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Regelwerk, Wasser

AbwV - Abwasserverordnung
Verordnung über Anforderungen an das Einleiten von Abwasser in Gewässer

Vom 17. Juni 2004
(BGBl. I Nr. 28 vom 22.06.2004 S. 1108, ber. 2004 S. 2625; 19.10.2007 S. 2461 07; 31.07.2009 S. 2585 09; 24.02.2012 S. 212 12; 02.05.2013 S. 973 13; 02.09.2014 S. 1474 14; 01.06.2016 S. 1290 16 B; 10.03.2017 S. 420 17; 29.03.2017 S. 626 17a; 22.08.2018 S. 1327 18; 06.03.2020 S. 485 20; 16.06.2020 S. 1287 20a)
Gl.-Nr.: 753-1-5


B = Begründung

Archiv: Rahmen- AbwVwV
Siehe Fn: *
Änderung der EMASPrivilegVunter Drucksache 319/2012 Artikel 7 - Erläuterungen
(vorherige Änderungen: BGBl. Nr. I vom 23.10.2002 S. 4047, ber. 2002 S. 4550; 17.06.2004 S. 1106)

§ 1 Anwendungsbereich 13 14 16

(1) Diese Verordnung bestimmt die Mindestanforderungen für das Einleiten von Abwasser in Gewässer aus den in den Anhängen bestimmten Herkunftsbereichen sowie Anforderungen an die Errichtung, den Betrieb und die Benutzung von Abwasseranlagen.

(2) Die allgemeinen Anforderungen dieser Verordnung, die in den Anhängen genannten Betreiberpflichten und die in den Anhängen gekennzeichneten Emissionsgrenzwerte sind vom Einleiter einzuhalten, soweit nicht weitergehende Anforderungen in der wasserrechtlichen Zulassung für das Einleiten von Abwasser festgelegt sind. Die übrigen Anforderungen der Anhänge dieser Verordnung sind bei der Erteilung einer wasserrechtlichen Zulassung für das Einleiten von Abwasser festzusetzen. Anforderungen sind in die wasserrechtliche Zulassung nur für diejenigen Parameter aufzunehmen, die im Abwasser zu erwarten sind.

(3) Weitergehende Anforderungen nach anderen Rechtsvorschriften bleiben unberührt.

§ 2 Begriffsbestimmungen 16

Im Sinne dieser Verordnung ist:

  1. Stichprobe eine einmalige Probenahme aus einem Abwasserstrom;
  2. Mischprobe eine Probe, die in einem bestimmten Zeitraum kontinuierlich entnommen wird, oder eine Probe aus mehreren Proben, die in einem bestimmten Zeitraum kontinuierlich oder diskontinuierlich entnommen und gemischt werden;
  3. qualifizierte Stichprobe eine Mischprobe aus mindestens fünf Stichproben, die in einem Zeitraum von höchstens zwei Stunden im Abstand von nicht weniger als zwei Minuten entnommen und gemischt werden;
  4. produktionsspezifischer Frachtwert der Frachtwert (z.B. m3/t, g/t, kg/t), der sich auf die der wasserrechtlichen Zulassung zugrunde liegende Produktionskapazität bezieht;
  5. Ort des Anfalls der Ort, an dem Abwasser vor der Vermischung mit anderem Abwasser behandelt worden ist, sonst an dem es erstmalig gefasst wird;
  6. Vermischung die Zusammenführung von Abwasserströmen unterschiedlicher Herkunft;
  7. Parameter eine chemische, physikalische oder biologische Messgröße, die in der Anlage 1 aufgeführt ist;
  8. Mischungsrechnung die Errechnung einer zulässigen Fracht oder Konzentration, die sich aus den die einzelnen Abwasserströme betreffenden Anforderungen dieser Verordnung ergibt;
  9. betriebliches Abwasserkataster die Dokumentation derjenigen Grunddaten und Verfahren eines Betriebes oder mehrerer an einem Standort zusammengefasster Betriebe, die Einfluss auf die Menge und die Beschaffenheit des Abwassers sowie die damit verbundenen Umweltaspekte haben;
  10. Betriebstagebuch die Dokumentation aller betrieblichen und anlagenbezogenen Daten der Selbstüberwachung und Wartung, die zur betrieblichen Kontrolle, Steuerung und Regelung der Abwasseranlagen und zur Überprüfung der Einhaltung der Anforderungen dieser Verordnung und der wasserrechtlichen Zulassung erforderlich sind;
  11. Jahresbericht eine Kurzfassung der wichtigsten Informationen zur Abwassersituation des Betriebes sowie eine Zusammenfassung und Auswertung der innerhalb eines Jahres fortlaufend dokumentierten Daten, die zur Überprüfung der Einhaltung der Anforderungen dieser Verordnung und der wasserrechtlichen Zulassung erforderlich sind.

§ 3 Allgemeine Anforderungen 13 14 16 18

(1) Soweit in den Anhängen nichts anderes bestimmt ist, darf Abwasser in ein Gewässer nur eingeleitet werden, wenn die Schadstofffracht so gering gehalten wird, wie dies nach Prüfung der Verhältnisse im Einzelfall möglich ist durch

  1. den Einsatz Wasser sparender Verfahren bei Wasch- und Reinigungsvorgängen,
  2. die Indirektkühlung,
  3. den Einsatz von schadstoffarmen Betriebs- und Hilfsstoffen sowie
  4. die prozessintegrierte Rückführung von Stoffen.

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