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Regelwerk, Naturschutz

ArtSchZustV - Artenschutz-Zuständigkeitsverordnung
Verordnung über die Zuständigkeiten im Artenschutz

- Bayern -

Vom 11. August 2006
(GVBl. Nr. 18 vom 31.08.2006 S. 719)
Gl.-Nr.: 791-6-1-UG



Auf Grund des Art. 37 Abs. 4 des Gesetzes über den Schutz der Natur, die Pflege der Landschaft und die Erholung in der freien Natur (Bayerisches Naturschutzgesetz - BayNatSchG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 23. Dezember 2005 (GVBl. 2006 S. 2, BayRS 791-1-UG) erlässt das Bayerische Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz im Einvernehmen mit den Bayerischen Staatsministerien des Innern und für Landwirtschaft und Forsten folgende Verordnung:

§ 1

(1) Die Regierung als höhere Naturschutzbehörde erteilt die Ausnahmegenehmigung nach § 43 Abs. 8 Satz 1 des Gesetzes über Naturschutz und Landschaftspflege (Bundesnaturschutzgesetz - BNatSchG) vom 25. März 2002 (BGBl I S. 1193), zuletzt geändert durch Art. 40 des Gesetzes vom 21. Juni 2005 (BGBl I S. 1818), und die Befreiung nach § 62 Abs. 1 Satz 1 BNatSchG, soweit nicht Biber (Castor fiber) oder Hornissen (Vespa crabro) betroffen sind. Die Regierung als höhere Naturschutzbehörde ist zuständige Behörde im Sinn von § 2 Abs. 2, § 4 Abs. 3, § 6 Abs. 1 Satz 4, § 7 Abs. 3 Satz 2 der Verordnung zum Schutz wild lebender Tier- und Pflanzenarten (Bundesartenschutzverordnung - BArtSchV) vom 16. Februar 2005 (BGBl I S. 258).

(2) Das Landesamt für Umwelt ist zuständige Behörde im Sinn von § 44 Abs. 1 Nr. 5 BNatSchG in Verbindung mit Art. 7 Nr. 4 der Verordnung (EG) Nr. 338/97 des Rates vom 9. Dezember 1996 über den Schutz von Exemplaren wild lebender Tier- und Pflanzenarten durch Überwachung des Handels (ABl 1997 Nr. L 061 S. 1), zuletzt geändert durch Verordnung (EG) Nr. 1332/2005 der Kommission vom 9. August 2005 (ABl Nr. L 215 S. 1) in Verbindung mit Art. 52 der Verordnung (EG) Nr. 865/2006 der Kommission vom 4. Mai 2006 mit Durchführungsbestimmungen zur Verordnung (EG) Nr. 338/97 des Rates über den Schutz von Exemplaren wild lebender Tier- und Pflanzenarten durch Überwachung des Handels (ABl Nr. L 166 S. 1).

(3) Die Landesanstalt für Landwirtschaft erteilt Pflanzengesundheitszeugnisse nach § 44 Abs. 1 Nr. 5 BNatSchG in Verbindung mit Art. 7 Nr. 1 Buchst. b) i) der Verordnung (EG) Nr. 338/97 und Art. 17 der Verordnung (EG) Nr. 865/2006.

(4) Im Übrigen ist die Kreisverwaltungsbehörde als untere Naturschutzbehörde für den Vollzug des Abschnitts 5 des Bundesnaturschutzgesetzes und der auf Grund dieses Gesetzes erlassenen Rechtsvorschriften zuständig. Bei der Erteilung einer Beförderungsgenehmigung nach Art. 9 der Verordnung (EG) Nr. 338/97 ist vor der Entscheidung das Veterinäramt zu hören.

§ 2

Diese Verordnung tritt am 1. September 2006 in Kraft. Mit Ablauf des 31. August 2006 tritt die Verordnung über die Zuständigkeiten im Artenschutz vom 7. Juli 1987 (GVBl S. 239, BayRS 791-6-1-UG) außer Kraft.

ENDE

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