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Regelwerk

Änderungstext

BioKraftQuG - Biokraftstoffquotengesetz 1 2
Gesetz zur Einführung einer Biokraftstoffquote durch Änderung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes und zur Änderung energie- und stromsteuerrechtlicher Vorschriften

Vom 18. Dezember 2006
(BGBl. Nr. I vom 21.12.2006 S. 3180)



Vgl. Bundesratsdrucksachen

Der Bundestag hat das folgende Gesetz beschlossen:

Artikel 1
Änderung des Energiesteuergesetzes

Das Energiesteuergesetz vom 15. Juli 2006 (BGBl. I S. 1534) wird wie folgt geändert:

1. § 2 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 wird wie folgt gefasst:

alt neu
1. für 1 000 l ordnungsgemäß gekennzeichnete Gasöle der Unterpositionen 2710 19 41 bis 2710 19 49 der Kombinierten Nomenklatur 61,35 EUR,
1. für 1000 l ordnungsgemäß gekennzeichnete Gasöle der Unterpositionen 2710 19 41 bis 2710 19 49 der Kombinierten Nomenklatur
a) mit einem Schwefelgehalt von mehr als 50 mg/kg

bis zum 31. Dezember 2008

61,35 EUR,
ab dem 1. Januar 2009 76,35 EUR,
b) mit einem Schwefelgehalt von höchstens 50 mg/kg 61,35 EUR,".

2. § 37 Abs. 2 Satz 1 Nr. 4 wird wie folgt gefasst:

alt neu
4. für chemische Reduktionsverfahren in Hochöfen, "4. als Heizstoff für Prozesse und Verfahren nach § 51,".

3. § 50 wird wie folgt gefasst:

alt neu
§ 50 Steuerentlastung für Biokraft- und Bioheizstoffe

(1) Dem Steuerschuldner wird auf Antrag für nachweislich versteuerte Energieerzeugnisse, die Biokraft- oder Bioheizstoffe enthalten, eine Steuerentlastung gewährt. Der Steuerentlastungsanspruch entsteht in dem Zeitpunkt, in dem für die Energieerzeugnisse die Steuer nach den Steuersätzen des § 2 in Person des Entlastungsberechtigten entsteht. Die Steuerentlastung wird vorbehaltlich Absatz 2 Satz 3 bis zum 31. Dezember 2009 gewährt.

(2) Die Steuerentlastung wird in Höhe der auf den Biokraft- oder Bioheizstoffanteil entfallenden Steuer gewährt. Abweichend von Satz 1 wird für Energieerzeugnisse, die nach den Steuersätzen des § 2 Abs. 1 Nr. 4 versteuert worden sind und die Fettsäuremethylester oder Pflanzenöl als Biokraftstoff enthalten, für den Anteil Fettsäuremethylester oder Pflanzenöl nur eine teilweise Steuerentlastung gewährt. Die Steuerentlastung beträgt

 1. für 1 000 l Fettsäuremethylester

a) unvermischt mit anderen Energieerzeugnissen, ausgenommen Biokraftstoffen
oder Additiven der Position 3811 der Kombinierten Nomenklatur
bis 31. Dezember 2007 vom 1. Januar 2008 bis 380,40 EUR,
31. Dezember 2008 vom 1. Januar 2009 bis 320,40 EUR,
31. Dezember 2009 vom 1. Januar 2010 bis 260,40 EUR,
31. Dezember 2010 vom 1. Januar 2011 bis 200,40 EUR,
31. Dezember 2011
ab 1. Januar 2012
140,40 EUR,
20,40 EUR,
b) andere 320,40 EUR,

2. für 1 000 l Pflanzenöl

bis 31. Dezember 2007 vom 1. Januar 2008 bis 470,40 EUR,
31. Dezember 2008 vom 1. Januar 2009 bis 370,40 EUR,
31. Dezember 2009 vom 1. Januar 2010 bis 290,40 EUR,
31. Dezember 2010 vom 1. Januar 2011 bis 210,40 EUR,
31. Dezember 2011
ab 1. Januar 2012
140,40 EUR,
20,40 EUR.

(3) Biokraft- und Bioheizstoffe sind Energieerzeugnisse ausschließlich aus Biomasse im Sinne der Biomasseverordnung vom 21. Juni 2001 (BGBl. I S. 1234), geändert durch die Verordnung vom 9. August 2005 (BGBl. I S. 2419), in der jeweils geltenden Fassung. Energieerzeugnisse, die anteilig aus Biomasse hergestellt werden, gelten in Höhe dieses Anteils als Biokraft- oder Bioheizstoff. Fettsäuremethylester, die durch Veresterung von pflanzlichen und tierischen Ölen und Fetten, soweit diese selbst Biomasse im Sinne der Biomasseverordnung sind, gewonnen werden, gelten in vollem Umfang als Biokraft- oder Bioheizstoffe. Bioethanol gilt nur dann als Biokraft- oder Bioheizstoff, wenn es sich um Ethylalkohol ex Unterposition 2207 10 00 der Kombinierten Nomenklatur mit einem Alkoholanteil von mindestens 99 Volumenprozent handelt. Für Energieerzeugnisse, die anteilig aus Bioethanol bestehen, gilt für den Bioethanolanteil Satz 4 sinngemäß.

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