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Regelwerk, EU 2020, Lebensmittel - Futtermittel

Durchführungsverordnung (EU) 2020/997 der Kommission vom 9. Juli 2020 zur Zulassung von L-Lysin-base (flüssig), L-Lysin-Sulfat und L-Lysin-Monohydrochlorid (technisch rein) als Futtermittelzusatzstoffe für alle Tierarten

(Text von Bedeutung für den EWR)

(ABl. L 221 vom 10.07.2020 S. 90;
VO (EU) 2025/1395 - ABl. L 2025/1395 vom 16.07.2025 Inkrafttreten Übergangsmaßnahmen)


Ergänzende Informationen
Liste der VO'en zur Zulassung von Futtermittelzusatzstoffen

Die Europäische Kommission-

gestützt auf den Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union,

gestützt auf die Verordnung (EG) Nr. 1831/2003 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 22. September 2003 über Zusatzstoffe zur Verwendung in der Tierernährung 1, insbesondere auf Artikel 9 Absatz 2,

in Erwägung nachstehender Gründe:

(1) Die Verordnung (EG) Nr. 1831/2003 schreibt vor, dass Zusatzstoffe zur Verwendung in der Tierernährung zugelassen werden müssen, und regelt die Voraussetzungen und Verfahren für die Erteilung einer solchen Zulassung.

(2) Gemäß Artikel 7 Absatz 1 der Verordnung (EG) Nr. 1831/2003 wurden Anträge auf Zulassung von L-Lysin-base (flüssig) und L-Lysin-Monohydrochlorid (technisch rein), gewonnen ausCorynebacterium glutamicum NRRL-B-67439 oderCorynebacterium glutamicum NRRL B-67535, sowie von L-Lysin-Sulfat und L-Lysin-Monohydrochlorid (technisch rein), gewonnen ausCorynebacterium glutamicum CGMCC 7.266, als ernährungsphysiologische Futtermittelzusatzstoffe zur Verwendung in Futtermitteln und in Tränkwasser für alle Tierarten gestellt. Diesen Anträgen waren die nach Artikel 7 Absatz 3 der Verordnung (EG) Nr. 1831/2003 erforderlichen Angaben und Unterlagen beigefügt.

(3) Diese Anträge betreffen die Zulassung von L-Lysin-base (flüssig) und L-Lysin-Monohydrochlorid (technisch rein), gewonnen ausCorynebacterium glutamicum NRRL-B-67439 oderCorynebacterium glutamicum NRRL B-67535, sowie von L-Lysin-Sulfat und L-Lysin-Monohydrochlorid (technisch rein), gewonnen ausCorynebacterium glutamicum CGMCC 7.266, als Futtermittelzusatzstoffe für alle Tierarten, wobei die Einordnung in die Zusatzstoffkategorie "ernährungsphysiologische Zusatzstoffe" und die Funktionsgruppe "Aminosäuren, deren Salze und Analoge" vorzunehmen ist.

(4) Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (im Folgenden die "Behörde") gelangte in ihren Gutachten vom 7. Oktober 2019 2 und 28. Januar 2020 3 zu dem Schluss, dass L-Lysin-base (flüssig) und L-Lysin-Monohydrochlorid (technisch rein), gewonnen ausCorynebacterium glutamicum NRRL-B-67439 oderCorynebacterium glutamicum NRRL B-67535, sowie L-Lysin-Sulfat und L-Lysin-Monohydrochlorid (technisch rein), gewonnen ausCorynebacterium glutamicum CGMCC 7.266, unter den vorgeschlagenen Verwendungsbedingungen keine nachteiligen Auswirkungen auf die Tiergesundheit, die Gesundheit der Verbraucher oder die Umwelt haben. Sie konnte in Bezug auf L-Lysin-Monohydrochlorid (technisch rein), gewonnen ausCorynebacterium glutamicum NRRL-B-67439 oder Corynebacterium glutamicum NRRL B-67535, keine Rückschlüsse zur potenziellen Toxizität beim Einatmen ziehen und ging davon aus, dass L-Lysin-base (flüssig), gewonnen ausCorynebacterium glutamicum NRRL-B-67439 oderCorynebacterium glutamicum NRRL B-67535, hautätzend und augenätzend ist und ein Inhalationsrisiko darstellt. In Bezug auf L-Lysin-Sulfat und L-Lysin-Monohydrochlorid (technisch rein), gewonnen ausCorynebacterium glutamicum CGMCC 7.266, konnte die Behörde nicht ausschließen, dass die Zusatzstoffe beim Einatmen toxisch wirken, haut- oder augenreizend sind und ein potenzielles Hautallergen darstellen. Daher sollten geeignete Schutzmaßnahmen ergriffen werden, um schädliche Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit, insbesondere in Bezug auf die Verwender des Zusatzstoffs, zu vermeiden. Die Behörde zog den Schluss, dass L-Lysin-base (flüssig) und L-Lysin-Monohydrochlorid (technisch rein), gewonnen ausCorynebacterium glutamicum NRRL-B-67439 oderCorynebacterium glutamicum NRRL B-67535, sowie L-Lysin-Sulfat und L-Lysin-Monohydrochlorid (technisch rein), gewonnen ausCorynebacterium glutamicum

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