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Regelwerk Arbeits-und Sozialrecht

SGB VIII - Sozialgesetzbuch Achtes Buch
Kinder- und Jugendhilfe

Vom 11.September 2012
(BGBl. I Nr. 45 vom 26.09.2012 S. 2022; 15.02.2013 S. 254 13; 16.04.2013 S. 795 13a; 03.05.2013 S. 1108 13b; 29.08.2013 S. 3464 13c; 21.01.2015 S. 10 15; 17.07.2015 S. 1368 15a;28.10.2015 S. 1802 15b; 11.10.2016 S. 2226 16; 04.11.2016 S. 2460 16a; 23.12.2016 S. 3234 16b; 17.07.2017 S. 2429 17; 20.07.2017 S. 2780 17a; 30.10.2017 S. 3618 17b; 19.12.2018 S. 2696 18; 04.08.2019 S. 1131 19; 15.11.2019 S. 1604 19a; 20.11.2019 S. 1626 19b; 30.11.2019 S. 1948 19c; 12.12.2019 S. 2652 19d i.K.; 28.04.2020 S. 960 20; 09.10.2020 S. 2075 20a .; 12.02.2021 S. 226 21 i.K.; 04.05.2021 S. 882 21a i.K.; 03.06.2021 S. 1444 21b; 16.06.2021 S. 1810 21c; 10.08.2021 S. 3424 21d i.K.; 20.08.2021 S. 3932 21e i.K; 02.10.2021 S. 4602 21f, 21g i.K; 05.10.2021 S. 4607 21h; 24.06.2022 S. 959 22)
Gl.-Nr.: 860-8



Archiv: 2006
Siehe Fn. *
Vgl. abw. Länderrecht
Siehe auch: Aushangpflichtige Regelungen

Erstes Kapitel
Allgemeine Vorschriften

§ 1 Recht auf Erziehung, Elternverantwortung, Jugendhilfe 21b

(1) Jeder junge Mensch hat ein Recht auf Förderung seiner selbstbestimmten, Entwicklung und auf Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit.

(2) Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft.

(3) Jugendhilfe soll zur Verwirklichung des Rechts nach Absatz 1 insbesondere

  1. junge Menschen in ihrer individuellen und sozialen Entwicklung fördern und dazu beitragen, Benachteiligungen zu vermeiden oder abzubauen,
  2. jungen Menschen ermöglichen oder erleichtern, entsprechend ihrem Alter und ihrer individuellen Fähigkeiten in allen sie betreffenden Lebensbereichen selbstbestimmt zu interagieren und damit gleichberechtigt am Leben in der Gesellschaft teilhaben zu können,
  3. Eltern und andere Erziehungsberechtigte bei der Erziehung beraten und unterstützen,
  4. Kinder und Jugendliche vor Gefahren für ihr Wohl schützen,
  5. dazu beitragen, positive Lebensbedingungen für junge Menschen und ihre Familien sowie eine kinder- und familienfreundliche Umwelt zu erhalten oder zu schaffen.

§ 2 Aufgaben der Jugendhilfe 15b 21a 21b

(1) Die Jugendhilfe umfasst Leistungen und andere Aufgaben zugunsten junger Menschen und Familien.

(2) Leistungen der Jugendhilfe sind:

  1. Angebote der Jugendarbeit, der Schulsozialarbeit, der Jugendsozialarbeit und des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes (§ § 11 bis 14),
  2. Angebote zur Förderung der Erziehung in der Familie (§ § 16 bis 21),
  3. Angebote zur Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen und in Kindertagespflege (§ § 22 bis 25),
  4. Hilfe zur Erziehung und ergänzende Leistungen (§ § 27 bis 35, 36, 37, 39, 40),
  5. Hilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche und ergänzende Leistungen (§ § 35a bis 37, 39, 40),
  6. Hilfe für junge Volljährige und Nachbetreuung ( §§ 41 und 41a).

(3) Andere Aufgaben der Jugendhilfe sind

  1. die Inobhutnahme von Kindern und Jugendlichen ( § 42),
  2. die vorläufige Inobhutnahme von ausländischen Kindern und Jugendlichen nach unbegleiteter Einreise ( § 42a),

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