Empfehlungen der Ausschüsse 819. Sitzung des Bundesrates am 10. Februar 2006
Mitteilung der Kommission der Europäischen Gemeinschaften an den Rat, das Europäische Parlament, den Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss der Regionen zur Situation behinderter Menschen in der erweiterten Europäischen Union: Europäischer Aktionsplan 2006 - 2007 KOM (2005) 604 endg.; Ratsdok. 15144/05

A

Der federführende Ausschuss für Fragen der Europäischen Union (EU), der Ausschuss für Frauen und Jugend (FJ) und der Wirtschaftsausschuss (Wi) empfehlen dem Bundesrat, zu der Vorlage gemäß §§ 3 und 5 EUZBLG wie folgt Stellung zu nehmen:

Begründung (nur gegenüber dem Plenum):

Die Mitteilung der Kommission zur Situation behinderter Menschen in der erweiterten EU berücksichtigt nicht die spezifische Situation behinderter Frauen und die vielfältigen Benachteiligungen und Diskriminierungen, die behinderte Frauen auf Grund ihres Geschlechts und ihrer Behinderung erleben.

Diese besondere Lebenssituation behinderter Frauen wird in der Mitteilung der Kommission nicht thematisiert. Insofern sind in dem Aktionsplan auch keine speziellen Maßnahmen zu Gunsten behinderter Mädchen und Frauen mit enthalten die ihre Menschenrechte und ihre volle Teilhabe an allen Bereichen sicherstellen und alle Rechte garantieren, wie sie auf Grundlage von Gleichheit festgeschrieben sind. Weiterhin fehlt der im Amsterdamer Vertrag der EU verankerte gleichstellungspolitische Ansatz des Gender Mainstreaming.

B