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LJagdG - Landesjagdgesetz für Sachsen-Anhalt
- Sachsen-Anhalt -
Vom 23. Juli 1991
(GVBl. LSa vom 26.07.1991 S. 186; 16.04.1997 S. 476; 18.12.1997 S. 1073; 19.03.2002 S. 130; 25.04.2002 S. 243; 23.07.2004 S. 454; 18.11.2005 S. 698; 10.12.2010 S. 569 10;18.01.2011 S. 6 11; 21.07.2015 S. 365 15; 27.09.2019 S. 286 19; 13.05.2026 S. 231 26)
Gl.-Nr.: 792.1
§ 1 Berechtigte
(zu § 1 BJagdG)
(1) Die Jagd darf nur ausüben, wer
(2) Revierinhaber sind
§ 2 Hege 11 19 26
(zu § 1 BJagdG)
(1) Mit Ausnahme von Waschbär, Marderhund, Mink,Nutria und Nilgans darf keine Art der jagdbaren Tiere in ihrem Bestand gefährdet werden. Die zuständigen öffentlichen Stellen sind verpflichtet, in vertrauensvoller Zusammenarbeit bei allen Maßnahmen nach diesem Gesetz die Erfordernisse des Artenschutzes zu berücksichtigen und insbesondere für solche Wildarten, deren Bestand bedroht erscheint, den erforderlichen Schutz zu sichern. Die natürlichen Bedingungen für das Vorkommen der einzelnen Wildarten (Biotope) sollen erhalten und nach Möglichkeit wiederhergestellt und nicht beeinträchtigt werden.
(2) (aufgehoben)
(3) Die Jagd ist, den Geboten der Weidgerechtigkeit entsprechend, nur mit für den jeweiligen Einsatz erfolgreich geprüften, brauchbaren Jagdhunden auszuüben. Es muss jeweils mindestens ein solcher Jagdhund
(4) Bei einer Bewegungsjagd sind die Revierinhaber eines nicht an der Jagd beteiligten Jagdbezirks verpflichtet, das Überjagen von Jagdhunden zu dulden. Die Jagd soll dem benachbarten Jagdausübungsberechtigten mindestens sieben Tage vorher angezeigt werden. Bei mehreren Jagdausübungsberechtigten je benachbartem Jagdbezirk genügt die Anzeige an einen von ihnen. Bewegungsjagd ist eine Jagd, bei der Wild gezielt beunruhigt wird.
§ 3 Nutzungsrechte
(zu § 1 BJagdG)
(1) Der befugte Jäger (§ 1 Abs. 1) hat das Recht, in einem benachbarten Jagdbezirk Privatwege als Jägernotweg zu benutzen und in Jagdausrüstung zu betreten, wenn er seinen Jagdbezirk nicht auf einem dem allgemeinen Verkehr dienenden Weg oder nur auf einem unzumutbaren Umweg erreichen kann. Die Benutzung ist dem Revierinhaber des Nachbarbezirks vorher anzuzeigen. Dieser kann bei der Jagdbehörde beantragen, dass sie den Jägernotweg im Einzelnen festlegt. Bei der Benutzung dürfen Schusswaffen nur ungeladen und in einem Futteral, Hunde nur an der Leine mitgeführt werden.
(2) Der Revierinhaber hat das Recht, auf Grundstücken seines Jagdbezirks, die nicht intensiv genutzt werden, mit dem Boden nicht fest verbundene jagdwirtschaftliche Einrichtungen (Futterplätze, Salzlecken, Ansitze, Jagdschirme und ähnliche Einrichtungen) anzulegen. Der Grundstückseigentümer kann die Beseitigung der Einrichtungen verlangen, wenn sie die Nutzung der Grundstücke behindern. Die Errichtung von Jagdhütten, mit dem Boden fest verbundenen Hochsitzen und anderen baulichen Anlagen bedarf der vorherigen Erlaubnis des Grundstückseigentümers; die Bestimmungen des Baurechts sowie Beschränkungen in Natur- und Landschaftsschutzgebieten bleiben unberührt.
§ 4 Tierarten 19 26
(zu § 2 BJagdG)
Nach Landesrecht jagdbar sind:
§ 5 Abrundung von Jagdbezirken 11 26
(zu § 5 BJagdG)
(1) Unter den Voraussetzungen des § 5 Abs. 1 des Bundesjagdgesetzes können Jagdbezirke abgerundet werden
(2) Der Abrundungsvertrag (Absatz 1 Nr. 1) bedarf der Schriftform und ist der Jagdbehörde innerhalb einer Frist von 14 Tagen ab Vertragsschluss anzuzeigen. Die §§ 544 und 545 des Bürgerlichen Gesetzbuches sowie § 11 Abs. 4, § 12 Abs. 1 bis 3 und § 14
(Stand: 09.06.2026)
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