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Gemeinsamer Runderlass des Hessischen Ministeriums des Innern und für Sport (HMdIS)
und des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration (HMSI)
zur Festlegung der Einsatzstichworte für Brand-, Hilfeleistungs- und Rettungsdiensteinsätze

- Hessen -

Vom 5. November 2015
(Stanz. Nr. 48 vom 23.11.2015 S. 1198)



Archiv 2009

Bei dem neu gefassten gemeinsamen Runderlass des Hessischen Ministeriums des Innern und für Sport (HMdIS) und des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration (HMSI) zur Festlegung der Einsatzstichworte für Brand-, Hilfeleistungs- und Rettungsdiensteinsätze handelt es sich um eine allgemeine Weisung nach § 6 Abs. 3 Satz 2 des Hessischen Rettungsdienstgesetzes (HRDG) vom 16. Dezember 2010 (GVBl. I S. 646), geändert durch Gesetz vom 13. Dezember 2012 (GVBl. S. 622), die sich an die Zentralen Leitstellen (Integrierten Leitstellen) nach § 54 des Hessischen Brand- und Katastrophenschutzgesetzes (HBKG) in der Fassung vom 14. Januar 2014 (GVBl. S. 26) richtet.

Angesichts der verbindlichen Vorgaben der Meldebilder und Einsatzstichworte für die Zentralen Leitstellen (Integrierten Leitstellen) ist es im Hinblick auf die gewollte Sicherstellung einer landesweit einheitlichen Alarmierung erforderlich, dass auch die gemeindlichen Feuerwehren für die Brand- und Hilfeleistungseinsätze sowie die Landkreise und kreisfreien Städte für die Rettungsdiensteinsätze bei ihren Alarm- und Ausrückeordnungen die Meldebilder und Einsatzstichworte anwenden. Dabei ist im Bedarfsfalle eine weitere Untergliederung der einzelnen Einsatzstichworte unter Voranstellung des jeweils angegebenen Einsatzstichwortes zulässig (zum Beispiel F2 W für Wohnungsbrand oder F2.1 für Wohnungsbrand). Dadurch werden eine Verbesserung der Dispositionssicherheit und eine Verkürzung der Reaktionszeiten - insbesondere bei der Erstalarmierung durch die Zentralen Leitstellen (Integrierten Leitstellen) - erreicht und die Grundlagen für eine landesweit einheitliche Alarmierung fortgeschrieben.

Den in dem gemeinsamen Runderlass zunächst abstrakt beschriebenen einsatztaktischen Parametern werden von den jeweils zuständigen Dienststellen die konkreten Fahrzeugalarmierungen zugeordnet. Mit der abstrakten Formulierung wird vermieden, dass der Einsatz von Fahrzeugen vorgegeben wird, die im jeweiligen Einzugsbereich nicht verfügbar sind. Ergänzend wird darauf hingewiesen, dass bei allen Atemschutzeinsätzen die Feuerwehr-Dienstvorschrift 7 und bei allen Einsätzen mit gefährlichen Stoffen und Gütern die Feuerwehr-Dienstvorschrift 500 zu berücksichtigen sind.

Im Einvernehmen zwischen den Leiterinnen und Leitern der Berufsfeuerwehren, den Leiterinnen und Leitern der Feuerwehren in Städten mit mehr als 50.000 Einwohnerinnen und Einwohnern beziehungsweise den Kreisbrandinspektorinnen und Kreisbrandinspektoren und den Trägern des Rettungsdienstes sind über die nachfolgende Liste hinaus die erforderlichen ortsbezogenen Einsatzmittel zu ergänzen.

Ebenfalls zu ergänzen sind die Vertreterinnen und Vertreter von Behörden, Betrieben und Einrichtungen (zum Beispiel Polizei, Bundesanstalt Technisches Hilfswerk, Bauaufsichtsbehörden, Umweltamt, Wasserbehörde, Wasser- und Schifffahrtsamt, Veterinäramt, Luftaufsicht, Forstdienststelle, Energieversorgungsunternehmen, Notfallmanager der DB AG, Bezirksschornsteinfegerinnen und Bezirksschornsteinfeger), die je nach Bedarf zusätzlich zu benachrichtigen oder zu informieren sind. Da bei den vorgenannten Ergänzungen die jeweiligen örtlichen Gegebenheiten berücksichtigt werden müssen, wird von einer allgemeinen Festlegung abgesehen.

Die Einsatzstichworte gelten landeseinheitlich. Daher wurde bei der Erarbeitung der Meldebilder auf die Bezeichnung von Sonderobjekten (zum Beispiel Altenheime, Krankenhäuser, Tunnel oder Industrieanlagen) verzichtet. Für die Sonderobjekte sind objektbezogene Alarm- und Ausrückeordnungen im gleichen Verfahren von den oben genannten Beteiligten zu erstellen, abzustimmen und umzusetzen.

Die Begriffe "große Anzahl von Menschenleben in Gefahr" und "mehrere Personen verschüttet/eingeklemmt" sind relativ zu betrachten und von den örtlichen Gegebenheiten abhängig. Sie sollen eine Eskalation des Meldebildes vermitteln. Dabei sind "mehrere Personen" immer in der Anzahl größer eins, aber nicht zwingend zwei.

Inkrafttreten, Außerkrafttreten

Dieser gemeinsame Runderlass tritt am 1. Januar 2016 in Kraft. Er tritt mit Ablauf des 31. Dezember 2020 außer Kraft.

Einsatzstichworte für Brandeinsätze

AlarmdurchsageErstalarmierung
EinsatzstichwortMeldebildEinsatztaktische ParameterZusätzliche Einsatzmittel nach Lage
F 1Brand
  • PKW
  • Mülltonne
  • Gerümpel im Freien
  • Grasfläche
    oder
  • ähnliche Meldebilder
  • gelöschtes Feuer
  • Nachschau
Taktische Einheit: 1 Staffelaußerhalb geschlossener Ortschaften:

Löschfahrzeug mit Tank > 1.600 l

Löschmittel: 500 Liter Wasser
Atemschutz: 1 Atemschutztrupp
Rettungsdienst-Stichwort: --
F 2Brand
  • Wohnungsbrand
  • Dachstuhlbrand
  • Kellerbrand
  • Zimmerbrand
  • Kaminbrand
    oder
  • Rauchentwicklung
  • ähnliche Meldebilder
Taktische Einheiten: 2 GruppenSofern nach örtlicher Bebauung erforderlich:

+ 1 Hubrettungsfahrzeug

außerhalb geschlossener Ortschaften:

+ Tanklöschfahrzeuge

+ GW-L/AB-Schlauch mit 2.000 m B-Schlauchleitung + ausreichend FPN

Löschmittel: 1.000 Liter Wasser
Rettungsgerät: 4-teilige Steckleiter oder 2 Multifunktionsleitern
Atemschutz: 3 Atemschutztrupps
weitere Einsatzmittel: 1 Belüftungsgerät
Führungskomponente: ELW 1
Rettungsdienst-Stichwort: R 1
F 2 YBrand
in Wohngebäuden mit Menschenleben in Gefahr
wie F 2,
aber 4 Atemschutztrupps
+ wie F 2
Rettungsdienst-Stichwort: R 2
F 3Ausgedehnter Brand in Sondergebäuden
  • Hochhaus
  • Gewerbebetrieb
  • Schreinerei
  • Kfz-Werkstatt
  • Pension
  • Lagerplatz
  • Produktions- und/oder Lagergebäude
    oder
  • ähnliche Meldebilder
Taktische Einheiten: 3 Gruppen+ Gefahrstofferkundungsgruppe

+ ELW 2

sofern nach örtlicher Bebauung erforderlich:

+ Hubrettungsfahrzeug

bei Gefahrgut:

+ wie H Gefahr 2

außerhalb geschlossener Ortschaften:

+ Tanklöschfahrzeuge

+ GW-L/AB-Schlauch mit 2.000 m B-Schlauchleitung + ausreichend FPN

Löschmittel: 3.600 Liter Wasser
Atemschutz: 5 Atemschutztrupps
Einsatzmittel: 1 Belüftungsgerät
Führungskomponente: ELW 1
Rettungsdienst-Stichwort: R 1
F 3 YAusgedehnter Brand in Sondergebäuden
mit Menschenleben in Gefahr
wie F 3, aber mit 6 Atemschutztrupps + ELW 2+ wie F 3

+ Rettungsdienst-Stichwort MANV

Rettungsdienst-Stichwort: R 2
F 4Brand als Großschadenslage Taktische Einheiten: 6 Gruppen+ Hubrettungsfahrzeug

+ Tanklöschfahrzeuge

+ GW-L/AB-Schlauch mit 2.000 m B-Schlauchleitung + ausreichend FPN

+ Sonderlöschmittel

+ GW-G / AB-G

Löschmittel: 8.000 Liter Wasser
Atemschutz: 10 Atemschutztrupps
Einsatzmittel: 2 Hubrettungsfahrzeuge
1 GW-AS / AB-AS
1 Belüftungsgerät
1 Gefahrstofferkundungsgruppe
Führungskomponente: ELW 2
Rettungsdienst-Stichwort: R 1
F BMABrand
  • Meldung einer Brandmeldeanlage
Taktische Einheiten: 2 Staffelnsofern nach örtlicher Bebauung erforderlich:

+ Hubrettungsfahrzeug

Löschmittel: 1.000 Liter Wasser
Rettungsgerät: 4-teilige Steckleiter oder 2 Multifunktionsleitern
Atemschutz: 3 Atemschutztrupps
weitere Einsatzmittel: 1 Belüftungsgerät
Führungskomponente: ELW 1
Rettungsdienst-Stichwort: --
F BUS YBrand eines besetzten Busses
  • Reisebus
  • Bus des ÖPNV
  • Schulbus

mit großer Anzahl von Menschenleben in Gefahr

wie F 3, aber mit 5.000 Liter Wasser + 240 Liter Schaum mittel, 6 Atemschutztrupps - + ELW 2+ PSNV

außerhalb geschlossener Ortschaften:

+ Tanklöschfahrzeuge

+ GW-L/AB-Schlauch mit 2.000 m B-Schlauchleitung + ausreichend FPN

Rettungsdienst-Stichwort: MANV ...
F FLUG 1 YBrand nach Flugunfall
  • Kleinflugzeug
  • Sportmaschine
  • Segelflieger/Paraglider
  • Hubschrauber
  • Heißluftballons
  • Militärmaschine
Taktische Einheiten: 2 Gruppen+ Tanklöschfahrzeuge

+ RW

Löschmittel: 2.500 Liter Wasser

240 Liter Schaummittel

Atemschutz: 4 Atemschutztrupps
Einsatzmittel: 1 Technischer Hilfeleistungssatz
Führungskomponente: ELW 1
Rettungsdienst-Stichwort: R 2
F FLUG 2 YBrand nach Flugunfall
  • Großflugzeug
Taktische Einheiten: 6 Gruppen+ Tanklöschfahrzeuge

+ weitere GW-L/AB-Schlauch mit 2.000 m B-Schlauchleitung + ausreichend FPN

+ PSNV

Löschmittel: 15.000 Liter Wasser

1.500 Liter Schaummittel

Atemschutz: 10 Atemschutztrupps
Einsatzmittel: 1 Technischer Hilfeleistungssatz,

1 GW-AS/AB-AS

1 GW-L/AB-Schlauch mit 2.000 m B-Schlauchleitung

1 GABC-Zug

2 RW

1 Hubrettungsfahrzeug

Führungskomponente: ELW 2
Rettungsdienst-Stichwort: MANV ...
F GAS 1Brand
  • einzelner Gasflaschen
  • einer Gasleitung
wie F 2 + Löschpulver + Wärmeschutzbekleidung + Ex-Warngerät + P 250 (FwA)
Rettungsdienst-Stichwort: -- + RW

außerhalb geschlossener Ortschaften:

+ Tanklöschfahrzeuge

+ GW-L/AB-Schlauch mit 2.000 m B-Schlauchleitung + ausreichend FPN

F GAS 2Brand eines
  • Gastanks
  • Gastankfahrzeugs
  • Gaskesselwagens
wie F 3 + 5.000 Liter Wasser + Löschpulver + Wärmeschutzbekleidung + 1 Ex-Warngerät+ wie F GAS 1
Rettungsdienst-Stichwort: R 1
F LKW/F ZugBrand eines
  • LKW
  • Busses ohne Personen
  • Schienenfahrzeugs (Triebfahrzeugs, Waggons, Personenzugs, U-/ S-Bahn-Zug, Güterzugs) ohne Menschenleben in Gefahr
  • einer landwirtschaftlichen Arbeitsmaschine in Feldgemarkung (z.B. Mähdreschers)
wie F 2 aber mit 5.000 Liter Wasser + 240 Liter Schaummittel-+ RW

+ weitere Sonderlöschmittel

+ GW AS/AB-AS

außerhalb geschlossener Ortschaften:

+ Tanklöschfahrzeuge

+ GW-L/AB-Schlauch mit 2.000 m B-Schlauchleitung + ausreichend FPN

bei Gefahrgut:

+ wie H GEFAHR 2

bei Schienenfahrzeugen in Tunnelanlagen:

+ Tunnel-Sondereinsatzmittel

Rettungsdienst-Stichwort: --
F ZUG YBrand eines
  • Schienenfahrzeugs
  • Triebfahrzeugs
  • Waggons
  • Personenzugs
  • U-/S-Bahn-Zug
  • Güterzugs

mit großer Anzahl von Menschenleben in Gefahr

wie F 4 + 240 Liter Schaummittel+ RW

+ weitere Sonderlöschmittel

+ PSNV

außerhalb geschlossener Ortschaften (objektabhängig):

+ Tanklöschfahrzeuge

+ GW-L/AB-Schlauch mit 2.000 m B-Schlauchleitung + ausreichend FPN

bei Gefahrgut:

+ wie H GEFAHR 2

in Tunnelanlagen:

+ Tunnel-Sondereinsatzmittel

Rettungsdienst-Stichwort: MANV ...
F RWMBrand
  • Meldung eines ausgelösten (Heim-) Rauchwarnmelders
Taktische Einheiten: 1 GruppeSofern nach örtlicher Bebauung erforderlich:

+ Hubrettungsfahrzeug

Löschmittel: 1.000 Liter Wasser
Rettungsgerät: 4-teilige Steckleiter oder 2 Multifunktionsleitern
Atemschutz: 2 Atemschutztrupps
weitere Einsatzmittel: 1 Belüftungsgerät
Führungskomponente: --
Rettungsdienst-Stichwort: --
F SCHIFF 1Brand
  • eines Sportboots
  • eines Segelboots
  • einer Yacht
wie F 2 + 2 MZB / RTB + 1 Tauchergruppe+ weitere MZB/RTB

+ GW-Wasserrettung

+ GW-G/AB-G

+ Ölsperre

Rettungsdienst-Stichwort: R 1
F SCHIFF 2Brand
  • eines Frachtschiffes
wie F 3 + 2 MZB + Tauchergruppe + ELW 2+ weitere FLB/HLB/MZB

+ GW-Wasserrettung

+ Hubrettungsfahrzeug

+ GW-AS/AB-AS

+ GW-G/AB-G

+ Ölsperre

+ Tanklöschfahrzeuge

weitere Einsatzmittel
+ auf Rhein, Main + Neckar: 1 Feuerlöschboot (FLB)/ Hilfeleistungslöschboot (HLB)
Rettungsdienst-Stichwort: R 1
F SCHIFF 2 YBrand
  • eines Personenschiffes
  • einer Personen- oder Fahrzeugfähre

mit großer Anzahl von Menschenleben in Gefahr

wie F 3 + 2 MZB + 1 Tauchergruppe + ELW 2+ wie F SCHIFF 2

+ Hubrettungsfahrzeug

+ PSNV

weitere Einsatzmittel
+ auf Rhein, Main + Neckar: 2 Feuerlöschboote (FLB)/ Hilfeleistungslöschboote (HLB)
Rettungsdienst-Stichwort: MANV ...
F SCHIFF 2 GEFAHRBrand eines Schiffes mit Gefahrgut
  • Tankschiff
  • Containerschiff
  • Frachtschiff
    oder
  • ähnliche Meldebilder
Taktische Einheiten: 6 Gruppenwie F SCHIFF 2

+ RW

+ weitere Sonderlöschmittel

Löschmittel: 1.500 Liter Schaummittel Löschpulver
Atemschutz: 5 Atemschutztrupps
Einsatzmittel: Wärmeschutzbekleidung

1 Tauchergruppe

1 GABC-Zug

+ auf Rhein, Main + Neckar: 2 Feuerlöschboote (FLB)/ Hilfeleistungslöschboote (HLB)
+ auf sonstigen Gewässern: 2 MZB
Führungskomponente: ELW 2
Rettungsdienst-Stichwort: R 1
F WALD 1Brand
  • eines Waldes oder einer Wiese mit geringer oder keiner Ausbreitungsgefahr
    oder
  • unbekannte Lage in Wald und Wiese
Taktische Einheit: 1 Gruppe + Tanklöschfahrzeuge
Löschmittel: 1.600 Liter Wasser
Atemschutz: 2 Atemschutztrupps ggf. Filtergeräte
weitere Einsatzmittel: Feuerpatschen
Rettungsdienst-Stichwort: --
F WALD 2Brand
  • eines Waldes oder einer Wiese mit der Gefahr der weiteren Ausdehnung
Taktische Einheiten: 3 Gruppen+ Tanklöschfahrzeuge

+ GW-L/AB-Schlauch mit 2.000 m B-Schlauchleitung + ausreichend FPN

+ ELW 2

+ Hubrettungsfahrzeuge (zur Beobachtung der Lage)

Löschmittel: 8.000 Liter Wasser
Atemschutz: 4 Atemschutztrupps ggf. Filtergeräte
weitere Einsatzmittel: Feuerpatschen
Führungskomponente: ELW 1
Rettungsdienst-Stichwort: --


Einsatzstichworte für Hilfeleistungseinsätze

AlarmdurchsageErstalarmierung
EinsatzstichwortMeldebildEinsatztaktische ParameterZusätzliche Einsatzmittel nach Lage
H 1
  • Wasser im Keller
  • Wasserrohrbruch
  • Tür- und Fenstersicherung
  • Baum oder Gegenstand auf der Straße
  • Tier in Not oder Unfall mit Tier
  • einfache technische Hilfeleistung an Bächen, Seen oder in Hafenbereichen
  • Ölspur
  • Kleine Mengen Betriebsstoffe aufnehmen oder
  • ähnliche Meldebilder
Taktische Einheit: 1 Staffel+ erforderliche Zusatzausrüstung

+ Hubrettungsfahrzeug

+ RW

bei Einsätzen an Gewässern:

+ 1 MZB/RTB

+ Tauchergruppe

Einsatzmittel: 1 feuerwehrtechnische Grundausstattung, ggf. Zusatzbeladung "Technische Hilfeleistung"
Rettungsdienst-Stichwort: --
H 1 Y
  • Notfall-Türöffnung
  • Person im Aufzug
  • Tragehilfe für den Rettungsdienst
    oder
  • ähnliche Meldebilder
Taktische Einheit: 1 Staffel+ Hubrettungsfahrzeug
Einsatzmittel: 1 feuerwehrtechnische Grundausstattung, ggf. Zusatzbeladung "Technische Hilfeleistung"
Rettungsdienst-Stichwort: R 1
H 2
  • Fahrzeug umgestürzt
  • Bauunfall
  • Gerüsteinsturz
  • Kran umgestürzt
  • Unfall mit Einsturz von beteiligten Objekten
Taktische Einheit: 1 Gruppe mit technischen Komponenten+ RW

+ GW-L

Führungskomponente: ELW 1
Rettungsdienst-Stichwort: --
ohne Menschenleben in Gefahr
oder
  • ähnliche Meldebilder
H ABST YPerson
  • in Absturzgefahr
  • droht zu springen
Taktische Einheiten: 2 Gruppen+ Berg-/Höhenrettung

+ Luft-/ Hubschraubergestützte Berg- und Höhenrettung

Einsatzmittel: 1 Sprungrettungsgerät

1 Hubrettungsfahrzeug

1 Gerätesatz "Absturzsicherung"

Führungskomponente: ELW 1
Rettungsdienst-Stichwort: R 2
H ELEKUnfall in großen elektrischen Anlagen/Hochspannungsanlagen Taktische Einheiten: 1 Gruppe
Einsatzmittel: 1 Elektrowerkzeugsatz
Führungskomponente: ELW 1
Rettungsdienst-Stichwort: R 2
H EINST Y
  • Gebäudeeinsturz
  • Bauunfall
  • Gerüsteinsturz
  • Kran umgestürzt
  • Unfall mit Einsturz von beteiligten Objekten
  • Person verschüttet

mit Menschenleben in Gefahr
oder

  • ähnliche Meldebilder
Taktische Einheiten: 3 Gruppen mit technischen Komponenten+ wie H 2

+ ELW 2

+ Berg-/ Höhenrettung

+ Luft-/ Hubschraubergestützte Berg- und Höhenrettung

+ Rettungshunde

+ Technische Ortungsgeräte (THW-Fachgruppe Ortung)

weitere Einsatzmittel: 1 Hubrettungsfahrzeug

1 Hebekissen

Führungskomponente: ELW 1
Rettungsdienst-Stichwort: R 2
H FLUSSEinfache technische Hilfeleistung auf Flüssen Taktische Einheit: 1 Gruppe+ weitere FLB/HLB/MZB

+ Tauchergruppe

Einsatzmittel
+ auf Rhein, Main + Neckar: 1 Feuerlöschboot (FLB)/ Hilfeleistungslöschboot (HLB)/MZB
+ auf sonstigen Flüssen: 1 MZB
Rettungsdienst-Stichwort: --
H FLUSS YPerson in Fluss Taktische Einheiten: 2 Gruppen+ weitere MZB/RTB

+ GW-Wasserrettung

+ Eisrettungsgerät

Einsatzmittel: 1 Tauchergruppe
+ auf Rhein, Main + Neckar: 2 Feuerlöschboote (FLB)/ Hilfeleistungslöschboote (HLB)/MZB
+ auf sonstigen Flüssen: 2 MZB
Führungskomponente: ELW 1
Rettungsdienst-Stichwort: R 2
H WASS YPerson in Wasser
  • Bach
  • See
  • Hafenbereich
    oder
  • ähnliche Meldebilder
Taktische Einheiten: 2 Gruppen+ weitere MZB/RTB

+ GW-Wasserrettung

+ Eisrettungsgerät

Einsatzmittel: 1 Tauchergruppe
1 MZB/RTB
Führungskomponente: ELW 1
Rettungsdienst-Stichwort: R 2
H GAS 1Gasgeruch Taktische Einheit: 1 GruppeBei Verdacht auf Kohlenmonoxid:

+ Kohlenmonoxid-Warn- + -Messgerät

Atemschutz: 2 Atemschutztrupps
Einsatzmittel: 1 Ex-Warngerät
1 Belüftungsgerät
Führungskomponente: ELW 1
Rettungsdienst-Stichwort: --
H GAS 2Unfall mit
  • Gasausströmung

Beschädigung

  • einer Gasleitung
  • eines Gastanks
  • eines Gastankfahrzeugs
  • eines Gaskesselwagen
Taktische Einheiten: 2 Gruppen mit technischer und Brandschutz-Komponente+ wie F GAS 2

+ Löschpulver

Atemschutz: 4 Atemschutztrupps
weitere Einsatzmittel: 1 Gefahrstofferkundungsgruppe
Führungskomponente: ELW 1
Rettungsdienst-Stichwort: R 1
H GEFAHR 1Unfall mit
  • Chemikalien
  • größeren Mengen Öl
  • einzelnen Gebinden (Benzin, Säure o. ä.)

Austritt von Gefahrstoff

Taktische Einheiten: 2 Gruppen mit Gefahrgutausrüstung+ Dekon-Einheit

+ Gefahrstofferkundungsgruppe

Atemschutz: 4 Atemschutztrupps
weitere Einsatzmittel: 1 Messkomponente
Führungskomponente: ELW 1
Rettungsdienst-Stichwort: R 1
H GEFAHR 2Unfall mit Gefahrstoffaustritt eines
  • Tankfahrzeugs
  • Tankcontainers
  • Kesselwaggons
Taktische Einheiten: 2 Gruppen mit Gefahrgutausrüstung
1 GABC-Zug
+ GW-AS/AB-AS

+ GW-L

Löschmittel: 5.000 Liter Wasser
240 Liter Schaummittel
Atemschutz: 4 Atemschutztrupps
Führungskomponente: ELW 2
Rettungsdienst-Stichwort: R 1
H KLEMM 1 YPerson eingeklemmt in
  • PKW/LKW nach VU
  • Kfz/Maschine

Person verschüttet

Taktische Einheiten: 2 Gruppen mit technischen Komponenten+ RW

+ Rettungsplattform

Führungskomponente: ELW 1
Rettungsdienst-Stichwort: R 2
H KLEMM 2 YMehrere Personen eingeklemmt in
  • Bus nach VU
  • Kfz/Maschine

Mehrere Personen verschüttet

Taktische Einheiten: 4 Gruppen mit technischen Komponenten+ RW

+ Rettungsplattform

+ PSNV

Führungskomponente: ELW 2
Rettungsdienst-Stichwort: MANV ...
H ÖL FLUSSÖl auf Fluss Taktische Einheiten: 2 Gruppen+ weitere FLB/HLB/MZB

+ Ölsanimat

+ GW-G/AB-G

+ RW

+ GW-L

Einsatzmittel: 1 Ölsperre
+ auf Rhein, Main+ Neckar: 1 Feuerlöschboot (FLB)/ Hilfeleistungslöschboot (HLB)/MZB
+ auf sonstigen Flüssen: 1 MZB
Führungskomponente: ELW 1
Rettungsdienst-Stichwort: --
H ÖL WASSÖl auf Gewässer
  • Bach
  • See
  • Hafenbereich
    oder
  • ähnliche Meldebilder
Taktische Einheiten: 2 Gruppen+ MZB

+ Ölsanimat

+ GW-G/AB-G

+ RW

+ GW-L

Einsatzmittel: 1 Ölsperre
Rettungsdienst-Stichwort: --
H RADIOAKTIVUnfall mit radioaktiven Stoffen Taktische Einheiten: 2 Gruppen mit Gefahrgutausrüstung+ GABC-Zug

+ GW-L

+ ELW 2

weitere Einsatzmittel: 1 Strahlenschutzausstattung
1 GW-AS / AB-AS
Führungskomponente: ELW 1
Rettungsdienst-Stichwort: R 1
H SCHIFF
  • Havarie oder Kollision eines Frachtschiffes
  • Schiff auf Grund gelaufen oder droht zu sinken
  • größerer Wassereintritt in Boot/Schiff
Taktische Einheiten: 3 Gruppen+ weitere FLB/HLB/MZB/ RTB

+ Tauchergruppe

+ GW-Wasserrettung

+ Hubrettungsfahrzeug

+ GW-G/AB-G

+ Ölsperre

+ RW

+ ELW 2

Einsatzmittel
+ auf Rhein, Main + Neckar: 1 Feuerlöschboot (FLB)/ Hilfeleistungslöschboote (HLB)
+ auf sonstigen Flüssen: 2 MZB
Führungskomponente: ELW 1
Rettungsdienst-Stichwort: R 1
H SCHIFF YHavarie oder Kollision
  • eines Personenschiffs
  • einer Personen- oder Fahrzeugfähre

mit großer Anzahl von Menschenleben in Gefahr

Taktische Einheiten: 6 Gruppen+ weitere FLB/HLB/MZB/RTB

+ GW-Wasserrettung

+ 2 Hubrettungsfahrzeuge

+ GW-G/AB-G

+ Ölsperre

+ RW

+ PSNV

Einsatzmittel: 1 Tauchergruppe
+ auf Rhein, Main + Neckar: 2 Feuerlöschboote (FLB)/ Hilfeleistungslöschboote (HLB)

2 MZB

+ auf sonstigen Flüssen: 3 MZB
Führungskomponente: ELW 2
Rettungsdienst-Stichwort: MANV ...
H ZUG 1 Y
  • Person unter Zug/U-/S- Bahn/Straßenbahn
  • Kollision eines Zuges mit einem Straßenfahrzeug
Taktische Einheiten: 2 Gruppen+ Hebegeräte

in Tunnelanlagen:

+ Tunnel- Sondereinsatzmittel

Einsatzmittel: technische Komponente 1 RW
Führungskomponente: ELW 1
Rettungsdienst-Stichwort: R 2
H ZUG 2 Y
  • Unfall eines Zuges/einer U-/S-Bahn/Straßenbahn
  • Kollision zweier Züge

mit großer Anzahl von Menschenleben in Gefahr

wie F 4 + RW + PSNV

in Tunnelanlagen:

+ Tunnel-Sondereinsatzmittel

Führungseinheit: ELW 2
Rettungsdienst-Stichwort: MANV ...


Einsatzstichworte für Rettungsdiensteinsätze

AlarmdurchsageErstalarmierung
EinsatzstichwortMeldebildEinsatztaktische ParameterZusätzliche Einsatzmittel nach Lage
K Qualifizierter Krankentransport; ärztliche Einweisung (sofort durchzuführender, disponibler oder vorbestellter Krankentransport). 1 KTW/MZF
R 0 Notfalleinsatz unterhalb der Indikationsliste für den Notarzt, deren Dringlichkeit nicht so groß ist, dass die Anordnung von Sondersignalen erforderlich wäre. 1 RTW/MZF (ohne Sondersignal) Bei Bedarf können auch mehrere RTW/MZF zum Einsatz kommen.
R 1 Notfalleinsatz unterhalb der Indikationsliste für den Notarzt, jedoch so dringlich, dass der Gebrauch von Sondersignalen angeordnet werden muss. 1 RTW/MZF (mit Sondersignal) Bei Bedarf können auch mehrere RTW/MZF zum Einsatz kommen.
R 2 Notfalleinsatz mit einem Notarztsystem; bei allen akut lebensbedrohlichen Situationen, die der Indikationsliste für den Notarzt entsprechen. 1 RTW/MZF + 1 NEF/RTH/ITH
oder
1 NAW
Bei Bedarf können auch mehrere RTW/MZF und NEF zum Einsatz kommen.
R 3 Notarzteinsatz alleine; bei akut lebensbedrohlichen Situationen, die der Indikationsliste für den Notarzt entsprechen (z.B. bereichsübergreifender Notarzteinsatz). 1 NEF/NAW/RTH/ITH (allein, ohne RTW)


Ersatzweise können bei R 1 ausschließlich zum Schutz der Einsatzkräfte eingesetzt werden:

Bei Meldebildern mit gemeldeten verletzten oder erkrankten Personen oder in Fällen, bei denen dies zu vermuten ist, sind Rettungsmittel der Regelvorhaltung nach HRDG zu alarmieren.

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