungsstichworte für Brand-, Rettungsdienst-, Hilfeleistungseinsätze, Entsendung von Einsatzmitteln in Abhängigkeit von Einsatzstichworten und Meldebildern tritt mit sofortiger Wirkung außer Kraft.

Inkrafttreten, Außerkrafttreten

Dieser gemeinsame Runderlass tritt am Tage nach der Veröffentlichung in Kraft. Er tritt mit Ablauf des 31. Dezember 2014 außer Kraft.

Anlage

Einsatzstichworte für Brandeinsätze

Alarmdurchsage

Erstalarmierung
Einsatz-
stichwort
MeldebildEinsatztaktischeParameterZusätzliche Einsatzmittel nach Lage
F 1Brand:
- PKW
- Mülltonne
- Gerümpel im Freien
- Grasfläche

oder
- ähnliche Meldebilder
- gelöschtes Feuer
- Nachschau

Taktische Einheit: 1 Staffel 
Löschmittel: 500 Liter Wasser
Atemschutz: 1 Atemschutztrupp
F 2Brand
- Wohnungsbrand
- Dachstuhlbrand
- Kellerbrand
- Zimmerbrand
- Kaminbrand
- Brand von landwirtschaftlichem Gerät

oder
- Rauchentwicklung,
- ähnliche Meldebilder

Taktische Einheiten: 2 Gruppen+ 1 Hubrettungsfahrzeug (sofern nach örtlicher Bebauung erforderlich)
Löschmittel: 1.000 Liter Wasser
Rettungsgerät: 4-teilige Steckleiter oder 2 Multifunktionsleitern
Atemschutz: 3 Atemschutztrupps
weitere Einsatzmittel: Belüftungsgerät
Führungskomponente: ELW 1
Rettungsdienst-Stichwort: R 1
F 2 YBrand
in Wohngebäuden mit Menschenleben in Gefahr
wie F 2,
aber 4 Atemschutztrupps
+ 1 Hubrettungsfahrzeug (sofern nach örtlicher Bebauung erforderlich)
Rettungsdienst-Stichwort: R 2
F 3Ausgedehnter Brand in Sondergebäuden
- Gewerbebetrieb
- Schreinerei
- Kfz-Werkstatt
- Pension
- Lagerplatz
- Produktions- und/ oder Lagergebäude

oder
- ähnliche Meldebilder

Taktische Einheiten: 3 Gruppen+ Gefahrstofferkundungsgruppe
+ ELW 2
+ 1 Hubrettungsfahrzeug (sofern nach örtlicher Bebauung erforderlich)

bei Gefahrgut:
+ wie H Gefahr 2

Löschmittel: 3.600 Liter Wasser
Atemschutz: 5 Atemschutztrupps
weitere Einsatzmittel: Belüftungsgerät
Führungskomponente: ELW 1
Rettungsdienst-Stichwort: R 1
F 3 YBrand
in Sondergebäuden mit
Menschenleben in Gefahr
wie F 3,
aber 6 Atemschutztrupps + ELW 2
+ Gefahrstofferkundungsgruppe
+ 1 Hubrettungsfahrzeug
+ Rettungsdienst-Stichwort: MANV ... (objektabhängig)

bei Gefahrgut:
+ wie H Gefahr 2

Rettungsdienst-Stichwort: R 2
F 4Brand
als Großschadenslage
Taktische Einheiten: 6 Gruppen+ weiteres Hubrettungsfahrzeug
+ weitere Tanklöschfahrzeuge
+ 1 Schlauchwagen (AB)/ Gerätewagen-Logistik Wasserversorgung
+ 1 Gerätewagen Gefahrgut
Löschmittel: 8.000 Liter Wasser
Atemschutz: 10 Atemschutztrupps
weitere Einsatzmittel: 2 Hubrettungsfahrzeuge, GW-AS (AB), Belüftungsgerät, Gefahrstofferkun-
dungsgruppe
Führungskomponente: ELW 1
ELW 2
Rettungsdienst-Stichwort: R 2
F BMABrand
- Meldung einer Brandmeldeanlage
Taktische Einheiten: 2 Gruppen+ 1 Hubrettungsfahrzeug (sofern nach örtlicher Bebauung erforderlich)
Löschmittel: 1.000 Liter Wasser
Rettungsgerät: 4-teilige Steckleiter oder 2 Multifunktionsleitern
Atemschutz: 3 Atemschutztrupps
weitere Einsatzmittel: Belüftungsgerät
Führungskomponente: ELW 1
Rettungsdienst-Stichwort: -
F FLUG 1Brand nach Flugunfall
- Kleinflugzeug
- Sportmaschine
- Segelflieger/Paraglider
- Hubschrauber
- Heißluftballons
- Militärmaschine
Taktische Einheiten: 2 Gruppen+ weitere Tanklöschfahrzeuge
Löschmittel: 2.500 Liter Wasser
240 Liter Schaummittel
Atemschutz: 4 Atemschutztrupps
weitere Einsatzmittel: Technischer Hilfeleistungssatz
Führungskomponente: ELW 1
Rettungsdienst-Stichwort: R 2
F FLUG 2Brand nach Flugunfall
- Großflugzeug
Taktische Einheiten: 6 Gruppen+ weitere Tanklöschfahrzeuge
Löschmittel: 15.000 Liter Wasser
1.500 Liter Schaummittel
Atemschutz: 10 Atemschutztrupps
weitere Einsatzmittel: Technischer Hilfeleistungssatz, GW-AS (AB), Schlauchwagen (AB)/ Gerätewagen-Logistik Wasserversorgung,
GABC-Zug,
2 RW,
1 Hubrettungsfahrzeug
Führungskomponente: ELW 1
ELW 2
Rettungsdienst-Stichwort: MANV...

 

Einsatzstichworte für Brandeinsätze
AlarmdurchsageErstalarmierung
Einsatz-
stichwort
MeldebildEinsatztaktischeParameterZusätzliche Einsatzmittel
nach Lage
F GAS 1 Brand
- einzelner Gasflaschen
- einer Gasleitung
wie F 2
+ Löschpulver + Wärmeschutzbekleidung + Ex-Warngerät
+ P 250 (FwA)
+ RW
F GAS 2Brand
- eines Gastanks
- eines Gastankfahrzeugs
- eines Gaskesselwagens
wie F 3,
+ Löschpulver + Wärmeschutzbekleidung + Ex-Warngerät
+ P 250 (FwA)
+ RW
Rettungsdienst-Stichwort: R 2  
F LKW Brand
- eines LKW
wie F 2,
aber 5.000 Liter Wasser
+ 120 Liter Schaummittel
+ weitere Tanklöschfahrzeuge

bei Gefahrgut:
+ wie H Gefahr 2

F SCHIFF 1Brand
- eines Sportboots
- einer Yacht
- eines Segelboots
wie F 2,
+ 2 RTB/MZB + Tauchergruppe
+ weitere RTB/MZB
+ Gerätewagen-Gefahrgut, Ölsperre
+ GW-Wasserrettung
Rettungsdienst-Stichwort: R 1
F SCHIFF 2Brand
- eines Passagierschiffs
- eines Frachtschiffs
- einer Personenoder Fahrzeugfähre
- eines Hotelschiffs
wie F3,
+ 2 MZB + Löschboot (LB)/ Hilfeleistungslöschboot(HLB)
+ Tauchergruppe+ ELW 2
+ 2 Hubrettungsfahrzeuge
+ weitere MZB/LB/HLB
+ 1 GW-AS (AB)
+ Gerätewagen-Gefahrgut, Ölsperre
+ Gerätewagen-Wasserrettung
+ weitere Tanklöschfahrzeuge
+ Rettungsdienst-Stichwort:
MANV ... (objektabhängig)
Rettungsdienst-Stichwort: R 2
F SCHIFF 3Brand eines
- Tankschiffs mit Gefahrgut
- Frachtschiffs mit Gefahrgut
- Containerschiffs mit Gefahrgut

oder
- ähnliche Meldebilder

Taktische Einheiten: 6 Gruppen+ weitere Tanklöschfahrzeuge
+ 1 GW-AS (AB)
+ 1 RW
+ weitere MZB/LB/HLB
+ Hubrettungsfahrzeuge
+ Ölsperre
+ GW-Wasserrettung
+ weitere Sonderlöschmittel
Löschmittel: 1.500 Liter Schaummittel Löschpulver
Atemschutz: 5 Atemschutztrupps
weitere Einsatzmittel: Wärmeschutzbekleidung, 2 MZB, 1 Löschboot (LB)/ Hilfeleistungslöschboot (HLB), Tauchergruppe, GABC-Zug
Führungskomponente: ELW 1
ELW 2
Rettungsdienst-Stichwort: R 2
F WALD 1Brand
- eines Waldes oder einer Wiese mit geringer oder keiner Ausbreitungsgefahr

oder
- unbekannte Lage in Wald und Wiese

Taktische Einheit: 1 Gruppe+ weitere Tanklöschfahrzeuge
Löschmittel: 1.600 Liter Wasser
Atemschutz: 2 Atemschutztrupps, ggf. Filtergeräte
weitere Einsatzmittel: Feuerpatschen
F WALD 2Brand
- eines Waldes oder einer Wiese mit der Gefahr der weiteren Ausdehnung
Taktische Einheiten: 3 Gruppen+ weitere Tanklöschfahrzeuge
+ 1 Schlauchwagen (AB)/ Gerätewagen-Logistik Wasserversorgung
+ ELW 2
+ Hubrettungsfahrzeuge
(zur Beobachtung der Lage)
Löschmittel: 8.000 Liter Wasser
Atemschutz: 4 Atemschutztrupps, ggf. Filtergeräte
weitere Einsatzmittel: Feuerpatschen
Führungskomponente: ELW 1
F ZUGBrand
- eines Schienenfahrzeugs/ Personenzugs/ Güterzugs
wie F 2,
aber 5.000 Liter Wasser, 5 Atemschutztrupps
+ 120 Liter Schaummittel
+ weitere Tanklöschfahrzeuge
+ 1 RW
+ weitere Sonderlöschmittel
+ GABC-Zug
+ GW AS (AB)
Rettungsdienst-Stichwort: R 1

 

Einsatzstichworte für Hilfeleistungseinsätze
AlarmdurchsageErstalarmierung
Einsatz-
stichwort
MeldebildEinsatztaktischeParameterZusätzliche Einsatzmittel
nach Lage
H 1- Kleintier in Not / Unfall mit Kleintier
- Ölspur
- Gegenstand auf der Fahrbahn
- Sicherung Fenster
- Kleine Mengen Betriebsstoffe aufnehmen
- Wasserrohrbruch
- Wasser im Keller
- Türöffnung/-sicherung
- Großer Baum auf Straße

oder
- ähnliche Meldebilder

Taktische Einheit: 1 Staffel 
Einsatzmittel:feuerwehrtechnische Grundausstattung, ggf. Zusatzbeladung "Technische Hilfeleistung"
H 2- Fahrzeug umgestürzt
- Bauunfall
- Gerüsteinsturz
- Kran droht zu stürzen

oder
- ähnliche Meldebilder

Taktische Einheit: 1 Gruppe mit technischen KomponentenErgänzung durch Sonderfahrzeuge mit technischen Komponenten RW/Kran/GW-L
Rettungsdienst-Stichwort: R 1
H EINST- Gebäudeeinsturz
- Unfall mit Einsturz von beteiligten Objekten
Taktische Einheiten: 3 Gruppen mit technischen Komponenten+ ELW 2
+ RW
+ Kran
+ Rettungshundestaffel/ THW-Ortung
weitere Einsatzmittel: Hubrettungsfahrzeug, Hebekissen
Führungskomponente: ELW 1
Rettungsdienst-Stichwort: R 2
H ELEKUnfall in großen elektrischen Anlagen/ Hochspannungsanlagen Taktische Einheiten: 1 Gruppe 
Einsatzmittel: Elektrowerkzeugsatz
Rettungsdienst-Stichwort: R 2
H GAS 1Gasgeruch Taktische Einheit: 1 Gruppe 
Atemschutz: 2 Atemschutztrupps
Einsatzmittel: 1 Ex-Warngerät
Führungskomponente: ELW 1
H GAS 2Unfall
- mit Gasausströmung

Beschädigung
- einer Gasleitung
- eines Gastanks
- eines Gastankfahrzeugs
- eines Gaskesselwagens

Taktische Einheiten: 2 Gruppen mit technischer und Brandschutz- Komponente Gefahrstoffer- kundungsgruppe+ wie F GAS 2
Atemschutz: 4 Atemschutztrupps
Führungskomponente: ELW 1
Rettungsdienst-Stichwort: R 1
H GEFAHR 1Unfall mit
- Chemikalien,
- größeren Mengen Öl
- einzelnen Gebinden (Benzin, Säure o. Ä.) Austritt von Gefahrgut
Taktische Einheiten: 2 Gruppen mit Gefahrgutausrüstung+ 1 Gerätewagen Gefahrgut (AB)
+ 1 GW-AS (AB)
+ GW-Ll/GW-L2
+ 1 Dekon-Einheit
+ Gefahrstoffer- kundungsgruppe
Atemschutz: 4 Atemschutztrupps
Einsatzmittel: 1 Messkomponente
Führungskomponente: ELW 1
Rettungsdienst-Stichwort: R 1
H GEFAHR 2Tankfahrzeug-, Tankcontainer-, Kesselwagenunfall mit Austritt von Gefahrstoffen Taktische Einheiten: 2 Gruppen mit Gefahrgutausrüstung
GABC-Zug
+ 1 GW-AS (AB)
+ GW-Ll/GW-L2
Löschmittel: 5.000 Liter Wasser
+ 120 Liter Schaummittel
Atemschutz: 4 Atemschutztrupps
Führungskomponente: ELW 1
ELW 2
Rettungsdienst-Stichwort: R 1


Einsatzstichworte für Hilfeleistungseinsätze
AlarmdurchsageErstalarmierung
Einsatz-
stichwort
MeldebildEinsatztaktische ParameterZusätzliche Einsatzmittelnach Lage
H ÖL WASSÖl auf Gewässer Taktische Einheiten: 2 Gruppen+ 1 MZB
+ Ölsanimat
+ Gerätewagen-Gefahrgut,
+ RW
weitere Einsatzmittel: Ölsperre
H ABST YPerson
- in Absturzgefahr
- droht zu springen
Taktische Einheiten: 2 Gruppen+ Höhenrettungseinheit
weitere Einsatzmittel: Sprungrettungsgerät, Hubrettungsfahrzeug, Gerätesatz Absturzsicherung
Führungskomponente: ELW 1  
Rettungsdienst-Stichwort: R 2  
H KLEMM YPerson eingeklemmt in
- Kfz/Maschine
- PKW/LKW nach VU


Person verschüttet

Taktische Einheiten: 2 Gruppen mit technischer Komponente+ RW
+ Kran
+ Rettungsplattform
Führungskomponente: ELW 1
Rettungsdienst-Stichwort: R 2
H WASS Einfache technische Hilfeleistung an oder auf Gewässer Taktische Einheit: 1 Gruppe + 1 MZB/RTB
+ Tauchergruppe
H WASS YPerson in Wasser Taktische Einheiten: 2 Gruppen+ weitere RTB/MZB
+ Eisrettungsgerät
Einsatzmittel: 2 RTB/MZB, Tauchergruppe
Führungskomponente: ELW 1
Rettungsdienst-Stichwort: R 2
H ZUG 1 Y- Person unter Zug/ Straßenbahn/ S-Bahn
- Kollision eines Zuges mit einem Straßenfahrzeug
Taktische Einheiten: 2 Gruppen mit technischer Komponente+ RW
+ Kran
+ Hebegeräte
Einsatzmittel: RW
Führungskomponente: ELW 1
Rettungsdienst-Stichwort: R 2
H ZUG 2 Y- Unfall eines Zuges/ einer S-Bahn/Straßenbahn
- Kollision zweier Züge
wie F + RW 4+ 2 RW
+ Kran
Rettungsdienst-Stichwort: MANV ...
H RADIO- AKTIVUnfall mit radioaktiven

Stoffen

Taktische Einheiten: 2 Gruppen mit Gefahrgutausrüstung+ GABC-Zug
+ GW-Ll/GW-L2
+ 1 ELW 2
Einsatzmittel: Strahlenschutzausstattung GW-AS (AB)
Führungskomponente: ELW 1
Rettungsdienst-Stichwort: R 1
H TIER Großtiere:
- Tier in Not
- Unfall mit Großtier
Taktische Einheit: 1 Gruppe + Hubrettungsfahrzeug
+ 1 RW
+ Tierrettungsgerät
+ Kran
H SCHIFF- Kollision von Fracht-/ Passagierschiff
- Schiff auf Grund gelaufen
- Größerer Wassereintritt in Boot/Schiff
- Schiff droht zu sinken
Taktische Einheiten: 3 Gruppen+ weitere MZB/LB/HLB
+ Tauchergruppe
+ 1 RW
+ 1 GW-W
+ ELW 2
Einsatzmittel: 2 MZB, Löschboot (LB)/ Hilfeleistungslöschboot (HLB)
Führungskomponente: ELW 1
Rettungsdienst-Stichwort: R 2
K Qualifizierter Krankentransport; ärztliche Einweisung (sofort durchzuführender, disponibler oder vorbestellter Krankentransport). 1 KTW/MZF    
R 0 Notfalleinsatz unterhalb der Indikationsliste für den Notarzt, deren Dringlichkeit nicht so groß ist, dass die Anordnung von Sondersignalen erforderlich wäre.1 RTW/MZF (ohne Sondersignal) Bei Bedarf können auch mehrere RTW/MZF zum Einsatz kommen.
R 1 Notfalleinsatz unterhalb der Indikationsliste für den Notarzt, jedoch so dringlich, dass der Gebrauch von Sondersignalen angeordnet werden muss.1 RTW/MZF (mit Sondersignal) Bei Bedarf können auch mehrere RTW/MZF zum Einsatz kommen.
R 2 Notfalleinsatz mit einem Notarztsystem; bei allen akut lebensbedrohlichen Situationen, die der Indikationsliste für den Notarzt entsprechen.1 RTW/MZF + 1 NEF/RTH/ITH
oder
1 NAW
Bei Bedarf können auch mehrere RTW/MZF und NEF zum Einsatz kommen.
R 3 Notarzteinsatz alleine; bei akut lebensbedrohlichen Situationen, die der Indikationsliste für den Notarzt entsprechen (zum Beispiel bereichsübergreifender Notarzteinsatz).1 NEF/NAW/RTH/ITH (allein, ohne RTW)  

Ersatzweise können bei R 1 ausschließlich zum Schutz der Einsatzkräfte eingesetzt werden:

Bei Meldebildern mit gemeldeten verletzten oder erkrankten Personen oder in Fällen, bei denen dies zu vermuten ist, sind Rettungsmittel der Regelvorhaltung nach HRDG zu alarmieren.

UWS Umweltmanagement GmbH ENDE .