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Berliner Liste 2005 - Bewertungskriterien für die Beurteilung von Grundwasserverunreinigungen in Berlin
- Berlin -
Vom 1. Juli 2005
(ABl. Nr. 35 vom 22.07.2005 S. 2683; 08.08.2025 S. 2155aufgehoben)
- Stadt IX C - Telefon: 9025-2070 oder 9025-0, intern 925-2070
Für die Beurteilung stofflicher Belastungen von Grundwasser in Berlin hat die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung die nachfolgenden Bewertungskriterien erarbeitet.
Die Berliner Liste vom 17. Januar 1996 (ABl. S. 957), geändert am 2. August 1996 (ABl. S. 2717), wird hiermit aufgehoben.
1 Allgemeines
Mit Inkrafttreten des Bundes-Bodenschutzgesetzes ( BBodSchG) und der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung ( BBodSchV) im Jahr 1999 wurden die Voraussetzungen für einen wirksamen Bodenschutz und die Sanierung von Altlasten geschaffen. Das BBodSchG ist die Rechtsgrundlage für die Gefahrenermittlung und für die Gefahrenabwehr der durch schädliche Bodenveränderungen oder Altlasten verursachten Verunreinigungen von Boden und Gewässern. Die materiellen Anforderungen an die Sanierung von bereits eingetretenen Gewässerschäden gemäß § 4 Abs. 4 Satz 3 BBodSchG richten sich jedoch nach dem Wasserrecht.
Die vorliegende Neufassung der Berliner Liste konkretisiert diese materiellen Anforderungen auf der Grundlage der Geringfügigkeitsschwellen der Länderarbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA) als erstes Beurteilungskriterium und definiert die Abgrenzung zur schädlichen und sanierungsbedürftigen Grundwasserverunreinigung.
Ergänzend beinhalten die Bewertungskriterien auch Hinweise zu Bodenwerten für das Schutzziel Grundwasser in Ergänzung zur BBodSchV. Die aufgeführten Werte können im Sinne der Beurteilung eines Sanierungserfordernisses als Grundlage für die einzelfallbezogene Entscheidung mit herangezogen werden.
2 Geringfügigkeitsschwellen- und Schadenswerte für das Grundwasser
2.1 Geringfügigkeitsschwellenwerte
In der Tabelle 1 sind die Geringfügigkeitsschwellenwerte ( GFS) der LAWa 1 für das Grundwasser aufgeführt. Bei Überschreitung dieser Werte liegt eine schädliche Grundwasserverunreinigung vor.
Die Geringfügigkeitsschwellenwerte beziehen sich auf die im Anhang dargestellten Bestimmungsmethoden. Für die in der Tabelle 1 nicht aufgeführten Schadstoffe können als Geringfügigkeitsschwellenwerte vergleichbar abgeleitete Qualitätsziele bzw. Werte verwendet werden. Liegt die örtliche geogene Konzentration im Grundwasser über den Geringfügigkeitsschwellenwerten, kann ein individueller Wert errechnet werden, indem zu diesem Hintergrundwert der ökotoxikologisch begründete Wert aus den Datenblättern des GFS-Berichtes addiert wird.
Die Prüfwerte für den Wirkungspfad Boden - Grundwasser nach Anhang 2 Nr. 3 BBodSchV bleiben unberührt.
2.2 Schädliche und sanierungsbedürftige Grundwasserverunreinigung
Bei der Beurteilung, ob eine schädliche und sanierungsbedürftige Grundwasserverunreinigung vorliegt, ist das Gefährdungspotenzial im konkreten Einzelfall an Hand der Schadstoffbelastung sowie nach den örtlichen Verhältnissen abzuschätzen. Hierbei sind neben den Geringfügigkeitsschwellenwerten weitere Stoffeigenschaften - wie die Abbaubarkeit sowie Mobilität der Stoffe - zu berücksichtigen. Die örtlichen Verhältnisse sind vor allem durch die hydrogeologischen Gegebenheiten, die Schutzbedürftigkeit des Grundwassers sowie andere dort möglicherweise bereits vorhandene Belastungen bestimmt.
Für Berlin wird eine Maßnahmeprüfung grundsätzlich erforderlich, wenn für einen Schadstoff die Konzentration das Fünffache des Geringfügigkeitsschwellenwertes nach 2.1 überschreitet.
Dieser in der Tabelle 1 aufgeführte sanierungsbedürftige Schadenswert ( SSW) liegt somit wesentlich über der Geringfügigkeitsschwelle und konkretisiert mit dieser Größenordnung die stattgefundene, das heißt schädliche und sanierungsbedürftige Grundwasserverunreinigung im Sinne von § 23a Abs. 3 BWG. Bei Überschreitung der Schadenswerte muss einzelfallbezogen geprüft werden, ob ein Eingreifen erforderlich und verhältnismäßig ist. Aus diesem Grund wird auf allgemein verbindliche Eingreifwerte verzichtet. In besonderen Einzelfällen können auch Werte unterhalb des Schadenswertes Gefahrenabwehrmaßnahmen begründen.
Ergänzt wird die Tabelle 1 mit den Grenzwerten der Trinkwasserverordnung für die Schadstoffe, für die keine Geringfügigkeitsschwellenwerte vorliegen. Diese Grenzwerte können bei der Gefahrenbeurteilung und Festlegung von Sanierungszielen für Grundwasserschäden in Wasserschutzgebieten bei Bedarf herangezogen werden.
2.3 Sanierungsziel
Im Zusammenhang mit der Festlegung der Geringfügigkeitsschwellenwerte wurden durch die LAWa keine Aussagen zu Sanierungszielen gemacht. Dennoch sollte die dauerhafte Unterschreitung der GFS das grundsätzliche Sanierungsziel von Gefahrenabwehrmaßnahmen sein. Bei der Festlegung von Zielwerten im Rahmen von Altlastensanierungen ist jedoch die Erreichbarkeit der GFS unter Berücksichtigung des Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes im Einzelfall zu prüfen.
Unabhängig von der Festlegung von Sanierungszielen vor Beginn der Sanierung, ist in jedem Einzelfall im Rahmen der Sanierungsbegleitung die Verhältnismäßigkeit und Angemessenheit der Sanierungsmaßnahme und somit die Erreichbarkeit des jeweiligen Sanierungsziels zu überprüfen.
| Anorganische Stoffe | GFS (μg/L) |
SSW (μg/L) |
| Antimon (Sb) | 5 | 25 |
| Arsen (As) | 10 | 50 |
| Barium (Ba) | 340 | 1700 |
| Blei (Pb) | 7 | 35 |
| Bor (B) | 740 | 3700 |
| Cadmium (Cd) | 0,5 | 2,5 |
| Chrom (Cr III) 1 | 7 | 35 |
| Kobalt (Co) | 8 | 40 |
| Kupfer (Cu) | 14 | 70 |
| Molybdän (Mo) | 35 | 175 |
| Nickel (Ni) | 14 | 70 |
| Quecksilber (Hg) | 0,2 | 1 |
| Selen (Se) | 7 | 35 |
| Thallium (Tl) | 0,8 | 4 |
| Vanadium (V) 2 | 4 | 20 |
| Zink (Zn) | 58 | 290 |
| Cyanide (CN-) 3 | 5 (50) | 25 (250) |
| Fluorid (F-) | 750 | 3750 |
| Chlorid (Cl-) | 250 mg/L | 1250 mg/L |
| Sulfat (SO42-) | 240 mg/L | 1200 mg/L |
| Zusätzliche anorganische | Grenzwert | |
| Stoffe gem. TrinkwV 2001 | (μg/L) | |
| Acrylamid | 0,1 | |
| Bromat | 10 (25) | |
| Chrom (ges.) | 50 | |
| Nitrit | 100 | |
| Nitrat | 50 mg/L | |
| Ammonium | 0,5 mg/L | |
| Organische Stoffe | GFS (μg/L) |
SSW (μg/L) |
| Σ PAK 4 | 0,2 | 1 |
| Anthracen, Benzo(a)pyren, Dibenz(a,h)anthracen |
jeweils 0,01 | 0,05 |
| Benzo(b)fluoranthen, Benzo(k)fluoranthen, Benzo(ghi)perylen, Fluoranthen, Indeno(123-cd)pyren |
jeweils 0,025 | 0,125 |
| Σ Naphthalin u. Methylnaphthaline | 1 | 5 |
| Σ LHKW 5 | 20 | 100 |
| Σ Tri- und Tetrachlorethen | 10 | 50 |
| Chlorethen (Vinylchlorid) | 0,5 | 2,5 |
| 1,2 Dichlorethan | 2 | 10 |
| Σ PCB 6 | 0,01 | 0,05 |
| Kohlenwasserstoffe 7 | 100 | 500 |
| Σ Alkylierte Benzole BTEX | 20 | 100 |
| Benzol | 1 | 5 |
| MTBE | 15 | 75 |
| Phenol 8 | 8 | 40 |
| Σ Chlorphenole | 1 | 5 |
| Nonylphenol | 0,3 | 1,5 |
| Σ Chlorbenzole | 1 | 5 |
| Hexachlorbenzol | 0,01 | 0,05 |
| Epichlorhydrin | 0,1 | 0,5 |
| Pflanzenschutzmittel und Biozidprodukte (PSMBP) 9 | GFS (µg/L) |
SSW (µg/L) |
| Σ PSMBP | 0,5 | 2,5 |
| PSMBP Einzelstoff | jeweils 0,1 | jeweils 0,5 |
| Sprengstofftypische Verbindungen 10 | ||
| 1) Die GFS gilt für Chrom-III, da in der Grundwasserüberwachung i. d. R. auch nur Chrom-III nachgewiesen wird. Wird in der Probe überwiegend Chrom-VI gefunden, ist eine Einzelfallbewertung erforderlich. Die GFS für Chrom-VI liegt bei 6 μg/L.
2) Die Anwendung des GFSwertes für Vanadium ist bis zum 31.12.2007 ausgesetzt. 3) Die GFS gilt für leicht freisetzbares Cyanid. Liegt kein leicht freisetzbares Cyanid vor, ist der Wert der TrinkwV von 50 μg/L heranzuziehen. 4) PAK, gesamt: Summe der polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffe ohne Naphthalin und Methylnaphthaline, in der Regel Bestimmung über die Summe von 15 Einzelsubstanzen gemäß Liste der US Environmental Protection Agency (EPA) ohne Naphthalin; ggf. unter Berücksichtigung weiterer relevanter PAK (z.B. aromatische Heterocyclen wie Chinoline) 5) LHKW, gesamt: Leichtflüchtige Halogenkohlenwasserstoffe, d. h. Summe der halogenierten C1- und C2-Kohlenwasserstoffe; einschließlich Trihalogenmethane. Die GFS zu Tri- und Tetrachlorethen, Dichlorethan und Chlorethen ist zusätzlich einzuhalten. 6) PCB, gesamt: Summe der polychlorierten Biphenyle; in der Regel Bestimmung über die 6 Kongeneren nach Ballschmiter gemäß AltölV (DIN 51 527) multipliziert mit 5; ggf. z.B. bei bekanntem Stoffspektrum einfache Summenbildung aller relevanten Einzelstoffe (DIN 38 407-F3), dann allerdings ohne Multiplikation 7) Bestimmung nach DEV H53. Bei höheren Konzentrationen kann die Gravimetrie (nach ISO 9377-1-Entwurf) eingesetzt werden. Bei GC-Analyse bezieht sich der o. a. Wert auf die KW-Summe zwischen C10 und C40. 8) Derzeit steht kein genormtes Verfahren zur Verfügung, dessen untere Anwendungsgrenze niedriger oder gleich dem Geringfügigkeitsschwellenwert ist. Es muss daher auf nicht genormte Verfahren zurückgegriffen werden, die nach den einschlägigen Regeln für Analysenverfahren zu validieren sind. Üblicherweise wird eine Bestimmung des Phenolindex durchgeführt. Bei positivem Befund ist eine Bestimmung der relevanten Einzelstoffe durchzuführen. 9) weitere Geringfügigkeitsschwellenwerte für Einzelstoffe (Pflanzenschutzmittel, Biozide, Pestizide) siehe Veröffentlichung der LAWA 10) Geringfügigkeitsschwellenwerte für sprengstofftypische Verbindungen siehe Veröffentlichung der LAWA |
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3 Bodenwerte für das Schutzziel Grundwasser
3.1 Feststoff- und Eluatgehalte für Böden Ungesättigte Bodenzone
Die Gefahrenbeurteilung für den Wirkungspfad Boden - Grundwasser für den ungesättigten Bereich bis zum Grundwasseranschnitt ("Ort der Beurteilung") muss gemäß BBodSchV § 4 Abs. 2 und 3 sowie unter Beachtung der Prüfwerte von Anhang 2 Nr. 3 erfolgen. Im Anhang 1 Nr. 3.3 der BBodSchV wird zudem auf die Erforderlichkeit der Abschätzung des Stoffeintrages u. a. unter Berücksichtigung des Schadstoffinventars des Bodens verwiesen. Im Einzelfall können somit Feststoffgehalte ergänzend in die Beurteilung des Gesamtschadens und der von ihm ausgehenden langfristigen Gefährdung für das Schutzgut Grundwasser einbezogen werden.
Die in der Tabelle 2 aufgeführten Feststoffgehalte können als ergänzende Information zur Gefährdungsabschätzung bzw. Beurteilung des Schadstoffinventars herangezogen werden. Die angegebenen Beurteilungswerte bezeichnen Feststoffkonzentrationen in Böden, bei deren Überschreitung im Einzelfall eine hinreichende Wahrscheinlichkeit für den Eintritt von Grundwasserschäden in der jeweiligen räumlichgeologischen Situation in Berlin (siehe geologische Skizze) begründet werden kann.
Für die Beurteilung der Eluatgehalte sind die Prüfwerte der BBodSchV, Anhang 2 Nr. 3 heranzuziehen und die diesbezüglichen Ausführungen zu beachten.
Gesättigte Bodenzone
Hinsichtlich der Beurteilung von mit Schadstoffen belasteten Böden im gesättigten Bereich und der Ableitung der Anforderung an die Sanierung des Grundwassers gelten die wasserrechtlichen Vorschriften der Länder. Hier können die Feststoffgehalte entsprechend der Tabelle 2 für die Beurteilung der Grundwassergefährdung herangezogen werden. Da es sich um die Beurteilung von Boden im gesättigten Bereich handelt, sind hier allein die Feststoffwerte für die Kategorie Wasserschutzzone II/III a maßgeblich. Die Beurteilungswerte für die beiden anderen Kategorien gelten ausschließlich für den ungesättigten Bereich.
Für die Beurteilung der Eluatwerte im gesättigten Bereich sind ebenfalls die Prüfwerte für das Sickerwasser der BBodSchV maßgebend, da diese auch für das Kontaktgrundwasser gelten.
3.2 Gefahrenwert Bodenluft
Auf Grund der engen Wechselwirkung zwischen den Medien Boden, Bodenluft und Grundwasser sowie der bodennahen Außenluft sind für die Beurteilung von Bodenluftverunreinigungen und deren Wirkung auf die betroffenen Schutzgüter detaillierte Standortkenntnisse erforderlich. Allgemeingültige Werte für eine abschließende Gefahrenbeurteilung wurden daher bislang nicht abgeleitet.
Ergebnisse von Bodenluftuntersuchungen sind hinsichtlich der Gefahrenrelevanz für die Schutzgüter Einzelfall bezogen zu beurteilen. Die Vorgehensweise für die Untersuchung bestimmt sich nach den Vorgaben der BBodSchV Anhang 1 Nr. 3.2. In Hinblick auf die Unterstützung von Grundwassersanierungen bei Belastungen durch leichtflüchtige Schadstoffe hat sich in der langjährigen Vollzugspraxis gezeigt, dass in den Schadenseintragsbereichen ein Eingreifwert bzw. Gefahrenwert von 50 mg/m3 angesetzt werden kann. Durch geeignete Bodenluftabsauganlagen können Sanierungszielwerte von 5 bis 10 mg/m3 erreicht werden.
Die Probenahme und Untersuchung von Bodenluft hat entsprechend den Vorgaben der BBodSchV nach VDI-Richtlinie 3865 Blatt 2 und 3 zu erfolgen.
| Beurteilungswerte 1 Boden (Schutzziel Grundwasser) jeweils in mg/kg TS |
Wasserschutzzone II und III/III a sowie in der gesättigten Bodenzone 2 |
Wasserschutzzone III B oder Flurabstand < 5 m (ungesättigte Bodenzone) |
Flurabstand > 5 m (ungesättigte Bodenzone) |
Bezugsverfahren |
| Arsen (As) | 20-40 | 80 | 240 | Analogie E DIN ISO 11 047 DIN EN ISO 11 969; 11.96 DIN EN ISO 11 885; 04.98 |
| Blei (Pb) | 80-200 | 400 | 1200 | DIN ISO 11 047; 05.03 DIN EN ISO 11 885; 04.98 |
| Cadmium (Cd) | 0,8-3 | 6 | 18 | DIN ISO 11 047; 05.03 DIN EN ISO 11 885; 04.98 |
| Chrom, ges (Cr) | 60-200 | 400 | 1200 | DIN ISO 11 047; 05.03 DIN EN ISO 11 885; 04.98 DIN 19 734/38 405-24 Cr (VI) |
| Kobalt (Co) | 20-100 | 200 | 600 | DIN ISO 11 047; 05.03 DIN EN ISO 11 885; 04.98 |
| Kupfer (Cu) | 40-120 | 240 | 720 | DIN ISO 11 047; 05.03 DIN EN ISO 11 885; 04.98 |
| Nickel (Ni) | 30-140 | 280 | 840 | DIN ISO 11 047; 05.03 DIN EN ISO 11 885; 04.98 |
| Quecksilber (Hg) | 0,2-2 | 4 | 12 | DIN EN 1483; 08.97 |
| Zink (Zn) | 120-400 | 800 | 2400 | DIN ISO 11 047; 05.03 DIN EN ISO 11 885; 04.98 |
| Cyanid, ges (CN-) 3 | 2 | 4 | 12 | DIN ISO 11 262; 09.03 |
| Cyanid, frei (CN-) | 0,2-1 | 2 | 6 | DIN ISO 11 262; 09.03 |
| MKW | 200 | 400 | 1200 | DIN EN 14 039; 01.05 |
| Σ BTEX | 2 | 4 | 12 | Handbuch Altlasten: Bd. 7, Teil 4 HLUG |
| Σ LHKW | 2 | 4 | 12 | Handbuch Altlasten: Bd. 7, Teil 4 HLUG |
| Σ PAK 3 | 6 | 12 | 36 | DIN ISO 13 877; 01.00 Merkblatt Nr. 1 LUA-NRW |
| Σ PCB 3 | 0,1 | 0,2 | 0,6 | DIN ISO 10 382; 05.03 DIN 38 414-20; 01.96 |
| Alkylphenole | 1-5 | 10 | 30 | E DIN ISO 14 154; 06.98 |
| Chlorphenole | 0,2-1 | 2 | 6 | E DIN ISO 14 154; 06.98 |
| Σ PSM 3 | 0,05-0,25 | 0,5 | 1,5 | DIN ISO 10 382; 05.03 |
| 1) Der Beurteilungswert bezeichnet eine Feststoffkonzentration in Böden, bei dessen Überschreitung eine hinreichende Wahrscheinlichkeit für den Eintritt von Grundwasserschäden in der jeweiligen räumlichgeologischen Situation in Berlin im Einzelfall begründet werden kann.
2) Der jeweilige Beurteilungswert ist abhängig von der vorhandenen Bodenart. 3) Nur relevant bei hoher Löslichkeit. |
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Verfahrenshinweise für die Untersuchungsverfahren sowie die Bezugsverfahren entsprechend der BBodSchV Anhang 1 sind zu beachten.
Geologische Skizze von Berlin
| Bestimmungsmethoden mit der Angabe des Anwendungsbereiches | Anhang |
Teil 1: Metallionen, Halbmetallionen und sonstige Kationen, Anionen
| Parameter | Bestimmungsmethode | Methodenhinweise | untere Anwen- dungsgrenze1 |
| Antimon (Sb) | DIN 38 405-32-2 DIN 38 405-32-1 DIN EN ISO 11 885 DIN 38 406-29 |
AAS-Hydridtechnik Graphitrohr-AAS ICP-OES ICP-MS |
0,001 mg/L 0,002 mg/L 0,1 mg/L 0,001 mg/L |
| Arsen (As) | DIN EN ISO 11 969 DIN EN ISO 11 885 DIN 38 406-29 |
AAS-Hydridtechnik ICP-OES ICP-MS |
0,001 mg/L 0,1 mg/L 0,001 mg/L |
| Barium (Ba) | DIN EN ISO 11 885 DIN 38 406-28 analog DIN EN ISO 5961 DIN 38 406-29 |
ICP-OES Flammen-AAS Graphitrohr-AAS ICP-MS |
0,01 mg/L 0,1 mg/L 0,5 mg/L 0,0005 mg/L |
| Blei (Pb) | DIN 38 406-6-1 DIN 38 406-6-2 DIN EN ISO 11 885 DIN 38 406-29 |
Flammen-AAS Graphitrohr-AAS ICP-OES ICP-MS |
0,5 mg/L 0,002 mg/L 0,1 mg/L 0,0002 mg/L |
| Bor (B) | DIN EN ISO 11 885 DIN 38 405-17 DIN 38 406-29 |
ICP-OES Spektralphotometrie ICP-MS |
0,05 mg/L 0,05 mg/L 0,01 mg/L |
| Cadmium (Cd) | DIN EN ISO 5961-HA2 DIN EN ISO 5961-HA3 DIN EN ISO 11 885 DIN 38 406-29 |
Flammen-AAS Graphitrohr-AAS ICP-OES ICP-MS |
0,05 mg/L 0,0003 mg/L 0,01 mg/L 0,0005 mg/L |
| Chrom, gesamt (Cr, ges., Cr III ) |
DIN EN 1233-HA3 DIN EN 1233-HA4 DIN EN ISO 11 885 DIN 38 406-29 |
Flammen-AAS Graphitrohr-AAS ICP-OES ICP-MS |
0,5 mg/L 0,002 mg/L 0,01 mg/L 0,001 mg/L |
| Chromat (Cr VI) 2, 3 | DIN 38 405-24 DIN EN ISO 10 304-3 |
Spektralphotometrie Ionenchromatographie |
0,05 mg/L 0,05 mg/L |
| Kobalt (Co) | DIN 38 406-24-1 DIN 38 406-24-2 DIN EN ISO 11 885 DIN 38 406-29 |
Flammen-AAS Graphitrohr-AAS ICP-OES ICP-MS |
0,2 mg/L 0,002 mg/L 0,01 mg/L 0,0002 mg/L |
| Kupfer (Cu) | DIN 38 406-7-1 DIN 38 406-7-2 DIN EN ISO 11 885 DIN 38 406-29 |
Flammen-AAS Graphitrohr-AAS ICP-OES ICP-MS |
0,1 mg/L 0,002 mg/L 0,01 mg/L 0,001 mg/L |
| Molybdän (Mo) | analog DIN EN ISO 5961 DIN EN ISO 11 885 DIN 38 406-29 |
Graphitrohr-AAS ICP-OES ICP-MS |
0,001 mg/L 0,03 mg/L 0,0003 mg/L |
| Nickel (Ni) | DIN 38 406-11-1 DIN 38 406-11-2 DIN EN ISO 11 885 DIN 38 406-29 |
Flammen-AAS Graphitrohr-AAS ICP-OES ICP-MS |
0,2 mg/L 0,005 mg/L 0,002 mg/L 0,001 mg/L |
| Quecksilber (Hg) | DIN EN 1483 DIN EN 12 383 |
Kaltdampftechnik-AAS Kaltdampf-AAS (nach Anreicherung durch Amalgamtechnik) |
0,0001 mg/L 0,00001 mg/L |
| Selen (Se) | DIN 38 405-23-2 DIN 38 405-23-1 DIN EN ISO 11 885 DIN 38 406-29 |
AAS-Hydridtechnik Graphitrohr-AAS ICP-OES ICP-MS |
0,001 mg/L 0,005 mg/L 0,1 mg/L 0,01 mg/L |
| Thallium (Tl) | DIN 38 406-26 DIN EN ISO 11 885 DIN 38 406-29 |
Graphitrohr-AAS ICP-OES ICP-MS |
0,005 mg/L 0,1 mg/L 0,001 mg/L |
| Vanadium (V) | DIN EN ISO 11 885 DIN 38 406-29 |
ICP-OES ICP-MS |
0,01 mg/L 0,001 mg/L |
| Zink (Zn) | E DIN 38 406-8 DIN EN ISO 11 885 DIN 38 406-29 |
Flammen-AAS ICP-OES ICP-MS |
0,05 mg/L 0,01 mg/L 0,001 mg/L |
| Chlorid (Cl-) | DIN 38 405-1 DIN EN ISO 10 304-1 DIN EN ISO 10 304-4 DIN EN ISO 15 682 |
photometrisch Ionenchromatographie Ionenchromatographie Fließanalytik |
10 mg/L 0,1 mg/L 0,1 mg/L 1 mg/L |
| Cyanid, gesamt (CN-, ges.) |
DIN 38 405-13-1, DIN 38 405-14-1 |
Spektralphotometrie | 0,02 mg/L |
| DIN EN ISO 14 403 | Fließanalytik | 0,02 mg/L | |
| Cyanid, leicht freisetzbar (CN-) |
DIN 38 405-13-2, DIN 38 405-14-2 |
Spektralphotometrie | 0,02 mg/L |
| DIN EN ISO 14 403 | Fließanalytik | 0,02 mg/L | |
| Fluorid (F-) | DIN EN ISO 10 304-1/-2 | Ionenchromatographie | 0,1 mg/L |
| DIN 38 405-4-1 | Fluorid-Ionenselekt. Elektrode | 0,1 mg/L | |
| DIN 38 405-4-2 | Bestimmung nach Aufschluss und Destillation | 0,2 mg/L | |
| Sulfat (SO42-) | DIN 38 405-5 DIN EN ISO 10 304-1 |
Gravimetrie Ionenchromatographie |
20 mg/L 0,1 mg/L |
Teil 2: Organische Stoffgruppen und organische Einzelstoffe
| Parameter | Bestimmungsmethode | Methodenhinweise | untere Anwen- dungsgrenze 1 |
| PAK 4 | DIN 38 407-18 bzw. | Hexan-Extraktion, HPLC-FLD | 0,005-0,01 µg/L |
| ISO FDIS 17 993 | Hexan-Extraktion, HPLC-FLD | 0,005-0,01 µg/L | |
| DIN 38 407-7-1 5 (Screening) | HPTLC | ||
| DIN 38 407-7-2 5 DIN 38 409-13-2 5 (Screening) |
HPTLC HPTLC |
0,04 µg/L | |
| LHKW | DIN EN ISO 10 301 (F 4) | Pentan-Extraktion, GC-ECD headspace, GC-ECD |
0,01-50 µg/L 0,1-200 µg/L |
| DIN EN ISO 15 680 | Purge- and Trap, GC-ECD oder GC-MS | 0,01-1 µg/L | |
| Chlorethen (Vinylchlorid) |
DIN 38 413-2 | GC-FID | 5 µg/L |
| DIN EN ISO 15 680 | Purge- and Trap, GC- ECD oder GC-MS |
0,02 µg/L | |
| PCB | DIN 38 407-2, | Flüssigextraktion, GC-ECD | 0,001-0,01 µg/L |
| DIN EN ISO 6468 (F 1) | Flüssigextraktion, GC-ECD | 0,001-0,01 µg/L | |
| DIN 38 407-3-1 (Indikatorsubst.) | Hexanextraktion, GC-ECD | 0,001 µg/L | |
| DIN 38 407-3-2 (Peakmuster) DIN 38 407-3-3 |
Hexanextraktion, GC-ECD Hexanextraktion, GC-MS |
0,01-0,1 µg/L | |
| Kohlenwasserstoffe 6 | DIN EN ISO 9377-2 | Extraktion mit Aceton/ Petrolether/ GC-FID | 0,1 mg/L |
| Überblicksanalyse | Fingerprintidentifizierung: GC-FID ohne Quantifizierung | - | |
| Alkylierte Benzole (BTEX) | ISO 11 423-1, DIN 38 407-9-1 | Dampfraum-GC-FID | 5 µg/L |
| ISO 11 423-2, DIN 38 407-9-2 | Pentan-Extraktion/GC-FID | 5 µg/L | |
| DIN EN ISO 15 680, | Purge- and Trap, GC-ECD oder GC-MS | 0,02-0,05 µg/L | |
| MTBE | DIN EN ISO 15 680 (muss für MTBE validiert werden) |
Purge- and Trap, GC-FID oder GC/MS | 0,05 µg/L |
| DIN 38 407-9 | Dampfraumanalyse, GC-FID oder GC-MS | 1 µg/L | |
| Phenol 2 - monovalente Phenole 7 |
(E) ISO 8165-1 | Flüssigkeitsextraktion, GC-FID oder GC-ECD | 0,1 µg/L |
| (E) ISO 8165-2 | Derivatisierung, GC-ECD | 0,1 µg/L | |
| Analog DIN EN 12 673 (F 15) | Derivatisierung, GC-MS | 0,1 µg/L | |
| - Phenolindex 8 | DIN 38 409-16-2 | Spektralphotometrie | 10 µg/L |
| DIN EN ISO 14 402 (H37) | Fließanalytik | 10 µg/L | |
| Nonylphenol | ISO/DIS 18 857-1 | Flüssigextraktion, GC/MS | 0,02 µg/L |
| Chlorphenole | DIN EN 12 673 (F15) | extraktive Derivatisierung mit Acetanhydrid/GC-ECD |
0,1 µg/L |
| Chlorbenzole - Mono-Trichlorbenzole |
DIN EN ISO 10 301 (F 4) | headspace, GC-ECD | 0,2-0,5 µg/L |
| - Tri-Hexachlorbenzole | DIN EN ISO 6468 (F 1) | Flüssigextraktion/GC-ECD | 0,001-0,01 µg/L |
| DIN 38 407-2 | Flüssigextraktion/GC-ECD | 0,001-0,01 µg/L | |
| Epichlorhydrin | DIN EN 14 207 (P 9) | Festphasenextraktion, GC/MS | 0,1 µg/L |
| PSMBP - Organochlorpestizide 9 und SHKW |
DIN EN ISO 6468 (F 1), DIN 38 407-2 |
Flüssigextraktion/GC-ECD (ggf. auch GC-MS) |
0,001-0,01 µg/L |
| - Org. N- u. P-verbindungen 10 | DIN EN ISO 10 695 (F 6) | Flüssigextraktion/GC-PND Festphasenextraktion, GC-PND |
0,1-1 µg/L 0,05-0,1 µg/L |
| DIN EN ISO 11 369 (F 12) | Festphasenextraktion, HPLC-UV-DAD | 0,025-0,1 µg/L | |
| - Phenoxyalkancarbonsäure- herbizide PSM (Auswahl) |
DIN 38 407-14 | Festphasenextraktion, GC-MS | 0,05 µg/L |
| DIN ISO 15 913 (F 20) | Festphasenextraktion, GC-MS | 0,05 µg/L | |
| DIN V 38 407-11 | Festphasenextraktion, HPTLC- AMD | 0,05 µg/L | |
| Organozinnverbindungen | DIN 38 407-13 | Hexan-Extraktion, GC/MS od. GC/FPD od. GC/AED | 0,01 µg/L |
| Nitropenta (PETN) | DIN 38 407-21 | Festphasenextr., HPLC-UV-DAD | 0,1-0,5 µg/L |
| 2-Nitrotoluol | DIN 38 407-21 | Festphasenextr., HPLC-UV-DAD | 0,1-0,5 µg/L |
| DIN 38 407-17 | Toluol-Extraktion oder Festphasenextraktion, GC/MS | 0,05 µg/L | |
| 3-Nitrotoluol | DIN 38 407-21 | Festphasenextr., HPLC-UV-DAD | 0,1-0,5 µg/L |
| 4-Nitrotoluol | DIN 38 407-21 | Festphasenextr., HPLC-UV-DAD | 0,1-0,5 µg/L |
| DIN 38 407-17 | Toluol-Extraktion oder Festphasenextraktion, GC/MS | 0,05 µg/L | |
| 2-Amino-4,6-Dinitrotoluol | DIN 38 407-21 | Festphasenextr., HPLC-UV-DAD | 0,1-0,5 µg/L |
| DIN 38 407-17 | Toluol-Extraktion oder Festphasenextraktion, GC/MS | 0,05 µg/L | |
| 4-Amino-2,6-Dinitrotoluol | DIN 38 407-21 | Festphasenextr., HPLC-UV-DAD | 0,1-0,5 µg/L |
| DIN 38 407-17 | Toluol-Extraktion oder Festphasenextraktion, GC/MS | 0,05 µg/L | |
| 2,4-Dinitrotoluol | DIN 38 407-21 | Festphasenextr., HPLC-UV-DAD | 0,1-0,5 µg/L |
| DIN 38 407-17 | Toluol-Extraktion oder Festphasenextraktion, GC/MS | 0,05 µg/L | |
| 2,6-Dinitrotoluol | DIN 38 407-21 | Festphasenextr., HPLC-UV-DAD | 0,1-0,5 µg/L |
| DIN 38 407-17 | Toluol-Extraktion oder Festphasenextraktion, GC/MS | 0,05 µg/L | |
| 2,4,6-Trinitrotoluol | DIN 38 407-21 | Festphasenextr., HPLC-UV-DAD | 0,1-0,5 µg/L |
| DIN 38 407-17 | Toluol-Extraktion oder Festphasenextraktion, GC/MS | 0,05 µg/L | |
| Hexogen | DIN 38 407-21 | Festphasenextr., HPLC-UV-DAD | 0,1-0,5 µg/L |
| 2,4,6-Trinitrophenol (Pikrinsäure) | DIN 38 407-21 | Festphasenextr., HPLC-UV-DAD | 0,1-0,5 µg/L |
| Nitrobenzol | DIN 38 407-17 | Toluol-Extraktion oder Festphasenextraktion, GC/MS | 0,05 µg/L |
| 1,3,5-Trinitrobenzol | DIN 38 407-21 | Festphasenextr., HPLC-UV-DAD | 0,1-0,5 µg/L |
| 1,3-Dinitrobenzol | DIN 38 407-21 DIN 38 407-17 |
Festphasenextr., HPLC-UV-DAD Toluol-Extraktion oder Festphasenextraktion, GC/MS |
0,1-0,5 µg/L 0,05 µg/L |
| Hexanitrodiphenylamin (Hexyl) | DIN 38 407-21 | Festphasenextr., HPLC-UV-DAD | 0,1-0,5 µg/L |
| Tetryl | DIN 38 407-21 | Festphasenextr., HPLC-UV-DAD | 0,1-0,5 µg/L |
| Octogen | DIN 38 407-21 | Festphasenextr., HPLC-UV-DAD | 0,1-0,5 µg/L |
| 1) Die unteren Anwendungsgrenzen sind sowohl stoff- als auch matrixabhängig. Im Altlastenbereich sind diese Grenzen möglicherweise nach oben zu korrigieren.
2) Steht kein genormtes Verfahren zur Verfügung, mit dem die Geringfügigkeitsschwelle erreicht bzw. unterschritten werden kann, muss auf nicht genormte Verfahren zurückgegriffen werden, die nach den einschlägigen Regeln für Analysenverfahren zu validieren sind. Das Verfahren ist zu beschreiben. 3) Die Bestimmung von Chromat sollte nach chromatographischer Abtrennung von Chrom (III) mittels atomspektrometrischer Methoden erfolgen. 4) Bei positivem Befund im Auswahltest z. B mittels Dünnschichtchromatographie nach DIN 38 409-13-2 (Ergebnis > 50 ng/l) oder bei anders begründetem Verdacht sind zu Beginn des Untersuchungsablaufes sowie zwischendurch Probenextrakte zur Identifizierung von PAK-haltigen technischen Produkten und sonstigen branchenspezifischen Parametern mittels GC-MS zu untersuchen (GC-MS-Screening). Auf Grund der dabei gewonnenen Kenntnisse ist die Bestimmungsmethode für die Routinemessung festzulegen. 5) Jeweils 4 PAK nach der Trinkwasserverordnung 6) Zur Bestimmung des Kohlenwasserstoffindex ist die gaschromatographische Methode der DIN EN ISO 9377-2 einzusetzen. Das GC-Verfahren ermöglicht es, neben der Summenauswertung, zusätzlich die Identifizierung von Einzelstoffen und ggf. die Bestimmung der Art des technischen Produktes. Wenn im Chromatogramm einzelne Messsignale auftreten, die üblicherweise in Mineralölgemischen nicht vorkommen, dann ist durch Wiederholung der Reinigung mit Florisil zu prüfen, ob es sich bei diesen Signalen um KW handelt. Im Falle von KW müssen die Signalintensitäten im Verhältnis zu den übrigen KW gleich bleiben. Bei verhältnismäßiger Abnahme der Signale ist die Reinigung ggf. mehrfach zu wiederholen. Höhere Konzentrationen (> 50 mg/L) können gravimetrisch nach E DIN EN ISO 9377-1 quantifiziert werden, wobei durch Verdunstung der niedersiedenden Anteile Minderbefunde in Betracht zu ziehen sind. Gleichzeitig erfasst diese Methode auch die höhersiedenden Kohlenwasserstoffe KW > C40. 7) Ausgewählte monovalente Phenole 8) Bei Überschreitung der Geringfügigkeitsschwelle für den Phenolindex (vgl. Tab. 3.1-1) ist eine Bestimmung der Einzelstoffe durchzuführen. 9) Z. B. Aldrin, DDT, HCH-Gemisch 10) Ausgewählte org. N- und P-Verbindungen, z.B. u. a. Triazinherbizide, Phenylharnstoffherbizide, Organophosphorsäurederivate |
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1) Ableitung von Geringfügigkeitsschwellenwerten für das Grundwasser, Düsseldorf 2004 (Bezugsquelle: www.lawa.de bzw. Kulturbuch-Verlag GmbH Berlin)
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(Stand: 14.08.2025)
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