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Richtlinie zur Strahlenschutzverordnung (StrlSchV) und zur Röntgenverordnung (RöV)
Ärztliche und zahnärztliche Stellen
Vom 18.12.2003
(GMBl. Nr. 14, 55. Jahrgang vom 12.02.2004 S. 258)
1 Grundlagen
Diese Richtlinie gibt Hinweise zur Bildung, Arbeitsweise und Bestimmung der ärztlichen und zahnärztlichen Stellen nach § 17a RöV und § 83 StrlSchV
Die Anwendung ionisierendender Strahlung und radioaktiver Stoffe in der Heilkunde und Zahnheilkunde bedarf der Qualitätssicherung. Sie ist von wesentlicher Bedeutung für die diagnostischen Aussagen, für die Durchführung und die Ergebnisse einer Behandlung.
Eine Differenzierung innerhalb der ärztlichen oder zahnärztlichen Stellen ist für folgende vier Anwendungsbereiche zweckmäßig:
Die Röntgenverordnung (§ 17a) und die Strahlenschutzverordnung (§ 83) sehen die Bestimmung von ärztlichen bzw. zahnärztlichen Stellen vor, die alle Anwender radioaktiver Stoffe oder ionisierender Strahlung in der Medizin ohne weitere Unterteilung nach stationärem oder ambulantem Einsatz prüfen sollen. Diese können eine gemeinsame Infrastruktur nutzen. Ärztliche und zahnärztliche Stellen können für mehrere Länder und Anwendungsbereiche eingerichtet werden (beispielsweise für die Strahlenbehandlung und/oder die Nuklearmedizin). Dieses bietet sich insbesondere an, wenn in den einzelnen Ländern die Anzahl der zu überprüf enden Anwender gering ist.
Die zuständige Behörde bestimmt die ärztlichen und zahnärztlichen Stellen. Sie kann Vorgaben zu deren organisatorischen Form und Aufgabenstellung machen.
Die ärztlichen und zahnärztlichen Stellen können für die einzelnen Prüfbereiche zur Durchführung der Prüfungen und Beratungen Kommissionen oder andere Untergliederungen bilden.
Unabhängig von der Strahlenschutzverordnung und der Röntgenverordnung können die ärztlichen und zahnärztlichen Stellen nach landesrechtlichen Vorschriften wie Heilberufegesetz, Zuständigkeitsverordnung o. ä. gebildet werden. Die Länder tragen dafür Sorge, dass von den ärztlichen und zahnärztlichen Stellen für ihre Prüftätigkeit nach Strahlenschutzverordnung oder Röntgenverordnung von den Anwendern radioaktiver Stoffe oder ionisierender Strahlung Gebühren oder Entgelte erhoben werden können.
Die ärztlichen und zahnärztlichen Stellen haben eine Mittlerfunktion zwischen dem Strahlenschutzverantwortlichen und dem anwendenden Arzt bzw. Zahnarzt einerseits und der strahlenschutzrechtlichen Aufsichtsbehörde andererseits. Der Behörde gegenüber sind sie zur Übermittlung der Ergebnisse der Überprüfungen, des Abweichens vom Qualitätsstandard (beispielsweise der beständigen ungerechtfertigten Überschreitung der diagnostischen Referenzwerte) und der Nichtbeachtung der unterbreiteten Vorschläge zur Qualitätsverbesserung sowie zur Reduktion der Patientenexposition verpflichtet. Dem Strahlenschutzverantwortlichen sollen sie Vorschläge zur Optimierung der medizinischen Strahlenanwendung machen.
Die ärztlichen oder zahnärztlichen Stellen treffen keine Maßnahmen der Aufsicht nach § 19 AtG.
2 Aufgaben der ärztlichen und zahnärztlichen Stellen
Die Aufgaben der ärztlichen und zahnärztlichen Stellen umfassen:
Die ärztlichen und zahnärztlichen Stellen berichten bis spätestens zum 31. März des folgenden Jahres der zuständigen Behörde über ihre Tätigkeit. In dem Bericht werden aufgeführt:
Die zuständige Behörde kann weitere Berichte verlangen.
Die o. g. Aufgaben werden auch bei Anwendungen ionisierender Strahlung oder radioaktiver Stoffe am Menschen im Rahmen der medizinischen Forschung durch die ärztlichen und zahnärztlichen Stellen wahrgenommen.
3 Qualitätsmanagement und Organisationsstruktur
3.1 Qualitätsmanagement der ärztlichen und zahnärztlichen Stellen
Um eine einheitliche Verfahrensweise und vergleichbare Ergebnisdarstellungen in den einzelnen Ländern zu gewährleisten, nehmen die ärztlichen und zahnärztlichen Stellen an einem alle Länder umfassenden regelmäßigen, mindestens jährlichen, Erfahrungsaustausch teil (zentraler Erfahrungsaustausch der ärztlichen und zahnärztlichen Stellen). Die zuständigen Behörden erhalten die Protokolle dieses Erfahrungsaustausches.
Die zuständigen Behörden wirken darauf hin, dass die ärztlichen und zahnärztlichen Stellen ein prozessorientiertes Managementsystem zur Qualitätssicherung einführen und praktizieren. Für die Qualitätssicherung ist u. a. die DIN-EN-ISO-Zertifizierung oder ein externes, unabhängiges Audit durch den Zentralen Erfahrungsaustausch der ärztlichen und zahnärztlichen Stellen geeignet.
3.2 Organisationsstruktur
Im Einvernehmen mit der zuständigen Behörde werden in ausreichender Zahl Ärzte, Zahnärzte und Medizinphysik-Experten mit spezieller Erfahrung im entsprechenden Gebiet und in der Qualitätssicherung durch den Träger der ärztlichen oder zahnärztlichen Stelle als Mitglieder berufen. Eine Ergänzung durch beratende Personen ist möglich. Die Dauer der Berufung soll allgemein vier Jahre betragen. Die Wiederberufung ist möglich. Die Abberufung durch den Träger ist in fachlich begründeten Fällen und bei unzureichender Mitarbeit möglich.
Zur Wahrnehmung der Prüfungsaufgaben werden Prüfungskommissionen gebildet, die in der Regel aus mindestens zwei Fachärzten und einem Medizinphysik-Experten bestehen sollen.
Die Mitglieder der Prüfungskommissionen müssen die erforderliche Fachkunde im Strahlenschutz und eine langjährige praktische Erfahrung auf dem jeweiligen Gebiet besitzen.
Die Mitglieder der ärztlichen und zahnärztlichen Stelle sind im Rahmen ihrer Prüfaufgaben fachlich unabhängig. Sie nehmen im Rahmen der Befugnisse der ärztlichen und zahnärztlichen Stellen ihre Aufgaben nach bestem Wissen wahr.
Alle Mitglieder der ärztlichen und zahnärztlichen Stellen unterliegen nach § 17a Abs. 3 RöV und § 83 Abs. 3 StrlSchV hinsichtlich der patientenbezogenen Daten der ärztlichen Schweigepflicht.
Die fachliche Leitung der ärztlichen und zahnärztlichen Stellen wird von einem Facharzt oder Zahnarzt mit der erforderlichen Fachkunde im Strahlenschutz für das jeweilige Anwendungsgebiet wahrgenommen.
Prüfungen von technischen Sachverhalten können von medizinisch-technischen Radiologieassistenten/innen oder in den Qualitätsprüfungen erfahrenen Personen vorbereitet oder durchgeführt werden.
Die Träger der ärztlichen oder zahnärztlichen Stellen haben dafür Sorge zu tragen, dass für die Verwaltung, Organisation und Durchführung der Aufgaben Fachkräfte und erforderliche Geräte und Einrichtungen für die Prüfungen zur Verfügung stehen.
Im Rahmen ihrer Tätigkeit kann die ärztliche oder zahnärztliche Stelle mit der Landesärztekammer oder der Landeszahnärztekammer und mit der Kassenärztlichen oder der Kassenzahnärztlichen Vereinigung, bzw. mit den vergleichbaren privaten Trägerorganisationen, zusammenarbeiten.
4 Beurteilungsgrundlagen
Die ärztlichen und zahnärztlichen Stellen arbeiten und beurteilen auf der Grundlage der Strahlenschutzverordnung und der Röntgenverordnung nach dem Stand der Heilkunde oder Zahnheilkunde und nach den Erfordernissen der medizinischen Wissenschaft. Die Beurteilung der technischen Qualität soll auf der Grundlage der diesbezüglichen Richtlinien zur Röntgenverordnung und Strahlenschutzverordnung sowie nach den einschlägigen Normen (Deutsches Institut für Normung, DIN; Europäische Norm, EN) und soweit diese nicht vorliegen unter Berücksichtigung des Standes der Technik (RöV) bzw. des Standes von Wissenschaft und Technik (StrlSchV) erfolgen. Weiterhin sind die Anforderungen nach dem Medizinproduktegesetz zu berücksichtigen.
Die rechtfertigende Indikation und, sofern erforderlich, der ärztliche Befund der Röntgenuntersuchung, nuklearmedizinischen Untersuchung und Strahlenbehandlung sind im Rahmen der Qualitätsbeurteilung heranzuziehen.
Die Beurteilung der Bildqualität der Patientenaufnahmen, einschließlich der Aufnahme- und Untersuchungstechnik, erfolgt nach den Leitlinien der Europäischen Kommission und der Bundesärztekammer zur Röntgendiagnostik und zur Computertomographie.
In der Nuklearmedizin werden die Leitlinien der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) und der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin zugrunde gelegt.
Bei der Strahlenbehandlung werden die fachübergreifenden Leitlinien der deutschen Krebsgesellschaft sowie der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) und der deutschen Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) zugrunde gelegt.
In der Zahnmedizin bilden Empfehlungen zur Qualitätssicherung in der zahnärztlichen Radiologie die Basis für Aufnahmetechnik und Bildqualität, z.B. die Leitlinien der Zahnärztlichen Zentralstelle Qualitätssicherung (ZZQ).
5 Gegenstand der Überprüfungen
Die ärztlichen und zahnärztlichen Stellen nehmen regelmäßig Überprüfungen vor. In Fällen ohne Beanstandung werden in der Regel in Zeitabständen von ein bis drei Jahren Unterlagen zur Überprüfung vom Strahlenschutzverantwortlichen angefordert. Die ärztliche oder zahnärztliche Stelle kann zulassen, dass die Vorlage der Unterlagen auf Datenträgern oder durch elektronische Übermittlung in einer für sie geeigneten Form erfolgt, wobei sicher zu stellen ist, dass nach Wiedergabe die Daten mit den Aufzeichnungen inhaltlich übereinstimmen, wenn sie in der ärztlichen oder zahnärztlichen Stelle lesbar gemacht werden. Die Überprüfungen können im Einzelfall auch vor Ort erfolgen.
Nachfolgend werden für die verschiedenen Anwendungsbereiche Unterlagen getrennt aufgeführt, die die ärztliche oder zahnärztliche Stelle anfordern kann:
5.1 Gegenstand der Überprüfungen auf dem Anwendungsgebiet medizinischer Röntgenuntersuchungen
Die ärztliche Stelle fordert vom Strahlenschutzverantwortlichen Unterlagen an, die Angaben zur rechtfertigenden Indikation, Aufschlüsse über den technischen Stand der Einrichtung, die eingesetzte Untersuchungstechnik, die diagnostische Bildqualität, die Höhe der Strahlenexposition, die Einhaltung der diagnostischen Referenzwerte und die Anwendung der Strahlenschutzmaßnahmen liefern sollen.
Die ärztliche Stelle kann insbesondere folgende Unterlagen anfordern:
5.2 Gegenstand der Überprüfungen auf dem Anwendungsgebiet zahnmedizinischer Röntgenuntersuchungen
Die zahnärztliche Stelle fordert vom Strahlenschutzverantwortlichen Unterlagen an, die Angaben zur rechtfertigenden Indikation, Aufschlüsse über den technischen Stand der Einrichtung, die eingesetzte Untersuchungstechnik, die diagnostische Bildqualität, die Höhe der Strahlenexposition, die Einhaltung der diagnostischen Referenzwerte - soweit vorhanden - und die Anwendung der Strahlenschutzmaßnahmen liefern sollen.
Die zahnärztliche Stelle kann insbesondere folgende Unterlagen anfordern:
5.3 Gegenstand der Überprüfungen auf dem Anwendungsgebiet Strahlenbehandlung und Röntgenbehandlung
5.3.1 Strahlenbehandlung
Folgende Bestrahlungsverfahren werden nach den Vorgaben der "Richtlinie Strahlenschutz in der Medizin (Abschnitt 7)" überprüft:
Die angeforderten Unterlagen müssen Aufschluss über die rechtfertigende Indikation, die Geräte zur Bestrahlungsplanung, die Anlagen zur Erzeugung ionisierender Strahlung, die Afterloading-Vorrichtungen, die weiteren Bestrahlungsvorrichtungen, die besonderen Anfertigungen sowie die sonstigen therapierelevanten, verwendeten Geräte, Hilfsmittel oder Ausrüstungen geben.
Die ärztliche Stelle kann insbesondere folgende Unterlagen anfordern:
5.3.2 Röntgenbehandlung
Die Überprüfung der technischen Parameter der Röntgentherapieeinrichtungen erfolgt nach der "Richtlinie zur Durchführung der Qualitätssicherung bei Röntgeneinrichtungen zur Untersuchung oder Behandlung von Menschen nach den § 16 und 17 der Röntgenverordnung - Qualitätssicherungs-Richtlinie (QS-RL)". Die in 5.3.1 aufgeführten Bedingungen für die Tätigkeit der ärztlichen Stelle gelten entsprechend auch für die Überprüfung der Röntgentherapie.
Die ärztliche Stelle kann insbesondere folgende Unterlagen anfordern:
5.4 Gegenstand der Überprüfungen auf dem Anwendungsgebiet Nuklearmedizin
Die ärztliche Stelle überprüft die Aufzeichnungen über den technischen Zustand der eingesetzten nuklearmedizinischen Geräte, die Aufzeichnungen zur Qualitätssicherung der Technik sowie die patientenbezogenen Aufzeichnungen mit den Messdaten und Bildern. Zu prüfen sind auch die rechtfertigende Indikation der einzelnen Untersuchungen und zur Überprüfung des Behandlungserfolges die Ergebnisse und Nebenwirkungen der nuklearmedizinischen Behandlung.
Die ärztliche Stelle kann insbesondere folgende Unterlagen anfordern:
6 Ergebnisse und Maßnahmen
Die ärztlichen und zahnärztlichen Stellen unterrichten den Strahlenschutzverantwortlichen schriftlich über die Ergebnisse der Überprüfungen; Fehler und Mängel werden aufgeführt. Die Beurteilung erfolgt durch eine Klassifizierung dieser Fehler und Mängel. Verbesserungsvorschläge oder Vorschläge für kurzfristige Maßnahmen und Änderungen werden unterbreitet und enthalten einen entsprechenden Hinweis auf die Konsequenzen (Mängelbeseitigung in einer bestimmten Frist, Nachprüfung, Meldung an die Aufsichtsbehörde). Bei erheblichen Mängeln ist darauf hinzuweisen, dass der Fehler unverzüglich zu beseitigen ist.
Die ärztlichen und zahnärztlichen Stellen wirken darauf hin, dass
Wiederholungsprüfungen haben in Abhängigkeit von der Art und Schwere der Mängel kurzfristig zu erfolgen. Überprüfungen und Beratungen können in Abstimmung mit dem Strahlenschutzverantwortlichen auch vor Ort durchgeführt werden.
Die zuständige Behörde entscheidet auf Grund einer Mitteilung nach Abschnitt 2 Nr. 7 oder Nr. 8 über das weitere Vorgehen und ggf. aufsichtsrechtliche Maßnahmen.
Die zuständige Behörde kann festlegen, dass die Ergebnisse der Überprüfungen und die Mitteilungen an den Strahlenschutzverantwortlichen über einen geeigneten Zeitraum (z.B. 10 Jahre) in der ärztlichen oder zahnärztlichen Stelle aufzubewahren sind.
| Überprüfung der Dosiswerte mit den diagnostischen Referenzwerten - Untersuchungen mit Röntgenstrahlung |
Anlage 1 |
Von mindestens je zehn Untersuchungen der u. g. Untersuchungsarten, die der Betreiber regelmäßig durchführt, müssen der ärztlichen Stelle die Expositionswerte und die Art ihrer Ermittlung mitgeteilt werden. Die ärztliche Stelle kontrolliert und dokumentiert zusammen mit der Bildqualität nach Abschnitt 5.1 Nr. 11 und Nr. 12 die Einzel- und/oder die Mittelwerte der Patientenexposition auf Einhaltung der vom Bundesamt für Strahlenschutz erstellten diagnostischen Referenzwerte.
Die ärztliche Stelle wählt aus den übermittelten zehn Datensätzen mindestens vier Untersuchungen aus, zu denen der Betreiber ihr die jeweils angeforderten Unterlagen (siehe Abschnitt 5.1 oder 5.2) übermittelt. Anhand der ausgewählten Untersuchungen erfolgt die jeweilige Beurteilung der rechtfertigenden Indikationsstellung und der Bildqualität.
a) Untersuchungsarten für Röntgenaufnahmen bei Erwachsenen, für die Expositionsdaten mitzuteilen sind
| Schädel ap/pa* | |||||||||||||||||
| Schädel lat** | |||||||||||||||||
| Thorax pa | |||||||||||||||||
| Thorax lat | |||||||||||||||||
| Brustwirbelsäule ap | |||||||||||||||||
| Brustwirbelsäule lat | |||||||||||||||||
| Becken ap | |||||||||||||||||
| Abdomen | |||||||||||||||||
| Mammographie (cc und mlo)*** | |||||||||||||||||
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Bei der Mammographie fordert die ärztliche Stelle alternativ die Werte der Oberflächendosis der Prüfkörperaufnahmen des 46 mm Polymethylmethacrylat-(PMMA)- Phantoms der letzten Konstanzprüfungen umgerechnet auf die optische Dichte 1,6 an.
b) Untersuchungsarten für Durchleuchtungsuntersuchungen bei Erwachsenen, für die Expositionsdaten mitzuteilen sind
| Dünndarm | |||||
| Kolon Kontrasteinlauf | |||||
| Phlebographie Bein-Becken | |||||
| Arteriographie Becken-Bein | |||||
| Koronarangiographie | |||||
| PTA* | |||||
| PTCA* | |||||
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c) Untersuchungsarten für CT-Untersuchungen bei erwachsenen, für die Expositionsdaten mitzuteilen sind
| Hirnschädel | |||||
| Gesichtsschädel/Nasennebenhöhlen* | |||||
| Thorax | |||||
| Abdomen | |||||
| Becken | |||||
| Oberbauch | |||||
| Lendenwirbelsäule** | |||||
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d) Untersuchungsarten für pädiatrisch-radiologische Untersuchungen, für die Expositionswerte mitzuteilen sind
| Untersuchungsart | Alter |
| Thorax anterior-posterior/ posterior-anterior |
Frühgeborene (ca. 1000 g) Neugeborene (ca. 3000 g) 10 ± 2 Monate 5 ± 2 Jahre 10 ± 2 Jahre |
| Thorax lateral |
5 ± 2 Jahre 10 ± 2 Jahre |
| Abdomen anterior-posterior/ posterior-anterior |
10 ± 2 Monate 5 ± 2 Jahre 10 ± 2 Jahre |
| Becken anterior-posterior |
5 ± 2 Jahre 10 ± 2 Jahre |
| Schädel anterior-posterior |
10 -± 2 Monate 5 2 Jahre |
| Schädel lateral |
10 ± 2 Monate 5 ± 2 Jahre |
| Miktions-Cysto-Urographie | Neugeborene (ca. 3000 g) 10 ± 2 Monate 5 -±- 2 Jahre 10 ± 2 Jahre |
| Überprüfung der Dosiswerte mit den diagnostischen Referenzwerten - nuklearmedizinische Untersuchungsverfahren |
Anlage 2 |
Von mindestens je zehn Untersuchungen der in der unten aufgeführten Tabelle genannten Untersuchungsarten, die der Betreiber regelmäßig durchführt, müssen der ärztlichen Stelle die Werte der applizierten Aktivitäten und Bezeichnung der Radiopharmaka mitgeteilt werden. Die ärztliche Stelle kontrolliert und dokumentiert die Einzel- und/oder die Mittelwerte der Aktivitäten auf Einhaltung der vom Bundesamt für Strahlenschutz erstellten diagnostischen Referenzwerte für häufige und dosisintensive nuklearmedizinische Untersuchungsverfahren.
Die ärztliche Stelle wählt aus den übermittelten zehn Datensätzen mindestens vier Untersuchungen aus, zu denen der Betreiber ihr die jeweils angeforderten Unterlagen (siehe Abschnitt 5.4) übermittelt. Anhand der ausgewählten Untersuchungen erfolgt die jeweilige Beurteilung der rechtfertigenden Indikationsstellung und der szintigraphischen Bilder.
| Organ | Scan/Test | Radiopharmakon |
| Schilddrüse | Szintigraphie | [99mTc]-Pertechnetat |
| Skelett | Knochenszintigraphie - benigne Erkrankungen - maligne Erkrankungen |
[99mTc]- MDP, -DPD, -HDP |
| Herz | Perfusion/Vitalität | [99mTc]- Sestamibi, [99mTc]- Tetrofosmin - Zweitagesprotokoll - Eintagesprotokoll [201Tl]- Chlorid |
| Radionuklidventrikulographie | [99mTc]- Erythrozyten | |
| Nieren | Funktionsszintigraphie | [99mTc]- MAG3 [99mTc]- DTPA |
| Szintigraphie | [99mTc]- DMSA | |
| Lunge | Perfusion | [99mTc]- MAA - planar - SPECT |
| Ventilation | [99mTc]- Aerosol | |
| Gehirn | Perfusion | [99mTc]- HMPAO [99mTc]- ECD |
| Positronen-Emissions-Tomographie (PET) - Glukose-Uptake |
[18F]- FDG - 2D-Modus - 3D-Modus |
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ENDE |
(Stand: 11.02.2021)
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