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Gemeinsamer Runderlass des Hessischen Ministeriums des Innern und für Sport (HMdIS) und des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration (HMSI) zur Festlegung der Einsatzstichworte für Brand-, Hilfeleistungs- und Rettungsdiensteinsätze
- Hessen -
Vom 01. November 2022
(StAnz. Nr. 47 vom 21.11.2022 S. 1279; 30.08.2024 S. 822aufgehoben)
Bei dem gemeinsamen Runderlass des Hessischen Ministeriums des Innern und für Sport (HMdIS) und des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration (HMSI) zur Festlegung der Einsatzstichworte für Brand-, Hilfeleistungs- und Rettungsdiensteinsätze handelt es sich um eine allgemeine Weisung nach § 6 Abs. 3 Satz 2 des Hessischen Rettungsdienstgesetzes ( HRDG) vom 16. Dezember 2010 (GVBl. I S. 646), zuletzt geändert durch Gesetz vom 12. September 2018 (GVBl. S. 580), die sich an die Zentralen Leitstellen nach § 54 des Hessischen Brand- und Katastrophenschutzgesetzes ( HBKG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 14. Januar 2014 (GVBl. S. 26), zuletzt geändert durch Gesetz vom 30. September 2021 (GVBl. S. 602), richtet.
Angesichts der verbindlichen Vorgaben der Meldebilder und Einsatzstichworte für die Zentralen Leitstellen ist es im Hinblick auf die gewollte Sicherstellung einer landesweit einheitlichen Alarmierung erforderlich, dass auch die gemeindlichen Feuerwehren für die Brand- und Hilfeleistungseinsätze sowie die Landkreise und kreisfreien Städte für die Rettungsdiensteinsätze bei ihren Alarm- und Ausrückeordnungen die Meldebilder und Einsatzstichworte anwenden. Dabei ist im Bedarfsfall eine weitere Untergliederung der einzelnen Einsatzstichworte unter Voranstellung des jeweils angegebenen Einsatzstichwortes zulässig (zum Beispiel F2 W für Wohnungsbrand oder F2.1 für Wohnungsbrand). Dadurch werden eine Verbesserung der Dispositionssicherheit und eine Verkürzung der Reaktionszeiten - insbesondere bei der Erstalarmierung durch die Zentralen Leitstellen - erreicht und die Grundlagen für eine landesweit einheitliche Alarmierung fortgeschrieben.
Den in dem gemeinsamen Runderlass zunächst abstrakt beschriebenen einsatztaktischen Parametern werden von den jeweils zuständigen Dienststellen die konkreten Fahrzeugalarmierungen zugeordnet. Mit der abstrakten Formulierung wird vermieden, dass der Einsatz von Fahrzeugen vorgegeben wird, die im jeweiligen Einzugsbereich nicht verfügbar sind. Ergänzend wird darauf hingewiesen, dass bei allen Atemschutzeinsätzen die Feuerwehr-Dienstvorschrift 7 und bei allen Einsätzen mit gefährlichen Stoffen und Gütern die Feuerwehr-Dienstvorschrift 500 zu berücksichtigen sind.
Im Einvernehmen zwischen den Leiterinnen und Leitern der Berufsfeuerwehren, den Leiterinnen und Leitern der Feuerwehren in Städten mit mehr als 50.000 Einwohnerinnen und Einwohnern bzw. den Kreisbrandinspektorinnen und Kreisbrandinspektoren und den Trägern des Rettungsdienstes sind über die nachfolgende Liste hinaus die erforderlichen ortsbezogenen Einsatzmittel zu ergänzen. Ebenfalls zu ergänzen sind die Vertreterinnen und Vertreter von Behörden, Betrieben und Einrichtungen (zum Beispiel Polizei, Bundesanstalt Technisches Hilfswerk, Bauaufsichtsbehörden, Umweltamt, Wasserbehörde, Wasser- und Schifffahrtsamt, Veterinäramt, Luftaufsicht, Forstdienststelle, Energieversorgungsunternehmen, Notfallmanager der DB AG, Bezirksschornsteinfegerinnen und Bezirksschornsteinfeger), die je nach Bedarf zusätzlich zu benachrichtigen oder zu informieren sind. Da bei den vorgenannten Ergänzungen die jeweiligen örtlichen Gegebenheiten berücksichtigt werden müssen, wird von einer allgemeinen Festlegung abgesehen.
Die Einsatzstichworte gelten landeseinheitlich. Daher wurde bei der Erarbeitung der Meldebilder auf die Bezeichnung von Sonderobjekten (zum Beispiel Altenheime, Krankenhäuser, Tunnel oder Industrieanlagen) verzichtet. Für die Sonderobjekte sind objektbezogene Alarm- und Ausrückeordnungen im gleichen Verfahren von den oben genannten Beteiligten zu erstellen, abzustimmen und umzusetzen. Die Begriffe "große Anzahl von Menschenleben in Gefahr" und "mehrere Personen verschüttet/eingeklemmt" sind relativ zu betrachten und von den örtlichen Gegebenheiten abhängig. Sie sollen eine Eskalation des Meldebildes vermitteln. Dabei sind "mehrere Personen" immer in der Anzahl größer eins, aber nicht zwingend zwei.
Inkrafttreten, Außerkrafttreten
Dieser gemeinsame Runderlass wird im Staatsanzeiger für das Land Hessen veröffentlicht und tritt am 1. Januar 2023 in Kraft. Er tritt mit Ablauf des 31. Dezember 2029 außer Kraft.
| Einsatzstichworte für Brandeinsätze | Anlage |
| Einsatzstichworte für Brandeinsätze | ||||
| Alarmdurchsage | Erstalarmierung | |||
| Einsatzstichwort | Meldebild | Einsatztaktische Parameterstichwort | Zusätzliche Einsatzmittel nach Lage | |
| F 1 | Brand
|
Taktische Einheit: | 1 Staffel | außerhalb geschlossener Ortschaften:
Löschfahrzeug mit Tank > 1.600 l |
| Löschmittel: | 500 Liter Wasser | |||
| Atemschutz: | 1 Atemschutztrupp | |||
| Rettungsdienst-Stichwort: | -- | |||
| F 2 | Brand
|
Taktische Einheiten: | 2 Gruppen | Sofern nach örtlicher Bebauung erforderlich:
+ 1 Hubrettungsfahrzeug außerhalb geschlossener Ortschaften: + Tanklöschfahrzeuge + GW-L / AB-Schlauch mit 2.000 m B-Schlauchleitung + ausreichend FPN |
| Löschmittel: | 1.000 Liter Wasser | |||
| Rettungsgerät: | 4-teilige Steckleiter oder 2 Multifunktionsleitern | |||
| Atemschutz: | 3 Atemschutztrupps | |||
| weitere Einsatzmittel: | 1 Belüftungsgerät | |||
| Führungskomponente: | ELW 1 | |||
| Rettungsdienst-Stichwort: | R 1 | |||
| F 2 Y | Brand in Wohngebäuden mit Menschenleben in Gefahr | wie F 2, aber 4 Atemschutztrupps |
||
| Rettungsdienst-Stichwort: | R 2 | + wie F 2 | ||
| F 3 | Ausgedehnter Brand in Sondergebäuden
|
Taktische Einheiten: | 3 Gruppen | + GABC-Messgruppe
+ ELW 2 sofern nach örtlicher Bebauung erforderlich: + Hubrettungsfahrzeug bei Gefahrgut: + wie H Gefahr 2 außerhalb geschlossener Ortschaften: + Tanklöschfahrzeuge + GW-L / AB -Schlauch mit 2.000 m B-Schlauchleitung + ausreichend FPN + AB-Löschwasserversorgung |
| Löschmittel: | 3.600 Liter Wasser | |||
| Atemschutz: | 5 Atemschutztrupps | |||
| Einsatzmittel: | 1 Belüftungsgerät | |||
| Führungskomponente: | ELW 1 | |||
| Rettungsdienst-Stichwort: | R 1 | |||
| F 3 Y | Ausgedehnter Brand in Sondergebäuden mit Menschenleben in Gefahr | wie F 3, aber mit 6 Atemschutztrupps + ELW 2 | + wie F 3
+ Rettungsdienst-Stichwort MANV |
|
| Rettungsdienst-Stichwort: | R 2 | |||
| F 4 | Brand als Großschadenslage | Taktische Einheiten: | 6 Gruppen | + Hubrettungsfahrzeug
+ Tanklöschfahrzeuge + GW-L / AB-Schlauch mit 2.000 m B-Schlauchleitung + ausreichend FPN + AB-Löschwasserversorgung + Sonderlöschmittel + GW-G / AB-G |
| Löschmittel: | 8.000 Liter Wasser | |||
| Atemschutz: | 10 Atemschutztrupps | |||
| Einsatzmittel: | 2 Hubrettungsfahrzeuge 1 GW-a / AB-a 1 Belüftungsgerät 1 GABC-Messgruppe |
|||
| Führungskomponente: | ELW 2 | |||
| Rettungsdienst-Stichwort: | R 1 | |||
| F BMA | Brand
|
Taktische Einheiten: | 2 Staffeln | sofern nach örtlicher Bebauung erforderlich:
+ Hubrettungsfahrzeug |
| Löschmittel: | 1.000 Liter Wasser | |||
| Rettungsgerät: | 4-teilige Steckleiter oder 2 Multifunktionsleitern |
|||
| Atemschutz: | 3 Atemschutztrupps | |||
| weitere Einsatzmittel: | 1 Belüftungsgerät | |||
| Führungskomponente: | ELW 1 | |||
| Rettungsdienst-Stichwort: | -- | |||
| F BUS Y | Brand eines besetzten Busses
|
wie F 3, aber mit 5.000 Liter Wasser + 240 Liter Schaummittel, 6 Atemschutztrupps + ELW 2 | + PSNV
außerhalb geschlossener Ortschaften: + Tanklöschfahrzeuge + GW-L / AB-Schlauch mit 2.000 m B-Schlauchleitung + ausreichend FPN + AB-Löschwasserversorgung |
|
| Rettungsdienst-Stichwort: | R MANV | |||
| F FLUG 1 Y | Brand nach Flugunfall
|
Taktische Einheiten: | 2 Gruppen | + Tanklöschfahrzeuge
+ RW |
| Löschmittel: | 2.500 Liter Wasser 240 Liter Schaummittel |
|||
| Atemschutz: | 4 Atemschutztrupps | |||
| Einsatzmittel: | 1 Technischer Hilfeleistungssatz | |||
| Führungskomponente: | ELW 1 | |||
| Rettungsdienst-Stichwort: | R 2 | |||
| F FLUG 2 Y | Brand nach Flugunfall
|
Taktische Einheiten: | 6 Gruppen | + Tanklöschfahrzeuge
+ AB-Löschwasserversorgung + weitere GW-L / AB-Schlauch mit 2.000 m B-Schlauchleitung + ausreichend FPN + PSNV + GDekon-Zug + GABC-Messgruppe |
| Löschmittel: | 15.000 Liter Wasser 1.500 Liter Schaummitte |
|||
| Atemschutz: | 10 Atemschutztrupps | |||
| Einsatzmittel: | 1 Technischer Hilfeleistungssatz, 1 GW-L / AB-Schlauch mit 2.000 m B-Schlauchleitung 1 GABC-Zug 2 RW 1 Hubrettungsfahrzeug |
|||
| Führungskomponente: | ELW 2 | |||
| Rettungsdienst-Stichwort: | R MANV | |||
| F GAS 1 | Brand
|
wie F 2 + Löschpulver + Wärmeschutzbekleidung + Ex-Warngerät | + P 250 (FwA)
+ RW außerhalb geschlossener Ortschaften: + Tanklöschfahrzeuge + GW-L / AB-Schlauch mit 2.000 m B-Schlauchleitung + ausreichend FPN + AB-Löschwasserversorgung |
|
| Rettungsdienst-Stichwort. | -- | |||
| F GAS 2 | Brand eines
|
wie F 3 + 5.000 Liter Wasser + Löschpulver + Wärmeschutzbekleidung + 1 Ex-Warngerät | + wie F GAS 1 | |
| Rettungsdienst-Stichwort: | R 1 | |||
| F LKW | Brand eines
|
wie F 2, aber mit 5.000 Liter Wasser + 240 Liter Schaummittel | + RW
+ weitere Sonderlöschmittel + GW-a / AB-A außerhalb geschlossener Ortschaften: + Tanklöschfahrzeuge + GW-L / AB-Schlauch mit 2.000 m B-Schlauchleitung + ausreichend FPN + AB-Löschwasserversorgung bei Gefahrgut: + wie H GEFAHR 2 |
|
| Rettungsdienst-Stichwort: | -- | |||
| F Zug | Brand eines
|
wie F 2, aber mit 5.000 Liter Wasser + 240 Liter Schaummittel | + RW
+ weitere Sonderlöschmittel + GW a / AB-A außerhalb geschlossener Ortschaften: + Tanklöschfahrzeuge + GW-L / AB-Schlauch mit 2.000 m B-Schlauchleitung + ausreichend FPN + AB-Löschwasserversorgung bei Gefahrgut: + wie H GEFAHR 2 bei Schienenfahrzeugen in Tunnelanlagen: + Tunnel-Sondereinsatzmittel |
|
| Rettungsdienst-Stichwort: | -- | |||
| F ZUG Y | Brand eines
mit großer Anzahlvon Menschenleben in |
wie F 4 + 240 Liter Schaummittel | ||
| Rettungsdienst-Stichwort: | R MANV | + RW
+ weitere Sonderlöschmittel + PSNV außerhalb geschlossener Ortschaften (objektabhängig): + Tanklöschfahrzeuge + GW-L / AB-Schlauch mit 2.000 m B-Schlauchleitung ausreichend FPN + AB-Löschwasserversorgung bei Gefahrgut: + wie H GEFAHR 2 in Tunnelanlagen: + Tunnel-Sondereinsatzmittel |
||
| F RWM | Brand
|
Taktische Einheiten: | 1 Staffel | Sofern nach örtlicher Bebauung erforderlich:
+ Hubrettungsfahrzeug + Löschfahrzeug mit Tank > 1.600 l |
| Löschmittel: | 500 Liter Wasser | |||
| Rettungsgerät: | 4-teilige Steckleiter oder 2 Multifunktionsleitern | |||
| Atemschutz: | 2 Atemschutztrupps | |||
| weitere Einsatzmittel: | 1 Belüftungsgerät | |||
| Führungskomponente: | -- | |||
| Rettungsdienst-Stichwort: | -- | |||
| F SCHIFF 1 | Brand
|
wie F 2 + 2 MZB / RTB + 1 Tauchergruppe | + weitere MZB / RTB
+ GW-Wasserrettung + GW-G / AB-G + Ölsperre |
|
| Rettungsdienst-Stichwort: | R 1 | |||
| F SCHIFF 2 | Brand
|
wie F 3 + 2 MZB + Tauchergruppe + ELW 2 | + weitere FLB / HLB / MZB
+ GW-Wasserrettung + Hubrettungsfahrzeug + GW-a / AB-A + GW-G / AB-G + Ölsperre + Tanklöschfahrzeuge |
|
| weitere Einsatzmittel. + auf Rhein, Main + Neckar: |
1 Feuerlöschboot (FLB) / Hilfeleistungslöschboot (HLB) | |||
| Rettungsdienst-Stichwort: | R 1 | |||
| F SCHIFF 2 Y | Brand
mit großer Anzahlvon Menschenleben in |
wie F 3 + 2 MZB + 1 Tauchergruppe + ELW 2 | + wie F SCHIFF 2
+ Hubrettungsfahrzeug + PSNV |
|
| weitere Einsatzmittel + auf Rhein, Main + Neckar: |
2 Feuerlöschboote (FLB) / Hilfeleistungslöschboote (HLB) | |||
| Rettungsdienst-Stichwort: | R MANV | |||
| F SCHIFF 2 GEFAHR | Brand eines Schiffes mit Gefahrgut
|
Taktische Einheiten: | 6 Gruppen | wie F SCHIFF 2
+ RW + weitere Sonderlöschmittel + GDekon-Zug |
| Löschmittel: | 1.500 Liter Schaummittel Löschpulver |
|||
| Atemschutz: | 5 Atemschutztrupps | |||
| Einsatzmittel: | Wärmeschutzbekleidung 1 Tauchergruppe 1 GABC-Zug 1 GABC-Messgruppe |
|||
| + auf Rhein, Main + Neckar: | 2 Feuerlöschboote (FLB) / Hilfeleistungslöschboote (HLB) |
|||
| + auf sonstigen Gewässern: | 2 MZB | |||
| Führungskomponente: | ELW 2 | |||
| Rettungsdienst-Stichwort: | R 1 | |||
| F WALD 1 | Brand
|
Taktische Einheit: | 2 Gruppen | + Tanklöschfahrzeuge |
| Löschmittel: | 2.500 Liter Wasser | |||
| Atemschutz: | 2 Atemschutztrupps ggf. Filtergeräte |
|||
| weitere Einsatzmittel: | Feuerpatschen | |||
| Rettungsdienst-Stichwort: | -- | |||
| F WALD 2 | Brand
|
Taktische Einheiten: | 3 Gruppen | + Tanklöschfahrzeuge
+ GW-L / AB-Schlauch mit 2.000 m B-Schlauchleitung + ausreichend FPN + AB-LöschwasserVersorgung + AB Waldbrandbekämpfung + ELW 2 + Hubrettungsfahrzeuge (zur Beobachtung der Lage) |
| Löschmittel: | 8.000 Liter Wasser | |||
| Atemschutz: | 4 Atemschutztrupps ggf. Filtergeräte |
|||
| weitere Einsatzmittel: | Feuerpatschen | |||
| Führungskomponente: | ELW 1 | |||
| Rettungsdienst-Stichwort: | -- | |||
| H 1 |
|
Taktische Einheit: | 1 Staffel | + erforderliche Zusatzausrüstung
+ Hubrettungsfahrzeug + RW bei Einsätzen an Gewässern: + 1 MZB / RTB + Tauchergruppe |
| Einsatzmittel: | 1 feuerwehrtechnische Grundausstattung, ggf. Zusatzbeladung "Technische Hilfeleistung" | |||
| Rettungsdienst-Stichwort: | -- | |||
| H 1 Y |
|
Taktische Einheit: | 1 Staffel | + Hubrettungsfahrzeug |
| Einsatzmittel: | 1 feuerwehrtechnische Grundausstattung, ggf. Zusatzbeladung "Technische Hilfeleistung | |||
| Rettungsdienst-Stichwort: | R 1 | |||
| H 2 |
ohneMenschenleben in Gefahr oder
|
Taktische Einheit: | 1 Gruppe mit technischen Komponenten | + RW
+ GW-L |
| Führungskomponente: | ELW 1 | |||
| Rettungsdienst-Stichwort: | -- | |||
| H ABST Y | Person
|
Taktische Einheiten: | 2 Gruppen | + Berg-/Höhenrettung + Luft-/Hubschraubergestützte Berg- und Höhenrettung |
| Einsatzmittel: | 1 Sprungrettungsgerät 1 Hubrettungsfahrzeug 1 Gerätesatz "Absturzsicherung" | |||
| Führungskomponente: | ELW 1 | |||
| Rettungsdienst-Stichwort: | R 2 | |||
| H ELEK | Unfall in großen elektrischen Anlagen / Hochspannungsanlagen | Taktische Einheiten: | 1 Gruppe | |
| Einsatzmittel: | 1 Elektrowerkzeugsatz | |||
| Führungskomponente: | ELW 1 | |||
| Rettungsdienst-Stichwort: | R 2 | |||
| H EINST Y |
mit Menschenleben in Gefahr oder
|
Taktische Einheiten: | 3 Gruppen mit technischen Komponenten | + wie H 2
+ ELW 2 + Berg-/Höhenrettung + Luft-/Hubschraubergestützte Berg- und Höhenrettung + Rettungshunde + Technische Ortungsgeräte (THW-Fachgruppe Ortung) |
| weitere Einsatzmittel: | 1 Hubrettungsfahrzeug 1 Hebekissen |
|||
| Führungskomponente: | ELW 1 | |||
| Rettungsdienst-Stichwort: | R 2 | |||
| H FLUSS | Einfache technische Hilfe leistung auf Flüssen | Taktische Einheit: | 1 Gruppe | + weitere FLB / HLB / MZB
+ Tauchergruppe |
| Einsatzmittel | ||||
| - auf Rhein, Main + Neckar: | 1 Feuerlöschboot (FLB) / Hilfeleistungslöschboot (HLB) / MZB | |||
| - auf sonstigen Flüssen: | 1 MZB | |||
| Rettungsdienst-Stichwort: | -- | |||
| H FLUSS Y | Person in Fluss | Taktische Einheiten: | 2 Gruppen | + weitere MZB / RTB
+ GW-Wasserrettung + Eisrettungsgerät |
| Einsatzmittel: | 1 Tauchergruppe | |||
| - auf Rhein, Main + Neckar: | 2 Feuerlöschboote (FLB) / Hilfeleistungslöschboote (HLB) / MZB | |||
| - auf sonstigen Flüssen: | 2 MZB | |||
| Führungskomponente: | ELW 1 | |||
| Rettungsdienst-Stichwort: | R 2 | |||
| H WASS Y | Person in Wasser
|
Taktische Einheiten: | 2 Gruppen | + weitere MZB / RTB
+ GW-Wasserrettung + Eisrettungsgerät |
| Einsatzmittel: | 1 Tauchergruppe 1 MZB / RTB |
|||
| Führungskomponente: | ELW 1 | |||
| Rettungsdienst-Stichwort: | R 2 | |||
| H GAS 1 | Gasgeruch | Taktische Einheit: | 1 Gruppe | Bei Verdacht auf Kohlenmonoxid:
+ Kohlenmonoxid-Warn- + -Messgerät |
| Atemschutz: | 2 Atemschutztrupps | |||
| Einsatzmittel: | 1 Ex-Warngerät 1 Belüftungsgerät |
|||
| Führungskomponente: | ELW 1 | |||
| Rettungsdienst-Stichwort: | -- | |||
| H GAS 2 | Unfall mit
Beschädigung
|
Taktische Einheiten: | 2 Gruppen mit technischer und Brandschutz-Komponente | + wie F GAS 2
+ Löschpulver |
| Atemschutz: | 4 Atemschutztrupps | |||
| weitere Einsatzmittel: | 1 GABC-Messgruppe | |||
| Führungskomponente: | ELW 1 | |||
| Rettungsdienst-Stichwort: | R 1 | |||
| H GEFAHR 1 | Unfall mit Gefahrstoffaustritt aus einzelnen Gebinden von
Austritt von
|
Taktische Einheiten: | 2 Gruppen mit Gefahrgutausrüstung | + Dekon-Einheit
+ GABC-Messtrupp |
| Atemschutz: | 4 Atemschutztrupps | |||
| weitere Einsatzmittel: | 1 Messkomponente | |||
| Führungskomponente: | ELW 1 | |||
| Rettungsdienst-Stichwort: | R 1 | |||
| H GEFAHR 2 | Unfall mit Gefahrstoffaustritt aus einem
|
Taktische Einheiten: | 2 Gruppen mit Gefahrgutausrüstung 1 GABC-Zug 1 GDekon-Zug 1 GABC-Messgruppe |
+ GW-L |
| Löschmittel: | 5.000 Liter Wasser 240 Liter Schaummittel |
|||
| Atemschutz: | 4 Atemschutztrupps | |||
| Führungskomponente: | ELW 2 | |||
| Rettungsdienst-Stichwort: | R 1 | |||
| H KLEMM 1 Y | Person eingeklemmt in
Person verschüttet |
Taktische Einheiten: | 2 Gruppen mit technischen Komponenten | + RW
+ Rettungsplattform |
| Führungskomponente: | ELW 1 | |||
| Rettungsdienst-Stichwort: | R 2 | |||
| H KLEMM 2 Y | Mehrere Personen eingeklemmt in
|
Taktische Einheiten: | 4 Gruppen mit technischen Komponenten | + RW
+ Rettungsplattform + PSNV |
| Führungskomponente: | ELW 2 | |||
| Rettungsdienst-Stichwort: | R MANV | |||
| H ÖL FLUSS |
Öl auf Fluss | Taktische Einheiten: | 2 Gruppen | + weitere FLB / HLB / MZB
+ Ölsanimat + GW-G / AB-G + RW + GW-L |
| Einsatzmittel: | 1 Ölsperre | |||
| - auf Rhein, Main + Neckar: | 1 Feuerlöschboot (FLB) / Hilfeleistungslöschboot (HLB) / MZB | |||
| - auf sonstigen Flüssen: | 1 MZB | |||
| Führungskomponente: | ELW 1 | |||
| Rettungsdienst-Stichwort: | -- | |||
| H ÖL WASS | Öl auf Gewässer
|
Taktische Einheiten: | 2 Gruppen | + MZB
+ Ölsanimat + GW-G / AB-G + RW + GW-L |
| Einsatzmittel: | 1 Ölsperre | |||
| Rettungsdienst-Stichwort: | -- | |||
| H RADIOAKTIV | Unfall mit radioaktiven Stoffen | Taktische Einheiten: | 2 Gruppen | + GABC-Zug
+ GDekon-Zug + GW-L + ELW 2 |
| weitere Einsatzmittel: | 1 GW-G mit Strahlenschutz-Ausstattung 1 GABC-Messtrupp 1 GW-a / AB-A |
|||
| Führungskomponente: | ELW 1 | |||
| Rettungsdienst-Stichwort: | R 1 | |||
| H SCHIFF |
ohne Menschenleben in Gefahr |
Taktische Einheiten: | 3 Gruppen | + weitere FLB / HLB / MZB / RTB
+ Tauchergruppe + GW-Wasserrettung + Hubrettungsfahrzeug + GW-G / AB-G + Ölsperre + RW + ELW 2 |
| Einsatzmittel | ||||
| - auf Rhein, Main + Neckar: | 1 Feuerlöschboot (FLB) / Hilfeleistungslöschboote (HLB) | |||
| - auf sonstigen Flüssen: | 2 MZB | |||
| Führungskomponente: | ELW 1 | |||
| Rettungsdienst-Stichwort: | --- | |||
| H SCHIFF Y 1 |
mit geringer Anzahlvon Menschenleben in Gefahr |
Taktische Einheiten: | 3 Gruppen | + weitere FLB / HLB / MZB / RTB
+ GW-Wasserrettung + 2 Hubrettungsfahrzeuge + GW-G / AB-G + Ölsperre + RW + PSNV |
| Einsatzmittel: | 1 Tauchergruppe | |||
| - auf Rhein, Main + Neckar: | 2 Feuerlöschboote (FLB) / Hilfeleistungslöschboote (HLB) 2 MZB |
|||
| - auf sonstigen Flüssen: | 3 MZB | |||
| Führungskomponente: | ELW 1 | |||
| Rettungsdienst-Stichwort: | R 2 | |||
| H SCHIFF Y 2 | Havarie oder Kollision eines Personen- oder Frachtschiffes oder einer Fähre
mit großer Anzahlvon Menschenleben in Gefahr |
Taktische Einheiten: | 6 Gruppen | + weitere FLB / HLB / MZB / RTB
+ GW-Wasserrettung + 2 Hubrettungsfahrzeuge + GW-G / AB-G + Ölsperre + RW + PSNV |
| Einsatzmittel: | 1 Tauchergruppe | |||
| - auf Rhein, Main + Neckar: | 2 Feuerlöschboote (FLB) / Hilfeleistungslöschboote (HLB) 2 MZB |
|||
| - auf sonstigen Flüssen: | 3 MZB | |||
| Führungskomponente: | ELW 2 | |||
| Rettungsdienst-Stichwort: | R MANV | |||
| H ZUG 1 Y |
|
Taktische Einheiten: | 2 Gruppen | + Hebegeräte
in Tunnelanlagen: + Tunnel-Sondereinsatzmittel bei Schnellfahrstrecken: + AB-Bahn |
| Einsatzmittel: | technische Komponente 1 RW |
|||
| Führungskomponente: | ELW 1 | |||
| Rettungsdienst-Stichwort: | R 2 | |||
| H ZUG 2 Y |
mit großer Anzahlvon Menschenleben in Gefahr |
wie F 4 + RW | + PSNV
in Tunnelanlagen: + Tunnel-Sondereinsatzmittel bei Schnellfahrstrecken: + AB-Bahn |
|
| Führungseinheit: | ELW 2 | |||
| Rettungsdienst-Stichwort: | R MANV | |||
| H UNWETTER STURM | wind-, schnee- oder hagelbedingte Schäden durch flächenhaftige Unwetterlagen
|
Taktische Einheiten: | 1 Staffel | + erforderliche Zusatzausrüstung
+ RW + Hubrettungsfahrzeug + AB-Sturm |
| Einsatzmittel: | 1 feuerwehrtechnische Grundausstattung, ggf. Zusatzbeladung "Technische Hilfeleistung" | |||
| Rettungsdienst-Stichwort: | -- | |||
| H UNWETTER WASSER | Wasserschäden bedingt durch flächenhaftige Unwetterlagen
|
Taktische Einheiten: | 1 Staffel | + erforderliche Zusatzausrüstung
+ RW + GW-L + AB-Starkregen |
| Einsatzmittel: | 1 feuerwehrtechnische Grundausstattung, ggf. Zusatzbeladung I-Sauger, Tauchpumpe | |||
| Rettungsdienst-Stichwort: | -- | |||
| Einsatzstichworte für Brandeinsätze | |||
| Alarmdurchsage | Erstalarmierung | ||
| Einsatzstichwort | Meldebild | Einsatztaktische Parameterstichwort | Zusätzliche Einsatzmittel nach Lage |
| K | Qualifizierter Krankentransport; ärztliche Einweisung (sofort durchzuführender, disponibler oder vorbestellter Krankentransport). | 1 KTW / N-KTW / MZF | |
| R 0 K | Minderdringlicher Notfalleinsatz nach Indikationsliste für den N-KTW, dessen Dringlichkeit nicht so groß ist, dass die Anordnung von Sondersignalen oder der Einsatz eines RTW / MZF erforderlich wäre. | 1 N-KTW / RTW / MZF (ohne Sondersignal) | Bei Bedarf können auch mehrere N-KTW / RTW / MZF zum Einsatz kommen. |
| R 0 | Notfalleinsatz unterhalb der Indikationsliste für den Notarzt, dessen Dringlichkeit nicht so groß ist, dass die Anordnung von Sondersignalen erforderlich wäre. | 1 RTW / MZF (ohne Sondersignal) | Bei Bedarf können auch mehrere RTW / MZF zum Einsatz kommen. |
| R 1 | Notfalleinsatz unterhalb der Indikationsliste für den Notarzt, jedoch so dringlich, dass der Gebrauch von Sondersignalen angeordnet werden muss. | 1 RTW / MZF (mit Sondersignal) | 1 N-KTW kann als "First Responder" eingesetzt werden.
Bei Bedarf können auch mehrere RTW / MZF zum Einsatz kommen. |
| R 2 | Notfalleinsatz mit einem Notarztsystem; bei allen akut lebensbedrohlichen Situationen, die der Indikationsliste für den Notarzt entsprechen. | 1 RTW / MZF + 1 NEF / RTH / ITH oder 1 NAW | 1 N-KTW kann als "First Responder" eingesetzt werden.
Bei Bedarf können auch mehrere RTW / MZF und NEF / RTH / ITH zum Einsatz kommen. |
| R 3 | Notarzteinsatz "alleine" bei akut lebensbedrohlichen Situationen, die der Indikationsliste für den Notarzt entsprechen (z.B. bereichsübergreifender Notarzteinsatz oder Notarzt-Nachforderung im eigenen Rettungsdienstbereich). | 1 NEF / NAW / RTH / ITH ("allein") | |
| R LEBEL | Notfalleinsatz bei lebensbedrohlichen Einsatzlagen für das Einsatzpersonal im Zusammenhang mit bewaffneten Gewalttätern. | 1 RTW / MZF + 1 NEF / RTH / ITH oder 1 NAW | 1 N-KTW kann als "First Responder" eingesetzt werden.
Bei Bedarf können auch mehrere RTW / MZF und NEF / RTH / ITH zum Einsatz kommen. In diesem Fall wird eine EL RD nach § 7 Abs. 1 HRDG gebildet (OLRD, LNA), vgl. Erlass vom 28.02.2017 (StAnz. 15/2017 S. 423). |
| R MANV | Notfall mit einer großen Anzahl von Verletzten und/ oder Erkrankten sowie Betroffenen. | Je nach Festlegung der örtlichen MANV-Schwelle (vgl. MANV-Rahmenkonzept Hessen) | |
| R MRW | Mobile Rettungswache zur Bereichsabdeckung oder Wachverschiebungen von Einsatzmitteln. | 1 RTW / MZF (ohne Sondersignal) | |
| BA | Einsatzunabhängige befristete Außerdienstnahme eines Einsatzmittels. | ||
Ersatzweise können bei R 1 ausschließlich zum Schutz der Einsatzkräfte eingesetzt werden:
Bei Meldebildern mit gemeldeten verletzten oder erkrankten Personen oder in Fällen, bei denen dies zu vermuten ist, sind Rettungsmittel der Regelvorhaltung nach HRDG zu alarmieren.
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(Stand: 04.10.2024)
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