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Regelwerk, Naturschutz

VwV PlafeFlur - VwV Planfeststellung Flurneuordnung
Verwaltungsvorschrift des Ministeriums Ländlicher Raum für die Aufstellung und Feststellung sowie Genehmigung des Wege- und Gewässerplanes mit landschaftspflegerischem Begleitplan nach § 41 des Flurbereinigungsgesetzes sowie Berücksichtigung der Belange des Naturschutzes und der Landespflege

- Baden-Württemberg -

Vom 1. August. 2026
(GABl. Nr. 8 vom 26.08.2026 S. 312)
Gl.-Nr.: 46-8460-65/2



Archiv: 2018

1 Allgemeines

Das Flurbereinigungsgebiet ist unter Beachtung der jeweiligen Landschaftsstruktur neu zu gestalten. Dabei sind die Ziele des Naturschutzes und der Landschaftspflege im Sinne der Naturschutzgesetze zu berücksichtigen.

1.1 Rechtsgrundlagen

Die Aufstellung und Feststellung des Planes über die gemeinschaftlichen und öffentlichen Anlagen in einer Flurneuordnung erfolgt nach folgenden Rechtsgrundlagen:

  1. dem Flurbereinigungsgesetz ( FlurbG) in der Fassung vom 16. März 1976 (BGBl. I S. 546), das zuletzt durch Artikel 17 des Gesetzes vom 19. Dezember 2008 (BGBl. I S. 2794) geändert worden ist,
  2. dem Gesetz zur Ausführung des Flurbereinigungsgesetzes ( AGFlurbG) vom 26. April 1954, das zuletzt durch Artikel 12 des Gesetzes vom 18. November 2025 (GB1. 2025 Nr. 124) geändert worden ist,
  3. dem Gesetz über die Umweltverträglichkeitsprüfung ( UVPG) in der Fassung vom 18. März 2021 (BGBl. I S.540), das zuletzt durch Artikel 4 des Gesetzes vom 22. Dezember 2025 (BGBl. 2025 I Nr. 348) geändert worden ist,
  4. dem Bundesnaturschutzgesetz ( BNatSchG) vom 29. Juli 2009 (BGBl. I S. 2542), das zuletzt durch Artikel 48 des Gesetzes vom 23. Oktober 2024 (BGBl. 2024 I Nr. 323) geändert worden ist,
  5. dem Naturschutzgesetz ( NatSchG) vom 23. Juni 2015 (GBI. S.585), das zuletzt durch Artikel 5 des Gesetzes vom 18. November 2025 (GB1. 2025 Nr. 124) geändert worden ist,
  6. der Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen (ABl. L 206 vom 22.07.1992 S.7, ber. L 95 vom 29.03.2014 S.70), die zuletzt durch Richtlinie (EU) 2025/1237 (ABl. L, 2025/1237, 24.6.2025) geändert worden ist,
  7. der VwV Mitwirkung Flurneuordnung vom 15. November 2022 (GABl. S.937),
  8. der VwV Förder-ILE vom 7. Oktober 2019 (GABl. S.335), die zuletzt durch Verwaltungsvorschrift vom 22. März 2022 (GABl. S. 274) geändert worden ist,
  9. dem Umwelt-Rechtsbehelfsgesetz in der Fassung vom 23. August 2017 (BGBl. I S.3290), das zuletzt durch Artikel 14b des Gesetzes vom 22. Dezember 2023 (BGBl. 2023 I Nr. 405) geändert worden ist,
  10. dem Umweltverwaltungsgesetz vom 25. November 2014 (GBI. S.592), das zuletzt durch Artikel 2 des Gesetzes vom 18. November 2025 (GB1. 2025 Nr. 124) geändert worden ist,
  11. dem Landesverwaltungsverfahrensgesetzes ( LVwVfG),
  12. dem Wasserhaushaltsgesetz ( WHG) vom 31. Juli 2009 (BGBl. I S. 2585), das zuletzt durch Artikel 2 des Gesetzes vom 9. Januar 2026 (BGBl. 2026 I Nr. 4) geändert worden ist,
  13. dem Wassergesetz für Baden-Württemberg ( WG) vom 3. Dezember 2013 (GB1. S. 389), das zuletzt durch Artikel 3 des Gesetzes vom 18. November 2025 (GB1. 2025 Nr. 124) geändert worden ist,
  14. dem Landesinformationsfreiheitsgesetz ( LIFG) vom 17. Dezember 2015 (GB1. S.1201), das zuletzt durch Artikel 4 des Gesetzes vom 17. Dezember 2024 (GB1. 2024 Nr. 114) geändert worden ist

in der jeweils gültigen Fassung sowie nach dieser Verwaltungsvorschrift.

1.2 Zweck

1.2.1 Der Wege- und Gewässerplan mit landschaftspflegerischem Begleitplan nach § 41 FlurbG (Plan), ist die Grundlage für die Neugestaltung des Flurbereinigungsgebietes.

1.2.2 Durch die Neugestaltung des Flurbereinigungsgebietes sind tatsächliche und rechtliche Verhältnisse betroffen. Zweck der Feststellung des Planes ist es, die öffentlich-rechtlichen Beziehungen zwischen den Trägern von Vorhaben und den Betroffenen zu regeln, wobei Betroffene im Sinne des § 41 Absatz 5 Satz 2 FlurbG die in § 41 Absätze 1 und 2 sowie gegebenenfalls andere Vorhabenträger nach Absatz 6 FlurbG genannten Stellen sind. Teilnehmer sind hier keine Betroffenen. Bei der Neugestaltung des Flurneuordnungsgebietes sind im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten für die langfristige Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen wie Boden, Wasser, Luft und Klima und damit auch des Lebensraums von Menschen, Tieren und Pflanzen die jeweils geltenden Grundsätze des Naturschutzes, der Landschaftspflege und der Erholungsvorsorge zu beachten.

1.2.3 Von der Planfeststellung bleiben die fachtechnische Durchsicht sowie die haushaltsmäßige Behandlung des Planes unberührt.

1.3 Zeitpunkt

1.3.1

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