Regelwerk, Allgemeines, Verwaltung

GO NRW - Gemeindeordnung
- Nordrhein-Westfalen -

Vom 14. Juli 1994
(GV 1994 S. 666; 12.12.1995; S. 1198; 20.03.1996 S. 124; 25.11.1997 S. 422; 17.12.1998 S. 762; 15.06.1999 S. 386; 09.11.1999 S. 590; 17.12.1999 S. 718; 28.03.2000 S.245; 27.11.2001 S. 811; 30.04.2002 S.160; 29.04.2003 S. 254; 16.12.2003 S. 766; 03.02.2004 S. 96; 16.11.2004 S. 644; 03.05.2005 S. 498 05, ber. 2005 S.15; 09.10.2007 S. 380 07; 24.06.2008 S. 514 08; 30.06.2009 S. 380; 17.12.2009 S. 950 09; 21.12.2010 S. 688 10; 24.05.2011 S. 270 11a, 24.05.2011 S. 271 11b; 25.10.2011 S. 539 11c; 13.12.2011 S. 685 11d; 18.09.2012 S. 432 12; 23.10.2012 S. 474 12a; 09.04.2013 S. 194 13 Übergangsregelungen; 01.10.2013 S. 564 13a; 19.12.2013 S. 878 13b Übergangsregelung; 03.02.2015 S. 208 15; 25.06.2015 S. 496 15; 15.11.2016 S. 966 16 Übergangsregelung; 23.01.2018 S. 90 18; 18.12.2018 S. 738; 18.12.2018 S. 759 18a; 11.04.2019 S. 202 19; 14.04.2020 S. 218 20; 29.09.2020 S. 916 20a; 14.09.2021 S. 1072 21 i.K.; 01.12.2021 S. 1346 21a; 01.12.2021 S. 1353 21b; 25.03.2022 S. 412 22; 13.04.2022 S. 490 22a)
Gl.-Nr.: 2023



1. Teil
Grundlagen der Gemeindeverfassung

§ 1 Wesen der Gemeinden 07

(1) Die Gemeinden sind die Grundlage des demokratischen Staatsaufbaues. Sie fördern das Wohl der Einwohner in freier Selbstverwaltung durch ihre von der Bürgerschaft gewählten Organe. Sie handeln zugleich in Verantwortung für die zukünftigen Generationen.

(2) Die Gemeinden sind Gebietskörperschaften.

§ 2 Wirkungskreis

Die Gemeinden sind in ihrem Gebiet, soweit die Gesetze nicht ausdrücklich etwas anderes bestimmen, ausschließliche und eigenverantwortliche Träger der öffentlichen Verwaltung.

§ 3 Aufgaben der Gemeinden 07 18 18a

(1) Den Gemeinden können nur durch Gesetz Pflichtaufgaben auferlegt werden.

(2) Pflichtaufgaben können den Gemeinden zur Erfüllung nach Weisung übertragen werden; das Gesetz bestimmt den Umfang des Weisungsrechts, das in der Regel zu begrenzen ist. Für die gemeinsame Wahrnehmung von Pflichtaufgaben zur Erfüllung nach Weisung ist der Anwendungsbereich des Gesetzes über kommunale Gemeinschaftsarbeit nur nach Maßgabe der Absätze 5 und 6 sowie des § 4 Abs. 8 eröffnet.

(3) Eingriffe in die Rechte der Gemeinden sind nur durch Gesetz zulässig. Rechtsverordnungen zur Durchführung solcher Gesetze bedürfen der Zustimmung des für die kommunale Selbstverwaltung zuständigen Ausschusses des Landtags und, sofern nicht die Landesregierung oder das für Kommunales zuständige Ministerium sie erlassen, der Zustimmung des für Kommunales zuständigen Ministeriums.

(4) Werden den Gemeinden neue Pflichten auferlegt oder werden Pflichten bei der Novellierung eines Gesetzes fortgeschrieben oder erweitert, ist gleichzeitig die Aufbringung der Mittel zu regeln. Führen diese neuen Pflichten zu einer Mehrbelastung der Gemeinden, ist ein entsprechender Ausgleich zu schaffen.

(5) Zur Effizienzsteigerung kann eine Gemeinde mit einer benachbarten Gemeinde gemäß §§ 23 ff. des Gesetzes über kommunale Gemeinschaftsarbeit in der Fassung der Bekanntmachung vom 1. Oktober 1979 (GV. NRW. S. 621) in der jeweils geltenden Fassung vereinbaren, dass ihr gemäß § 3 Abs. 2 übertragene Aufgaben von der benachbarten Gemeinde übernommen oder für sie durchgeführt werden. Satz 1 gilt auch für den Abschluss einer öffentlich-rechtlichen Vereinbarung zwischen einer kreisfreien Stadt und einem benachbarten Kreis.

(6) Absatz 5 gilt nur, soweit

§ 4 Zusätzliche Aufgaben kreisangehöriger Gemeinden 07 18

(1) Mittleren kreisangehörigen Städten (Absatz 2) und Großen kreisangehörigen Städten (Absatz 3) können neben den Aufgaben nach den §§ 2 und 3 zusätzliche Aufgaben durch Gesetz oder Rechtsverordnung übertragen werden.

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