Für einen individuellen Ausdruck passen Sie bitte die
Einstellungen in der Druckvorschau Ihres Browsers an.
Regelwerk, Bau, Gefahrenabwehr

BGI 847 / DGUV Information 205-003 - Aufgaben, Qualifikation und Ausbildung von Brandschutzbeauftragten
Berufsgenossenschaftliche Informationen für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit (BGI)
(bisher ZH 1/445)

(Ausgabe 04/2003)



neu: BGI 847 / DGUV Information 205-003 - Ausgabe 11/2014

Diese BG-Information wurde unter Mitwirkung des Fachausschusses "Nahrungs- und Genussmittel" der Berufsgenossenschaftlichen Zentrale für Sicherheit und Gesundheit - BGZ des Hauptverbandes der gewerblichen Berufsgenossenschaften erarbeitet und wird von der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gaststätten herausgegeben.

Diese BG-Information wurde unter der Bestell-Nummer BGI 847 in das Sammelwerk des Hauptverbandes der gewerblichen Berufsgenossenschaften aufgenommen.

Berufsgenossenschaftliche Informationen (BG-Informationen) enthalten Hinweise und Empfehlungen, die die praktische Anwendung von Vorschriften und Regeln zu einem bestimmten Sachgebiet oder Sachverhalt erleichtern sollen.

Vorbemerkung

Die Verhütung und Bekämpfung von Bränden und Explosionen ist eine Gemeinschaftsaufgabe aller im Betrieb beschäftigten Mitarbeiter. Der Unternehmer trägt jedoch die Verantwortung für die Erfüllung dieser Aufgabe in seinem Betrieb.

Die Verkaufsstättenverordnung sowie die Industriebaurichtlinie fordern die Bestellung von Brandschutzbeauftragten unter bestimmten Voraussetzungen. Darüber hinaus kann es auch in anderen Bereichen sinnvoll sein, zur Unterstützung des Unternehmers einen Brandschutzbeauftragten zu bestellen.

Diese BG-Information gibt unter Berücksichtigung der Aufgaben Empfehlungen zur Ausbildung und Qualifikation von Brandschutzbeauftragten.

Im Allgemeinen werden die Belange des betrieblichen Brandschutzes im Aufgabenbereich einer Sicherheitsfachkraft angesiedelt sein.

1 Aufgaben des Brandschutzbeauftragten

Der Brandschutzbeauftragte soll den Brandschutz-Verantwortlichen eines Betriebes/einer Organisation, z.B. Arbeitgeber/Unternehmer, Betriebsleiter, Behördenleiter, in allen Fragen des vorbeugenden, abwehrenden und organisatorischen Brandschutzes, insbesondere bei den nachfolgenden Aufgaben beraten und unterstützen:

2 Qualifikation des Brandschutzbeauftragten

Zum Brandschutzbeauftragten kann grundsätzlich bestellt werden, wer zu einem der nachfolgend aufgeführten Personenkreise gehört:

  1. ohne zusätzliche Ausbildung:
  2. mit zusätzlicher Ausbildung:

3 Ausbildung des Brandschutzbeauftragten

3.1 Allgemeine Voraussetzung

Voraussetzung für die Teilnahme an der Ausbildung zum Brandschutzbeauftragten sollte eine abgeschlossene Berufsausbildung oder eine mindestens gleichwertige Ausbildung sein.

3.2 Dauer der Ausbildung

Die Dauer der Ausbildung sollte mindestens betragen:

Eine Lehreinheit (LE) umfasst 45 Minuten. Die Ausbildung schließt mit einer schriftlichen Prüfung ab. Eine mündliche Ergänzungsprüfung kann vorgesehen werden. Sie ist in der vorstehend genannten Ausbildungsdauer mit eingeschlossen.

Je nach Größe, Art und Umfang der Gefährdung der von den Brandschutzbeauftragten zu betreuenden Betriebe können zusätzliche Ausbildungsabschnitte erforderlich sein.

3.3 Inhalte der Ausbildung zum Brandschutzbeauftragten

Der Ausbildung zum Brandschutzbeauftragten sollte der Muster-Lehrplan nach Tabelle 1 sowie die nachfolgend dargestellten Lehrinhalte zu Grunde gelegt werden.

Tabelle 1: Muster Lehrplan

Muster-Lehrplan zur Ausbildung des Brandschutzbeauftragten
Lfd. Nr. Themen Umfang
1 Rechtliche Grundlagen 5 - 10 %
2 Brandlehre 5 - 10 %
3 Brandrisiken 10 - 20 %

umwelt-online - Demo-Version


(Stand: 16.06.2018)

Alle vollständigen Texte in der aktuellen Fassung im Jahresabonnement
Nutzungsgebühr: 90.- € netto (Grundlizenz)

(derzeit ca. 7200 Titel s.Übersicht - keine Unterteilung in Fachbereiche)

Preise & Bestellung

Die Zugangskennung wird kurzfristig übermittelt

? Fragen ?
Abonnentenzugang/Volltextversion