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Regelwerk; BGI / DGUV-I

BGI 505-12 / DGUV Information 213-512 - Von den Berufsgenossenschaften anerkannte Analysenverfahren zur Feststellung der Konzentrationen krebserzeugender Arbeitsstoffe in der Luft in Arbeitsbereichen - Verfahren zur Bestimmung von Vinylchlorid (VC)
Berufsgenossenschaftliche Informationen für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit (BGI)
(bisherige ZH 1/120.12)

(Ausgabe 10/1992)




Erprobte und von den Berufsgenossenschaften anerkannte Verfahren zur Bestimmung von Vinylchlorid in Arbeitsbereichen.

Es sind personenbezogene oder ortsfeste Probenahmen für Messungen zur Beurteilung von Arbeitsbereichen möglich:

  1. Probenahme mit Pumpe und Adsorption an Aktivkohle, Gaschromatographie nach Elution.
    "VINYLCHLORID - 1 - GC".
    (Ausgabe: Dezember 1983, revidiert Oktober 1992).
  2. Probenahme mit Pumpe und Adsorption an Aktivkohle,
    Dampfraumgaschromatographie nach Desorption.
    "VINYLCHLORID - 2 - DRGC".
    (Ausgabe Oktober 1992).

Kontinuierliche Verfahren

Zur Konzentrationsüberwachung in Arbeitsbereichen können ortsfeste Prozessgaschromatographen oder Geräte mit galvanischer Messzelle eingesetzt werden.

Für die Suche nach Undichtigkeiten in Anlagen oder für Kontrollmessungen bei Reinigungs- und Reparaturarbeiten sowie zur Orientierung können tragbare Flammenionisations-Detektoren (FID) oder Photoionisations-Detektoren (PID) eingesetzt werden.

Siehe auch Anhang zum "Allgemeinen Teil": "Kontinuierliche Messverfahren".

Vinylchlorid, CAS-Nr.: 75-01-4

Kontinuierliche Verfahren

1. Prozessgaschromatographie zur ortsfesten Messung

Messprinzip: Ein definiertes Luftvolumen wird in einen Trägergasstrom eingegeben und durch eine Trennsäule geleitet. VC wird darin von den in der Probeluft enthaltenen Begleitkomponenten getrennt und anschließend mit einem Flammenionisations-Detektor (FID) gemessen.
Technische Daten
Kleinster Messbereich: 0 ... 5 ml/m3(ppm).
Bestimmungsgrenze: 0,1 ml/m3(ppm) 0,3 mg/m3 an VC.
Selektivität: Bei geeigneten Trennsäulen gegeben.
Messzeit für 1 Messung: 1 ... 3 Minuten

(abhängig von Begleitkomponenten).

Vorteile: Angabe örtlicher und zeitlicher Änderungen der Konzentration möglich;

rasche und unmittelbare Anzeige.

Betriebsmittel: Pneumatische Hilfsenergie;
Reinstluft oder synthetische Luft,
Reinstwasserstoff;
Trägergas.
Hersteller: z.B. Asea Brown Boveri, Mannheim,
Mannesmann Hartmann & Braun, Frankfurt,
Siemens AG, Karlsruhe

Kontinuierliche Verfahren

2. Gerät mit galvanischer Messzelle zur ortsfesten Messung

Messprinzip: Aus VC wird bei Temperaturen oberhalb 800 °C Chlor und Chlorwasserstoff abgespalten Die Komponenten werden in einer Elektrolytlösung aufgefangen und mit halogenspezifischen Elektroden potentiometrisch gemessen.
Technische Daten
Kleinster Messbereich: 0 . . . 10 ml/m3(ppm).
Bestimmungsgrenze: 0,2 ml/m3(ppm) 0,5 mg/m3 an VC.
Selektivität: Nicht gegeben

(halogenspezifische Messung, mit Selektivfilter halogenkohlenwasserstoffspezifisch).

Anzeigenverzögerung: T90- 2 Minuten.
Vorteile: Angabe örtlicher und zeitlicher Änderungen der Konzentration möglich; rasche und unmittelbare Anzeige.
Betriebsmittel: Elektrolytlösung.
Hersteller: z.B. BASF AG, Ludwigshafen

Diskontinuierliches Verfahren

1. Probenahme mit Adsorption an Aktivkohle und gaschromatographische Bestimmung

Messprinzip: Mit Hilfe einer Pumpe wird ein definiertes Luftvolumen durch Aktivkohle gesaugt. Das adsorbierte VC wird nach Elution mit Schwefelkohlenstoff gaschromatographisch bestimmt.
Technische Daten
Nachweisgrenze: Unter den Bedingungen in der Praxis beträgt die relative Nachweisgrenze 0,2 ml/m3(ppm) 0,5 mg/m3 an VC.
Spezifität: Infolge Störkomponenten zu hohe Werte möglich.

Störeinflüsse sind im allgemeinen durch Wahl einer anderen Säule eleminierbar.

Vorteile: Personenbezogene Messungen; spezifische Messungen möglich.
Nachteile: Keine Anzeige von Konzentrationsspitzen, hoher Zeitaufwand.
Apparativer Aufwand: Pumpe,
Gasmengenzähler oder Volumenstromanzeiger,
Aktivkohleröhrchen;
Gaschromatograph mit Flammenionisations-Detektor (FID).

Ausführliche Verfahrensbeschreibung

1 Zusammenfassung

Mit diesem Verfahren wird die über die Probenahmedauer gemittelte Konzentration von VC im Arbeitsbereich personenbezogen oder ortsfest bestimmt.

Mit Hilfe einer Pumpe, die von einer Person mitgeführt wird oder die ortsfest angebracht ist, wird ein definiertes Luftvolumen durch ein mit Aktivkohle gefülltes Glasröhrchen gesaugt. Anschließend wird das adsorbierte VC nach Elution mit Schwefelkohlenstoff gaschromatographisch bestimmt.

Die absolute Nachweisgrenze beträgt unter den Bedingungen in der Praxis 1 ng VC. Die relative Nachweisgrenze beträgt 0,2 ml/m3 0,5 mg/m3

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(Stand: 16.06.2018)

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