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Regelwerk; BGI/GUV-I / DGUV-I

BGI 657 / DGUV Information 203-007 - Windenergieanlagen
Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) Information

(Ausgabe 03/2006; 03/2014)



Archiv: 03/2006

Vorbemerkung

Diese BG-Information wurde unter Mitwirkung von Herstellern, Serviceunternehmen, Betreibern, Forschungsstellen, Gutachtern, staatlichen Stellen und Berufsgenossenschaften erarbeitet.

Die systematische Erfassung und Beurteilung arbeitsbedingter Gefährdungen und Belastungen sowie die Festlegung zielgerichteter Präventionsmaßnahmen für eine Gefahrenprävention ist Pflicht des Unternehmers.

Diese BG-Information kann dabei als praxisnahe Handlungsanleitung die Durchführung der Gefährdungsbeurteilung wesentlich erleichtern.

Bei Arbeiten im Offshore-Bereich ist von zusätzlichen Gefährdungen auszugehen, die besondere Schutzmaßnahmen erfordern.

Dazu ist ein ergänzendes Konzept zur Verhütung von Gefährdungen zu erstellen. Hierzu werden an anderer Stelle Regelwerke entwickelt und veröffentlicht.

Verschiedene Themen im Bereich Windenergie anlagen mit Bezug zur Arbeitssicherheit befinden sich derzeit in der Entwicklung.

Beispielsweise ist die Thematik der Ersten Hilfe und Rettung auf und von Offshore-Windenergie anlagen aktuell Gegenstand verschiedener Projekte von Unfallversicherungsträgern.

Bei der Planung und Ausführung von Arbeiten ist der aktuell verfügbare Stand der Erkenntnisse zu berücksichtigen.

1 Anwendungsbereich

1.1 Diese BG-Information findet Anwendung beim Einsatz von Beschäftigten bei

netzverbundener Windenergie anlagen (WEA) mit horizontaler Achse

1.2 Bei Arbeiten im Ausland kann die Umsetzung weitergehender länderspezifischer Regelungen erforderlich sein.

1.3 Diese BG-Information findet keine Anwendung auf

2 Begriffsbestimmungen

Im Sinne dieser BG-Information werden folgende Begriffe bestimmt:

  1. Eine abgeschlossene elektrische Betriebsstätte ist ein Raum oder Ort, der ausschließlich zum Betrieb elektrischer Anlagen dient und verschlossen gehalten wird
  2. Der Außenbereich umfasst Zufahrtswege sowie sonstige Flächen, bei Offshore- Anlagen die umgebende Wasserfläche.
  3. Betreiber einer WEa ist, wer unbeschadet des Eigentums, die WEa zum Zweck der Erzeugung von elektrischer Energie nutzt.
  4. Elektrofachkraft ist, wer aufgrund seiner fachlichen Ausbildung, Kenntnisse und Erfahrungen sowie Kenntnis der einschlägigen Normen, die ihm übertragenen Arbeiten beurteilen und mögliche Gefahren erkennen kann.
  5. Elektrotechnisch unterwiesene Person ist, wer durch eine Elektrofachkraft über die ihr übertragenen Aufgaben und die möglichen Gefahren bei unsachgemäßem Verhalten unterrichtet und erforderlichenfalls angelernt, sowie über die notwendigen Schutzeinrichtungen und Schutzmaßnahmen belehrt wurde.
  6. Unter hochgelegenen Außenflächen der WEa wird jeder Bereich von Turm, Maschinenhaus und Rotor verstanden, der nur von außen unter Verwendung spezieller Arbeitsmittel erreichbar ist.
  7. Das Maschinenhaus besteht aus einer Umhüllung mit Durchstiegen nach außen oder aufklappbaren Dachelementen, sowie einer Turmluke. Es enthält als wesentliche Komponenten den Generator und, soweit vorhanden, das Getriebe.
  8. In Mittelspannungsräumen befinden sich die elektrischen Anlagen. Dies sind im Wesentlichen Mittel- und Niederspannungs-Schalt anlagen, Transformatoren und Mittelspannungs-Kabel. Die einzelnen Anlagenkomponenten können sowohl zusammenhängend in externen wie in turmintegrierten Trafostationen untergebracht, als auch über verschiedene Bereiche der WEa verteilt aufgestellt sein; z.B. Mittelspannungs-Schaltanlage im Turmfuß, Transformator im Maschinenhaus. Zusammenhängende turmintegrierte Trafostationen sind im Allgemeinen im Bereich des Turmfußes untergebracht.
  9. Netzverbundene WEa besitzen eine Verbindung zu einem elektrischen Versorgungsnetz, in das die Energie der WEa übertragen werden kann und umgekehrt.
  10. Als Offshore-Anlagen werden alle im Wasser aufgestellten Anlagen verstanden, die nur mit Schiffen oder Hubschraubern erreichbar sind.
  11. Der Rotor besteht aus der Nabe, der Nabenverkleidung und den Rotorblättern. Die Nabe kann vom Maschinenhaus aus oder von außen begehbar sein.
  12. Der Turm ist Bestandteil aller Windenergie anlagen, der auf einem Fundament montiert ist. Er trägt das auf ihm drehbar angeordnete Maschinenhaus. Der Turm kann in unterschiedlicher Bauweise erstellt sein, z.B. Gittermast, Beton- oder Stahlkonstruktion. Je nach Bauweise kann er innen oder außen begangen werden. Der Turm kann Zwischenbühnen oder seitliche Austritte enthalten.
  13. Versorgungsnetzbetreiber (VNB) sind Betreiber von Netzen für die allgemeine Energieversorgung.
  14. Eine Windenergieanlage (WEA) ist eine Anlage, die die kinetische Energie des Windes in elektrische Energie umwandelt.

3 Maßnahmen zur Verhütung von Gefahren

3.1 Gefährdungsbeurteilung

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