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Regelwerk, Gefahrenabwehr

Gemeinsamer Runderlass des Hessischen Ministeriums des Innern und für Sport (HMdIS) und des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration (HMSI) zur Festlegung der Einsatzstichworte für Brand-, Hilfeleistungs- und Rettungsdiensteinsätze
- Hessen -

Vom 01. November 2022
(StAnz. Nr. 47 vom 21.11.2022 S. 1279; 30.08.2024 S. 822aufgehoben)



Zur aktuellen Fassung

Archiv 2009, 2015

Bei dem gemeinsamen Runderlass des Hessischen Ministeriums des Innern und für Sport (HMdIS) und des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration (HMSI) zur Festlegung der Einsatzstichworte für Brand-, Hilfeleistungs- und Rettungsdiensteinsätze handelt es sich um eine allgemeine Weisung nach § 6 Abs. 3 Satz 2 des Hessischen Rettungsdienstgesetzes ( HRDG) vom 16. Dezember 2010 (GVBl. I S. 646), zuletzt geändert durch Gesetz vom 12. September 2018 (GVBl. S. 580), die sich an die Zentralen Leitstellen nach § 54 des Hessischen Brand- und Katastrophenschutzgesetzes ( HBKG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 14. Januar 2014 (GVBl. S. 26), zuletzt geändert durch Gesetz vom 30. September 2021 (GVBl. S. 602), richtet.

Angesichts der verbindlichen Vorgaben der Meldebilder und Einsatzstichworte für die Zentralen Leitstellen ist es im Hinblick auf die gewollte Sicherstellung einer landesweit einheitlichen Alarmierung erforderlich, dass auch die gemeindlichen Feuerwehren für die Brand- und Hilfeleistungseinsätze sowie die Landkreise und kreisfreien Städte für die Rettungsdiensteinsätze bei ihren Alarm- und Ausrückeordnungen die Meldebilder und Einsatzstichworte anwenden. Dabei ist im Bedarfsfall eine weitere Untergliederung der einzelnen Einsatzstichworte unter Voranstellung des jeweils angegebenen Einsatzstichwortes zulässig (zum Beispiel F2 W für Wohnungsbrand oder F2.1 für Wohnungsbrand). Dadurch werden eine Verbesserung der Dispositionssicherheit und eine Verkürzung der Reaktionszeiten - insbesondere bei der Erstalarmierung durch die Zentralen Leitstellen - erreicht und die Grundlagen für eine landesweit einheitliche Alarmierung fortgeschrieben.

Den in dem gemeinsamen Runderlass zunächst abstrakt beschriebenen einsatztaktischen Parametern werden von den jeweils zuständigen Dienststellen die konkreten Fahrzeugalarmierungen zugeordnet. Mit der abstrakten Formulierung wird vermieden, dass der Einsatz von Fahrzeugen vorgegeben wird, die im jeweiligen Einzugsbereich nicht verfügbar sind. Ergänzend wird darauf hingewiesen, dass bei allen Atemschutzeinsätzen die Feuerwehr-Dienstvorschrift 7 und bei allen Einsätzen mit gefährlichen Stoffen und Gütern die Feuerwehr-Dienstvorschrift 500 zu berücksichtigen sind.

Im Einvernehmen zwischen den Leiterinnen und Leitern der Berufsfeuerwehren, den Leiterinnen und Leitern der Feuerwehren in Städten mit mehr als 50.000 Einwohnerinnen und Einwohnern bzw. den Kreisbrandinspektorinnen und Kreisbrandinspektoren und den Trägern des Rettungsdienstes sind über die nachfolgende Liste hinaus die erforderlichen ortsbezogenen Einsatzmittel zu ergänzen. Ebenfalls zu ergänzen sind die Vertreterinnen und Vertreter von Behörden, Betrieben und Einrichtungen (zum Beispiel Polizei, Bundesanstalt Technisches Hilfswerk, Bauaufsichtsbehörden, Umweltamt, Wasserbehörde, Wasser- und Schifffahrtsamt, Veterinäramt, Luftaufsicht, Forstdienststelle, Energieversorgungsunternehmen, Notfallmanager der DB AG, Bezirksschornsteinfegerinnen und Bezirksschornsteinfeger), die je nach Bedarf zusätzlich zu benachrichtigen oder zu informieren sind. Da bei den vorgenannten Ergänzungen die jeweiligen örtlichen Gegebenheiten berücksichtigt werden müssen, wird von einer allgemeinen Festlegung abgesehen.

Die Einsatzstichworte gelten landeseinheitlich. Daher wurde bei der Erarbeitung der Meldebilder auf die Bezeichnung von Sonderobjekten (zum Beispiel Altenheime, Krankenhäuser, Tunnel oder Industrieanlagen) verzichtet. Für die Sonderobjekte sind objektbezogene Alarm- und Ausrückeordnungen im gleichen Verfahren von den oben genannten Beteiligten zu erstellen, abzustimmen und umzusetzen. Die Begriffe "große Anzahl von Menschenleben in Gefahr" und "mehrere Personen verschüttet/eingeklemmt" sind relativ zu betrachten und von den örtlichen Gegebenheiten abhängig. Sie sollen eine Eskalation des Meldebildes vermitteln. Dabei sind "mehrere Personen" immer in der Anzahl größer eins, aber nicht zwingend zwei.

Inkrafttreten, Außerkrafttreten

Dieser gemeinsame Runderlass wird im Staatsanzeiger für das Land Hessen veröffentlicht und tritt am 1. Januar 2023 in Kraft. Er tritt mit Ablauf des 31. Dezember 2029 außer Kraft.

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Einsatzstichworte für Brandeinsätze Anlage


Einsatzstichworte für Brandeinsätze
Alarmdurchsage Erstalarmierung
Einsatzstichwort Meldebild Einsatztaktische Parameterstichwort Zusätzliche Einsatzmittel nach Lage
F 1 Brand
  • PKW
  • Mülltonne
  • Gerümpel im Freien oder
  • ähnliche Meldebilder
  • gelöschtes Feuer
  • Nachschau
Taktische Einheit: 1 Staffel außerhalb geschlossener Ortschaften:

Löschfahrzeug mit Tank > 1.600 l

Löschmittel: 500 Liter Wasser
Atemschutz: 1 Atemschutztrupp
Rettungsdienst-Stichwort: --
F 2 Brand
  • Wohnungsbrand
  • Dachstuhlbrand
  • Kellerbrand
  • Zimmerbrand
  • Kaminbrand oder
  • Rauchentwicklung
  • ähnliche Meldebilder
Taktische Einheiten: 2 Gruppen Sofern nach örtlicher Bebauung erforderlich:

+ 1 Hubrettungsfahrzeug

außerhalb geschlossener Ortschaften:

+ Tanklöschfahrzeuge

+ GW-L / AB-Schlauch mit 2.000 m B-Schlauchleitung + ausreichend FPN

Löschmittel: 1.000 Liter Wasser
Rettungsgerät: 4-teilige Steckleiter oder 2 Multifunktionsleitern
Atemschutz: 3 Atemschutztrupps
weitere Einsatzmittel: 1 Belüftungsgerät
Führungskomponente: ELW 1
Rettungsdienst-Stichwort: R 1
F 2 Y Brand in Wohngebäuden mit Menschenleben in Gefahr wie F 2,
aber 4 Atemschutztrupps
Rettungsdienst-Stichwort: R 2 + wie F 2
F 3 Ausgedehnter Brand in Sondergebäuden
  • Hochhaus
  • Gewerbebetrieb
  • Schreinerei
  • Kfz-Werkstatt
  • Pension
  • Lagerplatz
  • Produktions- und/oder Lagergebäude oder
  • ähnliche Meldebilder
Taktische Einheiten: 3 Gruppen + GABC-Messgruppe

+ ELW 2

sofern nach örtlicher Bebauung erforderlich:

+ Hubrettungsfahrzeug

bei Gefahrgut:

+ wie H Gefahr 2

außerhalb geschlossener Ortschaften:

+ Tanklöschfahrzeuge

+ GW-L / AB -Schlauch mit 2.000 m B-Schlauchleitung + ausreichend FPN

+ AB-Löschwasserversorgung

Löschmittel: 3.600 Liter Wasser
Atemschutz: 5 Atemschutztrupps
Einsatzmittel: 1 Belüftungsgerät
Führungskomponente: ELW 1
Rettungsdienst-Stichwort: R 1
F 3 Y Ausgedehnter Brand in Sondergebäuden mit Menschenleben in Gefahr wie F 3, aber mit 6 Atemschutztrupps + ELW 2 + wie F 3

+ Rettungsdienst-Stichwort MANV

Rettungsdienst-Stichwort: R 2
F 4 Brand als Großschadenslage Taktische Einheiten: 6 Gruppen + Hubrettungsfahrzeug

+ Tanklöschfahrzeuge

+ GW-L / AB-Schlauch mit 2.000 m B-Schlauchleitung + ausreichend FPN

+ AB-Löschwasserversorgung

+ Sonderlöschmittel

+ GW-G / AB-G

Löschmittel: 8.000 Liter Wasser
Atemschutz: 10 Atemschutztrupps
Einsatzmittel: 2 Hubrettungsfahrzeuge
1 GW-a / AB-a
1 Belüftungsgerät
1 GABC-Messgruppe
Führungskomponente: ELW 2
Rettungsdienst-Stichwort: R 1
F BMA Brand
  • Meldung einer Brandmeldeanlage
Taktische Einheiten: 2 Staffeln sofern nach örtlicher Bebauung erforderlich:

+ Hubrettungsfahrzeug

Löschmittel: 1.000 Liter Wasser
Rettungsgerät: 4-teilige Steckleiter oder
2 Multifunktionsleitern
Atemschutz: 3 Atemschutztrupps
weitere Einsatzmittel: 1 Belüftungsgerät
Führungskomponente: ELW 1
Rettungsdienst-Stichwort: --
F BUS Y Brand eines besetzten Busses
  • Reisebus
  • Bus des ÖPNV
  • Schulbus


mit großer Anzahl von Menschenleben in Gefahr

wie F 3, aber mit 5.000 Liter Wasser + 240 Liter Schaummittel, 6 Atemschutztrupps + ELW 2 + PSNV

außerhalb geschlossener Ortschaften:

+ Tanklöschfahrzeuge

+ GW-L / AB-Schlauch mit 2.000 m B-Schlauchleitung + ausreichend FPN

+ AB-Löschwasserversorgung

Rettungsdienst-Stichwort: R MANV
F FLUG 1 Y Brand nach Flugunfall
  • Kleinflugzeug
  • Sportmaschine
  • Segelflieger / Paraglider
  • Hubschrauber
  • Heißluftballons
  • Militärmaschine
Taktische Einheiten: 2 Gruppen + Tanklöschfahrzeuge

+ RW

Löschmittel: 2.500 Liter Wasser
240 Liter Schaummittel
Atemschutz: 4 Atemschutztrupps
Einsatzmittel: 1 Technischer Hilfeleistungssatz
Führungskomponente: ELW 1
Rettungsdienst-Stichwort: R 2
F FLUG 2 Y Brand nach Flugunfall
  • Großflugzeug
Taktische Einheiten: 6 Gruppen + Tanklöschfahrzeuge

+ AB-Löschwasserversorgung

+ weitere GW-L / AB-Schlauch mit 2.000 m B-Schlauchleitung + ausreichend FPN

+ PSNV

+ GDekon-Zug

+ GABC-Messgruppe

Löschmittel: 15.000 Liter Wasser
1.500 Liter Schaummitte
Atemschutz: 10 Atemschutztrupps
Einsatzmittel: 1 Technischer Hilfeleistungssatz,
1 GW-L / AB-Schlauch mit 2.000 m B-Schlauchleitung
1 GABC-Zug
2 RW
1 Hubrettungsfahrzeug
Führungskomponente: ELW 2
Rettungsdienst-Stichwort: R MANV
F GAS 1 Brand
  • einzelner Gasflaschen
  • einer Gasleitung
wie F 2 + Löschpulver + Wärmeschutzbekleidung + Ex-Warngerät + P 250 (FwA)

+ RW

außerhalb geschlossener Ortschaften:

+ Tanklöschfahrzeuge

+ GW-L / AB-Schlauch mit 2.000 m B-Schlauchleitung + ausreichend FPN

+ AB-Löschwasserversorgung

Rettungsdienst-Stichwort. --
F GAS 2 Brand eines
  • Gastanks
  • Gastankfahrzeugs
  • Gaskesselwagens
wie F 3 + 5.000 Liter Wasser + Löschpulver + Wärmeschutzbekleidung + 1 Ex-Warngerät + wie F GAS 1
Rettungsdienst-Stichwort: R 1
F LKW Brand eines
  • LKW
  • Busses ohne
    Personen
  • einer landwirtschaftlichen Arbeitsmaschine in Feldgemarkung (z.B. Mähdreschers)
wie F 2, aber mit 5.000 Liter Wasser + 240 Liter Schaummittel + RW

+ weitere Sonderlöschmittel

+ GW-a / AB-A

außerhalb geschlossener Ortschaften:

+ Tanklöschfahrzeuge

+ GW-L / AB-Schlauch mit 2.000 m B-Schlauchleitung + ausreichend FPN

+ AB-Löschwasserversorgung

bei Gefahrgut:

+ wie H GEFAHR 2

Rettungsdienst-Stichwort: --
F Zug Brand eines
  • Schienenfahrzeugs (Triebfahrzeugs, Waggons, Personenzugs, U- / S-Bahn-Zug, Güterzugs) ohne Menschenleben in Gefahr
wie F 2, aber mit 5.000 Liter Wasser + 240 Liter Schaummittel + RW

+ weitere Sonderlöschmittel

+ GW a / AB-A

außerhalb geschlossener Ortschaften:

+ Tanklöschfahrzeuge

+ GW-L / AB-Schlauch mit 2.000 m B-Schlauchleitung + ausreichend FPN

+ AB-Löschwasserversorgung

bei Gefahrgut:

+ wie H GEFAHR 2

bei Schienenfahrzeugen in Tunnelanlagen:

+ Tunnel-Sondereinsatzmittel

Rettungsdienst-Stichwort: --
F ZUG Y Brand eines
  • Schienenfahrzeugs
  • Triebfahrzeugs
  • Waggons
  • Personenzugs
  • U- / S-Bahn-Zug
  • Güterzugs

mit großer Anzahlvon Menschenleben in
Gefahr

wie F 4 + 240 Liter Schaummittel
Rettungsdienst-Stichwort: R MANV + RW

+ weitere Sonderlöschmittel

+ PSNV

außerhalb geschlossener Ortschaften (objektabhängig):

+ Tanklöschfahrzeuge

+ GW-L / AB-Schlauch mit 2.000 m B-Schlauchleitung ausreichend FPN

+ AB-Löschwasserversorgung

bei Gefahrgut:

+ wie H GEFAHR 2

in Tunnelanlagen:

+ Tunnel-Sondereinsatzmittel

F RWM Brand
  • Meldung eines ausgelösten (Heim-) Rauchwarnmelders
Taktische Einheiten: 1 Staffel Sofern nach örtlicher Bebauung erforderlich:

+ Hubrettungsfahrzeug + Löschfahrzeug mit Tank > 1.600 l

Löschmittel: 500 Liter Wasser
Rettungsgerät: 4-teilige Steckleiter oder 2 Multifunktionsleitern
Atemschutz: 2 Atemschutztrupps
weitere Einsatzmittel: 1 Belüftungsgerät
Führungskomponente: --
Rettungsdienst-Stichwort: --
F SCHIFF 1 Brand
  • eines Sportboots
  • eines Segelboots
  • einer Yacht
wie F 2 + 2 MZB / RTB + 1 Tauchergruppe + weitere MZB / RTB

+ GW-Wasserrettung

+ GW-G / AB-G

+ Ölsperre

Rettungsdienst-Stichwort: R 1
F SCHIFF 2 Brand
  • eines Frachtschiffes
wie F 3 + 2 MZB + Tauchergruppe + ELW 2 + weitere FLB / HLB / MZB

+ GW-Wasserrettung

+ Hubrettungsfahrzeug

+ GW-a / AB-A

+ GW-G / AB-G

+ Ölsperre

+ Tanklöschfahrzeuge

weitere Einsatzmittel.
+ auf Rhein, Main + Neckar:
1 Feuerlöschboot (FLB) / Hilfeleistungslöschboot (HLB)
Rettungsdienst-Stichwort: R 1
F SCHIFF 2 Y Brand
  • eines Personenschiffes
  • einer Personen- oder Fahrzeugfähre

mit großer Anzahlvon Menschenleben in
Gefahr

wie F 3 + 2 MZB + 1 Tauchergruppe + ELW 2 + wie F SCHIFF 2

+ Hubrettungsfahrzeug

+ PSNV

weitere Einsatzmittel
+ auf Rhein, Main + Neckar:
2 Feuerlöschboote (FLB) / Hilfeleistungslöschboote (HLB)
Rettungsdienst-Stichwort: R MANV
F SCHIFF 2 GEFAHR Brand eines Schiffes mit Gefahrgut
  • Tankschiff
  • Containerschiff
  • Frachtschiff oder
  • ähnliche Meldebilder
Taktische Einheiten: 6 Gruppen wie F SCHIFF 2

+ RW

+ weitere Sonderlöschmittel

+ GDekon-Zug

Löschmittel: 1.500 Liter Schaummittel
Löschpulver
Atemschutz: 5 Atemschutztrupps
Einsatzmittel: Wärmeschutzbekleidung
1 Tauchergruppe
1 GABC-Zug
1 GABC-Messgruppe
+ auf Rhein, Main + Neckar: 2 Feuerlöschboote (FLB) / Hilfeleistungslöschboote
(HLB)
+ auf sonstigen Gewässern: 2 MZB
Führungskomponente: ELW 2
Rettungsdienst-Stichwort: R 1
F WALD 1 Brand
  • eines Waldes, einer Wiese oder Feldes mit geringer oder keiner Ausbreitungsgefahr oder
  • unbekannte Lage in Wald, auf Wiese und Feldern oder
  • Windenergieanlage außerhalb des Waldes
Taktische Einheit: 2 Gruppen + Tanklöschfahrzeuge
Löschmittel: 2.500 Liter Wasser
Atemschutz: 2 Atemschutztrupps
ggf. Filtergeräte
weitere Einsatzmittel: Feuerpatschen
Rettungsdienst-Stichwort: --
F WALD 2 Brand
  • eines Waldes, einer Wiese oder Feldes mit der Gefahr der weiteren Ausdehnung oder
  • Windenergieanlage im Wald
Taktische Einheiten: 3 Gruppen + Tanklöschfahrzeuge

+ GW-L / AB-Schlauch mit 2.000 m B-Schlauchleitung + ausreichend FPN

+ AB-LöschwasserVersorgung

+ AB Waldbrandbekämpfung

+ ELW 2

+ Hubrettungsfahrzeuge (zur Beobachtung der Lage)

Löschmittel: 8.000 Liter Wasser
Atemschutz: 4 Atemschutztrupps
ggf. Filtergeräte
weitere Einsatzmittel: Feuerpatschen
Führungskomponente: ELW 1
Rettungsdienst-Stichwort: --
H 1
  • Wasser im Keller
  • Wasserrohrbruch
  • Tür- und Fenstersicherung
  • Baum oder Gegenstand auf der Straße
  • Tier in Not oder Unfall mit Tier
  • einfache technische Hilfeleistung an Bächen, Seen oder in Hafenbereichen
  • Ölspur
  • Kleine Mengen Betriebsstoffe aufnehmen oder
  • ähnliche Meldebilder
Taktische Einheit: 1 Staffel + erforderliche Zusatzausrüstung

+ Hubrettungsfahrzeug + RW

bei Einsätzen an Gewässern:

+ 1 MZB / RTB

+ Tauchergruppe

Einsatzmittel: 1 feuerwehrtechnische Grundausstattung, ggf. Zusatzbeladung "Technische Hilfeleistung"
Rettungsdienst-Stichwort: --
H 1 Y
  • Notfall-Türöffnung
  • Person im Aufzug
  • Tragehilfe für den Rettungsdienst oder
  • ähnliche Meldebilder
Taktische Einheit: 1 Staffel + Hubrettungsfahrzeug
Einsatzmittel: 1 feuerwehrtechnische Grundausstattung, ggf. Zusatzbeladung "Technische Hilfeleistung
Rettungsdienst-Stichwort: R 1
H 2
  • Fahrzeug umgestürzt
  • Bauunfall
  • Gerüsteinsturz
  • Kran umgestürzt
  • Unfall mit Einsturz von beteiligten Objekten

ohneMenschenleben in Gefahr oder

  • ähnliche Meldebilder
Taktische Einheit: 1 Gruppe mit technischen Komponenten + RW

+ GW-L

Führungskomponente: ELW 1
Rettungsdienst-Stichwort: --
H ABST Y Person
  • in Absturzgefahr
  • droht zu springen
Taktische Einheiten: 2 Gruppen + Berg-/Höhenrettung + Luft-/Hubschraubergestützte Berg- und Höhenrettung
Einsatzmittel: 1 Sprungrettungsgerät 1 Hubrettungsfahrzeug 1 Gerätesatz "Absturzsicherung"
Führungskomponente: ELW 1
Rettungsdienst-Stichwort: R 2
H ELEK Unfall in großen elektrischen Anlagen / Hochspannungsanlagen Taktische Einheiten: 1 Gruppe
Einsatzmittel: 1 Elektrowerkzeugsatz
Führungskomponente: ELW 1
Rettungsdienst-Stichwort: R 2
H EINST Y
  • Gebäudeeinsturz
  • Bauunfall
  • Gerüsteinsturz
  • Kran umgestürzt
  • Unfall mit Einsturz von beteiligten Objekten
  • Person verschüttet

mit Menschenleben in Gefahr oder

  • ähnliche Meldebilder
Taktische Einheiten: 3 Gruppen mit technischen Komponenten + wie H 2

+ ELW 2

+ Berg-/Höhenrettung

+ Luft-/Hubschraubergestützte Berg- und Höhenrettung

+ Rettungshunde

+ Technische Ortungsgeräte (THW-Fachgruppe Ortung)

weitere Einsatzmittel: 1 Hubrettungsfahrzeug
1 Hebekissen
Führungskomponente: ELW 1
Rettungsdienst-Stichwort: R 2
H FLUSS Einfache technische Hilfe leistung auf Flüssen Taktische Einheit: 1 Gruppe + weitere FLB / HLB / MZB

+ Tauchergruppe

Einsatzmittel
- auf Rhein, Main + Neckar: 1 Feuerlöschboot (FLB) / Hilfeleistungslöschboot (HLB) / MZB
- auf sonstigen Flüssen: 1 MZB
Rettungsdienst-Stichwort: --
H FLUSS Y Person in Fluss Taktische Einheiten: 2 Gruppen + weitere MZB / RTB

+ GW-Wasserrettung

+ Eisrettungsgerät

Einsatzmittel: 1 Tauchergruppe
- auf Rhein, Main + Neckar: 2 Feuerlöschboote (FLB) / Hilfeleistungslöschboote (HLB) / MZB
- auf sonstigen Flüssen: 2 MZB
Führungskomponente: ELW 1
Rettungsdienst-Stichwort: R 2
H WASS Y Person in Wasser
  • Bach
  • See
  • Hafenbereich oder
  • ähnliche Meldebilder
Taktische Einheiten: 2 Gruppen + weitere MZB / RTB

+ GW-Wasserrettung

+ Eisrettungsgerät

Einsatzmittel: 1 Tauchergruppe
1 MZB / RTB
Führungskomponente: ELW 1
Rettungsdienst-Stichwort: R 2
H GAS 1 Gasgeruch Taktische Einheit: 1 Gruppe Bei Verdacht auf Kohlenmonoxid:

+ Kohlenmonoxid-Warn- + -Messgerät

Atemschutz: 2 Atemschutztrupps
Einsatzmittel: 1 Ex-Warngerät
1 Belüftungsgerät
Führungskomponente: ELW 1
Rettungsdienst-Stichwort: --
H GAS 2 Unfall mit
  • Gasausströmung

Beschädigung

  • einer Gasleitung
  • eines Gastanks
  • eines Gastankfahrzeugs
  • eines Gaskesselwagen
Taktische Einheiten: 2 Gruppen mit technischer und Brandschutz-Komponente + wie F GAS 2

+ Löschpulver

Atemschutz: 4 Atemschutztrupps
weitere Einsatzmittel: 1 GABC-Messgruppe
Führungskomponente: ELW 1
Rettungsdienst-Stichwort: R 1
H GEFAHR 1 Unfall mit Gefahrstoffaustritt aus einzelnen Gebinden von
  • Chemikalien (Säure o. ä.)
  • Kraftstoffen (Benzin o. ä.) oder
  • größeren Mengen Öl

Austritt von

  • Gefahrstoff im begrenzten Umfang
  • Chlorgas im Schwimmbad
Taktische Einheiten: 2 Gruppen mit Gefahrgutausrüstung + Dekon-Einheit

+ GABC-Messtrupp

Atemschutz: 4 Atemschutztrupps
weitere Einsatzmittel: 1 Messkomponente
Führungskomponente: ELW 1
Rettungsdienst-Stichwort: R 1
H GEFAHR 2 Unfall mit Gefahrstoffaustritt aus einem
  • Tankfahrzeug
  • Tankcontainer
  • Kesselwaggon
    oder
  • in vergleichbar großen Mengen
Taktische Einheiten: 2 Gruppen mit Gefahrgutausrüstung
1 GABC-Zug
1 GDekon-Zug
1 GABC-Messgruppe
+ GW-L
Löschmittel: 5.000 Liter Wasser
240 Liter Schaummittel
Atemschutz: 4 Atemschutztrupps
Führungskomponente: ELW 2
Rettungsdienst-Stichwort: R 1
H KLEMM 1 Y Person eingeklemmt in
  • PKW / LKW nach VU
  • Kfz / Maschine
  • eCall-Notruf

Person verschüttet

Taktische Einheiten: 2 Gruppen mit technischen Komponenten + RW

+ Rettungsplattform

Führungskomponente: ELW 1
Rettungsdienst-Stichwort: R 2
H KLEMM 2 Y Mehrere Personen eingeklemmt in
  • Bus nach VU
  • Kfz / Maschine


Mehrere Personen verschüttet

Taktische Einheiten: 4 Gruppen mit technischen Komponenten + RW

+ Rettungsplattform

+ PSNV

Führungskomponente: ELW 2
Rettungsdienst-Stichwort: R MANV
H ÖL
FLUSS
Öl auf Fluss Taktische Einheiten: 2 Gruppen + weitere FLB / HLB / MZB

+ Ölsanimat

+ GW-G / AB-G

+ RW

+ GW-L

Einsatzmittel: 1 Ölsperre
- auf Rhein, Main + Neckar: 1 Feuerlöschboot (FLB) / Hilfeleistungslöschboot (HLB) / MZB
- auf sonstigen Flüssen: 1 MZB
Führungskomponente: ELW 1
Rettungsdienst-Stichwort: --
H ÖL WASS Öl auf Gewässer
  • Bach
  • See
  • Hafenbereich oder
  • ähnliche Meldebilder
Taktische Einheiten: 2 Gruppen + MZB

+ Ölsanimat

+ GW-G / AB-G

+ RW

+ GW-L

Einsatzmittel: 1 Ölsperre
Rettungsdienst-Stichwort: --
H RADIOAKTIV Unfall mit radioaktiven Stoffen Taktische Einheiten: 2 Gruppen + GABC-Zug

+ GDekon-Zug

+ GW-L

+ ELW 2

weitere Einsatzmittel: 1 GW-G mit Strahlenschutz-Ausstattung
1 GABC-Messtrupp
1 GW-a / AB-A
Führungskomponente: ELW 1
Rettungsdienst-Stichwort: R 1
H SCHIFF
  • Havarie oder Kollision eines Personen- oder Frachtschiffes oder einer Fähre
  • Schiff auf Grund gelaufen oder droht zu
  • größerer Wassereintritt in Boot / Schiff

ohne Menschenleben in Gefahr

Taktische Einheiten: 3 Gruppen + weitere FLB / HLB / MZB / RTB

+ Tauchergruppe

+ GW-Wasserrettung

+ Hubrettungsfahrzeug

+ GW-G / AB-G

+ Ölsperre

+ RW

+ ELW 2

Einsatzmittel
- auf Rhein, Main + Neckar: 1 Feuerlöschboot (FLB) / Hilfeleistungslöschboote (HLB)
- auf sonstigen Flüssen: 2 MZB
Führungskomponente: ELW 1
Rettungsdienst-Stichwort: ---
H SCHIFF Y 1
  • Havarie oder Kollision eines Personen- oder Frachtschiffes oder einer Fähre
  • Schiff auf Grund gelaufen oder droht zu sinken
  • größerer Wassereintritt in Boot / Schiff

mit geringer Anzahlvon Menschenleben in Gefahr

Taktische Einheiten: 3 Gruppen + weitere FLB / HLB / MZB / RTB

+ GW-Wasserrettung

+ 2 Hubrettungsfahrzeuge

+ GW-G / AB-G

+ Ölsperre

+ RW

+ PSNV

Einsatzmittel: 1 Tauchergruppe
- auf Rhein, Main + Neckar: 2 Feuerlöschboote (FLB) / Hilfeleistungslöschboote (HLB)
2 MZB
- auf sonstigen Flüssen: 3 MZB
Führungskomponente: ELW 1
Rettungsdienst-Stichwort: R 2
H SCHIFF Y 2 Havarie oder Kollision eines Personen- oder Frachtschiffes oder einer Fähre
  • Schiff auf Grund gelaufen oder droht zu sinken
  • größerer Wassereintritt in Boot / Schiff

mit großer Anzahlvon Menschenleben in Gefahr

Taktische Einheiten: 6 Gruppen + weitere FLB / HLB / MZB / RTB

+ GW-Wasserrettung

+ 2 Hubrettungsfahrzeuge

+ GW-G / AB-G

+ Ölsperre

+ RW

+ PSNV

Einsatzmittel: 1 Tauchergruppe
- auf Rhein, Main + Neckar: 2 Feuerlöschboote (FLB) / Hilfeleistungslöschboote (HLB)
2 MZB
- auf sonstigen Flüssen: 3 MZB
Führungskomponente: ELW 2
Rettungsdienst-Stichwort: R MANV
H ZUG 1 Y
  • Person unter Zug / U- / S-Bahn / Straßenbahn
  • Kollision eines Zuges mit einem Straßenfahrzeug
Taktische Einheiten: 2 Gruppen + Hebegeräte

in Tunnelanlagen:

+ Tunnel-Sondereinsatzmittel

bei Schnellfahrstrecken:

+ AB-Bahn

Einsatzmittel: technische Komponente
1 RW
Führungskomponente: ELW 1
Rettungsdienst-Stichwort: R 2
H ZUG 2 Y
  • Unfall eines Zuges / einer U- / S-Bahn / Straßenbahn
  • Kollision zweier Züge

mit großer Anzahlvon Menschenleben in Gefahr

wie F 4 + RW + PSNV

in Tunnelanlagen:

+ Tunnel-Sondereinsatzmittel

bei Schnellfahrstrecken:

+ AB-Bahn

Führungseinheit: ELW 2
Rettungsdienst-Stichwort: R MANV
H UNWETTER STURM wind-, schnee- oder hagelbedingte Schäden durch flächenhaftige Unwetterlagen
  • Baum umgestürzt
  • Dach abgedeckt/ eingestürzt
  • Schäden durch umhergewehte Gegenständen
  • Sicherung von Gebäudeteilen und Gegenständen
  • Befreiung von Schneelasten
Taktische Einheiten: 1 Staffel + erforderliche Zusatzausrüstung

+ RW

+ Hubrettungsfahrzeug

+ AB-Sturm

Einsatzmittel: 1 feuerwehrtechnische Grundausstattung, ggf. Zusatzbeladung "Technische Hilfeleistung"
Rettungsdienst-Stichwort: --
H UNWETTER WASSER Wasserschäden bedingt durch flächenhaftige Unwetterlagen
  • Wasser im Keller, in Tiefgaragen und Unterführungen,
  • Straße überflutet
  • Kfz steckt im Wasser fest
  • andere Einsätze mit Schäden durch Wasser
Taktische Einheiten: 1 Staffel + erforderliche Zusatzausrüstung

+ RW

+ GW-L

+ AB-Starkregen

Einsatzmittel: 1 feuerwehrtechnische Grundausstattung, ggf. Zusatzbeladung I-Sauger, Tauchpumpe
Rettungsdienst-Stichwort: --


Einsatzstichworte für Brandeinsätze
Alarmdurchsage Erstalarmierung
Einsatzstichwort Meldebild Einsatztaktische Parameterstichwort Zusätzliche Einsatzmittel nach Lage
K Qualifizierter Krankentransport; ärztliche Einweisung (sofort durchzuführender, disponibler oder vorbestellter Krankentransport). 1 KTW / N-KTW / MZF
R 0 K Minderdringlicher Notfalleinsatz nach Indikationsliste für den N-KTW, dessen Dringlichkeit nicht so groß ist, dass die Anordnung von Sondersignalen oder der Einsatz eines RTW / MZF erforderlich wäre. 1 N-KTW / RTW / MZF (ohne Sondersignal) Bei Bedarf können auch mehrere N-KTW / RTW / MZF zum Einsatz kommen.
R 0 Notfalleinsatz unterhalb der Indikationsliste für den Notarzt, dessen Dringlichkeit nicht so groß ist, dass die Anordnung von Sondersignalen erforderlich wäre. 1 RTW / MZF (ohne Sondersignal) Bei Bedarf können auch mehrere RTW / MZF zum Einsatz kommen.
R 1 Notfalleinsatz unterhalb der Indikationsliste für den Notarzt, jedoch so dringlich, dass der Gebrauch von Sondersignalen angeordnet werden muss. 1 RTW / MZF (mit Sondersignal) 1 N-KTW kann als "First Responder" eingesetzt werden.

Bei Bedarf können auch mehrere RTW / MZF zum Einsatz kommen.

R 2 Notfalleinsatz mit einem Notarztsystem; bei allen akut lebensbedrohlichen Situationen, die der Indikationsliste für den Notarzt entsprechen. 1 RTW / MZF + 1 NEF / RTH / ITH oder 1 NAW 1 N-KTW kann als "First Responder" eingesetzt werden.

Bei Bedarf können auch mehrere RTW / MZF und NEF / RTH / ITH zum Einsatz kommen.

R 3 Notarzteinsatz "alleine" bei akut lebensbedrohlichen Situationen, die der Indikationsliste für den Notarzt entsprechen (z.B. bereichsübergreifender Notarzteinsatz oder Notarzt-Nachforderung im eigenen Rettungsdienstbereich). 1 NEF / NAW / RTH / ITH ("allein")
R LEBEL Notfalleinsatz bei lebensbedrohlichen Einsatzlagen für das Einsatzpersonal im Zusammenhang mit bewaffneten Gewalttätern. 1 RTW / MZF + 1 NEF / RTH / ITH oder 1 NAW 1 N-KTW kann als "First Responder" eingesetzt werden.

Bei Bedarf können auch mehrere RTW / MZF und NEF / RTH / ITH zum Einsatz kommen. In diesem Fall wird eine EL RD nach § 7 Abs. 1 HRDG gebildet (OLRD, LNA), vgl. Erlass vom 28.02.2017 (StAnz. 15/2017 S. 423).

R MANV Notfall mit einer großen Anzahl von Verletzten und/ oder Erkrankten sowie Betroffenen. Je nach Festlegung der örtlichen MANV-Schwelle (vgl. MANV-Rahmenkonzept Hessen)
R MRW Mobile Rettungswache zur Bereichsabdeckung oder Wachverschiebungen von Einsatzmitteln. 1 RTW / MZF (ohne Sondersignal)
BA Einsatzunabhängige befristete Außerdienstnahme eines Einsatzmittels.

Ersatzweise können bei R 1 ausschließlich zum Schutz der Einsatzkräfte eingesetzt werden:

Bei Meldebildern mit gemeldeten verletzten oder erkrankten Personen oder in Fällen, bei denen dies zu vermuten ist, sind Rettungsmittel der Regelvorhaltung nach HRDG zu alarmieren.

ENDE

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